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DFB-Bundestag - Regionalliga bald ohne Reserveteams?

Verfasst: Mittwoch 20. Oktober 2004, 23:23
von Blau&Weiß
Die Reformierung der Regionalligen wird eines der Hauptthemen beim Bundestag des Deutschen Fußballbundes sein. Am Freitag und Sonnabend wird darüber beraten, wie das von den Vereinen beklagte Problem der Amateurteams der Bundesligisten zu lösen ist. Einige Regionalligavertreter beantragen eine Beschränkung auf zwölf Erstliga-Amateurmannschaften und die Reglementierung des Einsatzes von Jungprofis unter 24 Jahren.


Ein Garant für leere Ränge: Die Amateur-Teams der Bundesligisten
Gefahr der Wettbewerbsverzerrung
Traditionsclubs wie Fortuna Düsseldorf, Darmstadt 98, FC St. Pauli oder Union Berlin kritisieren weiterhin, dass die Reserveteams für die eigenen Zuschauer nahezu reizlos sind und selbst kaum Fans mitbringen. Damit werde die Liga auch für Sponsoren und Fernsehen uninteressant. Zugleich sei die Gefahr der Wettbewerbsverzerrung groß, wenn in manchen Partien Profis wie Lars Ricken bei Borussia Dortmund oder Bastian Schweinsteiger bei Bayern München eingesetzt werden.



Werden Reserve-Mannschaften aus dem DFB-Pokal gekickt?
Fan-Demo geplant
Am Rande der Tagung in Osnabrück wird eine Demonstration der Fanvereinigung „Violet Crew“ stattfinden. Der Protestzug läuft unter dem Motto „Amateurteams raus aus Liga 3“. In den Tagungsräumen wird zeitgleich auch darüber verhandelt werden, ob sich die ungeliebten Reserveteams weiter für den DFB-Pokal qualifizieren dürfen. Einer eingleisigen Regionalliga werden hingegen nur geringste Chancen eingeräumt. „Dazu verspüren wir keine große Neigung, denn die Vereine, die diese Pläne verfolgen, wollen damit nur an die Fleischtöpfe des bezahlten Fußballs“, meint DFL-Präsident Werner Hackmann.

zuletzt aktualisiert: 20. Oktober 2004 | 15:56

Quelle: http://www.mdr.de/sport/fussball_rl/1647955.html

Verfasst: Donnerstag 21. Oktober 2004, 07:43
von McVillager
Die wichtigsten Anträge auf dem DFB-Bundestag

Der 38. DFB-Bundestag entscheidet am kommenden Wochenende über insgesamt 142 Anträge. Die wichtigsten möglichen Veränderungen im Überblick.


Die 256 Delegierten des 38. DFB-Bundestages müssen am kommenden Freitag und Samstag über insgesamt 142 Anträge abstimmen. Das höchste Gremium des Deutschen Fußball-Bundes muss als wichtigste Veränderung über die Installierung der Doppelspitze Theo Zwanziger und Gerhard Mayer-Vorfelder entscheiden. Dafür genügt die einfache Mehrheit der Stimmen. Bei Satzungsänderungen ist eine Zweidrittelmehrheit erforderlich.

Die wichtigsten möglichen Veränderungen:

Installierung einer Doppelspitze bestehend aus dem bislang allein amtierenden DFB-Präsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder und dem Geschäftsführenden Präsidenten Theo Zwanziger; die Doppelspitze soll längstens bis zum 30. September 2006 im Amt bleiben.

– Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will die Zuständigkeit für die Nationalmannschaft allein dem DFB-Chef und dem Liga-Präsidenten übertragen. Nach Darstellung des DFB könnte diese Regelung frühestens 2006 in Kraft treten, solange sei ein Quartett von DFB-Präsident, Geschäftsführendem DFB-Präsident, Liga-Präsident und DFB-Generalsekretär für die A-Auswahl verantwortlich.

– Reduzierung der Anzahl der Nicht-EU-Ausländer ab dem Spieljahr 2006/2007 auf vier (Bundesliga) bzw. drei (2. Liga). Derzeit dürfen in den Profiligen fünf Nicht-EU-Ausländer eingesetzt werden.

– Die Wahl, Neuwahl oder Bestätigung für ein Amt im Präsidium, im Vorstand, in den Rechtsorganen, in der Revisionsstelle oder in den Ausschüssen ist mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2006 nur bis zur Vollendung des 70. Lebensjahres möglich.

