STN: Turbulenzen um Vertrag mit Garcia
Verfasst: Samstag 3. April 2004, 09:28
Kickers behaupten, Kontrakt mit dem Hauptsponsor habe sich automatisch verlängert
Turbulenzen um Vertrag mit Garcia
Stuttgart - Die Turbulenzen beim Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers reißen nicht ab. Jetzt soll sich der Sponsorenvertrag von Eduardo Garcia automatisch um ein Jahr verlängert haben, da dieser die Kündigung zum 31.März verpasst haben soll.
-------------------------------------------------------------------------------------
Von Jürgen Frey
-------------------------------------------------------------------------------------
Bis tief in die Nacht tagte am Donnerstagabend das Präsidium der Stuttgarter Kickers. Turbulent soll es zugegangen sein, heftig wurde über die Zukunft der Blauen diskutiert. Rücktritte gab es keine. Dafür eine neue Entwicklung in Sachen Hauptsponsor. Eduardo Garcia soll die Kündigungsfrist zum 31.März verpasst haben - der Sponsorenvertag habe sich dadurch automatisch um ein Jahr verlängert. "Wir haben gebibbert bis zu diesem Termin" sagt Siegfried Jahnke, das für die Finanzen zuständige Kickers-Präsidiumsmitglied, "aber die Kündigung von Herrn Garcia kam nicht."
Jahnke selbst war maßgeblich an der Erstellung der Lizensierungsunterlagen für die neue Runde beteiligt. Im Paket an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) dabei: der Sponsorenvertrag mit Garcia. Der DFB habe bestätigt: Wenn der Kontrakt nicht zum 31.März gekündigt wird, sei dieser rechtskräftig. Die Kickers müssten dann keine weiteren Nachweise erbringen. Der künftige Etat in Höhe von etwa 1,5 Millionen Euro wäre dann abgedeckt.
Anfang nächster Woche soll Garcia ein Schreiben der Kickers in den Briefkasten flattern. Motto: Dankeschön für die weitere Zusammenarbeit. Als der Unternehmer am Freitag davon hörte, fiel er aus allen Wolken. "Das ist eine Unverschämtheit, eine Frechheit. Mein Vertrag mit den Kickers endet definitiv am 30.Juni 2004. Letztes Jahr hätte ich kündigen müssen, doch dieses Jahr lag die Option bei mir, weiterzumachen." Die Kickers aber scheinen sich ihrer Sache sicher zu sein. Was wiederum auch zeigt: Ein anderer Hauptsponsor zappelt nicht an der blauen Angel. "Ich will keinen Prozess mit Garcia führen", räumt Präsidiumsmitglied Jahnke ein. "Mir wäre es auch lieber, wir würden noch einen anderen Hauptsponsor finden, aber im Ernstfall ist Herr Garcia an seinen Vertrag gebunden."
Wie auch immer: Die Kickers wären gut beraten, nicht mit dem Geld Garcias zu kalkulieren. Im Hinblick auf eine mögliche kostspielige Auseinandersetzung vor Gericht sagt Garcia nur soviel: "Mal sehen, wer dann den längeren Atem hat." Sein Geld plant Garcia künftig jedenfalls woanders einszuetzen: Vom 1.Mai an unterstützt er die Aktion Jugend trainiert für Olympia.
Quelle: STN
Turbulenzen um Vertrag mit Garcia
Stuttgart - Die Turbulenzen beim Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers reißen nicht ab. Jetzt soll sich der Sponsorenvertrag von Eduardo Garcia automatisch um ein Jahr verlängert haben, da dieser die Kündigung zum 31.März verpasst haben soll.
-------------------------------------------------------------------------------------
Von Jürgen Frey
-------------------------------------------------------------------------------------
Bis tief in die Nacht tagte am Donnerstagabend das Präsidium der Stuttgarter Kickers. Turbulent soll es zugegangen sein, heftig wurde über die Zukunft der Blauen diskutiert. Rücktritte gab es keine. Dafür eine neue Entwicklung in Sachen Hauptsponsor. Eduardo Garcia soll die Kündigungsfrist zum 31.März verpasst haben - der Sponsorenvertag habe sich dadurch automatisch um ein Jahr verlängert. "Wir haben gebibbert bis zu diesem Termin" sagt Siegfried Jahnke, das für die Finanzen zuständige Kickers-Präsidiumsmitglied, "aber die Kündigung von Herrn Garcia kam nicht."
Jahnke selbst war maßgeblich an der Erstellung der Lizensierungsunterlagen für die neue Runde beteiligt. Im Paket an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) dabei: der Sponsorenvertrag mit Garcia. Der DFB habe bestätigt: Wenn der Kontrakt nicht zum 31.März gekündigt wird, sei dieser rechtskräftig. Die Kickers müssten dann keine weiteren Nachweise erbringen. Der künftige Etat in Höhe von etwa 1,5 Millionen Euro wäre dann abgedeckt.
Anfang nächster Woche soll Garcia ein Schreiben der Kickers in den Briefkasten flattern. Motto: Dankeschön für die weitere Zusammenarbeit. Als der Unternehmer am Freitag davon hörte, fiel er aus allen Wolken. "Das ist eine Unverschämtheit, eine Frechheit. Mein Vertrag mit den Kickers endet definitiv am 30.Juni 2004. Letztes Jahr hätte ich kündigen müssen, doch dieses Jahr lag die Option bei mir, weiterzumachen." Die Kickers aber scheinen sich ihrer Sache sicher zu sein. Was wiederum auch zeigt: Ein anderer Hauptsponsor zappelt nicht an der blauen Angel. "Ich will keinen Prozess mit Garcia führen", räumt Präsidiumsmitglied Jahnke ein. "Mir wäre es auch lieber, wir würden noch einen anderen Hauptsponsor finden, aber im Ernstfall ist Herr Garcia an seinen Vertrag gebunden."
Wie auch immer: Die Kickers wären gut beraten, nicht mit dem Geld Garcias zu kalkulieren. Im Hinblick auf eine mögliche kostspielige Auseinandersetzung vor Gericht sagt Garcia nur soviel: "Mal sehen, wer dann den längeren Atem hat." Sein Geld plant Garcia künftig jedenfalls woanders einszuetzen: Vom 1.Mai an unterstützt er die Aktion Jugend trainiert für Olympia.
Quelle: STN

