Presseberichte aus der Esslinger Zeitung

Alles rund um unsere Blauen aus sportlicher Sicht
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Horschdi
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Presseberichte aus der Esslinger Zeitung

Beitrag von Horschdi »

EßZ vom Samstag:

Malchow rettet Punkt, aber Kickers zittern weiter

Nur 1:1 gegen Eschborn - Köstel hält Foulelfmeter - Unruhe in der Führungsetage

Stuttgart - Sportlich treten die Stuttgarter Kickers auf der Stelle und in der Führungsetage herrscht große Unruhe. Der Fußball-Regionalligist geht schweren Zeiten entgegen. Das Team von Trainer Rainer Adrion musste gestern Abend gegen den 1. FC Eschborn mit einem 1:1 (0:0) zufrieden sein. Zudem gibt es offenbar Streit zwischen Präsident Hans Kullen und Hauptsponsor Eduardo Garcia.

Von Hannes Kern

Nach einer desolaten ersten Hälfte steigerten sich die "Blauen" im zweiten Abschnitt und retteten zumindest einen Punkt. "In der ersten Hälfte haben wir gespielt wie ein Absteiger", war Adrion enttäuscht, "die zweite war gut. Wir haben unsere zwei Gesichter gezeigt."

Die harmlosen Kickers scheiterten häufig schon an der Mittelfeldreihe der Hessen. Zudem versteckte sich Eschborn keineswegs und spielte mutig nach vorne. Die "Blauen" durften sich bei Torhüter Tino Köstel bedanken, dass das Spiel nicht früh entschieden war. Joachim Cast foulte William Anane im Strafraum, aber Timo Leifermann scheiterte mit dem Elfmeter am Kickers-Torhüter (36.). Nur drei Minuten später bügelte Köstel einen kapitalen Patzer von Marvin Braun aus und parierte erneut gegen Leifermann.

Stuttgart kam wie verwandelt aus der Kabine. Mehr Engagement, mehr Schwung und folgerichtig gab es auch Chancen. Doch Suad Rahmanovic (51., 53.) und Mirnes Mesic (55.) vergaben. Pech hatten die "Blauen" nicht nur im Abschluss. Nach einem Freistoß lenkte Stefan Minkwitz das Leder zum 0:1 ins eigene Tor (73.). Alexander Malchow rettete mit dem Ausgleich wenigstens einen Punkt. Nachdem Oliver Barth an den Pfosten geköpft hatte, staubte der Verteidiger ab (86.).

Auch hinter den Kulissen läuft es bei den Kickers nicht rund. Laut "Stuttgarter Nachrichten" sollen sich Präsident Hans Kullen und Hauptsponsor Eduardo Garcia in die Haare geraten sein, Aufsichtsratsmitglied Günter Daiss und Präsidiumsmitglied Edin Rahic sind wegen der Entlassung von Jugendleiter Paul Kilgus im Clinch.

Stuttgarter Kickers: Köstel - Steinle (77. Ivan), Zimmermann (33. Cast), Malchow, Minkwitz - Braun, Barth, Milchraum, Eckhardt (46. Obinna)- Mesic, Rahmanovic.

1. FC Eschborn: Schmitt - Beisel, Greuel, Gaubatz - Ochmann, Daga (78. Abdel Hag), Kolb, Castellino, Guerrera - Leifermann (62. Steiner), Anane (56. Brendel).

Schiedsrichter: Brombacher (Kandern).

Zuschauer: 2356.

Tore: 0:1 Minkwitz (Eigentor/73.), 1:1 Malchow (86.).

Gelbe Karten: Cast / Daga, Brendel, Castellino, Steiner.

Besonderes Vorkommnis: Köstel hält Elfmeter von Leifermann (36.).

Beste Spieler: Köstel / Castellino.


EßZ von heute:

Kullen als Hansdampf in allen Gassen - Allgemeine Verunsicherung bei den Kickers - Präsident spielt Meinungsverschiedenheiten mit Garcia herunter

Fröhlich sieht anders aus. Nach dem 1:1 gegen Aufsteiger 1. FC Eschborn gab es beim Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers lange Gesichter. Die sportlicher Bilanz ist ernüchternd: In den letzten neun Spielen gab es lediglich einen Sieg, die Abstiegsangst grassiert schon wieder in Degerloch. Und in der Führungsetage gibt es heftige Meinungsverschiedenheiten. Präsident Hans Kullen wird zum Hansdampf in allen Gassen, der überall Brände löschen muss.

