Stuttgart 21

Themen abseits vom Fussball

Re: Stuttgart 21

Beitragvon Iburinga » Mittwoch, 20.Okt 2010 - 19:44

Gillan hat geschrieben:
Iburinga hat geschrieben:
Das einzige Argument, dass die Demonstranten dieser Frage entgegnen können ist die Kostenexplosion. Aber genau darum geht es doch vielen nur am Rande.


Woher weisst Du das?

Abgesehen davon: für mich sind Juchtenkäfer und Bäume auch nicht Grund genug, auf die Strasse zu gehen. Aber dass Du die mögliche Gefährdung der Mineralquellen als Nebensache abtust, verwundert mich dann doch... Das wäre sogar für Schuster ein Killer-Punkt.

Und von wegen Gefährdung der Demokratie: überlege mal bitte, warum jetzt Deutschland-weit die Leute so auf die Strasse gehen wegen eines Bahnhofs in Stuttgart. Vielleicht haben diese Leute genug davon, wie die handelnden Personen mit unserer parlamentarischen Demokratie umgehen?
Der m. E. bisher grösste Verdienst der Proteste ist doch der, dass einigen jetzt dämmert, dass eine Wahl nicht bedeutet, vier Jahre ohne Kontrolle zu leben und dass Grossprojekte in ihrem Nutzen klar verargumentiert werden müssen - das ist doch der beste Schutz gegen mögliche Hinterzimmer-Gecshäfte, oder?


Du hast mich schlicht falsch verstanden. Ich tue weder das mit den Mineralquellen noch das mit dem Käfer ab. Ich habe die Frage gestellt warum sich das Volk erst jetzt regt und nicht vor 15 Jahren. Und da ist das einzige Argument das Thema gestiegene Kosten. Denn ob Mineralquellen, Käfer, Bäume oder mangelnde Leistungsfähigkeit des neuen Bahnhofs, all das hat man schon vor 15 Jahren gewusst/bemängeln können. Aber keine Sau hat's interessiert! Und jetzt gehts ab nachdem die Verwaltungsgerichtsprozesse durch sind. Mit einer wachen und kritischen Bevölkerung, die in einer Demokratie unerlässlich ist, hat das nichts zu run. Wenn die Messe gelesen ist, dann kommt man plötzlich und will das Ding an der Verfassung vorbei abwenden. Sehr demokratisch!
Die Frage, warum denn jetzt und nicht vor 15 Jahren, ist für mich entscheidend. Sie stelle ich mir schon seit Beginn der Proteste. Ein Pater, der Protestaktionen u. a. am Flughafen FFM begleitet hat, hat gestern bei einer interessanten Diskussion im HR auch diese Frage gestellt: "Leute, wo wart ihr die letzten 15 Jahre?"

Zu deinem letzten Absatz: Der Bürger, und damit auch die Demonstranten, muss doch auch mal einsehen, dass die aktuellen politischen Zustände nicht wie ein Unglück über uns gekommen sind. Es ist zum einen Ergebnis dessen, dass wir die Politiker z. B. durch Gleichgültigkeit im politischen Alltagsgeschäft dazu erzogogen haben und zum anderen es ein Spiegelbild der Gesellschaft ist. Hemmungsloser Lobbyismus und Günstlingswirtschaft spiegelen doch auch wachsende Unehrlichkeit in der Gesellschaft wieder. Beim "kleinen Mann" sind's halt der Beschiss bei den GEZ-Gebüren oder Schwarzarbeit, beim Mittelständler das Schwarzgeld in der Schweiz. Und die politische Landschaft werden die Proteste überhaupt nicht verändern. Weil nach S21 sich jeder wieder einen Scheiß um das politische Alltagsgeschäft kümmert. Die "Hinterzimmergeschäfte" interessieren dann plötzlich keinen mehr. Erst beim nächsten Großprojekt geht's wieder auf die Straße...
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon Martin » Donnerstag, 21.Okt 2010 - 11:45

Ølli hat geschrieben:1. Frage: Was ist denn die Oldenburger Truppe ? Du hast auf andere den Eindruck erzielt, als würde ich mit oder unter mehreren Forumsnamen kommunizieren oder kooperieren, deswegen möchte ich gerne wissen was/wen Du damit meinst ?
2. Frage: Ist mein Wohnort Oldenburg zu diskreditieren oder was willst Du damit ausdrücken ? Was ist so schlimm daran ?


