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[ SPIELBERICHTE ] Kickers - Aalen
Verfasst: Samstag 20. März 2004, 19:18
von Felix B.
Hier bitte alle Spielberichte rein.
Verfasst: Samstag 20. März 2004, 20:06
von Buddy
Kickers im Waldau-Stadion weiter eine Macht: 2:0-Sieg gegen den VfR Aalen
Die Blauen sind weiterhin die beste Heimmannschaft der Regionalliga Süd. Am Nachmittag bezwang das Team von Trainer Robin Dutt dank einer Leistungssteigerung in den letzten zwanzig Minuten den VfR Aalen mit 2:0 (0:0).
Das Spiel vor 3060 Zuschauern bei teilweise kräftigem Wind war lange Zeit zerfahren und ohne viele Torraumszenen. Erst in den letzten zwanzig Minuten erhöhten die Blauen nochmals das Tempo und gingen folgerichtig auch in Führung. Mirnes Mesic gelang in der 74. Minute der Führungstreffer, Suad Rahmanovic erzielte mit seinem tollen Tor den 2:0-Endstand (82.).
Trainer Robin Dutt: " Das war heute ein sehr wertvoller Sieg. Aalen hat uns spielerisch und vor allem auch taktisch alles abverlangt, so dass wir lange arbeiten mussten für den Sieg."
http://www.stuttgarter-kickers.de/news/news.asp
Verfasst: Sonntag 21. März 2004, 13:03
von Wagimen
Hier der Bericht von irsport.de:
Lange mußten die Kickers Fans bangen, denn Positives gelingen wollte im ersten Spielabschnitt nichts. Die Gastgeber hatten zwar die höheren Spielanteile, Eckenverhältnis 9:1 für die Dergerlocher, doch allgemein gesehen hatten beide Mannschaften je zwei dicke Möglichkeiten bei offenem Schlagabtausch in Führung zu gehen. Ünal Demirkiran prüfte in der 12. Spielminute mit einem Lattenkracher die Standfestigkeit des Stuttgarter Tores. Kurze Zeit später gelang Sascha Benda das gleiche Kunststück auf der Gegenseite. Ünal Demirkiran wurde im letzten Moment gestoppt und da auch die Kickers ihr Chance nicht verwerten konnten ging es torlos zum Pausentee.
In der Halbzeit mußten die Aalener auf Geheiss des Fernsehens ihre Trikots tauschen und liefen jetzt in Rot auf und das Schiedsrichtergespann wechselte von Rot auf Gelb. Das sieht man auch nicht alle Tage, Modenschau im Fußball.
Nach Wiederanpfiff zunächst verteiltes Spiel, doch nach ca. 10 Minuten Spielzeit versuchten die Hausherren das Spiel in die Hand zu nehmen und Druck aufzubauen. Dabei waren die Bälle in die Spitze aber zu ungenau. Aalen bleibt mit einem Freistoß in der Kickers Mauer hängen, Aalens Keeper Tobias Linse hält glänzend einen Direktschuß von Suad Rahmanovic in der 70. Minute. Zwei Minuten später weht der starke Wind einen Eckball der Aalener direkt auf Tino Köstels Gehäuse, der den Ball aber über die Querlatte lenken kannn. Dann der Auftritt des Mirnes Mesic, als er in der 74. Minute mit einem Abstauber die 1:0 Führung für die Hausherren erzielt. Den Endstand markiert dann Suad Rahmanovic, als er es wiederum mit einem Direktschuß aus 12 Metern versucht, diesmal hat der Gästekeeper keine Chance. Ein wertvoller Punktgewinn für die Mannschaft von Trainer Robin Dutt, doch da die in den unteren Regionen platzierten Mannschaften zum Großteil auch gewannen, hat dieser volle Punktgewinn den Kickers nicht viel Luft zum durchatmen eingebracht.
Verfasst: Sonntag 21. März 2004, 14:02
von Überlinger
2:0-Sieg gegen den VfR Aalen
Es ist schon fast unglaublich: Auswärts treffen die Kickers nicht und holen keine Punkte, doch Zuhause im Waldau-Stadion sind die Blauen nach dem heutigen Sieg über Aalen weiterhin die beste Heimmannschaft der Regionalliga Süd. Am Nachmittag bezwang das Team von Trainer Robin Dutt dank einer Leistungssteigerung in den letzten zwanzig Minuten den VfR Aalen mit 2:0 (0:0). Aufgrund der engen Tabellenkonstellation ein wertvoller Punktgewinn für die Kickers, doch da die in den unteren Regionen platzierten Mannschaften zum Großteil auch gewannen oder noch ein Spiel weniger absolviert haben, hat dieser volle Punktgewinn den Kickers nicht viel Luft zum Durchatmen eingebracht.
