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Verfasst: Mittwoch 11. Februar 2009, 08:28
von G.Regor
Matze hat geschrieben: Ein Betrag, der - falls vorhanden - in der jetzigen Situation halt primär doch für sportliche Verstärkungen eingesetzt würde / werden müsste!
Nein, tut mir leid - das sehe ich genau anders. Mit dieser Ausrede redet man sich jedes Jahr raus. In den letzten acht Jahren wurde reichlich in "sportliche Verstaerkungen" investiert - aber nichts in "Management-Verstaerkung". Und was ist dabei rausgekommen?
Es ist halt die Frage vom Huhn oder vom Ei - und ich bin halt der Meinung, es liegt nicht an irgendeinem unfaehigen Mittelfeldspieler dass wir keine Sponsoren haben, sondern es liegt an unserer lausigen Sponsorenarbeit, dass wir keinen besseren Mittelfeldspieler haben!
Verfasst: Mittwoch 11. Februar 2009, 10:08
von Überlinger
In Reutlingen, wo die Probleme ähnlich gelagert sind wie bei uns, gibt es jetzt ein neues "Marketing-Team".
http://www.ssv-news.de/cms/ssv-i/aktuel ... ws_id=4941
Verfasst: Mittwoch 11. Februar 2009, 10:57
von Matze
G.Regor hat geschrieben:Matze hat geschrieben: Ein Betrag, der - falls vorhanden - in der jetzigen Situation halt primär doch für sportliche Verstärkungen eingesetzt würde / werden müsste!
Nein, tut mir leid - das sehe ich genau anders. Mit dieser Ausrede redet man sich jedes Jahr raus. In den letzten acht Jahren wurde reichlich in "sportliche Verstaerkungen" investiert - aber nichts in "Management-Verstaerkung". Und was ist dabei rausgekommen?
Es ist halt die Frage vom Huhn oder vom Ei - und ich bin halt der Meinung, es liegt nicht an irgendeinem unfaehigen Mittelfeldspieler dass wir keine Sponsoren haben, sondern es liegt an unserer lausigen Sponsorenarbeit, dass wir keinen besseren Mittelfeldspieler haben!
Auch ich habe die Frage gestellt, ob man die Transferpolitik unter den "gegebenen Rahmenbedingungen" Jahr für Jahr widerspruchslos als gegeben voraussetzen muss!
Daher bezog sich meine Aussage auch auf die konkrete Rückrundensituaion! In dieser finanziellen und sportlichen Dringlichkeit, würde und wird zusätzliches Geld eben doch eher in die kurzfristige Perspekive investiert - sprich: Neuzugänge oder eben um aktuelle Finanzierungslücken zu schließen.
Dass dies zu kurz gegriffen ist, unbestritten - doch hier stößt eben an besagte Grundeinstellung...
Verfasst: Mittwoch 11. Februar 2009, 11:58
von Tobi78
G.Regor hat geschrieben:Nein, tut mir leid - das sehe ich genau anders. Mit dieser Ausrede redet man sich jedes Jahr raus. In den letzten acht Jahren wurde reichlich in "sportliche Verstaerkungen" investiert - aber nichts in "Management-Verstaerkung". Und was ist dabei rausgekommen?
Es ist halt die Frage vom Huhn oder vom Ei - und ich bin halt der Meinung, es liegt nicht an irgendeinem unfaehigen Mittelfeldspieler dass wir keine Sponsoren haben, sondern es liegt an unserer lausigen Sponsorenarbeit, dass wir keinen besseren Mittelfeldspieler haben!
Das sehe ich ganz genauso wie du. Zuerst muss der eigene Saustall aufgeräumt werden! Bei uns beisst sich die Katze doch schon seit Jahren in den eigenen Schwanz.
Geringe Managementkompetenz führt zu wenig Geld in der Tasche, somit ist der Kader nicht so gut wie er sein könnte (auch durch viele Fehleinkäufe). Also bekommt man sportlich Probleme. Dann beruft man sich wieder darauf erst einmal die sportlichen Löcher zu stopfen und die Saison zu überstehen. Dann hat man es irgendwie geschafft, klopft sich gegenseitig auf die Schulter und wurschtelt weiter OHNE die dringend erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen. Also geht das Spiel wieder von vorne los, allerdings wieder etwas weiter unten. Sorry, aber genau so läuft das seit 10 Jahren und keiner will aus den Fehlern lernen.
