[ SPIELBERICHTE ] RW Erfurt - Kickers

Alles rund um unsere Blauen aus sportlicher Sicht
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Felix B.
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[ SPIELBERICHTE ] RW Erfurt - Kickers

Beitrag von Felix B. »

Alle Spielberichte zum Spiel bitte hier rein.
Zuletzt geändert von Felix B. am Dienstag 2. März 2004, 19:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Die Macht im Schwabenland
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Beitrag von Die Macht im Schwabenland »

20.Spieltag Regionalliga Süd:
Rot-Weiß Erfurt - Stuttgarter Kickers 1:0 (1:0) am 28.2.2004, 14:00 Uhr

Die Fans

3.746 Zuschauer besuchten das Steigerwaldstadion bei kühlen äußeren Bedingungen. Ca. 80 Gäste unterstützen ihr Team. Allerdings war die Stimmung auf beiden Seiten durchschnittlich. Zu selten wurde angefeuert, wenn dann allerdings ordentlich. Die Südkurve wurde zu Beginn mit einem großen Transparent "Forza RWE" geschmückt.

Die Schiedsrichter

Schiedsrichter Raquet (Rodenbach) und seine Assistenten leiteten nicht fehlerfrei, waren aber jederzeit Herr der Lage.

Aufstellung

RWE mit: Twardzik - Fall, Richter, Traub, Klingmann - Zedi, Kresin, Hopp - Nicu (64. Okic), Hebestreit, Müller (81. Neitzel)

Tor:
1:0 Zedi (45.)

Entscheidung mit dem Pausenpfiff

Erfurt (!com). Der FC Rot-Weiß Erfurt gewann dank eines wuchtigen Kopfballtores von Rudi Zedi kurz vor dem Pausenpfiff mit 1:0 gegen die Stuttgarter Kickers und klederten damit auf einen Aufstiegsplatz.

Das Spiel begann wenig gutklassig. Beide Mannschaften präsentierten sich in der ersten Hälfte gleichwertig, Offensivaktionen waren Mangelware. In der 7. Minute hatte der Gastgeber die erste Möglichkeit. David Fall kam vor dem rausstürmenden Gästekeeper an den Ball, verzog aber deutlich rechts am Tor vorbei. Gefährlicher war es da schon in der 18. Minute, als Ronny Hebestreit einen Kopfball knapp rechts am Tor vorbei setzte.

Dann folgte das Spiel zwischen den Strafräumen. Erfurt stand in der Abwehr nicht immer sicher, eine Gästechance für die gleichwertigen Schwaben gab es aber nicht.

RWE machte dann kurz vor der Pause Betrieb. Nach Durcheinander in der Gästeabwehr schoss Andreas Richter den Ball an den rechten Pfosten (40.). Die Gäste wurden nun unter Druck gesetzt und so fiel das 1:0 praktisch mit dem Pausenpfiff: Nach einer Ecke köpfte Rudi Zedi das Leder wuchtig ins Tor.

Recht ausgeglichen war auch die 2. Hälfte. Die Chancen hatten die Gäste. In der 60. Minute ging der Kopfball eines Stuttgarters noch ungefährlich über das Tor. 7 Minuten später war es schon knapp, als ein 20-Meter-Freistoß knapp rechts am Tor vorbei ging. Wenige Zentimeter fehlten den Schwaben in der 72. Minute, als ein 22-Meter-Fernschuss das Tor verfehlte.

Erfurt meldete sich in der 83. Minute zurück, als an eine Okic-Hereingabe kein Spieler ran kam und der Ball vom Gästekeeper aus dem unteren rechten Eck gekratzt wurde.

Die Entscheidung hatte dann der eingewechselte Erfurter Enrico Neitzel auf dem Fuß, als er frei auf den Torwart zusteuerte, aber mit Schuss direkt auf die Mitte scheiterte (85.).

In der Endphase lag dann wieder der Ausgleich in der Luft. So musste der bis dahin beschäftigungslose RWE-Keeper Renè Twardzik gegen den freien Schwaben klären (88.).

Da David Fall in der 90. Minute auf der Linie klären konnte, blieb es in der ausgeglichenen Partie beim 1:0-Sieg der Thüringer, die somit auf einen Aufstiegsplatz vorrücken.

