„Die Blauen können den Aufstieg packen“
Verfasst: Dienstag 8. Juni 2004, 17:57
07.06.04, Stuttgarter Nachrichten
„Die Blauen können den Aufstieg packen“ - Die Trainer Dutt (Kickers) und Fanz (VfB) ziehen ein positives Saisonfazit – und blicken optimistisch nach vorne
Für die Stuttgarter Kickers endete die Saison in der Fußball-Regionalliga mit einer Enttäuschung – 1:4 im Derby gegen die VfB-Amateure. Dennoch zieht Trainer Robin Dutt genauso wie sein VfB-Kollege Reinhold Fanz ein positives Fazit. Und: Beide blicken optimistisch nach vorne.
STN: Welche Erkenntnisse nehmen Sie aus dem Derby mit in die neue Saison?
Robin Dutt: Nicht allzu viele. Was nicht heißt, dass die Enttäuschung nicht groß ist. Im Derby geht"s schließlich auch um Prestige und Ehre, um Werte, die im Fußball einen hohen Stellenwert haben - und die haben wir nicht erfüllt.
Reinhold Fanz: Das Spiel hat gezeigt, dass wir auch mit einer blutjungen Mannschaft jeden in der Liga schlagen können. Heiko Butscher war mit 23 Jahren unser ältester Feldspieler auf dem Platz. Und bis auf Adnan Masic und Michael Fink war das praktisch unsere Elf für die neue Saison.
STN: Wie fällt Ihr Saisonfazit aus?
Robin Dutt: Wir hatten im November eine Not-Operation. Die ist gelungen, die Kickers leben noch. Für meine Zeit als Cheftrainer muss ich sagen: Die Mannschaft hat die Erwartungen voll und ganz erfüllt. Das Ziel einstelliger Tabellenplatz wurde erreicht.
Reinhold Fanz: Wir haben unser Ziel trotz erschwerter Bedingungen mehr als erreicht. Wir haben im Winter Spieler abgegeben und die Mannschaft weiter verjüngt. Da kann sich Platz elf durchaus sehen lassen.
STN: Was war für Sie die positivste Überraschung?
Robin Dutt: Dass wir – von der Nummer eins bis zur Nummer 20 – absoluten Teamgeist in die Mannschaft gebracht haben. Ich hatte bei den Kickers lange Zeit den Eindruck, dass das Team nicht unbedingt etwas gemeinsam erreichen will.
Reinhold Fanz: Positiv war ganz sicher die Tatsache, dass die Jungen erfahrene Spieler wie Jens Rasiejewski oder Steffen Handschuh ersetzt haben und im Kampf gegen den Abstieg dem Druck standgehalten haben.
STN: Was hat Sie am meisten enttäuscht?
Robin Dutt: Die aktuelle Niederlage gegen den VfB, das blamable WFV-Pokal-Aus in Freiberg und dass diese unsäglichen Eifersüchteleien und Eitelkeiten in der Kickers-Jugend kein Ende nehmen. Diese Heuchelei ist aber in ganz Deutschland ein Problem.
Reinhold Fanz: Schlecht war unsere Effektivität. Wir haben viele Spiele überlegen gestaltet, haben aber vor dem Tor Nerven gezeigt.
STN: Was muss künftig besser werden?
Robin Dutt: Wenn der Gegner alles nach vorne wirft, müssen wir unser taktisches Konzept, unsere Ordnung besser einhalten.
Reinhold Fanz: Nicht selten trafen wir auf Gegner, die mit elf Mann hinten drinstanden. In solchen Situationen müssen wir lernen, das Spiel besser und ruhiger zu gestalten.
STN: Wie sieht Ihr Saisonziel 2004/05 aus?
Robin Dutt: Wir sind Neunter. Da ist eine Platzierung zwischen Rang eins und acht das ideale Saisonziel. Innerhalb der nächsten zwei Jahre wollen wir unserem Traumziel zweite Liga näher kommen.
Reinhold Fanz: Wir wollen drin bleiben und wieder drei bis vier Spieler in den Profibereich führen. Das ist sicher unsere Hauptaufgabe.
STN: Wer ist in der neuen Runde Ihr Favorit, und was trauen Sie dem Lokalrivalen zu?
Robin Dutt: Auf Grund der finanziellen Möglichkeiten der FC Augsburg. Die TSG Hoffenheim hat ähnlich gute Rahmenbedingungen. Jahn Regensburg mit Mario Basler müsste ebenfalls vorne mitspielen. Der VfB wird wieder im Mittelfeld landen.
Reinhold Fanz: Ich sehe Jahn Regensburg und den FC Augsburg vorne. Die Kickers können den Aufstieg packen. Ob es tatsächlich klappt, hängt davon ab, wie die Abgänge kompensiert werden können.
