StN: Interview mit Adrion
Verfasst: Montag 15. September 2003, 07:23
Kickers-Trainer sieht gute Perspektiven für seine Talente, bittet aber um Geduld
"Stehen da, wo wir hingehören"
Stuttgart - Mit dem Platz im Mittelfeld wird Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers den Erwartungen bisher gerecht. "Der Entwicklungsprozess dauert seine Zeit", sagt Trainer Rainer Adrion, "aber vielleicht spricht schon bald jeder über Patrick Milchraum."
Herr Adrion, was überwiegt nach dem 1:1 gegen die Amateure des FC Bayern: Die Freude über den Punkt oder der Ärger, dass es nicht sogar noch zum Sieg gereicht hat?
Die klare Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte bleibt haften. Die Art und Weise, wie wir da gespielt haben, wird zu Punkten führen - egal gegen welchen Gegner. Wenn es so läuft wie vor der Pause wird es allerdings eine schwere Saison.
Warum benötigt die Mannschaft 45 Minuten, um zu kapieren, dass es nur mit bedingungslosem Einsatz und Aggressivität geht?
Das hängt natürlich auch mit dem Gegner zusammen. Wir können nicht den Anspruch haben, alles in Grund und Boden zu spielen. In der ersten Halbzeit haben die Bayern überragend aufgetrumpft. Sie waren uns individuell klar überlegen.
Durch die Umstellung auf Dreierkette kam mehr Stabilität ins Abwehrzentrum - ein Modell für die Zukunft?
Cast und Malchow waren überfordert, eine Absicherung musste her. Das ist eine Systemvariante, die man beherrschen muss. Das entscheide ich von Fall zu Fall.
Sieben Spieltage sind vorbei. Wie sieht Ihre Zwischenbilanz aus?
Eine Position im Mittelfeld, ein einstelliger Tabellenplatz war unser Ziel. Im Grunde stehen wir jetzt da, wo wir hingehören. Der sehr gute Start hat zwar Hoffnung auf mehr gemacht - aber der Entwicklungsprozess bei den vielen jungen Spielern dauert eben seine Zeit.
Das hat Bayern-Amateur-Trainer Hermann Gerland am Freitag auch betont.
Mit Recht. Nehmen wir seinen Stürmer Misimovic. Ich kenne ihn seit drei Jahren, aber jetzt fällt er erst richtig auf, jeder spricht von ihm. Vielleicht spricht bald jeder über Patrick Milchraum. Oder über Moritz Steinle, Heiko Gumper oder Bernd Eckhardt. Unsere Talente haben Potenzial.
Kölns Manager Andreas Rettig soll am Freitag wegen Milchraum da gewesen sein . . .
. . . dann hat er in der zweiten Halbzeit einen überragenden Spieler gesehen. Möglicherweise kommen da nun ein paar Anrufe. Es ist eine wichtige Saison für Patrick. Er darf sich jetzt aber nicht von Spielerberatern den Kopf verdrehen lassen.
Besteht diese Gefahr bei ihm?
Fest steht: Sowohl beim Spiel in Aalen als auch gegen Bayern vor der Pause haben seine Stellungsfehler und Nachlässigkeiten zu Gegentoren geführt.
Was erwarten Sie in den folgenden beiden Auswärtspartien in Siegen und Feucht?
Wir müssen punkten. Obinna ist wieder spielberechtigt - er wird von Beginn an spielen. Ich rechne auch wieder mit Benda. Catizone braucht dagegen noch gut vier Wochen.
Fragen von Jürgen Frey
"Stehen da, wo wir hingehören"
Stuttgart - Mit dem Platz im Mittelfeld wird Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers den Erwartungen bisher gerecht. "Der Entwicklungsprozess dauert seine Zeit", sagt Trainer Rainer Adrion, "aber vielleicht spricht schon bald jeder über Patrick Milchraum."
Herr Adrion, was überwiegt nach dem 1:1 gegen die Amateure des FC Bayern: Die Freude über den Punkt oder der Ärger, dass es nicht sogar noch zum Sieg gereicht hat?
Die klare Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte bleibt haften. Die Art und Weise, wie wir da gespielt haben, wird zu Punkten führen - egal gegen welchen Gegner. Wenn es so läuft wie vor der Pause wird es allerdings eine schwere Saison.
Warum benötigt die Mannschaft 45 Minuten, um zu kapieren, dass es nur mit bedingungslosem Einsatz und Aggressivität geht?
Das hängt natürlich auch mit dem Gegner zusammen. Wir können nicht den Anspruch haben, alles in Grund und Boden zu spielen. In der ersten Halbzeit haben die Bayern überragend aufgetrumpft. Sie waren uns individuell klar überlegen.
Durch die Umstellung auf Dreierkette kam mehr Stabilität ins Abwehrzentrum - ein Modell für die Zukunft?
Cast und Malchow waren überfordert, eine Absicherung musste her. Das ist eine Systemvariante, die man beherrschen muss. Das entscheide ich von Fall zu Fall.
Sieben Spieltage sind vorbei. Wie sieht Ihre Zwischenbilanz aus?
Eine Position im Mittelfeld, ein einstelliger Tabellenplatz war unser Ziel. Im Grunde stehen wir jetzt da, wo wir hingehören. Der sehr gute Start hat zwar Hoffnung auf mehr gemacht - aber der Entwicklungsprozess bei den vielen jungen Spielern dauert eben seine Zeit.
Das hat Bayern-Amateur-Trainer Hermann Gerland am Freitag auch betont.
Mit Recht. Nehmen wir seinen Stürmer Misimovic. Ich kenne ihn seit drei Jahren, aber jetzt fällt er erst richtig auf, jeder spricht von ihm. Vielleicht spricht bald jeder über Patrick Milchraum. Oder über Moritz Steinle, Heiko Gumper oder Bernd Eckhardt. Unsere Talente haben Potenzial.
Kölns Manager Andreas Rettig soll am Freitag wegen Milchraum da gewesen sein . . .
. . . dann hat er in der zweiten Halbzeit einen überragenden Spieler gesehen. Möglicherweise kommen da nun ein paar Anrufe. Es ist eine wichtige Saison für Patrick. Er darf sich jetzt aber nicht von Spielerberatern den Kopf verdrehen lassen.
Besteht diese Gefahr bei ihm?
Fest steht: Sowohl beim Spiel in Aalen als auch gegen Bayern vor der Pause haben seine Stellungsfehler und Nachlässigkeiten zu Gegentoren geführt.
Was erwarten Sie in den folgenden beiden Auswärtspartien in Siegen und Feucht?
Wir müssen punkten. Obinna ist wieder spielberechtigt - er wird von Beginn an spielen. Ich rechne auch wieder mit Benda. Catizone braucht dagegen noch gut vier Wochen.
Fragen von Jürgen Frey