Verfasst: Mittwoch 11. Februar 2009, 14:10
von NickTheButcher
Die Frage die ich mir bei all dem stelle ist: was können wir als Fans machen, außer dumm da zu stehen un zu zuschauen.
Ich höre aus vielen Beiträgen heraus, dass Tipps und Vorschläge von Fans einfach ignoriert werden. Es geht teilwiese sogar so weit dass Vorschläge auf Nimmerwiedersehen verschwinden.
Was also können wir tun? Und vor allem wie können wir es tun?
Ich merke langsam aber sicher wie ich mich mit unserer Situation abfinde. Das kann doch aber eigentlich gar nicht sein. So weit darf es wirklich nicht kommen !
Nur: es sind offenbar grundsätzliche Dinge die im Verein nicht stimmen. An diesen Grundsätzen zu rütteln halte ich für sehr schwer und ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung wie man das bewerkstelligen soll.
Verfasst: Mittwoch 11. Februar 2009, 14:16
von Blaues Stuttgart
Das "Gute" ist, dass man mit enstrechendem Knowhow, strukturellen und personellen Änderungen den Verein auch in Liga 4 mit weniger finanziellen Aufwand (eben abgesehen von den Verbindlichkeiten) professioneller betreiben kann. In Punkto Marketing und Sponsorenarbeit ist selbst dann noch Luft nach oben.
Verfasst: Mittwoch 11. Februar 2009, 16:13
von Tobi78
NickTheButcher hat geschrieben:Ich merke langsam aber sicher wie ich mich mit unserer Situation abfinde. Das kann doch aber eigentlich gar nicht sein. So weit darf es wirklich nicht kommen !
Nur: es sind offenbar grundsätzliche Dinge die im Verein nicht stimmen. An diesen Grundsätzen zu rütteln halte ich für sehr schwer und ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung wie man das bewerkstelligen soll.
Mir geht es dabei genauso. Ich denke, dass sich nach dem Abstieg die verantwortlichen Personen ohnehin verabschieden werden/müssen. Das bedeutet, dass man sich hinter den Kulissen am besten schon heute umsieht, wer zur Verfügung steht und einem konkreten Anforderungsprofil entspricht.
Steigen wir nicht ab, wird weiter gewurschtelt bis wir es endlich geschafft haben abzusteigen. Ich habe keine Illusionen was eine Beeinflussung dieses Prozesses angeht. Bei soviel Ignoranz ist wohl nicht viel zu machen.
Verfasst: Mittwoch 11. Februar 2009, 19:22
von Soulfly
Ich habe mir angewöhnt über Dinge, bei denen ich kaum Einblick
habe bzw. nur dürftig aus der Presse informiert bin, keinen Kopf zu
machen.
Beispiel: Finanzen, Spielerverpflichtungen etc.
Ich bin einfach nicht nah genug dran am Geschehen.
Verfasst: Donnerstag 12. Februar 2009, 10:53
von Überlinger
Soulfly hat geschrieben:Ich habe mir angewöhnt über Dinge, bei denen ich kaum Einblick
habe bzw. nur dürftig aus der Presse informiert bin, keinen Kopf zu
machen.
Beispiel: Finanzen, Spielerverpflichtungen etc.
Ich bin einfach nicht nah genug dran am Geschehen.
Da hast Du zwar recht! ABER auch ohne Internas und genaue Abläufe zu kennen, ist es für jeden Aussenstehenden offensichtlich, dass in den letzten 10 Jahren in unserem Verein schlimme Fehler gemacht wurden! Sonst wäre aus einem schuldenfreien, alljährlich einen geringen Überschuss erwirtschaftenden Zweitligsten nicht ein völlig mitteloser, verschuldeter Tabellenletzter der 3. Liga ohne jeglichen Eigenbesitz geworden

Verfasst: Donnerstag 12. Februar 2009, 11:00
von Soulfly
Klaro, die Tendenz ist offensichtlich.
Nur sehe ich mich nicht in der Lage im Detail zu diskutieren.
