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[ SPIELBERICHTE ] : SVK - OFC

Verfasst: Samstag 24. April 2004, 16:24
von GelsenKickers
Knapp vorbei ist auch daneben

Stuttg.Kickers - Kick.Offenbach 0 : 0 (0 : 0)

c.s. h.l. - Irsport - Mit einem torlosen Remis ging das Spiel der zwei Namensvetter aus. Bei strahlendem Sonnenschein und 3.260 Zuschauern hatten die Stuttgarter den besseren Start, doch zunächst sollte keine zwingende Aktion gelingen. Es dauerte bis zur 11. Spielminute, ehe was Nennenwertes passierte. Nach einer gut platzierten Benda Flanke verfehlte Mesic per Kopf das Tor nur knapp. Drei Minuten später fand Gumper in Offenbachs Keeper seinen Meister, als dieser seinen Schuß aus 30 Metern mühelos parierte. Nach gut 20 Minuten kamen die Kickers aus Offenbach besser ins Spiel, doch auch den Gästen gelang keine richtig zwingende Aktion. Lediglich als Suttgarts Keeper Köstel nach einem Freistoß durch Türker ein wenig Unsicherheit zeigte wurde es gefährlich für die Gastgeber. Zwei Minuten später versuchte es Türker mit einem Gewaltschuß, doch der ging, wie so vieles an diesem Tage, knapp vorbei.
In der zweiten Halbzeit sollte sich das Bild nicht ändern. Die beste Möglichkeit der Kickers dann in der 49 Minute. Catizone flankt auf den gut postierten Mesic, doch sein Kopfball dem Tage entsprechend ging knapp vorbei. Sechzig Sekunden später trifft Braun mit einem Schuß aus der Drehung das Gehäuse, doch Offenbachs Schlußmann Thier ist auf dem Posten. Im Gegenzug verfehlt Licht ebenfalls das Tor der Hausherren. Bendas Freist0ß in der 70. Minute geht wieder knapp vorbei und zehn Minuten später hält Thier noch einmal, als er Brauns Geschoß aus 30 Mietern zunichte macht. Nach 90 Spielminuten hatten beide Mannschaften ihre Chancen doch nichts wurde verwertet. Ein gerechtes Remis so sahen es beide Trainer, denn sowohl Kickers Coach Robin Dutt, als auch Offenbachs Coach Hans-Jürgen Boysen waren mit dem Ergebnis zufrieden.


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Stuttg.Kickers
Aufstellung:
Tino Köstel (Tor), Oliver Barth (Abwehr), Alexander Malchow (Abwehr), Patrick Milchraum (Abwehr), Mustafa Akcay (Mittelfeld), Sascha Benda (Mittelfeld), Marvin Braun (Mittelfeld), Giuseppe Catizone (Mittelfeld), Heiko Gumper (Mittelfeld), Mirnes Mesic (Sturm), Suad Rahmanovic (Sturm)

Karten:
Gelb: Oliver Barth


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Kick.Offenbach
Aufstellung:
Cesar Thier (Tor), Angelo Barletta (Abwehr), Markus Happe (Abwehr), Bruno Akrapovic (Mittelfeld), Michael Bodnar (Mittelfeld), Matthias Dworschak (Mittelfeld), Thorsten Judt (Mittelfeld), Adrian Mahr (Mittelfeld), Sascha Licht (Sturm), Gustav Policella (Sturm), Suat Türker (Sturm)
Auswechslungen:
Christian Müller für Adrian Mahr (53.)
Ole Budtz für Suat Türker (68.)
Daniele Fiorentino für Bruno Akrapovic (78.)



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Schiedsrichter: Michael Kempter (Sauldorf)
Zuschauer: 3260

irsport.de

Verfasst: Samstag 24. April 2004, 16:43
von GelsenKickers
Bild

Offenbacher Kickers holen Punkt in Stuttgart

An das Erfolgserlebnis des ersten Sieges im Jahr 2004 gegen die Sportfreunde Siegen (5:2) konnte Offenbach bei den Stuttgarter Kickers nicht anknüpfen.

Gegen das zweitbeste Heimteam sprang ein 0:0 heraus.

Vor 3260 Zuschauern reichte der einfache Punktgewinn jedoch für die Offenbacher, sich wieder in die Nähe der Nichtabstiegsränge zu bringen.

Stuttgarter Kickers - Kickers Offenbach 0:0

Stuttgarter Kickers: Köstel - Benda, Barth, Malchow, Milchraum -Braun, Gumper, Akcay, Catizone - Mesic, Rahmanovic

Kickers Offenbach: Thier - Barletta, Happe, Bodnar - Mahr (55. Müller), Dworschak, Akrapovic (79. Fiorentino), Judt - Licht - Policella, Türker (68. Budtz)

Schiedsrichter: Kempter (Sauldorf)
Zuschauer: 3260
Gelbe Karten: Barth / Bodnar, Licht, Budtz

www.ofc.de

Verfasst: Samstag 24. April 2004, 23:12
von Die Macht im Schwabenland
Kickers gegen Offenbach mit torlosem Unentschieden

Keine Tor sahen die 3260 Zuschauer zwischen den Namensvetter aus Stuttgart und Offenbach. Beide Mannschaften standen in der Defensive sehr dizipliniert und ließen kaum Chancen zu. Die Blauen waren zwar optisch und spielerisch überlegen, doch fehlte die letzte Entschlossenheit vor dem Tor. Vor allem in der doch recht guten ersten Hälfte hatte das Team von Robin Dutt ein klares Chancenplus, doch die beste Möglichkeit hatten die Gäste, als Turker alleine vor Tino Köstel nicht traf.

