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Spielberichte Kickers-Feucht

Verfasst: Samstag 10. April 2004, 19:57
von Die Macht im Schwabenland
Immerhin 1:1-Unentschieden gegen den 1.SC Feucht

Es war kein leichtes Spiel für die Kickers im Waldau-Stadion. Durch die sehr gedrückte Stimmung auf den Zuschauerrängen aufgrund des Todes von Ehrenpräsident Axel Dünnwald-Metzler fanden die Kickers nie zu ihrem Spiel, die Aggressivität und das Pressing fehlte.

Leise, gedämpfte Musik, Fahnen auf Halbmast, ein schwarzes Plakat mit der Aufschrift „In Gedenken an ADM“ zierte die B-Block der Kickers-Fans, eine schwarze anstatt typisch blaue Titelseite des Kickers-Magazins, ein Strauß und ein Bild auf ADM’s Stammplatz auf der Haupttribüne verleihten dem Spiel ein sehr komische Stimmung, die auch an der Mannschaft nicht spurlos vorbei ging. Aufsichtsratsvorsitzender Hans-Jürgen Wetzel brachte es vor dem Spiel in seiner kurzen Rede mit zittriger Stimme auf den Punkt: “Das Herz der Kickers ist tot. Ohne ADM gäbe es die Kickers heute nicht mehr. Es war ein großer Mann und guter Freund. Wir werden ihn nie vergessen.“ Anschließend gab es eine Schweigeminute.
Trainer Robin Dutt vertraute seiner Mannschaft aus den letzen Spielen. Der wiedergenesene Oliver Stierle spielte neben Alex Malchow, Oliver Barth und Sascha Benda in der Viererabwehrkette. Im Mittelfeld rückte dafür wieder Patrick Milchraum mehr in die Offensive, Marvin Braun auf dem anderen Flügel und Mustafa Akcay und Heiko Gumper in zentralen Mittelfeld. Vorne stürme Mirnes Mesic und Suad Rahmanovic. Im Tor spielte selbstverständlich wieder Tino Köstel.
Nach zögerlichem Beginn fanden beide Mannschaften so nach und nach ins Spiel. Ein erster Warnschuss von Marvin Braun aus 18m halbrechter Position (10.) und auf Gästeseite von Onwuzuruike (12.) verfehlten noch das Ziel. Ein Flanke von Sascha Benda in den Strafraum nahm Patrick Milchraum direkt mit dem Kopf, doch der Ball ging knapp vorbei (13.). Wieder auf der anderen Seite griffen die Gäste über die linke Seite an, ein schöner Pass in die Mitte, wo Paul sträflich alleine steht, mit seinem Schuss aber ebenfalls knapp verzog (16.). In der 25. Minute dann das 0:1: Ein Abspielfehler per Kopf von Sascha Benda landete bei Onwuzuruike, der super auf Hampl in die Tiefe passte, der die Nerven behielt und allein vor Tino Köstel einschob. Doch die Kickers zeigten sich nur wenig geschockt. Fast im „Gegenzug“ kam postwendend der Ausgleich. Ein Freistoß von Alex Malchow brachte die Gästeabwehr nicht weit genug weg und Marvin Braun nahm den Ball direkt Volley: Ein toller Schuss mit links ins lange Eck zum 1:1 (26.).
In der 40. Minute hatte Marvin Braun die nächste Chance zum Führungetreffer: Nach tollem Pass von Heiko Gumper versuchte er den Gästekeeper zu überlupfen, doch der ahnte es und konnte den Ball abfangen. Die Gäste hatten in der 45. Minute auch eine gute Möglichkeit, doch der schöne Drehschuss von Schiller ging knapp am linken Pfosten vorbei. Die letze Möglichkeit in Durchgang eins hatten aber die Kickers: Marvin Braun zog in die Mitte, Pass auf Mirnes Mesic, der direkt zu Patrick Milchraum, doch der Junioren-Nationalspieler konnte Gästekeeper Keller nicht überwinden. So wurden mit 1:1 nach doch ansehnlichem Spiel die Seiten gewechselt.
Den ersten Aufreger gab es gleich nach Beginn der zweiten Hälfte. Die Gästeabwehr und der Torhüter waren sich nicht einig, Mirnes Mesic spritzte dazwischen, über Patrick Milchraum landete der Ball bei Heiko Gumper, doch dessen Direktabnahme fand das Ziel nicht. (46.). Nur vier Minuten später setzte sich Suad Rahmanovic schön im Strafraum durch, doch sein Schuss aus spitzem Winkel zappelte nur am Aussennetz.
In der restliche halbe Stunde lief bei den Kickers dann nicht mehr viel zusammen. Spätestens nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Patrick Milchraum (62.) riss der Faden. Bestes Beispiel: Erst schoß Oliver Stierle in der eigenen Hälfte den Gegenspieler an, der Abpraller landete bei Alex Malchow, doch dessen Befreiungsschlag wurde ebenfalls abgeblockt und zur Vorlage für Feuchts Güvenisik. Zum Glück für die Blauen lupfte er den Ball freistehend vor Tino Köstel den Ball am Tor vorbei (65.). Beide Team neutralisierten sich nun, es fand auf beiden Seiten kaum ein konstruktiver Aufbau statt, sicherlich auch begründet durch viele verletzungsbedingte Wechsel auf beide Seiten. In den Schlußminute musste sich Tino Köstel nochmals bei einem Eckball und einem gefährlichen Schuss sein ganzen Können beweisen, um den Punktgewinn zu sichern.

