DFL kündigt gemeinsame Hilfsmaßnahmen für die Katastrophe an

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Jürgen K.
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DFL kündigt gemeinsame Hilfsmaßnahmen für die Katastrophe an

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Hilfswelle des Sports rollt in vielen Ländern

Hamburg (dpa) - Nach dem verheerenden Erdbeben in Asien ist über den Jahreswechsel eine Hilfswelle des nationalen und internationalen Sports angerollt. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) kündigte gemeinsame Hilfsmaßnahmen für die Katastrophen-Opfer an.

"Es wird eine konzertierte Aktion des deutschen Fußballs für die Opfer der Flutkatastrophe geben", erklärte DFL-Chef Werner Hackmann der dpa. Einzelheiten sollen in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden. Sehr viel konkreter sind da schon der VfL Bochum und der MSV Duisburg sowie die englischen Proficlubs geworden.



Manchester United und Charlton Athletic stellen den Flutopfern je 140 000 Euro zur Verfügung und haben damit die Summe von 70 000 Euro verdoppelt, die jeder der 20 Clubs der Premier League bereits gespendet hatte. Allein Englands Erstligisten bringen damit 1,54 Millionen Euro auf, ein Betrag, der sicher noch anwächst: Beispielsweise haben die Spieler von Manchester City angekündigt, die Spende zu erhöhen.

Zweitligist Duisburg und Bundesligist Bochum werden den Reingewinn ihres Freundschaftsspiels am 16. Januar in der MSV-Arena vollständig einer "geeigneten Organisation" zur Opferhilfe und zum Wiederaufbau überweisen. "Diese schreckliche Katastrophe zwingt uns alle zum Handeln. Es ist unsere Pflicht, Hilfe zu leisten", erklärte MSV-Chef Walter Hellmich.

Auch Deutschlands schnellstes Brüderpaar reiht sich in die Hilfsfront ein. "Bei so viel Leid kann es nur selbstverständlich sein, dass man zu helfen versucht. Daher spenden wir auf jeden Fall", erklärte der siebenmalige Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher, "wir fühlen mit den vielen Menschen und hoffen, dass sie von weiterem Unglück verschont bleiben." Bruder Ralf meinte: "Ich bin sehr betroffen von der unfassbaren Katastrophe und habe natürlich gespendet." Eine Summe nannten beide PS-Millionäre nicht.

Auch bei der Vierschanzentournee der Skispringer ist die Flut in Asien ein Thema. "In der Mannschaft ist darüber diskutiert worden, ob aus der Teamkasse ein Betrag überwiesen wird", sagte Georg Späth, Dritter beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen. Bundestrainer Peter Rohwein ergänzte: "Wir werden auf jeden Fall etwas machen. Aber wir werden damit nicht an die Öffentlichkeit gehen. Solche Dinge sollen von Herzen kommen und nicht, um sich Image zu erkaufen."

Die Leichtathleten nützen die Silvester- und Neujahrsläufe für Sammelaktionen. So kamen aus Prämien und Spenden in Trier 5497, in Hannover 3000, in Berlin 7000 Euro zusammen. Die deutschen Rodler spendeten ihre 1600-Euro-Prämie für den Mannschaftssieg beim Weltcup in Oberhof. Beim Spiel der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) zwischen den Kölner Haien und den Krefelder Pinguinen wollen Spieler und Spielerfrauen mit Sammelbüchsen durch die Arena ziehen. Auch in der Nordamerikanischen Football-Liga NFL waren zum Abschluss der regulären Saison Sammelaktionen in den Stadien geplant. Die Baltimore Ravens brachten 15 000 Dollar als Grundstock in die NFL-Sammlung ein.

International sind vor allem die Tennisspieler, deren Saison gerade beginnt, aktiv geworden. Die Russin Maria Scharapowa und die Amerikanerin Venus Williams (6:4, 6:3) versteigerten nach dem Showmatch im thailändischen Chiang Mai ihre Schläger für jeweils 1880 Euro. Nachdem die Direktoren aller australischen Tennis-Turniere im Januar Hilfsmaßnahmen vereinbart haben, wollen der Inder Mahesh Bhupathi und der Schwede Jonas Björkman auf ihr Preisgeld beim ATP- Turnier in der kommenden Woche verzichten. Beide riefen ihre Kollegen auf, diesem Schritt zu folgen. Auch Rainer Schüttler nimmt an der mit 380 000 Dollar dotierten Veranstaltung im früheren Madras teil.

Die Herren-Profi-Vereinigung ATP wird die Gebühr von 25 000 Dollar, die die Veranstalter entrichten müssen, UNICEF zur Verfügung stellen. Direkt neben der Tennis-Anlange in Melbourne, wo am 17. Januar die Australian Open beginnen, wird es am 10. Januar im 80 000 Fans fassenden Cricket-Stadion das erste von mehreren geplanten Benefizspielen geben. Dabei trifft eine Cricket-Auswahl aus Asien gegen eine Welt-Auswahl. Cricket besitzt in den schwer getroffenen Ländern Indien und Sri Lanka eine große Tradition.
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