Das Spiel vor 3060 Zuschauern bei teilweise kräftigem Wind war lange Zeit zerfahren und ohne viele Torraumszenen. Die Kickers Spielten wie immer mit Tino Köstel im Tor. Aufgrund der 5. gelben Karte war Innenverteidiger Oiliver Barth gesperrt, für den Michael Zimmermann erstmals in die Anfangself rutschte. Zusammen mit Kapitän Alex Malchow und den Außenverteidiger der Viererkette Sascha Benda und Oliver Stierle gelang endlich auch mal wieder ein Sieg ohne einen Gegentreffer. Im zentralen Mittelfeld spielten Heiko Gumper und Mustafa Akcay, auf den Außenbahnen nach seine Gelb-Sperre wieder Marvin Braun und Patrick Milchraum. Carsten Lakies und Mirnes Mesic stürmten für die Blauen. Die ersten 70. Spielminuten Halbzeit ist schnell erzählt: Von Beginn an war ein hohes Tempo im Spiel, doch die Genauigkeit vor allem im Mittelfeld ließen beide Mannschaften vermissen, wobei auch sicherlich der teilweise böige Wind seinen Teil dazu beitrug. Nach Foul an Mustafa Akcay am Strafraumeck folgte die erste nennenswerte Chance: Freistoß-Speziallist Sascha Benda prüfte Gästekeeper Linse (12.), der zur Ecke klären konnte. Aalens Spielmacher Ünal Demirkiran testete in der 14. Minute mit seinem Schuß die Standfestigkeit des Tores: sein Versuch aus 20 Metern krachte an die Latte, Tino Köstel war noch mit den Fingerspitzen am Ball. Nach einem Angriff über die rechte Seite passt Mirnes Mesic auf Stürmerkollege Carsten Lakies, doch der scheiterte aus kurzer Distanz (22.). In der 25. Minute enteilte Mirnes Mesic nach einem langen Ball von Alexander Malchow der Aalener Viererkette. Angeblich kurz vor der Strafraumgrenze ? für viele Zuschauer war es innerhalb ? wurde er zu Falle gebracht, den anschließenden Freistoß setzte Sascha Benda an die Latte.
Die Blauen hatten zwar die höheren Spielanteile, was allein das Eckenverhältnis von 9:1 belegte, doch wurden keine zwingenden Chancen herausgearbeitet. Aalen spielte gefällig mit, doch meist war für die Gästestürmer vor dem Kickers-Strafraum Schluß und die Blauen konnte klären.
In der Halbzeit ein sicherlich seltene Geschichte: Auf Bitten des SWR wechselten die Aalener ihre Trikots und liefen jetzt in Rot auf, ebenso tauschte das Schiedsrichtergespann von Rot auf Gelb. Modenschau im Fußball auf Degerlochs Höhen.
Die zweite Hälfte ging zunächst ohne große Höhepunkte so weiter. Kurzer Aufreger in der 50. Minute, als Rogosic freistehend vor Tino Köstel den Ball nicht kontrollieren konnte. Das Spiel plätscherte vor sich hin, bis Trainer Robin Dutt mit der Einwechslung von Suad Rahmanovic ein glückliches Händchen bewies. Für ihn ging Carsten Lakies vom Platz, der wieder viel gearbeitet hatte und die Abwehr beschäftigte. Mit Rahmanovic kam mehr Schwung ins Angriffspiel der Kickers, die nun merklich einen Gang zulegten. Langer Ball auf Marvin Braun, dessen Flanke bei Mustafa Akcay landete, der aber hängen blieb, der Schußversuch von Mirnes Mesic wurde abgeblockt (68.). Wieder ein Angriff über die rechte Seite: nach Flanke von Sascha Benda auf Mirnes Mesic fliegt der Ball knapp über das Tor (70.). Der anschließende Eckball wurde auch gefährlich: Nach einem Tropkick von Suad Rahmanovic lenkte Gästekeeper Linse den Ball noch über die Latte. Der wiederum anschließende Eckball landete auf dem Kopf von Alexander Malchow, der jedoch nicht genügend Druck dahinter bekam, so dass Linse den Ball aus Winkel fangen kann. Die Blauen blieben weiter am Drücker und die Zuschauer wachten nun auch auf: die ?Kickers-Kicker-Rufe? schalten lautstark durch das Stadion.