Ausführlicher Spielbericht folgt am Montag.


Trainer Robin Dutt: "Ich bin unzufrieden mit dem 0:0-Unentschieden, aber nicht enttäuscht. Meine Mannschaft hatte heute eine sehr schwere taktische Aufgabe und hat dafür ordentlich gespielt."


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SV Stuttgarter Kickers:
Tino Köstel - Sascha Benda, Oliver Barth, Alexander Malchow, Patrick Milchraum - Marvin Braun, Giuseppe Catizone, Mustafa Akcay, Heiko Gumper - Mirnes Mesic, Suad Rahmanovic – Trainer: Robin Dutt

Kickers Offenbach:
Thier - Baletta, Happe, Bodnar, Judt - Mahr (55. Müller), Akrapovic (78. Fiorentino), Dworschak, Licht - Policelli, Turker (68. Budtz) - Trainer: Hans Jürgen Boysen

Zuschauer: 3260

Schiedsrichter: Michael Kempter

Gelbe Karten:
Barth - Licht, Bodnar, Budtz

Rote Karten: -

Tore:
Fehlanzeige

Quelle: Kickers HP

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warum dutt nicht gewechselt hat versteh ich aber immer noch nicht...

Verfasst: Sonntag 25. April 2004, 19:40
von Basti
Bild
Stuttgarter Kickers - Kickers Offenbach 0:0

Gegen die Namensvetter aus Offenbach kamen die Blauen nicht über ein torloses Unentschieden hinaus. Aufgrund der restlichen Ergebnisse dieses Spieltages jedoch längst kein Grund unzufrieden zu sein. Wichtig war, dass der 4-Punkte Vorsprung auf den OFC und somit den ersten Abstiegsplatz gehalten werden konnte. Am Samstag (1.Mai) kommt es nun in Eschborn zu einem weiteren Endspiel, ehe die Woche darauf mit Elversberg (Freitag, 7.Mai) ebenfalls ein direkter Konkurrent im Abstiegskampf zu Gast in der "Festung Waldau" sein wird. In diesen beiden Partien könnten die Kickers den Grundstein für den Klassenerhalt legen.

http://www.svk1899.tk :lol:

Verfasst: Montag 26. April 2004, 07:34
von Basti
OFC holt in Stuttgart mit Glück und Geschick wichtigen Punkt
Kickers nach 0:0 weiter auf Platz 15 / Kämpferisch starke Leistung / Chancen Mangelware

Von Holger A p p e l

Stuttgart - Abpfiff. Sascha Licht, Mittelfeldspieler des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach, ballt für einen kurzen Moment die Faust. Die Verteidiger Markus Happe und Angelo Barletta laufen zurück zu Torhüter Cesar Thier, klatschen ihn ab. Ein Blick auf den grünen Rasen des Waldaustadions: Schulterklopfen war angesagt bei den Spielern in rot und weiß.

Geschafft. Wieder ein wichtiger Punkt im Kampf gegen den Abstieg. "Wir haben wirklich alles gegeben, sollten nicht unzufrieden sein", gibt Licht die Stimmungslage nach dem 0:0 bei den Stuttgarter Kickers wieder. Trainer Hans-Jürgen Boysen sagt: "Wir haben mit Glück und Geschick die Null gehalten." Das ist den Offenbacher erstmals seit seinem Amtsantritt vor einem Monat (fünf Spiele) gelungen.

Der OFC (33 Zähler) bleibt als Tabellen-15. zwar auf dem ersten Abstiegsplatz, ist sechs Spieltage vor Saisonende aber punktgleich mit dem 14., den Amateuren des VfB Stuttgart. Und falls aus der Zweiten Fußball-Bundesliga nur eine Mannschaft in die Regionalliga Süd absteigt (zurzeit Wacker Burghausen), würde laut Paragraph 54 der DFB-Spielordnung Rang 15 reichen, um den Gang in die Oberliga Hessen zu vermeiden.

Doch an solche Rechenspiele verschwenden die Kickers keine Gedanken. Rüdiger Lamm ist nach dem 5:2 vergangene Woche gegen die Sportfreunde Siegen und dem 0:0 in Stuttgart erst einmal froh, dass der OFC in "zwei Spielen drei Punkte aufgeholt hat". Der Manager spricht deshalb von einem "weiteren kleinen Schritt nach vorne - an Galoppsprünge ist in unserer Situation nicht zu denken".

Kapitän Matthias Dworschak erkennt eine "Stabilisation der Formkurve". Markus Happe versichert, auf der Leistung in Stuttgart könne man aufbauen. Das wird auch nötig sein, denn nun stehen zwei Heimspiele gegen direkte Kontrahenten im Kampf um den Klassenerhalt an: Am Freitagabend kommt der Tabellenletzte 1. FC Kaiserslautern zum Bieberer Berg, am Samstag, 8. Mai, der SC Feucht (Platz zwölf). "Mit zwei Siegen können wir nun die Grundlage legen, um da unten rauszukommen", sagt Happe. "Wenn wir da gewinnen", fügt Torwart Cesar Thier hinzu, "dann ist der Punkt in Stuttgart noch einmal Gold wert."

