Robert Enke ist tot!

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SIR Andrew
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Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von SIR Andrew »

Es hat mich gestern Abend echt schockiert und sehr berührt, dass ein junger Mensch so einen Schritt durchführt.
Was muß bloß in ihm vorgegangen sein? Möge er für sich seinen inneren Frieden gefunden haben.
Mein herzliches Beileid seiner Familie, seinen Angehörigen und Freunden.
Es sind nicht die Fahnen, die Farben, die Schminke oder die Trikots, die euch zum Fan machen. Es ist das Gefühl, das ihr in euch spürt. Die Fähigkeit, wegen eurer Mannschaft zu verzweifeln und sie trotzdem zu lieben und in totale Ekstase zu verfallen. 365 Tage im Jahr. *Mirko Bohn*
Tobi78
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Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von Tobi78 »

Eine schreckliche Meldung. Wie verzweifelt muß ein Mensch mit einer Familie und einer erfolgreichen sportlichen Laufbahn sein, um so einen Schritt auf eine solche Weise zu vollziehen?
Meine tief empfundene Anteilnahme gilt seiner Familie, seinen Freunden und den Fans von 96, für die er ein großes Idol und sportlich sowie menschlich ein Vorbild war.
pitt
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Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von pitt »

Bin immer noch geschockt über diese traurige Nachricht
wie verzweifelt muss Robert Enke gewesen sein das er diesen Schritt
Wählte bin immer noch fassungslos
Mein Beileid
Bluebyte

Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von Bluebyte »

Unfassbar.
Bluespirit

Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von Bluespirit »

Mein Mitgefühl den Angehörigen.Er litt seit dem tod seiner Tochter sicher unter Depressionen.10-15 % aller davon Betroffenen begehen irgendwann Suizid.Dass er es sportlich mit dieser Erkrankung bis in die N11 geschafft hat,ist umso bemerkenswerter.
Blue Chris

Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von Blue Chris »

(weiß)blaues Blut hat geschrieben:"Tod und Hass dem S04"
kannst du diese kindische Signatur nicht mal entfernen? Was haben Tod und Hass mit Fußball zu tun?
Zum Thema:
eine unfassbare Nachricht. Wie verzweifelt muss man sein, so einen Weg zu wählen!
Ich wünsche seiner Frau und der Familie viel Kraft.
da gebe ich dir recht, aber an die doofe Signatur habe ich gestern nicht mehr wirklich gedacht.

Hannover hatt seine Webseite abgeschalten und nur den Text "wir trauern um Robert Enke" plus Geburts und Todestag eingefügt.

http://hannover96.de" onclick="window.open(this.href);return false;
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kässpätzle
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Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von kässpätzle »

http://www.enke1.de/index.php?id=68" onclick="window.open(this.href);return false;
Tradition ist die Weitergabe des Feuers, nicht die Anbetung der Asche... (Gustav Mahler)
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F95
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Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von F95 »

Wenn Fussball plötzlich zur Nebensache wird.

Mein Beileid gilt seiner Frau, seiner Tochter und den Angehörigen.

R.I.P Robert Enke.
(weiß)blaues Blut
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Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von (weiß)blaues Blut »

Tobi78
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Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von Tobi78 »

Gerade wurde die Pressekonferenz aus Hannover übertragen. So etwas Schlimmes habe ich selten gesehen. Wahnsinn, welche Kraft Teresa Enke aufgebracht hat, an dieser PK teilzunehmen und über diesen Schicksalsschlag zu sprechen.

Robert Enke litt an Depressionen und starken Versagensängsten und war bereits 2003 deswegen in psychologischer Behandlung. Vor 6 Wochen nahm er wieder Kontakt mit seinem behandelnden Arzt auf, lehnte aber eine stationäre Behandlung aus Angst vor einem öffentlichen Bekanntwerden seiner Krankheit katagorisch ab. Er hatte seinen Freitod wohl schon einige Tage geplant und entschuldigt sich in seinem Abschiedsbrief bei seiner Familie und Freunden (dazu gehört auch der behandelnde Arzt) für die bewußte Täuschung in den Tagen vor seinem Suizid.

