Verein denkt über Ausgliederung nach

Alles rund um unsere Blauen aus sportlicher Sicht

Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon Nobbert1976 » Mittwoch, 12.Jul 2017 - 17:18

Aus der Stuttgarter Zeitung:

"Stuttgarter Kickers wollen auch ausgliedern

Der Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers plant den finanziellen Befreiungsschlag, bei dem das Porsche-Tochterunternehmen MHP eine zentrale Rolle spielen soll.Kickers gegeneinander antreten zu lassen. Das Wort „Freundschaftsspiel“ war wirklich nicht die richtige Bezeichnung für das Stadtderby. Heutzutage gehört diese Partie zur Normalität, gleich zweimal trafen sich der VfB und die Kickers in den vergangenen vier Monaten zu Testzwecken, zuletzt am Sonntag beim friedlichen 1:1 auf der Waldau.

Das Verhältnis zwischen dem Erst- und dem Regionalligisten ist mittlerweile entspannt, wozu auch eine familiäre Verbindung beitragen dürfte. VfB-Präsident Wolfgang Dietrich ist der Vater des Kickers-Aufsichtsrats Christoph Dietrich. Der Kickers-Sohn hat zuletzt nicht nur den Aufstieg des VfB aus einer besonderen Nahperspektive erlebt, sondern auch die erfolgreiche Ausgliederung der Profiabteilung. Dieser Schritt, der dem VfB bis zu 100 Millionen Euro einbringen soll, könnte – in einem natürlich deutlich kleineren finanziellen Rahmen – als Vorbild für die Kickers dienen. Nach Informationen der Stuttgarter Zeitung prüft der Regionalligist einen entsprechenden Schritt und hat offenbar im Hauptsponsor MHP schon einen strategischen Partner gefunden. Auf eine entsprechende StZ-Anfrage hat MHP bisher noch nicht geantwortet. Neben der Porsche-Tochterfirma, die vor allem in der Management und IT-Beratung tätig ist, soll noch ein weiteres Unternehmen aus der sogenannten Automotive-Branche als zweiter großer Investor Anteile kaufen.

Das Fazit: So kann es nicht weitergehen

„Zurzeit hat die Planung für die kommende Saison Priorität, aber natürlich machen wir uns Gedanken, wie wir uns zukunftsfähig aufstellen“, sagt der Kickers-Präsident Rainer Lorz. Die Ausgliederung sei eine Option, so der Jura-Professor.

So wie bisher kann es nicht weitergehen, das war das sportliche und finanzielle Fazit nach der letzten Hauptversammlung beim SV Stuttgarter Kickers mit seinen 2270 Mitgliedern. Den Viertligisten machen Schulden in Höhe von rund 2,7 Millionen Euro schwer zu schaffen. Dazu kommt ein Darlehen bei der Quattrex Sports AG. Gegründet wurde die Quattrex Sports AG einst von Wolfgang Dietrich, der sich mittlerweile aus dem Unternehmen zurückgezogen hat. Sein Sohn Christoph fungiert dort noch als Aufsichtsratsvorsitzender. Die Kickers brauchen Geld – zum einem, um den bedrohlichen Schuldenberg abzubauen und zum anderen, um mit den passenden Transfers der finanziellen Todeszone Regionalliga zu entkommen. Dauerhaft ist der Verein, wie einige andere Leidensgenossen mit höheren Ansprüchen, in der vierten Liga nicht überlebensfähig. Eine Ausgliederung könnte so zum Problemlöser werden, vielleicht sogar zum Befreiungsschlag in einer derzeit finanziell verfahrenen Situation. Die Kickers sollen sich von einer Umwandlung der Rechtsform Einnahmen von bis zu 15 Millionen Euro versprechen. Unklar ist allerdings noch, wie hoch der Unternehmenswert des eingetragenen Vereins angesetzt wird und wie viel Prozent der Anteile aus der Hand gegeben werden müssen, um auf den anvisierten Betrag zu kommen.

Der SV Waldhof hat es vorgemacht

Ein Traditionsverein besitzt schon allein aufgrund seiner Vergangenheit, der treuen Fans und des Stellenwerts in der Stadt einen Wert. Darauf hat auch Kickers-Ligakonkurrent SV Waldhof gebaut. Anfang des Jahres vollzog der Club die Ausgliederung in eine Spielbetriebs-GmbH. Vor zwölf Monaten stimmten 94 Prozent der bei der Versammlung anwesenden Waldhof-Mitglieder diesem Schritt zu. Das waren dann noch einmal zehn Prozent mehr als beim VfB. Was sich mit einem höheren Mannheimer Leidensdruck erklären ließe, der wiederum mit dem bei den Kickers vergleichbar ist.

Auf den Weg in die ausgegliederte Zukunft hat sich in Rot-Weiß Essen gerade ein weiterer Verein mit glanzvoller Vergangenheit und glanzloser Gegenwart gemacht. Schon bald soll bei diesem ehemaligen Erstligisten die Mitglieder über die Ausgliederung abstimmen. Die Kickers werden dann wohl folgen."

Quelle: http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... 115f5.html
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon B. » Mittwoch, 12.Jul 2017 - 18:44

Endlich!
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon Blinky Bill » Mittwoch, 12.Jul 2017 - 18:45

Welcher Verein hat denn bisher von einer Ausgliederung sportlich profitiert? Mir ist keiner bekannt.
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon fersehturm1899 » Mittwoch, 12.Jul 2017 - 18:52

Weiß auch noch nicht was ich davon halten soll aber wir müssen schauen das wir geld genieren um aus dieser liga so raus zu kommen und die frage ist halt auch was sind wir wert und wieviel Prozent der Anteile müssen wir verkaufen um auf die 15 millionen zu kommen die was in den Artikel genannt werden.
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon Kickers90 » Mittwoch, 12.Jul 2017 - 19:09

Macht man nichts ischs nix. Macht man was ischs auch nix.
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon Blue Tiger » Mittwoch, 12.Jul 2017 - 19:12

Kickers90 hat geschrieben:Macht man nichts ischs nix. Macht man was ischs auch nix.


