Quo vadis SVK

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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon brublue » Mittwoch, 09.Mai 2018 - 18:30

Italo-Blauer hat geschrieben:Kostendeckend zu wirtschaften war sicher das Ziel des Vereins, aber ich bezweifle sehr, das Gewinn gemacht wurde, auch bei 2000 Zuschauern. Oder hast du seriöse Zahlen oder Infos, die mir als normaler Fan entgangen sind?


Ich habe keine Zahlen, die das belegen können. Doch meine ich, dass Herr Pfeifer davon gesprochen hat, bei seinen Aktivitäten Geld erwirtschaften zu können. Auf jeden Fall hat mich das damals, als ich das las schon verwundert. Aber frage mich nicht, wo ich das gelesen habe. Jedoch müssen seine Aktionen gefruchtet haben, sonst hätte er sie sicher nicht gemacht.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Italo-Blauer » Mittwoch, 09.Mai 2018 - 18:57

Heiko K. hat geschrieben:Was einen möglichen Wechsel in Aufsichtsrat und Vorstand angeht: wo sind sie denn, die Helden die den Job können und auch bereit sind ihn zu machen? Bis jetzt scheinen die Bewerber ja nicht gerade Schlange zu stehen. Wir haben keine Opposition, sondern nur eine Ansammlung desorganisierter Unzufriedener.


Muss Dir, lieber Heiko, recht geben. Weiß der Kuckuck wie sich unsere Leidensgenossen so ereifern und nicht an den Verein herantreten, um es (endlich) besser zu machen. Von einer wirklichen Opposition ist wahrhaftig nichts zu sehen. Die Opposition, wenn sie diesen Namen verdienen würde, beschränkt sich aufs Klugscheißen. Klugscheißer haben wir viele, aber mal das Gespräch mit den Verantwortlichen zu suchen, oder sich in einer anderen konstruktiven Art bemerkbar zu machen, geht wohl am besten hier im Forum. Natürlich ganz anonym. Ich denke mal, und das scheint gerade der neuralgische Punkt zu sein, wer wirklich Ahnung hat, weiß sehr wohl welche Mammutaufgaben auf ihn warten und hält sich vornehm zurück. Eine Opposition im Verein hätte sich längst gemeldet um das Ruder zu übernehmen. Aber wir haben keine! Leute wie Prof. Lorz haben nicht nur einmal kommuniziert, dass sie nicht an ihrem Stuhl kleben. Aber wo sind sie, die vielen die Verantwortung tragen und es besser machen wollen?
Ich oute mich gerne als Unzufriedener! Ich geb zu, dass mir ein Masterplan, der mir das Vertrauen als Mitglied wieder zurück gibt,fehlt.
In den wenigen Gelegenheiten die ich hatte, mit verschiedenen Leuten aus dem Verein zu sprechen, verstummt und verpufft in unmittelbarer Zeit meine Kritik. Zu viele Dinge weiß ich nicht um mitreden zu können und merke, wie einfach ich mir meine Kickers-Wunsch-Welt erbaut habe. Frust und Enttäuschung werden noch größer. Bekomme einen Hals wie Stiernacken. Wut potenziert sich ins Unermessliche.

Aber mit kernigen Sprüchen im Forum ändere ich nichts, null-komma-gar-nichts!
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Alice Bligga » Mittwoch, 09.Mai 2018 - 20:02

Italo-Blauer hat geschrieben:
Aber mit kernigen Sprüchen im Forum ändere ich nichts, null-komma-gar-nichts!


Natürlich hast Du Recht: Die Sprüche hier bringen nichts. Aber die Möglichkeit einer unqualifizierten nutzlosen oder vielleicht nur nutzlosen Äußerung ist Teil des Geschäftsmodells. Der Profifußball, wie er gerade noch auch in Degerloch geboten wird, ist Teil der Unterhaltungsindustrie, und der Fußball bewegt weltweit die größten Massen in dieser Industrie. Nirgendwo sosnt kann man auf einer so breiten Basis eine solche emotionale Identifikation mit dem ausführenden Objekt, d h. im vorliegenden Fall dem Verein (außer vielleicht in der Popmusik mit Boy Groups bei Mädchen in der Frühpubertät) erleben.

Wenn man über Jahre (oder Jahrzehnte) einem weitgehend notorisch erfolglosen Fußballklub angehört, mit ihm mitfiebert und qua Erfolglosigkeit mitleidet, und nicht nur das, sondern dafür montags morgens im Geschäft von irgendwelchen roten Arschgesichtern auch noch gedemütigt und erniedrigt wird, dann sind die Seelenqualen schon groß. Und da braucht's eines Ventils, um man mal den Frust abzulassen.

Es ist dann wiederum unsere gemeinsame Aufgabe, in den sozialen Netzwerken dafür zu sorgen, dass das ganze nicht abgleitet und Ausreißer eingeholt (und, wenn erforderlich, gesperrt werden), um der Tradition dieses Vereins, bei dem man jahrzehntelang für die Aufnahme als Mitglied einen tadellosen Leumund und einen Bürgen benötigte,auch gerecht zu werden.

(P.S.: Für die "roten Arschgesichter" will ich mich bei meinen VfB-Freunden und-Kollegen entschuldigen, wenn vielleicht auch nicht bei allen.)
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Alice Bligga » Donnerstag, 10.Mai 2018 - 8:06

Also hake ich mal gleich nach: Der phasenverzögerte Zweifachabstieg - dass Weihnachten und Ostern dieses Jahr auf der Waldau auf den 12.05. und dann auf den 27.05 fallen erscheint unwahrscheinlich - ist ein Komplettdesaster. Als Vereinsführung steht man dafür in der Verantwortung. Ich habe außer der EIntrittskartenaktion von Minol, die Herrn Lehmann zuzuordnen ist, keine Aktivitäten der Vereinsführung seit dem Ende der Winterpause erkennen können, in welchem der Versuch unternommen wurde, das Publikum zu motivieren und den Verein und sein Umfeld mitzunehmen. Mir ist das manchmal so vorgekommen, als würde sich die Apathie der Mannschaft auf die Vereinsführung niederschlagen und umgekehrt. Außer sybillinischen Aussagen von Lorz und Dinkelacker zur Zukunft der Kickers gibt es keine Verlautbarungen dazu, wie es mit dem Verein weitergehen kann. Aber gerade in der Krise tut Orientierung not. Nur die, drücken wir es einmal so aus, sehr zurückhaltenden Äußerungen der Vereinsführung selbst zur nahen Zukunft, lassen auf der einen Seite den Eindruck aufkommen, dass sie selbst keine genaue Vorstellung von dem hat, wie es weitergehen soll. Auf der anderen Seite können wir aber vernehmen, dass eine Reihe von Sponsoren ihr Engagement ligaunabhängig fortsetzen, Denen muss doch dann ein Konzept vorgelegt worden sein, aus dem sich ergibt, dass es auch zukünftig Sinn macht, mit dem Namen der Kickers zu werben. Wenn dem aber so ist, wieso erfährt die breitere Öffentlichkeit nichts davon?
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon BlauerReiter » Donnerstag, 10.Mai 2018 - 8:45

