Quo vadis SVK

Alles rund um unsere Blauen aus sportlicher Sicht

Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Marc D » Freitag, 17.Nov 2017 - 15:33

Blue Tiger hat geschrieben:Die Reaktionen einiger hier auf den Barner-Bericht sind für mich unverständlich. Häme und Meinungsmache kann ich nicht herauslesen. Und was Herr Barner damit sagen will? Finanziell "einfach so weiterwursteln geht nicht mehr". Das hat er doch mit dem Hinweis auf die Möglichkeiten Ausgliederung und Reamateurisierung ausdrücklich geschrieben.

Die finanziellen Tatsachen sind halt bitter und tun so richtig weh. Sie tun um so mehr weh, als die meisten von uns aufgrund der aktuellen Entwicklung (Stabilisierung der Mannschaft durch Paco Vaz und Varvodic´, Verpflichtung von Martin Braun) was das Sportliche anbelangt wieder Hoffnung haben (zu Recht - Auf die Blaue! :D) . An der finanziellen Situation wird aber auch kurzfristiger sportlicher Erfolg in dieser Teufelsliga aktuell wenig ändern. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.


So sehe ich das auch.
Auch ich finde den Artikel im großen und ganzen gut geschrieben, aufschlussreich und objektiv.
Artikel wie dieser sind immer sehr wichtig außerdem in dieser länge Aufmerksamkeit erregend und öfters wünschenswert.
Der Blick von Außen ist unersetzbar.
Durch die blaue Brille sieht alles meist doch etwas verwischter aus. Auch neigt man im Frust oder in der Freude oft zu überzogenen, voreiligen Reaktionen.
Da hat ein neutraler Beobachter meist schon einen klareren, neutraleren, objektiveren Blick.
Außerdem freut mich das es anscheinend schon noch interesse an den Kickers und ihrer Situation außerhalb unseres Kreises gibt und die
Bereitschaft der Stuttgarter Nachrichten einen Artikel in dieser Länge und Ausführlichkeut zu realisieren.
Und einen Tag später das Interview mit Herrn Lorz in der Zeitung.
Jetzt gilt es ertmal sportliche Erfolge zu realisieren. Das ist die dringend nötige Grundlage für alle weiteren Schritte.
Auf die Blaue.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Augustiner » Freitag, 17.Nov 2017 - 16:47

Ich habe großen Respekt vor allen, die sich ehrenamtlich in unserem Verein engagieren. Und das gilt in besonderem Maße denen, die sich sowohl zeitlich, als auch finanziell einbringen. Wenn die Rendite dann über einen längeren Zeitraum nahezu ausschließlich aus sportlichem Abstieg, leeren Kassen und Häme besteht und das Engagement trotzdem aufrecht erhalten wird, dann kann es nur wahre Liebe zu unseren Farben sein.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Marc D » Dienstag, 21.Nov 2017 - 11:42

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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Marc D » Dienstag, 21.Nov 2017 - 11:43

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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Matze » Dienstag, 21.Nov 2017 - 13:20

Marc D hat geschrieben:http://www.stuttgarter-nachrichten.de/i ... 30db0.html


Henne-Ei-Ding: Für Aufbruchstimmung brauchst sportlichen Erfolg, für sportlichen Erfolg brauchst Geld und um das Umfeld (für finanzielles Engagement) zu aktivieren hilft sportlicher Erfolg!

Sportlicher Erfolg braucht Zeit, aber die Frage, wie die Kickers wieder das Vertrauen ihres Umfeld gewinnen können, sollte kurzfristig angegangen werden!
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon EliteSued » Dienstag, 21.Nov 2017 - 14:49

Matze hat geschrieben:
Marc D hat geschrieben:http://www.stuttgarter-nachrichten.de/i ... 30db0.html


Henne-Ei-Ding: Für Aufbruchstimmung brauchst sportlichen Erfolg, für sportlichen Erfolg brauchst Geld und um das Umfeld (für finanzielles Engagement) zu aktivieren hilft sportlicher Erfolg!

Sportlicher Erfolg braucht Zeit, aber die Frage, wie die Kickers wieder das Vertrauen ihres Umfeld gewinnen können, sollte kurzfristig angegangen werden!


Stimme dir fast zu.
Allerdings glaube ich, dass sportlicher Erfolg nur ein möglicher Baustein für Aufbruchsstimmung ist. Diese kann auch durch das Aufzeigen von Perspektiven, durch eine wegweisende Verpflichtung (auf oder neben dem Platz) oder durch eine gemeinsame Aktion wie BiB mit all ihren Facetten ausgelöst werden.

Klar, langfristig gesehen muss ein sportlich nachvollziehbares Konzept stehen. Erfolg ist dann Definitionssache.

Ich glaube immer noch und weiterhin, dass wir vor allem auch mal wissen sollten, für was wir eigentlich stehen, was uns ausmacht und warum jemand zu den Kickers kommen sollte. Über den Fußball hinaus. Da in Cannstatt momentan vieles gut läuft, ist das eh schwieriger denn je. Man schaue nur neidvoll auf die 0711-Kollektion.

Vor kurzem wurde hier angebracht, dass der Bezug auf Degerloch falsch wäre. Halte ich für Unsinn.
Selbst wenn Degerloch nicht unsere Wurzeln sind, so ist es doch unsere Heimat. Und ob Degerloch selbst attraktiv ist, ist nahezu irrelevant. Ist Cannstatt ein spannender Stadtteil? Oder Giesing? Oder Köpenick?
Aber es stimmt, dass wir uns nicht nur als Degerlocher Verein sehen dürfen. Stuttgart und darüber hinaus ist Einzugsgebiet.

Aber das sind viele Aspekte, die zu einem großen Thema gehören, das zwar immer wieder gestriffen aber halt nicht wirklich angegangen wird. Ist aber natürlich auch der sportlich-finanziellen Situation geschuldet.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Matze » Dienstag, 21.Nov 2017 - 15:17

Darin stimme ich dir komplett zu.

Sofern Einsatz des und Identifikation mit dem Team stimmen, wäre ich in sportlicher Sicht zufrieden, wenn es mittel- bis langfristig in die richtige Richtung geht (Langfristziel: 3. Liga).
Und dafür - und ich denke da sind wir uns einig- gehört mittelfristig auch eine sportliche Erfolgsgeschichte (Aufstieg!).

Die Lücke ist für mich - neben dem VfB - weiter vorhanden, man muss sie halt gemeinsam angehen.
Im Merchandising und fürs Sponsoring kann im regionalen Umfeld super aufgesetzt werden.

Die Umsetzung der 0711-Kollektion mag polarisieren, in der Sache eine geniale Aktion des VfBs.
Bitter deswegen, da man mit den Blauen jahrelang Zeit hatte, selbst etwas (kleines) mit dem 0711-Büro auf die Beine zu stellen.

Man hätte nur 1 (Schräglage) und 1(0711-Büro, Viva con Agua Stuttgart etc.) zusammenzählen müssen.
Letztere haben ja selbst schon bei uns im Stadion gekickt....
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon jap » Mittwoch, 22.Nov 2017 - 11:48

EliteSued hat geschrieben:
Matze hat geschrieben:
Marc D hat geschrieben:http://www.stuttgarter-nachrichten.de/i ... 30db0.html


Henne-Ei-Ding: Für Aufbruchstimmung brauchst sportlichen Erfolg, für sportlichen Erfolg brauchst Geld und um das Umfeld (für finanzielles Engagement) zu aktivieren hilft sportlicher Erfolg!

Sportlicher Erfolg braucht Zeit, aber die Frage, wie die Kickers wieder das Vertrauen ihres Umfeld gewinnen können, sollte kurzfristig angegangen werden!


Stimme dir fast zu.
Allerdings glaube ich, dass sportlicher Erfolg nur ein möglicher Baustein für Aufbruchsstimmung ist. Diese kann auch durch das Aufzeigen von Perspektiven, durch eine wegweisende Verpflichtung (auf oder neben dem Platz) oder durch eine gemeinsame Aktion wie BiB mit all ihren Facetten ausgelöst werden.

Klar, langfristig gesehen muss ein sportlich nachvollziehbares Konzept stehen. Erfolg ist dann Definitionssache.

Ich glaube immer noch und weiterhin, dass wir vor allem auch mal wissen sollten, für was wir eigentlich stehen, was uns ausmacht und warum jemand zu den Kickers kommen sollte. Über den Fußball hinaus. Da in Cannstatt momentan vieles gut läuft, ist das eh schwieriger denn je. Man schaue nur neidvoll auf die 0711-Kollektion.