Zu 1.) unter der Oldenburger Truppe verstehe ich in erster Linie das karnevalistische Dreigestirn aus Olli (neuerdings auch "der Oldenburger" genannt), kässpätzle und zeitweise Mario S. Des weiteren kann ich Dich beruhigen, dass ich NICHT davon ausgehe, dass Du einen Zweitaccount o.ä. nutzt. Dazu gehört eine gewisse Geschicklichkeit, gepaart mit emotionaler Intelligenz. Deine Beiträge enthalten jedoch eine gewisse unverkennbare, individuelle Note, die Dir das Verstecken hinter anderen Usernamen nahezu unmöglich macht.

Zu 2.) Deinen Wohnort habe ich (noch) nicht diskreditiert. Ich war noch nie in Oldenburg, habe auch nicht vor nach Oldenburg zu reisen und noch weniger habe ich einen Bezug zu Oldenburg.
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon Ralphonso » Donnerstag, 21.Okt 2010 - 12:34

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Re: Stuttgart 21

Beitragvon Voise » Donnerstag, 21.Okt 2010 - 16:57

Vor 15 Jahren wurde auch diskutiert bzw. kritisiert und ein Volksentscheid verhindert. Die Hürden waren einfach zu hoch und wären ein Thema, statt des Bahnhofs, für den Wahlkampf.

Ich habe lange darüber nachgedacht, warum nach den Bankenpleiten keine Massenproteste losgebrochen sind.
Ich glaube das Thema war einfach zu Komplex um wirklich klar die Gründe und Verantwortlichkeiten zu erkennen.
Der Wirtschaftswissenschaftler meines Vertrauens hat mir dabei geholfen. :D
Das Thema war einfach zu abstrakt.

Und jetzt sind wir wieder beim Bahnhof.
Man hat den Ort.
Man hat die Bilder (Abriss des Nordflügels, Pollizeieinsatz)
Es geht konkret um den Teilabriss und Neubau eines Bahnhofs, bei dem, nach Meinung Vieler, der Sinn nicht nachgewiesen ist, die Kosten hoch sind und in den letzten Jahren weiter explodierten.
Dazu noch Mauscheleien im Hintergrund und offensichtliche Verflechtungen von Politik und Wirtschaft.
Das ist der Aufhänger, den es, zumindest in Deutschland, braucht um Proteste auszulösen.

Der Protest ist aber genauso gegen arrogant abkassierende Banker, wie gegen Politiker, die am Volk vorbei regieren oder den Chef, der Hinweis auf die hohe Arbeitslosigkeit, seine Untergebenen ausbeutet.
Ganz offensichtliches Lügen ist dabei mittlerweile ein gängiges und anerkanntes Stilmittel.
Früher versuchte man es wenigstens mit Halblügen oder unklaren Aussagen.

Es geht um die zunehmende Arroganz der Macht, die zunehmend zeigt, was sie von denen da unten hält.
Dabei sucht sie sich immer Sündenböcke unter den derzeit Schwächsten, früher waren es Asylbewerber, heute sind es Hartz IV Empfänger um die Bevölkerung gegen sie aufzuhetzen, um von ihrem eigenen Tun abzulenken.

In den Menschen brodelt eine Wut wegen ihrer Machtlosigkeit, die hier einfach, auf Grund eines konkreten Projekts, ausbricht.
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon Hafenmeister » Donnerstag, 21.Okt 2010 - 17:56

Ich entschuldige mich für den Doppelpost, den Elite Sued nach mir anspricht :!:

Ich dachte, das Statement bezieht sich auch auf den Artikel und ist mit diesem nicht identisch, aber da habe ich mich geirrt!
Zuletzt geändert von Hafenmeister am Donnerstag, 21.Okt 2010 - 18:37, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon EliteSued » Donnerstag, 21.Okt 2010 - 18:26

Hafenmeister hat geschrieben:Aus dem Parkschützer-Forum zum Thema: "Warum wurde nicht schon früher etwas gegen das Projekt gemacht?"


das ist doch derselbe artikel (aus der sz), den du bereits am dienstag gepostet hast

Ein Bericht der Südddeutschen Zeitung!

Code: Alles auswählen
http://www.sueddeutsche.de/politik/umst ... -1.1013415


liest du die artikel, die du hier postest, etwa nicht durch?
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon Ølli » Donnerstag, 21.Okt 2010 - 21:38

Frau Merkel hat sich meinen Vorschlag von vor Wochen zu eigen gemacht :mrgreen:
"Es wäre auch nicht schlecht, wenn bei Großprojekten die Kostenschätzungen mal einigermaßen stimmen würden", sagte Merkel am Donnerstagabend bei einer CDU-Regionalkonferenz in Heilbronn. Sie appellierte an die Träger solcher Projekte: "Sagt am Anfang den richtigen Preis" http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2679884_0_9223_-kanzlerin-in-heilbronn-merkel-fordert-bessere-kalkulation.html
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon Matze » Freitag, 22.Okt 2010 - 9:20

