Die Präsidenten im Interview

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kässpätzle
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Die Präsidenten im Interview

Beitrag von kässpätzle »

"Am liebsten wäre mir: Kickers in Liga zwei"
Stuttgart - Blau gegen Rot. Früher war dieses Stadtduell für viele Stuttgarter eine Glaubensfrage. Vor dem Freunschaftsspiel zwischen den Kickers und dem VfB am 25. März (18.30 Uhr/Gazistadion) sind sich die Präsidenten der beiden Fußballclubs einig: Von der großen Rivalität ist nicht mehr viel zu spüren. Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum und VfB-Kollege Erwin Staudt im Interview:


Herr Staudt, Herr Eichelbaum, Sie beide strahlen, besser hätte das Wochenende nicht laufen können?



Staudt: Also ich habe mich riesig für die Kickers gefreut, das Ergebnis aus Emden hat sich bei uns in der Arena wie ein Lauffeuer verbreitet.

Eichelbaum: Der VfB hat den Tabellenführer geschlagen, eine bessere Werbung kann es für das Derby gar nicht geben.


Können Sie sich noch an das letzte Stadtderby der beiden ersten Mannschaften um Punkte erinnern?

Eichelbaum: Das war im Mai 1992.

Staudt: Ich saß auf der Gegengerade - und es war Sammer-Time. Matthias Sammer mischte die Kickers fast im Alleingang auf - der VfB machte aus einem 0:1 ein 3:1.

Eichelbaum: Der VfB wurde Meister, die Kickers stiegen ab.


Seitdem geht die Schere zwischen den beiden Clubs immer weiter auseinander.

Eichelbaum: Die Tragik in der Historie der Kickers ist, dass die größten Erfolge des VfB von Misserfolgen der Kickers begleitet werden. 1989 stiegen wir aus der Bundesliga ab, der VfB feierte ein rauschendes Uefa-Cup-Finale gegen den SSC Neapel mit Diego Maradona.

Staudt: Ich spüre keine große Rivalität mehr - von mir aus dürfen die Blauen wieder ein bisschen näher kommen. Am liebsten wären mir die Kickers sogar in Liga zwei.


Warum?

Staudt: Erstens kann Stuttgart zwei hochwertige Mannschaften durchaus vertragen. Andere Großstädte haben viel mehr erstklassige Ballsportvereine zu bieten. Und zweitens wäre ein Zweitligist in Stuttgart geradezu ideal für unsere eigenen Nachwuchsförderung. Wir könnten Talenten dort Spielpraxis geben, ohne dass sie umziehen müssten.


Derzeit sind die Blauen der Regionalliga weitaus näher als der zweiten Liga. Wäre der Abstieg der Todesstoß für die Kickers?

Eichelbaum: Nein, aber er wäre mehr als ein Betriebsunfall, weil es unheimlich schwer wäre, wieder hochzukommen.


Also würden Sie Insolvenz anmelden und ohne Altlasten in der Oberliga den Neuanfang starten?

Eichelbaum: Nein, definitiv nicht. So viel Altlasten sind es gar nicht mehr. Und: DFB und DFL haben die Insolvenz als Sanierungsinstrument faktisch ausgeschlossen.


Herr Staudt, Herr Eichelbaum, vervollständigen Sie bitte den Satz: Stuttgart ohne die Kickers wäre wie ...

Staudt: ... Hamburg ohne St. Pauli.

Eichelbaum: ... die Wilhelma ohne Raubtiere.

Das komplette Interview lesen Sie am 24. März in den Stuttgarter Nachrichten.

www.stuttgarter-nachrichten.de
Tradition ist die Weitergabe des Feuers, nicht die Anbetung der Asche... (Gustav Mahler)
all4svk
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Re: Die Präsidenten im Interview

Beitrag von all4svk »

Staudt: Also ich habe mich riesig für die Kickers gefreut, das Ergebnis aus Emden hat sich bei uns in der Arena wie ein Lauffeuer verbreitet.

ohne "Lauf"...., ein schöner Gedanke :wink:...natürlich ohne Menschenschaden!
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hiblaupositiv
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Re: Die Präsidenten im Interview

Beitrag von hiblaupositiv »

kässpätzle hat geschrieben:
Staudt: Erstens kann Stuttgart zwei hochwertige Mannschaften durchaus vertragen. Andere Großstädte haben viel mehr erstklassige Ballsportvereine zu bieten. Und zweitens wäre ein Zweitligist in Stuttgart geradezu ideal für unsere eigenen Nachwuchsförderung. Wir könnten Talenten dort Spielpraxis geben, ohne dass sie umziehen müssten.

vergiss es :!:
Lieber 4.Liga als Cannstatt II :evil:
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Ford K
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Re: Die Präsidenten im Interview

Beitrag von Ford K »

kässpätzle hat geschrieben: Staudt: Erstens kann Stuttgart zwei hochwertige Mannschaften durchaus vertragen. Andere Großstädte haben viel mehr erstklassige Ballsportvereine zu bieten. Und zweitens wäre ein Zweitligist in Stuttgart geradezu ideal für unsere eigenen Nachwuchsförderung. Wir könnten Talenten dort Spielpraxis geben, ohne dass sie umziehen müssten.
Das sind typische Sonntagsreden. Fragen wir doch konkret: Welches Lampen-Talent kam zwischen 1996 und 2001 zu den Kickers ? Obwohl seinerzeit MV ja so gut befreundet mit ADM war (war der eigentlich am Mittwoch da ?), hat er den Kickers nichts, aber auch gar nichts in der Art geboten - und wenn, dann waren die Bedingungen vermutlich für die blaue Seite nicht erfüllbar. Vielmehr gingen einige Kickers-Topspieler den umgekehrten Weg :evil:
Im März dachten alle, es geht aufwärts. April April...
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