Habemus Papam

Themen abseits vom Fussball

Habemus Papam

Beitragvon Martin » Dienstag, 19.Apr 2005 - 21:05

Ratzinger ist neuer Papst
Joseph Ratzinger ist neues Oberhaupt der Katholischen Kirche. Der 78-Jährige Kardinal aus Bayern tritt unter dem Namen Benedikt XVI. die Nachfolge von Johannes Paul II. an.

Von Oliver Das Gupta



Der Tradition nach wurde der neue Pontifex knapp eine Stunde nach der Wahl auf dem Petersplatz vorgestellt mit den Worten "Habemus papam".

Anschließend sprach der Papst selbst zu den versammelten Menschen: "Liebe Schwestern und Brüder, nach dem großartigen Papst Johannes Paul II. haben mich die Herren Kardinäle als einfachen Arbeiter im Weinberg des Herrn zum Diener der Kirche gewählt", sagte Papst Benedikt auf dem Balkon des Petersdoms. Er bat die Gläubigen um ihr Gebet. Danach spendete der Deutsche den Segen Urbi et Orbi (Der Stadt und dem Erdkreis).

Mehr als hunderttausend Menschen klatschten begeistert Applaus. Rund um den Vatikan gab es Hupkonzerte, der Autoverkehr brach zusammen. Es handelt sich um den 265. Papst in der Kirchengeschichte. Benedikt ist der erste deutsche Pontifex seit 480 Jahren.


Zum Zeichen der geglückten Wahl stieg zuvor weißer Rauch aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle. Zunächst herrschte aber mehrere Minuten lang Unklarheit darüber, welche Farbe der Rauch hatte, zu Beginn wirkte er dunkel.

Der Papst ist der oberste Kirchenführer von weltweit über einer Milliarde Katholiken. Die wahlberechtigten 115 Kardinäle in der Sixtinischen Kapelle einigten sich offenbar schon im 4. oder 5. Wahlgang. Das Konklave dauerte demnach lediglich 26 Stunden. Das genaue Abstimmungsergebnis müssen die Kardinäle auf ewig geheim halten - zumindest haben sie das geschworen. Angeblich soll der härteste Widerstand gegen die Wahl Ratzinger von den deutschen Kardinälen ausgegangen sein.


Der neue Papst Benedikt XVI.
Ein neuer Pontifex: Die letzten Tage und seine Wahl in Bildern. mehr
Ratzinger wählte den Namen Benedikt vermutlich mit Bedacht. Der letzte Papst, der so hieß, war der Italiener Giacomo della Chiesa. Als Benedikt XV. führte er die Kirche von 1914 bis 1922. Auf Grund seines engagierten Auftretens gegen den Ersten Weltkrieg wurde er als "Friedenspapst" bekannt.

Vor seiner Wahl war Ratzinger Dekan des Kardinalskollegiums und bis zum Tod Johannes Pauls II. Präfekt der Glaubenskongregation. Theologisch und persönlich galt er als "rechte Hand" Johannes Pauls II. In der Öffentlichkeit wird Ratzinger als Konservativer eingeordnet, gerade bei den Themen Geburtenkontrolle, Verhütung und Abtreibung soll er den rigiden Kurs seines Vorgängers mitgeprägt haben.



ich wünsche Euch allen einen gesegneten Abend

Euer Martin
-Forumstheologe-
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Re: Habemus Papam

Beitragvon Überlinger » Dienstag, 19.Apr 2005 - 21:12

Martin hat geschrieben:...-Forumstheologe-


Muss man dafür studiert haben? :?
Überlinger
 

Re: Habemus Papam

Beitragvon Martin » Mittwoch, 20.Apr 2005 - 16:53

Überlinger hat geschrieben:
Martin hat geschrieben:...-Forumstheologe-


Muss man dafür studiert haben? :?


je nach dem ... manch einer ist auch von gott vorbestimmt
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Beitragvon Tacheles » Mittwoch, 20.Apr 2005 - 17:41

Bis gestern war ich noch der festen Überzeugung Giovanni Trappatoni sei Trainer von Benfica Lissabon, seit heute weiß ich, dass er Grammatikbeauftragter der BILD-Zeitung ist. Heutige Schlagzeile: "Wir sind Papst"!!

Im übrigen fühlte ich mich selten zuvor so wenig von dem Begriff "wir" angesprochen !!!
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Beitragvon Martin » Mittwoch, 20.Apr 2005 - 17:53

Tacheles [reloaded] hat geschrieben:Bis gestern war ich noch der festen Überzeugung Giovanni Trappatoni sei Trainer von Benfica Lissabon, seit heute weiß ich, dass er Grammatikbeauftragter der BILD-Zeitung ist. Heutige Schlagzeile: "Wir sind Papst"!!

Im übrigen fühlte ich mich selten zuvor so wenig von dem Begriff "wir" angesprochen !!!


du bist in der katholischen glaubensgemeinschaft auch nicht erwünscht du protestantenschnösel 8)
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Beitragvon Tacheles » Mittwoch, 20.Apr 2005 - 18:01

@Martin: Deine Mutter lutscht Schwänze in der Hölle !!! (Ein kleines Filmzitat)
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Beitragvon Ralphonso » Mittwoch, 20.Apr 2005 - 18:01

nennt sich die katholische kirche ab gestern "heilige katholische kirche deutscher nation"? :wink:
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Beitragvon GelsenKickers » Mittwoch, 20.Apr 2005 - 18:09

Tacheles [reloaded] hat geschrieben:@Martin: Deine Mutter lutscht Schwänze in der Hölle !!! (Ein kleines Filmzitat)


Oh Mann!
Wie verhält sich ein Moderator, wenn er hier sowas lesen muss?

Er löscht das Posting: Aber dann gibts Ärger!
Er ignoriert das Posting: Aber auch dann gibts Ärger!
Er reagiert überhaupt nicht: Dann gibts sowieso Ärger!

Also belasse ich es dabei, dass Tacheles' Posting tatsächlich ein Filmzitat aus "Der Exorzist" ist. :wink:
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Beitragvon Tacheles » Mittwoch, 20.Apr 2005 - 18:12

@Martin: :mrgreen:
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Beitragvon Tacheles » Mittwoch, 20.Apr 2005 - 18:16

:arrow: Die Welt hat einen neuen Papst: Während in vielen Ländern die Wahl von Joseph Ratzinger mit Freude aufgenommen wurde, gab es auch verhaltende und kritische Stimmen. Besonders negativ fielen die Reaktionen in der Türkei aus. Die türkische Presse stellte den neuen Papst Benedikt XVI. am Mittwoch fast einhellig als „Türkei-Gegner“ vor. Als Beleg ziehen die Zeitungen Äußerungen von Joseph Kardinal Ratzinger heran, wonach der Platz der Türkei nicht in der Europäischen Union, sondern in der arabischen und islamischen Welt sei. Der Deutsche sei aus Sicht der Türkei “die letzte Wahl“ gewesen, schrieb die Zeitung Radikal. Die Zeitung Sabah bezeichnete Ratzinger als „ehemaligen Nazi“. Auch andere weisen darauf hin, dass der Deutsche in jungen Jahren zur Hitlerjugend gehört habe. Gern zitiert werden die Spitznamen „Panzer-Kardinal“ oder „Rottweiler Gottes“.