Genau so ischs.
"Die Kickers werden noch groß rauskommen. Dann beginnt hier eine neue Ära". ( Jürgen Sundermann, Januar 2008 )
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon Blue Fritz » Mittwoch, 12.Jul 2017 - 20:01

Es wird wohl keine bessere Lösung geben. Die Mitglieder werden das letzte Wort haben.
Zuschauen, wie das Kickers Schiff untergeht, kanns auch nicht sein!
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon gablenberger » Mittwoch, 12.Jul 2017 - 20:03

mit quattrex als investor und deren millionen fühlte man sich zu höherem berufen, der einstieg der ufa und die 450000 wurde vor paar jahren als das non plus ultra verkauft, die anzeigetafel ist verscherbelt und die kickers amateure abgemeldet. vielleicht ist es pech, vielleicht aber auch (und das glaube ich eher) unvermögen der vorstandschaft, dass sie mit dem ganzen geld nix hinbekommen und der schuldenberg wächst und es sportlich immer tiefer ging. daher werden mit diesem führungspersonal auch 15 millionen ziemlich schnell weg sein....
die große stadt lockt mit ihrem glanz, mit schönen frauen, mit musik und tanz...
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon Ford K » Mittwoch, 12.Jul 2017 - 20:04

Blinky Bill hat geschrieben:Welcher Verein hat denn bisher von einer Ausgliederung sportlich profitiert? Mir ist keiner bekannt.


Unsere Namensvettern aus Würzburg :?:
Da Paco al Fine? Oder gelingt endlich die Wende?
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon tobi-svk » Mittwoch, 12.Jul 2017 - 20:16

Blinky Bill hat geschrieben:Welcher Verein hat denn bisher von einer Ausgliederung sportlich profitiert? Mir ist keiner bekannt.

Na der HSV ganz klar! :lol:

Grössenwahn trifft es wohl am Besten, die Leitsätze kann man nun mal endgültig löschen. Aber wenn die Ausgliederung kommt sollte es jeder sich genau überlegen ob er weiterhin als Fan zu einem Spiel der "SV Stuttgarter Kickers GmbH" gehen will.
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon Bluebyte » Mittwoch, 12.Jul 2017 - 20:25

Das wir Fans den Verein wertvoll machen ist eine gute Erkenntnis. Ich hoffe es bleibt bei Demut und Einsicht - und die Blender bleiben aussen vor. Jetzt zählt nur die kommende Runde.
Wenn der Fan kräht auf dem Mist, ändert sich's Wetter oder es bleibt wie´s ist.
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon Azulblanco » Mittwoch, 12.Jul 2017 - 21:15

Bluebyte hat geschrieben:Das wir Fans den Verein wertvoll machen ist eine gute Erkenntnis. Ich hoffe es bleibt bei Demut und Einsicht - und die Blender bleiben aussen vor. Jetzt zählt nur die kommende Runde.


So sehe ich das auch. Unser nächster "Gegner" ist die kommende Saison, die GmbH ist ein völlig ungelegtes Ei der Zukunft. Und jetzt müssen erst mal die Fans mit dem Eintrittsgeld ihren Beitrag leisten. Aber sicher werden schon bald wieder einige davon Gründe finden, nicht mehr hinzugehen.
Wenn die kommende Saison sportlich oder/und finanziell in den Sand gesetzt wird, dann erübrigen sich solche Diskussionen ohnehin. Der Ritt auf der Rasierklinge funktioniert nicht lange.

Langfristig (!!) muss man schon über die künftige Finanzierung nachdenken, falls man sich letztendlich nicht mit der Verbandsliga zufrieden geben möchte. Die fundamentalen Kritiker einer Ausgliederung dürfen bis dahin gerne eine andere Art der Finanzierung auf die Beine stellen. :wink:
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon Dude » Mittwoch, 12.Jul 2017 - 21:31

Wann kommen endlich die Leute ans Ruder die alles fehlerlos und richtig machen :?: Kennt jemand irgendwelche freiwillige :?:

Im Forum würden mir gleich paar Namen einfallen.
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon barneygumble » Mittwoch, 12.Jul 2017 - 22:06

Wenigstens können dann in 2019 die Schiedsrichter, Leichtathleten und Handballer beruhigt weiter machen... 8)
Erfolgreich zu sein, setzt zwei Dinge voraus: Klare Ziele und den brennenden Wunsch, sie zu erreichen.
- Johann Wolfgang von Goethe -

Die Mehrheit? Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn, Verstand ist stets bei wen'gen nur gewesen. Der Staat muß untergehen, früh oder spät, wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.
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Don't argue with idiots. They'll drag you down to their level and beat you with experience.
- empirische Untersuchungen -
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon Mephisto » Donnerstag, 13.Jul 2017 - 1:09

Nach dem das Sommerloch mit einigen Säcken chinesischem Reis notdürftig gestopft wurde, gilt nun das Augenmerk unseren Blauen.
Dem SV Stuttgarter Kickers e.V.? Der SV Stuttgarter Kickers Spielbetriebs GmbH?
Ganz ehrlich, diese Meldung habe ich mehr als zweimal lesen müssen. Iss jetzt nich 1. April, oder?