Ecken: 7:6 für Erfurt // gelbe Karten: 1:3 (RWE: Hebestreit)

Fazit

Die Schwaben machten es den Erfurtern alles Andere als leicht. Sie standen hinten kompakt, so dass die Rot-Weiß-Stürmer kaum Gelegenheiten hatten, sich in Szene zu setzen. Die Abwehr wirkte ebenfalls nicht sicher, so dass man bei einigen Gästechancen Glück hatte, nicht den Ausgleich hinnehmen zu müssen. Überzeugen konnten bei RWE Hopp, Fall und Zedi, einen enttäuschenden Auftritt hatte besonders Müller, der keine Chance besaß und völlig zu Recht ausgewechselt wurde. Der eingewechselte Neitzel hätte gleich treffen können. Gut, dass Renè Twardzik mit der ersten und einzigen Glanzparade den Sieg retten konnte.


Von Webtroll Christian


Quelle: http://www.rot-weiss-erfurt.com/berichte/rwe_stuki.php
Kickers Stuttgart allez !
Tüten-Tim

Beitrag von Tüten-Tim »

Die Supportleistung war bei uns sicherlich gut, Erfurt war nur in der Schlußphase einigermaßen ok...
Tobaiäs
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Beitrag von Tobaiäs »

hatten wir auch ne coreo? fahnen oder......?
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Felix B.
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Beitrag von Felix B. »

Ne, nix besonderes.
Support war ganz Ok, gabs aber auch schon besseres. Allerdings hoff ich dass die meisten bis in 2 Wochen dieses bescheuerte Frau in Feucht etc. Lied vergessen ham, ich kanns echt nich mehr hören ;)
Tüten-Tim

Beitrag von Tüten-Tim »

Nun ja, die Lautstärke unseres Supports muss sich ja nicht durchschnittlich auf einem hohem Niveau bewegen - gemessen an der Zahl der Personen. Ganz objektiv...
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McVillager
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Beitrag von McVillager »

www.kicker.de

Allgemeine Informationen
RW Erfurt: Twardzik - Fall, Richter, Traub, Klingmann - Hopp, Kresin, Zedi - R. Müller, Hebestreit, Nicu - Trainer: R. Müller

Stuttgarter Kickers: Köstel - Benda, Barth, Malchow, Stierle - Marvin Braun, Akcay, Gumper, Milchraum - Mesic, Lakies - Trainer: Dutt

Tore: 1:0 Zedi (45.)

Eingewechselt: 64. Okic für Nicu, 82. Neitzel für R. Müller - 65. Intemperante für Marvin Braun, 77. Rahmanovic für Gumper, 88. Zimmermann für Akcay

Schiedsrichter: Raquet

Zuschauer: 3746

Gelbe Karten: Hebestreit - Gumper, Mesic, Milchraum


Spielbericht
Ein schwer erkämpfter Erfolg für die Erfurter gegen in der Schlussphase unentwegt anrennende Stuttgarter. Auch vorher konnten die Kickers über weite Strecken überzeugen.

Im Mittelfeld kurbelten Akcay und Gumper unermüdlich an. Bei den Rot-Weißen stockte zu oft der Spielfluss. Gefährlich war das Team lange Zeit nur durch Fernschüsse (Hopp) und Standards, fast folgerichtig fiel das 1:0 auch durch einen Kopfball von Kapitän Zedi.

Gerald Müller
Wem die Scheiße bis zum Hals steht sollte den Kopf nicht hängen lassen!

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Ralf St.
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Beitrag von Ralf St. »

Der Unterschied zwischen beiden Mannschaften lag in der Effektivität : Erfurt macht aus wenigen kleineren Chancen (abgesehen von dem Ding kurz vor Schluß, als Okic alleine auf Köstel zuläuft) ein Tor, die Kickers aus mehreren größeren Chancen nix. Die Leistung insgesamt war eigentlich ok, aber wenn man dann aus so einem Spiel nichts mitnimmt, stimmt das nicht so sehr optimistisch.
"Das irische Publikum wird von seinen Fans ausgebuht." - Beni Thurnheer, Schweizer Sportreporter
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McVillager
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Beitrag von McVillager »

Thüringer Allgemeine:

FC Rot-Weiß: Marschall als Späher



Da hatte Rot-Weiß-Coach René Müller den ersehnten 1:0-Erfolg zum Rückrunden-Auftakt kaum in der Tasche - da warf im Kabinengang schon die nächste Aufgabe ihre Schatten voraus. In Form von Kaiserslauterns Späher Olaf Marschall, der das Spiel vor dem Duell am Sonntag beobachtete.


