Juventus Turin vor Zwangsabstieg?
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Juventus Turin vor Zwangsabstieg?
Schiedsrichter-Skandal in Italien - Bilanzfälschung bei Juve? - 11.05.2006 19:35
Neun Klubs im Visier der Ermittler
Betroffen sind inzwischen Rekordmeister Juventus Turin sowie die Erstligisten AC Florenz, Lazio Rom, Udinese Calcio, FC Messina und AC Siena sowie die Zweitligisten FC Arezzo, AC Crotone und SSC Avellino - der Schiedsrichter-Skandal in Italien zieht immer weitere Kreise. Drei Klubs droht laut der "Gazzetta dello Sport" der Zwangsabstieg, darunter auch Juve.
Mutmaßliche Spielabsprachen sind Thema der Ermittlungen auf dem "Stiefel". Die Staatsanwaltschaft in Neapel rechnet damit, dass bereits in der vergangenen Saison 18 Partien unlauter beeinflusst wurden.
Gegen insgesamt 52 Personen wird ferner ermittelt, die Vorwürfe sind in einer 1400-seitigen Abhandlung zusammengefasst. Die wohl bekanntesten Namen auf der Liste der Schuldverdächtigen sind Antonio Giraudo, Geschäftsführer von Rekordmeister Juventus, und Luciano Moggi, Sportdirektor der "Alten Dame".
De Santis: "Ich bin ein ehrlicher Mensch"
Das Problem im Fall des Geschäftsführers: Er hält 3,6 Prozent der Aktien am börsennotierten Juventus. Die Familie Agnelli, Mehrheitsaktionärin, überlegt nun, Giraudo das Paket gegen zehn Millionen Euro aufzukaufen und ihn so aus dem Posten zu drängen. Giraudo hat angekündigt, dies nicht einfach hinnehmen zu wollen.
Sportdirektor Moggi werden Absprachen mit dem Schiedsrichter-Koordinator Pierluigi Pairetto vorgeworfen, der zugleich Vizepräsident des UEFA-Schiedsrichterausschusses ist. Inzwischen ist neben Pairetto auch dessen Vertreter Paolo Bergamo ins Visier der Ermittler geraten. Beide sollen in Kürze vernommen werden. Vier Schiedsrichter, darunter der designierte WM-Teilnehmer Massimo De Santis (44), werden ebenfalls der Spielabsprache verdächtigt. De Santis wehrte sich inzwischen in der Zeitung "La Repubblica" gegen die Vorwürfe: "Ich bin ein ehrlicher Mensch. Niemand kann mir etwas vorwerfen. Ich werde in Deutschland die WM-Spiele pfeiffen. Dies soll jedem klar sein."
Doch damit nicht genug. Dem am Montag zurückgetretenen Verbandspräsidenten Franco Carraro ("Ich habe nichts zu verheimlichen") folgte derweil auch dessen Stellvertreter Innocenzo Mazzini nach.
Presseboykott bei Juventus - Capello zu Inter?
An Spielern und Trainer von Juventus Turin dürfte das alles wohl kaum spurlos vorübergehen. Kurz vor dem 29. Titelgewinn - ein Punkt fehlt noch am Sonntag bei Reggina Caldio - droht der Zwangsabstieg. Der Klub boykottiert seit Wochen die Presse, Trainer Fabio Capello soll vor einem Wechsel zu Inter Mailand stehen (Cesare Prandelli vom AC Florenz wird als Nachfolger gehandelt) und das Verhältnis zwischen Spielern und Coach soll auch nicht bestens sein. Kapitän Alessandro del Piero brach dieser Tage nach einem Disput mit Capello das Training ab.
Die Agnellis werden angesichts der Horrormeldungen wohl Juves Führungsebene auswechseln.
Doch der Skandal erschüttert nicht nur den piemontesischen Traditionsverein. Ganz Italien schüttelt den Kopf über das Netz, das die beiden Juve-Macher Moggi und Giraudo zusammen mit Moggi-Filius Alessandro - Chef der mächtigen Spielergewerkschaft GEA - um den italienischen Calcio gesponnen haben. So soll die GEA mit Drohungen den Transfermarkt manipuliert haben. Nach dem Motto: "Entweder unterschreibst du bei uns, oder deine Karriere wird nicht mehr viel wert sein." Moggi und die GEA sollen letztlich in vielen Fällen entschieden haben, wohin Spieler wechseln dürfen und wohin nicht.
Seit 2003 beobachtete die Staatsanwaltschaft die Geschehnisse ("Sportbetrug mit illegalen Geschäften unter Gewaltandrohung") eher dezent aus dem Hintergrund. Am Montag sollen nach Abschluss der Untersuchungen nun die Anklagen sowie die weitere Vorgehensweise dargestellt werden.