Psychische Erkrankungen wie Depressionen sind wesentlich häufiger, als gemeinhin angenommen wird. So haben sich z.B. die Krankheitstage wegen psychischer Erkrankungen seit 1995 um 80 % erhöht. Das Schlimmste daran ist, dass diese Erkrankungen Tabuthemen sind, die meistens von den Betroffenen und Angehörigen verschwiegen werden.
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gerko
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Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von gerko »

Hochachtung, dass seine Frau heute (schon) an die Presse ging, das hätte keiner erwartet. Für Außenstehende und Gesunde ist sein Schritt nicht zu verstehen. Der Druck durch die Öffentlichkeit und Presse ist enorm, da will man nicht tauschen.
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kässpätzle
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Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von kässpätzle »

Länderspiel ist abgesagt! Gerade kam es im Radio! Eine richtige Entscheidung, finde ich!
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kässpätzle
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Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von kässpätzle »

...
Zuletzt geändert von kässpätzle am Mittwoch 11. November 2009, 15:14, insgesamt 1-mal geändert.
Tradition ist die Weitergabe des Feuers, nicht die Anbetung der Asche... (Gustav Mahler)
Maro
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Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von Maro »

Ruhe in Frieden! Gott sei bei ihm und tröste seine Familie, aber auch seine Freunde und den Lokführer, der dieses dramatische Ereignis miterlebt hat.

Es gibt wichtigeres als Fußball!
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tobi-svk
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† Robert Enke ist tot! Länderspiel gegen Chile abgesagt

Beitrag von tobi-svk »

Spiel wurde abgesagt (Threadtitel anpassen!):
Nach dem tragischen Tod von Nationaltorwart Robert Enke im Alter von nur 32 Jahren hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) das Länderspiel gegen Chile am kommenden Samstag in Köln abgesagt. Bereits gezahlte Eintrittsgelder für das abgesagte Spiel werden selbstverständlich zurückgezahlt.
http://www.dfb.de/index.php?id=500014&tx_dfbnews_pi1" onclick="window.open(this.href);return false;[showUid]=20704&tx_dfbnews_pi4[cat]=56
Zuletzt geändert von tobi-svk am Mittwoch 11. November 2009, 15:48, insgesamt 1-mal geändert.
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renegade
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Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von renegade »

ein echter hammer, unfassbar! RIP Robert Enke !

spontan ziehe ich da den hut vor Sebastian Deissler und hoffe, dass er anderen Fussballkollegen einen Ausweg aus möglichen Lebenskrisen gezeigt hat...
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Wursti
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Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von Wursti »

R.I.P ROBERT ENKE
http://www.uzb-clan.de" onclick="window.open(this.href);return false;
Ølli
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Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von Ølli »

R.I.P.! http://www.hannover96.de/
Respekt! http://www.fcbayern.t-home.de/

http://www.stuttgarter-kickers.de/
11.11.2009
Stuttgarter Kickers trauern um Robert Enke

Die Spieler, Trainer, Gremienmitglieder, Mitarbeiter und Freunde der Stuttgarter Kickers sind tief betroffen vom plötzlichen und unfassbaren Tod von Robert Enke. Er war für viele Fußballspieler und Menschen ein Vorbild als herausragende Persönlichkeit und Sportler.

Das ganze Mitgefühl der Kickers gilt seiner Frau Teresa, seinen Eltern und engen Freunden, sowie den Mitspielern und Wegbegleitern von Robert Enke.

Der deutsche Fußball hat einen großartigen Menschen verloren.
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F95
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Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von F95 »

PK Hannover: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/ ... -zu-finden" onclick="window.open(this.href);return false;

PK DFB: http://tv.dfb.de/index.php?view=1536" onclick="window.open(this.href);return false;
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Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von Ølli »

In unserem Verein tut es mir auch für Jens Zimmermann ganz besonders leid, der Robert Enke persönlich kannte. Nicht nur aus seiner Arbeitszeit beim Sportartikelausrüster UHLSPORT, wo er den Robert Enke jahrelang persönlich betreut hat. Auch deshalb finde ich es sehr angemessen, dass Spieler, Trainer, Gremienmitglieder, Mitarbeiter und Freunde der Stuttgarter Kickers auf der Homepage einen kleinen Nachruf plaziert haben. Ich kann mich dem nur anschließen.
erich schmeil
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Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von erich schmeil »

Robert wir trauern um dich. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und der Familie
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Raul
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Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von Raul »

Unfassbar!
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Raul
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Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von Raul »

Unendlich viel Stärke und Mut braucht es für seine Frau in dieser Situation vor die Presse treten zu können.
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0, ... 09,00.html
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kässpätzle
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Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von kässpätzle »

