Gunther Thiebaut
Verfasst: Mittwoch 3. September 2003, 20:27
Gewohntes Bild Gunther Thiebaut bejubelt eines seiner bisher fünf Saisontore. Schon in Belgien und auf Zypern sorgte der Mittelstürmer mit einer beeindruckenden Torquote für Aufsehen. FOTO: SCHLICHTER
Saarbrücken. Es war ein Lob aus berufenem Munde. Als Fußball-Regionalligist 1. FC Saarbrücken am vergangenen Samstag mit 2:1 bei den Stuttgarter Kickers siegte, kam ein Zuschauer nicht mehr aus dem Staunen raus. "Das ist das erste Mal seit langer Zeit, dass hier eine Mannschaft spielt, die einen richtig guten Stürmer hat. Ich glaube, dass dies am Ende den Ausschlag für Saarbrücken geben wird", lobte Markus Sailer.
Der 35-Jährige muss es wissen. Der Angreifer sorgte in den 90er Jahren bei den Kickers, dem FC St. Pauli und dem MSV Duisburg für Furore, war als "Toni" Sailer überall Publikumsliebling. Am vergangenen Samstag wurde er Augenzeuge, als ein anderer starker Stürmer mit zwei Toren für Aufsehen sorgte. Auf fünf Saisontore hat FCS-Stürmer Gunther Thiebaut sein Erfolgs-Konto mittlerweile hochgefahren, "aber es könnten noch ein paar mehr sein. Gegen Stuttgart habe ich eine große Kopfballchance vergeben und bei den Bayern-Amateuren hätte ich auch ein Tor machen müssen."
Vielleicht - so mag sich der ein oder andere Verantwortliche des 1. FCS denken - ist es ganz gut, dass der 26-jährige Belgier nicht jede Chance verwertet hat. Denn die Leistungen des Flamen aus Denderleeuw haben sich längst außerhalb des kleinen Saarlandes herumgesprochen. "Der Bomber aus Belgien", jubelte eine große Sonntags-Zeitung nach Thiebauts Husaren-Stück von Stuttgart. Das Interesse an dem Mittelstürmer des 1. FC Saarbrücken steigt. "Ich bin mal gespannt, wie lange wir den halten können", meinte Vizepräsident Klaus Meiser am Wochenende mit einer Mischung aus Freude und Sorge. Denn: Jeder Treffer des 26-Jährigen steigert seinen Markwert. Bislang ist der Torjäger bis zum Saisonende an die Blau-Schwarzen gebunden. "Wir haben mit allen Neuzugängen nur für ein Jahr abgeschlossen. Das haben wir bewusst so gemacht, da wir für den Fall, dass wir nicht aufsteigen sollten, keine Altlasten in die neue Saison mitnehmen wollen", erklärte das FCS-Präsidium vor Saisonbeginn.
Eine nachvollziehbare Entscheidung. Aber eben auch nicht ohne Risiko. Zumal Bundesligist Eintracht Frankfurt seine Späher schon Richtung Saarbrücken ausgesandt haben soll: "Das ist mir neu, und es lässt mich völlig kalt. Die Transferliste ist erst einmal zu und bis zum Winter geht gar nichts. Außerdem gehe ich davon aus, dass Gunther bei uns einiges erreichen will", sagt FCS-Trainer Horst Ehrmantraut. Das Präsidium sieht das genauso: "Gott sei Dank hat er keine Ausstiegsklausel. Außerdem besitzen wir eine Option für den Aufstiegsfall. Wenn wir aufsteigen, können wir Thiebauts Vertrag verlängern", erklärt Vizepräsident Meiser und betont, dass das Präsidium den Belgier gerne langfristig an den Verein binden würde. "Mein Ziel ist es, in der Zweiten Liga zu spielen", erzählt Thiebaut gerne, "am Liebsten natürlich mit dem 1. FCS."
Vor der Saison musste Trainer Ehrmantraut lange kämpfen, um den Angreifer zu verpflichten. 24 Mal traf der Belgier in der vergangenen Spielzeit für den Zweitligisten FC Denderleeuw. Zuvor war er beim Erst-Divisionär Entracht Aalst in 109 Spielen 48 Mal erfolgreich. "Alleine diese Zahlen belegen seine Torgefahr. Er hat sich im Profi-Fußball bereits durchgesetzt. Es war kein Risiko, ihn zu holen", sagt Trainer Ehrmantraut. Monatelang war der 47-Jährige auf der Suche nach seinem Wunschstürmer.
Die Anzahl der Testspieler, die sich die Klinke des FC-Sportfelds in die Hand gaben, hätte problemlos ausgereicht, um fünf Mannschaften zusammenzustellen. Auf Thiebaut wurde Horst Ehrmantraut durch langjährige Kontakte aufmerksam. "Eines Tages hat mich mein ehemaliger Spieler Rainer Rauffmann angerufen und mir von einem Belgier erzählt, der mit ihm zusammen auf Zypern gespielt hatte. Trainer, hat er gesagt, den müssen Sie nehmen. Dann haben Sie ihren Super-Stürmer. Schicken Sie die anderen alle nach Hause." Es war ebenfalls ein Lob aus berufenem Munde.