– In der Regionalliga Nord und Süd dürfen insgesamt nicht mehr als zwölf Mannschaften der Lizenzligen ab der Saison 2006/2007 teilnehmen. Die Regionalligen sollen jeweils 18 Mannschaften umfassen.

– Im DFB-Vereinspokal ist jeder Verein nur noch mit einer Mannschaft teilnahmeberechtigt. Die 2. Mannschaften eines Bundes- oder Zweitligisten sollen nicht mehr teilnahmeberchtigt sein, auch wenn die sportliche Qualifikation geschafft wurde.

– Der DFB-Spielausschuss möchte, dass in den 2. Mannschaften von Lizenzvereinen nur noch fünf oder sechs Profis eingesetzt werden, von denen zwei älter als 24 Jahre sein dürfen. Der DFB-Regionalliga-Ausschuss will, dass unabhängig von ihrem Status generell nur noch drei Akteure über 24 Jahren in den Amateurteams der Profiklubs mitwirken dürfen. Unter 24 Jahren können Profis uneingeschränkt eingesetzt werden. (nz)

quelle: Netzzeitung.de

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Besonders die maximale Anzahl von 2. Mannschaften in der Regionalliga ist doch ein Witz. Entweder oder, aber nicht so einen Schwachsinn.

Und das Zitat "Dazu verspüren wir keine große Neigung, denn die Vereine, die diese Pläne verfolgen, wollen damit nur an die Fleischtöpfe des bezahlten Fußballs“, meint DFL-Präsident Werner Hackmann. " ist ja echt der Hammer :twisted:

Verfasst: Donnerstag 21. Oktober 2004, 09:09
von Soulfly
Ich hab die Hoffnung aufgegeben, dass sich irgendetwas
ändern (oder besser werden) wird.
Es werden doch sowieso nur noch die Interessen einiger weniger
Clubs vertreten.
Um den Fußball-Sport geht es doch schon lang nicht mehr;
sondern um die Besitzstandswahrung einer handvoll Vereine.

Ich wiederhole mich jetzt zwar, aber ich denke man kann der
Sache nur beikommen, wenn man Fußball im TV boykottiert.
Ich für meinen Teil jedenfalls schaue kein Fußball mehr im TV.

Verfasst: Donnerstag 21. Oktober 2004, 10:42
von Martin
Soulfly hat geschrieben:
Ich wiederhole mich jetzt zwar, aber ich denke man kann der
Sache nur beikommen, wenn man Fußball im TV boykottiert.
Ich für meinen Teil jedenfalls schaue kein Fußball mehr im TV.
dann viel spass bei deinem boykott. wirst aber glaube ich damit allein auf weiter flur stehen :D

Verfasst: Donnerstag 21. Oktober 2004, 10:59
von Soulfly
MartinBB95 hat geschrieben:
Soulfly hat geschrieben:
Ich wiederhole mich jetzt zwar, aber ich denke man kann der
Sache nur beikommen, wenn man Fußball im TV boykottiert.
Ich für meinen Teil jedenfalls schaue kein Fußball mehr im TV.
dann viel spass bei deinem boykott. wirst aber glaube ich damit allein auf weiter flur stehen :D
Vielen Dank!
Aber so alleine bin ich gar nicht.
Meine bessere Hälfte boykottiert auch kräftig mit.
Dann sind wir ja schon zu zweit. :lol:

Verfasst: Donnerstag 21. Oktober 2004, 11:29
von Martin
gut, dass mal jemand etwas mit humor nimmt und sich nicht gleich ans bein gepinkelt fühlt :D

ne von der sache her hast du auf jeden fall recht. aber des einzige was da langfristig tun kann, ist wohl aufzusteigen, was anderes geht da wohl nicht.

aber am meisten kotzen mich grad eh die dortmunder an. verschuldet bis zum geht nicht mehr, jetzt mal wieder nen kredit aufgenommen, des sie eh nie zurückzahlen können und der dfb kuckt brav zu. und unsereins muss jedes jahr wegen ein paar euros um die lizenz zittern. bei den ganzen ostvereinen, hatte man ja auch keinen skrupel sie paar ligen zwangszuversetzen.

