Und hier kann man sehen was so ein nettes T-Hemd alles auslösen kann:
Gar nicht lustig fanden türkische Jugendliche ein solches T-Shirt.
DILLWEISSENSTEIN. Eine Schlägerei unter jugendlichen Fußballspielern in Dillweißenstein hat dieser Tage auch überregional für Schlagzeilen gesorgt. Kurios an der Geschichte ist vor allem der Auslöser für die Keilerei.
Stein des Anstoßes war ein A-Juniorenspieler des FSV Eisingen, der ein T-Shirt mit der Aufschrift „Danke Schweiz“ trug – eine Anspielung auf das Ausscheiden der türkischen Fußball-Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation gegen die Schweiz am 16. November 2005.
Die überwiegend türkischen Spieler der gastgebenden Spvgg Dillweißenstein fühlten sich durch das Kleidungsstück provoziert. Nach dem Turnier-Finale in der Ottersteinhalle, das die Eisinger gegen Dillweißenstein gewonnen hatten, eskalierten die Geschehnisse. Unmittelbar nach der Siegerehrung kam es zu einer Prügelei vor der Halle. Etwa 20 Türken sollen nach Angabe von Zeugen die Eisinger abgepasst und geschlagen haben. Dabei wurden nach Polizeiangaben drei Spieler aus Eisingen leicht verletzt (die PZ berichtete). Diese erstatteten Anzeige wegen Körperverletzung.
Täter noch unbekannt
Wer genau zugeschlagen hat, weiß man nicht. Neben den türkischen Spielern aus Dillweißenstein sollen auch türkische Zuschauer sowie türkische Spieler aus Schömberg und Enzberg in die Schlägerei verwickelt gewesen sein, sagt der Jugendleiter der Spvgg Dillweißenstein, Arnold Wesper. Wesper verurteilt das Verhalten seiner Spieler aufs Schärfste: „So geht es nicht. Wir überlegen, ob wir die Verantwortlichen aus dem Verein ausschließen.“ Das Problem ist nur, dass man diese nicht kennt. „Wir werden aber alles tun, um die Polizei bei ihren Ermittlungen zu unterstützen“, erklärt Wesper.
So werde man der Polizei die Spielberichte und Spielerpässe zukommen lassen, um die Schläger schnell zu identifizieren. „Bei solchen Vorfällen ist es immer sehr schwer, neutrale Tatzeugen zu finden“, heißt es von Seiten der Polizei.
Die Jugendabteilung der Spvgg Dillweißenstein umfasst derzeit etwa 130 Kinder.
Die Mannschaften der A- und B-Junioren bestehen nach den Angaben Wespers zu rund 80 Prozent aus Türken.
Der Dillweißensteiner Jugendleiter verurteilt die Aktion seiner Spieler, wundert sich aber gleichzeitig über die anhaltende Provokation des Eisinger Spielers, übrigens Torhüter der FSV-A-Junioren. „Als Verantwortlicher hätte ich ihn aufgefordert, das T-Shirt auszuziehen, um allem Ärger aus dem Weg zu gehen“, sagt Wesper. Es habe sich abgezeichnet, dass etwa passieren könnte. „Ich habe dem Spieler in der Halle gesagt, er soll das Shirt ausziehen“, so Jugendleiter Wesper.
Als eher harmlose Aktion und keinesfalls als bewusste Provokation sieht man bei den Verantwortlichen des FSV Eisingen die ganze Geschichte. „Der Spieler trug ein handelslübliches T-Shirt, die meiste Zeit unter seinem Torwarttrikot“, sagt der Vorsitzende des FSV Eisingen, Tom Wiegand. Es habe sich in keinster Weise abgezeichnet, dass die Situation derart eskalieren könnte, meint FSV-Jugendleiter Uli Waibel im Rückblick auf die Ereignisse am Dreikönigstag.
Einen Ausschluss vom Verein hält Tom Wiegand nicht unbedingt für die geeignete Reaktion auf das Fehlverhalten der türkischen Tatverdächtigen. „Das ist nicht sinnvoll. Ich bin da eher für vereinsinterne Konsequenzen. Sollten die Täter ermittelt werden können, droht ihnen außer der Strafe wegen Körperverletzung auch eine sportrechtliche Verurteilung vom Fußballverband.