Bewegender Abschied von Axel Dünnwald-Metzler
Verfasst: Freitag 16. April 2004, 12:07
Bewegender Abschied
Die große Trauerhalle auf dem Pragfriedhof war zu klein, um die Schar der Weggefährten und Freunde von Axel Dünnwald-Metzler aufzunehmen. Über tausend Köpfe zählte die Trauergemeinde, die sich gestern zum letzten Geleit für den Ehrenpräsidenten der Stuttgarter Kickers versammelt hatte.
VON BRUNO BIENZLE
Die früheren Kickers-Trainer Rainer Zobel, Wolfgang Wolf, Dragoslav Stepanovic, Marcus Sorg und Rainer Adrion waren erschienen, ihr Nachfolger Robin Dutt mit allen Spielern sowieso. Dazu Profi Tomislav Maric, der einst mit den Kickers in die Bundesliga aufstieg, Werner Hackmann und Wilfried Straub von der Deutschen Fußball-Liga, Dortmunds Manager Michael Meier, Alt-Nationalspieler Hansi Müller oder der frühere Kickers-Kapitän Herbert Binder, neben dem der junge Axel Dünnwald seine ersten Ligaspiele absolvierte. Sie alle ehrten den Mann, der die Kickers wie kein anderer in ihrer über 100-jährigen Geschichte personifizierte und der am Dienstag letzter Woche 64-jährig einem Krebsleiden erlag.
Das Lieblingslied von Axel Dünnwald-Metzler stand am Ende einer bewegenden Trauerfeier: "My way'' (das war mein Leben), auf Deutsch und Englisch vorgetragen von Edward Gauntt, Bariton am Badischen Staatstheater Karlsruhe, wo der jüngere Bruder des Verstorbenen, Achim Thorwald, als Generalintendant wirkt. Im Leben von ADM, dessen Initial während 24 Jahren an der Spitze der Kickers zu einem Markenzeichen im deutschen Fußball wurde, spielten die "Blauen'' eine tragende Rolle. 1949 trat ihnen der Sproß einer ebenso musischen wie sportlichen Familie bei, spielte in der Jugend und als Aktiver bis 1961 in der Oberliga Süd, damals die höchste Spielklasse.
Daran und an viele andere Eigenschaften und Talente des gelernten Kaufmanns und späteren Unternehmers erinnerten die Trauerredner. Für die Familie sprach Monsignore Bernhard Stodt, ehemaliger Stadtdechant aus Wuppertal, ein Vetter des Verstorbenen. Er machte auf die schicksalhafte Parallele aufmerksam, wonach Axel Dünnwald-Metzlers Schwiegervater Philipp Metzler, in den 50er Jahren selbst Kickers-Präsident, ebenfalls mit 64 Jahren starb, so dass sich ADM schon in jungen Jahren in die Verantwortung gestellt sah.
Für die Stadt Stuttgart würdigte Erster Bürgermeister Michael Föll den zum Sportpionier der Landeshauptstadt ernannten ADM als "Stuttgarter Institution'' und "herausragende Persönlichkeit unserer Stadt''. In sehr persönlichen Worten wiesen DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder und der ehemalige Ministerpräsident Lothar Späth im Namen vieler Freunde des Verstorbenen auf dessen besondere Gabe hin, Menschen anzuziehen und Freundschaften zu stiften. Der wechselseitigen Sympathie, so MV, hätten auch die Rivalitäten zwischen beiden Lagern nie etwas anhaben können. Einig seien sie sich freilich in der Einschätzung gewesen, dass sie beide "günstigere Zeitpunkte zum Aufhören bei unseren Vereinen hätten finden können''. ADM sei "in schwierigster Zeit ein Glücksfall für die Kickers und für den DFB'' gewesen. An die Witwe Ursi Dünnwald-Metzler und die Kinder Alexander und Alexandra gewandt, sagte MV: "Wir wissen, was ihr verloren habt.'' Er werde immer für die Familie da sein und wünsche "Kraft und Gottes Hilfe''.
Der Aufsichtsratsvorsitzende der Stuttgarter Kickers, Jürgen Wetzel, nannte ADM "unseren größten Sponsor und Gönner'' und fügte hinzu: "Ohne ihn würde es die Stuttgarter Kickers nicht mehr geben.''