Alice Bligga hat geschrieben:Also hake ich mal gleich nach: Der phasenverzögerte Zweifachabstieg - dass Weihnachten und Ostern dieses Jahr auf der Waldau auf den 12.05. und dann auf den 27.05 fallen erscheint unwahrscheinlich - ist ein Komplettdesaster. Als Vereinsführung steht man dafür in der Verantwortung. Ich habe außer der EIntrittskartenaktion von Minol, die Herrn Lehmann zuzuordnen ist, keine Aktivitäten der Vereinsführung seit dem Ende der Winterpause erkennen können, in welchem der Versuch unternommen wurde, das Publikum zu motivieren und den Verein und sein Umfeld mitzunehmen. Mir ist das manchmal so vorgekommen, als würde sich die Apathie der Mannschaft auf die Vereinsführung niederschlagen und umgekehrt. Außer sybillinischen Aussagen von Lorz und Dinkelacker zur Zukunft der Kickers gibt es keine Verlautbarungen dazu, wie es mit dem Verein weitergehen kann. Aber gerade in der Krise tut Orientierung not. Nur die, drücken wir es einmal so aus, sehr zurückhaltenden Äußerungen der Vereinsführung selbst zur nahen Zukunft, lassen auf der einen Seite den Eindruck aufkommen, dass sie selbst keine genaue Vorstellung von dem hat, wie es weitergehen soll. Auf der anderen Seite können wir aber vernehmen, dass eine Reihe von Sponsoren ihr Engagement ligaunabhängig fortsetzen, Denen muss doch dann ein Konzept vorgelegt worden sein, aus dem sich ergibt, dass es auch zukünftig Sinn macht, mit dem Namen der Kickers zu werben. Wenn dem aber so ist, wieso erfährt die breitere Öffentlichkeit nichts davon?



Ich hatte vor einigen Wochen über die Facebookseite der Kickers mal angefragt wieso es solche Freikartenaktionen überhaupt nicht mehr gibt. Die Antwort war, dass dies nicht so einfach sei und sowas auch vom Verband genehmigt werden muss.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon BlauerReiter » Donnerstag, 10.Mai 2018 - 15:38

Mich würde mal interessieren wieso sich einige dafür aussprechen, dass das Catering nicht mehr von der Schräglage laufen soll. Geht es da eher darum das der Zeyer da involviert ist oder generell das Angebot und die Qualität der Speisen? Das Angebot sehe ich mit Curry-Maultaschen, Leberkäs, Pommes neben den Standarddingen wie Rote und Bratwurst deutlich besser als zum Beispiel bei den Roten.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Matze » Donnerstag, 10.Mai 2018 - 16:38

BlauerReiter hat geschrieben:Mich würde mal interessieren wieso sich einige dafür aussprechen, dass das Catering nicht mehr von der Schräglage laufen soll. Geht es da eher darum das der Zeyer da involviert ist oder generell das Angebot und die Qualität der Speisen? Das Angebot sehe ich mit Curry-Maultaschen, Leberkäs, Pommes neben den Standarddingen wie Rote und Bratwurst deutlich besser als zum Beispiel bei den Roten.


Kann die Kritik auch nicht nachvollziehen.
Das Angebot ist fürs Stadion in Ordnung und ich habe auch keine Kenntnis darüber, dass der Cateringvertrag ausläuft. Außerdem tut die Schräglage den Kickers in Sachen Image gut.

Wenn schon Stehplatz-Bratwurst-Bier-Erlebnis, dann trauere ich eher dem grünen Bauwagen vom Paule nach. Für diese Art von Neubespielung dürften sich weit mehr (neue) Fans begeistern lassen! Weiss jemand, ob es den Bauwagen noch gibt?
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon hoha » Donnerstag, 10.Mai 2018 - 18:04

BlauerReiter hat geschrieben:Mich würde mal interessieren wieso sich einige dafür aussprechen, dass das Catering nicht mehr von der Schräglage laufen soll. Geht es da eher darum das der Zeyer da involviert ist oder generell das Angebot und die Qualität der Speisen? Das Angebot sehe ich mit Curry-Maultaschen, Leberkäs, Pommes neben den Standarddingen wie Rote und Bratwurst deutlich besser als zum Beispiel bei den Roten.


Weil sie es nicht können. Hol Dir mal ein Bier und eine Wurst bei Halbzeit auf der Tribüne. Lange Wege fürs Personal, diese sind dazu noch gastronomische Laien. Auch wenn gefühlt tausendmal "gerne" gesagt wird, das reicht nicht aus.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Oeffinger » Freitag, 11.Mai 2018 - 1:04

hoha hat geschrieben:
BlauerReiter hat geschrieben:Mich würde mal interessieren wieso sich einige dafür aussprechen, dass das Catering nicht mehr von der Schräglage laufen soll. Geht es da eher darum das der Zeyer da involviert ist oder generell das Angebot und die Qualität der Speisen? Das Angebot sehe ich mit Curry-Maultaschen, Leberkäs, Pommes neben den Standarddingen wie Rote und Bratwurst deutlich besser als zum Beispiel bei den Roten.


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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Bobis » Freitag, 11.Mai 2018 - 10:44

BlauerReiter hat geschrieben:Mich würde mal interessieren wieso sich einige dafür aussprechen, dass das Catering nicht mehr von der Schräglage laufen soll. Geht es da eher darum das der Zeyer da involviert ist oder generell das Angebot und die Qualität der Speisen? Das Angebot sehe ich mit Curry-Maultaschen, Leberkäs, Pommes neben den Standarddingen wie Rote und Bratwurst deutlich besser als zum Beispiel bei den Roten.

Vermutlich bin ich gemeint.
Grundsätzlich, Rote gabs auf der Waldau nur dann, wenn der vfb zu Gast war.

Meine Kritik hatte nichts mit Zeyer zu tun, wusste nicht das er etwas mit gehobener Küche zu tun hat.

Das es Maultaschen gibt ist eher "Bürger" zu verdanken als der Schräglage. Die weiteren Delikatessen der Sportplatz-Gastronomie sind keine Amerika-Entdeckung. Der erfahrene Sportplatzbesucher verschiedenster wfv-Pokalspiele wird schon wesentlich besser beköstigt worden sein, vermutlich für weitaus wenig Taler.

Zur Schräglage, abgesehen davon das sie langsam sind, manchmal auch "überrascht", dass Fans Bier/Radler/Cola in der Pause oder gar während dem Spiel wollen habe ich das Gefühl, dass entweder die Brötchen größer geworden sind oder gar die Stadionwurst kleiner.
Oft genug, vermutlich dem "Fanansturm" geschuldet, gabs "kurz angebratene" Stadionwurst. Dann kein Senf, dann doch...da drüben, wo..., ärgerlich.

Meine Intention war, wenn Erneuerung, dann richtig. Möchte kommende Saison nicht an diese Jahre erinnert werden, dazu gehört Schräglage, die ebenso kein Highlight waren.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon bookerty » Freitag, 11.Mai 2018 - 16:44

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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon DirtyToby » Freitag, 11.Mai 2018 - 19:56

Oeffinger hat geschrieben:
hoha hat geschrieben:
BlauerReiter hat geschrieben:Mich würde mal interessieren wieso sich einige dafür aussprechen, dass das Catering nicht mehr von der Schräglage laufen soll. Geht es da eher darum das der Zeyer da involviert ist oder generell das Angebot und die Qualität der Speisen? Das Angebot sehe ich mit Curry-Maultaschen, Leberkäs, Pommes neben den Standarddingen wie Rote und Bratwurst deutlich besser als zum Beispiel bei den Roten.


