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Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Donnerstag 12. November 2009, 19:16
von NickTheButcher
Raul hat geschrieben:
Ølli hat geschrieben:In die Hirne aller sollte man aber von Kind auf einimpfen, dass man der Wahrscheinlichkeit nach nur "ein irdisches Leben" geschenkt bekommt und das sollte man sinnvoll und bis zum biologischen Ende nutzen! Sich das Leben zu nehmen darf nie eine Lösung sein und es ist es auch nicht. Mit christlicher Erziehung bekommt man das auch eingeimpft, auch in atheistsicher Erziehung sollte das möglich sein. Und nicht zuletzt sollte man eben mehr Zeit finden für die, die unsere Hilfe brauchen, womit wir wieder beim Gesellschaftsproblem sind ...
Die Entscheidung, sich das Leben zu nehmen hat ganz sicher nichts mit Religion zu tun. Der Depression ist es egal ob einer Christ oder Moslem, etc. oder Atheist ist. Es ist eine Krankheit. Kaum ein gesunder, (rational) denkender Mensch würde wohl die Entscheidung treffen Selbstmord begehen zu wollen. Sicherheit ist ein physiologisches Grundbedürfnis des Menschen.
Ähm, Deine Meinung schließt doch Ollis nicht aus ! Olli hat recht, wer religiös ist (ich kann leider nur für das Christentum sprechen weil ich mich mit den anderen Religionen noch nicht all zu viel beschäftigt habe), bekommt als eine der Lebensweisheiten mit auf den Weg, dass alleine Gott über Leben und Tod entscheidet.
Aber klar gibt es auch Christen die sich totz ihres Glaubens vor Züge oder von Brücken runter stürtzen. Dennoch denke ich (ohne dies nun wissenschaftlich belegen zu können), dass Suizid unter gläubigen Menschen nicht ganz so ausgeprägt ist wie unter anderen Menschen. Warum ich das denke ?
Man wird ja nocht als depressiver Mensch geboren. Ursachen für Depressionen sind meist Verlusterlebnisse, Schicksalsschläge, Druck von außen etc. Ein Mensch dem es weder auf Arbeit noch im privaten Leben wirklich gut geht, bildet sich oftmals ein, dass sein Leben nicht mehr lebenswert ist, da er egal in welchem Lebensbereich ständig Probleme hat.
Egal ob man nun gläubig ist oder nicht: man kann sich einer Tatsache nicht verschließen: es gibt sehr sehr viele Menschen die in so einer Situation eine Menge Kraft aus ihrem Glauben schöpfen. Die Kraft, die ein nichtreligiöser Mensch vielleicht in solchen Situationen nicht hat.
Ob man das nun für einen Hokuspokus hält oder nicht, das steht mal echt auf einem anderen Blatt.
Aber viele Menschen hat ihr Glaube bereits vor dem Suizid bewahrt !

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Donnerstag 12. November 2009, 19:35
von julian
Menschen welche ein gläubige Erziehung genossen, haben bessere Vorrausetzungen resilienter zu sein als Menschen, welche nicht die Werte einer praktizierenden Religion (des Elternhauses) vermittelt bekommen haben (Ich gehe mal von Religionen aus welche die Menschenrechte achten)
Aber der Glaube ist nur ein Puzzle von vielen der Resilienz einer Person.
Doch trotzdem nehme ich mir einfach mal das Recht heraus zusagen,das jeder Tiefgläubiger praktizierende Anhänger einer Religion niemals Suizid begehen würde aufgrund von Depressionen. Da kann er noch so unresilient sein wie er will.

Ich glaube die meisten Menschen (ich eingeschlossen) werden nie erfahren was in Menschen vorgeht, die sich ihr Leben nehmen. Vorallem nicht in Menschen die wir gar nicht kannten (wie Robert Enke).

Ich hoffe allerdings, dass die Gesellschaft sich insoweit sensibilisiert,dass sich Depressive Menschen wie Robert Enke outen können ohne Angst zu haben.(..)