Etwas überspitzt formuliert: der betriebswirtschaftliche Wert der Kickers tendiert in Richtung dem Schwarzen unter dem Fingernägeln. Als Marketingmensch mit BWL-Vorschädigung frage ich mich: Wie kann man betriebswirtschaftlich fundiert bis zu 15 Millionen in einen Verein investieren, dessen Wert (monetär) nahe Null liegt? Wenn MHP dazu bereit ist – her mit der Kohle!
Nichts desto trotz wird es einen Deal geben – fast 30 Jahre Berufserfahrung haben mir gezeigt, dass es IMMER einen Deal gibt.
Aus Sicht der Quattrex AG waren die Kickers in der Vergangenheit eher Abschreibungs-, denn Renditemodell. Beim Status Quo Regionalliga (oder einer drohenden Insolvenz) müssten die Anlegergelder weiterhin ganz oder teilweise durch erfolgreiche Modelle, z.B. Union, Heidenheim quer finanziert werden.
Jetzt denke ich mal laut: auf der richtigen Seite des Neckars sitzt ein Diedrich in exponierter Position. Dort gibt es Porsche als Sponsor des NLZ, die ihre 100%ige Tochter MHP als Hauptsponsor mitgebracht haben. Auf der falschen Seite des Neckars gibt es seit kurzem auch einen Diedrich in noch exponierterer Position, der Porsche als Sponsor des NLZ mitgebracht hat. Der hat seine Ausgliederung fürs Erste erfolgreich abgewickelt und will/muss weitere Anteile an prosperierende, schwäbische Unternehmen veräußern. Mich persönlich würde es nicht wundern, wenn mittelfristig Porsche Anteile an der VfB AG erhält und die Kickers Teil dieses Deals sind (sowie ein Tilgungsplan für die Quattrex AG). Porsche ist seit Jahren am VfB interessiert und wurde nur durch Ex-Präsident Mäuser brüskiert.

Wie auch immer, wenn uns der Deal 15 Millionen in die Kasse spült, dann –wie schon gesagt- her damit. Fremdbestimmt sind wir schon lange (just my 5 cent).
Ihr bleibt bei meinem Worte kalt, euch guten Kindern lass ich's gehen;
Bedenkt: der Teufel, der ist alt, so werdet alt, ihn zu verstehen!
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon Lennon » Donnerstag, 13.Jul 2017 - 6:39

B. hat geschrieben:Endlich!

Erstaunlich, dass der Ausgliederungswahn jetzt auch schon in der Regionalliga um sich greift. Das ist halt die neue Zeit und wenn es unserer maroden Kassenlage gut tut: warum nicht!
Ist das Wetter noch so trübe, immer hoch die blaue Rübe!
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon Blinky Bill » Donnerstag, 13.Jul 2017 - 6:40

Gute Einschätzung. Nach zwei Jahren sportlicher Talfahrt und damit einhergehendem Wertverlust verwundert der Zeitpunkt auch. Weniger dürfte der Verein in den letzten Jahren nicht wert gewesen sein. Ich denke auch, dass es sich um eine Art Exit-Strategie für die Quattrex AG handeln könnte. Damit wäre natürlich ein Teil des Geldes gleich wieder weg. Es sei denn, die Quattrex AG würde einer Umwandlung ihrer Forderungen an die Kickers in Eigenkapital zustimmen. Normalerweise wollen Gesellschafter/Aktionäre Ausschüttungen sehen. Ganz geschenkt wäre das Geld also auch nicht. Aber 15 Mio. € wären zum jetzigen Zeitpunkt wahrscheinlich eine optimistische Bewertung. Traurig ist, dass die Zukunft des Stuttgarter Profifußballs jetzt schon eine Familiensache mit eigenen finanziellen Interessen ist und dass der Verkauf von Anteilen an der Fußballabteilung des VfBs eventuell an Porsche mit der Ausgliederung der Fußballabteilung der Kickers im Zusammenhang stehen könnte.
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon SVK_svk » Donnerstag, 13.Jul 2017 - 8:28

Blinky Bill hat geschrieben:Traurig ist, dass die Zukunft des Stuttgarter Profifußballs jetzt schon eine Familiensache mit eigenen finanziellen Interessen ist ...


So traurig finde ich das garnicht. Wen persönliche finanzielle Interessen hinter etwas stehen, wird auch versucht das beste mögliche rauszuholen. Wenn ich "nur" Angestellter bin und den Karren gegen die Wand fahre tut es mir kurz weh. Wenn ich da aber wirklich eigenes Geld reingesteckt habe gucke ich dass dies nicht passiert.

Finde das gut! Die Verantwortlichen machen sich Gedanken um die Situation langfristig wieder positiv gestalten zu können. Mit dem jetzigen rumgewurstle sehe ich hier keine Besserung.
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon am29 » Donnerstag, 13.Jul 2017 - 9:15

Auch wenn jetzt noch zu wenig tiefe Einblicke vorhanden sind stimmt das Bauchgefühl bei mir. Ohne einen solchen Schritt wird es sehr schwer in absehbarer Zeit irgendetwas zu erreichen. Positiv gesprochen könnten wir damit endlich wieder Vereine wie Aspach, Aalen, und Heidenheim hinter uns lassen. Mit bodenständigen Anteilseignern aus der Region können wir zufrieden sein- das sieht in München ganz anders aus. Freue mich auf mehr Informationen.
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon Settembrini » Donnerstag, 13.Jul 2017 - 9:35

Und bei mir stimmt das Bauchgefühl halt grad nicht. Wobei der Kopf natürlich schon sagt, dass es so wie jetzt auf Dauer ja auch nicht weitergehen kann.
Dazu ist es, wie oben angemerkt, eine Sache, über Geld zu verfügen. Eine ganz andere, wie es verwendet wird. Wenn man den Medienberichten trauen darf, hat der Investor bei 60 bis zu 70 Millionen reingepumpt. Resultat bekannt. Deshalb Vorsicht mit der Erwartung, wir würden sozusagen automatisch gschwind Aalen, Heidenheim et. al. hinter uns lassen.