Vor kurzem wurde hier angebracht, dass der Bezug auf Degerloch falsch wäre. Halte ich für Unsinn.
Selbst wenn Degerloch nicht unsere Wurzeln sind, so ist es doch unsere Heimat. Und ob Degerloch selbst attraktiv ist, ist nahezu irrelevant. Ist Cannstatt ein spannender Stadtteil? Oder Giesing? Oder Köpenick?
Aber es stimmt, dass wir uns nicht nur als Degerlocher Verein sehen dürfen. Stuttgart und darüber hinaus ist Einzugsgebiet.

Aber das sind viele Aspekte, die zu einem großen Thema gehören, das zwar immer wieder gestriffen aber halt nicht wirklich angegangen wird. Ist aber natürlich auch der sportlich-finanziellen Situation geschuldet.


Ebenfalls volle Zustimmung. Wofür die Kickers stehen, was sie ausmacht und warum Leute auf die Waldau kommen ist gerade in Zeiten, in denen es sportlich nicht so läuft entscheidend. Die Leute die z.B. in Liga 3 gegen Bielfeld plötzlich da waren (waren es 8000? Oder mehr?) kamen wegen des sportlichen Erfolgs. Die knapp 2000 die sich auch Abstiegskampf in der Regionalliga antun, kommen wegen den Kickers. Ich finde, Ziel muss es sein, vor allem wenn der sportliche Erfolg wie gerade ausbleibt, dass diese zweite Zahl größer wird. Mehr Stamm-Zuschauer heißt dann nicht nur mehr Ticket-Einnahmen und bessere Stimmung, es führt auf lange Sicht auch zu mehr Sponsoring-Einnahmen, etc. pp. Das ist natürlich keine Garantie für sportlichen Erfolg, verbessert aber die Grundlagen dafür merklich.

Wenn man mich fragt, macht die Kickers vor allen Dingen aus, dass sie eben der "kleinere" Verein in der Stadt sind. Dass sie nicht zwingend der Verein sind, den automatisch jeder Honk geil findet, der irgendwo zwischen Hohenlohe, Alb und Enz auf die Welt gekommen ist. Wer zu den Kickers geht, tut dies meist aus einem bestimmten Grund. Der mag von Person zu Person sehr verschieden sein, aber uns alle eint, dass man etwas unterstützt, das nicht wirklich massenkompatibel ist.

Ich finde da muss man ansetzen, wenn es darum gehen sollte sowas wie ein "Vereinsimage" rauszuarbeiten.

Was außerdem sicher noch zieht, um neue Leute anzulocken ist das, was hier im Forum immer wieder betont wird: Das Familiäre im Verein und im Stadion, das Ursprüngliche rund um die Heimspiele, "echter Fußball" statt Eventhype, Nähe zu den Spielern, der "Underdog" zu sein, etc.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon brublue » Mittwoch, 22.Nov 2017 - 12:32

jap hat geschrieben:Was außerdem sicher noch zieht, um neue Leute anzulocken ist das, was hier im Forum immer wieder betont wird: Das Familiäre im Verein und im Stadion, das Ursprüngliche rund um die Heimspiele, "echter Fußball" statt Eventhype, Nähe zu den Spielern, der "Underdog" zu sein, etc.


Solange Spieler sagen, dass sie stolz sind bei den Kickers spielen zu dürfen, ist der Verein noch lange nicht tot.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon am29 » Mittwoch, 22.Nov 2017 - 12:40

Ebenfalls volle Zustimmung. Wofür die Kickers stehen, was sie ausmacht und warum Leute auf die Waldau kommen ist gerade in Zeiten, in denen es sportlich nicht so läuft entscheidend. Die Leute die z.B. in Liga 3 gegen Bielfeld plötzlich da waren (waren es 8000? Oder mehr?) kamen wegen des sportlichen Erfolgs. Die knapp 2000 die sich auch Abstiegskampf in der Regionalliga antun, kommen wegen den Kickers. Ich finde, Ziel muss es sein, vor allem wenn der sportliche Erfolg wie gerade ausbleibt, dass diese zweite Zahl größer wird. Mehr Stamm-Zuschauer heißt dann nicht nur mehr Ticket-Einnahmen und bessere Stimmung, es führt auf lange Sicht auch zu mehr Sponsoring-Einnahmen, etc. pp. Das ist natürlich keine Garantie für sportlichen Erfolg, verbessert aber die Grundlagen dafür merklich.

Wenn man mich fragt, macht die Kickers vor allen Dingen aus, dass sie eben der "kleinere" Verein in der Stadt sind. Dass sie nicht zwingend der Verein sind, den automatisch jeder Honk geil findet, der irgendwo zwischen Hohenlohe, Alb und Enz auf die Welt gekommen ist. Wer zu den Kickers geht, tut dies meist aus einem bestimmten Grund. Der mag von Person zu Person sehr verschieden sein, aber uns alle eint, dass man etwas unterstützt, das nicht wirklich massenkompatibel ist.

Ich finde da muss man ansetzen, wenn es darum gehen sollte sowas wie ein "Vereinsimage" rauszuarbeiten.

Was außerdem sicher noch zieht, um neue Leute anzulocken ist das, was hier im Forum immer wieder betont wird: Das Familiäre im Verein und im Stadion, das Ursprüngliche rund um die Heimspiele, "echter Fußball" statt Eventhype, Nähe zu den Spielern, der "Underdog" zu sein, etc.


So sieht's aus :!:

Wir brauchen:

- mehr Rock&Roll und weniger Charts
- mehr Guerilla und weniger Spielankündigungsplakate
- mehr Flutlicht und weniger Samstagmittag
- mehr Szene und weniger Bruddler
- mehr Stuttgart West und weniger Böblingen
- mehr Abgrenzung zu Cannstatt und weniger Kuschelkurs
- mehr jung und weniger alt
- mehr hipper Kickers Merchandise und weniger lustloser Massenscheiß
- mehr Umbro und weniger Uhlsport
- mehr Witz in den sozialen Netzwerken und weniger Konformität
- mehr Fußballsystemkritik und weniger Mainstream
- mehr St. Pauli & Union und weniger FSV Frankfurt & Fortuna/Viktoria Köln
"Erst wenn der letzte Trainer auf eure Zurufe fliegt, der letzte Offizielle seine Sachen packt, der letzte Spieler abwandert, werdet ihr merken, dass ihr das Problem seid."
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Matze » Mittwoch, 22.Nov 2017 - 12:52

am29 hat geschrieben:- mehr hipper Kickers Merchandise und weniger lustloser Massenscheiß


Der offizielle Fanshop, mag für die Grundausstattung ja seine Berechtigung haben.
Persönlich fand ich die aus der Fanszene organisierten Angebote meist cooler!

Die Frage ist für mich, ob die aktive Fanszene überhaupt Interesse daran hat, weitere Produkte auf den Markt zu bringen (die nicht nur für die "eigenen Leute" gedacht ist) und - falls ja - ob man das Ganze irgendwie organisiert bekommt. Das wäre definitiv ein Meilenstein.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Merkle » Mittwoch, 22.Nov 2017 - 13:04

am29 hat geschrieben:
Ebenfalls volle Zustimmung. Wofür die Kickers stehen, was sie ausmacht und warum Leute auf die Waldau kommen ist gerade in Zeiten, in denen es sportlich nicht so läuft entscheidend. Die Leute die z.B. in Liga 3 gegen Bielfeld plötzlich da waren (waren es 8000? Oder mehr?) kamen wegen des sportlichen Erfolgs. Die knapp 2000 die sich auch Abstiegskampf in der Regionalliga antun, kommen wegen den Kickers. Ich finde, Ziel muss es sein, vor allem wenn der sportliche Erfolg wie gerade ausbleibt, dass diese zweite Zahl größer wird. Mehr Stamm-Zuschauer heißt dann nicht nur mehr Ticket-Einnahmen und bessere Stimmung, es führt auf lange Sicht auch zu mehr Sponsoring-Einnahmen, etc. pp. Das ist natürlich keine Garantie für sportlichen Erfolg, verbessert aber die Grundlagen dafür merklich.

Wenn man mich fragt, macht die Kickers vor allen Dingen aus, dass sie eben der "kleinere" Verein in der Stadt sind. Dass sie nicht zwingend der Verein sind, den automatisch jeder Honk geil findet, der irgendwo zwischen Hohenlohe, Alb und Enz auf die Welt gekommen ist. Wer zu den Kickers geht, tut dies meist aus einem bestimmten Grund. Der mag von Person zu Person sehr verschieden sein, aber uns alle eint, dass man etwas unterstützt, das nicht wirklich massenkompatibel ist.