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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon BlueScorpion » Freitag, 11.Mai 2018 - 21:31

BlauerReiter hat geschrieben:
Alice Bligga hat geschrieben:Also hake ich mal gleich nach: Der phasenverzögerte Zweifachabstieg - dass Weihnachten und Ostern dieses Jahr auf der Waldau auf den 12.05. und dann auf den 27.05 fallen erscheint unwahrscheinlich - ist ein Komplettdesaster. Als Vereinsführung steht man dafür in der Verantwortung. Ich habe außer der EIntrittskartenaktion von Minol, die Herrn Lehmann zuzuordnen ist, keine Aktivitäten der Vereinsführung seit dem Ende der Winterpause erkennen können, in welchem der Versuch unternommen wurde, das Publikum zu motivieren und den Verein und sein Umfeld mitzunehmen. Mir ist das manchmal so vorgekommen, als würde sich die Apathie der Mannschaft auf die Vereinsführung niederschlagen und umgekehrt. Außer sybillinischen Aussagen von Lorz und Dinkelacker zur Zukunft der Kickers gibt es keine Verlautbarungen dazu, wie es mit dem Verein weitergehen kann. Aber gerade in der Krise tut Orientierung not. Nur die, drücken wir es einmal so aus, sehr zurückhaltenden Äußerungen der Vereinsführung selbst zur nahen Zukunft, lassen auf der einen Seite den Eindruck aufkommen, dass sie selbst keine genaue Vorstellung von dem hat, wie es weitergehen soll. Auf der anderen Seite können wir aber vernehmen, dass eine Reihe von Sponsoren ihr Engagement ligaunabhängig fortsetzen, Denen muss doch dann ein Konzept vorgelegt worden sein, aus dem sich ergibt, dass es auch zukünftig Sinn macht, mit dem Namen der Kickers zu werben. Wenn dem aber so ist, wieso erfährt die breitere Öffentlichkeit nichts davon?



Ich hatte vor einigen Wochen über die Facebookseite der Kickers mal angefragt wieso es solche Freikartenaktionen überhaupt nicht mehr gibt. Die Antwort war, dass dies nicht so einfach sei und sowas auch vom Verband genehmigt werden muss.

Geschenkt ist noch zu teuer-die müssen schon geld bezahlen damit man kommt-als Schmerzensgeld

offensichtlich wollen die leute an der Spitze, die nicht wissen wie man auch auf die kloschüssel setzt-und selbst wenn sicher nicht daran denken den Deckel auf zu klappen-sich ja nicht verpfeifen-kann man nur hoffen dass die Mitgliederversammlung LAUT WIRD-wenn nicht: Abstieg in die Verbandsliga
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Marc D » Sonntag, 13.Mai 2018 - 19:09

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inha ... baf85.html

Laut Artikel ist eine Insolvenz erstmal vom Tisch.
Das sportliche Konzept hört sich schlüssig an.
Nur entschulden kann man sich ohne Gönner (Investor) in der Oberliga (ebenso in der RL) auf keinen Fall.
Sollte der sofortige Wiederaufstieg nicht gelingen wirds finanziell wieder spannend.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Markus123 » Sonntag, 13.Mai 2018 - 21:12

Ich denke auch, die wichtigste Entscheidung ist die Trainerfrage.

Da lagen wir in den letzten Jahren öfters daneben. Wichtig ist v.a. dass taktisch ein Konzept existiert und dass der Trainer Erfahrung in der Oberliga hat. Braun und der neue Trainer müssen eng zusammenarbeiten. Seeberger wäre keine gute Lösung. Ich gebe ihm nicht die Schuld für den Abstieg, aber ihm traue ich es auch nicht zu, den Wiederaufstieg zu vollbringen.

Vom Kader wäre es unglaublich gut, wenn man Varvodic halten könnte, aber dies ist eher unwahrscheinlich. Landeka und Müller wären zwei sehr gute erfahrene Spieler, auch Tunjic und Badiane könnten mit ihrer Erfahrung helfen.
Wenn Meiser bleiben würde, wäre das echt toll! Ein großes Talent! Suver und Jäger haben ja noch Verträge, wobei ein erfahrener Innenverteidiger verpflichten werden sollte.

In der Zeitung stand auch etwas von Auracher :!:
Ob dieser Wechsel wohl machbar wäre?

Wenn wir oben mitspielen, würden bestimmt an die 2000 Zuschauer kommen, aber wenn wir im Mittelfeld rumgurken kommen wahrscheinlich maximal 1300.
Auf gehts Kickers! Kämpfen und Siegen!
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Settembrini » Sonntag, 13.Mai 2018 - 22:15

Selbstverständlich lasse ich mich mit großer Freude eines Besseren belehren... aber 2000 als ZuschauerSCHNITT in der Oberliga... uiuiui, gewagt, gewagt.

Darüber hinaus finde ich das Vorhaben, eine namhafte Anzahl an Spielern aus dem jetzigen Kader mitzunehmen, durchaus richtig, da soll man sich vom aktuellen irrationalen (negativen) Überschwang in der Beurteilung nicht mitreißen lassen (auch wenn der im Moment mehr als verständlich ist). Aber noch einmal ein kompletter Neuaufbau? Nein, ich danke recht schön, da weiß man bei einigen der jetzigen Spieler durchaus, was man hat oder zumindest haben könnte. Wenn der Trainer und wohl auch einiges im mentalen Bereich passt. (Noch habe ich allerdings Zweifel, ob das mit den "Übernahmen" so klappt: Kohle, Kohle, Kohle...).
Wie auch immer: Es bleibt mal wieder spannend rund um unsere Kickers. Ich bin dabei. Und wenn ich die Zeichen der Zeit hier im Forum richtig deute: etliche andere auch.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Bluebyte » Montag, 14.Mai 2018 - 8:41

Settembrini hat geschrieben:Selbstverständlich lasse ich mich mit großer Freude eines Besseren belehren... aber 2000 als ZuschauerSCHNITT in der Oberliga... uiuiui, gewagt, gewagt.

Darüber hinaus finde ich das Vorhaben, eine namhafte Anzahl an Spielern aus dem jetzigen Kader mitzunehmen, durchaus richtig, da soll man sich vom aktuellen irrationalen (negativen) Überschwang in der Beurteilung nicht mitreißen lassen (auch wenn der im Moment mehr als verständlich ist). Aber noch einmal ein kompletter Neuaufbau? Nein, ich danke recht schön, da weiß man bei einigen der jetzigen Spieler durchaus, was man hat oder zumindest haben könnte. Wenn der Trainer und wohl auch einiges im mentalen Bereich passt. (Noch habe ich allerdings Zweifel, ob das mit den "Übernahmen" so klappt: Kohle, Kohle, Kohle...).
Wie auch immer: Es bleibt mal wieder spannend rund um unsere Kickers. Ich bin dabei. Und wenn ich die Zeichen der Zeit hier im Forum richtig deute: etliche andere auch.