Saarbrücken. Es war ein Lob aus berufenem Munde. Als Fußball-Regionalligist 1. FC Saarbrücken am vergangenen Samstag mit 2:1 bei den Stuttgarter Kickers siegte, kam ein Zuschauer nicht mehr aus dem Staunen raus. "Das ist das erste Mal seit langer Zeit, dass hier eine Mannschaft spielt, die einen richtig guten Stürmer hat. Ich glaube, dass dies am Ende den Ausschlag für Saarbrücken geben wird", lobte Markus Sailer.
Der 35-Jährige muss es wissen. Der Angreifer sorgte in den 90er Jahren bei den Kickers, dem FC St. Pauli und dem MSV Duisburg für Furore, war als "Toni" Sailer überall Publikumsliebling. Am vergangenen Samstag wurde er Augenzeuge, als ein anderer starker Stürmer mit zwei Toren für Aufsehen sorgte. Auf fünf Saisontore hat FCS-Stürmer Gunther Thiebaut sein Erfolgs-Konto mittlerweile hochgefahren, "aber es könnten noch ein paar mehr sein. Gegen Stuttgart habe ich eine große Kopfballchance vergeben und bei den Bayern-Amateuren hätte ich auch ein Tor machen müssen."
Vielleicht - so mag sich der ein oder andere Verantwortliche des 1. FCS denken - ist es ganz gut, dass der 26-jährige Belgier nicht jede Chance verwertet hat. Denn die Leistungen des Flamen aus Denderleeuw haben sich längst außerhalb des kleinen Saarlandes herumgesprochen. "Der Bomber aus Belgien", jubelte eine große Sonntags-Zeitung nach Thiebauts Husaren-Stück von Stuttgart. Das Interesse an dem Mittelstürmer des 1. FC Saarbrücken steigt. "Ich bin mal gespannt, wie lange wir den halten können", meinte Vizepräsident Klaus Meiser am Wochenende mit einer Mischung aus Freude und Sorge. Denn: Jeder Treffer des 26-Jährigen steigert seinen Markwert. Bislang ist der Torjäger bis zum Saisonende an die Blau-Schwarzen gebunden. "Wir haben mit allen Neuzugängen nur für ein Jahr abgeschlossen. Das haben wir bewusst so gemacht, da wir für den Fall, dass wir nicht aufsteigen sollten, keine Altlasten in die neue Saison mitnehmen wollen", erklärte das FCS-Präsidium vor Saisonbeginn.
Eine nachvollziehbare Entscheidung. Aber eben auch nicht ohne Risiko. Zumal Bundesligist Eintracht Frankfurt seine Späher schon Richtung Saarbrücken ausgesandt haben soll: "Das ist mir neu, und es lässt mich völlig kalt. Die Transferliste ist erst einmal zu und bis zum Winter geht gar nichts. Außerdem gehe ich davon aus, dass Gunther bei uns einiges erreichen will", sagt FCS-Trainer Horst Ehrmantraut. Das Präsidium sieht das genauso: "Gott sei Dank hat er keine Ausstiegsklausel. Außerdem besitzen wir eine Option für den Aufstiegsfall. Wenn wir aufsteigen, können wir Thiebauts Vertrag verlängern", erklärt Vizepräsident Meiser und betont, dass das Präsidium den Belgier gerne langfristig an den Verein binden würde. "Mein Ziel ist es, in der Zweiten Liga zu spielen", erzählt Thiebaut gerne, "am Liebsten natürlich mit dem 1. FCS."
Vor der Saison musste Trainer Ehrmantraut lange kämpfen, um den Angreifer zu verpflichten. 24 Mal traf der Belgier in der vergangenen Spielzeit für den Zweitligisten FC Denderleeuw. Zuvor war er beim Erst-Divisionär Entracht Aalst in 109 Spielen 48 Mal erfolgreich. "Alleine diese Zahlen belegen seine Torgefahr. Er hat sich im Profi-Fußball bereits durchgesetzt. Es war kein Risiko, ihn zu holen", sagt Trainer Ehrmantraut. Monatelang war der 47-Jährige auf der Suche nach seinem Wunschstürmer.
Die Anzahl der Testspieler, die sich die Klinke des FC-Sportfelds in die Hand gaben, hätte problemlos ausgereicht, um fünf Mannschaften zusammenzustellen. Auf Thiebaut wurde Horst Ehrmantraut durch langjährige Kontakte aufmerksam. "Eines Tages hat mich mein ehemaliger Spieler Rainer Rauffmann angerufen und mir von einem Belgier erzählt, der mit ihm zusammen auf Zypern gespielt hatte. Trainer, hat er gesagt, den müssen Sie nehmen. Dann haben Sie ihren Super-Stürmer. Schicken Sie die anderen alle nach Hause." Es war ebenfalls ein Lob aus berufenem Munde.