Den hatte der OFC vor allem einer starken Leistung in der Defensive zu verdanken. Der von einer Grippe genesene Happe war für Fouad Brighache neben Barletta und Michael Bodnar in die Abwehrkette gerückt. Mit fünf Spielern im Mittelfeld versuchten die Offenbacher, die Räume eng zu machen für die heim- und spielstarken Stuttgarter. Die Offenbacher kämpften um jeden Ball. Lamm, vergangene Woche von einigen Spielern kritisiert, bezeichnet die Leistung in der erste Hälfte sogar als die "geschlossenste und konzentrierteste in dieser Saison in einem Auswärtsspiel". Markus Happe allerdings findet, dass der Gegner noch zu oft die Möglichkeit gehabt habe, Flanken in den Strafraum zu schlagen. Noch enger bei den Gegenspielern dran bleiben, sie keine Sekunde aus den Augen lassen, daran müsse man arbeiten. Zum Glück für die Offenbacher war Torwart Thier in Stuttgart nicht zu bezwingen.

Gelungene Aktionen des OFC in der Offensive blieben Mangelware. Licht bestätigt, dass über die zentrale Position im Mittelfeld zu wenig Bälle nach vorne gekommen sind. Und dennoch hatten die Offenbacher in der 35. Minute die größte Chance der Partie. Der solide agierende Bruno Akrapovic erkämpfte sich den Ball im Mittelfeld, spielte Licht an - und der bediente Suat Türker. Der 28 Jahre alte Angreifer vergab aus halbrechter Position, zielte aus 15 Metern links am Tor vorbei. Ansonsten versuchten die Offenbacher meist nur mit Weitschüssen ihr Glück. Einmal hatten sie den Torschrei auf den Lippen. In der 33. Minute schoss Suat Türker einen Freistoß aus 25 Metern auf das Stuttgarter Tor. Der Ball sprang im Fünf-Meter-Raum auf, veränderte leicht die Richtung und prallte vom überraschten Keeper Tino Köstel ins Toraus.

Obwohl Trainer Boysen in Christian Müller, Ole Budtz und Daniele Fiorentino drei offensive Spieler einwechselte, kam der OFC in der Schlussphase nicht mehr gefährlich vor das gegnerische Tor. Die beste Chance im zweiten Abschnitt vergab Gustav Policella. Sein Kopfball nach Ecke von Licht (65.) wurde abgeblockt.

Stuttgarter Kickers: Köstel - Benda, Barth, Malchow, Milchraum - Braun, Gumper, Akcay, Catizone - Mesic, Rahmanovic

OFC: Thier - Barletta, Happe, Bodnar - Mahr (55. Müller), Dworschak, Akrapovic (79. Fiorentino), Judt - Licht - Policella, Türker (68. Budtz) - Schiedsrichter: Kempter (Sauldorf) - Zuschauer: 3260

http://www.op-online.de/index_261_343033323735.htm

Verfasst: Montag 26. April 2004, 09:25
von Basti
OFC setzt in Stuttgart auf solide Abwehrarbeit und sichert sich damit einen Punkt / Jetzt zwei Heimspiele in Folge

Der OFC erreicht beim Namensvetter das Minimalziel und erhält die Chancen aufrecht, den Klassenerhalt in der Fußball-Regionalliga zu schaffen: Stuttgarter Kickers - Kickers Offenbach 0:0.

VON JOACHIM KLUMPP



Stuttgart · 25. April · Hans-Jürgen Boysen kannte sich mit den örtlichen Gegebenheiten des Waldaustadions noch ganz gut aus. Schließlich hatte der Trainer der Offenbacher Kickers selbst einmal die Kickers aus Stuttgart gecoacht, bevor er über diverse Stationen dann beim Namensvetter in Offenbach landete. Als Feuerwehrmann, der dem OFC die sportliche Drittklassigkeit erhalten soll. "Es war zwar eine sehr kurze Zeit hier", sagte Boysen nach dem Gastspiel seines aktuellen Arbeitgebers im Stuttgarter Stadtteil Degerloch, "dennoch freue ich mich immer, wenn ich noch ein paar Gesichter kenne."

Viele können es nicht mehr gewesen sein, denn von Boysens Intermezzo zu Zweitliga-Zeiten ist bei den Kickers aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt nur noch Stefan Minkwitz übrig geblieben - und auch die Chefetage hat (nicht erst durch den kürzlichen Tod des Kickers-Ehrenpräsidenten Axel Dünnwald-Metzler) fast komplett gewechselt. Sei's drum. Am Ende war Boysen mit dem 0:0 seines OFC vor den 3260 Zuschauern zufrieden. "Mit dem Punkt können wir sehr gut leben", sagte der 46-Jährige. Eng geht es zu im Abstiegskampf der Regionalliga, da zählt eben jeder Punkt. 43 Zähler sollten es für die Rettung am Ende wohl sein, und Boysen sagt: "Ich denke, es ist realistisch, diese Zahl zu erreichen."


Stabilisatoren Happe und Thier

Dafür wird dann schon mal die Defensive gestärkt, wie in Stuttgart passiert. "In der sind wir ordentlich gestanden", lobte Boysen sein Team. Der OFC agierte mit einem Fünfer-Mittelfeld, in dem vor allem Bruno Akrapovic (bis zu seinem Ausscheiden) und Kapitän Matthias Dworschak den Laden dicht hielten. Dahinter festigte der nach überstandenem grippalen Infekt wieder ins Team zurückgekehrte Markus Happe die Kickers-Abwehr. "Es war fast kein Durchkommen", klagte Stuttgarts Stürmer Suad Rahmanovic, dessen Mannschaft sich vor allem nach der Pause zwar Feldvorteile erspielte, aber eben kaum echte Chancen.