Im schlimmsten Fall drohen den Beschuldigten lebenslanger Ausschluss aus dem Fußball. Juventus muss mit Punktabzug oder gar dem Abstieg rechnen, das Gesetz erlaubt sogar die Aberkennung des Scudetto 2005. Mittlerweile meldete sich auch die Europäische fußball-Union (UEFA9 zu den Vorfällen in Italien zu Wort: "Italiens Fußballverband muss Maßnahmen ergreifen", sagte der Kommunikationsdirektor der UEFA, William Gaillard: "Was in Italien geschieht, ist ein Spiegelbild dessen, was auch in anderen Ländern Europas passiert. Einige Machtgruppen wollen den Fußball beeinflussen. Die großen Klubs arbeiten an wirtschaftlichen Plänen und wollen keine Überraschungen in der Champions League dulden. Daher gibt es die Tendenz, die Schiedsrichter zu beeinflussen. Die Macht des Geldes ist enorm."
Quelle: www.kicker.de
Neun Klubs im Visier der Ermittler
Betroffen sind inzwischen Rekordmeister Juventus Turin sowie die Erstligisten AC Florenz, Lazio Rom, Udinese Calcio, FC Messina und AC Siena sowie die Zweitligisten FC Arezzo, AC Crotone und SSC Avellino - der Schiedsrichter-Skandal in Italien zieht immer weitere Kreise. Drei Klubs droht laut der "Gazzetta dello Sport" der Zwangsabstieg, darunter auch Juve.
Mutmaßliche Spielabsprachen sind Thema der Ermittlungen auf dem "Stiefel". Die Staatsanwaltschaft in Neapel rechnet damit, dass bereits in der vergangenen Saison 18 Partien unlauter beeinflusst wurden.
Gegen insgesamt 52 Personen wird ferner ermittelt, die Vorwürfe sind in einer 1400-seitigen Abhandlung zusammengefasst. Die wohl bekanntesten Namen auf der Liste der Schuldverdächtigen sind Antonio Giraudo, Geschäftsführer von Rekordmeister Juventus, und Luciano Moggi, Sportdirektor der "Alten Dame".
De Santis: "Ich bin ein ehrlicher Mensch"
Das Problem im Fall des Geschäftsführers: Er hält 3,6 Prozent der Aktien am börsennotierten Juventus. Die Familie Agnelli, Mehrheitsaktionärin, überlegt nun, Giraudo das Paket gegen zehn Millionen Euro aufzukaufen und ihn so aus dem Posten zu drängen. Giraudo hat angekündigt, dies nicht einfach hinnehmen zu wollen.
Sportdirektor Moggi werden Absprachen mit dem Schiedsrichter-Koordinator Pierluigi Pairetto vorgeworfen, der zugleich Vizepräsident des UEFA-Schiedsrichterausschusses ist. Inzwischen ist neben Pairetto auch dessen Vertreter Paolo Bergamo ins Visier der Ermittler geraten. Beide sollen in Kürze vernommen werden. Vier Schiedsrichter, darunter der designierte WM-Teilnehmer Massimo De Santis (44), werden ebenfalls der Spielabsprache verdächtigt. De Santis wehrte sich inzwischen in der Zeitung "La Repubblica" gegen die Vorwürfe: "Ich bin ein ehrlicher Mensch. Niemand kann mir etwas vorwerfen. Ich werde in Deutschland die WM-Spiele pfeiffen. Dies soll jedem klar sein."
Doch damit nicht genug. Dem am Montag zurückgetretenen Verbandspräsidenten Franco Carraro ("Ich habe nichts zu verheimlichen") folgte derweil auch dessen Stellvertreter Innocenzo Mazzini nach.
Presseboykott bei Juventus - Capello zu Inter?
An Spielern und Trainer von Juventus Turin dürfte das alles wohl kaum spurlos vorübergehen. Kurz vor dem 29. Titelgewinn - ein Punkt fehlt noch am Sonntag bei Reggina Caldio - droht der Zwangsabstieg. Der Klub boykottiert seit Wochen die Presse, Trainer Fabio Capello soll vor einem Wechsel zu Inter Mailand stehen (Cesare Prandelli vom AC Florenz wird als Nachfolger gehandelt) und das Verhältnis zwischen Spielern und Coach soll auch nicht bestens sein. Kapitän Alessandro del Piero brach dieser Tage nach einem Disput mit Capello das Training ab.
Die Agnellis werden angesichts der Horrormeldungen wohl Juves Führungsebene auswechseln.
Doch der Skandal erschüttert nicht nur den piemontesischen Traditionsverein. Ganz Italien schüttelt den Kopf über das Netz, das die beiden Juve-Macher Moggi und Giraudo zusammen mit Moggi-Filius Alessandro - Chef der mächtigen Spielergewerkschaft GEA - um den italienischen Calcio gesponnen haben. So soll die GEA mit Drohungen den Transfermarkt manipuliert haben. Nach dem Motto: "Entweder unterschreibst du bei uns, oder deine Karriere wird nicht mehr viel wert sein." Moggi und die GEA sollen letztlich in vielen Fällen entschieden haben, wohin Spieler wechseln dürfen und wohin nicht.