Verfasst: Donnerstag 21. Oktober 2004, 12:39
von Raul
Aufstand gegen Bundesliga-Amateure

Von Andreas Lampert

Am DFB-Bundestag steht nicht nur die Wahl der Präsidiums-Doppelspitze zur Debatte. Auch über die Zukunft der Regionalliga muss beraten werden. Die Drittligaclubs klagen zunehmend über die Zweitteams der Bundesligisten, die die Liga sportlich verzerren, die besten Junioren unter Vertrag nehmen und kaum Zuschauer bewegen.

Hamburg - Wenn sich am 22. Oktober um 17 Uhr die 256 Delegierten zum DFB-Bundestag in der Osnabrücker Stadthalle versammeln, werden die Funktionäre in den grauen Anzügen sich kurzzeitig wie im Stadion fühlen. Die Fangruppe "Violet Crew", die gewöhnlich den Regionalligisten VfL Osnabrück anfeuert, will zusammen mit anderen Fußballfans an jenem Freitag den Ordnungshütern der DFB-Statuten ordentlich einheizen. Grund der Fan-Demonstration ist die überfällige Regionalliga-Reform, die auf dem Bundestag zur Sprache kommen soll.

Den Anhängern der Drittligisten, deren Protest unter dem Motto "Amateurteams raus aus Liga 3" steht, ist die zunehmende Etablierung der Bundesliga-Zweitteams in der Regionalliga zuwider. Gegen die mit den besten Nachwuchsspielern gespickten Zweitkader von Bundesliga-Größen wie Bayern München, Hamburger SV oder Borussia Dortmund haben in die Regionalliga abgerutschte Traditionsclubs wie Eintracht Braunschweig, Kickers Offenbach, Fortuna Düsseldorf oder der VfL Osnabrück immer weniger Chancen und gehören zudem zu den wirtschaftlich Leidtragenden.

Sieben nicht aufstiegberechtigte Clubs im Norden

Nicht nur, dass die Zweitteams der Bundesligisten kaum Zuschauer zu den Auswärtspartien mitbringen, auch an Fernsehgeldern geht den Regionalligisten einiges verloren. "Ein Unding" nennt Osnabrücks Manager Lothar Gans diesen Umstand, "in der Regionalliga Nord landen allein 2,3 Millionen Euro an Fernsehgeldern nicht in den Kassen der Traditionsclubs, sondern gehen direkt auf die Konten der großen Vereine." Die Bundesligisten kassieren also doppelt, wie Braunschweigs Manager Wolfgang Loos bemerkt: "Die Frage muss erlaubt sein, ob die Zahlung der Fernsehgelder an den jeweiligen Bundesligaverein nicht ausreichend ist." Zumal auch die Regionalliga zuletzt sportlich einige Fragezeichen hinterlässt: Allein im Norden spielen sieben Amateurteam von Erst- und Zweitligisten, im Süden sind es vier Mannschaften. Theoretisch könnte im Norden also dem Achten und Neunten der Aufstieg in die Zweite Liga gelingen - Voraussetzungen, die inzwischen auch beim DFB diskutiert werden.

"Es ist in meinen Augen nicht tragbar, dass man in einer Staffel von 19 Clubs sieben nicht aufstiegsberechtigte Vereine hat", sagt auch Hans-Georg Moldenhauer, Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbands und seit 1995 als DFB-Vizepräsident für die Zukunftsentwicklung des Fußballs verantwortlich. Der ehemalige Torhüter des 1. FC Magdeburg soll den Regionalliga-Ausschuss führen, der nach dem DFB-Bundestag ein Reformpapier vorlegen soll. In den letzten Wochen war Moldenhauer ständig mit dem Auto unterwegs, um mit den einzelnen Clubs zu sprechen und ihre Probleme zu verstehen. "Viele melden sich natürlich jetzt mit mehr oder weniger guten Vorschlägen", berichtet der 62-Jährige, "Problem dabei ist natürlich, dass jeder den Vorschlag aus seiner Sicht macht."

Für Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge beispielsweise ist die Diskussion um die Amateurteams in der Regionalliga eine völlig absurde, denn für ihn zählen allein die sportlichen Argumente. "In Spanien dürfen die zweiten Mannschaften ja auch bis in die Zweite Liga aufsteigen", so Rummenigge, der deshalb die angekündigte Fandemonstration und das Veto der Managerkollegen nicht nachvollziehen kann. Vielmehr solle man sich Gedanken machen, ob nicht eine Mannschaft wie der FC Bayern II in der Zweiten Liga spielen könnte. "Die wären als amtierender Regionalliga-Meister sportlich spielberechtigt", unterstreicht Rummenigge, der eine entsprechende Eingabe bei der DFL bereits gemacht hat, doch selbst unter den Proficlubs diesbezüglich keine Gleichgesinnten findet.