Angriff dieses Mal über die linke Seite, Patrick Milchraum paßte von der Grundlinie aus zurück auf Mustafa Akcay, dessen Schuss zwar abgeblockt wurde, doch der Abpraller direkt bei Mirnes Mesic landete. Der fakelte nicht lange und zog trocken zum umjubelten 1:0 ab (74.). Gästetrainer Peter Zeidler reagierte nun auch und brachte zwei neue Offensivkräfte, die prompt auch gleich eine Chance hatten: Nach dem Kopfball von Hentschke müsste sich Tino Köstel richtig lang machen (79.).
Doch für die Entscheidung sorgte Suad Rahmanovic: Nach einem langen Ball gab es kurz Abstimmungsschwierigkeiten zwischen Keeper und Verteidiger, dessen Kopfballabwehr deshalb viel zu kurz geriet und beim Kickers-Stürmer landete. Rahmanovic nahm den Ball mit der Brust an, ließ ihn einmal noch aufticken und zog einfach mal mit links ab. Aus 10m linker Position fuhr der Ball unhaltbar für den Gästekeeper ins rechte Lattenkreuz: Ein Traumtor zum 2:0 (82.) und somit die Vorentscheidung.
In der 85. Minute hatte Suad Rahmanovic die Chance zu seinem zweiten Treffer. Er nahm den Ball schön mit, drehte sich um seinen Gegenspieler und scheiterte aber dann freistehend vor Gästekeeper Linse. Dies war auch die letzte nenneswerte Aktion, so dass es aufgrund der Leistungssteigerung in den letzten zwanzig Minuten ein sicherlich verdienter Sieg der Kickers war. Der VfR Aalen konnte spieltechnisch und taktisch jederzeit mithalten und es deutete vieles auf ein Unentschieden hin, doch machten sich der Kräfteverschleiß bei den Aalener ? sie hatten am Dienstag ein Nahholspiel ? bemerkbar. Die Kickers konnte dagegen nochmals einen Gang zulegen, um den wichtigen Sieg unter Dach und Fach zu bringen.
Aalens Trainer Peter Zeidler zum Spiel: ?Kompliment an die Kickers. Wir haben seit längerer Zeit mal wieder verloren und mussten aufgrund der letzten Spiele sicherlich Tribut zollen. In unserem Spiel hatte vor allem die Präzision gefehlt und wir konnten unsere Konter nicht ausspielen. Nach den Gegentreffern kamen wir nicht mehr ins Spiel zurück, da wir die Kraft nicht mehr aufbringen konnten.?
Kickers-Trainer Robin Dutt: ?Ein sehr wertvoller Sieg für uns heute. Wir hatten hohen Respekt vor der Aalener Mannschaft, die uns spieltechnisch und vor allem auch taktisch alles abverlangte. Heute mussten wir 90 Minuten taktisch diszipliniert spielen und das Tempo hochhalten. Mit den Einwechslungen konnten wir nochmals enorm zulegen, denn wir mussten sehr lange arbeiten für den Sieg. Doch genau solche Spieler bringen meine Mannschaft weiter. Jetzt gilt es endlich auswärts zu punkten, um ein Punktepolster vorzulegen und schnellstmöglich auf einen einstelligen Tabellenplatz zu gelangen."
SV Stuttgarter Kickers:
Tino Köstel - Sascha Benda, Alexander Malchow, Michael Zimmermann, Oliver Stierle - Mustafa Akcay, Heiko Gumper, Patrick Milchraum (82. Giuseppe Catizone), Marvin Braun (88. Moritz Steinle) - Carsten Lakies (63. Suad Rahmanovic), Mirnes Mesic ? Trainer: Robin Dutt
VfR Aalen:
Tobias Linse - Cassio da Silva, Eberhard Ilg, Michael Stickel (78. Emil Noll), Markus Gabriel - Bernd Maier, Marcel Busch, Christian Seeber (75. Holm Hentschke), Ünal Demirkiran - Andreas Mayer, Neno Rogosic ? Trainer: Peter Zeidler
Zuschauer: 3060
Schiedsrichter: Günter Perl (München)
Gelbe Karten:
Heiko Gumper - Michael Stickel
Rote Karten: -
Tore:
1:0 Mirnes Mesic (74.)