Raul hat geschrieben:Unendlich viel Stärke und Mut braucht es für seine Frau in dieser Situation vor die Presse treten zu können.
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0, ... 09,00.html
Auf der einen Seite ja, auf der anderen Seite: wäre dies in seinem Sinne? Er hat seine Krankheit geheim gehalten und wollte mit Sicherheit nicht, daß es jetzt breitgetreten wird... Es war sicherlich sehr schwierig für seine Frau, da die richtige Entscheidung zu fällen! Auch ich bewundere den Mut und die Kraft von Frau Enke
Tradition ist die Weitergabe des Feuers, nicht die Anbetung der Asche... (Gustav Mahler)
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Tacheles
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Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von Tacheles »

kässpätzle hat geschrieben:
Raul hat geschrieben:Unendlich viel Stärke und Mut braucht es für seine Frau in dieser Situation vor die Presse treten zu können.
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0, ... 09,00.html
Auf der einen Seite ja, auf der anderen Seite: wäre dies in seinem Sinne? Er hat seine Krankheit geheim gehalten und wollte mit Sicherheit nicht, daß es jetzt breitgetreten wird... Es war sicherlich sehr schwierig für seine Frau, da die richtige Entscheidung zu fällen! Auch ich bewundere den Mut und die Kraft von Frau Enke
Es war sicher der schwerste Weg -keine 24 Std. nach der Tragödie- aber der Richtige ! Die Presse hätte das Puzzle nach und nach zusammengesetzt und Familie und Bekannte wären in ihrer Trauer wahrscheinlich immer wieder gestört und bedrängt worden ("Stimmt es, dass Robert Enke unter Depressionen litt ?"). Für Frau Enke muss der Druck mit der Krankheit ihres Mannes zu leben, der als Mensch und Sportler funktionieren wollte und das zu einem hohen Preis, immens viel Kraft gekostet haben. Bei aller Trauer wird es auch eine Befreiung für sie gewesen sein endlich einmal offen dazu Stellung genommen zu haben !

Ich muss ehrlich gestehen, dass mich die ganzen Umstände -auch wegen der Person Enke- mehr betroffen machen, als ich dachte. Zu sehr ist man bei dem ganzen "Promi-Sterben" manchmal schon abgestumpft ! Gerade Teresa Enke wünsche ich, dass nach der Trauer auch wieder die schönen Momente des Lebens sie wiederfinden und ihr ein ähnliches Schicksal erspart bleibt !
Werde auch DU Fansponsor der Stuttgarter Kickers !!!!!!!

Informationen gibt es unter 12für11.de
GOLeo-nberg
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Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von GOLeo-nberg »

Lebe ich nur noch unter Bekloppten.

Hier wird so getan, als ob der Papst oder die Bundeskanzlerin vor die S-Bahn gehopst ist.
Haalloo. Ein Grossteil der Menschen interessiert sich nicht einmal für Fussball, zumal es sich "nur" um die schönste Nebensache der Welt handelt, und
kennt diesen Menschen nicht einmal bei Namen.

Und die Medien tragen schön zur Volksverdummung bei.
Wenn Max Mustermann Suizid begeht - bekommt der ein ZDF-Spezial, oder die 1. Meldung in der Tagesschau oder eine Schlagzeile in der Bild-Zeitung?

Kaputte Welt. Mir tut der Lokführer leid, den Herrn Enke ein Trauma bescherrt hat.

In Afrika sterben "tagtäglich" an Hungersnöten mehrere Menschen. Ich habe davon heute keine einzige Nachricht gelesen.
Wer im Steinhaus sitzt, sollte nicht mit Gläsern werfen
Trotzdem
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Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von Trotzdem »

GOLeo-nberg hat geschrieben:Lebe ich nur noch unter Bekloppten.

Hier wird so getan, als ob der Papst oder die Bundeskanzlerin vor die S-Bahn gehopst ist.
Haalloo. Ein Grossteil der Menschen interessiert sich nicht einmal für Fussball, zumal es sich "nur" um die schönste Nebensache der Welt handelt, und
kennt diesen Menschen nicht einmal bei Namen.

Und die Medien tragen schön zur Volksverdummung bei.
Wenn Max Mustermann Suizid begeht - bekommt der ein ZDF-Spezial, oder die 1. Meldung in der Tagesschau oder eine Schlagzeile in der Bild-Zeitung?