Aber eben: ungelegte Eier, sehr vage. Im Moment bin ich gespannt auf die neue Saison, habe ein wenig Bammel davor... und freue mich drauf!
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon Matze » Donnerstag, 13.Jul 2017 - 10:18

Wow. Komplexes Thema. Da würde ich mir ohne weitere Infos keine abschließende Meinung bilden wollen.
Ganz grundsätzlich nachvollziehbar, darüber nachzudenken...

Ebenso klar, dass zusätzliches Geld weit sinnvoller investiert werden müsste, als es in der Vergangenheit der Fall war (ufa, investor,...gablenberger sprach es an). Hier hat man einerseits die Möglichkeit, TKs sportliche Kompetenz in der Kaderzusammenstellung und -entwicklung zu beobachten. Andererseits sollten wir berücksichtigen, dass im sportlichen Bereich relativ viel an einer Person (und seinem Team) hängt. Was, wenn er im Erfolgsfall irgendwann mal wechseln mag?!
... jetzt Fansponsor werden und unvergessliche Kickers-Momente erleben. Einzigartig im deutschen Fußball! www.12fuer11.de
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon kickandrush » Donnerstag, 13.Jul 2017 - 10:53

Azulblanco hat geschrieben:
Bluebyte hat geschrieben:Das wir Fans den Verein wertvoll machen ist eine gute Erkenntnis. Ich hoffe es bleibt bei Demut und Einsicht - und die Blender bleiben aussen vor. Jetzt zählt nur die kommende Runde.


So sehe ich das auch. Unser nächster "Gegner" ist die kommende Saison, die GmbH ist ein völlig ungelegtes Ei der Zukunft. Und jetzt müssen erst mal die Fans mit dem Eintrittsgeld ihren Beitrag leisten. Aber sicher werden schon bald wieder einige davon Gründe finden, nicht mehr hinzugehen.
:wink:


Dieses "Wir denken von Saison zu Saison" wird uns nicht wirklich weiterbringen.
Wenn wir aus der Sanddüne, in der wir gerade tief drinstecken, wieder herauskommen wollen, muss über langfristige Strategien, die Finanzierung auf sichere Füße zu stellen, intensiv nachgedacht werden.
Ich glaube nicht, dass es ernsthaft jemand gibt in der Vereinsführung, der nicht weiß, welch großen Anteil die Zuschauer am Klassenerhalt 2017 haben. Und diese Unterstützung muss es weiter geben, sonst sind alle Millionenträume nichts wert. Wir sind durch so viele Wüsten gegangen in den letzten Jahrzehnten - und immer wieder sind wir für kurze Zeit in der Nähe von Oasen angelangt, um uns danach wieder in den Sand zu buddeln. Vielleicht hilft uns ein solcher Plan in schönere Gegenden...
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon Alice Bligga » Donnerstag, 13.Jul 2017 - 11:03

Ich war bisher immer so naiv zu glauben, dass Quattrex-Darlehen sei in der auf der letzten JHV verkündeten bilanziellen Überschuldung enthalten. Dem Artikel in der StZ / StN nach zu urteilen, soll das nicht der Fall sein. Hier bestünde Klärungsbedarf. Noch sind wir im e. V. und hier gibt es seitens der Mitglieder nicht nur einen Anspruch auf Rechnungslegung, sondern auf Rechenschaft, was weitergehend ist.

Kommt nicht nur die Ausgliederung zustande, sondern in diesem Zusammenhang auch eine Schuldenbereinigung, und würde dann noch eine Zufuhr von frischem Kapital erfolgen, wäre das wie Weihnachten und Ostern an einem Tag. Mephisto hat es schon zum Ausdruck gebracht: Eigentlich beinahe zu schön, um wahr zu werden. Aber glauben wir einfach 'mal daran. Die Alternative ist eigentlich nur ein zeitnaher Insolvenzantrag, was zunächst einmal nicht so schlimm wäre. Das Schlimme daran bestünde darin, dass unter den gegebenen wirtschaftlichen Bedingungen eine Fortsetzung des Spielbetriebs der Fußballabteilung nicht mehr im professionnellen Rahmen, nur ab der Oberliga und darunter möglich wäre.
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon Merkle » Donnerstag, 13.Jul 2017 - 11:13

es ist einfach zu viel Geld "im Markt" ..die EZB hat die Banken mit Euros geflutet und jetzt werden eben Fussball-Vereine "augegliedert" ,damit die Firmen oder gut -Betuchten das Geld nicht verbrennen müssen..auch wieder eine win-win situation..wems gefällt..
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon Blau Blauer kickers » Donnerstag, 13.Jul 2017 - 11:55

Wer nicht mit der Zeit geht. Geht mit der Zeit.

Es gibt finanziell halt wenig alternativen.
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon Markus123 » Donnerstag, 13.Jul 2017 - 12:15

Blau Blauer kickers hat geschrieben:Wer nicht mit der Zeit geht. Geht mit der Zeit.

Es gibt finanziell halt wenig alternativen.