Ich finde da muss man ansetzen, wenn es darum gehen sollte sowas wie ein "Vereinsimage" rauszuarbeiten.

Was außerdem sicher noch zieht, um neue Leute anzulocken ist das, was hier im Forum immer wieder betont wird: Das Familiäre im Verein und im Stadion, das Ursprüngliche rund um die Heimspiele, "echter Fußball" statt Eventhype, Nähe zu den Spielern, der "Underdog" zu sein, etc.


So sieht's aus :!:

Wir brauchen:

- mehr Rock&Roll und weniger Charts
- mehr Guerilla und weniger Spielankündigungsplakate
- mehr Flutlicht und weniger Samstagmittag
- mehr Szene und weniger Bruddler
- mehr Stuttgart West und weniger Böblingen
- mehr Abgrenzung zu Cannstatt und weniger Kuschelkurs
- mehr jung und weniger alt
- mehr hipper Kickers Merchandise und weniger lustloser Massenscheiß
- mehr Umbro und weniger Uhlsport
- mehr Witz in den sozialen Netzwerken und weniger Konformität
- mehr Fußballsystemkritik und weniger Mainstream
- mehr St. Pauli & Union und weniger FSV Frankfurt & Fortuna/Viktoria Köln


die sogenannte "Szene" kriecht eben alle paar Jahre mal aus den Löchern wenns mal für 5 Spiele läuft...die "Bruddler" sind dann für die anderen Zeiten zuständig..
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Blinky Bill » Mittwoch, 22.Nov 2017 - 13:18

Lieber 2000 Bruddler als 6000 Hipster. Die gentrifizierten Neo-Kickers braucht kein Mensch.
Nicht hupen! Fahrer träumt vom Wiederaufstieg der Kickers.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Alice Bligga » Mittwoch, 22.Nov 2017 - 16:01

Merkle hat geschrieben:- mehr St. Pauli & Union und weniger FSV Frankfurt & Fortuna/Viktoria Köln


Sorry, aber uns über den FSV, die Fortuna oder die Viktoria hinausheben zu wollen, ist mehr als arrogant. Klar, St. Pauli und Union haben ihren eigenen Markenkern - aber der lässt sich nicht kopieren.

Wir haben noch ein kleine Chance, etwas in dieser Richtung zu bewegen: den Umgang mit unserer Geschichte. Wir waren 1934 irgendwann einmal "judenfrei", das "gekrönt" durch die "Stuttgarter Erklärung". Wieviele jüdische Mitglieder wurden ausgeschlossen? Wie hießen sie? Welche Schicksale erlebten sie? Konnten sie sich retten oder wurden sie ermordet? Wer waren die Perosnen, die den Ausschluss betrieben?

Die Beantwortung dieser Fragen wird nicht dabei helfen, uns vor einem Abstieg oder möglicherweise einer Insolvenz zu bewahren. Aber es wäre der späte Versuch, moralisch Verantwortung zu zeigen, und etwas zu wagen, was einem in der deutschen Fußballlandschaft so etwas wie eigene Identität geben würde - selbst wenn es für die marketingtechnische Verwertung zu spät wäre. Nur lässt mich das grandiose Scheitern des von Utz & Co. auf der letztjährigen JHV eingebrachten und dort hilflos begründeten Antrags auf Satzungänderung daran zweifeln, ob so etwas wirklich gewollt wäre.

So aber sind wir dabei, uns in die Reihe von Vereinen wie TeBe, Bremer SV, Arminia Hannover. SW Essen, Saar 05 Saarbrücken, VfR Mannheim und Freiburger FC einzureihen, wenn's sportlich schief geht.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon am29 » Mittwoch, 22.Nov 2017 - 17:23

Alice Bligga hat geschrieben:
Merkle hat geschrieben:- mehr St. Pauli & Union und weniger FSV Frankfurt & Fortuna/Viktoria Köln


Sorry, aber uns über den FSV, die Fortuna oder die Viktoria hinausheben zu wollen, ist mehr als arrogant. Klar, St. Pauli und Union haben ihren eigenen Markenkern - aber der lässt sich nicht kopieren.

Wir haben noch ein kleine Chance, etwas in dieser Richtung zu bewegen: den Umgang mit unserer Geschichte. Wir waren 1934 irgendwann einmal "judenfrei", das "gekrönt" durch die "Stuttgarter Erklärung". Wieviele jüdische Mitglieder wurden ausgeschlossen? Wie hießen sie? Welche Schicksale erlebten sie? Konnten sie sich retten oder wurden sie ermordet? Wer waren die Perosnen, die den Ausschluss betrieben?

Die Beantwortung dieser Fragen wird nicht dabei helfen, uns vor einem Abstieg oder möglicherweise einer Insolvenz zu bewahren. Aber es wäre der späte Versuch, moralisch Verantwortung zu zeigen, und etwas zu wagen, was einem in der deutschen Fußballlandschaft so etwas wie eigene Identität geben würde - selbst wenn es für die marketingtechnische Verwertung zu spät wäre. Nur lässt mich das grandiose Scheitern des von Utz & Co. auf der letztjährigen JHV eingebrachten und dort hilflos begründeten Antrags auf Satzungänderung daran zweifeln, ob so etwas wirklich gewollt wäre.

So aber sind wir dabei, uns in die Reihe von Vereinen wie TeBe, Bremer SV, Arminia Hannover. SW Essen, Saar 05 Saarbrücken, VfR Mannheim und Freiburger FC einzureihen, wenn's sportlich schief geht.


Geht ja nicht um eine 1 zu 1 Kopie, sondern um die Idee, eine eigene Identität aufzubauen, die unter anderem auch einen Kontrast zum großen Verein der Stadt darstellt. Der FSV zeigt doch gerade, wie gefährlich es ist, darauf zu verzichten. Kaum spielen sie mal nicht mehr in Liga 2, ist das Stadion leer. Bei Pauli und Union sah und sähe das anders aus.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Blinky Bill » Mittwoch, 22.Nov 2017 - 17:24

Als Verein muss man sich auch nicht krampfhaft am Leben erhalten. Wenn man für Werte wie Mitmenschlichkeit, Kameradschaft, Zusammenhalt, schwäbisches Otto-Normal-Bürgerdasein, Jugendarbeit, Schulklo-Atmosphäre, Maultaschen, Bier, Rote Wurst usw. steht, die zugegebenermaßen alle ein bisschen 80s sind, die aber in unserer kalten, leistungsoptimierten, globalisierten Welt mehr als alles andere noch ein Stück echte Stuttgarter Heimat bieten, und viele Zeitgenossen und Sponsoren es nicht erkennen, welche Wichtigkeit und welche Kraft in einem solchen Pool der menschlichen Wärme liegen, dann ist es für Opa Kickers vielleicht auch langsam Zeit zu sterben.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon jap » Donnerstag, 23.Nov 2017 - 10:27

Blinky Bill hat geschrieben:Lieber 2000 Bruddler als 6000 Hipster. Die gentrifizierten Neo-Kickers braucht kein Mensch.


Es ging mir nicht um Hipster, es geht mir darum dass die Kickers nicht "Mainstream" sind. Joe Bauer ist ein gutes Beispiel dafür, was die Kickers ausmachen kann - eines von vielen möglichen. Die Ultra-Teenies am Zaun sind ein weiteres. Die könnten auch zum VfB gehen, da hätten sie mehr Rambazamba und Auswährtsfahrten mit deutlich mehr Mannstärke. Machen sie aber nicht. Warum?

Es gibt in Stuttgart ganz sicher Potential für Zuschauer, die genau dieses "Besondere" an den Kickers schätzen. Hier ist eben alles ein bisschen anders als unten auf dem Wasen. Ne Nummer kleiner vielleicht (oder zwei oder drei...) aber letzlich ist hier irgendwie Platz für jeden - das Forum ist ja das beste Beispiel dafür... (Gruß an Bibi! :mrgreen: )
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Alice Bligga » Donnerstag, 23.Nov 2017 - 12:13

jap hat geschrieben:
Blinky Bill hat geschrieben:Lieber 2000 Bruddler als 6000 Hipster. Die gentrifizierten Neo-Kickers braucht kein Mensch.