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Donnerstag 12. November 2009, 20:33
von (weiß)blaues Blut
Ein Artikel, der uns alle nach zum Nachdenken anregen sollte: http://www.monsieurfischer.ch/2009/11/w" onclick="window.open(this.href);return false; ... -enke.html

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Donnerstag 12. November 2009, 21:27
von Tarantandi
Depressionen sind zum Teil erblich bedingt, das heißt, die Veranlagung dazu kann genetisch weiter gegeben werden. Deshalb würde ich es anzweiflen, dass ein starker Glaube immer davor schützen kann. Auch wenn Glaube vielen Menschen sehr starken Halt gibt.
julian hat geschrieben: Ich hoffe allerdings, dass die Gesellschaft sich insoweit sensibilisiert,dass sich Depressive Menschen wie Robert Enke outen können ohne Angst zu haben.(..)
Das finde ich einen sehr wichtigen Satz, den ich voll unterschreibe.

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Freitag 13. November 2009, 00:57
von gambo
Zu Frau Käßmanns Rede wollte ich noch sagen. Soweit stimme ich im großen und ganzen zu was sie bei der Traueransprache gesagt hat.
In einem Satz sagt sie aber das sie nicht verstehen kann, das Robert Enke dachte aufgrung von Depressionen könnte man ihm die Adoptivtochter
wegnehmen. Sie meint gerade dazu das so etwas nie passieren könnte. Tatsächlich ist es aber so das Robert Enke Sorge nicht ganz unbegründet war.
Kinder werden aus Familien genommen weil Mütter Depressionen haben und damit ihren Alltag nicht geregelt bekommen. Da gibt es oft keine Hilfe
vom Jugendamt. Ich hoffe das vielleicht durch seinen Tod eine Enttabusierung von dem Thema Depression gibt und das wirklich mehr Akzeptanz und Verständnis dafür in der Gesellschaft entsteht.

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Freitag 13. November 2009, 08:05
von Ford K
@Julian, da muss ich leider widersprechen. Religiöse Erziehung führt meiner Erfahrung nach leider nicht zur Verringerung des Risikos von Depressionenen. In meinem Bekanntenkreis gab es eine dreiköpfige Familie - in einem Abstand von etwa 15 Jahren nahmen sich erst die Mutter, dann der Vater und später auch der Sohn das Leben - alle auf Grund von Depressionen. Eine falsch verstandene Art zu glauben kann sogar das Depressionsrisiko erhöhen, z. B. wenn es in christlichen Gemeinden Führungspersönlichkeiten gibt, die sich in unangemessener Weise ins Privatleben der Mitglieder einmischen (so genannter geistlicher Missbrauch). Oder jemand hat ein falsches Gottesbild, das in erster Linie von Angst vor der Hölle bzw. Angst, Gottes Ansprüchen nicht zu genügen, geprägt ist. Hier möchte ich gerade als Christ nichts schön reden - mit falscher Seelsorge kann man da ziemlich viel kaputt machen.

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Freitag 13. November 2009, 08:16
von Tobi78
Ford K hat geschrieben:@Julian, da muss ich leider widersprechen. Religiöse Erziehung führt meiner Erfahrung nach leider nicht zur Verringerung des Risikos von Depressionenen. In meinem Bekanntenkreis gab es eine dreiköpfige Familie - in einem Abstand von etwa 15 Jahren nahmen sich erst die Mutter, dann der Vater und später auch der Sohn das Leben - alle auf Grund von Depressionen. Eine falsch verstandene Art zu glauben kann sogar das Depressionsrisiko erhöhen, z. B. wenn es in christlichen Gemeinden Führungspersönlichkeiten gibt, die sich in unangemessener Weise ins Privatleben der Mitglieder einmischen (so genannter geistlicher Missbrauch). Oder jemand hat ein falsches Gottesbild, das in erster Linie von Angst vor der Hölle bzw. Angst, Gottes Ansprüchen nicht zu genügen, geprägt ist. Hier möchte ich gerade als Christ nichts schön reden - mit falscher Seelsorge kann man da ziemlich viel kaputt machen.
Das unterschreibe ich voll und ganz! Es ist unnötig solche Dinge wie Religion und Depression immer vermischen zu wollen. Diese Krankheit macht vor keinem halt, egal ob arm, reich, erfolgreich, jung, alt, religiös oder sonstwas. Das muß einem klar sein.

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Freitag 13. November 2009, 08:46
von kässpätzle
(weiß)blaues Blut hat geschrieben:Ein Artikel, der uns alle nach zum Nachdenken anregen sollte: http://www.monsieurfischer.ch/2009/11/w" onclick="window.open(this.href);return false; ... -enke.html
Das funktioniert nicht...