:arrow: In Israel ist man beunruhigt, weil Joseph Ratzinger früher Mitglied der Hitlerjugend war. Die israelische Regierung verpackte in ihre höfliche Stellungnahme zu Ratzingers Wahl denn auch einen Seitenhieb: Israel sei «sicher, dass dieser neue Papst angesichts seines Hintergrunds genau wie sein Vorgänger eine starke Stimme gegen den Antisemitismus in all seinen Erscheinungsformen sein wird».

:arrow: Die englische Zeitung «The Sun» zielt mit ihrer heutigen Headline ebenfalls auf Ratzingers frühe Aktivitäten. Scheinbar wenig begeistert über die Wahl von Benedikt XVI. titelt das Blatt: «Von der Hitlerjugend zu Papa Ratzi».
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Beitragvon Tacheles » Mittwoch, 20.Apr 2005 - 18:38

:arrow: Schwarzer forderte Frauen indirekt zum Kirchenaustritt auf

Die Enttäuschung bei reformwilligen Katholiken sitzt nach der Wahl Kardinal Ratzingers zum Papst tief. In Internetforen werden bereits Kirchenaustritte debattiert. Die Frauenrechtlerin Schwarzer forderte Frauen indirekt auf, die Kirche zu verlassen.

Ratzinger alias Papst Benedikt XVI.: Enttäuschung in Lateinamerika
Hamburg - Nur wenige Stunden nach der Wahl Joseph Ratzingers zum Papst kündigten zahlreiche Katholiken ihren Austritt aus der Kirche an. Wie viele es sein werden, die die Wahl Ratzingers als Anlass zum Kirchenaustritt nehmen werden, ist nach Ansicht des Religionssoziologen Helmut Geller bislang allerdings kaum vorherzusagen. Allen Erfahrungen nach hätten diejenigen, die die Papstwahl als Auslöser für den Austritt nehmen, sich schon länger mit dem Austrittsgedanken getragen, sagte er.
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Beitragvon Tacheles » Mittwoch, 20.Apr 2005 - 18:40

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Beitragvon Tobaiäs » Mittwoch, 20.Apr 2005 - 18:57

GelsenKickers hat geschrieben:
Tacheles [reloaded] hat geschrieben:@Martin: Deine Mutter lutscht Schwänze in der Hölle !!! (Ein kleines Filmzitat)


Oh Mann!
Wie verhält sich ein Moderator, wenn er hier sowas lesen muss?

Er löscht das Posting: Aber dann gibts Ärger!
Er ignoriert das Posting: Aber auch dann gibts Ärger!
Er reagiert überhaupt nicht: Dann gibts sowieso Ärger!

Also belasse ich es dabei, dass Tacheles' Posting tatsächlich ein Filmzitat aus "Der Exorzist" ist. :wink:


:arrow: Man löscht ihn !
Wir haben immer gesagt,
dass wir das Land hier furchtbar lieben,
Balsam für die Seele,
wie wir euch damit provozieren.
Ihr seid dumm, dumm und naiv,
wenn Ihr denkt, Heimatliebe ist gleich Politik.
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Beitragvon Martin » Mittwoch, 20.Apr 2005 - 19:34

jaja die schwänze darfst du später auch noch in der hölle lutschen protestant, während tobi, gablenberger und ich im himmel champus schlürfen


RÖMISCH KATHOLISCH - Gruppo Anti Protestanten-
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Beitragvon Basti » Mittwoch, 20.Apr 2005 - 19:48

BildBild
Heeee Martin, verblüffende Ähnlichkeit, oder?
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Beitragvon Martin » Mittwoch, 20.Apr 2005 - 19:54

tja modisch waren/sind wir katholiken halt auch immer die vorreiter :D
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Beitragvon Tobaiäs » Mittwoch, 20.Apr 2005 - 20:40

Basti hat geschrieben:BildBild
Heeee Martin, verblüffende Ähnlichkeit, oder?


ja wiiie? du ziehst das trikot auch mal aus? dachte du hast es immer an! 8)
Wir haben immer gesagt,
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Beitragvon Tacheles » Mittwoch, 20.Apr 2005 - 23:39

Danke Basti !!!!

Wie ging noch mal das alte Lied?! -"Ja sie halten zusammen, wie der Wind und das Meer, das Meer, die scheiß Katholiken und der VfB..." :twisted:
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Beitragvon gablenberger » Donnerstag, 21.Apr 2005 - 11:46

langsam wird mir klar, warum religion einer der hauptgründe für krieg ist.

und tacheles, erstens nicht neidisch sein weil ihr kein papst habt und zweitens "wir sind papst" bezieht sich auf die katholische bevölkerung des landes, nicht auf eine ungläubige, fast zu vernachlässigende minderheit... 8)

@ dirk - wenn schon löschen, dann alles.
aber ich glaub du verstehst wie die hier beteiligen zueinander stehen und wie die beiträge gemeint sind.
die große stadt lockt mit ihrem glanz, mit schönen frauen, mit musik und tanz...
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Beitragvon allweisa » Donnerstag, 21.Apr 2005 - 13:39

Tacheles [reloaded] hat geschrieben:"Wir sind Papst"!!


seit Ihr euch da sicher das Habemos Papam,
nicht eher "wir haben einen Papst" heißt ;-)

bei "wir sind Pabst" würde es heißen "Somos Papam"
und ich gleube nicht das mehr als ein Papst gleichzeitig zulässig ist. :-)
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Beitragvon Tacheles » Donnerstag, 21.Apr 2005 - 17:08

Äääääh, NO !!! :wink:
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Beitragvon GelsenKickers » Donnerstag, 21.Apr 2005 - 17:17

Da ich soeben eine Anfrage erhielt, ob ich in diesem Thread etwas gelöscht hätte.
Hier meine Antwort für alle User:
NEIN!!!

Löschvorgänge werden von mir immer kommentiert und erläutert, sei es in Form eines Postings, oder per PN.
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Re: Habemus Papam

Beitragvon Killerauge » Donnerstag, 21.Apr 2005 - 17:46

Martin hat geschrieben:-Forumstheologe


Wer sich an einen richtigen Theologie-Student halten möchte (und zwar von der Religion, die nicht auf den Nachfolger eines jüdischen Fischers hört), der wendet sich vertrauensvoll an mich!