Es ging mir nicht um Hipster, es geht mir darum dass die Kickers nicht "Mainstream" sind. Joe Bauer ist ein gutes Beispiel dafür, was die Kickers ausmachen kann - eines von vielen möglichen. Die Ultra-Teenies am Zaun sind ein weiteres. Die könnten auch zum VfB gehen, da hätten sie mehr Rambazamba und Auswährtsfahrten mit deutlich mehr Mannstärke. Machen sie aber nicht. Warum?

Es gibt in Stuttgart ganz sicher Potential für Zuschauer, die genau dieses "Besondere" an den Kickers schätzen. Hier ist eben alles ein bisschen anders als unten auf dem Wasen. Ne Nummer kleiner vielleicht (oder zwei oder drei...) aber letzlich ist hier irgendwie Platz für jeden - das Forum ist ja das beste Beispiel dafür... (Gruß an Bibi! :mrgreen: )


Die Vorstellung, dass sich Massen von Fußballfans nach geerderter Fußballunterhaltung statt nach geschleckten Kick-Events sehnen, halte ich unter Marketinggesichtspunkten in unserer Situation für das Pfeifen im Walde. Wenn ich wirklich das Echte und Wahre haben will, schaue ich mir besser sonntags einen Kick in der Kreisklasse an. Das Konzept "zurück zu den Wurzeln" ist nicht neu und wurde auch schon anderswo ausprobiert, ohne erfolgreich zu sein.

Joe Bauer hatte mit seinem Engagement in den Nuller-Jahren sowie mit den Theaterhaus-Veranstaltungen zu Beginn dieses Jahrzehnts den Versuch unternommen, für uns eine Brücke in die Kleinkunstszene zu bauen. Das Angebot haben wir aber nicht wirklich angenommen.Wir haben nie den Versuch gewagt, rechtzeitig z. B. auch in Clubs präsent zu sein, bevor diese arriviert sind, sich in Off-Theatern zu zeigen, den Kontakt mit Künstlerinnen und Künstlern zu pflegen, die eine zusätzliche Bühne schätzen würden, etc. Das hätte z. B. Teil eines "Andersseins" sein können, das im Hinblick auf eine besondere Identität und Erkennbarkeit. Ob so etwas möglich gewesen wäre oder vielleicht immer noch ist, muss ich dahingestellt sein lassen. Ich bin aber auch der Überzeugung, dass die kleinbürgerliche Mehrheit innerhalb des Vereins sowie der Fans so etwas auch nicht wirklich wollte und will.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Raulstgt » Donnerstag, 23.Nov 2017 - 17:42

Alice Bligga hat geschrieben:
jap hat geschrieben:
Blinky Bill hat geschrieben:Lieber 2000 Bruddler als 6000 Hipster. Die gentrifizierten Neo-Kickers braucht kein Mensch.


Es ging mir nicht um Hipster, es geht mir darum dass die Kickers nicht "Mainstream" sind. Joe Bauer ist ein gutes Beispiel dafür, was die Kickers ausmachen kann - eines von vielen möglichen. Die Ultra-Teenies am Zaun sind ein weiteres. Die könnten auch zum VfB gehen, da hätten sie mehr Rambazamba und Auswährtsfahrten mit deutlich mehr Mannstärke. Machen sie aber nicht. Warum?

Es gibt in Stuttgart ganz sicher Potential für Zuschauer, die genau dieses "Besondere" an den Kickers schätzen. Hier ist eben alles ein bisschen anders als unten auf dem Wasen. Ne Nummer kleiner vielleicht (oder zwei oder drei...) aber letzlich ist hier irgendwie Platz für jeden - das Forum ist ja das beste Beispiel dafür... (Gruß an Bibi! :mrgreen: )


Die Vorstellung, dass sich Massen von Fußballfans nach geerderter Fußballunterhaltung statt nach geschleckten Kick-Events sehnen, halte ich unter Marketinggesichtspunkten in unserer Situation für das Pfeifen im Walde. Wenn ich wirklich das Echte und Wahre haben will, schaue ich mir besser sonntags einen Kick in der Kreisklasse an. Das Konzept "zurück zu den Wurzeln" ist nicht neu und wurde auch schon anderswo ausprobiert, ohne erfolgreich zu sein.

Joe Bauer hatte mit seinem Engagement in den Nuller-Jahren sowie mit den Theaterhaus-Veranstaltungen zu Beginn dieses Jahrzehnts den Versuch unternommen, für uns eine Brücke in die Kleinkunstszene zu bauen. Das Angebot haben wir aber nicht wirklich angenommen.Wir haben nie den Versuch gewagt, rechtzeitig z. B. auch in Clubs präsent zu sein, bevor diese arriviert sind, sich in Off-Theatern zu zeigen, den Kontakt mit Künstlerinnen und Künstlern zu pflegen, die eine zusätzliche Bühne schätzen würden, etc. Das hätte z. B. Teil eines "Andersseins" sein können, das im Hinblick auf eine besondere Identität und Erkennbarkeit. Ob so etwas möglich gewesen wäre oder vielleicht immer noch ist, muss ich dahingestellt sein lassen. Ich bin aber auch der Überzeugung, dass die kleinbürgerliche Mehrheit innerhalb des Vereins sowie der Fans so etwas auch nicht wirklich wollte und will.


Sehr schöner Beitrag von Alice Bligga.... :D , genau so sehe ich es auch , natürlich steht der sportliche Erfolg über allem der dann auch zum Türöffner wird, doch es ist eben nicht nur Fussball wie ihn viele Romantiker gern sehen würden. :mrgreen: .. es ist auch eine gewisse Eventgeschichte die natürlich zu den Blauen passen sollte und ob es nun in Clubs ist , oder mit einem frechen innovativen Konzept die Leute in der Stadt anzusprechen.. Werbe und Eventagenturen ins Boot zu nehmen, oder auch die Medien , wieder Werbung für die Blauen zu machen. Das herauszuarbeiten was die Kickers ausmacht, Künstler zu gewinnen, die für die Blauen stehen. So sehe ich die Zukunft, deshalb verkaufen die Kickers Ihre blaue Seele nicht---doch sie können damit überleben. Und das sollte jedem Blauen einleuchten...!! Das macht auch mögliche Sponsoren, oder Investoren aufmerksam, die wir dringend brauchen das die Blauen nicht untergehen. Da wäre eine Ausgliederung sicher hilfreich und ein logischer Schritt ... hier darf nicht mehr länger Stillstand verwaltet werden, sonst sehe ich für diesen tollen Verein keine Zukunft. Jetzt wurde zumindest eine überfällige Personalie abgearbeitet und mit Braun solide und gut besetzt, nun bin ich gespannt wie es weiter geht... :roll:
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon EliteSued » Donnerstag, 23.Nov 2017 - 23:06

Die Vorstellung, dass sich Massen von Fußballfans nach geerderter Fußballunterhaltung statt nach geschleckten Kick-Events sehnen, halte ich unter Marketinggesichtspunkten in unserer Situation für das Pfeifen im Walde. Wenn ich wirklich das Echte und Wahre haben will, schaue ich mir besser sonntags einen Kick in der Kreisklasse an. Das Konzept "zurück zu den Wurzeln" ist nicht neu und wurde auch schon anderswo ausprobiert, ohne erfolgreich zu sein.


Falsch. Das Pendel schlägt doch schon langsam aber stet in beide Richtungen. Auf der einen Seite immer mehr Event und Kohle, auf der anderen Seite mehr Back to the Roots. Aber zumindest halbwegs hochklassig.

Man kann doch nicht ernsthaft nen Kreisklassekick mit nem Dritt- oder Viertligaspiel in nem echten Stadion vergleichen.

1860 ist momentan ein recht anschauliches Beispiel für ein funktionierendes Back to the Roots Konzept.
Sicherlich nicht einfach so adaptierbar, aber zumindest ein mögliches Vorbild.

Und mal Butter bei die Fische - was ist denn die Alternative? Cannstatt ist uns eh auf Lichtjahre und wohl uneinholbar enteilt.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Alice Bligga » Freitag, 24.Nov 2017 - 11:52

EliteSued hat geschrieben:


Falsch. Das Pendel schlägt doch schon langsam aber stet in beide Richtungen. Auf der einen Seite immer mehr Event und Kohle, auf der anderen Seite mehr Back to the Roots. Aber zumindest halbwegs hochklassig.

Man kann doch nicht ernsthaft nen Kreisklassekick mit nem Dritt- oder Viertligaspiel in nem echten Stadion vergleichen.

1860 ist momentan ein recht anschauliches Beispiel für ein funktionierendes Back to the Roots Konzept.
Sicherlich nicht einfach so adaptierbar, aber zumindest ein mögliches Vorbild.