2:0 Suad Rahmanovic (82.)
Quelle: stuttgarter-kickers.de
Verfasst: Sonntag 21. März 2004, 14:02
von Raul
Ausführlicher Bericht von der Kickers-Homepage mit Trainerstimmen:
Kickers im Waldau-Stadion weiter eine Macht: 2:0-Sieg gegen den VfR Aalen
Es ist schon fast unglaublich: Auswärts treffen die Kickers nicht und holen keine Punkte, doch Zuhause im Waldau-Stadion sind die Blauen nach dem heutigen Sieg über Aalen weiterhin die beste Heimmannschaft der Regionalliga Süd. Am Nachmittag bezwang das Team von Trainer Robin Dutt dank einer Leistungssteigerung in den letzten zwanzig Minuten den VfR Aalen mit 2:0 (0:0). Aufgrund der engen Tabellenkonstellation ein wertvoller Punktgewinn für die Kickers, doch da die in den unteren Regionen platzierten Mannschaften zum Großteil auch gewannen oder noch ein Spiel weniger absolviert haben, hat dieser volle Punktgewinn den Kickers nicht viel Luft zum Durchatmen eingebracht.
Das Spiel vor 3060 Zuschauern bei teilweise kräftigem Wind war lange Zeit zerfahren und ohne viele Torraumszenen. Die Kickers Spielten wie immer mit Tino Köstel im Tor. Aufgrund der 5. gelben Karte war Innenverteidiger Oiliver Barth gesperrt, für den Michael Zimmermann erstmals in die Anfangself rutschte. Zusammen mit Kapitän Alex Malchow und den Außenverteidiger der Viererkette Sascha Benda und Oliver Stierle gelang endlich auch mal wieder ein Sieg ohne einen Gegentreffer. Im zentralen Mittelfeld spielten Heiko Gumper und Mustafa Akcay, auf den Außenbahnen nach seine Gelb-Sperre wieder Marvin Braun und Patrick Milchraum. Carsten Lakies und Mirnes Mesic stürmten für die Blauen. Die ersten 70. Spielminuten Halbzeit ist schnell erzählt: Von Beginn an war ein hohes Tempo im Spiel, doch die Genauigkeit vor allem im Mittelfeld ließen beide Mannschaften vermissen, wobei auch sicherlich der teilweise böige Wind seinen Teil dazu beitrug. Nach Foul an Mustafa Akcay am Strafraumeck folgte die erste nennenswerte Chance: Freistoß-Speziallist Sascha Benda prüfte Gästekeeper Linse (12.), der zur Ecke klären konnte. Aalens Spielmacher Ünal Demirkiran testete in der 14. Minute mit seinem Schuß die Standfestigkeit des Tores: sein Versuch aus 20 Metern krachte an die Latte, Tino Köstel war noch mit den Fingerspitzen am Ball. Nach einem Angriff über die rechte Seite passt Mirnes Mesic auf Stürmerkollege Carsten Lakies, doch der scheiterte aus kurzer Distanz (22.). In der 25. Minute enteilte Mirnes Mesic nach einem langen Ball von Alexander Malchow der Aalener Viererkette. Angeblich kurz vor der Strafraumgrenze – für viele Zuschauer war es innerhalb – wurde er zu Falle gebracht, den anschließenden Freistoß setzte Sascha Benda an die Latte.
Die Blauen hatten zwar die höheren Spielanteile, was allein das Eckenverhältnis von 9:1 belegte, doch wurden keine zwingenden Chancen herausgearbeitet. Aalen spielte gefällig mit, doch meist war für die Gästestürmer vor dem Kickers-Strafraum Schluß und die Blauen konnte klären.
In der Halbzeit ein sicherlich seltene Geschichte: Auf Bitten des SWR wechselten die Aalener ihre Trikots und liefen jetzt in Rot auf, ebenso tauschte das Schiedsrichtergespann von Rot auf Gelb. Modenschau im Fußball auf Degerlochs Höhen.