Trainer Müller hatte weit mehr Grund zur Freude als den des Wiedersehens mit seinem einstigen Leipziger Nationalteam-Kameraden, der seinen Besuch nicht näher begründen wollte. Aber gegen die auswärts weiterhin sieglosen Stuttgarter "wären wir ja beinahe noch bestraft worden - wenigstens einen Konter zum 2:0 müssen wir nutzen", befand der Coach.

Trotz des Kritikpunktes: Erleichtert war der 45-Jährige, dass sein Team die hohen Erwartungen vor der gespannten Zuschauer-Kulisse hinsichtlich des Resultates erfüllt hatte. Nach den Spielausfällen andernorts liegt RWE nun auf einem Aufstiegsplatz. "Bitte keine Treibjagd - mit zwei Siegen weniger würden wir in der ausgeglichenen Staffel unten hängen", relativierte Müller aber.

Ausgerechnet der Kapitän bescherte den Erfurtern das ersehnte Tor: Nach gefühlvoller Ecke von Neuzugang Klingmann köpfte Zedi aus zehn Metern über Kickers-Keeper Köstel hinweg zum 1:0 ein. "Das war wichtig für Rudi und fürs Team, dass er wieder trifft", so der Trainer. "Lange Bälle, Standards - genau davor habe ich gewarnt", ärgerte sich Stuttgart-Trainer Robin Dutt. Dessen Elf blieb mit "breiter Brust" (René Müller) über die gesamte Spielzeit, vor allem bei Kontern über links, gefährlich.

Besonders Akcay und Gumper agierten als Unruhe-Herde. Was besonders reizvoll war, weil ihre beiden direkten Gegenspieler Zedi und Kresin ebenfalls zu den Tagesbesten zählten. Hopp hatte mit drei Freistößen bzw. Distanzschüssen (12./15./31.) für die ersten Achtungszeichen auf Erfurter Seite gesorgt. Dazu Torjäger Hebestreit (18.), dessen Kopfball am Gehäuse vorbeistrich. Die Führung hätte fallen müssen, als Richter nach Kanonade von Kresin und Nicu den Ball aus fünf Metern nur an den Pfosten zirkelte (41.). Als noch alle darüber debattierte, warum Kresin im Zweikampf mit Barth im Strafraum zu Fall kam (44.), folgte die erlösende Ecke.

Die RWE-Chancen fielen indes nach der Pause etwas spärlicher aus. Und die Kickers, die mit dem Vorwochen-Sieg gegen Wehen (4:1) im Rücken angereist waren, versteckten sich in dem fair geführten Match keineswegs. Mochte Mesics Warnschuss in der 1. Hälfte (33.) die beste Gäste-Aktion sein, häuften sich nun ihre Gelegenheiten: Milchraum verhedderte sich nach einem Konter in der Abwehr (58.), Lakies´ Kopfball ging knapp drüber (60.), Mesics Schuss (67.) um Zentimeter vorbei, Benda setzte seinen Freistoß ins Außennetz (72.). "Wir haben uns teuer verkauft, aber ein Vollstrecker fehlte uns", so Kickers-Trainer Dutt enttäuscht.

Mit zunehmender Spielzeit hatten die nun deutlich unter Druck geratenen Erfurter mehrere Möglichkeiten zum Kontern. Der für Nicu eingewechselte Okic zirkelte eine Flanke auf Zedi, der den Ball per Kopfball-Tiefflug aber nicht voll erwischen konnte (85.). Und der für Müller gekommene Neitzel scheiterte nach Steilpass des Bosniers völlig frei am herauslaufenden Torwart Köstel (87.). Fast im Gegenzug vereitelte RWE-Keeper Twardzik gegen den heranstürmenden Rahmanovic den Ausgleich, der auch danach noch einige Male in der Luft lag. Doch mit Glück und Geschick überstand der FC Rot-Weiß die kritische Schlussphase.