Und mal Butter bei die Fische - was ist denn die Alternative? Cannstatt ist uns eh auf Lichtjahre und wohl uneinholbar enteilt.[/quote]

Das "Back to the Roots" hat eine Schwäche: Man kann es überall haben. Es geht aber um die Identität des Vereins als Basis einer "unique selling proposition". Der Prozess verläuft im Bereich des bezahlten (und daher denklogisch auch kommerziellen) Sports eigentlich meistens relativ einfach: durch die die lokale bzw. regionale Identifikation mit einem dort vertretenen Anbieter und /oder durch die Identifikation mit Erfolg (Stichwort: Bayern-Fanclub in Shanghai). Eine familiäre Atmosphäre, überschaubare räumliche Verhältnisse, ein reduzierter gastronomischer Service, können zur Identität dazugehören, sie sind aber nicht das prägende Moment, auf das es ankommt.

Das "Back to the Roots"-Konzept wird z. B. in England und Schottland in der Tat mit einem relativen Erfolg verfolgt. Es gibt Clubs wie Wimbledon und Portsmouth, die "member-owned" sind, und sich dadurch auszeichnen, dass die Vereine nicht von einzelnen Kapitaleignern, sondern von Publikumsgesellschaften betrieben werden, was sie von der Masse der anderen Vereine abhebt. Im "non-league"-Bereich gibt es mit Dulwich Hamlet FC und Clapton FC, die in London (Vorsicht: Stuttgart ist nicht London), die ein bewusstes Outsider-Image (Dulwich mehr in die LGBT-Richtung, Clapton in Bezug auf AnitFA) pflegen. Ein ganz klein wenig in diese Richtung gehen auch die Bristol Rovers, die von der in Bristol starken grün-alternativen Szene offensichtlich gegenüber Bristol FC bevorzugt werden.

Schwierig wird es dann aber bei Vereinen wie z. B. Port Vale ("2" Verein in Stoke) oder auch Leyton Orient (im Osten von London), wo man hoffte, mit "small is beautiful"-Konzepten durchzukommen, was aber als Vermarktungskonzept nicht alleine trägt. Auch im Großraum Manchester tun sich Oldham, Rochdale und Bury sehr schwer, während eine gleichzeitig Diskussion über die Fusion von Salford City (das Giggs-Scholes-Projekt) mit Manchester of United, dem MUFC-Anhänger-Alternativ-Projekt, geführt wird, weil die einen das Geld und die anderen die Zuschauer haben.

Ich erwähne die Beispiele deshalb, weil eine Gesamtschau der Entwicklungen auf dem englischen Markt zeigt, dass es kleineren Wettbewerbern im lokalen /regionalen Bereich nur schwer gelingt, Markanteile zu gewinnen, wenn sie nicht eine besondere, unverwechselbare Identität aufbauen können. Und ich meine, dass sich das auch auf Deutschland bis hin zur Waldau übertragen werden kann.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon jap » Freitag, 01.Dez 2017 - 14:20

Sind zwar nicht die Kickers, aber passt zum Thema:

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/tsv ... -1.3773158
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon stuman » Freitag, 01.Dez 2017 - 15:06

Der Unterschied zu München ist aber, daß sich dort die Stadtoberen auch noch um die "Sechzger" kümmern und nicht wie hier die Fans im wahrsten Sinne des Wortes im "Regen stehen lassen". In München wird nämlich das Grünwalder Stadion erweitert, während wir hier für die Gegengerade nur ein sogenanntes "Provisoriumdach" erhalten sollen. Da sieht man halt was die Kickers den hiesigen Verantwortlichen wert sind. Es zählt nur der Bundesligist. Schade
"
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon 27031972 » Freitag, 01.Dez 2017 - 15:18

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... 4d896.html

noch nicht so lange her
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon IrishKicker » Freitag, 01.Dez 2017 - 22:01

27031972 hat geschrieben:http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... 4d896.html

noch nicht so lange her


Link funktioniert nicht...
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon 27031972 » Donnerstag, 07.Dez 2017 - 15:55

komisch mit dem Link...ist ein Altern Hut und sollte auch nur ein Hinweis sein, dass auch die Stadt Stuttgart die Kickers unterstützt/unterstützt hat. Das mit dem Dach ärgert mich auch.

Stadion der Stuttgarter Kickers
Der Gemeinderat hat ein Herz für die Kickers
Von Jörg Nauke 27. Juli 2016 - 18:08 Uhr
Die Stadt reißt das Dach der Gegentribüne im Gazi-Stadion auf der Waldau ab und kauft die Videotafel.
Stuttgart - Die Stadt Stuttgart investiert ins Gazi-Stadion und hilft den Stuttgarter Kickers. Am Mittwoch passierte erst die Vorlage zum Abbruch des Dachs der Gegentribüne den Verwaltungsausschuss und später hinter verschlossenen Türen der Ankauf der Videotafel zur Erhöhung der Liquidität des in die vierte Liga abgestiegenen Fußballvereins.
Die öffentliche Hand wendet 228 000 Euro für die Sanierung der maroden Tribüne auf und 376 000 Euro für den außerplanmäßigen Erwerb der 2015 von den Blauen auch mithilfe von Sponsoren vollzogenen Anschaffung der Videotafel. Finanzbürgermeister Michael Föll (CDU) kann ausstehende Forderungen gegen den Verein verrechnen, in dessen Kasse deshalb nur etwa die Hälfte der Summe fließt.
Die Entscheidung, den Kickers einmal mehr unter die Arme zu greifen, ist in der Sportvereinszene auf Unverständnis gestoßen. Unbezahlte Rechnungen würden binnen weniger Wochen mit Mahngebühren bestraft, heißt es unter anderem und hinter vorgehaltener Hand, weil man das Sportamt nicht verärgern will. Und: „Wir sollten uns vielleicht auch überlegen, unser Inventar scheibchenweise an die Stadt zu verkaufen. Oder wir warten einfach, bis wir genug Schulden angehäuft haben, dann springt die Stadt schon ein.“
Der Finanzbürgermeister verweist auf die gute Jugendarbeit
Auch im Ausschuss gab es kritische Stimmen, etwa von SPD-Stadtrat Hans Pfeifer, der 5000 Euro Jahresmiete für die Stadt im Verhältnis zu den Anschaffungskosten als viel zu gering erachtet haben soll. Stefan Urbat (SÖS/Linke-plus) sagte, die Stadt bevorzuge den Profifußball, der – anders als im Handball oder Volleyball – nicht einmal eine saubere Trennung von Verein und sportlichem Wirtschaftsbetrieb vornehme. Der Verweis von Bürgermeister Föll auf die gute Jugendarbeit, die es zu fördern gelte, gehe ins Leere, weil dieses Argument auch auf andere Vereine anzuwenden sei. In der Vorlage weist Michael Föll außerdem darauf hin, mit dem Kauf werde die Stadioninfrastruktur „vervollständigt“. In den Haushaltsberatungen war das kein Thema gewesen. Der Gemeinderat genehmigte damals neben der Sanierung der Haupttribüne den Einbau einer Rasenheizung nur mit „Bauchschmerzen“.
Unbestritten ist die Notwendigkeit, das einsturzgefährdete, 18 Jahre alte Dach der Gegentribüne zu entfernen. Betroffen ist die durch Feuchtigkeit und Pilzbefall angegriffene Holzbeplankung. Eine Sanierung wäre nur dann möglich gewesen, wenn keine Wiederholungsgefahr gedroht hätte. Das wäre aber nicht zu verhindern, weshalb die Fans vorerst im Regen stehen werden.
Der Abbau muss rasch erfolgen, ist die Stadt doch verpflichtet, ein funktionsfähiges Stadion anzubieten und die vereinbarte Zuschauerkapazität zu gewähren. Die Vollsperrung der Tribüne würde für die Vereine eine starke Einschränkung bedeuten. Ein Spielbetrieb kann aber nur stattfinden, wenn im kritischen Bereich die Verkehrssicherheit gegeben sei. Damit das Spiel zwischen Italien und Portugal bei der U-19-EM am 17. Juli ausgetragen werden konnte, hat die Stadt kurzfristig ein Flächengerüst auf der ganzen Länge aufgebaut. Damit ist der Auftakt des Regelspielbetriebs sowohl für die Kickers in der Regionalliga als auch für die American-Football-Partien des Bundesligisten Stuttgart Scorpions gesichert.