EliteSued hat geschrieben:
Die "Parkschützer" wollen den Schlossgarten retten. Die bittere Wahrheit ist: Haben sie Erfolg, retten sie vor allem die scheußlichsten, störendsten, unnützesten hundert Hektar der Stadt. Umgekehrt beansprucht der Durchgangsbahnhof auf Dauer schlimmstenfalls zwei Hektar Park, die allerdings sogar für einen parkartigen - rollstuhlgerechten (!) - Garten genutzt werden sollen. Und vor allem: Wenn man die Gleise beseitigt, kann man von den hundert Hektar Schotterfläche einen stattlichen Teil für neue Parks nutzen.


http://www.faz.net/s/Rub0F6C1ACA6E6643119477C00AAEDD6BD6/Doc~EFACC66319B9846E0BBD645B357EADCEB~ATpl~Ecommon~Scontent.html

prädikat lesenswert


Absolut genialer Artikel, der die Krux auf den Punkt bringt! Bei derartigem Bürgermisstrauen in Nutzen und Technik hat man manchmal das Gefühl, die Projektgegner denken, dass Schuster selbst die die Technik plant.

Zum Thema Alternativen. Wie sagte schon Christoph Sonntag " lasst uns den Bahnhof doch überirdisch planen und wenn alle schreien, sagen wir: okay, dann legen wir das ganze eben nach unten"! So sieht die richtige Kommunikation für mündige Bürger aus!
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon Iburinga » Samstag, 23.Okt 2010 - 9:48

Für mich die zentrale Frage: Wieviel Äpfel, Birnen und Bananen hat Gangolf Stocker am ersten Schlichtungstag verdrückt? :P

Ansonsten kann das ganze eigentlich nur als Info-Veranstaltung für den gemeinen Bürger dienen. Dem wird es auch gerecht. Man nimmt es beidseitig nicht so ganz genau. Dies zeigte der Streit über die Haltezeiten. Zum Glück konnte da Geißler die Runde durch seinen Praxiserfahrung mit der Bahn berreichern und diese minderbemittelte "Minutenreiterei" des Tübinger Marktschreiersohns beenden.
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon GOLeo-nberg » Sonntag, 24.Okt 2010 - 11:38

Wenn es einer nicht genau nimmt, dann die Projektplaner.
Am schlimmsten fande ich die Hackfresse Gönner, die alle Aussagen rechtfertigen musste und dabei nichts untermauerte. Bürgernähe = Fehlanzeige.
Seit wann ist diese Eule plötzlich der Kopf der Bande?
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon Oeffinger » Sonntag, 24.Okt 2010 - 12:43

GOLeo-nberg hat geschrieben:Hackfresse Gönner


Ja, das sind die Sachargumente der Gegner :roll:
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon Matze » Sonntag, 24.Okt 2010 - 12:55

Von Gutmenschen und sonstigen Vorzeige-Demokraten....

Gegen 16.15 Uhr versammelten sich mehrere Hundert Projektgegner am Schlossplatz und störten laut Polizei zeitweise die Veranstaltung der Befürworter durch Sprechchöre, Buh-Rufe und Pfiffe. Zudem sei es während der Versammlung zwischen einem S-21-Gegner und einem Ordner der Befürworter zu einer Körperverletzung gekommen. Bei dem S-21-Gegner fanden die Beamten zwei Messer und einen Feuerwerkskörper.

Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung und Verstoß gegen das Versammlungsgesetz. Ob der Mann auch wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz angezeigt wird, wird derzeit geprüft.



http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.demo-bilanz-der-polizei-gegner-ziehen-vors-funkhaus.cb0ed59a-5ee6-407e-aa35-6356e676a46b.html
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon kässpätzle » Sonntag, 24.Okt 2010 - 14:09

...werden plötzlich "Mappus weg!"-Rufe laut. Die ersten Gegendemontranten haben sich unter die Befürworter gemischt. Diese bleiben jedoch gelassen und antorten mit einem "Weiterbauen"-Chor auf das Störfeuer ...


Von solchen Scharmützeln abgesehen, zeigen sich aber beide Seiten besonnen...