Verfasst: Donnerstag 12. Februar 2009, 20:26
von Matze
Geht mit diesem Thread ja auch nicht um Schuldzuweisungen gegenüber Einzelnen, sondern ist einfach eine spannende und zentrale Frage, welche Zukunfsperspektiven der Verein für die nächsten Jahre hat - und damit zwangsläufig: was sich nach unserer/eurer Meinung ändern muss!
Verfasst: Donnerstag 12. Februar 2009, 22:36
von all4svk
Matze hat geschrieben:: was sich nach unserer/eurer Meinung ändern muss!
Käme diese Frage ernsthaft von unseren Granden und würden Vorschläge gehört werden und wären diese zumindest ein brain-storming wert.... dann würde sich das Nachdenken- idealerweise in Aktion mündend- lohnen.
Das Leben findet aber nicht im Konjunktiv statt.
So mache ich mir lieber Gedanken, was ich mit einem Lotto-Jackpot machen würde. Da stehen die Chancen 1:13 Mio. (bei mir noch schlechter weil ich nicht spiele) und das ist immer noch eine realistischere Chance, als bei unseren blauen Einfluss jedwerder Art zu nehmen.
Verfasst: Montag 16. Februar 2009, 14:42
von blauer Hund
..das sehe ich nicht so. die werden noch Vorschläge annehmen, nur ist es dann zu spät dafür.
Verfasst: Montag 16. Februar 2009, 14:54
von Matze
blauer Hund hat geschrieben:..das sehe ich nicht so. die werden noch Vorschläge annehmen, nur ist es dann zu spät dafür.
Hier lesen genug mit, die mittelbar und unmittelbar Einfluss nehmen können bzw. dies auch tun

Verfasst: Dienstag 17. Februar 2009, 09:03
von svk4ever
Matze hat geschrieben:Geht mit diesem Thread ja auch nicht um Schuldzuweisungen gegenüber Einzelnen, sondern ist einfach eine spannende und zentrale Frage, welche Zukunfsperspektiven der Verein für die nächsten Jahre hat - und damit zwangsläufig: was sich nach unserer/eurer Meinung ändern muss!
Nun ja... es wurde ja schon thematisiert. Der Verein hat zwei Möglichkeiten. Man macht weiter wie gehabt und lebt von der Hand in den Mund bis zum nächsten Abstieg, sportlich und hinsichtlich der Bedeutung des Clubs, oder man geht mit einem stimmigen Konzept an die Gestaltung der Zukunft.
Ein Problem ist wie so oft der Spagat zwischen perspektivischen Aktionen und dem Tagesgeschäft und ich habe den Eindruck, dass es bei unseren Blauen in den letzten Jahren oft nach dem Motto abgeht: Wir leiten perspektivische Dinge in die Wege und schauen was passiert. Die Praxis zeigt dann, man steht sportlich und/oder wirtschaftlich mit dem Rücken zur Wand und muss improvisieren, womit jedes Konzept Makulatur ist.
Daher denke ich muss man den Verein zunächst sportlich in solide und ruhige Gewässer führen. Aus meiner Sicht ist das nicht mit der bisherigen Methode 'Wir nehmen 5 gestandene Spieler und füllen den Rest mit Nachwuchs, Talenenten, Spielern mit Potenzial...' zu stemmen. Was wir brauchen ist eine gestandene erste Elf plus drei, vier ähnlich starke Leute für die Bank und den Rest des Kaders und vor allem die Zweite kann mit mit Perspektivspielern, wie sie gerade 85% des aktuellen Kaders ausmachen bestücken.
Dazu muss eine andere Mentalität im Verein einkehren. Man ist immer viel zu schnell mit dem Erreichten zufrieden und hat sofort immer Ausreden parat (meist kein Geld), wenn Ziele verfehlt werden. Es muss verstärkt Leistung eingefordert aber auch honoriert werden, genau so darf man bei Nichterreichen der Ziele nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.
Das ist für mich die Basis um Luft für konzeptionelle Ansätze zu bekommen. Für viele die ich kenne besteht der Reiz der Blauen, dass sie eben anders sind als andere Clubs. Die familiäre Atmosphäre, dieses sich aller Widrigkeiten zum trotz nicht unkriegen zu lassen und dabei immer wieder mal einem der großen ans Bein zu pinkeln. Dies gilt es zu kultivieren und herauszustellen.