Luther hat geschrieben:"Wir gestehen ihnen (=den Katholischen) nicht zu, dass sie die Kirche seien - und sie sind's auch nicht-, und wir wollen auch nicht hören, was sie unter dem Namen der Kirche gebieten oder verbieten. Denn es weiß gottlob ein Kind von sieben Jahren, was die Kirche sei....

Martin Luther, Schmalkaldische Artikel III,12

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Re: Habemus Papam

Beitragvon Martin » Donnerstag, 21.Apr 2005 - 20:20

Killer hat geschrieben:
Martin hat geschrieben:-Forumstheologe


Wer sich an einen richtigen Theologie-Student halten möchte (und zwar von der Religion, die nicht auf den Nachfolger eines jüdischen Fischers hört), der wendet sich vertrauensvoll an mich!


Luther hat geschrieben:"Wir gestehen ihnen (=den Katholischen) nicht zu, dass sie die Kirche seien - und sie sind's auch nicht-, und wir wollen auch nicht hören, was sie unter dem Namen der Kirche gebieten oder verbieten. Denn es weiß gottlob ein Kind von sieben Jahren, was die Kirche sei....

Martin Luther, Schmalkaldische Artikel III,12



Pass du mal lieber auf, dass du nicht der hexenverbrennung zum opfer fällst bauernlümmel :D
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Beitragvon kickersharry » Donnerstag, 21.Apr 2005 - 21:39

Wenn wir schon beim Thema sind....
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Beitragvon Tacheles » Freitag, 22.Apr 2005 - 0:48

Leset und lernet, ihr Katholiken:


Die 95 Thesen des Martin Luthers:


1. Aus Liebe zur Wahrheit und in dem Bestreben, diese zu ergründen, soll in Wittenberg unter dem Vorsitz des ehrwürdigen Vaters Martin Luther, Magisters der freien Künste und der heiligen Theologie sowie deren ordentlicher Professor daselbst, über die folgenden Sätze disputiert werden. Deshalb bittet er die, die nicht anwesend sein und mündlich mit uns debattieren können, dieses in Abwesenheit schriftlich zu tun. Im Namen unseres Herrn Jesu Christi, Amen.

2. Da unser Herr und Meister Jesus Christus spricht: "Tut Buße" usw. (Matth. 4,17), hat er gewollt, daß das ganze Leben der Gläubigen Buße sein soll.

3. Dieses Wort kann nicht von der Buße als Sakrament - d. h. von der Beichte und Genugtuung -, die durch das priesterliche Amt verwaltet wird, verstanden werden.

4. Es bezieht sich nicht nur auf eine innere Buße, ja eine solche wäre gar keine, wenn sie nicht nach außen mancherlei Werke zur Abtötung des Fleisches bewirkte.

5. Daher bleibt die Strafe, solange der Haß gegen sich selbst - das ist die wahre Herzensbuße - bestehen bleibt, also bis zum Eingang ins Himmelreich.

6. Der Papst will und kann keine Strafen erlassen, außer solchen, die er auf Grund seiner eigenen Entscheidung oder der der kirchlichen Satzungen auferlegt hat.

7. Der Papst kann eine Schuld nur dadurch erlassen, daß er sie als von Gott erlassen erklärt und bezeugt, natürlich kann er sie in den ihm vorbehaltenen Fällen erlassen; wollte man das geringachten, bliebe die Schuld ganz und gar bestehen.

8. Gott erläßt überhaupt keinem die Schuld, ohne ihn zugleich demütig in allem dem Priester, seinem Stellvertreter, zu unterwerfen.

9. Die kirchlichen Bestimmungen über die Buße sind nur für die Lebenden verbindlich, den Sterbenden darf demgemäß nichts auferlegt werden.

10. Daher handelt der Heilige Geist, der durch den Papst wirkt, uns gegenüber gut, wenn er in seinen Erlassen immer den Fall des Todes und der höchsten Not ausnimmt.

11. Unwissend und schlecht handeln diejenigen Priester, die den Sterbenden kirchliche Bußen für das Fegefeuer aufsparen.

12. Die Meinung, daß eine kirchliche Bußstrafe in eine Fegefeuerstrafe umgewandelt werden könne, ist ein Unkraut, das offenbar gesät worden ist, während die Bischöfe schliefen.

13. Früher wurden die kirchlichen Bußstrafen nicht nach, sondern vor der Absolution auferlegt, gleichsam als Prüfstein für die Aufrichtigkeit der Reue.

14. Die Sterbenden werden durch den Tod von allem gelöst, und für die kirchlichen Satzungen sind sie schon tot, weil sie von Rechts wegen davon befreit sind.

15. Ist die Haltung eines Sterbenden und die Liebe (Gott gegenüber) unvollkommen, so bringt ihm das notwendig große Furcht, und diese ist um so größer, je geringer jene ist.

16. Diese Furcht und dieser Schrecken genügen für sich allein - um von anderem zu schweigen -, die Pein des Fegefeuers auszumachen; denn sie kommen dem Grauen der Verzweiflung ganz nahe.

17. Es scheinen sich demnach Hölle, Fegefeuer und Himmel in der gleichen Weise zu unterscheiden wie Verzweiflung, annähernde Verzweiflung und Sicherheit.

18. Offenbar haben die Seelen im Fegefeuer die Mehrung der Liebe genauso nötig wie eine Minderung des Grauens.

19. Offenbar ist es auch weder durch Vernunft- noch Schriftgründe erwiesen, daß sie sich außerhalb des Zustandes befinden, in dem sie Verdienste erwerben können oder in dem die Liebe zunehmen kann.

20. Offenbar ist auch dieses nicht erwiesen, daß sie - wenigstens nicht alle - ihrer Seligkeit sicher und gewiß sind, wenngleich wir ihrer völlig sicher sind.

21. Daher meint der Papst mit dem vollkommenen Erlaß aller Strafen nicht einfach den Erlaß sämtlicher Strafen, sondern nur derjenigen, die er selbst auferlegt hat.

22. Deshalb irren jene Ablaßprediger, die sagen, daß durch die Ablässe des Papstes der Mensch von jeder Strafe frei und los werde.

23. Vielmehr erläßt er den Seelen im Fegefeuer keine einzige Strafe, die sie nach den kirchlichen Satzungen in diesem Leben hätten abbüßen müssen.

24. Wenn überhaupt irgendwem irgendein Erlaß aller Strafen gewährt werden kann, dann gewiß allein den Vollkommensten, das heißt aber, ganz wenigen.

25. Deswegen wird zwangsläufig ein Großteil des Volkes durch jenes in Bausch und Bogen und großsprecherisch gegebene Versprechen des Straferlasses getäuscht.

26. Die gleiche Macht, die der Papst bezüglich des Fegefeuers im allgemeinen hat, besitzt jeder Bischof und jeder Seelsorger in seinem Bistum bzw. seinem Pfarrbezirk im besonderen.