FC Rot-Weiß Erfurt: Twardzik - Fall, Richter, Klingmann, Traub - Zedi , Kresin , Hopp - Nicu (65. Okic) - Müller (82. Neitzel), Hebestreit.

Stuttgarter Kickers: Köstel - Benda, Barth, Malchow, Stierle - Braun (66. Intemperante), Gumper (77. Rahmanovic), Akcay (87. Zimmermann), Milchraum - Lakies, Mesic.

Sch: Raquet (Rodenbach), Zuschauer: 3746, Tor: 1:0 Zedi (45.).

29.02.2004 Von Michael VOSS

http://www.thueringer-allgemeine.de/ta/ ... dbserver=2
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McVillager
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Beitrag von McVillager »

Thüringische Landeszeitung:

Mit viel Kampfgeist drei Punkte geholt




Luftduell: Erfurts Rudolf Zedi (r.), der sich hier gegen den Stuttgarter Abwehrspieler Sascha Benda durchsetzt, erzielte per Kopf das entscheidende Tor. Foto: Jens-Ulrich Koch

Erfurt. (tlz) Fast schon entschuldigend gab Rudolf Zedi am Sonnabend nach getaner Arbeit und dem 1:0-Erfolg über die Stuttgarter Kickers ein kurzes Statement ab. "Es war ein Fight und sicher nicht so schön für die Zuschauer", meinte jener Spieler, der selbst für das Tor des Tages gesorgt hatte. Zedi, von Beruf Abräumer vor der Abwehr, gehörte diesmal zu den besten Rot-Weißen. Bei seinem Kopfballtreffer nach Ecke von Ralf Klingmann, quasi mit dem Pausenpfiff, nutzte er seine ganze Körpergröße von fast 1,90 Meter. Die Zuschauer fanden es schön, und auch am Ende jubelten sie auf den Rängen.

Also steckte in Zedis Bemerkung zum Spiel doch nur die halbe Wahrheit. Denn in Erfurt träumt man seit dem Wochenende verstärkt vom Aufstieg in die zweite Liga - zumindest die Anhängerschaft. Logisch, schließlich kletterte der Verein auf Platz zwei der Tabelle. Doch dieser FC Rot-Weiß ist nicht mehr jener Verein der zurückliegenden Jahre. Bescheidenheit ist seit Rene´ Müller angesagt. "Nun macht mal keine Treibjagd, nur weil wir Platz zwei belegen", diktierte Erfurts Trainer später den Journalisten in ihre Notizbücher.

Aus Sicht des Leipzigers ist der verhaltene Optimismus durchaus berechtigt. Noch lief nicht alles rund am Sonnabend. Spielerisch war nach 82 Tagen Pause gegen einen Gegner, der mit einem 4:1-Sieg eine Woche zuvor gegen Wehen mit breiter Brust nach Erfurt angereist war, einiges verbesserungswürdig.

FC Rot-Weiß lässt gute Chancen aus

Kämpferisch aber wuchsen die Rot-Weißen einmal mehr über sich hinaus. Vor allem in der dramatischen Schlussphase, als Stuttgart alles nach vorne warf, durch Suad Rahmanovic in der 89. Minute die dickste Gelegenheit hatte. Nicht nur in dieser Szene konnten sich die Gastgeber vor 3746 Zuschauern auf Schlussmann Rene´ Twardzik verlassen. Wo den Rot-Weißen der Schuh am meisten drückt, belegte jene Szene, in der Enrico Neitzel fünf Minuten vor dem Abpfiff mutterseelenallein auf Tino Köstel zulief und kläglich am Kickers-Torhüter scheiterte. Unvermögen! Pech hatte zuvor Andreas Richter, der aus dem Gewühl heraus nur den Pfosten traf (41.). Allein das Verhältnis der wenigen dicken Möglichkeiten auf beiden Seiten rechtfertigten am Ende den Sieg der Rot-Weißen, die den als starker Kontermannschaft bekannten Kickers wenig gestatteten, frühzeitig attackierten, und selbst immer wieder aus den hinteren Reihen (Michael Hopp, Rudolf Zedi, Sven Kresin) gefährlich nach vorn gingen - wenn auch ohne zählbaren Erfolg.