Von der EM in die Regionalliga


Weil die Zweitteams der Bundesligisten oftmals Spieler aus dem Erstligakader einsetzen, beklagen die Regionalligisten eine zunehmende Schieflage. "Solange die Amateurteams der Bundesliga Profis einsetzen dürfen, hat die Regionalliga mit normalem Wettbewerb nichts zu tun", schimpft Osnabrücks Trainer Claus-Dieter "Pele" Wollitz. Als der VfL neulich gegen Dortmunds Amateure spielte und 1:2 verlor, standen beim Gegner WM-Teilnehmer Lars Ricken und der 51-fache norwegische Nationalspieler Andre Bergdölmo (51 Länderspiele) auf dem Feld. Herthas Amateure haben in dieser Saison auch schon neun Profis in ihrem Nachwuchsteam eingesetzt, Wolfsburgs Zweite holte sich mit Spielern wie Tomislav Maric, Maik Franz und Roy Präger ebenfalls Verstärkung aus dem Bundesligakader und bei den Bayern-Amateuren spielte zu Anfang der Saison sogar Bastian Schweinsteiger, der ein paar Wochen zuvor noch bei der Euro in Portugal geglänzt hatte.

"Wenn diese Teams nach Lust und Laune Profis einsetzen", beklagt sich Düsseldorfs Manager Thomas Berthold im "Kicker", "können sie einem in die Suppe spucken und über Auf- und Abstieg entscheiden." Doch auch das vom DFB mit insgesamt 24 Millionen Euro geförderte Talent- und Ausbildungsprogramm macht den Regionalligisten zu schaffen. Weil jedes Team inzwischen sechs Spieler unter 24 Jahren und zwei Spieler unter 21 Jahren in seinem Kader haben muss, bleiben für Clubs wie Osnabrück, Braunschweig und Offenbach nur Nachwuchsspieler der dritten Klasse, weil laut Gans die Bundesligisten durch ihre finanziellen Mittel "die absoluten Topleute im Nachwuchsbereich" verpflichten können.

"Die sind unheimlich durchgestylt"

So werden die Forderungen nach einer dritten Profiliga unter der Obhut der DFL oder einer Reserveliga, etwa nach englischem Vorbild, als Lösung des augenblicklichen Problems vorgeschlagen. Moldenhauer würde auch eine deutsche Nachwuchsrunde für gut heißen, wie es sie bereits in den achtziger Jahren einmal gegeben hat und die als Fortsetzung der A-Junioren-Bundesliga dienen könnte. "So eine knallharte deutsche Nachwuchsmeisterschaft würde Sinn machen und auch unseren DFB-Auswahlteams wie U18, U20 oder U21 helfen", so der DFB-Vize.

Doch mit seinem Vorschlag steht Moldenhauer im Widerspruch zu den meisten Trainern der Bundesliga-Amateurteams, die ihre jungen Spieler gerne unter ernsthaften Wettkampfbedingungen spielen sehen würden. "Ich bin gegen eine eigene Liga für Bundesliga-Amateure", sagt beispielsweise Wolfburgs Amateurcoach Uwe Erkenbrecher, "die Jungs spielen schon bei den A-, B- und C-Junioren nur untereinander, und viele sind daher unheimlich durchgestylt. Für sie ist es gut, wenn sie auch gegen Lübeck oder Paderborn antreten müssen oder vor 15.000 Zuschauern in Braunschweig."

Vielversprechende Resonanz

Die Organisatoren der Osnabrücker Fandemo haben sich bislang über mangelnde Resonanz zum geplanten Protest nicht beklagen können. Für den Fußmarsch durch die Innenstadt haben sich bereits Fangruppen aus Braunschweig, Düsseldorf, St. Pauli, Oldenburg und Münster angekündigt. "Die Trostlosigkeit bei den Spielen gegen die Amateurteams ist wirklich unerträglich", erklärt Violet-Crew-Mitglied Daniel Dincher, "die Auswärtsspiele finden auf irgendwelchen Sportplätzen neben den Stadien statt und wenn die HSV-Amateure an der Bremer Brücke antreten, haben die vielleicht 10 bis 15 Fans dabei. Das hat mit Fußballkultur wahrlich nichts zu tun." Das riesige Transparent mit der Aufschrift "Amateurteams raus aus Liga 3", das die VfL-Fans bei jeder Partie hissen, wird auch bei der Fandemo dabei sein.