Das mag jetzt irgendwo widersprüchlich klingen, aber man muss einfach erst einmal die 'Spielregeln' des Geschäfts zu einem gewissen Grad mittragen. Ansonsten dürfen wir uns in Zukunft mit irgendwelchen Dorfvereinen darum balgen, wer auf unterklassigem Niveau das beste Jugendkonzept hat.
Verfasst: Mittwoch 25. Februar 2009, 11:22
von Überlinger
Um dem Thema wieder etwas Impuls zu geben. Heute ist ein Interview mit dem Trainer von Fortuna Köln über die Aktion "deinfussballclub.de" im Südkurier. Auch wenn Fortuna (noch) 2. Klassen unter uns ist, bin ich neidisch, weil es dort gelungen ist dem Verein wieder eine Perspektive zu geben und Extra-Einnahmen von ca. 750.000 Euro im Jahr zu generieren. Auch ein Modell für uns?
"18 0000 gestalten die Geschicke des Vereins mit"
Ex-Donaueschinger Matthias Mink bindet als Trainer von Fortuna Köln die Fans via Internet ganz eng an seine Mannschaft
Fortuna Köln geht neue Wege. In der Ära des legendären Mäzens Jean Löring spielte der Club zeitweise in der Bundesliga, danach ging es steil bergab, doch in der vergangenen Saison wieder ein Lichtblick, der Aufstieg in die NRW-Liga. Nun soll es mit einem für Deutschland völlig neuen Modell wieder aufwärts gehen. Auf der Trainerbank sitzt mit Matthias Mink ein Schwarzwälder, der als Spieler vom FV Donaueschingen den Sprung zur Fortuna wagte und nun als Trainer in einer völlig ungewohnten Lage ist.
Herr Mink, Jürgen Klinsmann hat mit Uli Hoeneß, Franz Beckenbauer und Karl-Heinz Rummenigge drei Experten, die ihm zum Teil reinreden, Sie aktuell mehrere tausend "Co-Trainer", die Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wie gehen Sie mit dieser Situation um?
Ja, zum 1. Februar wurde die Sache offiziell gestartet. Wir haben aktuell etwa 18 000 Fans, die die Geschicke des Vereins mitgestalten. Zunächst mussten wir den Usern zeigen, wie es funktioniert und es ging eher um Kleinigkeiten wie das Maskottchen oder die Bierpreise. Zuletzt wurden aber auch Spielerverpflichtungen gemeinsam mit den Usern vorgenommen.
Viele Gästebücher und Chats von Clubs glänzen nicht gerade mit Fachkompetenz. Wie geht man als Trainer mit der Entscheidung von Laien um?
Jeder, der bei uns Mitglied wird, hat ja eine Intention, will seine Unterstützung anbieten. Wir sind daher gefordert, den Mitgliedern die Infos an die Hand geben, dass die Entscheidungen Kompetent getroffen werden können. Im Vorfeld wurde ja im Chat schon sinn- und gehaltvoll diskutiert. Alle wissen um die Ernsthaftigkeit der Entscheidungen.
Also wird unter anderem durch den Jahresbeitrag von 39,95 Euro die Fankultur bewusster?
Ja, ich denke schon. Denn mit dieser Art von Reality-Spiel erzielen wir eine hohe Identifikation mit dem Club. So hat etwa ein User bei zwei Wettbewerben durch Zufall zwei Mal einen Platz auf der Trainerbank gewonnen. Der hatte zuvor mit Fortuna nichts zu tun, jetzt ist er emotional unheimlich eng gebunden. Es ist wichtig, die User mit einzubeziehen und nicht nur als zahlendes Publikum zu sehen.
Spielte da die Tradition des Clubs nicht auch eine wichtige Rolle?
Ja, ich denke, es war schon wichtig, das mit einem Traditionsverein wie Fortuna zu machen. Immerhin konnten wir so auch Leute wie den bekannten Regisseur Sönke Wortmann oder Jens Nowotny als Berater gewinnen. Aber wie sich das Ganze weiterentwickelt, kann man im Augenblick nicht sagen, das ist ein spannender Versuch.