Rot-Weiß-Kenner wissen, dass man solche Spiele in der Vergangenheit selten gewonnen hat. Der Jahrgang 2004 scheint ein anderer zu sein. Deshalb jubelten die Fans am Ende und verziehen manch spielerische Ungereimtheit.

Rot-Weiß Erfurt: Twardzik - Fall, Traub, Richter, Klingmann - Zedi, Kresin, Hopp - Nicu (65. Okic) - Müller (82. Neitzel), Hebestreit. Stuttgarter Kickers: Köstel - Benda, Barth, Malchow, Stierle - Braun (66. Intemperante), Gumper (77. Rahmanovic), Akcay (87. Zimmermann), Milchraum - Lakies, Mesic. Schiedsrichter: Raquet (Rodenbach). Zuschauer: 3746. Tore: 1:0 Zedi (45.).

29.02.2004 Aus Erfurt berichtet Thomas Czekalla

http://www.tlz.de/tlz/tlz.sport.volltex ... dbserver=1
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Beitrag von Die Macht im Schwabenland »

1:0-Niederlage in Erfurt – die bittere Auswärtsbilanz geht weiter

Die Kickers warten weiter auf den 1. Auswärtssieg in dieser Saison. Am Samstag verlor das Team von Chef-Trainer Robin Dutt unglücklich mit 0:1 (0:1). Die Blauen sind trotz einer spielerisch und kämpferisch starken Leistung nicht belohnt worden. Über weite Strecken des Spiels und vor allem in der zweiten Hälfte konnten die Blauen überzeugen und hatten mehrere gute Möglichkeiten, zumindest den Ausgleichstreffer zu erzielen. So standen die Kickers nach dem Spiel wieder mit gesenktem Kopf und leeren Händen da.

Trainer Robin Dutt vertraute derselben Anfangself wie beim Heimsieg über Wehen. Die Kickers spielten gut mit, doch zählbare Chancen sprangen zunächst nicht heraus. Besonders Mustafa Akcay und Heiko Gumper spielten im Mittelfeld wieder stark auf und agierten als Unruhe-Herde. Was besonders reizvoll war, weil ihre beiden direkten Gegenspieler Zedi und Kresin ebenfalls zu den Tagesbesten zählten. Vor allem über Patrick Milchraum auf der linken Angriffsseite konterten die Kickers immer wieder gefährlich. Erfurt hatte mit drei Freistößen bzw. Distanzschüssen (12./15./31.) für die ersten Achtungszeichen auf Erfurter Seite gesorgt. Dazu Hebestreit (18.), dessen Kopfball am Gehäuse vorbeistrich. Immer wieder versuchten es die Gastgeber mit langen Bälle um die Lufthoheit in Zählbares ummünzen zu können, doch die Kickers-Abwehr hielt gut dagegen. Die Blauen versteckten sich in dem fair geführten Match keinesfalls. Mirnes Mesic hatte mit einen Schuss in der 33. Minute die beste Möglichkeit. Richter vergab die beste Möglichkeit der Erfurter, als er den Ball aus fünf Metern nur an den Pfosten (41.) zirkelte. Nach einem Zweikampf zwischen Kresin und Oliver Barth im Strafraum forderten die Thüringer einen Elfmeter (44.), doch Schiedsrichter Raquet gab nur Eckball, der jedoch den Führungstreffer bescherte. Die Ecke köpfte Erfurts Kapitän Rudi Zedi aus zehn Metern über Kickers-Keeper Tino Köstel hinweg zum 1:0 ein (45.).
In der zweiten Hälfte nahmen die Kickers nun zusehends das Spiel in die Hand. Für das Team von Robin Dutt häuften sich nun die Gelegenheiten das Spiel zu drehen: Patrick Milchraum verhedderte sich nach einem Konter in der Abwehr (58.), Carsten Lakies´ Kopfball ging knapp drüber (60.), Mirnes Mesics Schuss (67.) um Zentimeter vorbei, Sascha Benda setzte seinen Freistoß ins Außennetz (72.). Mit zunehmender Spielzeit hatten die nun deutlich unter Druck geratenen Erfurter auch ein paar Möglichkeiten zum Kontern. Die beste Chance vergab Neitzel, der völlig frei am herauslaufenden Tino Köstel (87.) scheiterte. Fast im Gegenzug vereitelte RWE-Keeper Twardzik gegen den heranstürmenden Suad Rahmanovic den Ausgleich, die beste Chance der Kickers. Bis zum Schlußpfiff zeigten die Kickers ein Powerplay und schnürten die Erfurter fest. Der Ausgleich lag noch einige Male in der Luft lag, doch mit Glück und Geschick überstanden die Erfurter die Schlussphase. So standen die Blauen wieder einmal trotz gutem Spiel in einem fremden Stadion ohne Punkte da.