Kaputte Welt. Mir tut der Lokführer leid, den Herrn Enke ein Trauma bescherrt hat.

In Afrika sterben "tagtäglich" an Hungersnöten mehrere Menschen. Ich habe davon heute keine einzige Nachricht gelesen.
In der Sache natürlich vollkommen richtig. Aber natürlich trifft es einen direkter, wenn ein uns Bekannter
wie Robert Enke auf so eine Art und Weise ums Leben kommt.
Und dass die Medien vom Tod eines Prominenten berichten ist ja logisch.
Peinlich ist allerdings das Auftreten unserer "Angie". Ich glaube dass die Bundeskanzlerin nicht jeder von einem
Selbstmord betroffenen Familie einen Beileidsbrief schickt. Das ist für mich in diesem Falle nur populistisch.

Auf jeden Fall finde auch ich den Tod von Robert Enke schade und traurig. Mein Mitgefühl gilt auch der Familie
und den Betroffenen.
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julian
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Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von julian »

Kaputt ist nicht,dass ich um Robert Enke trauere.
Kaputt ist nur, dass mir die anderen- die gerade (qualvoll) Sterben- scheißegal sind.

Medial gesehen, war es doch das selbe wie am 11.9, 11.3, 25.6, 10.11,.. und es wird in Zukunft wohl auch noch so bleiben.

http://www.youtube.com/watch?v=LG1MCgLHPQQ" onclick="window.open(this.href);return false;
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kässpätzle
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Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von kässpätzle »

Tacheles [reloaded] hat geschrieben:Ich muss ehrlich gestehen, dass mich die ganzen Umstände -auch wegen der Person Enke- mehr betroffen machen, als ich dachte. Zu sehr ist man bei dem ganzen "Promi-Sterben" manchmal schon abgestumpft ! Gerade Teresa Enke wünsche ich, dass nach der Trauer auch wieder die schönen Momente des Lebens sie wiederfinden und ihr ein ähnliches Schicksal erspart bleibt !
Vielleicht auch, weil man das Drama um seine Tochter so hautnah mitbekommen hat und wie er sich danach wieder berappelt hat (zumindest nach außen hin) und weil er eben mit Leib und Seele Fussballer war. Und natürlich, weil er einfach sympathisch war! Was Deine Worte zu Frau Enke angeht, denen schließe ich mich gerne an! Kaum jemand kann sich wohl vorstellen, wie sie sich fühlt...
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Überlinger

Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von Überlinger »

Für mich macht es keinen Unterschied ob die Bundeskanzlerin, der Papst, Robert Enke oder der Norbert XY Selbstmord begeht.
Ich sehe es eher exemplarisch für hunderte von Menschen, die jährlich in Deutschland ihrem Leben ein Ende setzten. Wenn man sich anschaut wie teilweise in unserer Gesellschaft über Depressionen gesprochen wird, dann muss ich einfach sagen, dass es noch ein ganz langer Weg ist bis dies wirklich in der breiten Gesellschaft endgültig als Krankheit anerkannt wird.
Ob Sebastian Deisler einen "Ausweg" gefunden hat, wage ich mal sehr zu bezweifeln. Wer einmal solch schwere Deprssionen hatte, ist praktisch unheilbar. Die Perspektive ist nicht gerade rosig. Oft muss über Jahre, wenn nicht gar für den Rest des Lebens, Antidepressiva gefuttert werden. Das Zeug verändert nicht nur deinen Charakter, es richtet dich auch körperlich! Nicht selten ist extreme Gewichtszunahme, ständiges Schwitzen... In Kombination mit Klinikbesuchen ist das nicht gerade der Weg aller Träume...
Deisler macht auch nicht gerade einen lebenfrohen Eindruck. In Zusammenhang mit seiner Buchvorstellung kam er eher als gebrochener Mann, der sich nicht verstanden fühlt und die Schuld immer noch bei anderen sucht rüber. Mal abgesehen von den damals nicht gerade professionellen Umgang der Beiteiligten damit, ist das der Idealfall?