Das ist vermutlich der entscheidende Punkt. Es gibt keine Alternativen. Um langfristig wettbewerbsfähig zu sein, muss wirklich konstruktiv über eine Ausgliederung nachgedacht werden.
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon Ford K » Donnerstag, 13.Jul 2017 - 13:22

Eine Ausgliederung ist ein Stück weit ein notwendiges Übel. Das wird früher oder später fast jeder Verein von der 4. Liga an aufwärts machen. Vermutlich kommt dieser Schritt bei den Kickers eher zu spät. Der ideale Zeitpunkt wäre im Rückblick der Sommer 2014 gewesen. Vielleicht hätte dann mit einer größeren Finanzspritze der Zweitligaaufstieg geklappt. Hätte, hätte Fahrradkette...
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon Blue Tiger » Donnerstag, 13.Jul 2017 - 13:35

Interessant und gut finde ich, dass es hier offensichtlich keinen lautstarken traditionalistischen "Nein-Aufruhr" gibt (wie lange Zeit bei den Lampen).

Welche satzungsgemäßen Voraussetzungen für eine Ausgliederung bestehen denn bei uns? Weiß da jemand Näheres?
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon tobi-svk » Donnerstag, 13.Jul 2017 - 15:58

Mephisto hat geschrieben:Wie auch immer, wenn uns der Deal 15 Millionen in die Kasse spült, dann –wie schon gesagt- her damit. Fremdbestimmt sind wir schon lange (just my 5 cent).

Und mit einer Ausgliederung wird man für immer fremdbestimmt bleiben, besonders, wer weiß, denn was für Ideen in den nächsten Jahren die Herren in der Otto-Fleck-Schneise sich noch ausdenken, die China-Thematik ist meiner Meinung nach ein kleines Licht, 50+1 Regel, Markennamen in den Vereinsnamen wie z.B. in Österreich etc. . Wir sind noch lange nicht am Ende der Spirale angelangt.

Man kann davon halten was man möchte von so einer Ausgliederung, klar bringt diese erst einmal Geld, aber das als einziges Argument ist mir ehrlich gesagt zu wenig, man gibt sein Recht der Mitbestimmung ab und die Kickers werden an Leute/Firmen verteilt, welche eventuell noch nie die Waldau betreten haben und nur/hauptsächlich am Gewinn interessiert sind. Von den Dietrich-Machenschaften dann mal abgesehen, vielleicht liegen die Pläne für eine enge Kooperation mit dem VfB schon in der Schublade. Auch eine Namensänderung der ersten Mannschaft zur besseren Vermarktung, wie es beim DFB gibt ala "Die Mannschaft" etc. etc.
Auf solche Dinge hätte kein Fan, außer er besitzt Anteile, aktiven Einfluss!
Zugegeben es ist ein etwas krasserer Vergleich, aber ich glaube sein Wahlrecht würde der Großteil auch nicht auf Lebzeiten abgeben, wenn er dafür versprochen bekommt, dass sein Leben in Hinsicht auf Wohnraum, Gehalt etc. verbessert.

Aktuell bewegt sich meiner Meinung nach so etwas weg von den Werten, für die die Kickers eigentlich stehen, bzw. vor nicht allzu langer Zeit noch standen, nämlich ein familiärer Verein, wo der Fan aktiv mitwirken und sich einbringen kann/konnte. Wo es um Fußball statt um das große Geld ging.
Viel eher frage ich mich, warum wurde, wenn man so eine angeblich gewinnbringende Idee hat, dann die U23 abgemeldet?
Für mich sieht es so aus, dass die Dietrichs, so langsam was sehen wollen auf der Waldau im positiven Sinne und auch im Präsidium und Aufsichtsrat sitzen Leute, welche ihr investiertes Geld nicht verlieren wollen, der letzte Strohhalm quasi, da verkauft man halt wie es sonst auch im normalen Leben üblich ist lieber Teile anstatt Bankrott zu gehen.
Sicher geht man mit einer Ausgliederung mit der Zeit, aber ist das immer der richtige Weg, nur weil es Geld bringt?
Man sollte sich einmal hinterfragen, was die Identität der Kickers ist, will man irgendwann, sollte es klappen in der 2. Bundesliga spielen und keine Mitbestimmung mehr haben, also um jeden Preis, oder möchte man darauf bauen, was die Kickers auch in den letzten 20 Jahren ausgemacht hat, nämlich Fußball in kleinerem Rahmen, mit einem gewissen Flair und dann eben auf Amateurebene.

Ich bin zufrieden, wenn die Kickers so sind, wie ich sie als Kind kennengelernt habe, unabhängig von der Liga, aber als eingetragener Verein und mit dem Recht der aktiven Mitbestimmung als Mitglied!
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon Krocha » Donnerstag, 13.Jul 2017 - 16:16

Wohl der letzte Strohhalm für unsere Gläubiger die auch gleichzeitif mitverantwortlich für diesen Niedergang sind. Man will offentsichtlich nicht das eigenen, in den Sand gesetzte Geld abschreiben oder sich in der Stuttgarter Highsociety die Blöse geben.

Wer schwer es ist den entstandenen Schaden den M.Z hintzerlassen hat loszuwerden zeigt sich an den Krücken aus dem letzjährigen Kader doch sehr deutlich. Jetzt wo die meisten weg sind kann man ja wieder ohne Probleme die nächsten Dinge zerstören.
STUTTGART, Stadt meiner Träume und Hoffnungen, Stadt meiner Jugend, Stadt der Sehnsüchte und Stätte des Glücks. Eine kleine, und doch so grosse Stadt, die gerne Weltstadt wäre, es aber nicht ist. Denn Weltstadt hat wenig Charme, Stuttgart sprüht nur so davon.
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon am29 » Donnerstag, 13.Jul 2017 - 16:52

tobi-svk hat geschrieben:
Mephisto hat geschrieben:Wie auch immer, wenn uns der Deal 15 Millionen in die Kasse spült, dann –wie schon gesagt- her damit. Fremdbestimmt sind wir schon lange (just my 5 cent).