27. Der Papst handelt sehr richtig, den Seelen (im Fegefeuer) die Vergebung nicht auf Grund seiner - ihm dafür nicht zur Verfügung stehenden - Schlüsselgewalt, sondern auf dem Wege der Fürbitte zuzuwenden.

28. Menschenlehre verkündigen die, die sagen, daß die Seele (aus dem Fegefeuer) emporfliege, sobald das Geld im Kasten klingt.

29. Gewiß, sobald das Geld im Kasten klingt, können Gewinn und Habgier wachsen, aber die Fürbitte der Kirche steht allein auf dem Willen Gottes.

30. Wer weiß denn, ob alle Seelen im Fegefeuer losgekauft werden wollen, wie es beispielsweise beim heiligen Severin und Paschalis nicht der Fall gewesen sein soll.

31. Keiner ist der Echtheit seiner Reue gewiß, viel weniger, ob er völligen Erlaß (der Sündenstrafe) erlangt hat.

32. So selten einer in rechter Weise Buße tut, so selten kauft einer in der rechten Weise Ablaß, nämlich außerordentlich selten.

33. Wer glaubt, durch einen Ablaßbrief seines Heils gewiß sein zu können, wird auf ewig mit seinen Lehrmeistern verdammt werden.

34. Nicht genug kann man sich vor denen hüten, die den Ablaß des Papstes jene unschätzbare Gabe Gottes nennen, durch die der Mensch mit Gott versöhnt werde.

35. Jene Ablaßgnaden beziehen sich nämlich nur auf die von Menschen festgesetzten Strafen der sakramentalen Genugtuung.

36. Nicht christlich predigen die, die lehren, daß für die, die Seelen (aus dem Fegefeuer) loskaufen oder Beichtbriefe erwerben, Reue nicht nötig sei.

37. Jeder Christ, der wirklich bereut, hat Anspruch auf völligen Erlaß von Strafe und Schuld, auch ohne Ablaßbrief.

38. Jeder wahre Christ, sei er lebendig oder tot, hat Anteil an allen Gütern Christi und der Kirche, von Gott ihm auch ohne Ablaßbrief gegeben.

39. Doch dürfen der Erlaß und der Anteil (an den genannten Gütern), die der Papst vermittelt, keineswegs geringgeachtet werden, weil sie - wie ich schon sagte - die Erklärung der göttlichen Vergebung darstellen.

40. Auch den gelehrtesten Theologen dürfte es sehr schwerfallen, vor dem Volk zugleich die Fülle der Ablässe und die Aufrichtigkeit der Reue zu rühmen.

41. Aufrichtige Reue begehrt und liebt die Strafe. Die Fülle der Ablässe aber macht gleichgültig und lehrt sie hassen, wenigstens legt sie das nahe.

42. Nur mit Vorsicht darf der apostolische Ablaß gepredigt werden, damit das Volk nicht fälschlicherweise meint, er sei anderen guten Werken der Liebe vorzuziehen.

43. Man soll die Christen lehren: Die Meinung des Papstes ist es nicht, daß der Erwerb von Ablaß in irgendeiner Weise mit Werken der Barmherzigkeit zu vergleichen sei.

44. Man soll den Christen lehren: Dem Armen zu geben oder dem Bedürftigen zu leihen ist besser, als Ablaß zu kaufen.

45. Denn durch ein Werk der Liebe wächst die Liebe und wird der Mensch besser, aber durch Ablaß wird er nicht besser, sondern nur teilweise von der Strafe befreit.

46. Man soll die Christen lehren: Wer einen Bedürftigen sieht, ihn übergeht und statt dessen für den Ablaß gibt, kauft nicht den Ablaß des Papstes, sondern handelt sich den Zorn Gottes ein.

47. Man soll die Christen lehren: Die, die nicht im Überfluß leben, sollen das Lebensnotwendige für ihr Hauswesen behalten und keinesfalls für den Ablaß verschwenden.

48. Man soll die Christen lehren: Der Kauf von Ablaß ist eine freiwillige Angelegenheit, nicht geboten.

49. Man soll die Christen lehren: Der Papst hat bei der Erteilung von Ablaß ein für ihn dargebrachtes Gebet nötiger und wünscht es deshalb auch mehr als zur Verfügung gestelltes Geld.

50. Man soll die Christen lehren: Der Ablaß des Papstes ist nützlich, wenn man nicht sein Vertrauen darauf setzt, aber sehr schädlich, falls man darüber die Furcht Gottes fahrenläßt.

51. Man soll die Christen lehren: Wenn der Papst die Erpressungsmethoden der Ablaßprediger wüßte, sähe er lieber die Peterskirche in Asche sinken, als daß sie mit Haut, Fleisch und Knochen seiner Schafe erbaut würde.

52. Man soll die Christen lehren: Der Papst wäre, wie es seine Pflicht ist, bereit - wenn nötig -, die Peterskirche zu verkaufen, um von seinem Gelde einem großen Teil jener zu geben, denen gewisse Ablaßprediger das Geld aus der Tasche holen.

53. Auf Grund eines Ablaßbriefes das Heil zu erwarten ist eitel, auch wenn der (Ablaß-)Kommissar, ja der Papst selbst ihre Seelen dafür verpfändeten.

54. Die anordnen, daß um der Ablaßpredigt willen das Wort Gottes in den umliegenden Kirchen völlig zum Schweigen komme, sind Feinde Christi und des Papstes.

55. Dem Wort Gottes geschieht Unrecht, wenn in ein und derselben Predigt auf den Ablaß die gleiche oder längere Zeit verwendet wird als für jenes.

56. Die Meinung des Papstes ist unbedingt die: Wenn der Ablaß - als das Geringste - mit einer Glocke, einer Prozession und einem Gottesdienst gefeiert wird, sollte das Evangelium - als das Höchste - mit hundert Glocken, hundert Prozessionen und hundert Gottesdiensten gepredigt werden.

57. Der Schatz der Kirche, aus dem der Papst den Ablaß austeilt, ist bei dem Volke Christi weder genügend genannt noch bekannt.

58. Offenbar besteht er nicht in zeitlichen Gütern, denn die würden viele von den Predigern nicht so leicht mit vollen Händen austeilen, sondern bloß sammeln.

59. Er besteht aber auch nicht aus den Verdiensten Christi und der Heiligen, weil diese dauernd ohne den Papst Gnade für den inwendigen Menschen sowie Kreuz, Tod und Hölle für den äußeren bewirken.

60. Der heilige Laurentius hat gesagt, daß der Schatz der Kirche ihre Armen seien, aber die Verwendung dieses Begriffes entsprach der Auffassung seiner Zeit.

61. Wohlbegründet sagen wird, daß die Schlüssel der Kirche - die ihr durch das Verdienst Christi geschenkt sind - jenen Schatz darstellen.