Feuchts Trainer Roland Seitz: „Ich denke die Zuschauer haben heute ein sehr gutes Spiel gesehen, beide Mannschaften stecken doch gehörig unter Druck im Abstiegskampf. Beide Teams wollten Fußball spielen. Ich bin mit dem Punktgewinn zufrieden, sieht man alleine die Heimstärke der Kickers und unsere Auswärtsschwäche, auch wenn wir zum Schluß noch hätten gewinnen können. Für uns war es heute dennoch ein großer Gewinn, wenn man auch die anderen Ergebnisse anschaut.“
Trainer Robin Dutt: "Ich kann meinem Trainerkollegen leider nicht zustimmen. Zumindest haben wir haben heute kein gutes Spiel meiner Mannschaft gesehen. Es herrschte eine sehr komische Stimmung im Stadion, mein Team war emotionslos, nicht aggressiv und nicht konsequent. Aber ich denke nach vielen guten Spielen und sicherlich auch aufgrund des Todes von ADM können wir es meiner Mannschaft verzeihen. Mit der Gesamtsituation dürfen wir dagegen sicherlich zufrieden sein. Ich habe die Mannschaft auf einem Abstiegsplatz übernommen, mittlerweile haben wir ein Polster von vier Punkten.“


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SV Stuttgarter Kickers:
Tino Köstel - Sascha Benda, Oliver Barth, Alexander Malchow, Oliver Stierle - Heiko Gumper (78. Stefan Minkwitz), Mustafa Akcay, Patrick Milchraum (62. Giuseppe Catizone) , Marvin Braun - Mirnes Mesic - Suad Rahmanovic (84. Moritz Steinle) – Trainer Robin Dutt

1.SC Feucht:
Enrico Keller - Bernd Brechelmacher (73. Marcel Eger), Markus Rosenwirth, Matthias Schiller - Ingo Walther, Marco Christ, Jürgen Paul, Henry Onwuzuruike, Roberto Hilbert (59. Sebastian Huber) - Sercan Güvenisik, Stefan Hampl (80. Andreas Saur) – Trainer: Roland Seitz

Zuschauer: 3520

Schiedsrichter: Georg Schalk

Gelbe Karten:
- Markus Rosenwirth, Matthias Schiller, Sercan Güvenisik

Rote Karten:
gelb-rot: Mustafa Akcay (83., wiederholtes Foulspiel)

Tore:
0:1 Stefan Hampl (25.)
1:1 Marvin Braun (27.)


Quelle:Kickers HP

Verfasst: Samstag 10. April 2004, 21:31
von Überlinger
Kickers können sich nicht entscheidend durchsetzen

Mit diesem Punktverlust müssen sich die Kickers begnügen und sich glücklich schätzen, denn kurz vor Toresschluß hatte Feucht die Riesenchance zum Sieg, Kickers Torwart Timo Köstel rettete mit einer Glanzparade wenigstens den einen Punkt.