Die zweite Hälfte ging zunächst ohne große Höhepunkte so weiter. Kurzer Aufreger in der 50. Minute, als Rogosic freistehend vor Tino Köstel den Ball nicht kontrollieren konnte. Das Spiel plätscherte vor sich hin, bis Trainer Robin Dutt mit der Einwechslung von Suad Rahmanovic ein glückliches Händchen bewies. Für ihn ging Carsten Lakies vom Platz, der wieder viel gearbeitet hatte und die Abwehr beschäftigte. Mit Rahmanovic kam mehr Schwung ins Angriffspiel der Kickers, die nun merklich einen Gang zulegten. Langer Ball auf Marvin Braun, dessen Flanke bei Mustafa Akcay landete, der aber hängen blieb, der Schußversuch von Mirnes Mesic wurde abgeblockt (68.). Wieder ein Angriff über die rechte Seite: nach Flanke von Sascha Benda auf Mirnes Mesic fliegt der Ball knapp über das Tor (70.). Der anschließende Eckball wurde auch gefährlich: Nach einem Tropkick von Suad Rahmanovic lenkte Gästekeeper Linse den Ball noch über die Latte. Der wiederum anschließende Eckball landete auf dem Kopf von Alexander Malchow, der jedoch nicht genügend Druck dahinter bekam, so dass Linse den Ball aus Winkel fangen kann. Die Blauen blieben weiter am Drücker und die Zuschauer wachten nun auch auf: die „Kickers-Kicker-Rufe“ schalten lautstark durch das Stadion.
Angriff dieses Mal über die linke Seite, Patrick Milchraum paßte von der Grundlinie aus zurück auf Mustafa Akcay, dessen Schuss zwar abgeblockt wurde, doch der Abpraller direkt bei Mirnes Mesic landete. Der fakelte nicht lange und zog trocken zum umjubelten 1:0 ab (74.). Gästetrainer Peter Zeidler reagierte nun auch und brachte zwei neue Offensivkräfte, die prompt auch gleich eine Chance hatten: Nach dem Kopfball von Hentschke müsste sich Tino Köstel richtig lang machen (79.).
Doch für die Entscheidung sorgte Suad Rahmanovic: Nach einem langen Ball gab es kurz Abstimmungsschwierigkeiten zwischen Keeper und Verteidiger, dessen Kopfballabwehr deshalb viel zu kurz geriet und beim Kickers-Stürmer landete. Rahmanovic nahm den Ball mit der Brust an, ließ ihn einmal noch aufticken und zog einfach mal mit links ab. Aus 10m linker Position fuhr der Ball unhaltbar für den Gästekeeper ins rechte Lattenkreuz: Ein Traumtor zum 2:0 (82.) und somit die Vorentscheidung.
In der 85. Minute hatte Suad Rahmanovic die Chance zu seinem zweiten Treffer. Er nahm den Ball schön mit, drehte sich um seinen Gegenspieler und scheiterte aber dann freistehend vor Gästekeeper Linse. Dies war auch die letzte nenneswerte Aktion, so dass es aufgrund der Leistungssteigerung in den letzten zwanzig Minuten ein sicherlich verdienter Sieg der Kickers war. Der VfR Aalen konnte spieltechnisch und taktisch jederzeit mithalten und es deutete vieles auf ein Unentschieden hin, doch machten sich der Kräfteverschleiß bei den Aalener – sie hatten am Dienstag ein Nahholspiel – bemerkbar. Die Kickers konnte dagegen nochmals einen Gang zulegen, um den wichtigen Sieg unter Dach und Fach zu bringen.
Aalens Trainer Peter Zeidler zum Spiel: „Kompliment an die Kickers. Wir haben seit längerer Zeit mal wieder verloren und mussten aufgrund der letzten Spiele sicherlich Tribut zollen. In unserem Spiel hatte vor allem die Präzision gefehlt und wir konnten unsere Konter nicht ausspielen. Nach den Gegentreffern kamen wir nicht mehr ins Spiel zurück, da wir die Kraft nicht mehr aufbringen konnten.“
Kickers-Trainer Robin Dutt: „Ein sehr wertvoller Sieg für uns heute. Wir hatten hohen Respekt vor der Aalener Mannschaft, die uns spieltechnisch und vor allem auch taktisch alles abverlangte. Heute mussten wir 90 Minuten taktisch diszipliniert spielen und das Tempo hochhalten. Mit den Einwechslungen konnten wir nochmals enorm zulegen, denn wir mussten sehr lange arbeiten für den Sieg. Doch genau solche Spieler bringen meine Mannschaft weiter. Jetzt gilt es endlich auswärts zu punkten, um ein Punktepolster vorzulegen und schnellstmöglich auf einen einstelligen Tabellenplatz zu gelangen."
Verfasst: Sonntag 21. März 2004, 14:05
von Überlinger
Wahnsinn!
Genau in der gleichen Minute.