Und mit einer Ausgliederung wird man für immer fremdbestimmt bleiben, besonders, wer weiß, denn was für Ideen in den nächsten Jahren die Herren in der Otto-Fleck-Schneise sich noch ausdenken, die China-Thematik ist meiner Meinung nach ein kleines Licht, 50+1 Regel, Markennamen in den Vereinsnamen wie z.B. in Österreich etc. . Wir sind noch lange nicht am Ende der Spirale angelangt.

Man kann davon halten was man möchte von so einer Ausgliederung, klar bringt diese erst einmal Geld, aber das als einziges Argument ist mir ehrlich gesagt zu wenig, man gibt sein Recht der Mitbestimmung ab und die Kickers werden an Leute/Firmen verteilt, welche eventuell noch nie die Waldau betreten haben und nur/hauptsächlich am Gewinn interessiert sind. Von den Dietrich-Machenschaften dann mal abgesehen, vielleicht liegen die Pläne für eine enge Kooperation mit dem VfB schon in der Schublade. Auch eine Namensänderung der ersten Mannschaft zur besseren Vermarktung, wie es beim DFB gibt ala "Die Mannschaft" etc. etc.
Auf solche Dinge hätte kein Fan, außer er besitzt Anteile, aktiven Einfluss!
Zugegeben es ist ein etwas krasserer Vergleich, aber ich glaube sein Wahlrecht würde der Großteil auch nicht auf Lebzeiten abgeben, wenn er dafür versprochen bekommt, dass sein Leben in Hinsicht auf Wohnraum, Gehalt etc. verbessert.

Aktuell bewegt sich meiner Meinung nach so etwas weg von den Werten, für die die Kickers eigentlich stehen, bzw. vor nicht allzu langer Zeit noch standen, nämlich ein familiärer Verein, wo der Fan aktiv mitwirken und sich einbringen kann/konnte. Wo es um Fußball statt um das große Geld ging.
Viel eher frage ich mich, warum wurde, wenn man so eine angeblich gewinnbringende Idee hat, dann die U23 abgemeldet?
Für mich sieht es so aus, dass die Dietrichs, so langsam was sehen wollen auf der Waldau im positiven Sinne und auch im Präsidium und Aufsichtsrat sitzen Leute, welche ihr investiertes Geld nicht verlieren wollen, der letzte Strohhalm quasi, da verkauft man halt wie es sonst auch im normalen Leben üblich ist lieber Teile anstatt Bankrott zu gehen.
Sicher geht man mit einer Ausgliederung mit der Zeit, aber ist das immer der richtige Weg, nur weil es Geld bringt?
Man sollte sich einmal hinterfragen, was die Identität der Kickers ist, will man irgendwann, sollte es klappen in der 2. Bundesliga spielen und keine Mitbestimmung mehr haben, also um jeden Preis, oder möchte man darauf bauen, was die Kickers auch in den letzten 20 Jahren ausgemacht hat, nämlich Fußball in kleinerem Rahmen, mit einem gewissen Flair und dann eben auf Amateurebene.

Ich bin zufrieden, wenn die Kickers so sind, wie ich sie als Kind kennengelernt habe, unabhängig von der Liga, aber als eingetragener Verein und mit dem Recht der aktiven Mitbestimmung als Mitglied!


Ich habe schon auf deine Reaktion gewartet. Wenig Überraschendes vom Inhalt her- dass du aber schon ein eigenes Logo gebaut hast: Respect, Brother! :roll: :lol:

Ich sehe das Ganze naturgemäß etwas positiver. Der wichtigste Punkt hierbei: Die Fans sind das entscheidende Kapital im Fußball und letztendlich auch der Grund, warum die Kickers vermeintlich 15 Millionen Euro wert sind. Ein Anteilseigner macht, in den Ligen und vereinfacht gesprochen, Geld, wenn die Fans glücklich sind. Denn: Glückliche Fans --> Mehr Fans --> Mehr Spieltags u. Merch. Einnahmen --> Höhere Attraktivität für Sponsoren --> Höhere Sponsoringeinnahmen --> ....

Kurzum: Investoren, zumal jene, die im Gespräch sind, haben nicht nur, aber auch, ein finanzielles Interesse an deinem Wohlbefinden.

Im Übrigen: Dass Investoren pauschal schlechtere Entscheidungen als die Vereinsmitglieder treffen halte ich für Folklore.
"Erst wenn der letzte Trainer auf eure Zurufe fliegt, der letzte Offizielle seine Sachen packt, der letzte Spieler abwandert, werdet ihr merken, dass ihr das Problem seid."
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon SVKDave » Donnerstag, 13.Jul 2017 - 16:53

Ich muss sagen, lieber 5.Ligafussball auf Amateurbasis, als 2.Liga als GmbH...
Kickers heißt für mich Familie, Mitbestimmung und Vorstand und Fans reden auf einer Ebene miteinander.
Schade wenn das Vorbei sein sollte und die Kickers bald nicht mehr uns Fans, sondern irgendwelchen anderen Menschen gehören...
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon SVK_svk » Donnerstag, 13.Jul 2017 - 18:38

Naja man sollte sich in diesem Fall schon fragen, was bestimmen die Mitglieder denn heute mit? Und wo sind sie in irgendwelche Entscheidungen eingebunden?
Meiner Meinung nach hält sich das extrem in Grenzen! Bei keinen wichtigen Entscheidungen, die tatsächlich Auswirkungen auf die Saison haben, hat man als Mitglied etwas zu bestimmen. Man darf Jahr für Jahr den Vorstand bestimmen oder bestimmte Personen entlasten, oder eben auch nicht.
Das darf man auch weiterhin wenn der Verein eine Ausgliederung vollzogen hat! Die Kontrolle behält immernoch der Verein, da er die Mehrheit der Stimmen besitzt. An operativen Entscheidungen sind dann natürlich auch die Investoren interessiert. Na und? Da haben wir doch heute als Mitglied auch keinen Einfluss drauf...