Zum befürchteten gewalttätigen Auffeinandertreffen kommt es auch nach der Kundgebung zunächst nicht. Bis zum Abend registriert die Polizei nur einen angeblichen Zwischenfall zwischen zwei Aktivisten


Quelle: Sonntag aktuell
Tradition ist die Weitergabe des Feuers, nicht die Anbetung der Asche... (Gustav Mahler)
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon GOLeo-nberg » Sonntag, 24.Okt 2010 - 17:48

Oeffinger hat geschrieben:
GOLeo-nberg hat geschrieben:Hackfresse Gönner


Ja, das sind die Sachargumente der Gegner :roll:


tut mir leid für meine Ausdrucksweise, aber diese Person kann man nicht sympathisch finden.
Da kommt ein H. Kefer von der Deutschen Bahn 1000 mal besser und auch glaubwürdiger rüber.
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon Buddy » Dienstag, 26.Okt 2010 - 21:29

Stuttgart 21: Es steht Gutachten gegen Gutachten
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.volksentscheid-stuttgart-21:-es-steht-gutachten-gegen-gutachten.d59a58c5-6943-4e24-a0d5-0a69b71569bb.html


Ich finde es schon immer wieder interessant, wie jede Partei immer gerade so ein Gutachten bekommt das ihnen passt.

Soll man da jetzt glauben, dass das Zufall ist.
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon Voise » Mittwoch, 27.Okt 2010 - 9:46

Den Gutachten die unter den Tisch fallen sollte man Beachtung schenken.
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon Matze » Donnerstag, 28.Okt 2010 - 9:47

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Re: Stuttgart 21

Beitragvon Hafenmeister » Donnerstag, 28.Okt 2010 - 23:45

:arrow: Wer morgen Zeit und Lust für den großen Schlagabtausch hat:


SWR Fernsehen überträgt von 10 Uhr bis maximal 16 Uhr live.
SWR cont.ra, das Informationsradio des Südwestrundfunks, überträgt in der Zeit von 10 bis ca. 17 Uhr live (UKW-Frequenz Stuttgart: 91,5, alle weiteren Frequenzen unter http://www.swr.de/contra)
Außerdem gibt es einen Live-Stream auf SWR.de.

Phoenix überträgt ab 10.00 Uhr, die Berichterstattung aus Stuttgart beginnt bereits um 9.15 Uhr und endet gegen 17 Uhr.
Zur gleichen Zeit ist auch der Phoenix-Live-Stream im Internet verfügbar (http://www.phoenix.de/livestream).
Außerdem wird es eine interaktive Ereignisseite geben unter http://www.facebook.de/phoenix sowie einen Live-Mikro-Blog unter http://www.twitter.com/phoenix

Quellen:
http://www.presseportal.de/pm/6511/1706737/phoenix

http://www.presseportal.de/pm/7169/1706 ... strundfunk


So wie ich gehört habe, gibt es im Rathaus, im Schocken und bei der VHS im Rotebühltreff so eine Art Public Viewing!

3.Schlichtungsrunde am heutigen Donnerstag, 4. November:

:arrow: Informationen zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Schlichtungsgesprächs am 4. November 2010.

Themen u.a.: Neubaustrecke Wendlingen - Ulm und Kopfbahnhof 21

http://www.parkschuetzer.de/termine/205
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon Buddy » Freitag, 05.Nov 2010 - 14:14

UNKRITISCH?
Stuttgart 21: Lokalblätter verlieren viele Stammleser
http://www.dwdl.de/story/28684/stuttgart_21_lokalbltter_verlieren_viele_stammleser/



Hier der im DWDL Artikel genannte Artikel

Dafür? Dagegen? Dazwischen geht nicht
http://www.tagesspiegel.de/medien/dafuer-dagegen-dazwischen-geht-nicht/1974558.html


Joe Bauer wird auch erwähnt im Artikel.
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon Ølli » Mittwoch, 10.Nov 2010 - 17:34

Stuttgart 21 auch unter Experten umstritten

Gegner und Befürworter des Bahnprojekts Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm haben vor dem Verkehrsausschuss unter Vorsitz von Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen) ihre Argumente ausgetauscht.

Hier die Zusammenfassung der verschiedenen Seiten:
http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2010/32159951_kw45_pa_stuttgart21/index.html
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon Oeffinger » Mittwoch, 10.Nov 2010 - 19:47

Die haben ernsthaft den Rockenbauch als Sachverständigen eingeladen? :shock: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon Iburinga » Mittwoch, 10.Nov 2010 - 22:50

Oeffinger hat geschrieben:Die haben ernsthaft den Rockenbauch als Sachverständigen eingeladen? :shock: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:


:lol:

Hätte man auch blind einen S21-Gegner hier aus dem Forum auswählen und hinschicken können. In der Sachkenntnis hätte es sich nichts geschenkt.
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon pipes » Donnerstag, 11.Nov 2010 - 12:32

Was gibt es da zu lachen? Erst mal lesen !!!! Es handelt sich doch um keinen Sachverständigen im klassischen Sinn, sonder es steht ganz deutlich drin, dass er vom Aktionsbündis gegen S21 ist
Viel schlimmer sind "richtige" Sachverständige die in typischer Floskelmanier solche Sprüchen abgeben:

Von positiven wirtschaftlichen Effekten, die langfristig zu erwarten seien, sprach Prof. Dr. Werner Rothengatter vom Institut für Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsforschung.
"Die Projekte passen zum Strukturwandel in Baden-Württemberg“, sagte er

Wow - was für ein Argument. Es passt zum Strukturwandel in BW. :lol:
Kommen jetzt von den Befürworter noch mehr so tolle Argumente? Vielleicht, "Wir haben dann aber nen viel schöneres Glasdach"
Ich mag keine Leute, die einfach mitten im Satz
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon Ølli » Donnerstag, 11.Nov 2010 - 13:10

pipes hat geschrieben:Was gibt es da zu lachen? ...


Was es da zu Lachen gibt? Es ist die reflexartige Diffamierung (wieder von Personen, statt zur Sache) OHNE natürlich selbst etwas konstruktives dabei zu entgegnen. "So" wird auch Politik gemacht, so wird heute diskutiert und hauptsächlich diskreditiert. Alles klar ? :wink:

Der Rockenbach ist auch nicht mein Typ, muss aber sagen, dass mich von den ganzen Typen im TV (habe mir insgesamt 6 Stunden angeschaut) GAR KEINER überzeugt, weder PRO nocch KONTRA (weder personell nocch sachlich), und bsp.weise diese Tanja Gönner grinst undargumentiert genau so blöd, intrigant und in der Stimmlage arrogant, wie der Rockenbach eben mir und anderen nicht symphatisch vorkommt. Diese Bahnfuzzis kapieren auch nach 3 Sitzungen nicht, dass man Fachabkürzungen zumindest einmal ganz ausspricht und bei Geissler hab ich auch öfter den Eindruck, dass er vor Langeweile gerne mal einpennt, bzw. nach Stunden nicht mehr so ganz konzentriert folgen kann und dann recht boulevard später nocchmal was nachfragt, was längst besprochen wurde. Bei Abweichungen von der Hauptfrage führt er die Gesprächsspartner auch niccht aufs Hauptgleis zurück, sondeern die Zeit verstreicht ohne Sinn (Thema undWortklauberei zur Magisstralen letzte Woche).

Es ist erschreckend was die Entscheider in diesem Land vom Auftreten und fachlichen her für einen Eindruckhinterlassen. Bei mir erzeugt das nur Angst. Irgendwie nehmen es immer noch einige zu wenig ernst und mehr als ein Pflichttermin, was in Stuttgart da jede Woche und in der Anhörung gestern so repräsentiert wird, die Taktik scheint "aussitzen"oder etwas anderes zu sein was zumindest ich moemntan noch nicht erkenne ...
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon Iburinga » Donnerstag, 11.Nov 2010 - 15:20

Der gute Mann heißt Rockenbauch. :wink:
Im Verkehrsausschuss hat er nichts verloren, weil er zur Diskussion rein gar nichts beitragen kann. Das hat mit Diskreditierung oder sonst was nichts zu tun. Egal ob es Verkehrsberater Rößler auf Seiten der Gegner oder Prof. Martin auf Seiten der Befürworter ist, diese Leute haben sich mit der Sache beschäftigt diese ausgearbeitet oder Studien erstellt. Sie liefern damit einen Input und bilden damit überhaupt erst eine Diskussionsgrundlage. Ob diese dann der Weisheit letzter Schluss sind oder nicht kann getrost bezweifelt werden. Aber Rockenbauch kann selbst nichts einbringen und labert nur immer dagegen. Deshalb sage ich ja, dass man da jeden S21-Gegner von der Straße hinschicken könnte. Das würde keinen Unterschied machen.
Bei jeder Protestbewegung gibt es Leute die sich profilieren und dadurch politisch Nutzen aus der Sache ziehen wollen. Bei Rockenbauch und dem selbsternannten"Schienenpolitiker" Palmer ist dies in meinen Augen im klassischen Sinne der Fall. Rockenbauch ist in letzter Zeit doch ziemlich die Leiter hochgestolpert. Vom kleinen Stuttgarter Öko, zum Stadtrat und nun zum Protestführer, der mit den Großen am Tisch sitzen darf.
Besonders geärgert hat es mich bei der Schlichtung während der Vorstellung der verschiedenen Alternativen für die Strecke Wendlingen - Ulm und der Erläuterung warum nur diese möglich ist: Auf die Frage von Herr Kefer wie es den sonst gehen solle, antwortete Rockenbauch mehrmals "Das müssen Sie doch wissen!".
Nicht den Ansatz eines Gegenvorschlags aber dagegen.