Für die Medien ist der Tod von Robert E. natürlich wieder ein gefundenes Fressen, das "Tim-K.-Event" ist ja schließlich schon ne Weile her. Dumm nur, dass sowohl der Verein als auch Teresa in Zusammenarbeit mit dem Arzt sich sehr professionell verhalten und den Spekulationen den Wind aus den Segeln genommen haben. Ob die Pressekonferenz jetzt in Roberts Sinn war oder nicht, ist völlig scheißegal!!!
Seine Frau muss auch selber schauen wo sie bleibt und dass sie nicht kaputt geht. Sie muss auch mit dem Tod des Kindes leben, sitzt jetzt alleine mit nem kleinen Kind und ihrer Trauer da und drausen wartet ne Horde Medienvertreter, die für die morgige Ausgabe ne geile Story wollen! Sie hätte allen Grund ihn in ihrer Trauer zu verfluchen. Enke hätte schon alleine aus Rücksicht auf sie, es öffentlich machen müssen und stationär in Behandlung gehen sollen.

Eines nehme ich Enke und all den anderen, die sich auf diese Weise umgebracht haben übel. Die Tatsache, dass er/sie andere (Lokführer) hinein ziehen. Es gibt auch andere Möglichkeiten...

Ruhe in Frieden!
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Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von blauermoabit »

Klasse Beitrag Überlinger! Es bleibt zu hoffen, dass der Hype um Enkes Tod , einen Sinneswandel im gesellschaftlichen Umgang mit Depression voran treibt. Dann hätte Enkes Tod wenigstens einen Sinn gehabt.
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kässpätzle
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Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von kässpätzle »

blauermoabit hat geschrieben:Klasse Beitrag Überlinger! Es bleibt zu hoffen, dass der Hype um Enkes Tod , einen Sinneswandel im gesellschaftlichen Umgang mit Depression voran treibt. Dann hätte Enkes Tod wenigstens einen Sinn gehabt.
Das hoffe ich auch, aber ich kann es mir schlecht vorstellen. Ich habe gestern in einem anderen Forum gelesen: "Nun wird auch noch wegen so einem unbekannten Psycho das Programm geändert". Ich denke da, wie Du und hoffe auch, daß wenigstens einige mal "in sich" gehen und über einiges nachdenken...
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Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von Ølli »

Wirklich ein klasse Beitrag Überlinger, unterschreibe ich Wort für Wort!
Tobi78
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Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von Tobi78 »

Stimme dem Überlinger voll zu.
Ich habe trotzdem Verständnis für das Ausmaß der Trauer. Da spielen viele Komponenten zusammen. Der Tod der Tochter, sein soziales Engagement, sein Status als Idol, und seine Bekanntheit als Nationaltorwart.

Wenn sein Freitod wenigstens dazu beiträgt, dass die Gesellschaft darauf aufmerksam wird, dass sich täglich 3 Menschen vor einen Zug werfen und dass es in Deutschland Schätzungen zufolge 5 Mio Menschen mit (wenn auch nicht immer stark ausgeprägten) Depressionen gibt und diese Krankheit JEDEN treffen kann, dann hat es wenigstens einen positiven Effekt. Gestern gab es einen Bereicht im TV, wo die Zahl der Suizide aufgrund von Depressionen mit knapp 10.000 im Jahr genannt wurde. Diese psychischen Krankheiten werden in der Gesellschaft fast immer totgeschwiegen, dabei sind sie viel häufiger als ein Bänderriß im Sprunggelenk oder eine Lungenentzündung. Was dieses Thema angeht, ist unsere Gesellschaft als Ganzes genauso rückständig wie der Profifussball in Bezug auf Homosexualität.
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Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von Redoute »

Deshalb ist es auch völliger unsinn ihm anzuprangern was er dem Lokführer,
seiner Frau oder der Tochter angetan hat. Er war -wie gesagt- Depressiv.
Wenn diese Krankheit ihm alles so schwarz-malt das er keinen Sinn mehr
am Leben sieht wird sie ihm vermutlich keinen Freiraum gelassen haben
über die Folgen seines Handelns nachzudenken....
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Tarantandi
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Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von Tarantandi »

Hi Leute,

auch ich fühle mit Robert Enke mit - was ihn soweit gebracht hat, sich und seinen Nächsten das anzutun. Seine Krankheit muss ihn so fest in ihren Fängen gehabt haben, dass alle Überlebensreflekte nichts mehr ausrichten konnten.

Ich habe vor einigen Jahren einen sehr engen Freund auf die gleiche Weise verloren, und habe mich danach mit dem Thema beschäftigt. Kann ein Buch empfehlen, wen das Thema weiter interessiert: Manfred Otzelberger: Suizid. Das Trauma der Hinterbliebenen.