Es wird der einzige Weg sein wie wir uns von unseren Schulden befreien können und wieder finanziellen Spielraum haben. Dieses möchtegern Profitum das wir gerade fahren, können wir uns wohl nicht mehr all zu viele Spielzeiten leisten.
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon B. » Donnerstag, 13.Jul 2017 - 19:24

Wann ging es denn mit den Kickers richtig bergab? Nach ADM. Und was war davor? Die Kickers waren von einer einzelnen Person abhängig, von ADM.
Praktisch nix anderes als es heute bei anderen Clubs der Fall ist, nur dass es heute keine Gönner mehr sind, sondern Investoren oder Großsponsoren. ADM hat kurz vor seinem traurigen Ausscheiden mal gesagt, dass die Kickers sich breiter aufstellen müssen bei den Geldgebern - praktisch wie Hopp gesagt hat "der Verein muss sich selbst tragen". Waren wir jetzt vielleicht sogar ein Vorreiter der Hoffenheims etc.?

Das darf man auch nicht vergessen, wenn man von den Kickers spricht, die man aus der Kindheit kennt. War die Kindheit noch vor ADM oder während ADM? Ohne ADM (also Geld von Außen) hätten die Kickers wahrscheinlich in den meisten Fan-Kindheiten überhaupt keine Rolle mehr gespielt, weil sie schlicht nicht dagewesen wären.

Darum sollte jetzt keiner mit Tradition kommen, oder mit "ich seh´die Kickers lieber in der 5. Liga als e.V.". Ich widerhole mich gerne an dieser Stelle. Wenn z. B. Bosch sich entscheiden würde, die Kickers mit 30 Mio. zu unterstützen, dann würden alle hurra schreien. Warum? Weil die Kickers halt doch NOCH geiler wären, wenn sie erfolgreich wären, anders als vielleicht in der Kindheit? Oder würden sich alle Fans dagegen wehren? Warum wehrt sich keiner gegen unseren Trikotsponsor, warum keiner gegen die Bandenwerbung, warum keiner gegen die "Bürger-Zählung"? Weil es normal ist! Und so sieht es auch mit einer Ausgliederung aus, sie ist heute normal um Geld zu erhalten! Wer diesen Weg nicht mitgehen will, der muss sich halt leider einen Verein suchen, der komplett auf Sponsoren verzichtet und nur aus Spaß am Spiel aufläuft - die Suche könnte allerdings selbst in der Kreisliga länger dauern als eine Kindheit Zeit hat. So ist eben Fußball heute, am Christbaum haben früher auch echte Kerzen gebrannt - wer beschwert sich heute noch über elektrische?
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon Blau Blauer kickers » Donnerstag, 13.Jul 2017 - 20:38

SVKDave hat geschrieben:Ich muss sagen, lieber 5.Ligafussball auf Amateurbasis, als 2.Liga als GmbH...
Kickers heißt für mich Familie, Mitbestimmung und Vorstand und Fans reden auf einer Ebene miteinander.
Schade wenn das Vorbei sein sollte und die Kickers bald nicht mehr uns Fans, sondern irgendwelchen anderen Menschen gehören...


Frag mal die BVB ler ob es Sie stört dass Sie eine AG sind.
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon SVKDave » Donnerstag, 13.Jul 2017 - 20:51

Blau Blauer kickers hat geschrieben:
SVKDave hat geschrieben:Ich muss sagen, lieber 5.Ligafussball auf Amateurbasis, als 2.Liga als GmbH...
Kickers heißt für mich Familie, Mitbestimmung und Vorstand und Fans reden auf einer Ebene miteinander.
Schade wenn das Vorbei sein sollte und die Kickers bald nicht mehr uns Fans, sondern irgendwelchen anderen Menschen gehören...


Frag mal die BVB ler ob es Sie stört dass Sie eine AG sind.


Warum? Ich sag ja nicht das es jeden stören muss.

Ich sage das es mich persönlich stören würde, es wäre halt nicht mehr "mein" SportVerein.
Wenn andere es gutheißen dann dürfen sie das gerne und wenn die Mehrheit bei den Kickers das so will muss ich mich dem leider auch beugen, bis es so weit ist, werde ich aber trotzdem Wahlkampf dagegen machen und vielleicht und hoffentlich noch andere davon Überzeugen...
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon stoitschkov » Donnerstag, 13.Jul 2017 - 21:06

welche "strategischen Partner" sollen denn 15 Mios in die Kickers investieren und v.a. WARUM???

sieht auf den ersten Blick (und ohne gross darüber nachgedacht zu haben :wink: ) nach einer Art Testballon in der Sommerpause aus. Die Geschichte kommt zu 100% aus der Dietrich-Ecke und verspricht zu 1899% :lol: :wink: nichts Gutes. Strategie-Pläne wie man die Kickers irgendwie in die VfB-AG einbindet, ohne dass der gemeine Fan das sofort spannt, liegen bestimmt schon in der Schublade. In den nächsten Monaten werden dann sukzessive die Medien bearbeitet ("alternativlos", "zukunftsfähig", "mit der Zeit gehen",...) und bei günstiger Wetterlage (kleiner sportlicher Höhenflug) wird das ganze dann den Mitgliedern zur Abstimmung vorgelegt. Wenn man die MV der Blauen kennt und schon miterlebt hat: das wird ansatzlos durchgewinkt!!

btw: die 12für11 Beiträge werden (gefühlt) jedes Jahr früher eingezogen :lol:
Zuletzt geändert von stoitschkov am Donnerstag, 13.Jul 2017 - 21:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon olli74 » Donnerstag, 13.Jul 2017 - 21:06

Blau Blauer kickers hat geschrieben:
SVKDave hat geschrieben:Ich muss sagen, lieber 5.Ligafussball auf Amateurbasis, als 2.Liga als GmbH...
Kickers heißt für mich Familie, Mitbestimmung und Vorstand und Fans reden auf einer Ebene miteinander.
Schade wenn das Vorbei sein sollte und die Kickers bald nicht mehr uns Fans, sondern irgendwelchen anderen Menschen gehören...