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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon brublue » Donnerstag, 07.Dez 2017 - 17:38

"27031972" Und jetzt, aus welchem Grund bringst Du diesen Beitrag ? Das sind doch alte Kamellen, die jeder kennt.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon 27031972 » Freitag, 08.Dez 2017 - 9:53

Es war als Antwort auf den Post von "stuman am Freitag, 01.Dez 2017 - 15:06" gedacht.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Blue Tiger » Samstag, 09.Dez 2017 - 17:46

Zur Winterpause 9 Punkte hinter Aufsteiger Stadtallendorf und sage und schreibe 31 Punkte hinter Saarbrücken - ganz, ganz bitter. :cry:
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon jap » Montag, 18.Dez 2017 - 15:17

Alice Bligga hat geschrieben:
EliteSued hat geschrieben:
Falsch. Das Pendel schlägt doch schon langsam aber stet in beide Richtungen. Auf der einen Seite immer mehr Event und Kohle, auf der anderen Seite mehr Back to the Roots. Aber zumindest halbwegs hochklassig.

Man kann doch nicht ernsthaft nen Kreisklassekick mit nem Dritt- oder Viertligaspiel in nem echten Stadion vergleichen.

1860 ist momentan ein recht anschauliches Beispiel für ein funktionierendes Back to the Roots Konzept.
Sicherlich nicht einfach so adaptierbar, aber zumindest ein mögliches Vorbild.

Und mal Butter bei die Fische - was ist denn die Alternative? Cannstatt ist uns eh auf Lichtjahre und wohl uneinholbar enteilt.


Das "Back to the Roots" hat eine Schwäche: Man kann es überall haben. Es geht aber um die Identität des Vereins als Basis einer "unique selling proposition". Der Prozess verläuft im Bereich des bezahlten (und daher denklogisch auch kommerziellen) Sports eigentlich meistens relativ einfach: durch die die lokale bzw. regionale Identifikation mit einem dort vertretenen Anbieter und /oder durch die Identifikation mit Erfolg (Stichwort: Bayern-Fanclub in Shanghai). Eine familiäre Atmosphäre, überschaubare räumliche Verhältnisse, ein reduzierter gastronomischer Service, können zur Identität dazugehören, sie sind aber nicht das prägende Moment, auf das es ankommt.

Das "Back to the Roots"-Konzept wird z. B. in England und Schottland in der Tat mit einem relativen Erfolg verfolgt. Es gibt Clubs wie Wimbledon und Portsmouth, die "member-owned" sind, und sich dadurch auszeichnen, dass die Vereine nicht von einzelnen Kapitaleignern, sondern von Publikumsgesellschaften betrieben werden, was sie von der Masse der anderen Vereine abhebt. Im "non-league"-Bereich gibt es mit Dulwich Hamlet FC und Clapton FC, die in London (Vorsicht: Stuttgart ist nicht London), die ein bewusstes Outsider-Image (Dulwich mehr in die LGBT-Richtung, Clapton in Bezug auf AnitFA) pflegen. Ein ganz klein wenig in diese Richtung gehen auch die Bristol Rovers, die von der in Bristol starken grün-alternativen Szene offensichtlich gegenüber Bristol FC bevorzugt werden.

Schwierig wird es dann aber bei Vereinen wie z. B. Port Vale ("2" Verein in Stoke) oder auch Leyton Orient (im Osten von London), wo man hoffte, mit "small is beautiful"-Konzepten durchzukommen, was aber als Vermarktungskonzept nicht alleine trägt. Auch im Großraum Manchester tun sich Oldham, Rochdale und Bury sehr schwer, während eine gleichzeitig Diskussion über die Fusion von Salford City (das Giggs-Scholes-Projekt) mit Manchester of United, dem MUFC-Anhänger-Alternativ-Projekt, geführt wird, weil die einen das Geld und die anderen die Zuschauer haben.

Ich erwähne die Beispiele deshalb, weil eine Gesamtschau der Entwicklungen auf dem englischen Markt zeigt, dass es kleineren Wettbewerbern im lokalen /regionalen Bereich nur schwer gelingt, Markanteile zu gewinnen, wenn sie nicht eine besondere, unverwechselbare Identität aufbauen können. Und ich meine, dass sich das auch auf Deutschland bis hin zur Waldau übertragen werden kann.


Sehe ich grundsätzlich auch so, glaube aber, dass die Kickers eine solche "Unverwechselbarkeit" durchaus haben, bzw. noch viel stärker entwickeln können. Sie ist sicher nicht so greifbar wie bei St. Pauli oder Union, aber das Potential ist da - natürlich auf deutlich niedrigerem Niveau, Hamburg und Berlin sind eben ein paar Nummern größer als Stuttgart.

Trotzdem kann man in dieser Hinsicht durchaus von Union und St.Pauli lernen. Was macht die beiden denn so unverwechselbar? Aus meiner Sicht: Bei St. Pauli ist es das Image des Kiezclubs, links-alternativ, politisch, stark im Stadtteil verwurzelt, Hausbesetzer-Vergangenheit, Freibeuter-Image. Bei Union finde ich es hingegen weniger klar. Geht aber wohl in Richtung Arbeiter-Verein, wahnsinnige Treue und Aufopferungsbereitschaft der Fans, ein Schuss DDR-(Oppositions)Nostalgik und seit wenigen Jahren nun auch verstärkt Berliner Hipstertum.

Unterm Strich: Beide Vereine sind die Nummer 2 in ihrer Stadt und beide Vereine betonen auf ihre je eigenen Weise ganz ähnliche Dinge: die Alternative zum Etablierten, das Underdog-Dasein.

Wie weiter oben schon mal geschrieben: Genau das ist auch bei den Kickers reichlich vorhanden. Die spannende Frage ist doch: Was macht die Kickers sonst noch aus? Vor welchem Hintergrund kann man diese vermeintliche Schwäche (nur Nummer 2 zu sein) zu einer Stärke machen, wie kann St.Pauli-und-Union auf "gut schwäbisch" aussehen ohne diese zu kopieren?
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Blinky Bill » Mittwoch, 27.Dez 2017 - 10:19

jap hat geschrieben:
Alice Bligga hat geschrieben:
EliteSued hat geschrieben:
Falsch. Das Pendel schlägt doch schon langsam aber stet in beide Richtungen. Auf der einen Seite immer mehr Event und Kohle, auf der anderen Seite mehr Back to the Roots. Aber zumindest halbwegs hochklassig.

Man kann doch nicht ernsthaft nen Kreisklassekick mit nem Dritt- oder Viertligaspiel in nem echten Stadion vergleichen.

1860 ist momentan ein recht anschauliches Beispiel für ein funktionierendes Back to the Roots Konzept.
Sicherlich nicht einfach so adaptierbar, aber zumindest ein mögliches Vorbild.

Und mal Butter bei die Fische - was ist denn die Alternative? Cannstatt ist uns eh auf Lichtjahre und wohl uneinholbar enteilt.


...
Ich erwähne die Beispiele deshalb, weil eine Gesamtschau der Entwicklungen auf dem englischen Markt zeigt, dass es kleineren Wettbewerbern im lokalen /regionalen Bereich nur schwer gelingt, Markanteile zu gewinnen, wenn sie nicht eine besondere, unverwechselbare Identität aufbauen können. Und ich meine, dass sich das auch auf Deutschland bis hin zur Waldau übertragen werden kann.


Sehe ich grundsätzlich auch so, glaube aber, dass die Kickers eine solche "Unverwechselbarkeit" durchaus haben, bzw. noch viel stärker entwickeln können. Sie ist sicher nicht so greifbar wie bei St. Pauli oder Union, aber das Potential ist da - natürlich auf deutlich niedrigerem Niveau, Hamburg und Berlin sind eben ein paar Nummern größer als Stuttgart.

Trotzdem kann man in dieser Hinsicht durchaus von Union und St.Pauli lernen. Was macht die beiden denn so unverwechselbar? Aus meiner Sicht: Bei St. Pauli ist es das Image des Kiezclubs, links-alternativ, politisch, stark im Stadtteil verwurzelt, Hausbesetzer-Vergangenheit, Freibeuter-Image. Bei Union finde ich es hingegen weniger klar. Geht aber wohl in Richtung Arbeiter-Verein, wahnsinnige Treue und Aufopferungsbereitschaft der Fans, ein Schuss DDR-(Oppositions)Nostalgik und seit wenigen Jahren nun auch verstärkt Berliner Hipstertum.

Unterm Strich: Beide Vereine sind die Nummer 2 in ihrer Stadt und beide Vereine betonen auf ihre je eigenen Weise ganz ähnliche Dinge: die Alternative zum Etablierten, das Underdog-Dasein.