Stuttg.Kickers
Aufstellung:
Tino Köstel (Tor), Oliver Barth (Abwehr), Alexander Malchow (Abwehr), Patrick Milchraum (Abwehr), Mustafa Akcay (Mittelfeld), Sascha Benda (Mittelfeld), Marvin Braun (Mittelfeld), Heiko Gumper (Mittelfeld), Oliver Stierle (Mittelfeld), Mirnes Mesic (Sturm), Suad Rahmanovic (Sturm)

Auswechslungen:
Giuseppe Catizone für Patrick Milchraum (62.)
Stefan Minkwitz für Heiko Gumper (78.)
Moritz Steinle für Suad Rahmanovic (84.)

Karten:
Gelb: Mustafa Akcay
Gelb/Rot: Mustafa Akcay (83.)


1.SC Feucht
Aufstellung:
Enrico Keller (Tor), Bernd Brechelmacher (Abwehr), Markus Rosenwirth (Abwehr), Marco Christ (Mittelfeld), Henry Onwuzuruike (Mittelfeld), Jürgen Paul (Mittelfeld), Matthias Schiller (Mittelfeld), Ingo Walther (Mittelfeld), Sercan Güvenisik (Sturm), Stefan Hampl (Sturm), Roberto Hilbert (Sturm)

Auswechslungen:
Sebastian Huber für Roberto Hilbert (59.)
Marcel Eger für Bernd Brechelmacher (73.)
Andreas Saur für Stefan Hampl (80.)

Karten:
Gelb: Markus Rosenwirth
Gelb: Matthias Schiller
Gelb: Sercan Güvenisik

Torfolge:
0:1 Stefan Hampl (25.)
1:1 Marvin Braun (27.)

Schiedsrichter: Georg Schalk (Augsburg)
Zuschauer: 3520

Quelle: irsport.de

Verfasst: Sonntag 11. April 2004, 22:09
von Blauer Bayer
Die Äußerungen von Dutt treffen voll ins Schwarze. Irgendwie waren am Samstag wirklich alle daneben - das gilt auch für uns Fans. Irgendwie kam keine rechte Stimmung auf...
Umso wichtiger wäre es, mit einer guten Leistung und eine paar PUNKTEN in München endlich diese unselige Auswärtsbilanz zu verbessern.

Verfasst: Sonntag 11. April 2004, 23:32
von Felix B.
Blauer Bayer hat geschrieben: das gilt auch für uns Fans. Irgendwie kam keine rechte Stimmung auf...
Mehr als verständlich, wenn vor Abpfiff Abschied von ADM genommen wird.

Verfasst: Montag 12. April 2004, 08:58
von Hajo
Mit dem Unentschieden können (müssen) wir zufrieden sein. Feucht war ein nicht erwartet schwerer Gegner mit pfeilschnellen und technisch versierten Offensivkräften, die unsere Abwehr ein ums andere Mal schlecht aussehen ließ. Selbst Benda und Malchow machten dabei ihre Fehler.

Verfasst: Montag 12. April 2004, 09:05
von ManneS
Felix B. hat geschrieben:[Songtipp der Woche: K. Ryan. We belong together
Songtipp des Monats: Richie Valens - We belong together

Verfasst: Dienstag 13. April 2004, 12:17
von Basti
Spielbericht von Kicker.de
In einem flotten Spiel war Stuttgart nicht so aggressiv wie zuletzt, auch weil einige Spieler angeschlagen waren. Die Feuchter verdienten sich den Zähler, weil sie dagegen hielten und auch spielerisch Akzente setzten. Die Tore resultierten aus Fehlern: Dem 0:1 durch Hampl ging ein Fehlpass von Benda voraus, beim 1:1 durch einen Volley von Braun hatte die SC-Abwehr einen Freistoß nicht weit genug geklärt.

Sigor Paesler
http://www.kicker.de/content/spielplan/ ... bvc_atab=4

Verfasst: Dienstag 13. April 2004, 13:25
von McVillager
Die neue Gelassenheit
Kaum Kritik nach dem mageren 1:1 der Kickers gegen Feucht - Abschied von Axel Dünnwald-Metzler
Stuttgart - Trainer Robin Dutt und die Stuttgarter Kickers haben noch viel Arbeit vor sich. Das hat auch das 1:1 (1:1) gegen den 1. SC Feucht gezeigt. Dennoch: Es hat sich bei den "Blauen" viel geändert, seit Dutt die Regionalliga-Kicker Ende Oktober vergangenen Jahres übernommen hat. Die Stimmung etwa: Die Mannschaft hat nicht besonders gut gespielt - aber kaum jemand hat hinterher gemeckert.