Dass die Medien den Fall derart aufbauschen, wundert mich auch. Ich würde mir wünschen, dass es dazu führt, dass dem Thema Depressionen mehr Interesse und Verständnis entgegen gebracht wird. Allerdings habe ich wenig Hoffnung, denn bald wird das "nächste große Thema" anstehen...

R.I.P. Robert Enke!
NickTheButcher

Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von NickTheButcher »

Stimme Redoute zu !

Enke war ein psychisch kranker Mensch. Diese Krankheit ließ alles um ihn herum egal werden. Sogar das eigene Leben. So ein Mensch hat weder die Kraft noch den Willen sich zu überlegen wie er sich am besten umbringt und damit möglichst wenigen Menschen Leid zufügt. So ein Mensch sieht nur einen Ausweg: der eigene Tod, egal wie.

Und diese -sorry- "Was Regt Ihr Euch so Auf, wenn Herr XYZ sich umbringt kräht ja auch kein Hahn danach" Gelaber ist aus meiner Sicht ein wenig unreflektiert und total unpassend ! Es gibt hier Menschen die daran Anteil nehmen. Und das wird doch hoffentlich auch toleriert !
Ølli
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Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von Ølli »

Ich möchte die weitestgehende sachliche Diskussion an dieser Stelle einmal loben und danke für die vielen konstruktiven Beiträge sagen. Es ist schön zu sehen, dass sich so viele mit dem Thema beschäftigen und sich eben GEDANKEN! machen. Der unwiderruflich geschehene Suizid (des Prominenten R.E., der eben deshalb nun durch die Medien gezogen wird) hat insofern dahingehend nachträglich zumindest dort eine gute Seite.

Das Problem beim Suicid mit "leicht zugänglicher Tablette" oder "von der hoehen Kochertalbrücke springen" ist es - wenn man es allen 80 Mio. Bürgern "von Grund auf" eintrichtern würde, dass das eben verantwortlicher sei, als sich vor den Zug zu werfen, Geisterfahrer oder Amokläufer (nebenthematik) zu werden, etc ... - dass es dann wahrscheinlich nicht "nur" drei Opfer pro Tag gäbe, sondern 30 oder 300 (bei der Gesamtzahl der depressiv erkrankten ja keine große Zahlen), da die Hürde dafür ggf. auch geringer ist. Dazu beim "Eintrichtern" sich Millionen erstmals mit edr Idee beschäftigen würden, woraus dann einige mehr die falschen Schlüsse ziehen würden ... Ich glaube deshalb auch, dass man davor eben Angst hat, das Thema überhaupt mal umfassend und professionell/gesellschaftlich anzupacken, weil die Zahlen dann kurzfristig hoch gehen würden. Deswegen schweigt man es wohl lieber aus.

Das Problem an der Wurzel anzupacken, da müsste man die gesamte Menschheit wohl derart ändern und darauf hoffen, dass jeder Mensch irgendwann einmal weiß was er tut und warum er es tut. Das war schon im sich langsamer drehenden Mittelalter für mehr als 99% der Menschen utopisch und das wird es wohl in der schnelllebigen und deutlich oberflächlicheren aktuellen Zeit ohnehin auch weiterhin sein. Leider! Somit meinerseits weder Hoffnung, noch Lösungsvorschläge, leider!

In die Hirne aller sollte man aber von Kind auf einimpfen, dass man der Wahrscheinlichkeit nach nur "ein irdisches Leben" geschenkt bekommt und das sollte man sinnvoll und bis zum biologischen Ende nutzen! Sich das Leben zu nehmen darf nie eine Lösung sein und es ist es auch nicht. Mit christlicher Erziehung bekommt man das auch eingeimpft, auch in atheistsicher Erziehung sollte das möglich sein. Und nicht zuletzt sollte man eben mehr Zeit finden für die, die unsere Hilfe brauchen, womit wir wieder beim Gesellschaftsproblem sind ...
gambo
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Robert Enke ist tot!

