Zwist im Präsidium des SVK - Kehrt Garcia zurück?
Verfasst: Freitag 2. April 2004, 11:03
Zwist im Präsidium der Stuttgarter Kickers über den Kurs des Präsidenten - Kehrt Eduardo Garcia zurück?
Schwelbrand unterm Dach der Blauen
Stuttgart - Das Gemisch verfügt über hohe Explosionskraft. Immer neue Gerüchte, Spekulationen und die fortwährende Sorge um die Zukunft belasten die Arbeit beim Fußball-Regionalligisten SV Stuttgarter Kickers schwer. Am Donnerstagabend tagte das Präsidium - mit ungewissem Ausgang.
VON GUNTER BARNER
Passgenau ließ sich Hans Kullen noch nie in die blaue Familie fügen. Seine knarzige Art, sein rollendes "R'' von der Alb, das sich so markant abhebt vom Honoratioren-Schwäbisch auf Degerlochs Höhen, und die rempelnde Art seines Vorgehens wirkten an der einen oder anderen Stelle befremdlich. Noch dazu musste Kullen sozusagen aus dem Stand unpopuläre Entscheidungen treffen. Das machte ihn angreifbar. Kaum einer bestreitet freilich die Schwierigkeit seiner Mission, aber nur noch wenige vertrauen darauf, dass sie der 62-jährige Versicherungskaufmann ins Ziel zu führen vermag. Denn nach wie vor schwadroniert der Kickers-Präsident von der Sanierung der angeschlagenen Finanzen, aber Habhaftes blieb er bislang schuldig. "Es ist ein Kampf um jeden Tag'', sagt Kullen mit Pathos in der Stimme, "wir sind noch nicht über den Berg.'' Dann kündet er im Stile einer tibetanischen Gebetsmühle von ausssichtsreichen Gesprächen mit potenziellen Sponsoren. Bisher ohne vorzeigbare Ergebnisse.
Am Donnerstagabend tagte das blaue Präsidium. Und was in den Tagen zuvor im ADM-Sportpark die Runde machte, dürfte nicht dazu beigetragen haben, die Harmonie unter den Präsiden zu steigern. Die für ihren Geschmack gutsherrenartigen Soli des Kickers-Patriarchen stoßen zunehmend auf Widerstand. Rücktrittsdrohungen machen die Runde, andere sorgen sich inzwischen um ihr Hab und Gut, fürchten, nach eventuellen Fehldispositionen des Chefs mit ihrem privaten Vermögen zur Rechenschaft gezogen zu werden. Vieles bleibt unausgesprochen, manches nur angedeutet. Und zwischen jeder Zeile finden die Kritiker genügend Raum für Interpretationen.
Eduardo Garcia, ehemals Hauptsponsor der Blauen, so heißt es, stehe ante portas. Bereit, zu den Kickers zurückzukehren. Unter einer Bedingung: Kullen müsse seinen Hut nehmen. Der wiederum habe schon mehrfach mit seinem Rücktritt gedroht. "Ich klebe nicht an meinem Stuhl'', sagt Kullen und kichert nervös, "wenn es eine Lösung für die Kickers gibt, die alle als die beste ansehen, dann ist das für mich kein Problem.'' Aber mit ihm, fügt er hinzu, habe "Doktor Garcia'' noch nicht gesprochen.
"Egal, was passiert'', sagte Hans Kullen vor der Sitzung am Donnerstag, "ich kann auch morgen noch in den Spiegel schauen.'' Womöglich kommen ihm dann aber die Tränen. Inzwischen ist es ein offenes Geheimnis, dass er einen Großteil seiner Altersversorgung in die Kickers-Kasse gegeben hat, um die Insolvenz zu vermeiden. Sollte Garcia tatsächlich das Ruder in absehbarer Zeit übernehmen, müsste er entweder seinen Vorgänger "ausbezahlen'' oder die Blauen in die Insolvenz schicken. Der zweite Fall hätte für Kullen schmerzliche Folgen.
So oder so: Der Schwelbrand unterm Dach der Blauen breitet sich aus. Und die Feuerwehr wirkt irgendwie hilflos.
Quelle: http://www.leonberger-kreiszeitung.de/sport/index.html
Also, der Garcia ist doch ein Wendehals 1. Klasse! Erst "holt" er Kullen (bzw. unterstützt ihn vollmundig) - dann passt er ihm nicht - er zieht sich völlig zurück - auf einmal taucht er wieder auf und will doch wieder einsteigen - sehr suspekt! Ich halte von Garcia nichts (mehr)!