Verfasst: Sonntag 21. März 2004, 16:40
von Steffen FFC
irsport.de hat geschrieben:... Modenschau im Fußball.
....
Ein wertvoller Punktgewinn für die Mannschaft von Trainer Robin Dutt, doch da die in den unteren Regionen platzierten Mannschaften zum Großteil auch gewannen, hat dieser volle Punktgewinn den Kickers nicht viel Luft zum durchatmen eingebracht.
stuttgarter-kickers.de hat geschrieben:Aufgrund der engen Tabellenkonstellation ein wertvoller Punktgewinn für die Kickers, doch da die in den unteren Regionen platzierten Mannschaften zum Großteil auch gewannen oder noch ein Spiel weniger absolviert haben, hat dieser volle Punktgewinn den Kickers nicht viel Luft zum Durchatmen eingebracht.
...
Modenschau im Fußball auf Degerlochs Höhen.
Wer schreibt da von wem ab?

Verfasst: Sonntag 21. März 2004, 17:03
von Buddy
Steffen FFC hat geschrieben:Wer schreibt da von wem ab?

Der Spielbericht von IR Sport war zuerst online. Also werden wohl die Kickers abgeschrieben haben. Aber egal. Hauptsache schon am Spieltag ein Spielbericht online. Das hat es ja auch nicht immer gegeben.
Verfasst: Montag 22. März 2004, 01:54
von hobbesblau
Vor allem ist der Bericht von der Homepage treffend und sehr ausführlich. Weiter so!
Verfasst: Montag 22. März 2004, 07:40
von McVillager
Ein bisschen Hollywood auf der Waldau
Die Stuttgarter Kickers beweisen beim 2:0 gegen den VfR Aalen ihre Heimstärke - Dutt soll diese Woche verlängern
Stuttgart - Spieler und Fans des Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers kommen sich derzeit vor wie im Hollywood-Streifen "Und täglich grüßt das Murmeltier." Im heimischen Waldaustadion werden mehr oder weniger glanzvolle Siege eingefahren, auswärts gibt es trotz guter Auftritte keine Punkte. Diesmal war der VfR Aalen zu Gast, also gab es einen 2:0 (0:0)-Sieg. Nichts Neues also bei den Kickers. Oder?
Von Sigor Paesler
Stuttgarts Trainer Robin Dutt, dessen Vertrag in dieser Woche über das Saisonende hinaus verlängert werden soll, schrieb sogar in seiner Kolumne im Stadionheft, er hätte eigentlich gleich den Text von vor zwei Wochen kopieren können. Und Kapitän Alexander Malchow meinte nur lapidar: "Wir müssen ja zuhause gewinnen, wenn wir nicht ganz unten reinrutschen wollen." Auch wenn sie es nicht zugeben: Bei den Kickers wurden schon einige Gedanken daran verschwendet, wo die Mannschaft stünde, wenn sie auf fremden Plätzen wenigstens ab und zu etwas reißen würde. Tut sie aber nicht. Dutt: "Aufgrund der Auswärtsschwäche stehen wir zurecht dort, wo wir stehen." Und das ist nun immerhin Rang elf.
Nichts Neues also bei den Kickers. Oder? Die Unterschiede liegen im Detail. "Aalen war der Gegner, der uns hier bisher mit Abstand am meisten abverlangt hat, auch taktisch", meinte Dutt, "da über 90 Minuten mitzuhalten und am Ende das Pendel zu unseren Gunsten umschlagen zu lassen, bringt meine Mannschaft weiter." Was er meinte, sah so aus: Die "Blauen" spielten nicht so erfrischend wie zuletzt im eigenen Stadion. Das lag aber daran, dass sie sich auf die Konterstärke der Aalener eingestellt hatten und etwas defensiver standen. "Das war schon gut, was wir hier gespielt haben", meinte auch Malchow.
Die Kickers machen mehr Druck
Lange war es so kein allzu gutes Spiel, vor allem nach dem Wechsel. Aber es gab einige Chancen auf beiden Seiten. "Nur wenn wir das erste Tor gemacht hätten, wäre hier etwas gegangen", meinte Aalens Trainer Peter Zeidler zurecht. Denn letztlich zahlte sich wieder einmal die Geduld und das druckvollere Spiel der Kickers aus: In der 74. Minute staubte Mirnes Mesic zum 1:0 ab, nachdem Patrick Milchraum schön vorbereitet und VfR-Verteidiger Cassio da Silva einen Schuss von Mustafa Akcay zu kurz abgewehrt hatte. Die Aalener, die unter der Woche ein Nachholspiel gegen Feucht gehabt hatten (3:1), hatten nichts mehr nachzulegen. Der eingewechselte Suad Rahmanovic machte mit einem glücklichen, aber schönen Schuss aus spitzem Winkel in der 82. Minute alles klar.