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Freitag 13. November 2009, 08:47
von NickTheButcher
Tobi78 hat geschrieben:
Ford K hat geschrieben:@Julian, da muss ich leider widersprechen. Religiöse Erziehung führt meiner Erfahrung nach leider nicht zur Verringerung des Risikos von Depressionenen. In meinem Bekanntenkreis gab es eine dreiköpfige Familie - in einem Abstand von etwa 15 Jahren nahmen sich erst die Mutter, dann der Vater und später auch der Sohn das Leben - alle auf Grund von Depressionen. Eine falsch verstandene Art zu glauben kann sogar das Depressionsrisiko erhöhen, z. B. wenn es in christlichen Gemeinden Führungspersönlichkeiten gibt, die sich in unangemessener Weise ins Privatleben der Mitglieder einmischen (so genannter geistlicher Missbrauch). Oder jemand hat ein falsches Gottesbild, das in erster Linie von Angst vor der Hölle bzw. Angst, Gottes Ansprüchen nicht zu genügen, geprägt ist. Hier möchte ich gerade als Christ nichts schön reden - mit falscher Seelsorge kann man da ziemlich viel kaputt machen.
Das unterschreibe ich voll und ganz! Es ist unnötig solche Dinge wie Religion und Depression immer vermischen zu wollen. Diese Krankheit macht vor keinem halt, egal ob arm, reich, erfolgreich, jung, alt, religiös oder sonstwas. Das muß einem klar sein.
Es ist nicht unnötig sondern naheliegend ! Religion ist eine Lebenseinstellung. Und weshalb sollte man eine Lebenseinstellung von Suizid trennen ???? Julian hat es mit seinem Beitrag vollkommen auf den Punkt gebracht.
Aber auch Ford K hat nicht unrecht. Es gibt leider auch schwarze Schafe in den Kirchen, die sich zu sehr ins private Einmischen und starken Druck auf Gemeindemitglieder ausüben. Das ist aber - und da spreche ich selbst aus Erfahrung - eher die Ausnahme !!!!

@Tarantandi: Glücklicherweise begeht nicht jeder der depressiv ist gleich Suizid. Es ist vor allem das Umfeld und die Aussicht auf Lebensziele die Depressionen lindern und somit zur Suizidprävention beitragen können.
Sprich: Depressionen können erblich bedingt sein, dennoch kann ein intaktes Umfeld oder auch der Glaube helfen, die Depressionen unter Kontrolle zu halten und eben nicht den Freitod zu wählen !

Das Problem ist, dass sich das Menschen die nicht gläubig sind schlichtweg nicht vorstellen können. Aber weil man es sich nicht vorstellen kann heisst es ja noch lange nicht dass das einfach nicht stimmt.

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Freitag 13. November 2009, 08:49
von NickTheButcher
kässpätzle hat geschrieben:
(weiß)blaues Blut hat geschrieben:Ein Artikel, der uns alle nach zum Nachdenken anregen sollte: http://www.monsieurfischer.ch/2009/11/w" onclick="window.open(this.href);return false; ... -enke.html
Das funktioniert nicht...
http://www.monsieurfischer.ch/search?q=Enke" onclick="window.open(this.href);return false;

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Freitag 13. November 2009, 09:29
von (weiß)blaues Blut
NickTheButcher hat geschrieben:
kässpätzle hat geschrieben:
(weiß)blaues Blut hat geschrieben:Ein Artikel, der uns alle nach zum Nachdenken anregen sollte: http://www.monsieurfischer.ch/2009/11/w" onclick="window.open(this.href);return false; ... -enke.html
Das funktioniert nicht...
http://www.monsieurfischer.ch/search?q=Enke" onclick="window.open(this.href);return false;
Danke!

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Freitag 13. November 2009, 11:12
von McVillager
http://www.spiegelfechter.com/wordpress ... -die-ethik" onclick="window.open(this.href);return false;

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Freitag 13. November 2009, 13:42
von gambo
Die Trauerfeier von Robert Enke wird übrigens am Sonntag ab 11.00 Uhr live in ARD gesendet:

Abschied von Robert Enke
© ARD (Hbg.)
Länge: 60 Minuten

zur Sendungshomepage
Übertragung aus Hannover
Moderation: Reinhold Beckmann

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Freitag 13. November 2009, 18:39
von julian
Es kam wahrscheinlich nicht ganz klar aus meinem Beitrag heraus, was ich meine wovor ein tiefer Glaube schützt( Ich rede hier vom reinen Glauben -einer am ende nicht bedingt "schlecht" ausgehenden Religion (bsp Christentum,Islam,Bhuddismus)-ohne direkt die einflüsse der Lebensumwelt zu berücksichtigen(bzgl. schwarze Schafe (Obwohl ich denke es kommt auch darauf wie mit den Erlebnissen umgegangen wird welche mit schwarzen Schafen erlebt wurden.(wo wir wieder zum teil beim Thema Resilienz wären))) )

Vor Depression schützt ein Glaube keinesweges. Aber ich denke eben vor dem Suizid(durch Depression). (...)


edit: noch ergänzend: Ob die Resilienz sozusagen "abgeschaltet" wird, wenn man Depressiv wird- weiß ich nicht.(Wär aber gut zu wissen)
Denn ist jemand noch widerstandsfähig gegen über Rückschläge wenn er schon am Boden ist und sich nicht mehr des Lebens erfreuen kann? Ich glaube hier ist ein scheideweg, wenn jemand weiß (Meint zu wissen),dass alles am Ende gut ausgeht. Hat er noch (ich stells mal Bildlich dar) hinter der Resizilienz, ein weiteres "schutzschild". Nämlich den Glauben.

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Freitag 13. November 2009, 18:50
von Ølli
Hannover 96-Presseservice: Trauerfeier für Robert Enke
[Hannover 96 GmbH & Co. KGaA - 12.11.09 - 14:25]
Quelle: http://www.presseportal.de/meldung/1511030" onclick="window.open(this.href);return false;

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Freitag 13. November 2009, 19:42
von kässpätzle
NickTheButcher hat geschrieben:
kässpätzle hat geschrieben:
(weiß)blaues Blut hat geschrieben:Ein Artikel, der uns alle nach zum Nachdenken anregen sollte: http://www.monsieurfischer.ch/2009/11/w" onclick="window.open(this.href);return false; ... -enke.html
Das funktioniert nicht...
http://www.monsieurfischer.ch/search?q=Enke" onclick="window.open(this.href);return false;
Danke schön...- ein super Artikel und ich hoffe, daß viele sich den mal verinnerlichen

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Freitag 13. November 2009, 20:48
von B.
Ich hab lange überlegt ob ich zu dem Thema einen Beitrag schreiben soll... aber ich muss.

Was ich hier für einen Quatsch über Depression oder BurnOut etc. lesen muss tut einfach nur weh.

Hier schreiben Leute, die sich seit 3 Tagen mit dem Thema "beschäftigen" Sachen, da zieht es einem die Schuhe aus.
Überlinger und alle die großspurig seinen Beitrag unterschreiben, denen kann ich nur sagen: "Ihr hab so viel Ahnung von der Krankheit wie ich vom NASA-Geheimprojekt - nämlich keine!
"Lebenslang", "Gewichtszunahme", "Lebenslang gebrochen"... was eine Scheiße!!! Mir tut Robert Enke leid, Ihr nicht.

Kritik gern per PN

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Freitag 13. November 2009, 20:58
von Blaues Stuttgart
B. hat geschrieben: Überlinger und alle die großspurig seinen Beitrag unterschreiben, denen kann ich nur sagen: "Ihr hab so viel Ahnung von der Krankheit wie ich vom NASA-Geheimprojekt - nämlich keine!
:!:

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Freitag 13. November 2009, 21:02
von Tacheles
Da ich aus Respekt vor diesem Thread hier niemanden unter der Gürtellinie angreifen möchte und persönlichen Befindlichkeitsäußerungen hier weiter Vorfahrt gewähren möchte, hier nur kurz zwei Hinweise:

@gambo: Zu nachfolgendem Absatz hätte ich gerne mehr deiner Meinung gewußt ! Als Mitarbeiter besagten Amtes glaube ich, dass dir der Auftrag des Jugendamtes nicht geläufig ist. Aber per PN höre ich mir deine Seite gerne an !
gambo hat geschrieben:Tatsächlich ist es aber so das Robert Enke Sorge nicht ganz unbegründet war.
Kinder werden aus Familien genommen weil Mütter Depressionen haben und damit ihren Alltag nicht geregelt bekommen. Da gibt es oft keine Hilfe
vom Jugendamt. Ich hoffe das vielleicht durch seinen Tod eine Enttabusierung von dem Thema Depression gibt und das wirklich mehr Akzeptanz und Verständnis dafür in der Gesellschaft entsteht.
@B.: Selbst wenn du es besser wissen solltest. Ich hoffe für längere Zeit den letzten Beitrag von dir hier gelesen zu haben ! Ich hoffe, die Moderatoren wissen nach wiederholten Ausfälligkeiten deinerseits, was sie zu tun haben.