Und nein, ich bin für keine der beiden Seiten!
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon Ølli » Donnerstag, 11.Nov 2010 - 19:47

Das hab ich auch gesehen. Gebe Dir im Großen und Ganzen recht. Da hat ihn Tanja Gönner voll in die Ecke gedrängt, den Pyrrussieg auch mitbreitestem Grinsen ausgiebig gefeiert. Im Grunde hat Herr Rockenbauch allerdings tatsächlich recht, dass es im DETAIL die anderen wissen müssen UND ers elbst weiß auch einige Details, hat in dem Moment aber gar nix gebracht. Da hab ich mich echt auch gefragt, ob er wirklich so doof ist oder es einfach gerade nicht kapiert hat, dass vor ihm ne Grube war, in die er reinsprang. Würde ich gerne mal von ihm persönlich wissen, ansonsten geb icch Dir da zu 100% recht. Allerdings vertrat er mit dieser Aktion die Gesamtmasse Konra-S21-Leuten definitiv nicht und als Zuschauer war mir das zumindest klar. Wenn wirklich KEINER Alternativen bietet könnte (thematisch, umweltbewusst und finanziell, nicht jedoch technisch - technisch müssen die Techniker ran) dann wäre eswirklich der Ofenbarungseid für 100.000 Demonstranten ...
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon Iburinga » Donnerstag, 11.Nov 2010 - 20:45

Man sollte grundsätzlich mal davon wegkommen die Neubaustrecke und S21 immer als eins zu sehen. Ich habe die Kritik an der Strecke Wendlingen - Ulm nie wirklich verstanden und verstehe sie nach den letzten Schlichtungen noch weniger. Die Strecke ist teuer keine Frage, aber man hat in der Planung darauf geachtet, dass der Landschaftsverbrauch gering gehalten wird, Sildungsgebiete gemieden und die Strecke nicht die Landschaft verschandelt. Es wurde dargelegt warum man sich für diese Stecke entschieden hat. Sollte die Strecke nicht gebaut werden, dann wird die nächsten 20-25 Jahre nichts laufen.
Bei Alternativstrecken werden zudem wieder Probleme mit Bürgerinitiativen bei der Berührung von Siedlungsgebieten und Probleme bei der Genehmigung wegen des Landschaftsschutzes geben. Und ob es diese Optionen dann billiger gibt, ist aufgrund der Albüberquerung doch sehr zu bezweifeln.

Sollte es keine Neubaustrecke geben, dann kann man sich den Einsatz von ICEs zukünftig sparen. Man schafft doch nicht derart teures Material an und fährt dann nur mit 70 km. Wenn ich mir überlege, dass man für die Strecke Nürnberg - Erfurt 4,2 Milliarden verbrennt, wo man nichtmal weiß ob der Bedarf da ist oder ob da je ein Zug fahren wird und bedenke, dass Wendlingen - Ulm auf der Schnellstrecke zwischen Rheinland, Mannheim, Frankfurt nach München liegt, dann weiß ich aber wo das Geld besser aufgehoben ist. Rockenbauchs Einlassungen hin oder her.
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon Blaues Stuttgart » Donnerstag, 11.Nov 2010 - 20:48

Kritik ist beim Thema Güterverkehr schon angebracht. Wobei es den meisten S21-Gegnern darum leider nicht geht.
Für Stuttgart wäre es aber wichtig, wenn der Güterverkehr in ähnlicher Weise profitieren kann.
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon Iburinga » Donnerstag, 11.Nov 2010 - 21:10

Blaues Stuttgart hat geschrieben:Kritik ist beim Thema Güterverkehr schon angebracht. Wobei es den meisten S21-Gegnern darum leider nicht geht.
Für Stuttgart wäre es aber wichtig, wenn der Güterverkehr in ähnlicher Weise profitieren kann.


Jo, nachdem man auf der Seite der Gegner festgestellt hat, dass bei der Planung doch mehr Abgewogen wurde als zunächst unterstellt, hat man sich jetzt eben auf die mangelnde Güterverkehrtauglichkeit eingeschossen. Aber solange der Güterverkehr für die Bahn nicht mehr ist als ein häßlicher Fleck auf der schönen ICE-Image-Fassade, braucht man auch keine zustätzlichen Güterkapazitäten. Sie werden dann eh nicht genutzt.
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon Hafenmeister » Donnerstag, 11.Nov 2010 - 21:25

Ich hab jetzt mal das Kapitel 5 aus dem Heft "K21-die Alternative zu Stuttgart 21" 4. aktualisierte Auflage kopiert:

Das sollte eigentlich die Grundlage bei dem Faktenchek gewesen sein.