Mal ehrlich: Die, die bislang auf Degerlochs Höhen gekommen sind lassen sich doch nicht vom Unterschied Oberliga zu Regionalliga abschrecken. Das Erlebnis Waldaubesuch wird doch in erster Line davon geprägt, ob der gezeigte Sport Spass macht oder nicht. Dass nun einige vom Rumpelfussball der letzten zwei Jahre die Nase voll haben und nicht mehr kommen kann ich verstehen - aber der Unterschied 5. Liga zur 4. Liga macht doch nicht den entscheidenden Unterschied mehr aus, oder? Schaffen wir es endlich wieder mutigen Fußball zu zeigen, dann glaube ich an mehr als ein 2000er Schnitt.
Wenn der Fan kräht auf dem Mist, ändert sich's Wetter oder es bleibt wie´s ist.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Laudrup » Montag, 14.Mai 2018 - 10:16

Bluebyte hat geschrieben:
Settembrini hat geschrieben:Selbstverständlich lasse ich mich mit großer Freude eines Besseren belehren... aber 2000 als ZuschauerSCHNITT in der Oberliga... uiuiui, gewagt, gewagt.

Darüber hinaus finde ich das Vorhaben, eine namhafte Anzahl an Spielern aus dem jetzigen Kader mitzunehmen, durchaus richtig, da soll man sich vom aktuellen irrationalen (negativen) Überschwang in der Beurteilung nicht mitreißen lassen (auch wenn der im Moment mehr als verständlich ist). Aber noch einmal ein kompletter Neuaufbau? Nein, ich danke recht schön, da weiß man bei einigen der jetzigen Spieler durchaus, was man hat oder zumindest haben könnte. Wenn der Trainer und wohl auch einiges im mentalen Bereich passt. (Noch habe ich allerdings Zweifel, ob das mit den "Übernahmen" so klappt: Kohle, Kohle, Kohle...).
Wie auch immer: Es bleibt mal wieder spannend rund um unsere Kickers. Ich bin dabei. Und wenn ich die Zeichen der Zeit hier im Forum richtig deute: etliche andere auch.

Mal ehrlich: Die, die bislang auf Degerlochs Höhen gekommen sind lassen sich doch nicht vom Unterschied Oberliga zu Regionalliga abschrecken. Das Erlebnis Waldaubesuch wird doch in erster Line davon geprägt, ob der gezeigte Sport Spass macht oder nicht. Dass nun einige vom Rumpelfussball der letzten zwei Jahre die Nase voll haben und nicht mehr kommen kann ich verstehen - aber der Unterschied 5. Liga zur 4. Liga macht doch nicht den entscheidenden Unterschied mehr aus, oder? Schaffen wir es endlich wieder mutigen Fußball zu zeigen, dann glaube ich an mehr als ein 2000er Schnitt.

Ich glaube auch, dass der harte Kern weiterhin kommt. Ob 4. oder 5. Liga macht doch offen gesagt (und abgesehen von den wenigen Regionalliga-Publikumsmagneten a la Mannheim) nicht das Kraut fett. Und wenn es auf dem Platz etwas erfreulicher zugeht als in den letzten beiden Jahren und wir oben mit dabei sind und eine positive Grundstimmung entsteht, dann kann ich mir schon vorstellen, dass man den Schnitt von 2000 hin bekommt.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon stoitschkov » Montag, 14.Mai 2018 - 10:22

also doch "Wohlfühloase" :D :lol: :wink: , auch unter den Fans. 3.Liga oder 4.te, naja 5.te ist jetzt auch kein soo grosser Unterschied mehr....schön gemütlich und übersichtlich, immer genug Platz auf der HT und die Gegner sind doch eigentlich auch ganz interessant.
Sommerpause bitte!!!
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Blinky Bill » Montag, 14.Mai 2018 - 10:53

Am besten man spart sich das Spiel ganz und nutzt die Tribünen nur noch zum Biertrinken. Langsam wird es lächerlich, wie weit die Ansprüche sinken. Das, was jetzt über das Aufschlagen in der Oberliga geschrieben wird, wurde vor zwei Jahren über die bevorstehende Regionalligasaison geschrieben. Und dann lag man im ersten Spiel nach 15 Minuten schon 0-3 zurück. Die Dinge wiederholen sich, nur ein Klasse tiefer und mit noch trostloserer Kulisse.
Nicht hupen! Fahrer träumt vom Wiederaufstieg der Kickers.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Alice Bligga » Montag, 14.Mai 2018 - 11:08

Nochmals zur Vereinsführung: Wie ich es bereits an anderer Stelle geschrieben habe, ist der phasenverzögerte Doppelabstieg ein Desaster, das vom Ergebnis her aufgrund seiner funktionellen Zuständigkeit zunächst vom Präsidium zu verantworten ist. Man kann ferner mit einiger Veranlassung annehmen, dass Herr Dinkelacker nicht erst seit eineinhalb Jahren sehr früh in Personalentscheidungen eingebunden war, somit die Grenze zwischen operativen und strategischem Geschäft aufgehoben wurde und eine effiziente Kontrolle des Präsidiums als ausführendem Organ dann, wenn überhaupt, nur eingeschränkt möglich war. Daher trägt auch der Aufsichtsrat einen erhöhten Teil der Verantwortung für das miserable Ergebnis.

Nur ist die Vereinsführung bei aller Kritik in ihrer gegenwärtigen personellen Zusammensetzung im besten Merkel'schen Sinn absolut alternativlos. Es gibt bei uns im Verein keine organisierte Opposition, geschweige denn eine solche, die wirtschaftlich handlungsfähig wäre. Wenn man die Aussage, dass der Verlust aus dem laufenden Geschäftsjahr bei ca. einer halben Million Euro liegt, aber eine Insolvenz kein Thema ist, so kann dies nichts anderes heißen, als dass Gremienmitglieder wie im letzten Jahr in die persönliche Haftung gehen. Man kann sozusagen von der Fortsetzung des Ausnahmezustands sprechen. Dafür dann wieder hohen Respekt, aber davon abgesehen, dass dies kein Dauerzustand sein kann, entbindet es nicht von einer konsequenten Fehleranalyse.

Ich habe auch keine Zweifel daran, dass eine solche erfolgt. Welche Schlüsse daraus gezogen werden, ist dann wiederum eine andere Sache. Was mich stört, ist die fehlende Transparenz. Nun mag es im Verhältnis zum Gesamtaufwand nicht allzu dolle sein, was an Mitgliedsbeiträgen, 12für11-Zahlungen, Spenden etc. hereinkommt, dennoch handelt es Leistungen Dritter, mit denen das Präsidium nicht vollkommen frei umgehen kann, und über deren Verwendung zumindest gegenüber den Vereinsmitgliedern Rechenschaft zu erteilen ist, was aber durch Vorlage der Bilanz zur JHV aus meiner Sicht nur unzureichend geschieht.