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Freitag 13. November 2009, 21:18
von B.
Tacheles [reloaded] hat geschrieben:Da ich aus Respekt vor diesem Thread hier niemanden unter der Gürtellinie angreifen möchte und persönlichen Befindlichkeitsäußerungen hier weiter Vorfahrt gewähren möchte, hier nur kurz zwei Hinweise:

@gambo: Zu nachfolgendem Absatz hätte ich gerne mehr deiner Meinung gewußt ! Als Mitarbeiter besagten Amtes glaube ich, dass dir der Auftrag des Jugendamtes nicht geläufig ist. Aber per PN höre ich mir deine Seite gerne an !
gambo hat geschrieben:Tatsächlich ist es aber so das Robert Enke Sorge nicht ganz unbegründet war.
Kinder werden aus Familien genommen weil Mütter Depressionen haben und damit ihren Alltag nicht geregelt bekommen. Da gibt es oft keine Hilfe
vom Jugendamt. Ich hoffe das vielleicht durch seinen Tod eine Enttabusierung von dem Thema Depression gibt und das wirklich mehr Akzeptanz und Verständnis dafür in der Gesellschaft entsteht.
@B.: Selbst wenn du es besser wissen solltest. Ich hoffe für längere Zeit den letzten Beitrag von dir hier gelesen zu haben ! Ich hoffe, die Moderatoren wissen nach wiederholten Ausfälligkeiten deinerseits, was sie zu tun haben.
Dann spiegelst Du ja genau das Bild der Gesellschaft wider das hier so angeprangert wird. Danke dafür. Ich hatte diese Krankheit!

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Freitag 13. November 2009, 21:34
von Tacheles
B. hat geschrieben:Dann spiegelst Du ja genau das Bild der Gesellschaft wider das hier so angeprangert wird. Danke dafür. Ich hatte diese Krankheit!
Wenn es dir mit dieser geäußerten Position besser geht, meinetwegen. Aber ich denke kaum, dass das die Mehrheit hier ebenso sieht !
Für deinen gesundheitlich Zustand wünsche ich dir weiter alles Gute.

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Freitag 13. November 2009, 22:26
von B.
Tacheles [reloaded] hat geschrieben:
B. hat geschrieben:Dann spiegelst Du ja genau das Bild der Gesellschaft wider das hier so angeprangert wird. Danke dafür. Ich hatte diese Krankheit!
Wenn es dir mit dieser geäußerten Position besser geht, meinetwegen. Aber ich denke kaum, dass das die Mehrheit hier ebenso sieht !
Für deinen gesundheitlich Zustand wünsche ich dir weiter alles Gute.
Du bist so lustig. Ich sage Dir "ich hatte diese Krankheit", Du wünschst mir weiter alles Gute, weil ich ja Deiner Meinung nach lebenslang krank bin. Was machst Du eigentlich wenn Du Dir ein Bein brichst? Läßt Du es gleich abnehmen weil es ja eh lebenslang gebrochen bleibt? Genau das meine ich - Du bist unsere Gesellschaft!
Hier schreibt jeder als hätte er Ahnung. Sorry, dass ich das lächerlich finde...

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Freitag 13. November 2009, 22:44
von Tacheles
Traurig wie du diesen Thread verschandelst B. ! Leider bist du auch der deutschen Sprache nur begrenzt mächtig, bzw. interpretierst hier vollkommen Sinnfrei herum ! Wenn ich dir "Alles Gute zum Geburtstag" wünsche impliziert das auch nicht, dass es dir schlecht geht ! Ich halte deine Argumentation (soweit sie als solche zu werten ist) für unstimmig und wünschte dir für deine Gesundheit weiterhin alles Gute. Das ist eine Höflichkeitsfloskel, die nur indirekt Bezug zu deiner "ich hatte diese" Krankheit nahm und auch nicht aussagen sollte, dass ich dir noch selbige unterstelle ! Vielmehr wünsche ich dir GERADE WEIL du schon einmal vom Schicksal gebeutelt warst: Alles Gute für deine Gesundheit ! 100% Ironiefrei, etc. ! BTW: Dein Verhalten ist trotzdem SCHEISSE !!
Grüsse vom Rande der Gesellschaft -fragt sich nur von welchem (Das darfst du als Ironie begreifen !)