Von Sigor Paesler

Die Emotionen gehörten diesmal nicht dem Fußball. Vor dem Spiel nahm die Kickers-Familie in einer Schweigeminute Abschied von ihrem Ehrenpräsidenten Axel-Dünnwald Metzler, der am Dienstag zuvor im Alter von 64 Jahren gestorben war. Statt Kickerslied und AC/DC klang aus den Stadionlautsprechern Klaviermusik und während der kurzen Ansprache des Aufsichtsratsvorsitzenden und Freundes Dünnwald-Metzlers, Hans-Jürgen Wetzel, hatten viele Zuschauer Tränen in den Augen. Die Fans zollten dem Ex-Präsidenten ihren Respekt, indem sie nur ein einziges Plakat mit der Aufschrift "In Gedenken an ADM" an den Zaun gehängt hatten.

Auf dem Platz wirkte die Kickers-Mannschaft einfallsloser und weniger bissig als zuletzt. Es gab ungewohnt viele Fehlpässe und wenig Torraumszenen. In Situationen, in denen die Spieler in den sechs siegreichen Heimspielen zuvor die richtige Entscheidung getroffen hatten, trafen sie diesmal meist die falsche und der Ball landete beim Gegner. Das lag zum einen daran, dass die Feuchter forsch und clever auftraten und sich so den Punkt verdienten. Zum anderen war einigen Akteuren anzumerken, dass sie nicht auf der Höhe waren. Oliver Stierle spielte trotz einer Bänderdehnung durch, Heiko Gumper hatte Magenprobleme. Andere wie Mirnes Mesic, Mustafa Akcay oder Patrick Milchraum hatten keinen guten Tag. Es zeigte sich: Die Spielerdecke ist dünn. "Einige Zuschauer haben hereingerufen, dass ich wechseln soll. Aber wenn hätte ich bringen sollten?", fragte Dutt, der auch feststellte: "Wenn alle fit sind, dann rollen wir förmlich nach vorne. Wenn nicht, dann fehlen die Anspielstationen." Womit teilweise auch das mit den falschen Entscheidungen zu erklären wäre. Dem Ballführenden fehlten die Alternativen.



Situation nicht verschlechtert
Beide Tore resultierten aus Fehlern des Gegners. Dem 0:1 in de 25. Minute durch Stefan Hampl, an dem die Kickers Interesse zeigen, ging ein schlimmer Fehlpass von Sascha Benda voraus, beim Ausgleich nur zwei Minuten später durch einen schönen Volleyschuss von Marvin Braun hatte die Feuchter Abwehr den Ball nicht konsequent genug abgewehrt. Am Ende fasste Dutt zusammen: "Die Mannschaft hat seit Oktober kein schlechtes Heimspiel mehr gezeigt, da muss man ihr auch mal eins verzeihen." Niemand widersprach. Zumal sich die Situation der Kickers aufgrund der Ergebnisse auf den anderen Plätzen nicht verschlechtert hat.

Stuttgarter Kickers: Köstel - Benda, Barth, Malchow, Steinle - Braun, Gumper (78. Minkwitz), Akcay, Milchraum (62. Catizone) - Rahmanovic (84. Steinle), Mesic.

1. SC Feucht: Keller - Rosenwirth, Schiller, Brechelmacher (72. Eger) - Paul, Walther - Hilpert (59. Huber), Christ, Onwuzuruike - Güvenisik, Hampl (80. Saur).

Schiedsrichter: Schalk (Augsburg).

Zuschauer: 3520.

Tore: 0:1 Hampl (25.), 1:1 Braun (27.).

Gelbe Karten: Akcay / Rosenwirth, Schiller, Huber.

Gelb-Rote Karte: Akcay (83., wiederholtes Foulspiel).

Beste Spieler: Malchow, Barth / Walther, Onwuzuruike.

Eßlinger Zeitung

Verfasst: Mittwoch 14. April 2004, 18:39
von Blau&Weiß
Wie die Kickers die Zukunft planen

Braun, Malchow und Köstel sollen verlängern - und Feuchts Hampl den Sturm verstärken

STUTTGART. Die Siegesserie der Stuttgarter Kickers im Waldaustadion unter Robin Dutt ist gerissen. "Doch der Punkt kann noch Gold wert sein", sagte der Trainer nach dem 1:1 gegen Feucht - und hofft, dass morgen in München nun die sieglose Auswärtsserie reißt.