Jürgen Frey
„Die Blauen können den Aufstieg packen“ - Die Trainer Dutt (Kickers) und Fanz (VfB) ziehen ein positives Saisonfazit – und blicken optimistisch nach vorne
Für die Stuttgarter Kickers endete die Saison in der Fußball-Regionalliga mit einer Enttäuschung – 1:4 im Derby gegen die VfB-Amateure. Dennoch zieht Trainer Robin Dutt genauso wie sein VfB-Kollege Reinhold Fanz ein positives Fazit. Und: Beide blicken optimistisch nach vorne.
STN: Welche Erkenntnisse nehmen Sie aus dem Derby mit in die neue Saison?
Robin Dutt: Nicht allzu viele. Was nicht heißt, dass die Enttäuschung nicht groß ist. Im Derby geht"s schließlich auch um Prestige und Ehre, um Werte, die im Fußball einen hohen Stellenwert haben - und die haben wir nicht erfüllt.
Reinhold Fanz: Das Spiel hat gezeigt, dass wir auch mit einer blutjungen Mannschaft jeden in der Liga schlagen können. Heiko Butscher war mit 23 Jahren unser ältester Feldspieler auf dem Platz. Und bis auf Adnan Masic und Michael Fink war das praktisch unsere Elf für die neue Saison.
STN: Wie fällt Ihr Saisonfazit aus?
Robin Dutt: Wir hatten im November eine Not-Operation. Die ist gelungen, die Kickers leben noch. Für meine Zeit als Cheftrainer muss ich sagen: Die Mannschaft hat die Erwartungen voll und ganz erfüllt. Das Ziel einstelliger Tabellenplatz wurde erreicht.
Reinhold Fanz: Wir haben unser Ziel trotz erschwerter Bedingungen mehr als erreicht. Wir haben im Winter Spieler abgegeben und die Mannschaft weiter verjüngt. Da kann sich Platz elf durchaus sehen lassen.
STN: Was war für Sie die positivste Überraschung?
Robin Dutt: Dass wir – von der Nummer eins bis zur Nummer 20 – absoluten Teamgeist in die Mannschaft gebracht haben. Ich hatte bei den Kickers lange Zeit den Eindruck, dass das Team nicht unbedingt etwas gemeinsam erreichen will.
Reinhold Fanz: Positiv war ganz sicher die Tatsache, dass die Jungen erfahrene Spieler wie Jens Rasiejewski oder Steffen Handschuh ersetzt haben und im Kampf gegen den Abstieg dem Druck standgehalten haben.
STN: Was hat Sie am meisten enttäuscht?
Robin Dutt: Die aktuelle Niederlage gegen den VfB, das blamable WFV-Pokal-Aus in Freiberg und dass diese unsäglichen Eifersüchteleien und Eitelkeiten in der Kickers-Jugend kein Ende nehmen. Diese Heuchelei ist aber in ganz Deutschland ein Problem.
Reinhold Fanz: Schlecht war unsere Effektivität. Wir haben viele Spiele überlegen gestaltet, haben aber vor dem Tor Nerven gezeigt.
STN: Was muss künftig besser werden?
Robin Dutt: Wenn der Gegner alles nach vorne wirft, müssen wir unser taktisches Konzept, unsere Ordnung besser einhalten.
Reinhold Fanz: Nicht selten trafen wir auf Gegner, die mit elf Mann hinten drinstanden. In solchen Situationen müssen wir lernen, das Spiel besser und ruhiger zu gestalten.
STN: Wie sieht Ihr Saisonziel 2004/05 aus?
Robin Dutt: Wir sind Neunter. Da ist eine Platzierung zwischen Rang eins und acht das ideale Saisonziel. Innerhalb der nächsten zwei Jahre wollen wir unserem Traumziel zweite Liga näher kommen.
Reinhold Fanz: Wir wollen drin bleiben und wieder drei bis vier Spieler in den Profibereich führen. Das ist sicher unsere Hauptaufgabe.
STN: Wer ist in der neuen Runde Ihr Favorit, und was trauen Sie dem Lokalrivalen zu?
Robin Dutt: Auf Grund der finanziellen Möglichkeiten der FC Augsburg. Die TSG Hoffenheim hat ähnlich gute Rahmenbedingungen. Jahn Regensburg mit Mario Basler müsste ebenfalls vorne mitspielen. Der VfB wird wieder im Mittelfeld landen.
Reinhold Fanz: Ich sehe Jahn Regensburg und den FC Augsburg vorne. Die Kickers können den Aufstieg packen. Ob es tatsächlich klappt, hängt davon ab, wie die Abgänge kompensiert werden können.
Jürgen Frey