"Die Heimserie hat gehalten. Jetzt hoffen wir, dass endlich die Auswärtsserie reißt", sagte Dutt. Sein Drehbuch: Am kommenden Sonntag bei Tabellenführer Bayern München soll es einmal nicht laufen wie beim Murmeltier in Hollywood.
Stuttgarter Kickers: Köstel - Benda, Zimmermann, Malchow, Stierle - Braun (88. Steinle), Gumper, Akcay, Milchraum (83. Catizone) - Lakies (64. Rahmanovic), Mesic.
VfR Aalen: Linse - Gabriel, Stickel (79. Noll), Ilg, da Silva - Busch, Maier, Demirkiran, Mayer - Seeber (75. Hentschke), Rogosic.
Schiedsrichter: Perl (München).
Zuschauer: 3060.
Tore: 1:0 Mesic (74.), 2:0 Rahmanovic (82.).
Gelbe Karten: Gumper / Stickel.
Beste Spieler: Akcay, Malchow, Milchraum / Stickel, Mayer.
Esslinger-Zeitung
Verfasst: Montag 22. März 2004, 11:20
von Basti
Für Stuttgart war es der fünfte Heimsieg in Folge - allerdings der am härtesten erarbeitete. Denn die von beiden Teams engagiert geführte Partie war lange ausgeglichen. Die Kickers hatten mehr vom Spiel, zeigten aber Schwächen im Aufbau. Aalen konterte, ließ aber seine gewohnte Durchschlagskraft vermissen. Im zweiten Durchgang verflachte das Spiel, bis Mesic nach einem Schuss von Akcay und einer zu kurzen Abwehr da Silvas zum 1:0 traf. Rahmanovic machte mit einem glücklichen, aber schönen Schuss aus spitzem Winkel alles klar.
Stuttgarter Kickers: Köstel - Benda, Zimmermann, Malchow, Stierle - Marvin Braun, Gumper, Akcay, Milchraum - Lakies, Mesic - Trainer: Dutt
VfR Aalen: Linse - Gabriel, Stickel, Ilg, da Silva - Busch, Maier, Demirkiran, Mayer - Seeber, Rogosic - Trainer: Zeidler
Tore: 1:0 Mesic (74.), 2:0 Rahmanovic (82.)
Eingewechselt: 64. Rahmanovic für Lakies, 83. Catizone für Milchraum, 88. Steinle für Marvin Braun - 75. Hentschke für Seeber, 79. Noll für Stickel
Schiedsrichter: Perl
Zuschauer: 3060
Gelbe Karten: Gumper - Stickel
http://www.kicker.de/content/spielplan/ ... bvc_atab=4
Verfasst: Montag 22. März 2004, 20:10
von Blau&Weiß
Suad Rahmanovic - der Joker sticht beim 2:0
Die Stuttgarter Kickers bestätigen in der Fußball-Regionalliga ihren Aufwärtstrend, zumindest im Waldaustadion
STUTTGART. Die Heimserie der Stuttgarter Kickers in der Regionalliga unter Robin Dutt hält. Beim 2:0-Sieg gegen den VfR Aalen bewies der Trainer Geduld - und ein glückliches Händchen.
Joachim Klumpp
In der Halbzeit kam die Erleuchtung - zumindest beim Fernsehen. Denn deren Verantwortlichen traten an den VfR Aalen mit der Bitte heran, doch die Trikots zu tauschen, zwecks besserer Unterscheidung vom Gegner Stuttgarter Kickers. Den Gästen kam dieser Wunsch gar nicht so ungelegen. Der Hintergedanke ihres Trainers Peter Zeidler: "Wir wollten den Kickers ein wenig Angst einjagen."
Mit den Ausweichtrikots in Rot, normalerweise die Farbe des Kickers-Lokalrivalen VfB. Doch der gewünschte Effekt blieb aus. Und der Kickers-Coach Robin Dutt verriet, warum: "Das hat uns eher zusätzlich motiviert." Nachdem die beiden Mannschaften in den zweiten 45 Minuten besser auseinander zu halten waren, wurde schließlich auch ein Leistungsunterschied deutlich - und zwar zu Gunsten der Blauen.