So kam es, dass der Offenbacher Stürmer Suat Türker die Großchance der Partie vergab. Und zwar schon vor der Pause, als er freistehend den Ball am langen Eck vorbei schoss. "Das war sicher die beste Chance im ganzen Spiel", sagte Boysen, der aber zugab: "Letztendlich haben wir mit Glück und Geschick das Unentschieden gehalten. Stuttgart war nach der Pause schneller in seinen Aktionen und auch gefährlicher bei Standardsituationen." Doch bei denen behielt dann OFC-Torhüter Cesar Thier kühlen Kopf, was ihm sogar Lob vom Gegner einbrachte. Stuttgarts Coach Dutt attestierte den Gästen jedenfalls, einen "hervorragenden Schlussmann" zwischen den Pfosten gehabt zu haben.

Ansonsten war Dutt über den doppelten Punktverlust gar nicht so unglücklich, wie man hätte vermuten können. "Normalerweise kann ich ein 0:0 zu Hause ja nicht gut heißen, aber in diesem Fall ist das anders. Letztendlich kann uns der Zähler noch helfen. Wir müssen einfach schauen, dass wir die Gegner auf Distanz halten." Wobei der Stuttgarter Coach Offenbach keineswegs zu den Abstiegskandidaten zählt. "Die Mannschaft ist besser als ihr Tabellenplatz, das hat sich heute gezeigt."

In Offenbach hoffen sie jetzt, dass bald auch die Platzierung besser wird. In den nun anstehenden zwei Heimspielen - gegen die Amateure des 1. FC Kaiserslautern und den SC Feucht - soll der Grundstein dafür gelegt werden, dass dem OFC am Saisonende das Schlimmste erspart bleibt.

http://www.ofcfans.de/foren/community/i ... a9534ea765

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Kickers gegen Kickers
Das Auswärtsspiel in Stuttgart stand an. Mit einem guten Gefühl, obwohl die Kickers in ihrem Waldau-Station als Heimstark gelten, nahm ich auf der Rückbank von Minis Vaters Wagen platz. Ohne Navigationssystem und Straßenkarten bewaffnet, dafür mit jeder Menge Tageszeitungen ausgestattet, ging es Richtung Süden. Es ging gut voran. Normalerweise dienen Auswärtsfahrten auch dazu, ungesundes Zeug ins sich hinein zustopfen und Dosenbier zu trinken. Ein Mitfahrer dagegen stand für einen neuen Trend. Er ernährte sich ausschließlich von gesunden Möhren und geschälten Pilzen. Wahrscheinlich hat er das bei einer diesen unzähligen Vortragsabenden seiner Gesundheitskrankenkasse gelernt. Gesund zum Fußballspiel!, war bestimmt der Titel dieser Veranstaltung.
Dank eines netten Tankwartes und einer gewissen Auswärtsfahrterfahrung fanden wir das Stadion problemlos. Das Auto wurde direkt am Stadion abgestellt und der Weg zur Kasse betrug nur ganze 27 m. Wo findet man noch solche Verhältnisse noch, ohne dass man einen Parkausweis besitzen muss oder 200 Euro einem unlustigen Ordner in die Hand drücken soll? Im Stadion gaben zwei E-Jugendmannschaften ein Vorspiel. Eine Tradition, die leider immer mehr ausstirbt. Der Rasen war perfekt und hatte fast englische Verhältnisse.

Die Sonne schien, doch meine Stimmung sank kurz darauf. Ich hielt die Mannschaftsaufstellung in der Hand. Fossi nur auf der Bank. Frechheit! Etwa 150 OFC Fans waren angereist, darunter auch Lamm, Müller und die verletzten Spieler Hock, Dolzer und Petry.

Die Mannschaften liefen ein und die Heimfans zeigten eine schöne Choreografie und hielten Doppelhalter hoch. Meine Mitfahrer und ich nahmen auf der Haupttribüne platz. Ja, liebe Leser, normalerweise schreib ich immer, dass Fußball auf Sitztribünen doof ist, aber in Stuttgart sitze ich immer. Das ist Tradition! Warum? Keine Ahnung! Das größte Schiedsrichtertalent südlich von Dänemark pfiff an. Michael Kempter und seine Schiedsrichterassis sahen eine erste gute Viertelstunde von beiden Teams, wobei Stuttgart die besseren Chancen hatte. Doch es war jetzt schon zu sehen, dass der OFC gut in der Abwehr stand. Happe spielte einen guten Libero, Barletta rechts und Bodnar links. Die Gästespieler warfen sich in Schüsse, grätschten zum richtigen Zeitpunkt und spielten den Ball gezielt nach vorne.

Zunehmend verflachte das Spiel leider. Beide Mannschaften glänzten mit Fehlpässen in Mittelfeld, gezielte Torschüsse waren Mangelware. Gefahr kam höchstens mal bei den unzähligen Freistößen und Weitschüssen auf. Es war eine schwache Regionalliga Partie.