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Freitag 13. November 2009, 22:54
von Buddy
Bevor die Diskussion noch schlimmer wird.


Sind Depressionen heilbar?

http://www.apotheken-umschau.de/Depress ... 09804.html

http://www.apotheken-umschau.de/Depression

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Freitag 13. November 2009, 23:02
von (weiß)blaues Blut
wie es ist, mit einer psychischen Krankheit leben zu müssen, weiß nur der Betroffene selbst und -ansatzweise- sein engstes Umfeld und der behandelnde Arzt. Sonst niemand.

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Freitag 13. November 2009, 23:10
von Überlinger
B. hat geschrieben:...Überlinger und alle die großspurig seinen Beitrag unterschreiben, denen kann ich nur sagen: "Ihr hab so viel Ahnung von der Krankheit wie ich vom NASA-Geheimprojekt - nämlich keine!
"Lebenslang", "Gewichtszunahme", "Lebenslang gebrochen"... was eine Scheiße!!! Mir tut Robert Enke leid, Ihr nicht...
Ich will die Diskussion hier nicht weitertreiben. Wenn Du die Krankheit hattest, in welcher Form auch immer, solltest Du über die verschiedenen Medikamente bescheid wissen.
Ich kann nur wiedergeben, was sich bei mir im engsten Freundeskreis abgespielt hat und was ich dabei erfahren/miterleben musste. Nicht mehr, nicht weniger. Und wenn Du sehr schwere Depressionen hast, dann ist das mehr als ne Lebenskrise. Die haben dann ne jahrelange Wanderung durch Kliniken hinter sich. Das kannst Du nicht ernsthaft bestreiten.

Wie gesagt, es kommt entscheidend auf die stärke der Depressionen an...

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Samstag 14. November 2009, 04:26
von GOLeo-nberg
Nach langer Diskussion heute, auch im Freundeskreis, kamen wir auf den Konsens, dass ein Robert Enke NICHTS in den Medien verloren hat. Zumindest nicht auf Seite 1.
Das Thema Depression selbst, hat dafür ganz klar ein alleinstelliges Merkmal.

Und dies ist genau der Punkt. Warum werden die verblödeten Medien erst darauf aufmerksam, wenn eine angeblich "wichtige" Persönlichkeit davon betroffen ist?
Denn eins ist klar, ein Thomas Gottschalk, Heidi Klum oder Robert Enke sind nur die Medienhuren, die zu Eurer Belustigung im Fernsehen auftreten.
Es gibt auch gar keinen Grund, warum diese Persönlichkeiten so viel Kohle verdienen, da diese Zwangs-Mattscheiben-Prostitiuierten nur zur Eurer persönlichen
Belustigung im Fernsehen auftreten, damit Ihr Eure alltägliche Langweile am Feierabend vor dem Bildschirm verbringen könnt.

Und diese 50.000 Idioten, die jetzt ein Trauermarsch für Robert Enke inszenieren, würden diese Leute auch auf die Strasse gehen, wenn Prof.Dr. Herzchirurg bspw. von einer
Stuttgarter Klinik ein Selbstmord begeht, der eigentlich einen wirklich wichtigeren Stellenwert in unserer Gesellschaft wahr nimmt?
NEIN! Warum auch? Wahrscheinlich weil sich diese weitaus intelligentere Persönlichkeit sich nicht so vor dem Fersehen prostituiert wie o.g. Personen.

Eins möchte ich noch klar stellen. Um den Menschen Robert Enke tut es mir leid, aber nicht für die Persönlichkeit.

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Samstag 14. November 2009, 09:39
von Rael
Ich behaupte: Wenn Enke sich nicht umgebracht hätte, er aber öfters krankheitsbedingt ausgefallen wäre, er immer wieder auch schwächere Leistung als Torhüter gezeigt hätte und dies in Verbindung mit seiner Depression gebracht hätte - keine Sau hätte da Verständnis oder Rücksicht für ihn gezeigt. Ganz im Gegenteil wäre er vom Mob aufs Übelste beschimpft worden ("Weichei" wäre da noch harmlos gewesen), insbesondere wenn Hannover 96 sich im Abstiegskampf befunden hätte. Dies wird auch am Beispiel Deisler deutlich, der noch heute mit seinem "Weichei"-Image zu kämpfen hat.