LKZ
Die große Trauerhalle auf dem Pragfriedhof war zu klein, um die Schar der Weggefährten und Freunde von Axel Dünnwald-Metzler aufzunehmen. Über tausend Köpfe zählte die Trauergemeinde, die sich gestern zum letzten Geleit für den Ehrenpräsidenten der Stuttgarter Kickers versammelt hatte.
VON BRUNO BIENZLE
Die früheren Kickers-Trainer Rainer Zobel, Wolfgang Wolf, Dragoslav Stepanovic, Marcus Sorg und Rainer Adrion waren erschienen, ihr Nachfolger Robin Dutt mit allen Spielern sowieso. Dazu Profi Tomislav Maric, der einst mit den Kickers in die Bundesliga aufstieg, Werner Hackmann und Wilfried Straub von der Deutschen Fußball-Liga, Dortmunds Manager Michael Meier, Alt-Nationalspieler Hansi Müller oder der frühere Kickers-Kapitän Herbert Binder, neben dem der junge Axel Dünnwald seine ersten Ligaspiele absolvierte. Sie alle ehrten den Mann, der die Kickers wie kein anderer in ihrer über 100-jährigen Geschichte personifizierte und der am Dienstag letzter Woche 64-jährig einem Krebsleiden erlag.
Das Lieblingslied von Axel Dünnwald-Metzler stand am Ende einer bewegenden Trauerfeier: "My way'' (das war mein Leben), auf Deutsch und Englisch vorgetragen von Edward Gauntt, Bariton am Badischen Staatstheater Karlsruhe, wo der jüngere Bruder des Verstorbenen, Achim Thorwald, als Generalintendant wirkt. Im Leben von ADM, dessen Initial während 24 Jahren an der Spitze der Kickers zu einem Markenzeichen im deutschen Fußball wurde, spielten die "Blauen'' eine tragende Rolle. 1949 trat ihnen der Sproß einer ebenso musischen wie sportlichen Familie bei, spielte in der Jugend und als Aktiver bis 1961 in der Oberliga Süd, damals die höchste Spielklasse.
Daran und an viele andere Eigenschaften und Talente des gelernten Kaufmanns und späteren Unternehmers erinnerten die Trauerredner. Für die Familie sprach Monsignore Bernhard Stodt, ehemaliger Stadtdechant aus Wuppertal, ein Vetter des Verstorbenen. Er machte auf die schicksalhafte Parallele aufmerksam, wonach Axel Dünnwald-Metzlers Schwiegervater Philipp Metzler, in den 50er Jahren selbst Kickers-Präsident, ebenfalls mit 64 Jahren starb, so dass sich ADM schon in jungen Jahren in die Verantwortung gestellt sah.
Für die Stadt Stuttgart würdigte Erster Bürgermeister Michael Föll den zum Sportpionier der Landeshauptstadt ernannten ADM als "Stuttgarter Institution'' und "herausragende Persönlichkeit unserer Stadt''. In sehr persönlichen Worten wiesen DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder und der ehemalige Ministerpräsident Lothar Späth im Namen vieler Freunde des Verstorbenen auf dessen besondere Gabe hin, Menschen anzuziehen und Freundschaften zu stiften. Der wechselseitigen Sympathie, so MV, hätten auch die Rivalitäten zwischen beiden Lagern nie etwas anhaben können. Einig seien sie sich freilich in der Einschätzung gewesen, dass sie beide "günstigere Zeitpunkte zum Aufhören bei unseren Vereinen hätten finden können''. ADM sei "in schwierigster Zeit ein Glücksfall für die Kickers und für den DFB'' gewesen. An die Witwe Ursi Dünnwald-Metzler und die Kinder Alexander und Alexandra gewandt, sagte MV: "Wir wissen, was ihr verloren habt.'' Er werde immer für die Familie da sein und wünsche "Kraft und Gottes Hilfe''.
Der Aufsichtsratsvorsitzende der Stuttgarter Kickers, Jürgen Wetzel, nannte ADM "unseren größten Sponsor und Gönner'' und fügte hinzu: "Ohne ihn würde es die Stuttgarter Kickers nicht mehr geben.''
LKZ