Auch die Gerüchteküche brodelt vor dem DFB-Bundestag. So lief über N3-Videotext die Nachricht, dass der DFB eine Spielverlegung der für Samstagnachmittag angesetzten Partie zwischen Eintracht Braunschweig und dem VfL Osnabrück auf Freitagabend beantragt haben soll, um so die Demonstration zu unterwandern. Der NDR soll der Spielverlegung nicht zugestimmt haben. Begründung: zu kurzfristig, der Fernsehsender hat für diesen Tag seine Kamerateams schon zur Osnabrücker Stadthalle geschickt.


Quelle: http://www.spiegel.de/sport/fussball/0, ... 54,00.html

Verfasst: Donnerstag 21. Oktober 2004, 21:04
von Steffen FFC
Ich habs doch schon gestern gesagt: Fußballmafia DFB! :twisted:

Verfasst: Freitag 22. Oktober 2004, 08:14
von svk4ever
Soulfly hat geschrieben:Vielen Dank!
Aber so alleine bin ich gar nicht.
Meine bessere Hälfte boykottiert auch kräftig mit.
Dann sind wir ja schon zu zweit. :lol:
Drei! Die zeigen eh nur uninteressante Mannschaften. Angefangen bei den Seppls, über die Lampen zur Nationalmannschaft. :lol: (Die Dreifaltigkeit der Unsympathen).

Verfasst: Freitag 22. Oktober 2004, 08:44
von McVillager
Wer soll in die Regionalliga?

Karl-Heinz Rummenigge vs Daniel Dincher

Von Frank Hellmann

Die Gegensätze könnten größer kaum sein: Amateure und Profis streiten sich: Sollen die Amateurmannschaften der Bundesligisten in der Regionalliga spielen? Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandsvorsitzender FC Bayern München) und Daniel Dincher (Fansprecher VfL Osnabrück) nehmen Stellung.



Daniel Dincher, Fansprecher des VfL Osnabrück


Karl-Heinz Rummenigge: " Der DFB muss sich überlegen, was er will. Will er eine effiziente Nachwuchsarbeit oder will er seine Regionalliga-Traditionsvereine schützen. Wir vom FC Bayern sind sehr zufrieden mit dem Wettbewerb und ich warne dringend davor, etwas zu verändern."

Daniel Dincher: "Die Amateurteams der Bundesligisten werden immer mehr, setzen immer mehr Profis ein. Einmal lässt Dortmund Lars Ricken mitspielen, dann wieder nicht. Das ist Wettbewerbsverzerrung. Und es macht auch so keinen Spaß mehr. Zum Auswärtsspiel in Bremen waren wir auf einem einfachen Sportplatz. Da waren 900 Zuschauer, sonst stehen da noch viel weniger, aber diesmal kam die Hälfte aus Osnabrück. Da ist selbst ein Sieg kein Vergnügen. Als Anhänger erwarte ich mehr, als ein schönes Fußballspiel - eine gute Atmosphäre gehört dazu. Die aber gibt es bei diesen Amateurteams nicht. Das ist für uns Fans absolut unattraktiv."

Alle Amateurteams in der Regionalliga?


Karl-Heinz Rummenigge: "Ziel muss eigentlich sein, dass eines Tages alle 18 Nachwuchsmannschaften in der Regionalliga spielen. Das wäre schön."

Daniel Dincher: "Rummenigges Vorschlag ist eine absolute Frechheit. Der ist abgehoben. Da sieht man, wie weit der von der Basis weg ist. Er versteht nicht, dass bei Bayerns Amateuren Fußball ohne Fankultur stattfindet. Beides gehört für mich unbedingt zusammen, aber wenn das so weitergeht, findet dies nur noch in der ersten und zweiten Liga statt und dahinter gibt es eine große Kluft."


Eigene Nachwuchsrunde der Bundesligamateure?

Karl-Heinz Rummenigge: "Ich bin dagegen, so etwas zu organisieren. Wir dürfen die Talentschmieden nicht aus der dritten Liga entfernen. Und eine eigene Deutsche Nachwuchsmeisterschaft hat keine Chance auf Vermarktung: Da spielen 18-, 19-Jährige, die keiner kennt. Bekannte Gesichter wie Scholl oder Deisler sind ja nur die Ausnahme."