Frag mal die BVB ler ob es Sie stört dass Sie eine AG sind.


Es gibt da schon einige die es stört zunehmend eine Kopie des FC.Bayern zu sein.
Aber wir können uns auch nicht mit dem BVB vergleichen.
Als symphatische, familiäre Alternative passt eine GmbH nicht so recht.
Aber das ist nur meine Meinung.
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon carpediem991 » Donnerstag, 13.Jul 2017 - 21:18

B. hat geschrieben:Wann ging es denn mit den Kickers richtig bergab? Nach ADM. Und was war davor? Die Kickers waren von einer einzelnen Person abhängig, von ADM.
Praktisch nix anderes als es heute bei anderen Clubs der Fall ist, nur dass es heute keine Gönner mehr sind, sondern Investoren oder Großsponsoren. ADM hat kurz vor seinem traurigen Ausscheiden mal gesagt, dass die Kickers sich breiter aufstellen müssen bei den Geldgebern - praktisch wie Hopp gesagt hat "der Verein muss sich selbst tragen". Waren wir jetzt vielleicht sogar ein Vorreiter der Hoffenheims etc.?

Das darf man auch nicht vergessen, wenn man von den Kickers spricht, die man aus der Kindheit kennt. War die Kindheit noch vor ADM oder während ADM? Ohne ADM (also Geld von Außen) hätten die Kickers wahrscheinlich in den meisten Fan-Kindheiten überhaupt keine Rolle mehr gespielt, weil sie schlicht nicht dagewesen wären.

Darum sollte jetzt keiner mit Tradition kommen, oder mit "ich seh´die Kickers lieber in der 5. Liga als e.V.". Ich widerhole mich gerne an dieser Stelle. Wenn z. B. Bosch sich entscheiden würde, die Kickers mit 30 Mio. zu unterstützen, dann würden alle hurra schreien. Warum? Weil die Kickers halt doch NOCH geiler wären, wenn sie erfolgreich wären, anders als vielleicht in der Kindheit? Oder würden sich alle Fans dagegen wehren? Warum wehrt sich keiner gegen unseren Trikotsponsor, warum keiner gegen die Bandenwerbung, warum keiner gegen die "Bürger-Zählung"? Weil es normal ist! Und so sieht es auch mit einer Ausgliederung aus, sie ist heute normal um Geld zu erhalten! Wer diesen Weg nicht mitgehen will, der muss sich halt leider einen Verein suchen, der komplett auf Sponsoren verzichtet und nur aus Spaß am Spiel aufläuft - die Suche könnte allerdings selbst in der Kreisliga länger dauern als eine Kindheit Zeit hat. So ist eben Fußball heute, am Christbaum haben früher auch echte Kerzen gebrannt - wer beschwert sich heute noch über elektrische?


Ein guter Post, gefällt mir :) - Man muss sich ja nur mal die Regionalligen anschauen, fast jedem Verein plagen die selben Sorgen sofern kein "Investor" oder dergleichen im Hintergrund steht. Finanzierung ist so ziemlich das wichtigste Thema, und meistens bietet sie nicht viele Auswahlmöglichkeiten.
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Re: Verein denkt über Ausgliederung nach

Beitragvon stoitschkov » Donnerstag, 13.Jul 2017 - 21:28

carpediem991 hat geschrieben:Darum sollte jetzt keiner mit Tradition kommen, oder mit "ich seh´die Kickers lieber in der 5. Liga als e.V.". Ich widerhole mich gerne an dieser Stelle. Wenn z. B. Bosch sich entscheiden würde, die Kickers mit 30 Mio. zu unterstützen, dann würden alle hurra schreien. Warum? Weil die Kickers halt doch NOCH geiler wären, wenn sie erfolgreich wären, anders als vielleicht in der Kindheit? Oder würden sich alle Fans dagegen wehren? Warum wehrt sich keiner gegen unseren Trikotsponsor, warum keiner gegen die Bandenwerbung, warum keiner gegen die "Bürger-Zählung"? Weil es normal ist! Und so sieht es auch mit einer Ausgliederung aus, sie ist heute normal um Geld zu erhalten! Wer diesen Weg nicht mitgehen will, der muss sich halt leider einen Verein suchen, der komplett auf Sponsoren verzichtet und nur aus Spaß am Spiel aufläuft - die Suche könnte allerdings selbst in der Kreisliga länger dauern als eine Kindheit Zeit hat. So ist eben Fußball heute, am Christbaum haben früher auch echte Kerzen gebrannt - wer beschwert sich heute noch über elektrische?


Ein guter Post, gefällt mir :) - Man muss sich ja nur mal die Regionalligen anschauen, fast jedem Verein plagen die selben Sorgen sofern kein "Investor" oder dergleichen im Hintergrund steht. Finanzierung ist so ziemlich das wichtigste Thema, und meistens bietet sie nicht viele Auswahlmöglichkeiten.[/quote]

mir nicht :D
warum sollte Bosch den Kickers 3 Mios geben oder auch nur 300T???
ein strategischer Partner bzw. Anteilseigner ist nach meinem Verständnis etwas anderes als ein Sponsor.
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