Spielberichte Kickers - VfB Amateure
Verfasst: Montag 7. Juni 2004, 08:37
Bei der Niederlage stört nur der Name des Gegners
Die Trainer wollen das 4:1 des VfB im Stadtderby der Fußball-Regionalliga nicht überbewerten
Stuttgart - Die VfB-Fans schickten zur Begrüßung gleich einmal eine Leuchtrakete in den Kickers-Block. Während der Partie wogten die Gesänge der rivalisierenden Fans hin und her. Auf dem Platz ging es im Stadtderby zwischen den Stuttgarter Kickers und den Amateuren des VfB Stuttgart zum Rundenschluss der Fußball-Regionalliga wesentlich friedlicher zu. Und beide Trainer versuchten hinterher, den 4:1 (1:0)-Sieg des VfB in einen größeren Zusammenhang zu setzen.
Von Sigor Paesler
1:4 im prestigeträchtigen Derby, die erste Heimniederlage unter seiner Regie überhaupt, die Chance verpasst, beste Rückrundenmannschaft zu werden - Kickers-Coach Robin Dutt hätte durchaus Grund gehabt, sauer zu sein. War er aber nicht. Und das nicht, weil die Mannschaft immerhin das beste Heimteam der Liga geblieben ist. Dutt nahm die Schlappe sogar teilweise auf seine Kappe, weil er "aus falschem Ehrgeiz" angeschlagene Spieler eingesetzt hatte. "Die Mannschaft war am Ende ihrer Kräfte, wir haben im letzten Spiel einen Schönheitsfehler hinterlassen", sagte er. Und dann: "Insgesamt gebührt ihr für die Saison ein großes Lob."
Reinhold Fanz wollte den Sieg ebenfalls nicht überbewerten. "Für uns war wichtig, dass wir in der Klasse geblieben sind und dass sich einige Spieler weiterentwickelt haben", sagte der VfB-Trainer, dessen Kritiker sich nach dem Weggang von Fürsprecher Felix Magath lauter zu Wort melden. Fanz will seinen bis zum Ende der kommenden Saison laufenden Vertrag nach eigenem Bekunden jedoch erfüllen.
Die Kickers dominierten die ersten Minuten. Dann traf VfB-Youngster Gustav Schulz mit einem Distanz-Schuss zum 1:0 (14.). Die "Roten" wurden nun immer mutiger, die "Blauen" in der Abwehr immer nachlässiger. Die Folge: Die Zuschauer sahen vier weitere wunderschöne Tore durch Gerrit Müller (50.), Sascha Benda zum 1:2-Anschluss (60.), Steffen Kocholl (64.) und Milan Jurkovic (74.). Fanz: "Wenn der Druck weg ist, sieht man, was die Jungs draufhaben."
Chatzis und Kegel vor Wechsel
Bei den Kickers standen neben dem Abschied einer ganzen Reihe von Spielern ohnehin die Zukunftsplanungen im Vordergrund. Präsident Hans Kullen traf sich vor dem Spiel mit den Sponsoren und hofft nun, die letzten Gelder aufzutreiben, um am Mittwoch die vom Deutschen Fußball-Bund geforderten Nachbesserungen für die Lizenzerteilung vorweisen zu können.
Die Aussicht, dass Niko Chatzis nach drei Jahren zu den Kickers zurückkehrt sind gut. Denn vereinbart ist, dass der Mittelfeldspieler wechselt, wenn sein jetziger Verein Waldhof Mannheim nicht aus der Oberliga in die Regionalliga aufsteigt - und danach sieht es vor dem letzten Spieltag aus. Den letzten Platz im neuen Kader wird wohl der 23-jährige Mittelfeldspieler Sven Kegel von den Amateuren des FSV Mainz 05 einnehmen. In Mainzer Medien wird der Wechsel schon als perfekt gemeldet. Am Ende störte die Fans der "Blauen" an der Niederlage nur, dass sie gegen die "Roten" war.
Stuttgarter Kickers: Köstel - Benda, Barth, Malchow, Minkwitz - Catizone, Gumper (54. Braun), Akcay (60. Milchraum), Stierle (87. Lakies) - Rahmanovic, Mesic.
VfB Stuttgart Am.: Masic - Kocholl, Schuon, Butscher, Krause - Schulz (77. Ricciardi), Fink, Caligiuri, Berger (60. Macias) - Weis, Müller (70. Jurkovic).
Schiedsrichter: Welz (Wiesbaden).
Zuschauer: 4640.
Tore: 0:1 Schulz (14.), 0:2 Müller (50.), 1:2 Benda (60.), 1:3 Kocholl (64.), 1:4 Jurkovic (74.).
Gelbe Karten: Barth, Catizone / Schulz.
Beste Spieler: Minkwitz, Catizone / Caligiuri, Kocholl.