Als Trainer stehen aber Sie in der Verantwortung, dennoch müssen Sie ja die Stimme der User hören. Wie gehen Sie damit um?
Jeder kann via Internet seine Aufstellung entwerfen und das wird dann in eine Gesamtaufstellung aller User zusammengefasst. Diese bekomme ich vor dem Spiel in die Hand. Aber ich habe die Spieler natürlich unter der Woche im Training beobachtet, den Gegner gesichtet und habe ja eine bestimmte Taktik geplant, also entscheide letztlich ich. Doch ich tausche mich vor und nach dem Spiel mit den Mitgliedern aus und beziehe zu meinen Entscheidungen Stellung. Das ist selbstverständlich.
Das Ganze klingt nach einem sehr transparenten Club, während bei anderen die Trainingseinheiten, bei denen die Fans zuschauen können, eingeschränkt werden.
Genau das ist der entscheidende Punkt für uns! Das soll ja auch den Fußball wieder näher an den Fan bringen. Wir wollen auch eine Webcam auf dem Trainingsplatz installieren, so dass sich jeder von seinem Computer aus informieren kann, wann und wie wir trainieren.
Ist so viel Transparenz nicht auch gefährlich? Auch die Konkurrenz erhält detaillierte Einblicke.
Ich sehe darin in erster Linie die Gelegenheit, die Strukturen neu zu gestalten, von Grund auf basisdemokratisch. Hier trifft kein einzelner Manager teilweise eigenartige Entscheidungen, die für den Verein zum Teil nicht gut sind. Das Ziel aller User ist ja schließlich Erfolg.
Und das soll wohl zunächst heißen "Aufstieg in die Regionalliga"?
Wir sind ja erst im Sommer 2008 am grünen Tisch in die NRW-Liga aufgestiegen, weil der Meister Fehler beim Lizenzantrag gemacht hat. Daher stand der Aufstieg erst sehr spät fest, die Planung zog sich dementsprechend hin. Dennoch haben wir uns gut eingelebt, stehen aktuell auf dem 8. Platz. In erster Linie wollen wir uns weiterentwickeln und dann in der kommenden Saison angreifen. Doch vielleicht sorgt ja auch die Finanzkrise dafür, das sich Optionen ergeben, weil sich Clubs finanziell übernommen haben. Da wir da eine breite Basis haben, würden wir auch diese Chance nutzen können.
Sie scheinen sich mit dem Modell voll und ganz zu identifizieren.
Seit die Sache vorgestellt wurde, stehe ich voll und ganz dahinter. Nicht nur, weil es Geld in die Kassen spült, sondern auch, weil wir so eine neue Vereins- und Fankultur erhalten können.
Die Fragen stellte Jürgen Rössler.
Quelle: Südkurier
Verfasst: Mittwoch 25. Februar 2009, 13:11
von julian
Also ich finde das Modell sehr gut.
Fänd ich mal ne überlegung wert
Verfasst: Mittwoch 25. Februar 2009, 15:54
von G.Regor
Nicht nur stumpf abkupfern Amigo, selber was ausdenken! Wie z.B. BiB...
Naja, das war zumindest kreativ abgekupfert

Verfasst: Mittwoch 25. Februar 2009, 16:57
von NickTheButcher
Fakt ist: seit vielen Jahren steckt der Verein in großen Schwierigkeiten, sowohl sportlich als auch finanziell.
Für mich ganz entscheidend wäre zu wissen, was die Vereinsverantwortlichen als Ursache dafür ausgemacht haben.
Zu sagen: "uns fehlt das Geld" ist sicher etwas zu kurz gesprungen. Die frage nach dem "warum" stellt sich doch sicher nicht nur uns Fans !
Hat da jemand Einblick und kann/darf darüber etwas sagen ?
Verfasst: Mittwoch 25. Februar 2009, 17:37
von Überlinger
G.Regor hat geschrieben:Nicht nur stumpf abkupfern Amigo, selber was ausdenken! Wie z.B. BiB...
Naja, das war zumindest kreativ abgekupfert

Man kann auch das "kreativ abkupfern". Es gibt da zig Möglichkeiten was weiterentwickeln oder auf Kickersverhältnisse anzupassen.