Wie weiter oben schon mal geschrieben: Genau das ist auch bei den Kickers reichlich vorhanden. Die spannende Frage ist doch: Was macht die Kickers sonst noch aus? Vor welchem Hintergrund kann man diese vermeintliche Schwäche (nur Nummer 2 zu sein) zu einer Stärke machen, wie kann St.Pauli-und-Union auf "gut schwäbisch" aussehen ohne diese zu kopieren?


Die Kickers waren doch immer ein bügerlich-konservativer Verein mit tief schwäbischen Wurzeln, vor allem im ländlichen Bereich des Gäus, des Schönbuchs oder der Filderebene. Das steht den linksorientierten urbanen Klubs aus Hamburg und Berlin diametral gegenüber. Die Kickers politisch zu beladen, halte ich für vollkommen falsch. Die Kickers sind und waren in erster Linie ein Sportverein, der für Zusammenhalt, gute Jugendarbeit und Fußball hautnah stand. Dieses Image sollte man auch belassen. Das sind die Stärken des Vereins. Der Hype um großen Eventfußball wird vielleicht noch zwei oder drei Jahre anhalten, dann wird das Pendel tatsächlich wieder zurückschlagen. Letztendlich sehe ich vor allem eine Vermarktungschance als Retroverein, wobei die Retrowelle schon wieder vorbei ist. Vielleicht bringt ja die Digitalisierung irgendeine Chance, den Verein ins 21. Jahrhundert zu hieven und neu zu platzieren.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Heiko K. » Mittwoch, 27.Dez 2017 - 11:30

Wir sind keine Alternative zum Etablierten. WIR sind die Etablierten. Wir sind das ORIGINAL.

Oder was davon noch übrig ist.

Die große Vergangenheit auf die wir uns berufen ist genau das - Vergangenheit. Unser Verein war 50 Jahre lang einer der Topclubs. Nicht nur im Fußball, auch in der Leichtathletik mit das beste was Deutschland anzubieten hatte. Seit knapp 70 Jahren allerdings leben wir von diesem Ruf. Ein kurzes Aufflackern um 1990 herum, und das war's. Der Rest war permanentes Siechtum weil der Verein immer am Tropf hing und auf Spenden von Gönnern hoffen mußte, aber nie in der Lage war aus eigener Kraft zu bestehen. Die Gründer haben über Jahrzehnte mit Fleiß und Opferbereitschaft den Verein aufgebaut, seit 1950 sehe ich da hauptsächlich Verfall. Konsumenten, Spaßpublikum, Sprücheklopfer, aber nur wenige Anpacker.

Ein blauer C64 lässt sich halt nicht zur Playstation umrüsten.

Aber der Mythos reicht auch völlig aus. Den muss man halt clever nach außen tragen und gleichzeitig innen sauber arbeiten. Anständiger, ehrlicher Fußball, dazu ein klassisches Fußballambiente ohne all die idiotischen Auswüchse der Fußballgeschäfts, das reicht doch völlig. Mehr muss man außen gar nicht sehen.

Ich brauch auch nicht den zweiwöchentlichen Almabtrieb wenn die Herde in vollgestopften Straßenbahnen in ihren vollgestopften Pferch gefahren wird. Nö, da ist doch die "Weide" auf der Waldau viel gemütlicher.

Preisfrage: Fühlt Ihr Euch im Stadion willkommen? Habt Ihr den Eindruck dass der Verein Euch wertschätzt?
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon brublue » Mittwoch, 27.Dez 2017 - 12:13

Momentan gilt nur eines, der Klassenerhalt !! Dann sollte ein Zwei- oder Drei-Jahresplan erstellt werden. Je nach dem wie der Plan umgesetzt wird, muss entschieden werden, wo die Reise hin geht. Es muss wieder eine Strategie erkennbar sein, alles andere ist nur eine unrealistische Träumerei.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Alice Bligga » Mittwoch, 27.Dez 2017 - 14:19

Blinky Bill hat geschrieben:
Die Kickers waren doch immer ein bügerlich-konservativer Verein mit tief schwäbischen Wurzeln, vor allem im ländlichen Bereich des Gäus, des Schönbuchs oder der Filderebene. Das steht den linksorientierten urbanen Klubs aus Hamburg und Berlin diametral gegenüber. Die Kickers politisch zu beladen, halte ich für vollkommen falsch. Die Kickers sind und waren in erster Linie ein Sportverein, der für Zusammenhalt, gute Jugendarbeit und Fußball hautnah stand. Dieses Image sollte man auch belassen. Das sind die Stärken des Vereins. Der Hype um großen Eventfußball wird vielleicht noch zwei oder drei Jahre anhalten, dann wird das Pendel tatsächlich wieder zurückschlagen. Letztendlich sehe ich vor allem eine Vermarktungschance als Retroverein, wobei die Retrowelle schon wieder vorbei ist. Vielleicht bringt ja die Digitalisierung irgendeine Chance, den Verein ins 21. Jahrhundert zu hieven und neu zu platzieren.


Die Kickers waren doch immer ein bügerlich-konservativer Verein mit tief schwäbischen Wurzeln, vor allem im ländlichen Bereich des Gäus, des Schönbuchs oder der Filderebene. Das steht den linksorientierten urbanen Klubs aus Hamburg und Berlin diametral gegenüber. Die Kickers politisch zu beladen, halte ich für vollkommen falsch. Die Kickers sind und waren in erster Linie ein Sportverein, der für Zusammenhalt, gute Jugendarbeit und Fußball hautnah stand. Dieses Image sollte man auch belassen. Das sind die Stärken des Vereins. Der Hype um großen Eventfußball wird vielleicht noch zwei oder drei Jahre anhalten, dann wird das Pendel tatsächlich wieder zurückschlagen. Letztendlich sehe ich vor allem eine Vermarktungschance als Retroverein, wobei die Retrowelle schon wieder vorbei ist. Vielleicht bringt ja die Digitalisierung irgendeine Chance, den Verein ins 21. Jahrhundert zu hieven und neu zu platzieren.[/quote]

Mit der Anmerkung eingangs Deines Postings hast Du sicherlich recht. Einen zweiten FC St. Pauli geben die Kickers nicht her. Es geht auch nicht darum, politisch etwas aufzupfropfen. Es geht um die Frage, ob der Verein eine Art Lebensgefühl, das der Verein ... falsch - das Unternehmen SV Stuttgarter Kickers e. V. vermitteln könnte, um im wirtschaftlichen Wettbewerb, der zugleich ein sportlicher ist, besser erkennbar zu sein. Den "ehrlichen Fußball" kann man zur Not auf jedem Acker sehen, und mit der Tradition - alle von uns haben selbstverständlich noch jede einzelne Minute des Endspiels von 1911 vor dem geistigen Auge - ist's auch nicht so weit her. Heiko hat dies vollkommen richtig beschrieben.

Es wäre schön, wenn wir uns auf das Kerngeschäft konzentrieren und frei nach Beckenbauer sagen könnten, geht's raus und spui'ts Fußboll. Das ginge zwar auch, aber nicht im bezahlten Bereich, zu dem in Deutschland trotz aller Verbrämung eben noch der in der Regionalliga zählt. Das ist die unterste Stufe im Hauptsegment der sportlichen Unterhaltungsindustrie. Und dort stellt sich auch unausweichlich die Frage der Vermarktung, dies nach Möglichkeit auf der Grundlage einer guten Qualität dessen, was man verkaufen will, nämlich sportlich gute Unterhaltung. Aber um diese bezahlen zu können, muss man wiederum das Produkt an den Mann bzw. die Frau bringen können. Und in dem strukturell unterfinanzierten dritt- und viertklassigen Fußball in Deutschland muss schon alles zusammenpassen, wenn man nicht einen oder mehrere Mäzene hat mit langem Atem hat, um bestehen zu können. (Mäzene haben wir auch, nur dient bei uns ein zu großer Anteil die Mittel zur bloßen Insolvenzvermeidung.)

Was aber nicht zwingend heißt, dass es nicht auch noch andere Modelle geben kann. Nur fällt mir im Moment kein Passendes ein.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon jox » Mittwoch, 27.Dez 2017 - 16:05

Wir müssen einfach "Fußball" bieten ohne den riesigen Kommerz-Schnick-Schnack drumherum. Da laufen doch sechsjährige Fans mit Messi Ronaldo oder Torlosrodde Trikots rum für die ein halbes Vermögen verschleudert wird obwohl diese Dinger für ein Nasenwasser in China produziert werden! Juckt da aber keinen und jeder Verein zeigt immer nur auf RB und weiß Gott wem und merkt gar nicht dass die auch alle dem totalen Kommerz ausgeliefert sind und in dem System angekommen sind.

