Italienischer Profi ermordet
Ein Fußballer-Mord erschüttert Italien. In Bari ist der erst 18-Jährige Giovanni Montani am Sonntagabend erschossen worden.
Sein Nachname wurde Giovanni Montani zum Verhängnis
Nach Angaben der "Gazzetta dello Sport" wurde Montani am Steuer seines Wagens durch mehrere Schüsse getötet.
Die Täter hätten den Jungprofi des Serie-B-Vereins AS Bari aus einem Hinterhalt regelrecht hingerichtet.
Die Polizei geht nach ersten Ermittlungen von einer sogenannten "vendetta trasversale" aus, einem Rache-Akt.
Onkel des Opfers im Gefängnis
Der Spieler war ein Neffe von Andrea Montani, der in der 80er Jahren als einer der Mafia-Bosse im Viertel "San Paolo" das Sagen hatte.
Vor 15 Jahren wurde "Montagnac", wie Montani in Bari genannt wurde, von der Polizei verhaftet und sitzt seither im Gefängnis.
Gefährlicher Familienname
Vincenzo Tavarilli, der Trainer von Baris Jugendmannschaft "Primavera", zeigte sich in einer ersten Reaktion von dem Vorfall geschockt:
"Giovanni hatte einen gefährlichen Familiennamen, aber er war ein guter Junge, immer höflich und nett. Er wollte es als Fußballer schaffen."
Bestürzung bei der Mannschaft
Auch seine Mitspieler seien von dem Mord tief erschüttert.
"Am Samstag sahen wir ihn noch auf dem Platz, heute liegt er tot auf einer Bahre. Das ist schrecklich", so der Coach.
Nächster Schicksalsschlag für die Montanis
Bereits im Juni diesen Jahres wurde die Familie Montani von einem Schicksalsschlag getroffen.
Vor einem Geschäft für Haustiere war Giovannis Cousin Salvatore, der Sohn von Andrea Montani, vom Ladenbesitzer erschossen. Der 18-Jährige war "Montagnacs" einziger Sohn.