Quelle: Esslinger Zeitung
Die Trainer wollen das 4:1 des VfB im Stadtderby der Fußball-Regionalliga nicht überbewerten
Stuttgart - Die VfB-Fans schickten zur Begrüßung gleich einmal eine Leuchtrakete in den Kickers-Block. Während der Partie wogten die Gesänge der rivalisierenden Fans hin und her. Auf dem Platz ging es im Stadtderby zwischen den Stuttgarter Kickers und den Amateuren des VfB Stuttgart zum Rundenschluss der Fußball-Regionalliga wesentlich friedlicher zu. Und beide Trainer versuchten hinterher, den 4:1 (1:0)-Sieg des VfB in einen größeren Zusammenhang zu setzen.
Von Sigor Paesler
1:4 im prestigeträchtigen Derby, die erste Heimniederlage unter seiner Regie überhaupt, die Chance verpasst, beste Rückrundenmannschaft zu werden - Kickers-Coach Robin Dutt hätte durchaus Grund gehabt, sauer zu sein. War er aber nicht. Und das nicht, weil die Mannschaft immerhin das beste Heimteam der Liga geblieben ist. Dutt nahm die Schlappe sogar teilweise auf seine Kappe, weil er "aus falschem Ehrgeiz" angeschlagene Spieler eingesetzt hatte. "Die Mannschaft war am Ende ihrer Kräfte, wir haben im letzten Spiel einen Schönheitsfehler hinterlassen", sagte er. Und dann: "Insgesamt gebührt ihr für die Saison ein großes Lob."
Reinhold Fanz wollte den Sieg ebenfalls nicht überbewerten. "Für uns war wichtig, dass wir in der Klasse geblieben sind und dass sich einige Spieler weiterentwickelt haben", sagte der VfB-Trainer, dessen Kritiker sich nach dem Weggang von Fürsprecher Felix Magath lauter zu Wort melden. Fanz will seinen bis zum Ende der kommenden Saison laufenden Vertrag nach eigenem Bekunden jedoch erfüllen.
Die Kickers dominierten die ersten Minuten. Dann traf VfB-Youngster Gustav Schulz mit einem Distanz-Schuss zum 1:0 (14.). Die "Roten" wurden nun immer mutiger, die "Blauen" in der Abwehr immer nachlässiger. Die Folge: Die Zuschauer sahen vier weitere wunderschöne Tore durch Gerrit Müller (50.), Sascha Benda zum 1:2-Anschluss (60.), Steffen Kocholl (64.) und Milan Jurkovic (74.). Fanz: "Wenn der Druck weg ist, sieht man, was die Jungs draufhaben."
Chatzis und Kegel vor Wechsel
Bei den Kickers standen neben dem Abschied einer ganzen Reihe von Spielern ohnehin die Zukunftsplanungen im Vordergrund. Präsident Hans Kullen traf sich vor dem Spiel mit den Sponsoren und hofft nun, die letzten Gelder aufzutreiben, um am Mittwoch die vom Deutschen Fußball-Bund geforderten Nachbesserungen für die Lizenzerteilung vorweisen zu können.
Die Aussicht, dass Niko Chatzis nach drei Jahren zu den Kickers zurückkehrt sind gut. Denn vereinbart ist, dass der Mittelfeldspieler wechselt, wenn sein jetziger Verein Waldhof Mannheim nicht aus der Oberliga in die Regionalliga aufsteigt - und danach sieht es vor dem letzten Spieltag aus. Den letzten Platz im neuen Kader wird wohl der 23-jährige Mittelfeldspieler Sven Kegel von den Amateuren des FSV Mainz 05 einnehmen. In Mainzer Medien wird der Wechsel schon als perfekt gemeldet. Am Ende störte die Fans der "Blauen" an der Niederlage nur, dass sie gegen die "Roten" war.
Stuttgarter Kickers: Köstel - Benda, Barth, Malchow, Minkwitz - Catizone, Gumper (54. Braun), Akcay (60. Milchraum), Stierle (87. Lakies) - Rahmanovic, Mesic.
VfB Stuttgart Am.: Masic - Kocholl, Schuon, Butscher, Krause - Schulz (77. Ricciardi), Fink, Caligiuri, Berger (60. Macias) - Weis, Müller (70. Jurkovic).
Schiedsrichter: Welz (Wiesbaden).
Zuschauer: 4640.
Tore: 0:1 Schulz (14.), 0:2 Müller (50.), 1:2 Benda (60.), 1:3 Kocholl (64.), 1:4 Jurkovic (74.).
Gelbe Karten: Barth, Catizone / Schulz.
Beste Spieler: Minkwitz, Catizone / Caligiuri, Kocholl.
Quelle: Esslinger Zeitung