Von Joachim Klumpp

Nach den 90 Minuten vom Samstag stellte nicht nur der Kickers-Trainer Robin Dutt fest: "Es war zu Beginn irgendwie eine bedrückende Atmosphäre im Stadion." Der Grund lag auf der Hand, schließlich gab es vor dem Anpfiff eine Gedenkminute zu Ehren des verstorbenen Expräsidenten Axel Dünnwald-Metzler. Dass die gedämpfte Stimmung dann allerdings auch auf das Spiel der Kickers übertrug, kam eher unerwartet. "Und die äußeren Umstände sollen auch keine Entschuldigung sein", sagte der Trainer nach dem 1:1 gegen Feucht, dem ersten Punktverlust zu Hause unter seiner Regie. Abgehakt. "Ich denkek, der Mannschaft muss man auch mal ein schwächeres Spiel zugestehen."
Womit auch die Diskussion - sofern es sie überhaupt gegeben hat - um Aufstiegsambitionen und einen nicht gestellten Lizenzantrag verstummt wären. Der Präsident Hans Kullen sagt, im Sinne des Vereins gehandelt zu haben - und das kann nur bedeuten, das Geld für die Kaution beim DFB gespart zu haben. Der Torwart Tino Köstel sagt: "Für mich war der Aufstieg nie ein Thema, wir müssen erst einmal nach hinten schauen."
In der Tat. Da beträgt der Abstand zur Gefahrenzone derzeit vier Punkte. Das ist besser als nichts, aber kein Ruhepolster. Doch Dutt ist nicht unzufrieden: "Wenn man bedenkt, wo ich die Mannschaft übernommen habe, kann man mit der Bilanz ganz zufrieden sein." Auch wenn der Mittelfeldplatz in der Tabelle gefährdet ist, in Anbetracht von zwei anstehenden Spielen auswärts, wo die Kickers bekanntlich in dieser Saison noch ohne einen Sieg dastehen.
"Doch warum soll jetzt nicht auch unsere Auswärtsserie reißen?" fragt Dutt. Vielleicht, weil morgen bei den Bayern-Amateuren möglicherweise ein Deisler oder Scholl mitwirken werden. Dutt sagt zwar: "Das muss für die Bayern nicht unbedingt ein Vorteil sein" - aber sicher auch kein Nachteil, zumindest was das spielerische Element angeht.
Und das wiederum wird bei den Kickers leiden. Patrick Milchraum soll zwar trotz seines Schleudertraumas spielen. Mustafa Akcay aber ist nach der gelb-roten Karte gesperrt. "Damit ist erstmals unser lauf- und spielstarkes Duo Akcay und Heiko Gumper gesprengt", sagt Dutt, "das trifft uns natürlich sehr." Denkbar ist nun ein zusätzlicher defensiver Part (Stefan Minkwitz), aber auch, dass Giuseppe Catizone in die zentrale Rolle rückt. Zumal der Italiener mit seiner Rolle - mal rein, mal raus - nicht zufrieden ist: "Ich sehe mich nicht als Ersatzspieler."
Der Verein plant dennoch mit ihm, ebenso wie mit Marvin Braun, der seine aufsteigende Form mit dem Ausgleich krönte. "Die Sache bei ihm ist noch offen", sagt Dutt, "ansonsten sind wir aber mit unseren Planungen schon sehr weit." So wird Alexander Malchow in Kürze wohl ebenso verlängern wie der Schlussmann Köstel. Und ganz nebenbei hat Feuchts Stürmer Stefan Hampl ( 28 ) demonstriert, warum die Kickers großes Interesse an ihm zeigen. Merke: der Vertragspoker ist in vollem Gange.
Ob es der Sache dienlich ist? "Einige sind jetzt wieder auf dem Boden der Realität geholt worden", sagt Co-Trainer Minkwitz, "das war nicht unser erstes schlechtes Spiel - und es wird auch nicht unser letztes bleiben." Das nächste muss ja nicht unbedingt gleich morgen in München folgen. So oder so: die Stimmung wird danach noch einmal gedämpft sein, in Anbetracht der Beerdigung von Axel Dünnwald-Metzler am Donnerstag.

Quelle: Stuttgarter Zeitung vom 13. April 2004