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Samstag 14. November 2009, 12:17
von Ford K
Ja, Sebastian Deisler fiel mir in dem Zusammenhang auch ein. Ich hoffe, diejenigen, die ihn damals gemobbt haben, werden jetzt wach und kapieren, was man damit anrichten kann.

Die Band Lifehouse hat vor zwei Jahren zu dem Thema einen in meinen Augen ganz wichtigen Song geschrieben:

http://www.youtube.com/watch?v=Qj4J-zI- ... re=related" onclick="window.open(this.href);return false;

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Samstag 14. November 2009, 16:32
von Ølli
[Hannover 96 GmbH & Co. KGaA - 13.11.09 - 18:00]
Hannover 96-Presseservice: Trauerfeier für Robert Enke: Bitte der Polizei
http://www.presseportal.de/meldung/1511934

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Samstag 14. November 2009, 17:10
von Ølli
Nun spricht Enkes Vater: "Er wollte nicht mehr zum Training"
http://www.n-tv.de/sport/fussball/Nun-s ... 89782.html

Das Interview gibt einige Antworten auf einige Fragen und bestätigt auch einige Vermutungen. Dass sogar der Vater ein diplomierter Psychotherapeut ist macht die Sache genau so unbegreiflich wie es auch zu verstehen gibt, dass selbst dieser "mit Kenntnissen ausgestattet" macht- und hilflos sein kann, bzw. sein musste. Die genaue Schilderung des Todes von Robert Enkes Tochter und das vertsändliche Traumata macht mich in der Sache noch trauriger, als es sein müsste. Robert Enke möchte wirklich jetzt seinen Frieden haben, das wünsche ich ihm. Den Hinterbliebenen wünsche ich die Kraft für die Zukunft - und dass sie von weiteren schweren Schicksalsschlägen nun doch endlich einmal verschont bleiben.

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Samstag 14. November 2009, 19:32
von B.
"macht mich in der Sache noch trauriger, als es sein müsste."

Bist Du wirklich traurig oder wartest Du nur auf jede neue Botschaft aus den Medien? Viel Zeit der Trauer kann nicht geblieben sein zwischen Information und Beitrag im Forum...
Traurig traurig. Lasst es doch einfach ruhen!

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Sonntag 15. November 2009, 15:43
von Ølli
Was willst Du von mir genau wissen ? Was ich schreibe, meine ich so. Leider kenne ich einige Fälle, bei denen Nahestendende den Tod eines Ihrer Liebsten derart mitereleben mussten und es erweckt Erinnerungen an einen Fall in der eigenen Familie. Inklusive erfolgloser Wiederbelebungsmaßnahmen. Das wünsche ich KEINEM. Und dass R.E. auch das noch zusätzlich passieren musste, hat ihm am Ende in der Summe vielleicht sogar sein eigenes Leben opfern lassen. Im übigen unterscheide ich niemals zwischen Prominenz und Lieschen Müller. Ich wünsche wirklich jedem, dass ihm/ihr eine solche Erfahrung erspart bleibt oder eben dann allen Betroffenen, dass sie es möglichst gut verarbeiten. Mit Informationen lasse ich mich von allen Medien versorgen, bei manchen sogar ungewollt. Dankbar bin ich in Deutschland, welch Vielfalt man dabei nutzen kann. Dabei kann diszipliniert kritisch bleiben, wenn man will. Mit offenen Ohren und Augen durchs Leben zu gehen, hilft allerdings allemal (und oft mehr). Hoffe Du hast die Antwort auf Deine Frage an mich gefunden, ansonsten helfe ich gerne per PN weiter.

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Sonntag 15. November 2009, 17:04
von gambo
http://www.timo-hildebrand.de/index.php ... 296ee2c089

Schön fand ich von Timo Hildebrand das er auch bei der Trauerfeier auch dabei war. War es doch Robert Enke der ihm dem
Platz bei der EM weggeschnappt hatte.

