EZ: Nach der Korrektur auf Kurs
Verfasst: Montag 20. September 2004, 09:41
Nach der Korrektur auf Kurs
Die Stuttgarter Kickers können in der Fußball-Regionalliga zurzeit nicht spielen, was sie sonst auszeichnet
Stuttgart - Die Offiziellen der Stuttgarter Kickers hatten vor dem Beginn der neuen Saison in der Fußball-Regionalliga kurzfristig das Saisonziel korrigiert. Statt einem Platz von eins bis acht soll es nur noch ein Rang im Mittelfeld sein. Als Grund wurden Verletzungssorgen angegeben. Die Liste der Verletzten ist seither größer geworden und nach dem 2:2 gegen die SV Elversberg sagte Trainer Robin Dutt: "Ich bin froh, dass wir überhaupt so viele Punkte geholt haben."
Von Sigor Paesler
Das sehen viele Kickers-Fans wohl ähnlich. Obwohl die Mannschaft wahrlich schon bessere Spiele gezeigt hat, gab es nach dem Spielende keine Pfiffe. Und das nicht nur, weil alle über Mirnes Mesics Treffer zum Ausgleich in der Nachspielzeit froh waren. Die sonst so kritischen Zuschauer der "Blauen" haben auch gesehen, dass die Mannschaft zwar die vielen Ausfälle nicht kompensieren, aber trotzdem kämpfen kann. "Unser Vorteil ist, dass wir ein festes System beibehalten, egal, welcher Spieler hereinkommt", sagte Trainer Dutt. Aber: "Bei zu vielen Ausfällen klappen die Automatismen nicht mehr, es fehlt das Kurzpassspiel." Das heißt: Die Kickers können nicht mehr das spielen, was sie sonst auszeichnet.
Stürmer hängen in der Luft
Beispiel Mittelfeld. Durch das Fehlen von Mustafa Akcay (Adduktorenverletzung) und den kurzfristigen Ausfall von Heiko Gumper (chronische Patellasehenenprobleme) rückte der etatmäßige Stürmer Mesic in die Schaltzentrale. "Ich habe das früher schon mal gespielt", winkte er zwar ab. Aber bei allem Bemühen musste er doch zugeben: "Wenn Akcay und Gumper dabei sind, ist es etwas ganz anderes." Stefan Hampl und Suad Rahmanovic hingen jedenfalls im Sturm oft in der Luft. Und was ist mit Mustafa Parmak, Niko Chatzis und Giuseppe Catizone? Parmak wirbelt viel, kann aber noch nicht die Rolle des Lenkers spielen, Chatzis war gegen Elversberg auf der Position hinter Mesic mit Defensivaufgaben ausgelastet und Catizone ist seit seiner Rückkehr nach langer Verletzungspause vor einem halben Jahr nur ein Mitläufer.
Beispiel Abwehr. Seit der Verletzung von Oliver Stierle fehlen die Impulse nach vorne. Michael Zimmermann ersetzte Alexander Malchow im Zentrum zwar gut. "Aber ich weiß nicht, ob wir mit Malchow auch zwei Kopfballtore bekommen hätten", fragte Dutt.
Malchow und wahrscheinlich Gumper werden bald wieder zur Verfügung stehen. Bei Akcay und Stierle wird es noch länger dauern. Und dann ist da ja noch Neuzugang Daniel Sager, der eigentlich ein Leistungsträger hätte werden sollen, sich aber schon in der Vorbereitung verletzte. Nach der Korrektur sind die Kickers bislang auf Kurs, auch wenn sie auf einem Rang im unteren Mittelfeld stehen. Dutt will der Mannschaft keine Vorwürfe machen - und hat auch seinen Humor nicht verloren: "Wer hätte gedacht, dass wir nach sieben Spielen einen Punkt mehr als die TSG Hoffenheim haben." Das liegt aber eher am enttäuschenden Abschneiden des Titelfavoriten aus dem Badischen. Am kommenden Samstag treten die Kickers in Hoffenheim an.