62. Selbstverständlich genügt die Gewalt des Papstes allein zum Erlaß von Strafen und zur Vergebung in besondern, ihm vorbehaltenen Fällen.

63. Der wahre Schatz der Kirche ist das allerheiligste Evangelium von der Herrlichkeit und Gnade Gottes.

64. Dieser ist zu Recht allgemein verhaßt, weil er aus Ersten Letzte macht.

65. Der Schatz des Ablasses jedoch ist zu Recht außerordentlich beliebt, weil er aus Letzten Erste macht.

66. Also ist der Schatz des Evangeliums das Netz, mit dem man einst die Besitzer von Reichtum fing.

67. Der Schatz des Ablasses ist das Netz, mit dem man jetzt den Reichtum von Besitzenden fängt.

68. Der Ablaß, den die Ablaßprediger lautstark als außerordentliche Gnaden anpreisen, kann tatsächlich dafür gelten, was das gute Geschäft anbelangt.

69. Doch sind sie, verglichen mit der Gnade Gottes und der Verehrung des Kreuzes, in der Tat ganz geringfügig.

70. Die Bischöfe und Pfarrer sind gehalten, die Kommissare des apostolischen Ablasses mit aller Ehrerbietung zuzulassen.

71. Aber noch mehr sind sie gehalten, Augen und Ohren anzustrengen, daß jene nicht anstelle des päpstlichen Auftrags ihre eigenen Phantastereien predigen.

72. Wer gegen die Wahrheit des apostolischen Ablasses spricht, der sei verworfen und verflucht.

73. Aber wer gegen die Zügellosigkeit und Frechheit der Worte der Ablaßprediger auftritt, der sei gesegnet.

74. Wie der Papst zu Recht seinen Bannstrahl gegen diejenigen schleudert, die hinsichtlich des Ablaßgeschäftes auf mannigfache Weise Betrug ersinnen,

75. So will er viel mehr den Bannstrahl gegen diejenigen schleudern, die unter dem Vorwand des Ablasses auf Betrug hinsichtlich der heiligen Liebe und Wahrheit sinnen.

76. Es ist irrsinnig zu meinen, daß der päpstliche Ablaß mächtig genug sei, einen Menschen loszusprechen, auch wenn er - was ja unmöglich ist - der Gottesgebärerin Gewalt angetan hätte.

77. Wir behaupten dagegen, daß der päpstliche Ablaß auch nicht die geringste läßliche Sünde wegnehmen kann, was deren Schuld betrifft.

78. Wenn es heißt, auch der heilige Petrus könnte, wenn er jetzt Papst wäre, keine größeren Gnaden austeilen, so ist das eine Lästerung des heiligen Petrus und des Papstes.

79. Wir behaupten dagegen, daß dieser wie jeder beliebige Papst größere hat, nämlich das Evangelium, "Geisteskräfte und Gaben, gesund zu machen" usw., wie es 1. Kor. 12 heißt.

80. Es ist Gotteslästerung zu sagen, daß das (in den Kirchen) an hervorragender Stelle errichtete (Ablaß-) Kreuz, das mit dem päpstlichen Wappen versehen ist, dem Kreuz Christi gleichkäme.

81. Bischöfe, Pfarrer und Theologen, die dulden, daß man dem Volk solche Predigt bietet, werden dafür Rechenschaft ablegen müssen.

82. Diese freche Ablaßpredigt macht es auch gelehrten Männern nicht leicht, das Ansehen des Papstes vor böswilliger Kritik oder sogar vor spitzfindigen Fragen der Laien zu schützen.

83. Zum Beispiel: Warum räumt der Papst nicht das Fegefeuer aus um der heiligsten Liebe und höchsten Not der Seelen willen - als aus einem wirklich triftigen Grund -, da er doch unzählige Seelen loskauft um des unheilvollen Geldes zum Bau einer Kirche willen - als aus einem sehr fadenscheinigen Grund -?

84. Oder: Warum bleiben die Totenmessen sowie Jahrfeiern für die Verstorbenen bestehen, und warum gibt er (der Papst) nicht die Stiftungen, die dafür gemacht worden sind, zurück oder gestattet ihre Rückgabe,wenn es schon ein Unrecht ist, für die Losgekauften zu beten?

85. Oder: Was ist das für eine neue Frömmigkeit vor Gott und dem Papst, daß sie einem Gottlosen und Feinde erlauben, für sein Geld eine fromme und von Gott geliebte Seele loszukaufen; doch um der eigenen Not dieser frommen und geliebten Seele willen erlösen sie diese nicht aus freigeschenkter Liebe?

86. Oder: Warum werden die kirchlichen Bußsatzungen, die "tatsächlich und durch Nichtgebrauch" an sich längst abgeschafft und tot sind, doch noch immer durch die Gewährung von Ablaß mit Geld abgelöst, als wären sie höchst lebendig?

87. Oder: Warum baut der Papst, der heute reicher ist als der reichste Crassus, nicht wenigstens die eine Kirche St. Peter lieber von seinem eigenen Geld als dem der armen Gläubigen?

88. Oder: Was erläßt der Papst oder woran gibt er denen Anteil, die durch vollkommene Reue ein Anrecht haben auf völligen Erlaß und völlige Teilhabe?

89. Oder: Was könnte der Kirche Besseres geschehen, als wenn der Papst, wie er es (jetzt) einmal tut, hundertmal am Tage jedem Gläubigen diesen Erlaß und diese Teilhabe zukommen ließe?

90. Wieso sucht der Papst durch den Ablaß das Heil der Seelen mehr als das Geld; warum hebt er früher gewährte Briefe und Ablässe jetzt auf, die doch ebenso wirksam sind?

91. Diese äußerst peinlichen Einwände der Laien nur mit Gewalt zu unterdrücken und nicht durch vernünftige Gegenargumente zu beseitigen heißt, die Kirche und den Papst dem Gelächter der Feinde auszusetzen und die Christenheit unglücklich zu machen.

92. Wenn daher der Ablaß dem Geiste und der Auffassung des Papstes gemäß gepredigt würde, lösten sich diese (Einwände) alle ohne weiteres auf, ja es gäbe sie überhaupt nicht.

93. Darum weg mit allen jenen Propheten, die den Christen predigen: "Friede, Friede", und ist doch kein Friede.

94. Wohl möge es gehen allen den Propheten, die den Christen predigen: "Kreuz, Kreuz", und ist doch kein Kreuz. Man soll die Christen ermutigen, daß sie ihrem Haupt Christus durch Strafen, Tod und Hölle nachzufolgen trachten

95. und daß die lieber darauf trauen, durch viele Trübsale ins Himmelreich einzugehen, als sich in falscher geistlicher Sicherheit zu beruhigen.
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Beitragvon Martin » Freitag, 22.Apr 2005 - 12:11

Tacheles [reloaded] hat geschrieben:Leset und lernet, ihr Katholiken:


Die 95 Thesen des Martin Luthers:


1. Aus Liebe zur Wahrheit und in dem Bestreben, diese zu ergründen, soll in Wittenberg unter dem Vorsitz des ehrwürdigen Vaters Martin Luther, Magisters der freien Künste und der heiligen Theologie sowie deren ordentlicher Professor daselbst, über die folgenden Sätze disputiert werden. Deshalb bittet er die, die nicht anwesend sein und mündlich mit uns debattieren können, dieses in Abwesenheit schriftlich zu tun. Im Namen unseres Herrn Jesu Christi, Amen.