Als Denkanstoss finde ich es jedenfalls brauchbar. Zudem bekommt man nicht im ersten Augenblick das Gefühl, dass der Verein nur dein Geld will (Spendenaktionen/BiB), sondern es wird dem Teilnehmer auch mal sugeriert, dass er sich selbst an der Sache beteiligen kann.
Das finde ich ganz wichtig!!!
Verfasst: Donnerstag 26. Februar 2009, 07:03
von G.Regor
Überlinger hat geschrieben: Zudem bekommt man nicht im ersten Augenblick das Gefühl, dass der Verein nur dein Geld will (Spendenaktionen/BiB), sondern es wird dem Teilnehmer auch mal sugeriert, dass er sich selbst an der Sache beteiligen kann. Das finde ich ganz wichtig!!!
Ja, da haste Recht! Drum hat auch BiB geklappt, weil es eben einfach nicht der x-te Bettelbrief war.
Verfasst: Donnerstag 26. Februar 2009, 09:24
von Matze
G.Regor hat geschrieben:Überlinger hat geschrieben: Zudem bekommt man nicht im ersten Augenblick das Gefühl, dass der Verein nur dein Geld will (Spendenaktionen/BiB), sondern es wird dem Teilnehmer auch mal sugeriert, dass er sich selbst an der Sache beteiligen kann. Das finde ich ganz wichtig!!!
Ja, da haste Recht! Drum hat auch BiB geklappt, weil es eben einfach nicht der x-te Bettelbrief war.
BiB hat bei den Kickers geklappt und klappt bei vielen weiteren Aktionen auch, weil die Teilnehmer im Gegensatz zu einer "Bettelaktion" zum ersten Mal wirklich einen Gegenwert bekamen.
Ich finde den Ansatz von Fortuna Köln zumindest interessant und spannend: ungewöhnliche Situationen bedürfen ungewöhnlicher Maßnahmen.
Ungewöhnlich deshalb, da die Fortuna wirklich mit dem Rücken zur Wand stand und sich die Alternativen für eine zusätzliche Mittelbeschaffung in Grenzen gehalten haben dürften.
Der Ansatz selbst erinnert auf den ersten Blick ein wenig an das (Finanzierungs-) Modell einer Aktiengesellschaft - wie gesagt, auf den ersten Blick: Aktionäre erhalten Stimmrechte und eine Gewinnbeteiligung, die Teilnehmer bei Fortuna Köln erhalten - soweit ich weiss - keine Gewinnbeteiligung, erhalten aber zumindest das Gefühl, die Belange des Vereins zu leiten.
Neu ist die Idee wirklich nicht und so war es nach dem Start in England wohl nur eine Frage der Zeit, bis sie in Deutschland aufgegriffen wurde.
In Köln wurde sie durch einen prominenten Paten, mit Sönke Wortmann zu einem passenden Vermarktungsinstrument mit dem Ziel der Beschaffung von Finanzmittel - die Medienpräsenz war damit zumindest garantiert und einem namhaften Partner pinkelt man auch nicht so schnell ans Bein, d.h. die kritischen Töne verblassen erstmal hinter dem Neuigkeitswert der Nachricht.
Die Mittel sind da, unbestritten...wie es weitergeht bleibt spannend, denn dieses Konzept hat mit Sicherheit nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile (siehe die beschriebene Transparenz für Gegner, etc.).
Ich finde es spannend darüber zu diskutieren...der Ansatz mag auch interessant sein, für die Kickers (und viele andere) ist der Zug einer 1:1 Kopie allerdings wirklich abgefahren, da Idee und Neuigkeitswert inzwischen vorbei sindund wir seinerzeit, weder diesen Mangel an Alternativen hatten, noch einen Sönke Wortmann hatten!
Über die Grundidee zu diskutieren, gerne..und dann mal schauen wie sich das Modell entwickelt, wenn der Verein wirklich in professionelle Strukturen vorstößt. Geplant wäre dann ja - laut Presse - eine GmbH, inwieweit die aktuell grunddemokratischen Strukturen, potenzielle größere Sponsoren anlockt oder gar abblockt bleibt abzuwarten....