Hier wurde schon häufig das Wort "Wohlfühloase" verwendet, das aber nur in Bezug auf die Spieler. Wenn man das auf die Gremienmitglieder bezöge, würden diese wohl lauten Protest erheben, und das mit Sicherheit nicht zu Unrecht. Mein Hinweis zielt darauf, ob es nicht vielleicht bei uns eine Käseglocke gibt, unter deren Gewölbe die Vereinsführung abgeschottet von der Öffentlichkeit, wenn zwar auch nicht in Selbstzufriedenheit, aber möglicherweise doch mit einer fehlenden kritischen Distanz zu sich selbst, Entscheidungen trifft.
Den Aufenthalt in der "Wohlfühloase" dürfen wir als Mitglieder oder zum engeren Vereinsumfeld zählend aber auch gerne auf uns selbst beziehen. Außer Geheule, Gebruddel und dem erbärmlichen Auftritt einiger Vollpfosten im Spiel gegen den FSV hatten und haben wir nichts zu bieten. In aller Unzufriedenheit sind wir sehr zufrieden mit uns zu sein, behäbig und gedankenfaul. Man könnte sich aber auch einmal Überlegungen machen über die Kommunikationsstrukturen, die im Verein bestehen, und ob die nun so ewig in Stein gemeißelt stehen bleiben müssen.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Laudrup » Montag, 14.Mai 2018 - 11:08

stoitschkov hat geschrieben:also doch "Wohlfühloase" :D :lol: :wink: , auch unter den Fans. 3.Liga oder 4.te, naja 5.te ist jetzt auch kein soo grosser Unterschied mehr....schön gemütlich und übersichtlich, immer genug Platz auf der HT und die Gegner sind doch eigentlich auch ganz interessant.
Sommerpause bitte!!!

pardon me, aber das ist aus dem Zusammenhang gerissen :wink: Meine Aussage bezog sich auf die zu erwartende Zuschauerzahl. Die berühmt-berüchtigte Wohlfühloase ist m.M. nach an anderer Stelle zu verorten. Obwohl, vielleicht hast du auch recht und das hat schon auf alles und jeden abgefärbt. Ein blauer Wohlfühlvirus.
Was ist denn nun eigentlich mit dem Prozesscoach? Nie wieder was gehört. Aber der könnte doch mal mit kalt-analytischem Finger auf die Wohlfühl-Nester zeigen.

Und ja, Zeit für die Sommerpause. CL und WM lassen bei mir auch keine Vorfreude mehr aufkommen. Der reine Overkill :cry:
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Bluebyte » Montag, 14.Mai 2018 - 15:26

stoitschkov hat geschrieben:also doch "Wohlfühloase" :D :lol: :wink: , auch unter den Fans. 3.Liga oder 4.te, naja 5.te ist jetzt auch kein soo grosser Unterschied mehr....schön gemütlich und übersichtlich, immer genug Platz auf der HT und die Gegner sind doch eigentlich auch ganz interessant.
Sommerpause bitte!!!

Ausser Waldhof und Saarbrücken fand ich keinen Gegner in Liga 4 reizvoll. Daher sind die Gegner in Liga 5 genauso "attraktiv". Das Gejammer um die angeblich stark gesunkenen Ansprüche von Fans ist überflüssig - es ist einfach Realität. Aufwachen. Wer von Wohlfühloase spricht soll mir doch mal von Vorstand, Spielern und Fans jemand nennen, der sich die letzte Runde auf der Waldau wohlgefühlt hat.
Wenn der Fan kräht auf dem Mist, ändert sich's Wetter oder es bleibt wie´s ist.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon kodledd » Montag, 14.Mai 2018 - 15:31

Noch einmal zur Vereinsführungsdiskussion. Mangels Alternativen würde ich mir schon wünschen, dass sie weitermachen. Natürlich wurden viele Fehler gemacht. Aber aus meiner Sicht sind die Verantwortlichen mit Herzblut dabei. Es ist auch erkennbar, dass aus den Fehlern gelernt wurde. Wenn es auch in manchen Punkten zu lange gedauert hat.
Wie an anderer Stelle schon gesagt, waren die Entscheidungen in den Trainerfragen seit Schuster - moderat ausgedrückt - unglücklich. Für die nächste Saison muss es hundertprozentig sitzen.
Wenn schon, wie im Kader-Thread gepostet, die Vereinsführung und Aufsichtsrat die letzte Entscheidung über die Vorschläge der sportlichen Leitung treffen, dann hätte man früher bei manchen Spielerwechseln Veto einlegen müssen. Dabei denke ich vor allem an die abgegebenen Spieler mit Kickers-Gen. Selbst wenn solche Spieler gegen individuell bessere ausgetauscht werden, hätten sich genau solche Spieler im Abstiegskampf zerissen. Ich glaube diese Lektion haben die Verantwortlichen mittlerweile gelernt.
Horst Steffen habe ich mit seiner freundlichen Art als Mensch sehr geschätzt. Bei einem Vorbereitungsspiel vor der letzten Drittligasaison bei Rottenburg bin ich ihm unmittelbar vor dem Spiel begegnet und konnte mit ihm 20 Minuten über die Kaderzusammenstellung diskutieren. Ich habe ihm damals gesagt, dass es aus meiner Sicht an der Ausgewogenheit im Kader fehlt und insbesondere in der Abwehr Defizite vorhanden sind. Er hat mir dann seine Philosophie erklärt, das hat mich zunächst überzeugt. Schade, dass ich damals nach diesem Spiel gegen Balingen nicht noch einmal darüber reden konnte. Denn da wurde genau das schon deutlich, nicht nur beim Bihr, der durch einen katastrophalen Fehlpass ein Gegentor eingeleitet hat. Das hat sich die ganze Saison durchgezogen. Mit schnellem Spiel aus der Abwehr heraus wollte HS die Spiele entscheiden. Hört sich zunächst gut an, dazu wurde vor allem auf schnelle Spieler gesetzt, Abwehrspezialisten wie Julian Leist passten nicht in dieses System. Dazu noch ein Torhüter, der sich in den Spielaufbau einschalten soll. Und dann? Die Abwehr war anfällig, jede Standardsituation in den Strafraum wurde extrem torgefährlich, weil kopfballstarke Spieler fehlten und auch der Torhüter bei hohen Bällen seine Defizite hatte. Und nach vorne waren dann die schnellen Spieler in den Drucksituationen überfordert, entweder wie gelähmt, nervös. Oder wie Mendler, der in aller Eile manchmal vergaß, den Ball mitzunehmen.
Was ich jetzt mit diesem etwas zu lang gewordenen Beitrag sagen möchte: Ich hoffe, die Vereinsleitung hat daraus gelernt und kann gegenüber der sportlichen Leitung entsprechend argumentieren und lässt sich nicht so schnell (wie ich damals als gemeiner Fan) von einer einseitigen Spielphilosophie überzeugen. Wenn auch die sportliche Leitung vielleicht etwas mehr Sachverstand hat, die charakterlichen Eigenschaften eines Spielers kann auch ein Fußball-Laie einschätzen.
Auf die Verantwortlichen kommt jetzt viel Arbeit zu. Dazu wünsche ich ein glückliches Händchen. Der Blick muss jetzt wieder nach vorne gehen.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Merkle » Montag, 14.Mai 2018 - 15:41

die Steffen Elf hatte Kloppos Bvb ordentlich Paroli geboten..kommt einem vor als liegt das schon 20 Jahre zurück..der Absturz danach war sicher die folge von "zwischenmenschlichen Konflikten", ums mal so zu formulieren..die 17 /18 Truppe war aber einfach sportlich zu schlecht..
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon SVK_svk » Montag, 14.Mai 2018 - 16:14

Merkle hat geschrieben:die Steffen Elf hatte Kloppos Bvb ordentlich Paroli geboten..kommt einem vor als liegt das schon 20 Jahre zurück..der Absturz danach war sicher die folge von "zwischenmenschlichen Konflikten", ums mal so zu formulieren..die 17 /18 Truppe war aber einfach sportlich zu schlecht..