Beitrag von gambo »

Traueransprache von Margot Käßmann bei der Trauerfeier von Robert Enke (man darf den Text veröffentlichen)

Liebe Trauergemeinde,
Wenn du durch einen Sturm gehst
Geh erhobenen Hauptes
Und habe keine Angst vor der Dunkelheit
Am Ende des Sturms
Gibt es einen goldenen Himmel
Und das süße, silberhelle Lied einer Lerche
Geh weiter, durch den Wind
Geh weiter, durch den Regen
Auch wenn sich alle Deine Träume in Luft auflösen
Geh weiter, geh weiter, mit Hoffnung in deinem Herzen
Du wirst niemals alleine gehen
Geh weiter, geh weiter, mit Hoffnung in deinem Herzen
Du wirst niemals alleine gehen
Ja, You´ll never walk alone...
-
Doch Robert Enke ist seinen Weg alleine zu Ende gegangen. Ganz alleine in der
Dunkelheit, die ihn umgab und die in ihm gewesen sein muss. Alle dachten, er ist
wieder da, kehrt zurück zu seinem geliebten Sport, geht seinen Weg weiter gemeinsam mit der Mannschaft und den Fans von Hannover 96, weiter auch mit der
Nationalmannschaft. Und dann kam gestern Abend die unfassbare Nachricht, dass er in diesem Leben nicht mehr weitergehen wollte.
Alle Vermutungen, die große Frage nach dem Warum, sie sollten wir mit großer Vorsicht behandeln. Jetzt ist die Zeit der Trauer um einen Menschen, der vielen Jugendlichen und Erwachsenen viel bedeutet hat. Der ihnen Vorbild war, Hoffnungsträger. Ein Sportler, der seinen hundertprozentigen Einsatz für seinen Sport mit sozialem Einsatz verbunden hat. Ein Mann, dessen Umgang mit seiner kranken Tochter und ihrem Tod uns alle berührt hat. Ein Mann, der so viel zurücklässt, was ihm kostbar und wertvoll war. An ihn denken wir heute Abend in dieser Andacht. Wir denken an Teresa Enke und ihre kleine Tochter, die ein neues Familienleben aufbauen wollten.Wir denken heute Abend an die Mannschaftskollegen in Hannover und in der deutschen
Nationalmannschaft, die Trainer und Betreuer und an alle Fans, die die Nachricht gestern so sehr getroffen hat.
Wir denken an die beiden Lokführer, die Einsatzkräfte und die Notfallseelsorger, die
gestern Abend an der Unfallstelle waren.
Wir vertrauen darauf: Du kannst nie tiefer fallen als in Gottes Hand!
Liebe Gemeinde, es ist gut, wenn Sie alle als Robert Enkes Fans, als seine Freunde, seine Kollegen diesen Weg der Erinnerung und der Trauer nicht alleine gehen, sondern hier gemeinsam innehalten, still werden. Es ist gut, wenn auf diesem Weg der Trauer das Länderspiel für den nächsten Samstag abgesagt wird, weil auch im Leistungssport nicht der ununterbrochene Betrieb zählt. Der Tod eines Sportlers gebietet es besonders im Leistungssport, den Lauf anzuhalten, damit deutlich wird: Fußball allein ist nicht unser Leben, sondern Liebe zueinander, Gemeinschaft, sich gehalten wissen auch in allen Schwächen unseres Lebens, das zählt.
Es ist gut, wenn wir uns auf diesem Weg der Trauer im Gebet versammeln. Unsere
Kirchen sind Orte, an denen wir miteinander schweigen, weinen und trauern können.
Wir werden gleich Stille halten und Kerzen anzünden - weil es manchmal keine Worte- gibt, die das Leid ausdrücken können und die leisen Töne, das Schweigen angesagt sind. Stille kann heilsam sein.
Aber wir treten auch mit unseren Zweifeln vor Gott: Warum? Viele fragen auch: Wie
kann Gott das zulassen, dass ein Mensch so verzweifelt und keinen anderen Ausweg
mehr weiß? Ich bin zutiefst überzeugt, dass Gott kein Unglück in diese Welt schickt, sondern diese Welt liebt. Gott will nicht Leid über Menschen bringen, sondern sehnt sich danach, dass wir das Leben in Fülle haben, sagt die Bibel. Aber in dieser Welt gibt es Leiden, Schmerz, Krankheit, Ausweglosigkeit und Tod. Gott begleitet uns gerade in solchen Zeiten. Unser Herz erschrickt ja auch, weil wir an diesem entsetzlichen Tod von Robert Enke erkennen: unser Leben ist zutiefst zerbrechlich und gefährdet. Hinter Glück, Erfolg und Beliebtheit können abgrundtiefe Einsamkeit und Verzweiflung liegen, die Menschen an ihre Grenzen führen.