Eßlinger Zeitung
Die Stuttgarter Kickers können in der Fußball-Regionalliga zurzeit nicht spielen, was sie sonst auszeichnet
Stuttgart - Die Offiziellen der Stuttgarter Kickers hatten vor dem Beginn der neuen Saison in der Fußball-Regionalliga kurzfristig das Saisonziel korrigiert. Statt einem Platz von eins bis acht soll es nur noch ein Rang im Mittelfeld sein. Als Grund wurden Verletzungssorgen angegeben. Die Liste der Verletzten ist seither größer geworden und nach dem 2:2 gegen die SV Elversberg sagte Trainer Robin Dutt: "Ich bin froh, dass wir überhaupt so viele Punkte geholt haben."
Von Sigor Paesler
Das sehen viele Kickers-Fans wohl ähnlich. Obwohl die Mannschaft wahrlich schon bessere Spiele gezeigt hat, gab es nach dem Spielende keine Pfiffe. Und das nicht nur, weil alle über Mirnes Mesics Treffer zum Ausgleich in der Nachspielzeit froh waren. Die sonst so kritischen Zuschauer der "Blauen" haben auch gesehen, dass die Mannschaft zwar die vielen Ausfälle nicht kompensieren, aber trotzdem kämpfen kann. "Unser Vorteil ist, dass wir ein festes System beibehalten, egal, welcher Spieler hereinkommt", sagte Trainer Dutt. Aber: "Bei zu vielen Ausfällen klappen die Automatismen nicht mehr, es fehlt das Kurzpassspiel." Das heißt: Die Kickers können nicht mehr das spielen, was sie sonst auszeichnet.
Stürmer hängen in der Luft
Beispiel Mittelfeld. Durch das Fehlen von Mustafa Akcay (Adduktorenverletzung) und den kurzfristigen Ausfall von Heiko Gumper (chronische Patellasehenenprobleme) rückte der etatmäßige Stürmer Mesic in die Schaltzentrale. "Ich habe das früher schon mal gespielt", winkte er zwar ab. Aber bei allem Bemühen musste er doch zugeben: "Wenn Akcay und Gumper dabei sind, ist es etwas ganz anderes." Stefan Hampl und Suad Rahmanovic hingen jedenfalls im Sturm oft in der Luft. Und was ist mit Mustafa Parmak, Niko Chatzis und Giuseppe Catizone? Parmak wirbelt viel, kann aber noch nicht die Rolle des Lenkers spielen, Chatzis war gegen Elversberg auf der Position hinter Mesic mit Defensivaufgaben ausgelastet und Catizone ist seit seiner Rückkehr nach langer Verletzungspause vor einem halben Jahr nur ein Mitläufer.
Beispiel Abwehr. Seit der Verletzung von Oliver Stierle fehlen die Impulse nach vorne. Michael Zimmermann ersetzte Alexander Malchow im Zentrum zwar gut. "Aber ich weiß nicht, ob wir mit Malchow auch zwei Kopfballtore bekommen hätten", fragte Dutt.
Malchow und wahrscheinlich Gumper werden bald wieder zur Verfügung stehen. Bei Akcay und Stierle wird es noch länger dauern. Und dann ist da ja noch Neuzugang Daniel Sager, der eigentlich ein Leistungsträger hätte werden sollen, sich aber schon in der Vorbereitung verletzte. Nach der Korrektur sind die Kickers bislang auf Kurs, auch wenn sie auf einem Rang im unteren Mittelfeld stehen. Dutt will der Mannschaft keine Vorwürfe machen - und hat auch seinen Humor nicht verloren: "Wer hätte gedacht, dass wir nach sieben Spielen einen Punkt mehr als die TSG Hoffenheim haben." Das liegt aber eher am enttäuschenden Abschneiden des Titelfavoriten aus dem Badischen. Am kommenden Samstag treten die Kickers in Hoffenheim an.
Eßlinger Zeitung