2. Da unser Herr und Meister Jesus Christus spricht: "Tut Buße" usw. (Matth. 4,17), hat er gewollt, daß das ganze Leben der Gläubigen Buße sein soll.

3. Dieses Wort kann nicht von der Buße als Sakrament - d. h. von der Beichte und Genugtuung -, die durch das priesterliche Amt verwaltet wird, verstanden werden.

4. Es bezieht sich nicht nur auf eine innere Buße, ja eine solche wäre gar keine, wenn sie nicht nach außen mancherlei Werke zur Abtötung des Fleisches bewirkte.

5. Daher bleibt die Strafe, solange der Haß gegen sich selbst - das ist die wahre Herzensbuße - bestehen bleibt, also bis zum Eingang ins Himmelreich.

6. Der Papst will und kann keine Strafen erlassen, außer solchen, die er auf Grund seiner eigenen Entscheidung oder der der kirchlichen Satzungen auferlegt hat.

7. Der Papst kann eine Schuld nur dadurch erlassen, daß er sie als von Gott erlassen erklärt und bezeugt, natürlich kann er sie in den ihm vorbehaltenen Fällen erlassen; wollte man das geringachten, bliebe die Schuld ganz und gar bestehen.

8. Gott erläßt überhaupt keinem die Schuld, ohne ihn zugleich demütig in allem dem Priester, seinem Stellvertreter, zu unterwerfen.

9. Die kirchlichen Bestimmungen über die Buße sind nur für die Lebenden verbindlich, den Sterbenden darf demgemäß nichts auferlegt werden.

10. Daher handelt der Heilige Geist, der durch den Papst wirkt, uns gegenüber gut, wenn er in seinen Erlassen immer den Fall des Todes und der höchsten Not ausnimmt.

11. Unwissend und schlecht handeln diejenigen Priester, die den Sterbenden kirchliche Bußen für das Fegefeuer aufsparen.

12. Die Meinung, daß eine kirchliche Bußstrafe in eine Fegefeuerstrafe umgewandelt werden könne, ist ein Unkraut, das offenbar gesät worden ist, während die Bischöfe schliefen.

13. Früher wurden die kirchlichen Bußstrafen nicht nach, sondern vor der Absolution auferlegt, gleichsam als Prüfstein für die Aufrichtigkeit der Reue.

14. Die Sterbenden werden durch den Tod von allem gelöst, und für die kirchlichen Satzungen sind sie schon tot, weil sie von Rechts wegen davon befreit sind.

15. Ist die Haltung eines Sterbenden und die Liebe (Gott gegenüber) unvollkommen, so bringt ihm das notwendig große Furcht, und diese ist um so größer, je geringer jene ist.

16. Diese Furcht und dieser Schrecken genügen für sich allein - um von anderem zu schweigen -, die Pein des Fegefeuers auszumachen; denn sie kommen dem Grauen der Verzweiflung ganz nahe.

17. Es scheinen sich demnach Hölle, Fegefeuer und Himmel in der gleichen Weise zu unterscheiden wie Verzweiflung, annähernde Verzweiflung und Sicherheit.

18. Offenbar haben die Seelen im Fegefeuer die Mehrung der Liebe genauso nötig wie eine Minderung des Grauens.

19. Offenbar ist es auch weder durch Vernunft- noch Schriftgründe erwiesen, daß sie sich außerhalb des Zustandes befinden, in dem sie Verdienste erwerben können oder in dem die Liebe zunehmen kann.

20. Offenbar ist auch dieses nicht erwiesen, daß sie - wenigstens nicht alle - ihrer Seligkeit sicher und gewiß sind, wenngleich wir ihrer völlig sicher sind.

21. Daher meint der Papst mit dem vollkommenen Erlaß aller Strafen nicht einfach den Erlaß sämtlicher Strafen, sondern nur derjenigen, die er selbst auferlegt hat.

22. Deshalb irren jene Ablaßprediger, die sagen, daß durch die Ablässe des Papstes der Mensch von jeder Strafe frei und los werde.

23. Vielmehr erläßt er den Seelen im Fegefeuer keine einzige Strafe, die sie nach den kirchlichen Satzungen in diesem Leben hätten abbüßen müssen.

24. Wenn überhaupt irgendwem irgendein Erlaß aller Strafen gewährt werden kann, dann gewiß allein den Vollkommensten, das heißt aber, ganz wenigen.

25. Deswegen wird zwangsläufig ein Großteil des Volkes durch jenes in Bausch und Bogen und großsprecherisch gegebene Versprechen des Straferlasses getäuscht.

26. Die gleiche Macht, die der Papst bezüglich des Fegefeuers im allgemeinen hat, besitzt jeder Bischof und jeder Seelsorger in seinem Bistum bzw. seinem Pfarrbezirk im besonderen.

27. Der Papst handelt sehr richtig, den Seelen (im Fegefeuer) die Vergebung nicht auf Grund seiner - ihm dafür nicht zur Verfügung stehenden - Schlüsselgewalt, sondern auf dem Wege der Fürbitte zuzuwenden.

28. Menschenlehre verkündigen die, die sagen, daß die Seele (aus dem Fegefeuer) emporfliege, sobald das Geld im Kasten klingt.

29. Gewiß, sobald das Geld im Kasten klingt, können Gewinn und Habgier wachsen, aber die Fürbitte der Kirche steht allein auf dem Willen Gottes.

30. Wer weiß denn, ob alle Seelen im Fegefeuer losgekauft werden wollen, wie es beispielsweise beim heiligen Severin und Paschalis nicht der Fall gewesen sein soll.

31. Keiner ist der Echtheit seiner Reue gewiß, viel weniger, ob er völligen Erlaß (der Sündenstrafe) erlangt hat.

32. So selten einer in rechter Weise Buße tut, so selten kauft einer in der rechten Weise Ablaß, nämlich außerordentlich selten.

33. Wer glaubt, durch einen Ablaßbrief seines Heils gewiß sein zu können, wird auf ewig mit seinen Lehrmeistern verdammt werden.

34. Nicht genug kann man sich vor denen hüten, die den Ablaß des Papstes jene unschätzbare Gabe Gottes nennen, durch die der Mensch mit Gott versöhnt werde.