Rene Müller, Trainer von RW Erfurt: „Die Kickers spielten mit breiter Brust, und wir wären beinahe noch bestraft worden - wenigstens einen Konter zum 2:0 müssen wir nutzen. Trotz Aufstiegsplatz bitte ich um keine Treibjagd - mit zwei Siegen weniger würden wir in der ausgeglichenen Liga unten hängen".
Kickers-Trainer Robin Dutt: "Insgesamt war ich mit der Leistung zufrieden. Lange Bälle, Standards - genau davor habe ich gewarnt. Wir haben uns teuer verkauft, haben gefightet bis zum Schluß, doch der Ball wollte einfach nicht rein. Irgendwann muss dann auch mal auswärts der Knoten platzen."


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FC Rot-Weiß Erfurt: Twardzik - Fall, Richter, Klingmann, Traub - Zedi, Kresin, Hopp - Nicu (65. Okic) - Müller (82. Neitzel), Hebestreit – Trainer: Müller

SV Stuttgarter Kickers:
Tino Köstel – Sascha Benda, Oliver Barth, Alexander Malchow, Oliver Stierle – Marvin Braun (66. Gaetano Intemperante), Heiko Gumper (77. Suad Rahmanovic), Mustafa Akcay (87. Michael Zimmermann), Patrick Milchraum – Carsten Lakies, Mirnes Mesic – Trainer: Robin Dutt

Zuschauer: 3746

Schiedsrichter: Raquet (Rodenbach)

Gelbe Karten:
Hebestreit - Milchraum, Mesic, Gumper

Rote Karten: -

Tore:
1:0 Zedi (45.)

Quelle: Kickers HP
Kickers Stuttgart allez !
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Buddy
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Beitrag von Buddy »

Stuttgarter Kickers: Rahmanovic hatt es auf dem Fuß

Akcay: "Der Abstieg ist kein Thema"

So richtig fassen konnten es die Stuttgarter Kickers nicht. Da hatten sie in Erfurt überzeugt, doch ohne Lohn ging es mit 0:1 nach Hause zurück.

"Gut gespielt zu haben ist zwar ein Trost, aber nur ein ganz kleiner", meinte Trainer Robin Dutt. Einen Vorwurf wollte er keinem machen, "wir haben gefightet bis zum Schluss, aber der Ball wollte einfach nicht rein". Die beste Chance vergab Rahmanovic frei stehend gegen den toll reagierenden Twardzik kurz vor Abpfiff.

Da stand der kurz zuvor ausgewechselte Mustafa Akcay dick eingepackt bereits an der Seitenlinie und bangte mit seinem Team. Fast 90 Minuten hatte der Techniker für viel Unruhe gesorgt und versucht, die Stürmer in Szene zu setzen. Doch Tore sprangen nicht heraus, "weil es ein wenig am Glück fehlte und sicher auch an der letzten Konsequenz mangelte". Trotz des 0:1 fuhr der Mittelfeldmann mit der Gewissheit nach Stuttgart, "dass wir ohne weiteres mithalten können". Deshalb sei für ihn und die Kollegen ein Abstieg "überhaupt kein Thema".

http://www.kicker.de/content/news/artik ... pieltag=22
Teufel
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Beitrag von Teufel »

Hat jemand zufällig den Bild-Artikel zur Hand?
Blau&Weiß
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Beitrag von Blau&Weiß »

Warten auf einen Auswärtssieg

"Irgendwann muss der Knoten platzen", sagt der Kickers-Trainer Robin Dutt nach dem 0:1 in Erfurt

STUTTGART. Trotz ordentlicher Leistung stehen die Stuttgarter Kickers auch nach dem Spiel in Erfurt mit leeren Händen da. Der Fußball-Regionalligist unterlag 0:1 und wartet weiter auf den ersten Auswärtssieg in dieser Spielzeit.