Wenn man nicht nur an die letzten, wirklich teils desaströsen Vorstellungen denkt, muss ich dir hier entschieden widersprechen!
Diese Truppe, auch mit all den Verletzten, hätte sportlich locker das Zeug zum vorzeitigen Klassenerhalt gehabt.

Und genau das ist das Problem, wovor es mir auch in der Oberliga wirklich graut. Für einen Sieg alles geben, egal wie der Gegner heißt. Nun werden wir immer gehen vermeintlich schlechtere und vor allem vom Namen kleine Vereine antreten...
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Settembrini » Montag, 14.Mai 2018 - 16:31

SVK_svk hat geschrieben:
Merkle hat geschrieben:die Steffen Elf hatte Kloppos Bvb ordentlich Paroli geboten..kommt einem vor als liegt das schon 20 Jahre zurück..der Absturz danach war sicher die folge von "zwischenmenschlichen Konflikten", ums mal so zu formulieren..die 17 /18 Truppe war aber einfach sportlich zu schlecht..


Wenn man nicht nur an die letzten, wirklich teils desaströsen Vorstellungen denkt, muss ich dir hier entschieden widersprechen!
Diese Truppe, auch mit all den Verletzten, hätte sportlich locker das Zeug zum vorzeitigen Klassenerhalt gehabt.

Und genau das ist das Problem, wovor es mir auch in der Oberliga wirklich graut. Für einen Sieg alles geben, egal wie der Gegner heißt. Nun werden wir immer gehen vermeintlich schlechtere und vor allem vom Namen kleine Vereine antreten...


Ich sehe das eigentlich auch so. Zumindest ein relativ entspannter Klassenerhalt wäre - auf dem Papier - sportlich locker drin gewesen. Aber Papier ist bekanntlich geduldig, letztlich hat uns diese unerklärlich komplett fehlende Konstanz und nachhaltige Konzentration das Genick gebrochen. War letzte Saison schon annähernd so und diese Saison wars dann der Gipfel: Wir haben keine, wirklich keine zwei Spiele hintereinander halbwegs(!) ordentliche Leistung abgeliefert. Auf ein mittelprächtiges folgte immer mindestens ein komplett katastrophales.

Aber: tempi passati. Freilich kann und muss man daraus lernen, insbesondere, was den Trainer und die Kaderzusammenstellung anbelangt.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Alice Bligga » Montag, 14.Mai 2018 - 16:36

[quote="kodledd"
Wenn auch die sportliche Leitung vielleicht etwas mehr Sachverstand hat, die charakterlichen Eigenschaften eines Spielers kann auch ein Fußball-Laie einschätzen.
[/quote]

Ich würde sagen: nein. Es gibt eine Strategie seitens des Vereins, indem kurz-, mittel- und langfristige Ziele formuliuert werden. Die kurz- und mittelfristige Planung erfolgt in Abstimmung zwischen der Entscheidungs- (bei uns Präsidium) und der Ausführungsebene (Sportdirektor / Trainer). Ob ein Spieler von seinen Voraussetzungen (Position /Erfahrung / körperliche / technische Eigenschaften, Charakter) zum generellen Konzept passt, ist eine Frage, die zunächst im Austausch zwischen Trainer und Sportdirektor geklärt werden muss. Natürlich kann und muss der für die 1. Mannschaft im Präsidium Verantwortliche sein Veto einlegen, wenn er der Auffassung ist, dass der Auswahlprozess fehlerhaft verlaufen sei. Aber wie soll das beim Charakter beurteilt werden? Da wären schon detaillierte Hintergrunderfahrungen notwendig.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Merkle » Montag, 14.Mai 2018 - 16:41

zb soziale Netzwerke "sichten"...
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon stoitschkov » Montag, 14.Mai 2018 - 16:45

Alice Bligga hat geschrieben:[quote="kodledd"
Wenn auch die sportliche Leitung vielleicht etwas mehr Sachverstand hat, die charakterlichen Eigenschaften eines Spielers kann auch ein Fußball-Laie einschätzen.


Ich würde sagen: nein. Es gibt eine Strategie seitens des Vereins, indem kurz-, mittel- und langfristige Ziele formuliuert werden. Die kurz- und mittelfristige Planung erfolgt in Abstimmung zwischen der Entscheidungs- (bei uns Präsidium) und der Ausführungsebene (Sportdirektor / Trainer). Ob ein Spieler von seinen Voraussetzungen (Position /Erfahrung / körperliche / technische Eigenschaften, Charakter) zum generellen Konzept passt, ist eine Frage, die zunächst im Austausch zwischen Trainer und Sportdirektor geklärt werden muss. Natürlich kann und muss der für die 1. Mannschaft im Präsidium Verantwortliche sein Veto einlegen, wenn er der Auffassung ist, dass der Auswahlprozess fehlerhaft verlaufen sei. Aber wie soll das beim Charakter beurteilt werden? Da wären schon detaillierte Hintergrunderfahrungen notwendig.[/quote]

ein guter Scout achtet auf Körpersprache, Verhalten gegenüber Mitspielern, evtl holt er sich sogar Infos aus dem Mannschaftsumfeld oder schaut beim Training zu. Mit etwas Menschenkenntnis und Erfahrung im Job kann er sich dann ein Bild machen, auch bezüglich des Charakters. Nur über Eindrücke aus einem oder mehreren Gesprächen funktioniert das nicht.

PS: evtl hatte Papa Schuster ja das o.a. Format :wink:
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon stoitschkov » Montag, 14.Mai 2018 - 17:15

Bluebyte hat geschrieben:Ausser Waldhof und Saarbrücken fand ich keinen Gegner in Liga 4 reizvoll.


so gesehen ist es für jeden Dorfverein attraktiver in der Bezirksliga zu spielen als LL oder VL. Schliesslich ist dort die Rivalität grösser, die Gegner bringen evtl sogar ein paar Zuschauer mit, die Spieler kennen sich oft und die Wege sind vergleichsweise kurz. Gegen Mannschaften zu spielen die keine Sau kennt und wo man 80 oder 100 km anfahren muss ist dann eben nicht sehr "reizvoll", womöglich muss man sogar noch 1 oder 2 mal öfter trainieren.
nur sind diese Gegner eben qualitativ besser :wink:

daher sind für mich Elversberg, Mainz2, Hoffe2, selbst Walldorf oder Ulm deutlich attraktiver/reizvoller/interessanter als Göppingen, Freiberg, Backnang oder Pforzheim. Und Lotte, Wehen, Unterhaching oder Aspach stehen dann eben nochmal eine Stufe darüber.