Wie traurig ist es, dass jemand nicht wagt, über Depressionen und Krankheit zu
sprechen, weil das als Schwäche angesehen wird. Oder weil es die Adoption der Tochter gefährden könnte. Krankheit und Leid gehören zum Leben! Dafür gibt es keine Pfiffe! Nein, das ist Empathie, Compassion, Mitleiden.
Völlig unerwartet kann unser Leben zu Ende sein, ob wir nun jung sind oder alt. „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden“, sagt der
Psalmbeter. Wer den eigenen Tod im Leben mit bedenkt, hat eine tiefe Lebensklugheit. Wer Leiden kennt, weiß auch um die Tiefe des Lebens und kann anders leben als oberflächlich dahin.
Wir werden Leid und Tod, Verzweiflung und Depression in dieser Welt nicht überwinden können. Das wird erst in Gottes Zukunft so sein, in der alle Tränen abgewischt sind. Ich glaube daran, dass auf der anderen Seite der Grenze des Lebens Gott unsere Toten in Empfang nimmt. Ich glaube an die Auferstehung und sie tröstet mich.So stehen wir vor Gott in dieser Spannung zwischen Aufschrei und Gottvertrauen. Gottvertrauen aber kann uns tragen, das habe ich immer wieder selbst so erlebt. Gott geht mit uns in den schwersten Stunden unseres Lebens. You´ll never walk alone, das ist nicht nur Ihr Lied bei vielen Spielen, sondern es ist auch die große Zusage, die Gott uns gibt. In Psalm 23 heißt es: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele, er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.“ You´ll never walk alone. Das gilt zuallererst für Theresa Enke, die heute Mittag so mutig von der Liebe gesprochen hat, die sie und ihren Mann getragen haben. Sie muss nun mit dieser Liebe einen neuen Weg finden und mit Gottes Hilfe wird sie ihn finden. Für sich und für ihre kleine Tochter. Das gilt für die Familie von Robert Enke. Und es gilt für seine Mannschaftskameraden, die Verantwortlichen im Fußballsport und für Sie alle, seine Fans. Bei Gott können wir zur Ruhe kommen in aller unserer Unruhe.
Und alle Fans sollten das wissen: Robert Enke würde nicht wollen, dass ihm jemand auf diesem Weg folgt! Er hat das Leben geliebt und wünschte sich Wege zum Leben.
Werden wir daher stille. Bringen wir unser Mit-Leiden vor Gott, indem wir Lichter
anzünden, für Robert Enke, für seine Familie, für alle, die gestern Abend mit betroffen waren. Suchen wir Wege zum Leben! Halten wir an der Zuneigung zu Robert Enke fest auch über seinen Tod hinaus, den wir so schwer verstehen. Über die Schwelle des Todes hinaus können wir ihn nicht begleiten. Aber wir dürfen der Zusage vertrauen, dass Gott uns über diese Schwelle trägt und auch Robert Enke bei ihm geborgen ist. Sodass auch auf diesem letzten Weg gilt: You´ll never walk alone. Amen
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Raul
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Re: Robert Enke ist tot!

Beitrag von Raul »

Ølli hat geschrieben:In die Hirne aller sollte man aber von Kind auf einimpfen, dass man der Wahrscheinlichkeit nach nur "ein irdisches Leben" geschenkt bekommt und das sollte man sinnvoll und bis zum biologischen Ende nutzen! Sich das Leben zu nehmen darf nie eine Lösung sein und es ist es auch nicht. Mit christlicher Erziehung bekommt man das auch eingeimpft, auch in atheistsicher Erziehung sollte das möglich sein. Und nicht zuletzt sollte man eben mehr Zeit finden für die, die unsere Hilfe brauchen, womit wir wieder beim Gesellschaftsproblem sind ...
Die Entscheidung, sich das Leben zu nehmen hat ganz sicher nichts mit Religion zu tun. Der Depression ist es egal ob einer Christ oder Moslem, etc. oder Atheist ist. Es ist eine Krankheit. Kaum ein gesunder, (rational) denkender Mensch würde wohl die Entscheidung treffen Selbstmord begehen zu wollen. Sicherheit ist ein physiologisches Grundbedürfnis des Menschen.
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