Vielleicht hilft es ja weiter. Ich hab die 3. Schlichtungsrunde leider nicht gesehen und weiß daher nicht, was da im Einzelnen besprochen wurde

Nach der Inbetriebnahme der Neubaustrecke (NBS) Stuttgart – Mannheim im Jahr 1991 ist die Weiterführung nach Ulm von der Landesregierung verschlafen oder blockiert worden. Nach 1994 versuchte man das Vorhaben S21 an die NBS zu koppeln, um diesem einen höheren Stellenwert einzuräumen. Nun scheint es, dass die fehlenden Bundesmittel für die NBS die größte Gefährdung für das Prestigeprojekt S21 darstellen. Ursprünglich (1988) sollte die NBS entlang der Autobahn ohne nennenswerte Tunnelstrecken geführt werden. Dies hätte zwar zu erheblichen Steigungen geführt, wäre aber bei reinem Personenzugbetrieb problemlos gewesen.

Durch Täuschung zu EU-Mitteln

Um an die Geldtöpfe der EU zu kommen, war es notwendig, auf der projektierten Neubaustrecke Güterzüge zur Entlastung der bisherigen Filstallinie über die Geislinger Steige zu ermöglichen. Das Verkehrswissenschaftliche Institut der Universität Stuttgart unter Prof. Heimerl, um unkonventionelle Lösungen nie verlegen, reduzierte einige Steigungen und erfand sogenannte Leichtgüterzüge, worauf die DB 80 solcher Züge in das Betriebsprogramm der NBS einrechnete. Seither weist die Planung mehr als 60 km eingleisige Tunnelröhren und rund 50 Brücken auf, was den Bauaufwand erheblich in die Höhe treiben würde. Der Scheitelpunkt liegt dabei sogar 155 m über dem der bestehenden Strecke. Der Betrieb dieser vorgesehenen Leichtgüterzüge mit einem Maximalgewicht von 1000 Tonnen wäre auf dieser Strecke völlig unwirtschaftlich, weil die Trassengebühren auf der für eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h ausgelegten Strecke um das 2,2 fache höher liegen. Es ist fraglich, ob es solche Güterzüge je geben wird. Kostensteigerungen bei der Neubaustrecke Seit 2002 wurden für die NBS Baukosten von 2 Milliarden Euro genannt, obwohl es zwischenzeitlich zu großen Baupreissteigerungen kam. So lässt man erneut die Öffentlichkeit über das wahre Ausmaß der Aufwendungen im Unklaren. Der Bundesrechnungshof kam bei seiner Kostenrechnung auf einen Betrag von 3,2 Milliarden Euro. Das angeblich bestens durchgerechnete Infrastrukturprojekt kann zu einer finanziellen Katastrophe werden. Hinzu kommt, dass das Karstgebirge der Schwäbischen Alb mit seinen vielen Höhlen den Tunnelbau besonders aufwendig macht. Nicht wenige dieser Höhlen stehen unter hohem Wasserdruck. Wird dieses Wasser einfach abgelassen, versiegen Quellschüttungen an der Schwäbischen Alb, die für das ökologische Gleichgewicht besonders wichtig sind. In Erwartung der hohen Kostensteigerungen kann nach neueren Aussagen aus dem Verkehrsministerium die Fertigstellung nicht mehr zeitgleich mit S21 sichergestellt werden. Was nützt es, wenn die S21-Strecke in Wendlingen endet? Soll trotzdem mit dem Bau begonnen werden?

Nur durch Güterzugverkehr wäre die NBS wirtschaftlich

Die NBS nach Ulm wäre durch IC- und ICE-Züge nicht ausreichend ausgelastet. Daher die Kunstgriffe mit Leichtgüterzügen, zu niedrig angesetzten Baukosten (2 Milliarden Euro) und völlig überhöhten Verkehrsprognosen. Als Beispiel können die Hochgeschwindigkeitsstrecken zwischen Frankfurt und Köln sowie zwischen Nürnberg und Ingolstadt dienen. Dort versuchte man vor der Finanzierungsvereinbarung mit Hilfe von Prognosen zum Güterverkehr und schön gerechneten Kosten die Wirtschaftlichkeit zu belegen. Auf beiden Strecken dürfen jedoch heute keine Güterzüge fahren und die tatsächlichen Baukosten wurden um das
2,3 fache (6 Milliarden Euro) bzw. 1,8 fache (3,57 Milliarden Euro) gegenüber den Vorausberechnungen überschritten. Soll sich dieses Muster wiederholen?