natürlich spielen auch andere Faktoren eine Rolle, aber die sportliche Qualität der Gegner (und des Wettkampfs) sollte doch eigentlich an erster Stelle stehen. Und jeder Verein sollte mit seinen vorhandenen Mitteln versuchen so hoch wie möglich zu spielen.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Merkle » Montag, 14.Mai 2018 - 17:27

gut möglich dass zb die TSG Backnang mehr "Gästefans" nach Degerloch bringt als zb Walldorf oder S-dorf(wo ich immer noch nicht weiss ,wo das ist..) ich freu mich auf backnang und auch auf Freiberg ..wann gehts los..ach ja RT ist ja auch dabei..
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon kodledd » Montag, 14.Mai 2018 - 19:48

stoitschkov hat geschrieben:so gesehen ist es für jeden Dorfverein attraktiver in der Bezirksliga zu spielen als LL oder VL. Schliesslich ist dort die Rivalität grösser, die Gegner bringen evtl sogar ein paar Zuschauer mit, die Spieler kennen sich oft und die Wege sind vergleichsweise kurz. Gegen Mannschaften zu spielen die keine Sau kennt und wo man 80 oder 100 km anfahren muss ist dann eben nicht sehr "reizvoll", womöglich muss man sogar noch 1 oder 2 mal öfter trainieren.
nur sind diese Gegner eben qualitativ besser :wink:

daher sind für mich Elversberg, Mainz2, Hoffe2, selbst Walldorf oder Ulm deutlich attraktiver/reizvoller/interessanter als Göppingen, Freiberg, Backnang oder Pforzheim. Und Lotte, Wehen, Unterhaching oder Aspach stehen dann eben nochmal eine Stufe darüber.

natürlich spielen auch andere Faktoren eine Rolle, aber die sportliche Qualität der Gegner (und des Wettkampfs) sollte doch eigentlich an erster Stelle stehen. Und jeder Verein sollte mit seinen vorhandenen Mitteln versuchen so hoch wie möglich zu spielen.

Vom sportlichen hast du natürlich recht. Wobei ich mich über die "Wundertüten" der Zweiten immer etwas ärgere, weil man nie weiß, wer von der Ersten aufläuft. Deshalb hoffe ich sehr, dass die Zweiten in der Oberliga absteigen. Vielleicht ist auch etwas Nostalgie dabei, aber die Spiele gegen die von dir genannten Oberligisten finde ich spannender. Und was die sportliche Qualität anbetrifft: Wir sind halt jetzt dort angekommen, was unserer Qualität entspricht.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon tobi-svk » Dienstag, 15.Mai 2018 - 9:34

Insolvenz erstmal vom Tisch, kann mit jemand sagen wie man die Schulden jemals los bekommen möchte? Selbst in der Regionalliga sei dies ja nach älteren Zeitungsinterviews von der Vereinsführung nicht möglich. Sollte man wieder aufsteigen ist es doch nur eine Frage der Zeit bis ein insolvenzverfahren droht und man dann wieder in die Oberliga eventuell muss.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon carpediem991 » Dienstag, 15.Mai 2018 - 10:11

tobi-svk hat geschrieben:Insolvenz erstmal vom Tisch, kann mit jemand sagen wie man die Schulden jemals los bekommen möchte? Selbst in der Regionalliga sei dies ja nach älteren Zeitungsinterviews von der Vereinsführung nicht möglich. Sollte man wieder aufsteigen ist es doch nur eine Frage der Zeit bis ein insolvenzverfahren droht und man dann wieder in die Oberliga eventuell muss.



Nur mal so: Was meinst du wieviele Sponsoren und Partner mit einer vernünftigen Sponsorensumme hier noch dabei bleiben, wenn sie mit einem Verein im Insolvenzvorgang zusammenarbeiten müssen? Ganz zu schweigen von Porsche und MHP.
Und bei vielen Partnern, bei den man Schulden hat, braucht man sich dann bzgl. einer Zusammenarbeit auch nicht mehr melden.

Für manche Internethelden natürlich einfach, irgendwas rauszuproleten ohne ein Hauch Ahnung von den wirtschaftlichen Abläufen zu haben.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon brublue » Dienstag, 15.Mai 2018 - 10:12

tobi-svk hat geschrieben:Insolvenz erstmal vom Tisch, kann mit jemand sagen wie man die Schulden jemals los bekommen möchte? Selbst in der Regionalliga sei dies ja nach älteren Zeitungsinterviews von der Vereinsführung nicht möglich. Sollte man wieder aufsteigen ist es doch nur eine Frage der Zeit bis ein insolvenzverfahren droht und man dann wieder in die Oberliga eventuell muss.


Ich habe den Eindruck, dass man sich die Insolvenz herbei sehnt. Laut Stuttgarter Zeitung, ist Insolvenz kein Thema !!!!
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Raulstgt » Dienstag, 15.Mai 2018 - 10:59

Alice Bligga hat geschrieben:Nochmals zur Vereinsführung: Wie ich es bereits an anderer Stelle geschrieben habe, ist der phasenverzögerte Doppelabstieg ein Desaster, das vom Ergebnis her aufgrund seiner funktionellen Zuständigkeit zunächst vom Präsidium zu verantworten ist. Man kann ferner mit einiger Veranlassung annehmen, dass Herr Dinkelacker nicht erst seit eineinhalb Jahren sehr früh in Personalentscheidungen eingebunden war, somit die Grenze zwischen operativen und strategischem Geschäft aufgehoben wurde und eine effiziente Kontrolle des Präsidiums als ausführendem Organ dann, wenn überhaupt, nur eingeschränkt möglich war. Daher trägt auch der Aufsichtsrat einen erhöhten Teil der Verantwortung für das miserable Ergebnis.

Nur ist die Vereinsführung bei aller Kritik in ihrer gegenwärtigen personellen Zusammensetzung im besten Merkel'schen Sinn absolut alternativlos. Es gibt bei uns im Verein keine organisierte Opposition, geschweige denn eine solche, die wirtschaftlich handlungsfähig wäre. Wenn man die Aussage, dass der Verlust aus dem laufenden Geschäftsjahr bei ca. einer halben Million Euro liegt, aber eine Insolvenz kein Thema ist, so kann dies nichts anderes heißen, als dass Gremienmitglieder wie im letzten Jahr in die persönliche Haftung gehen. Man kann sozusagen von der Fortsetzung des Ausnahmezustands sprechen. Dafür dann wieder hohen Respekt, aber davon abgesehen, dass dies kein Dauerzustand sein kann, entbindet es nicht von einer konsequenten Fehleranalyse.

Ich habe auch keine Zweifel daran, dass eine solche erfolgt. Welche Schlüsse daraus gezogen werden, ist dann wiederum eine andere Sache. Was mich stört, ist die fehlende Transparenz. Nun mag es im Verhältnis zum Gesamtaufwand nicht allzu dolle sein, was an Mitgliedsbeiträgen, 12für11-Zahlungen, Spenden etc. hereinkommt, dennoch handelt es Leistungen Dritter, mit denen das Präsidium nicht vollkommen frei umgehen kann, und über deren Verwendung zumindest gegenüber den Vereinsmitgliedern Rechenschaft zu erteilen ist, was aber durch Vorlage der Bilanz zur JHV aus meiner Sicht nur unzureichend geschieht.