Maßgeblich beteiligt daran war übrigens ein ehemalige "Roter": Suad Rahmanovic, erst in der 63. Minute eingewechselter Stürmer, der vergangene Saison noch bei den Amateuren des VfB Stuttgart spielte, und zwar mit dem Status Profi. Rahmanovic fädelte den ersten Treffer (durch Mesic) im Mittelfeld gekonnt ein und sorgte dann für die Entscheidung mit einem Schuss, der sogar Chancen hat, für die Wahl zum "Tor des Monats" nominiert zu werden.
Die makellose Heimserie der Kickers unter Robin Dutt jedenfalls hält, und der stellte zufrieden fest: "Der Joker stach heute." Drei Tore erziehlte Rahmanovic bisher, dreimal als Einwechselspieler (gegen Bayern, Pfullendorf - und jetzt Aalen). Dabei wurde er erst nach Saisonbeginn Mitte August verpflichtet, eigentlich fürs Oberligateam, doch das erwies sich rasch nur als Zwischenstation. Noch unter Trainer Adrion rückte der 23-Jährige auf, der ihn einst auch zu den VfB-Amateuren geholt hatte. Nachdem er dort im Sommer keinen Vertrag mehr bekam, begann die Zeit der Ungewissheit. In diversen Trainigslagern hielt er sich fit, bis er schließlich bei seinem Stammverein FV Zuffenhausen landete - und sich Adrion seiner erinnerte.
Die Verpflichtung war für die Kickers kein Risiko, schließlich bekommt er in Degerloch nur eine geringe Aufwandsentschädigung. Der Hauptarbeitgeber ist - das Arbeitsamt. "Mir wäre es auch lieber, wenn es umgekehrt wäre", sagt Rahmanovic. Doch was nicht ist, kann ja wieder werden. "Ich weiß, dass die Rückrunde auch für mich persönlich wichtig ist." Sein Vertrag läuft im Sommer aus, doch die Kickers haben schon mal signalisiert, ihn halten zu wollen. Was übrigens auf Gegenseitigkeit beruht. "Ich würde gerne hier bleiben, denn mit dieser jungen Mannschaft kann sich etwas entwickeln", sagt der Stürmer, der seinen Teil zum Klassenverbleib beisteuern möchte. Wenn's geht, auch mal von Anfang an. Doch das ist Sache des Trainers, und der lässt sich nicht in die Karten schauen. "Es ist ja nicht schlecht, wenn man noch so jemand auf der Bank hat."
Der Trainer lobte aber auch die gesamte Mannschaft. "Alle Spieler haben Druck ausgeübt und Aalen niedergelaufen. Und nur dann kann man den Gegner zu Missverständnissen und Toren zwingen." Eine Tatsache, die Aalens Peter Zeidler nicht beschönigen wollte. "Mit zunehmender Spielzeit hat bei uns die Präzision gefehlt. Da haben wir das Dienstagspiel gegen Feucht noch gespürt." Ein Umstand, auf den die Kickers gesetzt haben. "Sicher war das ein Vorteil für uns", sagte Dutt, dem Rahmanovic zugesteht: "Er stellt uns immer glänzend auf den Gegner ein."
Ein Zufallsprodukt ist die Heimserie unter Dutt (fünf Siege) jedenfalls nicht mehr, das wurde auch den 3000 Zuschauern bewusst. Der Präsident spricht von Kontinuität, die gibt es bisher allerdings auch auswärts. Dutt: "Natürlich hoffen wir, dass die Serie reißt." Ausgerechnet bei den Bayern Amateuren? Warum nicht. Der Spitzenreiter schwächelt - im Gegensatz zu anderen Abstiegskandidaten. Die sammeltn fleißig Punkte, sodass der momentan elfte Platz der Kickers trügerisch ist. "Wir wollen so schnell wie möglich einen einstelligen Platz", sagt Rahmanovic.
Schließlich wollen die Kickers nicht bis zum letzten Spiel zittern. Das ist übrigens gegen die richtigen "Roten" (die VfB-Amateure). Und einer ist dann auf jeden Fall besonders motiviert: Suad Rahmanovic.
Kickers: Köstel - Benda, Zimmermann, Malchow, Stierle - Braun (88. Steinle), Gumper, Akcay, Milchraum (82. Catizone) - Mesic, Lakies (63. Rahmanovic).
Quelle: Stuttgarter Zeitung vom 22. März 2004