35. Jene Ablaßgnaden beziehen sich nämlich nur auf die von Menschen festgesetzten Strafen der sakramentalen Genugtuung.

36. Nicht christlich predigen die, die lehren, daß für die, die Seelen (aus dem Fegefeuer) loskaufen oder Beichtbriefe erwerben, Reue nicht nötig sei.

37. Jeder Christ, der wirklich bereut, hat Anspruch auf völligen Erlaß von Strafe und Schuld, auch ohne Ablaßbrief.

38. Jeder wahre Christ, sei er lebendig oder tot, hat Anteil an allen Gütern Christi und der Kirche, von Gott ihm auch ohne Ablaßbrief gegeben.

39. Doch dürfen der Erlaß und der Anteil (an den genannten Gütern), die der Papst vermittelt, keineswegs geringgeachtet werden, weil sie - wie ich schon sagte - die Erklärung der göttlichen Vergebung darstellen.

40. Auch den gelehrtesten Theologen dürfte es sehr schwerfallen, vor dem Volk zugleich die Fülle der Ablässe und die Aufrichtigkeit der Reue zu rühmen.

41. Aufrichtige Reue begehrt und liebt die Strafe. Die Fülle der Ablässe aber macht gleichgültig und lehrt sie hassen, wenigstens legt sie das nahe.

42. Nur mit Vorsicht darf der apostolische Ablaß gepredigt werden, damit das Volk nicht fälschlicherweise meint, er sei anderen guten Werken der Liebe vorzuziehen.

43. Man soll die Christen lehren: Die Meinung des Papstes ist es nicht, daß der Erwerb von Ablaß in irgendeiner Weise mit Werken der Barmherzigkeit zu vergleichen sei.

44. Man soll den Christen lehren: Dem Armen zu geben oder dem Bedürftigen zu leihen ist besser, als Ablaß zu kaufen.

45. Denn durch ein Werk der Liebe wächst die Liebe und wird der Mensch besser, aber durch Ablaß wird er nicht besser, sondern nur teilweise von der Strafe befreit.

46. Man soll die Christen lehren: Wer einen Bedürftigen sieht, ihn übergeht und statt dessen für den Ablaß gibt, kauft nicht den Ablaß des Papstes, sondern handelt sich den Zorn Gottes ein.

47. Man soll die Christen lehren: Die, die nicht im Überfluß leben, sollen das Lebensnotwendige für ihr Hauswesen behalten und keinesfalls für den Ablaß verschwenden.

48. Man soll die Christen lehren: Der Kauf von Ablaß ist eine freiwillige Angelegenheit, nicht geboten.

49. Man soll die Christen lehren: Der Papst hat bei der Erteilung von Ablaß ein für ihn dargebrachtes Gebet nötiger und wünscht es deshalb auch mehr als zur Verfügung gestelltes Geld.

50. Man soll die Christen lehren: Der Ablaß des Papstes ist nützlich, wenn man nicht sein Vertrauen darauf setzt, aber sehr schädlich, falls man darüber die Furcht Gottes fahrenläßt.

51. Man soll die Christen lehren: Wenn der Papst die Erpressungsmethoden der Ablaßprediger wüßte, sähe er lieber die Peterskirche in Asche sinken, als daß sie mit Haut, Fleisch und Knochen seiner Schafe erbaut würde.

52. Man soll die Christen lehren: Der Papst wäre, wie es seine Pflicht ist, bereit - wenn nötig -, die Peterskirche zu verkaufen, um von seinem Gelde einem großen Teil jener zu geben, denen gewisse Ablaßprediger das Geld aus der Tasche holen.

53. Auf Grund eines Ablaßbriefes das Heil zu erwarten ist eitel, auch wenn der (Ablaß-)Kommissar, ja der Papst selbst ihre Seelen dafür verpfändeten.

54. Die anordnen, daß um der Ablaßpredigt willen das Wort Gottes in den umliegenden Kirchen völlig zum Schweigen komme, sind Feinde Christi und des Papstes.

55. Dem Wort Gottes geschieht Unrecht, wenn in ein und derselben Predigt auf den Ablaß die gleiche oder längere Zeit verwendet wird als für jenes.

56. Die Meinung des Papstes ist unbedingt die: Wenn der Ablaß - als das Geringste - mit einer Glocke, einer Prozession und einem Gottesdienst gefeiert wird, sollte das Evangelium - als das Höchste - mit hundert Glocken, hundert Prozessionen und hundert Gottesdiensten gepredigt werden.

57. Der Schatz der Kirche, aus dem der Papst den Ablaß austeilt, ist bei dem Volke Christi weder genügend genannt noch bekannt.

58. Offenbar besteht er nicht in zeitlichen Gütern, denn die würden viele von den Predigern nicht so leicht mit vollen Händen austeilen, sondern bloß sammeln.

59. Er besteht aber auch nicht aus den Verdiensten Christi und der Heiligen, weil diese dauernd ohne den Papst Gnade für den inwendigen Menschen sowie Kreuz, Tod und Hölle für den äußeren bewirken.

60. Der heilige Laurentius hat gesagt, daß der Schatz der Kirche ihre Armen seien, aber die Verwendung dieses Begriffes entsprach der Auffassung seiner Zeit.

61. Wohlbegründet sagen wird, daß die Schlüssel der Kirche - die ihr durch das Verdienst Christi geschenkt sind - jenen Schatz darstellen.

62. Selbstverständlich genügt die Gewalt des Papstes allein zum Erlaß von Strafen und zur Vergebung in besondern, ihm vorbehaltenen Fällen.

63. Der wahre Schatz der Kirche ist das allerheiligste Evangelium von der Herrlichkeit und Gnade Gottes.

64. Dieser ist zu Recht allgemein verhaßt, weil er aus Ersten Letzte macht.

65. Der Schatz des Ablasses jedoch ist zu Recht außerordentlich beliebt, weil er aus Letzten Erste macht.

66. Also ist der Schatz des Evangeliums das Netz, mit dem man einst die Besitzer von Reichtum fing.

67. Der Schatz des Ablasses ist das Netz, mit dem man jetzt den Reichtum von Besitzenden fängt.

68. Der Ablaß, den die Ablaßprediger lautstark als außerordentliche Gnaden anpreisen, kann tatsächlich dafür gelten, was das gute Geschäft anbelangt.

69. Doch sind sie, verglichen mit der Gnade Gottes und der Verehrung des Kreuzes, in der Tat ganz geringfügig.

70. Die Bischöfe und Pfarrer sind gehalten, die Kommissare des apostolischen Ablasses mit aller Ehrerbietung zuzulassen.

71. Aber noch mehr sind sie gehalten, Augen und Ohren anzustrengen, daß jene nicht anstelle des päpstlichen Auftrags ihre eigenen Phantastereien predigen.