Das Spiel hatte nicht gerade Topniveau, dafür drei Herren vor uns. Sie schimpften bei jedem Pfiff des jungen Schiedsrichters. Egal ob gerechtfertigt oder nicht. Ihre Meinung war grundsätzlich konträr zur Entscheidung des Spielleiters. Warum sie allerdings uns beschimpften, blieb mir rätselhaft. Bei jeder Entscheidung erzählten sie uns ihre Meinung, dabei waren sie schwer zu verstehen, denn Schwäbisch ist nicht ganz einfach zu entschlüsseln. Lag ein Offenbacher Spieler auf dem Boden, dann schrieen sie uns zugewandt: "Ihr seit scheiße wie" kurze Grübelpause "wie Frankfurt!" Ich half ihnen und erklärte es ihnen, wie sie es besser machen könnten!

Die besten Offenbacher Chancen hatte der gut spielende Türker. Gut es waren nur zwei, aber besser als nichts. In der 33. Minute schoss der gutaufgelegte Türker einen Freistoß aus etwa 19 m direkt auf das Tor. Köstel, im Tor der Gastgeber konnte den Ball nicht festhalten und lenkte ihn mit viel Glück über die Torlatte zur Ecke. Zwei Minuten später erkämpfte sich Bruno den Ball im Mittelfeld und spielte ihn zu Licht. Der schickte auf der linken Seite Türker steil. Es roch zwar nach Abseits, aber die Diskussion war hinfällig, weil Türker alleinstehend den Ball am Tor vorbei schlenzte.

Aber auch die Stuttgarter hatten einige Chancen, so etwa in der 40. Minute köpfte Mesic den Ball am Tor vorbei und in der 45. Minute rettete Policella das torlose Unentschieden in die Pause. Pünktlich pfiff der Schiri ab und die 3260 Zuschauer sonnten sich in der Sonne. In der Halbzeitpause wurden die Handballabteilung geehrt, wobei die Präsente aus hochprozentigem und pflanzlichem bestand. Auf einem Nebenfeld spielten Frauen Football, was ungefähr so spannend ist, wie Gewichtheben auf Eurosport. Die zweite Halbzeit begann und die im Block D versammelte Ordnungsmacht sah eine schlechten Start beider Mannschaften. Die Fehlpassquote stieg um das n hoch 26 an. In der 55. Minute zeigte Thier seine Klasse und fischte einen Nahschuss aus der Ecke heraus. In Stiel eines Klassetorwartes hielt er den Ball dabei fest. Eine schöne und lehrbuchreife Flugeinlage.

Offenbacher Torchancen waren selten und bestand weiterhin aus Weitschüssen oder Freistößen. Ein geordnetes Spiel nach vorne war nicht zu erkennen. Zu viele Abspielfehler und Missverständnisse pflasterten den Weg zum gegnerischen Tor. In der 55. Minute kam Müller für Mahr, doch auch diese Maßnahme half nicht viel. Die Stimmung im Gästeblock wurde nun zusehend besser. Minutenlang wurde gesungen und geschunkelt. Nach dem Budtz für Türker kam wurde das Spiel in den letzten zwanzig Minuten immer hektischer, wobei auch der Schiri seinen Anteil daran hatte. Er verteilte nun wahllos gelbe Karten und entschied auf strittige Freistöße. Bruno musste verletzt ausgewechselt werden, da er stark aus der Nase blutete, die aber wohl nicht gebrochen ist. Für ihn kam unverständlicherweise Fiorentino und nicht Naciri, der doch so gut im letzten Spiel war.

Gegen Ende des Spiels zeigte Boysen, dass er sehr wohl an der Seitenlinie engagiert ist. Nach einem Pfiff von Kempter rannte er die Seitenlinie entlang und verließ meterweise seine Coachingzone. Er riss die Arme hoch und lamentierte lautstark. Zum Glück beließ der Schiri es bei einer Ermahnung, sonst hätte Rüdiger noch einen Container für die nächsten Spiele organisieren müssen. Stuttgart vergab die letzte Chance und das Spiel endete 0:0, was mich zwar zufrieden stimmte, aber es war schon ein wenig ärgerlich, da mehr drin war. Stuttgart hatte die besseren Möglichkeiten in der zweiten Halbzeit, doch spielten nicht clever und abgezockter. Doch eine Übermannschaft waren sie nicht, so dass ein Sieg für den OFC schon drin gewesen wäre. Aber die spielerischen Mittel sind halt einfach nicht ausreichend und die Konterversuche nicht gerade regionalligatauglich. In der PK äußerte sich Boysen so, dass seine Mannschaft mit Glück und Geschick die Null gehalten hat und dass man mit einen 0:0 zufrieden sein könne. Der Gästetrainer Dutt sah die Offenbacher Mannschaft taktisch stark verbessert.

Nach dem Spiel liefen sich die Spieler aus und Co-Manni diskutierte das Spiel mit TW-Trainer Keffel noch einmal, auf dem Feld stehend, durch. Als sie fertig waren, ging die Rasenspengleranlage an.

Im Bierzelt feierten beide Fangruppen gemeinsam ihre Fanfreundschaft, wobei ein Stuttgarter Fan seine Leidenschaft für die Handarbeit nicht verbergen konnte. Fossi lud mich zum Spiel des B-Teams ein, wo er zwei Kisten machen will und die restlichen Spieler machten einen zufriedenen Eindruck auf dem Weg zum Bus.