Seit 2003 beobachtete die Staatsanwaltschaft die Geschehnisse ("Sportbetrug mit illegalen Geschäften unter Gewaltandrohung") eher dezent aus dem Hintergrund. Am Montag sollen nach Abschluss der Untersuchungen nun die Anklagen sowie die weitere Vorgehensweise dargestellt werden.
Im schlimmsten Fall drohen den Beschuldigten lebenslanger Ausschluss aus dem Fußball. Juventus muss mit Punktabzug oder gar dem Abstieg rechnen, das Gesetz erlaubt sogar die Aberkennung des Scudetto 2005. Mittlerweile meldete sich auch die Europäische fußball-Union (UEFA9 zu den Vorfällen in Italien zu Wort: "Italiens Fußballverband muss Maßnahmen ergreifen", sagte der Kommunikationsdirektor der UEFA, William Gaillard: "Was in Italien geschieht, ist ein Spiegelbild dessen, was auch in anderen Ländern Europas passiert. Einige Machtgruppen wollen den Fußball beeinflussen. Die großen Klubs arbeiten an wirtschaftlichen Plänen und wollen keine Überraschungen in der Champions League dulden. Daher gibt es die Tendenz, die Schiedsrichter zu beeinflussen. Die Macht des Geldes ist enorm."
Quelle: www.kicker.de
Stuttgarter Kickers - Der Ex-Profiverein für alle, die keinen Profiverein brauchen.
Alleine schon der Name: Juventus Turin passt nicht in die Serie B, sondern in die europäische Spitzenklasse.DirtyToby hat geschrieben:Jo, davon gehe ich auch mal stark aus... Aber hätte schon wasÜberlinger hat geschrieben:Am Ende schaffen es die großen Klubs dort doch immer noch drin zu bleiben!
Die "Alte Dame" wird Meister und bleibt drin!!!
- allweisa
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Denke ich auch, irgendeiner wird geopfert und das war´s.Oeffinger hat geschrieben:Da wird es wohl ein Bauernopfer geben und gut ist.
Das wird immer mehr mit dem Beschiß (Hoffenheims Prämie, Hoyzer, Schalkes Bilanzfälschung, jetzt Italien).
Jetzt weiß ich warum wir noch nicht Deutscher Meister waren :wink:
Das war ja bisher immer so. leider..
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Blauer Bub
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Da hebn wir die Schuligen - es sind die Serben!!! :wink:
Zitat aus der sport1-Homepage:
Ein Serbenhaufen (!!!)
"Wir beteiligen uns nicht an Spekulationen. Aber die WM fängt bald an, so dass wir um baldige Zustellung der Berichte aus Italien gebeten haben", so die Fifa. Nach den Rücktritten der Führung von Juve und FIGC-Präsident Franco Carraro kehren unterdessen die Verantwortlichen die Scherben zusammen
Zitat aus der sport1-Homepage:
Ein Serbenhaufen (!!!)
"Wir beteiligen uns nicht an Spekulationen. Aber die WM fängt bald an, so dass wir um baldige Zustellung der Berichte aus Italien gebeten haben", so die Fifa. Nach den Rücktritten der Führung von Juve und FIGC-Präsident Franco Carraro kehren unterdessen die Verantwortlichen die Scherben zusammen
Quelle: http://sport.ard.de/sp/fussball/news200 ... ntus.jhtmlDrahtzieher könnte laut Behörden Juventus-Manager Luciano Moggi gewesen sein. Er und weitere Verdächtige sollen 29 der 38 Meisterschaftsspiele beeinflusst haben, meldet die "La Gazetta dello Sport".
Wenn das alles wahr sein sollte.
- SAUNASARKAST
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scheisse schwimmt bekanntlich immer oben...
eigentlich brauchte man keine staatsanwaltschaft um zu der erkenntnis zu gelangen, dass seit ewigkeiten für juve gefiffen wird, oder?
der italienische fußball ist richtig krank, und die symptome werden immer deutlicher. sehr schade für die fußballverrückten italiener! ich hoffe nur, dass diese mafiösen strukturen (wenn es sie denn wirklich gibt) nicht auch in anderen großen fußballändern aktiv sind
eigentlich brauchte man keine staatsanwaltschaft um zu der erkenntnis zu gelangen, dass seit ewigkeiten für juve gefiffen wird, oder?
der italienische fußball ist richtig krank, und die symptome werden immer deutlicher. sehr schade für die fußballverrückten italiener! ich hoffe nur, dass diese mafiösen strukturen (wenn es sie denn wirklich gibt) nicht auch in anderen großen fußballändern aktiv sind