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Montag 16. November 2009, 11:47
von NickTheButcher
gambo hat geschrieben:http://www.timo-hildebrand.de/index.php ... 296ee2c089

Schön fand ich von Timo Hildebrand das er auch bei der Trauerfeier auch dabei war. War es doch Robert Enke der ihm dem
Platz bei der EM weggeschnappt hatte.
das meinst Du jetzt aber bitte nicht ernst oder ?
GoLeo-nberg hat geschrieben:
Denn eins ist klar, ein Thomas Gottschalk, Heidi Klum oder Robert Enke sind nur die Medienhuren, die zu Eurer Belustigung im Fernsehen auftreten.
Ich finde es erstaunlich wie Du Dich davon distanzierst, die von Dir als "verblödeten" Medien selbst zu nutzen :)

@B.: jeder geht mit diesem Thema anders um. Und Olli ist sicher kein Mensch der ein "es macht mich traurig" einfach nur so dahersagt. Insofern wäre es sicher ganz gut, wenn man tolerant genug wäre, es zu akzeptieren dass es Leute gibt, die mit dem Thema Enke, Depression etc. anders umgehen als man selbst !

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Montag 16. November 2009, 12:08
von gambo
NickTheButcher hat geschrieben:
gambo hat geschrieben:http://www.timo-hildebrand.de/index.php ... 296ee2c089

Schön fand ich von Timo Hildebrand das er auch bei der Trauerfeier auch dabei war. War es doch Robert Enke der ihm dem
Platz bei der EM weggeschnappt hatte.
das meinst Du jetzt aber bitte nicht ernst oder ?

Naja, schlimm wäre es gewesen wenn er nicht gekommen wäre wegen so einer Sache.

Schlimmer finde ich da die Aussagen eines Herrn Daum:

http://www.welt.de/sport/fussball/artic ... emend.html" onclick="window.open(this.href);return false;

WELT ONLINE: Christoph Daum äußerte, er habe seit 2003 Bescheid gewusst über dessen Probleme.

Neblung: Es gibt viele Menschen, die Robert in seinem Leben kurz kennenlernen durften und nun mit sehr abenteuerlichen Aussagen in der Öffentlichkeit auftauchen, wie zuletzt zum Thema Fenerbahce Istanbul. Das ist sehr beschämend, denn die Fakten sind andere.

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Montag 16. November 2009, 12:22
von Blaues Stuttgart
gambo hat geschrieben: Neblung: Es gibt viele Menschen, die Robert in seinem Leben kurz kennenlernen durften und nun mit sehr abenteuerlichen Aussagen in der Öffentlichkeit auftauchen, wie zuletzt zum Thema Fenerbahce Istanbul. Das ist sehr beschämend, denn die Fakten sind andere.
Stimmt schon, weil Enke wollte eben sein Privatleben auch nicht an die Öffentlichkeit tragen. Aber gerade seine engsten Vertrauten, die das am besten wissen, hauten nach seinem Tod am meisten Intime Sachen über ihn raus, und dazu gehört Daum nicht.

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Montag 16. November 2009, 15:18
von kässpätzle
Blaues Stuttgart hat geschrieben:
gambo hat geschrieben: Neblung: Es gibt viele Menschen, die Robert in seinem Leben kurz kennenlernen durften und nun mit sehr abenteuerlichen Aussagen in der Öffentlichkeit auftauchen, wie zuletzt zum Thema Fenerbahce Istanbul. Das ist sehr beschämend, denn die Fakten sind andere.
Stimmt schon, weil Enke wollte eben sein Privatleben auch nicht an die Öffentlichkeit tragen. Aber gerade seine engsten Vertrauten, die das am besten wissen, hauten nach seinem Tod am meisten Intime Sachen über ihn raus, und dazu gehört Daum nicht.
Da gebe ich Dir recht.

@gambo: was hat Ch. Daum denn so schlimmes gesagt? Ich weiß nicht, was es da zum aufregen gibt.

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Montag 16. November 2009, 21:52
von gambo
http://www.goal.com/de/news/827/bundesl ... stoph-daum" onclick="window.open(this.href);return false;

Gehe mal auf folgende Seite darauf, da wird über die Aussagen von Christoph Daum diskutiert.

Re: Robert Enke ist tot!

Verfasst: Montag 16. November 2009, 22:33
von kässpätzle
Diese Diskussionen kenne ich und die sind alle jenseits von Gut und Böse! Ich gebe da keinen Pfifferling dafür. Warum sollte es nicht stimmen, was Herr Daum sagt? Ich kann nix dazu sagen, weil ich nicht weiß, was stimmt oder nicht! Ich persönlich halte Herrn Daum für einen guten Trainer und ich könnte mir vorstellen, daß er auch ein sehr guter Zuhörer ist und daß es Spieler gibt, die sich ihm anvertrauen...