Auf unserem Weg zum Auto gab es noch einen Erlkönig zu bewundern. Ein Fest für jeden Autofreak, also eigentlich nichts für mich. Trotzdem habe ich ein Bild von der neuen A-Klasse gemacht, damit ich sie mit unseren S-Klasse Spielern später einmal vergleichen kann.

Die Heimfahrt war ruhig und ohne besondere Vorkommnisse. Halt nein! Unser gesundheitsbewusster Mitfahre aß doch tatsächlich einen mit Zucker getränkten Obstkuchen!

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Wer hat denn die Zettel an den Zaun hinterm Glasstudio geklebt? :roll:
:lol:

kickerswelt.de - Fazit: Nun ein Sieg gegen Lautern!

Es berichtete Kickerswelt.de-Redakteur Harald Bremes
http://www.kickerswelt.de/

Verfasst: Montag 26. April 2004, 12:00
von Basti
Allgemeine Informationen
Stuttgarter Kickers: Köstel - Benda, Barth, Malchow, Milchraum - Marvin Braun, Gumper, Akcay, Catizone - Mesic, Rahmanovic - Trainer: Dutt

Kickers Offenbach: Thier - Barletta, Happe, Bodnar - Mahr, Dworschak, Akrapovic, Judt - Licht - Policella, Türker - Trainer: Boysen

Eingewechselt: - 55. C. Müller für Mahr, 68. Budtz für Türker, 79. Fiorentino für Akrapovic
Schiedsrichter: Kempter
Zuschauer: 3260
Gelbe Karten: Barth - Bodnar, Budtz, Licht

Spielbericht
Offenbach trat zunächst sehr defensiv auf. Vor allem die Routiniers Akrapovic, Dworschak und Happe sorgten dafür, dass sich Stuttgart nur selten durchsetzen konnte. Dennoch hatten Rahmanovic und Mesic die Chance zur Führung. Auf der Gegenseite tauchte Türker nach einem Licht-Pass frei vor Köstels Tor auf, zielte aber vorbei. In der zweiten Hälfte erhöhten beide Mannschaften den Einsatz, viele Nickligkeiten kamen nun in die taktisch geprägte Partie. Beide Teams hätten den Siegtreffer erzielen können. Mit dem 0:0 blieben die Stuttgarter Kickers zu Hause zum elften Mal nacheinander ungeschlagen.

Matthias Jung

http://www.kicker.de/content/spielplan/ ... bvc_atab=4

Verfasst: Montag 26. April 2004, 18:10
von Die Macht im Schwabenland
Kickers gegen Offenbach mit torlosem Unentschieden

Keine Tore sahen die 3260 Zuschauer zwischen den Namensvetter aus Stuttgart und Offenbach. Beide Mannschaften standen in der Defensive sehr diszipliniert und ließen kaum Chancen zu. Die Blauen waren zwar optisch und spielerisch überlegen, doch fehlte die letzte Entschlossenheit vor dem Tor. Vor allem in der doch recht guten ersten Hälfte hatte das Team von Robin Dutt ein klares Chancenplus, doch die beste Möglichkeit hatten die Gäste, als Türker alleine vor Tino Köstel nicht traf.

Die Aufstellung der Blauen barg keine Überraschungen: Mustafa Akcay rückte wieder in die Anfangsformation für Panagiotis Deligiannidis und Oliver Stierle konnte nach dem Test beim Warmlaufen nicht spielen, seine Entzündung im großen Zeh war zu schmerzhaft. Für ihn rückte Giuseppe Catizone in die Startelf. Ansonsten hielt Trainer Robin Dutt an seiner Elf fest: Tino Köstel im Tor, Innenverteidigung Alexander Malchow und Oliver Barth, Außenverteidiger Sascha Benda und Patrick Milchraum, zentrales Mittelfeld mit Heiko Gumper und Mustafa Akcay, auf den Flügeln Marvin Braun und Giuseppe Catizone, vorne im Sturm Mirnes Mesic und Suad Rahmanovic. Die Offenbach spielten mit einem kompakten Fünfermittelfeld, in der Abwehr spielten Sie mit dem routinierten Libero Markus Happe.