Von Marko Schumacher

Die letzten zehn Minuten im Steigerwaldstadion zu Erfurt erinnerten ein bisschen an das, was die Experten im Eishockey als Powerplay bezeichnen. Da setzten sich die Stuttgarter Kickers vorne fest in der Hälfte von Rot-Weiß Erfurt, schoben sich den Ball hin und her und lupften ihn immer wieder hoch hinein in des Gegners Strafraum. Allein: ins Tor der Thüringer wollte er wieder einmal nicht an diesem Tag. Das stand fest, nachdem der eingewechselte Suad Rahmanovic kurz vor dem Schlusspfiff leichtfertig auch die letzte von einer ganzen Reihe guter Möglichkeiten vergeben hatte. So trotteten die Kickers-Spieler wenig später in ihrer gewohnten Haltung in die Kabine eines fremden Stadion: mit hängenden Schultern und gesenktem Blick.
Das 0:1 in Erfurt bedeutete für die Kickers die achte Niederlage im elften Auswärtsspiel. Dreimal haben sie unentschieden gespielt und nullmal gewonnen - keine Mannschaft in der Fußball-Regionalliga hat eine schlechtere Bilanz als die Truppe von Trainer Robin Dutt. Der war mit der Leistung seines Teams zwar insgesamt zufrieden und wollte ihm trotz der vielen vergebenen Chancen keinen Vorwurf machen. Aber Dutt weiß gleichzeitig ganz genau, dass "irgendwann auch auswärts der Knoten platzen muss".
Warum es zu Hause läuft und auswärts nicht, warum etwa Sascha Benda im Waldaustadion regelmäßig trifft und in der Fremde bei seinen Freistößen immer daneben zielt - dafür hat auch Dutt keine zufrieden stellende Erklärung. Von "mentalem Druck" spricht er und davon, dass man "diesen Druck im Trainig nicht simulieren" könne. Besonders gerne spricht der Trainer aber eigentlich gar nicht über diese leidige Auswärtsschwäche: "Wenn wir es zu sehr thematisieren, dass wir auswärts keine Tore schießen, dann wird es womöglich auch in Zukunft nicht klappen."
Es müsse selbstverständlich werden, dass die Stürmer nicht nur unterm Fernsehturm treffen - ohne dass allzu viel darüber geredet wird. Dann, sagt Dutt, "werden wir automatisch gewinnen".
Das wird auch nötig sein. Sonst ist der anvisierte Tabellenplatz im einstelligen Bereich kaum zu realisieren, eher droht dann der Absturz in die Oberliga. Nach der Niederlage in Erfurt trennt die Kickers nur ein Punkt vom ersten Abstiegsplatz. Und dass jetzt der Mitkonkurrent im Kampf um den Klassenverbleib, der 1. FC Schweinfurt, nach Degerloch kommt, macht die Sache nicht unbedingt einfacher. Nach dem 1:0-Sieg beim bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer Bayern München in der Vorwoche fegten die Unterfranken am Samstag die Sportfreunde Siegen mit 5:1 aus dem Stadion.
"Schweinfurt hat einen Lauf", sagt Dutt und blickt schon mit Sorge auf die bevorstehende Trainingswoche. Noch immer ist der ADM-Sportpark verschneit, "an Torschusstraining oder Ähnliches", so Dutt, sei deshalb nicht zu denken. Wenigstens ist das Spiel am Samstag zu Hause. Dort haben die Kickers-Spieler zuletzt immer getroffen.

Kickers: Köstel - Benda, Barth, Malchow, Stierle - Braun (66. Intemperante), Gumper (77. Rahmanovic), Akcay (87. Zimmermann), Milchraum - Lakies, Mesic.

Quelle: Stuttgarter Zeitung vom 1. März 2004
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Felix B.
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Beitrag von Felix B. »

Blau&Weiß hat geschrieben:Quelle: Stuttgarter Zeitung vom 1. März 2004
:shock: Sehr gut, endlich ham wir jemanden der an die Online Artikel der StZ rankommt. Super, vielen Dank! :)
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