Notwendigkeit der Neubaustrecke Stuttgart – Ulm

Da die Planung der NBS Steigungen von bis zu 35 ‰ aufweist, ist sie für den Güterzugverkehr nicht geeignet. Viel sinnvoller wäre es, die Strecke über die Geislinger Steige zu entschärfen, z.B. durch einen Tunnel. Dort sind heute bei 22,5 ‰ Steigung im schweren Güterzugdienst Schiebelokomotiven erforderlich. Gerade die privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen meiden diese teure Betriebsweise, indem sie den Streckenabschnitt weiträumig umfahren. Bereits 2008 waren die Ausweichstrecken (z.B. der Engpass Gemünden – Würzburg) jedoch an ihrer Leistungsgrenze angelangt. Sollte die NBS Wendlingen – Ulm wie
geplant gebaut werden, wären jedoch die Mittel für einen wirtschaftlich zu betreibenden Güterverkehrskorridor auf Jahrzehnte erschöpft.

Fazit:

Neubaustrecke Ja; aber nicht mit dieser Planung!

bei den Prolern kann man das über einen Link anschauen:
http://www.das-neue-herz-europas.de/ueberblick/bahnprojekt-stuttgart-ulm/default.aspx
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon Iburinga » Donnerstag, 11.Nov 2010 - 22:56

Das mit den vermeintlich erschlichenen EU-Mitteln hat sich als nicht haltbar erwiesen.
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon Hafenmeister » Donnerstag, 11.Nov 2010 - 23:26

Iburinga hat geschrieben:Das mit den vermeintlich erschlichenen EU-Mitteln hat sich als nicht haltbar erwiesen.


ja, das stimmt wohl. Abseits davon, wenn man immer hört, das sei ein europäisches Projekt, dann kann man schon zu dem Schluß kommen, es wäre so. Der Tiefbahnhof ist es definitiv nicht.

http://www.michael-cramer.eu/show/4027865.html


als Nachtrag: die Folien der Vorträge beider Seiten:


http://www.parkschuetzer.de/blog
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon Martin » Dienstag, 30.Nov 2010 - 16:36

Utz grad mal wieder auf Phönix.

Hätte nur die erste Mannschaft soviel TV Präsenz :wink:
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon pipes » Mittwoch, 01.Dez 2010 - 10:10

Utz ist einfach radikaler als die Mannschaft und liebt Bahnhöfe. Mal am Ulmer Hauptbahnhof als Hooliutz, jetzt bei S21. 8)
Ich mag keine Leute, die einfach mitten im Satz
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon Ølli » Mittwoch, 01.Dez 2010 - 12:32

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Re: Stuttgart 21

Beitragvon Hafenmeister » Sonntag, 05.Dez 2010 - 16:40

zum Thema Baumverpflanzungen:

http://www.sueddeutsche.de/wissen/stuttgart-alte-baeume-zu-verpflanzen-ist-unfug-1.1031151
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon Hafenmeister » Montag, 03.Jan 2011 - 17:18

Aufruf!

fluegel.tv würde sich in den nächsten 10 Tagen(!) über Mithilfe freuen.

Es geht darum, aus all den Aufnahmen des Untersuchungsauschuss bzgl. des 30.9.2010 einen aussagekräftigen Zusammenschnitt zu machen. Da es sich hier um 40 Videos und mehr als 55 Stunden Filmmaterial handelt wäre es toll, hierbei auf Mithilfe zählen zu können.

Mehr dazu hier:

http://www.unsere-stadt.org/?p=2505
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon Martin » Montag, 03.Jan 2011 - 22:50

Hafenmeister hat geschrieben:Aufruf!

fluegel.tv würde sich in den nächsten 10 Tagen(!) über Mithilfe freuen.

Es geht darum, aus all den Aufnahmen des Untersuchungsauschuss bzgl. des 30.9.2010 einen aussagekräftigen Zusammenschnitt zu machen. Da es sich hier um 40 Videos und mehr als 55 Stunden Filmmaterial handelt wäre es toll, hierbei auf Mithilfe zählen zu können.

Mehr dazu hier:

http://www.unsere-stadt.org/?p=2505


Lasst des doch die Herrschaften machen, die seit Monaten im Schlossgarten campen.
Die haben ja scheinbar sonst im Leben nichts zu tun.
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon B. » Dienstag, 04.Jan 2011 - 20:15

Martin hat geschrieben:Lasst des doch die Herrschaften machen, die seit Monaten im Schlossgarten campen.
Die haben ja scheinbar sonst im Leben nichts zu tun.


:D ...aber auch nur wenn sie nicht gerade beim Demofrühstück mit lecker Apfel und Tee sitzen. Und daaaas kann dauern.
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Re: Stuttgart 21

Beitragvon Hafenmeister » Freitag, 11.Mär 2011 - 0:54

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http://fluegel.tv/index.php?article_id=138


Wer mal wissen will, was im U-Ausschuss ausgesagt wurde...beide Seiten kommen zu Wort!




ansonsten, wer moechte:

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