Bei strahlendem Sonnenschein und 3.260 Zuschauern – darunter rund 300 Fans aus Offenbach, die auch für tolle Stimmung sorgten – hatten die Stuttgarter den besseren Start und zeigten aggressiv in den Zweikämpfen, wer „Herr“ im Waldau-Stadion ist. Beide Abwehrreihen standen zunächst sicher, das Tempo war von Anfang an hoch. Die ersten nennenswerte Möglichkeit gab es in der 10. Minute: Sascha Benda treibt den Ball, Pass auf Mesic in die Tiefe, doch dessen Schußversuch landete doch einige Meter neben dem Tor. In der 11. Spielminute verfehlte Mesic nach einer gut platzierten Benda Flanke per Kopf das Tor nur knapp. Drei Minuten später fand Heiko Gumper in Offenbachs Keeper Thier seinen Meister, als dieser seinen strammen Freistoß aus 30 Metern sicher parierte.
Nach gut 20 Minuten kamen die Kickers aus Offenbach besser ins Spiel, doch auch den Gästen gelang keine richtig zwingende Aktion. Einen Angriff über die linke Seite klärte Heiko Gumper per Flugkopfball in die Mitte, wo Barletta direkt aus 20 Meter abzog, aber doch fünf Meter verzog (29.). Ebenso ein schöner Schussversuch von Dworschak nur zwei Minuten später war keine echt Gefahr. Die Blauen nahmen nun wieder das Heft in die Hand: Patrick Milchraum setzte sich schön auf der linken Seite durch, sein Flachpass fand Mirnes Mesic, der nicht lange fackelte und abzog. Doch in letzter Sekunde brachte ein Abwehrspieler sein Bein dazwischen (32.). Nur eine Zeigerumdrehung später kam Suad Rahmanovic nach einem langen Ball frei zum Schuß, doch sein Versuch aus halbrechter Position ging knapp links vorbei. In der 34. Minute dann eine Schrecksekunde für Keeper Tino Köstel: Ein eigentlich schwach geschossener Freistoß von Türker aus 22 Meter zentraler Position sprang Köstel an sein Knie und von dort mit viel Glück über die Latte. Es sollte doch die einzige Unsicherheit von Köstel am heutigen Nachmittag bleiben. In der 35. Spielminute stockte allen Kickersfans der Atem, als Offenbach Türker alleine auf Tino Köstel zustürmte. Aus zuvor klarer Abseitsposition schlenzte er knapp aus linker Position am Tor vorbei. Wieder auf der anderen Seite hatte Mirnes Mesic erneut nach einer Benda Flanke ein Chance, doch sein Kopfball geht knapp am Pfosten vorbei (40.). Kurz vor der Halbzeit setzte sich Marvin Braun auf seinem Flügel durch, schöne Flanke zu Mesic, der den Ball noch annehmen kann, doch wieder in letzter Sekunde abgeblockt werden konnte. Auch der Nachschuss von Alex Malchow kam nicht durch die vielbeinige Abwehr der Offenbacher.
So wechselten beide Mannschaften ohne Torerfolg die Seite. Es war zwar kein berauschendes Spiel, doch taktisch spielten beide Mannschaften sehr diszipliniert. Der letzte Zug zum Tor fehlte, auch weil die Offenbach tief in der eigenen Hälfte standen.
In der Halbzeitpause wurden die Kickers-Handballer für Ihre Meisterschaft in der Verbandsliga, den damit verbunden Aufstieg in die Oberliga und für den Gewinn des Bezirkspokal geehrt.
Unverändert kamen beide Mannschaften aus der Kabine. Die Blauen erwischten wieder den besseren Start: Die Flanke von Giuseppe Catizone köpfte Mirnes Mesic wieder knapp links vorbei (50.), ein schöner Drehschuss von Suad Rahmanovic mit links traf auch nicht ins Schwarze (55.). Danach verflachte die Partie zusehens, es gab kaum mehr Torraumszenen. Einzig die vielen Freistöße von Sascha Benda getreten sorgten immer wieder für Gefahr, doch stand Thier immer auf dem Posten. Offenbachs Licht verfehlte ebenso das Tor wie der 30m-Schußversuch von Marvin Braun, den Thier zunichte machte (75.). Immer wieder flogen Freistöße in den Strafraum der Offenbacher, die knapp das Tor verfehlten oder die die Abwehr klären konnte. So endete die Partie torlos Unentschieden, überpünktlich abgepfiffen vom jungen Schiedsrichter Michael Kempter. Für die Blauen aus Degerloch sicherlich aufgrund der Dominanz und der Vielzahl der Chancen zu wenig, doch konnte Offenbach im Kampf um dem Abstieg auf Distanz gehalten werden.

Gästetrainer Hans-Jürgen Boysen: „Die Stuttgarter Kickers haben heute von Anfang an unterstrichen, warum sie so eine hervorragende Heimbilanz haben. Sie haben mächtig losgelegt und die Zuschauer haben eine gute und interessante erste Hälfte gesehen. In der zweiten Halbzeit war die Partie einseitig, wir konnten mit viel Glück aber auch Geschick die Null halten, denn die Standardsituationen brachten immer viel Gefahr. Wir können mit dem Punktgewinn gut leben, auch wenn wir die beste Möglichkeit im ganzen Spiel hatten.“

Kickers-Trainer Robin Dutt: "Ich tue mich selbstverständlich sehr schwer ein 0:0 als gut zu befinden, dennoch war der Punktgewinn enorm wichtig. Offenbach hat sich taktisch stark verbessert. Wir hatten über die ganze neunzig Minute die Spielkontrolle und eine sehr gute Ordnung auf dem Feld. Für uns geht es weiter nur um den Klassenerhalt, deshalb war es wichtig, dass wir Offenbach weiter auf Distanz halten konnte. Meine Mannschaft hat heute gezeigt, dass sie gegen namhafte, erfahrene Gegenspieler bestehen kann. Wären wir abgezockter, hätten wir das Spiel gewonnen. Ich wollte deshalb nicht wechseln, weil wir sonst vielleicht unsere gute Ordnung im Spiel verloren hätten. Ich bin unzufrieden mit dem 0:0-Unentschieden, aber nicht enttäuscht. Meine Mannschaft hatte heute eine rein taktisch schwere Aufgabe und hat dafür ordentlich gespielt.“


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SV Stuttgarter Kickers:
Tino Köstel - Sascha Benda, Oliver Barth, Alexander Malchow, Patrick Milchraum - Marvin Braun, Giuseppe Catizone, Mustafa Akcay, Heiko Gumper - Mirnes Mesic, Suad Rahmanovic – Trainer: Robin Dutt

Kickers Offenbach:
Thier - Baletta, Happe, Bodnar - Judt, Mahr (55. Müller), Akrapovic (78. Fiorentino), Dworschak, Licht - Policelli, Turker (68. Budtz) - Trainer: Hans Jürgen Boysen

