Seite 2 von 2

Re: Eindrücke vom Fußballfest in Sandhausen

Verfasst: Dienstag 10. März 2020, 13:11
von s-erg42
Blinky Bill hat geschrieben:
s-erg42 hat geschrieben:
Weissaldo hat geschrieben:Dem wurde dann noch die Krone aufgesetzt, dass ausgerechnet Auracher auf die Bank wandert, was an die Mannschaft gerichtet heißt: keiner ist sicher
faszinierend, wie schnell das mit der legendenbildung geht. ein einziger neuzugang war in der startelf. und wenn ich wirklich signalisieren will, daß keiner sicher ist, stell ich den kapitän nicht auf :wink:
Warum? Hätte doch jeder verstanden, dass Feisthammel mit seinem wirkungslosen Rumgehumpel nicht spielt.
kapitän demontieren, hierarchien zerstören, undundund

Re: Eindrücke vom Fußballfest in Sandhausen

Verfasst: Dienstag 10. März 2020, 17:02
von NeckarWache
Weissaldo hat geschrieben:Für mich liegt das Problem ganz klar auf der psychologischen Ebene. In der Winterpause wurde zuviel verändert und die Veränderungen wurden gegenüber dem Stamm auch so kommuniziert, dass Druck aus der 2. Reihe entstehen soll.
Beides wurde aus Fan-Sicht durchaus goutiert, was dabei aber vergessen wird ist, wie sich das psychologisch auf ein Mannschaftsgefüge auswirkt.
Dem wurde dann noch die Krone aufgesetzt, dass ausgerechnet Auracher auf die Bank wandert, was an die Mannschaft gerichtet heißt: keiner ist sicher - maximale Verstärkung des Effektes.
Man kann all das tun wenn man dies alles richtig kommuniziert - also sehr eng an der Mannschaft dran ist - offensichtlich war das nicht der Fall, denn anders kann man sich eine Niederlage beim abgeschlagenen Letzten nicht erklären.
Wer da die Schuld bei der Mannschaft sucht und draufhaut liegt meiner Ansicht völlig falsch, dafür sind Manager und Trainer gemeinsam verantwortlich. Ohne Not (man war schließlich Tabellenführer) wurde das Mannschaftsgefüge und die bestehende Dynamik komplett in Frage gestellt.

Verkürzt gesagt: man hat in der Winterpause die Zeyer-Fehler gemacht, zu meinen, wie im Fußballmanager-Computerspiel, ein paar Figuren hin und herschieben zu können und sich damit besser aufzustellen. Was auch nicht per se falsch ist, aber die psychologischen Folgen müssen halt mitbedacht und mitgesteuert werden. Ich hoffe das aktuelle Führungsteam versteht das und lernt daraus.

Ich will es noch mit folgendem Beispiel erläutern: stellt Euch einen Amateuerdorfverein (statt einen abgehalfterten Traditionsverein) vor, der von der Landesliga in die Oberliga aufsteigt und die Regionalliga angreift - solche Beispiele werden immer gern angeführt und man fragt sich, warum da ohne groß zugekauftem Spieler"material" eine erfolgreiche Dynamik über mehrere Jahre entsteht. Weil man eben ein Team bildet, eine verschworene Gemeinschaft über ein paar Jahre, auch in Verein und Fanszene hinein - und das trägt dann eben auch einmal ein paar Jahre und durch Krisenzeiten hindurch.
Ich glaube, dass die Kickers erst wieder in einer Phase hochkommen, in der eine solche Dynamik entsteht. Die üblichen Trainerwechsel und "halbe Mannschaft austauschen"-Reaktionen verhindern das geradezu.
Ich hoffe, dass unser Führungsteam diese Kontinuität bekommt, um ein eingeschworenes Team zu "builden" und dabei aber auch versteht, dass die Mannschaft der Kern eines solchen Teams sein muss. Auracher ist eine Symbolfigur für das richtige Verständnis hierfür. Ich hoffe sehr, dass unser aktuelles Führungsteam diese Fehler schnell versteht und gedreht bekommt.
Jede Aussage 100%!

Re: Eindrücke vom Fußballfest in Sandhausen

Verfasst: Dienstag 17. März 2020, 14:03
von Fanprojekt
Hallo zusammen,

der Fragebogen ist nun ausgewertet und kann unter folgendem Link eingesehen werden:

https://kickers-fanprojekt.de/auswertun ... 7-03-2020/