Hier wurde schon häufig das Wort "Wohlfühloase" verwendet, das aber nur in Bezug auf die Spieler. Wenn man das auf die Gremienmitglieder bezöge, würden diese wohl lauten Protest erheben, und das mit Sicherheit nicht zu Unrecht. Mein Hinweis zielt darauf, ob es nicht vielleicht bei uns eine Käseglocke gibt, unter deren Gewölbe die Vereinsführung abgeschottet von der Öffentlichkeit, wenn zwar auch nicht in Selbstzufriedenheit, aber möglicherweise doch mit einer fehlenden kritischen Distanz zu sich selbst, Entscheidungen trifft.
Den Aufenthalt in der "Wohlfühloase" dürfen wir als Mitglieder oder zum engeren Vereinsumfeld zählend aber auch gerne auf uns selbst beziehen. Außer Geheule, Gebruddel und dem erbärmlichen Auftritt einiger Vollpfosten im Spiel gegen den FSV hatten und haben wir nichts zu bieten. In aller Unzufriedenheit sind wir sehr zufrieden mit uns zu sein, behäbig und gedankenfaul. Man könnte sich aber auch einmal Überlegungen machen über die Kommunikationsstrukturen, die im Verein bestehen, und ob die nun so ewig in Stein gemeißelt stehen bleiben müssen.


Sehr schöner Post, Du bringst es auf den Punkt und nicht nur mit diesem Beitrag, sowie auch Stoitschi..Kompliment... :D
Raulstgt
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Raulstgt » Dienstag, 15.Mai 2018 - 11:28

Doch wie hatte ich heute gelesen... Braun sucht Spieler die eine gewisse Robustheit mitbringen aber Hallo, lang hat es gedauert.. :D In dieser Liga geht es wohl noch rustikaler zu, da gibt es noch mehr auf die Hölzer und In der Oberliga brauchen wir vor allem Kanten und Mentalitätsmonster , wenn wir aus dieser Liga raus wollen, die Liga freut sich, das hat bestimmt Volksfestcharakter und dann noch die Blauen zu schlagen, ich will nicht daran denken :mrgreen: Regionalliga war für mich schon die Höchststrafe, jetzt Oberliga schlimmer geht's nimmer, der personifizierte Alptraum :mrgreen: ..In dieser Liga kann es nur heissen , Sofortaufstieg das muss der Plan sein. Mit hoffentlich einem Trainer der nicht nur einen Plan hat, keine weiteren Selbstdarsteller bitte :D , jetzt heisst es back to the roots..ehrliche Arbeit auf dem Platz abliefern und die Fanbase mit Fussball mit Herz wieder einfangen. Zu unserem Präsidium sofern es diesen Namen noch verdient, hatten sich schon andere ausführlich geäusssert, also erübrigt sich das für mich :mrgreen: Traurig das die Roten jetzt auch noch einen Lauf haben und es für die Blauen jetzt noch schwieriger wird, auch was mögliche Sponsoren betrifft. Jetzt geht es vor allem um die Reputation von dem Club und ob es eine Zukunft gibt.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon Blinky Bill » Dienstag, 15.Mai 2018 - 11:48

carpediem991 hat geschrieben:
tobi-svk hat geschrieben:Insolvenz erstmal vom Tisch, kann mit jemand sagen wie man die Schulden jemals los bekommen möchte? Selbst in der Regionalliga sei dies ja nach älteren Zeitungsinterviews von der Vereinsführung nicht möglich. Sollte man wieder aufsteigen ist es doch nur eine Frage der Zeit bis ein insolvenzverfahren droht und man dann wieder in die Oberliga eventuell muss.



Nur mal so: Was meinst du wieviele Sponsoren und Partner mit einer vernünftigen Sponsorensumme hier noch dabei bleiben, wenn sie mit einem Verein im Insolvenzvorgang zusammenarbeiten müssen? Ganz zu schweigen von Porsche und MHP.
Und bei vielen Partnern, bei den man Schulden hat, braucht man sich dann bzgl. einer Zusammenarbeit auch nicht mehr melden.

Für manche Internethelden natürlich einfach, irgendwas rauszuproleten ohne ein Hauch Ahnung von den wirtschaftlichen Abläufen zu haben.

Wenn keine Aussicht besteht, Altlasten mittelfristig zurückzufahren, bleibt nichts anderes übrig, als ein freiwilliger Gläubigerverzicht oder eine Insolvenz. Mich würde mal interessieren, ob sich die Forderungssumme von Quattrex durch den Abstieg verringert hat. Irgendein Risiko muss bei so einem Investment für den Geldgeber doch vertraglich eingebaut worden sein, damit er im Falle eines Aufstiegs in höhere Ligen eine überproportionale Zinsausschüttung erhält. Eine Stundung von Zinszahlungen wäre meines Erachtens zu wenig als Ausgleich. Das Risiko eines echten Kapitalverlusts wäre schon gerechtfertigt bei möglichen Renditen im zweistelligen Bereich bei Aufstieg.
Nicht hupen! Fahrer träumt vom Wiederaufstieg der Kickers.
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Re: Quo vadis SVK

Beitragvon ∫SB∫ » Dienstag, 15.Mai 2018 - 13:18

Blinky Bill hat geschrieben:
carpediem991 hat geschrieben:
tobi-svk hat geschrieben:Insolvenz erstmal vom Tisch, kann mit jemand sagen wie man die Schulden jemals los bekommen möchte? Selbst in der Regionalliga sei dies ja nach älteren Zeitungsinterviews von der Vereinsführung nicht möglich. Sollte man wieder aufsteigen ist es doch nur eine Frage der Zeit bis ein insolvenzverfahren droht und man dann wieder in die Oberliga eventuell muss.



Nur mal so: Was meinst du wieviele Sponsoren und Partner mit einer vernünftigen Sponsorensumme hier noch dabei bleiben, wenn sie mit einem Verein im Insolvenzvorgang zusammenarbeiten müssen? Ganz zu schweigen von Porsche und MHP.
Und bei vielen Partnern, bei den man Schulden hat, braucht man sich dann bzgl. einer Zusammenarbeit auch nicht mehr melden.

Für manche Internethelden natürlich einfach, irgendwas rauszuproleten ohne ein Hauch Ahnung von den wirtschaftlichen Abläufen zu haben.

Wenn keine Aussicht besteht, Altlasten mittelfristig zurückzufahren, bleibt nichts anderes übrig, als ein freiwilliger Gläubigerverzicht oder eine Insolvenz. Mich würde mal interessieren, ob sich die Forderungssumme von Quattrex durch den Abstieg verringert hat. Irgendein Risiko muss bei so einem Investment für den Geldgeber doch vertraglich eingebaut worden sein, damit er im Falle eines Aufstiegs in höhere Ligen eine überproportionale Zinsausschüttung erhält. Eine Stundung von Zinszahlungen wäre meines Erachtens zu wenig als Ausgleich. Das Risiko eines echten Kapitalverlusts wäre schon gerechtfertigt bei möglichen Renditen im zweistelligen Bereich bei Aufstieg.

Seh ich genauso.
Wenn man Millionen investiert und für den Aufstieg dann ganze 10€ erhält, muss vollständiger Kapitalverlust beim Abstieg zwingend sein!
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