Zuschauer: 3260

Schiedsrichter: Michael Kempter

Gelbe Karten:
Barth - Licht, Bodnar, Budtz

Rote Karten: -

Tore:
Fehlanzeige


Quelle: Kickers HP

Verfasst: Montag 26. April 2004, 22:17
von Blau&Weiß
Es darf wieder gezittert werden

Kickers-Trainer Dutt möchte in der Regionalliga so schnell wie möglich 43 Punkte erreichen

STUTTGART. Der Alltag hat die Stuttgarter Kickers wieder. Doch für den Trainer Robin Dutt ist das kein Beinbruch. "Mein Ziel ist der Klassenverbleib - und den werden wir schaffen", sagte er nach dem 0:0 gegen Offenbach.


Von Joachim Klumpp

Der Samstagabend im Waldaustadion gehörte der Handballabteilung der Stuttgarter Kickers, die sich im Vip-Raum einmietete - aus gegebenen Anlass. Schließlich gab es in dieser Saison gleich zwei Aufstiege (mit der ersten und zweiten Mannschaft) sowie den Pokalsieg zu feiern, ein dreifach Hoch also.
Da hinken die Fußballer als traditionelles Aushängeschild des Klubs hinterher. Das wurde auch beim 0:0 gegen den Namensvetter aus Offenbach deutlich. Anlass genug für den Trainer Robin Dutt, in Erinnerung zu rufen, was denn sein Auftrag bei Amtsübernahme gewesen ist: "Der Klassenerhalt. Und den werden wir schaffen." Dass zwischendurch von höheren Sphären geträumt und räsoniert wurde, ob es denn ein Fehler war, keine Lizenz für Liga zwei zu beantragen, sind für Dutt "unrealistische Rechenspiele".
Er rechnet anders: "Wir müssen die Differenz zu den Abstiegsrängen bei vier Punkten halten." Das ist bis auf weiteres gelungen, deshalb war für Dutt das zweite Remis im Waldaustadion (nach zuvor fünf Siegen) kein Rückschlag. "Natürlich tue ich mich schwer, ein 0:0 zu Hause für gut zu befinden. Aber so haben wir Offenbach weiter hinter uns gelassen." Momentan liegt die Mannschaft also im Soll - und so sollte es auch am Ende der Saison sein. Die Prognose aus dem Hause Dutt: 43 Punkte braucht man, um definitiv nicht abzusteigen; also noch zwei Siege - aus sechs Spielen. "Machbar", sagt Dutt, "aber kein Selbstläufer."
So sieht es auch die Mannschaft. Der Kapitän Sascha Malchow betont: "Wir sind uns dessen bewusst, sonst hätten wir heute auf Teufel komm raus gestürmt - und wahrscheinlich 0:1 verloren." Gegen die defensiv ausgerichteten Gäste verzichtete Dutt sogar auf eine Auswechslung, "um unsere Grundordnung nicht zu gefährden". Auch wenn die letzte Durchschlagskraft fehlte. "Unter dem Strich hat die Mannschaft die Aufgabe ordentlich gelöst", sagt Dutt, "und das gegen einen Gegner, von dem uns Welten trennen" - zumindest was die Papierform angeht, nach der es bei Offenbach von Exprofis wimmelt.
Die Kickers (aus Stuttgart) gehen konsequent ihren Weg, mit Talenten. "Vielleicht schaffen wir ja noch den einstelligen Platz", sagt der Trainer, "und dann wollen wir nächstes Jahr wieder etwas besser werden." Kein Wort vom Aufstieg. Die Erwartungen werden sonst zu schnell hochgeschraubt in Degerloch - und dem möchte Dutt vorbauen. Zumal die Mannschaft nur punktuell verstärkt werden kann. "Personell liegen wir gut im Rennen", sagt der Trainer, der bereits nach einer Alternative für Marvin Braun Ausschau hält. "Wir können nicht bis Juni warten, wie er sich entscheidet", macht er nochmals Druck in Richtung Spieler. Das scheint bei Alexander Malchow nicht nötig. "Es laufen Gespräche, und ich denke auch, dass wir uns einigen werden", sagt der Abwehrchef. Dagegen hängen die Stürmer Suad Rahmanovic und Gaetano Intemperante weiter in der Luft; Verhandlungen - bisher Fehlanzeige.
"Zunächst einmal müssen wir jetzt nächste Woche in Eschborn was holen", sagt Rahmanovic trotzdem, was ganz im Sinne des Trainers ist. "Verlieren fürfen wir dort nicht, sonst wird es wieder eng."
Damit das nicht passiert, greift der Trainer in dieser Woche in die Motivationskiste. Immerhin war es Eschborns Coach Marzban, der in der Winterpause als einziger der Liga die Kickers in einer Umfrage zum Absteiger erkoren hatte. "Diesen Zeitungsartikel werde ich groß in der Kabine aufhängen", so Robin Dutt. "Es gibt ja einen gewissen Ehrenkodex, und da sollte man nicht mit Steinen werfen - schon gar nicht, wenn man selbst im Glashaus sitzt."

Kickers: Köstel - Benda, Barth, Malchow, Milchraum - Braun, Gumper, Akcay, Catizone - Mesic, Rahmanovic.

Quelle: Stuttgarter Zeitung vom 26. April 2004