Einige Anhänger von Fußball-Drittligist Dynamo Dresden haben mit einer makabren Aktion auf die 0:3-Niederlage der Schwarz-Gelben vom Sonntag gegen Paderborn reagiert.
Pfeffer: "Das ist unmenschlich"
Nach Information des MDR SACHSENSPIEGEL wurden auf dem Dynamo-Trainingsgelände im Großen Garten elf Gräber ausgehoben und mit Holzkreuzen versehen. Die Mannschaft reagierte geschockt, Mittelfeldspieler Sebastian Pfeffer sagte: "So etwas habe ich noch nicht erlebt. Mit fehlen die Worte. Das ist unmenschlich. Ich kann die Fans und den Frust nach der Niederlage verstehen. Aber es geht zu weit, wenn als Reaktion Gräber ausgehoben werden."
Auch der Verein reagierte auf die Aktion: Er stellte Strafanzeige gegen Unbekannt.
Nicht der erste Vorfall - Lob vom Paderborner Trainer
Dynamo-Anhänger hatten in der Vergangenheit bereits mehrfach negative Schlageilen produziert. Für Aufsehen sorgten u.a. Morddrohungen gegen den früheren Hauptgeschäftsführer Bernd Maas von Februar diesen Jahres oder die wiederholte Beteiligung an Ausschreitungen. Erst Mitte Oktober provozierten Dynamo-Fans durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern beim Gastspiel in Jena eine Spielunterbrechung.
Nach der 0:3-Niederlage von Sonntag gegen Paderborn ernteten die Dynamo-Anhänger allerdings zumeist Lob. So zeigte sich der Paderborner Trainer Pavel Dotchev vom fairen Verhalten auf den Rängen angetan und sprach von den "besten Fans in Deutschland." Ein Bild, das einige Anhänger am Montag mit Spaten und Holzkreuzen zerstörten.
http://www.mdr.de/sport/fussball_3l/5886446.html