Wichtig ist halt diesen puren Fußball irgendwie zu verkörpern. Rauf auf den Kickersplatz mit Wurst und Getränk - für die warmen Monate kann es gerne auch mal Eis im Angebot geben (mögen nicht nur die Kleinen). Es ist aber natürlich nichts durch Erfolg zu ersetzen, weil Siegen einfach mehr Spass macht. Es gilt unseren "einfachen" Weg zu finden und hier ein Konzept zu erarbeiten, damit man für sich Werbung macht und als kleinerer aber trotzdem attraktiver Verein besseren Zeiten entgegen sehen kann. Ich glaube es gibt genug Fußballfans, die nicht mit diesem aktuellen Dfb-Vorgehen einverstanden sind, den Fußball nur noch kaputt zu vermarkten. Die wollen doch nur Fußball pur - diese Leute müssen wir ansprechen und auf uns aufmerksam machen.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon brublue » Mittwoch, 27.Dez 2017 - 17:49

jox hat geschrieben:Wichtig ist halt diesen puren Fußball irgendwie zu verkörpern. Rauf auf den Kickersplatz mit Wurst und Getränk - für die warmen Monate kann es gerne auch mal Eis im Angebot geben (mögen nicht nur die Kleinen). Es ist aber natürlich nichts durch Erfolg zu ersetzen, weil Siegen einfach mehr Spass macht. Es gilt unseren "einfachen" Weg zu finden und hier ein Konzept zu erarbeiten, damit man für sich Werbung macht und als kleinerer aber trotzdem attraktiver Verein besseren Zeiten entgegen sehen kann. Ich glaube es gibt genug Fußballfans, die nicht mit diesem aktuellen Dfb-Vorgehen einverstanden sind, den Fußball nur noch kaputt zu vermarkten. Die wollen doch nur Fußball pur - diese Leute müssen wir ansprechen und auf uns aufmerksam machen.



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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon SVK_svk » Mittwoch, 27.Dez 2017 - 18:43

Ist ja alles recht und schön, aber sobald wir die großen Massen mobilisiert haben, wird das früher oder später genauso eine Komerzveranstaltung :D und warum? Weil sich damit eben Geld verdienen lässt.

Es reicht völlig aus, wenn wir unsere Niesche ordentlich bedienen und ausfüllen. Daran hat es gefehlt / fehlt es noch, da bin ich mir noch unschlüssig. Wir gehen meiner Meinung nach aber zumindest wieder in die richtige Richtung.

Vor 2 Jahren haben wir doch alle gesehen was möglich ist, wenn die Kickers einen Lauf haben. Und da konnte ich trotzdem noch bequem stehen :wink:
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Heiko K. » Mittwoch, 27.Dez 2017 - 20:35

brublue hat geschrieben:Momentan gilt nur eines, der Klassenerhalt !! Dann sollte ein Zwei- oder Drei-Jahresplan erstellt werden. Je nach dem wie der Plan umgesetzt wird, muss entschieden werden, wo die Reise hin geht. Es muss wieder eine Strategie erkennbar sein, alles andere ist nur eine unrealistische Träumerei.


Da möchte ich entschieden widersprechen.

In der Winterpause müssen die sportlichen Weichen gestellt werden, klar.
Aber spätestens ab Februar ist dies der sportliche Bereich nur noch Sache für Trainer und Sportdirektor. Dann müssen die restlichen Planungen von Vorstand und Geschäftsführung vorangetrieben werden. In der Sommerpause hat wieder keiner Zeit und ruckzuck ist wieder Dezember und noch ein Jahr ohne Bewegung ins Land gezogen. Time is of the essence!
Historische Kickers-Bücher von 1910,1915, 1924, 1950, 1951 und 1952 zum Download: www.kickers-stuttgart.de
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon gablenberger » Montag, 01.Jan 2018 - 16:17

Gutes Neues!
Wohin führt der Weg für die blaue Reisegruppe im Jahr 2018?
Ende des vergangenen Jahres hat sich ja schon etwas verbessert: der Verein vermarktet sich endlich wieder selbst, ein Sportdirektor wurde installiert und der Vorstand hat auf privates Geld verzichtet.
Im Dezember saßen ja ein paar Fans mit MNP zusammen und haben die Fehler der vergangen Jahre analysiert. Daraus müssen jetzt unbedingt die richtigen Schlüsse gezogen werden und in den kommenden Wochen und Monaten umgesetzt werden. Weniger Arroganz und Überheblichkeit gegenüber den Fans von einzelnen Gremienmitgliedern, mehr Wertschätzung jedes Einzelnen, egal ob Fan, (Ex-)Spieler oder Sponsor.
Steigerung der Einnahmen, Reduzierung der Ausgaben. Schluss mit der zehnten Aktion, bei der die immer gleichen 100 Hansel 189,90 Euro zahlen sollen. Mehr Konzentration auf die Bewerbung der Heimspiele, Steigerung der Zuschauerzahlen und Fanartikelverkäufe. Ehrliche Analyse der sportlichen Ergebnisse und realitätsbezogene Spielberichte. Nach dem vierten 0-2 in Serie sind wir eben „nicht auf einem guten Weg“ und im zweiten Jahr in Folge gegen den Abstieg aus der RL Süd zu spielen ist weder ein „Betriebsunfall“ noch der „hervorragenden Arbeit des Vorstandes“ zu verdanken.
Es sollte nur so viel Geld ausgegeben werden, wie man auch hat. Und wenn man nicht viel hat, dann sollte man auch dazu stehen und nicht von Luftschlössern träumen. Das hat uns fast das Genick gebrochen und uns in die momentane Situation befördert.
Es muss wieder mehr Transparenz geschaffen werden, um das Umfeld zurückzugewinnen. Mit der überragenden Arbeit von Kickers-TV ist da ein sehr guter Weg eingeschlagen worden.
Es gilt nun, all diejenigen Fans und Mitglieder zurückzugewinnen, die (absolut nachvollziehbar) frustriert und enttäuscht dem Verein den Rücken zugedreht haben. Die Stuttgarter Kickers haben nach wie vor noch großes Potential. Das muss mit Fleiß und Herzblut wieder aktiviert werden. Da kann sich der Verein eine Scheibe bei David von der FAdSKi abschneiden, der mit vollem Einsatz monatelang um die Anwesenheit jedes einzelnen Fans gekämpft hat.
Mit den beiden Heimspielen gegen Saarbrücken und Offenbach gibt es gleich nach der Winterpause die Chance, die Zuschauerzahlen wieder zu steigern. Dazu müssen aber alle, denen die Kickers am Herzen liegen, Vollgas geben. Auf und neben dem Platz! Vielleicht ist dann auch der absolut verständliche Boykott des B-Blocks aufgehoben und ein Heimspiel gleicht nicht mehr wie im Herbst einer Trauerveranstaltung sondern ist wieder ein Erlebnis, laut, kreativ und mit wehenden blau-weißen Fahnen.
Auch beim Heimspiel der bisher überragenden A-Jugend gegen Freiberg Anfang März sehe ich Potential für eine überdurchschnittliche Zuschauerzahl.
Dieses Jahr, in dem u.a. die Fanabteilung 20jähriges Jubiläum feiert, ist voller schwieriger Herausforderungen, aber auch voller Chancen. Aber die müssen genutzt werden. Die Kickers müssen wieder mehr Präsenz in Stuttgart zeigen, die Tradition seit 1899 verpflichtet geradezu dazu.
Der Kickers-Platz, Heimat der Blauen seit 1905, darf mit regionalem Bier und Bratwurst auch gerne wieder bewusst das Kontrastprogramm zu Eventfans mit Federschmuck, Sitzschalen, Popcorn und Arenacard werden.
Es gibt noch genug kreative und einfallsreiche Personen im Kickers-Umfeld, die sicher zahlreiche Ideen haben. Es muss gelingen, diese Personen wieder ins Boot zu holen. Dann besteht auch noch Hoffnung auf bessere Zeiten.
Ja, der sportliche Erfolg spielt sicher auch eine große Rolle, ein Sieg ist eben ziemlich sexy. Aber der Niedergang der Kickers in den letzten drei Jahren hat definitiv noch ganz viele andere Ursachen als ein verschossener Elfmeter oder ein Gegentor in der 91. Minute.
Quo vadis, SVK? Wir werden sehen…
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon magge » Montag, 01.Jan 2018 - 17:18

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magge
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