Von Hannes Kern

Trainer Rainer Adrion war einmal mehr in Erklärungsnot, redete aber nicht um den heißen Brei herum. "In der ersten Hälfte waren wir nicht auf dem Platz und haben gespielt wie ein Absteiger", sagte er, und keiner widersprach. Die Kickers hatten keine einzige Chance, Eschborns Torhüter Sven Schmitt hätte gut und gerne in der Kabine bleiben können, er hatte schlichtweg nichts zu halten.Wenigstens war nach dem Wechsel so etwas wie ein Aufbäumen zu erkennen und selbst das Eigentor von Stefan Minkwitz (73.) brachte die "Blauen" nicht ins Straucheln. Alexander Malchows Ausgleich vier Minuten vor Schluss war der Lohn der Mühe, der jedoch die Grundproblematik nicht kaschiert: Die Kickers bleiben nach wie vor weit hinter ihren eigenen Ansprüchen zurück. "Wenn wir so spielen wie in den zweiten 45 Minuten, haben wir eine Chance", sagte Adrion. Die Chance, den Abstieg zu verhindern?Kullen stellte sich einmal mehr demonstrativ hinter die Mannschaft und Adrion. "Es gibt keine Trainerdiskussion", sagte der Präsident, "denn es wurde nachgewiesen, dass ein Trainerwechsel nichts bringt." Kullen ist nach wie vor der Auffassung, dass die Mannschaft "mehr kann als sie zeigt". Ob das stimmt, ist die Frage. Zumindest bleibt sie den Beweis schuldig, höheren Ansprüchen zu genügen. Warum das so ist, kann keiner erklären. "Da ist eine Blockade, die es zu lösen gilt", erklärte der Präsident, der freilich nicht weiß, wie das gehen soll.
Die Kicker treten sportlich auf der Stelle, wirtschaftlich bleibt die Lage angespannt, und in der Führungsetage rappelt es. Kullen und Hauptsponsor Eduardo Garcia hatten einen Disput wegen der Entlassung des Jugendleiters Paul Kilgus. Der Präsident versucht, die Meinungsverschiedenheit herunterzuspielen. "Wir waren nicht der gleichen Meinung. Das Thema ist abgehakt, wir lassen uns nicht auseinander dividieren", sagte er.Kullen will Ruhe reinbringen, und das ist offensichtlich leichter gesagt als getan. "Die Lage ist momentan sehr schwierig", meinte auch Geschäftsführer Karaman Erdin. Und keine Aussicht auf Besserung.


Noch ein Pressebericht aus der "Sonntag Aktuell":

Zu grosser Respekt

Konflikte in der Vereinsführung, Streit um die Jugendarbeit, erneut wirtschaftliche Probleme und nun auch eine handfeste sportliche Krise:

Nach dem 1-1 am Freitag gegen den Aufsteiger 1.FC Eschborn nähern sich die Stuttgarter Kickers immer mehr den Abstiegsplätzen. "Die Lage ist sehr schwierig", sagt Manager Kahraman Erdin nach nur einem Sieg aus den vergangenen neuen Spielen, "wenn wir gegen Eschborn nicht gewinnen, wo sollst du sonst Punkte holen ?" Das Problem: Die Mannschaft zeigt derzeit im Spielaufbau viel zu wenig - wie auch gegen Eschborn. Zudem hat sie erneut die gesamt erste Halfte gebraucht, um überhaupt in die Partie zu finden- "Das hat damit zu tun, dass man unsicher ist und Respekt vor dem Gegner hat", sagt Trainer Rainer Adrion. Die Hessen waren als Tabellendrittletzter angereist.
Die Unruhe im Verein will Adrion nicht als Entschuldigung gelten lassen. "Wir haben darüber geredet. Aber davon müssen wir uns im Tagesgeschäft frei machen." Nun hoffen sie in Degerloch darauf, mit einem Sieg am kommenden Samstag in Elversberg die schlechte Auswärtsbilanz aufzumöbeln.
"Wir müssen immer alles geben, um konkurrentfähig zu sein", sagt Adrion. Das gilt wohl nicht nur für die Mannschaft.
WIR SIND EUROPAPOKALSIEGER DER LANDESMEISTER IM FELDHOCKEY !!!

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