Schwelbrand unterm Dach der Blauen
Stuttgart - Das Gemisch verfügt über hohe Explosionskraft. Immer neue Gerüchte, Spekulationen und die fortwährende Sorge um die Zukunft belasten die Arbeit beim Fußball-Regionalligisten SV Stuttgarter Kickers schwer. Am Donnerstagabend tagte das Präsidium - mit ungewissem Ausgang.
VON GUNTER BARNER
Passgenau ließ sich Hans Kullen noch nie in die blaue Familie fügen. Seine knarzige Art, sein rollendes "R'' von der Alb, das sich so markant abhebt vom Honoratioren-Schwäbisch auf Degerlochs Höhen, und die rempelnde Art seines Vorgehens wirkten an der einen oder anderen Stelle befremdlich. Noch dazu musste Kullen sozusagen aus dem Stand unpopuläre Entscheidungen treffen. Das machte ihn angreifbar. Kaum einer bestreitet freilich die Schwierigkeit seiner Mission, aber nur noch wenige vertrauen darauf, dass sie der 62-jährige Versicherungskaufmann ins Ziel zu führen vermag. Denn nach wie vor schwadroniert der Kickers-Präsident von der Sanierung der angeschlagenen Finanzen, aber Habhaftes blieb er bislang schuldig. "Es ist ein Kampf um jeden Tag'', sagt Kullen mit Pathos in der Stimme, "wir sind noch nicht über den Berg.'' Dann kündet er im Stile einer tibetanischen Gebetsmühle von ausssichtsreichen Gesprächen mit potenziellen Sponsoren. Bisher ohne vorzeigbare Ergebnisse.
Am Donnerstagabend tagte das blaue Präsidium. Und was in den Tagen zuvor im ADM-Sportpark die Runde machte, dürfte nicht dazu beigetragen haben, die Harmonie unter den Präsiden zu steigern. Die für ihren Geschmack gutsherrenartigen Soli des Kickers-Patriarchen stoßen zunehmend auf Widerstand. Rücktrittsdrohungen machen die Runde, andere sorgen sich inzwischen um ihr Hab und Gut, fürchten, nach eventuellen Fehldispositionen des Chefs mit ihrem privaten Vermögen zur Rechenschaft gezogen zu werden. Vieles bleibt unausgesprochen, manches nur angedeutet. Und zwischen jeder Zeile finden die Kritiker genügend Raum für Interpretationen.
Eduardo Garcia, ehemals Hauptsponsor der Blauen, so heißt es, stehe ante portas. Bereit, zu den Kickers zurückzukehren. Unter einer Bedingung: Kullen müsse seinen Hut nehmen. Der wiederum habe schon mehrfach mit seinem Rücktritt gedroht. "Ich klebe nicht an meinem Stuhl'', sagt Kullen und kichert nervös, "wenn es eine Lösung für die Kickers gibt, die alle als die beste ansehen, dann ist das für mich kein Problem.'' Aber mit ihm, fügt er hinzu, habe "Doktor Garcia'' noch nicht gesprochen.
"Egal, was passiert'', sagte Hans Kullen vor der Sitzung am Donnerstag, "ich kann auch morgen noch in den Spiegel schauen.'' Womöglich kommen ihm dann aber die Tränen. Inzwischen ist es ein offenes Geheimnis, dass er einen Großteil seiner Altersversorgung in die Kickers-Kasse gegeben hat, um die Insolvenz zu vermeiden. Sollte Garcia tatsächlich das Ruder in absehbarer Zeit übernehmen, müsste er entweder seinen Vorgänger "ausbezahlen'' oder die Blauen in die Insolvenz schicken. Der zweite Fall hätte für Kullen schmerzliche Folgen.
So oder so: Der Schwelbrand unterm Dach der Blauen breitet sich aus. Und die Feuerwehr wirkt irgendwie hilflos.
Quelle: http://www.leonberger-kreiszeitung.de/sport/index.html
Also, der Garcia ist doch ein Wendehals 1. Klasse! Erst "holt" er Kullen (bzw. unterstützt ihn vollmundig) - dann passt er ihm nicht - er zieht sich völlig zurück - auf einmal taucht er wieder auf und will doch wieder einsteigen - sehr suspekt! Ich halte von Garcia nichts (mehr)!