72. Wer gegen die Wahrheit des apostolischen Ablasses spricht, der sei verworfen und verflucht.

73. Aber wer gegen die Zügellosigkeit und Frechheit der Worte der Ablaßprediger auftritt, der sei gesegnet.

74. Wie der Papst zu Recht seinen Bannstrahl gegen diejenigen schleudert, die hinsichtlich des Ablaßgeschäftes auf mannigfache Weise Betrug ersinnen,

75. So will er viel mehr den Bannstrahl gegen diejenigen schleudern, die unter dem Vorwand des Ablasses auf Betrug hinsichtlich der heiligen Liebe und Wahrheit sinnen.

76. Es ist irrsinnig zu meinen, daß der päpstliche Ablaß mächtig genug sei, einen Menschen loszusprechen, auch wenn er - was ja unmöglich ist - der Gottesgebärerin Gewalt angetan hätte.

77. Wir behaupten dagegen, daß der päpstliche Ablaß auch nicht die geringste läßliche Sünde wegnehmen kann, was deren Schuld betrifft.

78. Wenn es heißt, auch der heilige Petrus könnte, wenn er jetzt Papst wäre, keine größeren Gnaden austeilen, so ist das eine Lästerung des heiligen Petrus und des Papstes.

79. Wir behaupten dagegen, daß dieser wie jeder beliebige Papst größere hat, nämlich das Evangelium, "Geisteskräfte und Gaben, gesund zu machen" usw., wie es 1. Kor. 12 heißt.

80. Es ist Gotteslästerung zu sagen, daß das (in den Kirchen) an hervorragender Stelle errichtete (Ablaß-) Kreuz, das mit dem päpstlichen Wappen versehen ist, dem Kreuz Christi gleichkäme.

81. Bischöfe, Pfarrer und Theologen, die dulden, daß man dem Volk solche Predigt bietet, werden dafür Rechenschaft ablegen müssen.

82. Diese freche Ablaßpredigt macht es auch gelehrten Männern nicht leicht, das Ansehen des Papstes vor böswilliger Kritik oder sogar vor spitzfindigen Fragen der Laien zu schützen.

83. Zum Beispiel: Warum räumt der Papst nicht das Fegefeuer aus um der heiligsten Liebe und höchsten Not der Seelen willen - als aus einem wirklich triftigen Grund -, da er doch unzählige Seelen loskauft um des unheilvollen Geldes zum Bau einer Kirche willen - als aus einem sehr fadenscheinigen Grund -?

84. Oder: Warum bleiben die Totenmessen sowie Jahrfeiern für die Verstorbenen bestehen, und warum gibt er (der Papst) nicht die Stiftungen, die dafür gemacht worden sind, zurück oder gestattet ihre Rückgabe,wenn es schon ein Unrecht ist, für die Losgekauften zu beten?

85. Oder: Was ist das für eine neue Frömmigkeit vor Gott und dem Papst, daß sie einem Gottlosen und Feinde erlauben, für sein Geld eine fromme und von Gott geliebte Seele loszukaufen; doch um der eigenen Not dieser frommen und geliebten Seele willen erlösen sie diese nicht aus freigeschenkter Liebe?

86. Oder: Warum werden die kirchlichen Bußsatzungen, die "tatsächlich und durch Nichtgebrauch" an sich längst abgeschafft und tot sind, doch noch immer durch die Gewährung von Ablaß mit Geld abgelöst, als wären sie höchst lebendig?

87. Oder: Warum baut der Papst, der heute reicher ist als der reichste Crassus, nicht wenigstens die eine Kirche St. Peter lieber von seinem eigenen Geld als dem der armen Gläubigen?

88. Oder: Was erläßt der Papst oder woran gibt er denen Anteil, die durch vollkommene Reue ein Anrecht haben auf völligen Erlaß und völlige Teilhabe?

89. Oder: Was könnte der Kirche Besseres geschehen, als wenn der Papst, wie er es (jetzt) einmal tut, hundertmal am Tage jedem Gläubigen diesen Erlaß und diese Teilhabe zukommen ließe?

90. Wieso sucht der Papst durch den Ablaß das Heil der Seelen mehr als das Geld; warum hebt er früher gewährte Briefe und Ablässe jetzt auf, die doch ebenso wirksam sind?

91. Diese äußerst peinlichen Einwände der Laien nur mit Gewalt zu unterdrücken und nicht durch vernünftige Gegenargumente zu beseitigen heißt, die Kirche und den Papst dem Gelächter der Feinde auszusetzen und die Christenheit unglücklich zu machen.

92. Wenn daher der Ablaß dem Geiste und der Auffassung des Papstes gemäß gepredigt würde, lösten sich diese (Einwände) alle ohne weiteres auf, ja es gäbe sie überhaupt nicht.

93. Darum weg mit allen jenen Propheten, die den Christen predigen: "Friede, Friede", und ist doch kein Friede.

94. Wohl möge es gehen allen den Propheten, die den Christen predigen: "Kreuz, Kreuz", und ist doch kein Kreuz. Man soll die Christen ermutigen, daß sie ihrem Haupt Christus durch Strafen, Tod und Hölle nachzufolgen trachten

95. und daß die lieber darauf trauen, durch viele Trübsale ins Himmelreich einzugehen, als sich in falscher geistlicher Sicherheit zu beruhigen.


tja lieber tacheles, auch ich bin martin luther sehr dankbar. dadurch hat sich endlich die spreu vom weizen getrennt und wir konnten das nutzlose, arme und ungläubige pack zu euch protestanten abschieben :D


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Beitragvon Tacheles » Freitag, 22.Apr 2005 - 12:49

Gehen wir deinen Anhang doch mal Stück für Stück durch Martin:

:arrow: Schön: Bist du nicht !!! Fresse Arsch, Kleidung Arsch, alles Arsch !!! Besonders dieses Pudeltoupet eignet sich für jeglichen Spott...

:arrow: Reich: Da du im B-Block herumhängst, kann dies auch nicht zutreffen...

:arrow: Sexy: In Verbindung mit dir ein Oxymoron !! Genauso wie gerade Kurve. Das paßt einfach nicht.

Des weiteren würde dich dein neuer Anführer nicht mal mit dem Arsch ansehen, da du schwul bist !!
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Beitragvon Martin » Freitag, 22.Apr 2005 - 14:08

Tacheles [reloaded] hat geschrieben:Des weiteren würde dich dein neuer Anführer nicht mal mit dem Arsch ansehen, da du schwul bist !!


da muss ich dich leider enttäuschen, aber nicht mal du wirst es schaffen, mir dies einzureden :D
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Beitragvon Martin » Freitag, 22.Apr 2005 - 14:16

achja, was mir auffällt: endlich scheint mal eine katholiken vs. protestanten diskussion ordentlich aus den fugen zu gleiten *g*
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Beitragvon Tüten-Tim » Montag, 25.Apr 2005 - 20:25

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