Daniel Dincher: "Das ist der einzige Weg. Der Fanklubverband wird am Freitag (22.10.04) bei der Demonstration vor der Stadthalle aktiv: Über das Internet haben Fans aus Braunschweig, Lübeck, Düsseldorf und von St. Pauli zugesagt. Ich rechne mit mindestens 500 Teilnehmern; wir werden mit Trommeln und Trillerpfeifen kommen und einiges anderes auf die Beine stellen. Die Manager der Traditionsvereine planen ja auch längst, eine "G 8" oder "G12" zu gründen."

ARD Sport [/b]

Verfasst: Freitag 22. Oktober 2004, 10:02
von Soulfly
Da fällt mir jetzt echt nichts mehr ein.
Ich muss mich erst mal setzen.

Verfasst: Freitag 22. Oktober 2004, 10:22
von Die Macht im Schwabenland
Soulfly hat geschrieben:Da fällt mir jetzt echt nichts mehr ein.
Ich muss mich erst mal setzen.
stehst du immer vor dem Pc?? :lol:

aber im ernst so langsam übertreibt es der rummenigge, der soll einfach mal die fre**e halten... :evil:

Verfasst: Freitag 22. Oktober 2004, 10:26
von Felix B.
McVillager hat geschrieben:
Karl-Heinz Rummenigge: "Ziel muss eigentlich sein, dass eines Tages alle 18 Nachwuchsmannschaften in der Regionalliga spielen. Das wäre schön."
Aber eine Nachwuchsrunde ablehnen! So ein Kasper.

Verfasst: Freitag 22. Oktober 2004, 11:14
von Die Macht im Schwabenland
Felix B. hat geschrieben:
McVillager hat geschrieben:
Karl-Heinz Rummenigge: "Ziel muss eigentlich sein, dass eines Tages alle 18 Nachwuchsmannschaften in der Regionalliga spielen. Das wäre schön."
Aber eine Nachwuchsrunde ablehnen! So ein Kasper.

:D :D :D , stimmt ist mir auch gerade erst aufgefallen, ist der so dumm oder tut der nur so??? :roll:

Verfasst: Freitag 22. Oktober 2004, 11:44
von svk4ever
Die Macht im Schwabenland hat geschrieben: :D :D :D , stimmt ist mir auch gerade erst aufgefallen, ist der so dumm oder tut der nur so??? :roll:
Was erwartet ihr von einem Seppl?

Verfasst: Freitag 22. Oktober 2004, 12:11
von Soulfly
svk4ever hat geschrieben:
Was erwartet ihr von einem Seppl?
"Mir san no so richtige Bayern,
mir stingarn nach Kuhstall und Schnaps!"
(Hans Söllner)

@MartinBB95
Mit svk4ever steigt die Anzahl der Boykott-Willigen um satte
50%. Das wird noch was richtig großes.
"Go, Tell It To The Mountains"....raus in die Städte...raus aufs weite Land!!!
:lol:

Verfasst: Freitag 22. Oktober 2004, 12:14
von McVillager
Zähl mich auch dazu! Fußball im TV interessiert mich nicht. Kommt eh nur Scheißgekicke von Bayern und VfB. Verzicht fällt im übrigen gar nicht schwer.

Verfasst: Freitag 22. Oktober 2004, 13:08
von McVillager
INTERVIEW

"Fußball ohne Fankultur"

Den Fans sind elf Amateurteams der Bundesligisten in den Regionalligen Nord und Süd ein Gräuel. Am Rande des DFB-Bundestags in Osnabrück wird es deshalb eine Demonstration geben. Der Fan-Club Violet Crew Osnabrück hat die Kundgebung organisiert, um die Teams aus der dritten Liga zu verbannen.



Frankfurter Rundschau: Was wollen Sie mit der Demonstration am Freitag bezwecken?

Daniel Dincher (Demo-Organisator und Fansprecher): Auf ein Problem verweisen, das Vereine wie den VfL Osnabrück nicht erst seit gestern stört. Aber die Amateurteams der Bundesligisten werden immer mehr, setzen immer mehr Profis ein. Einmal lässt Dortmund Lars Ricken mitspielen, dann wieder nicht. Das ist Wettbewerbsverzerrung. Und es macht auch so keinen Spaß mehr.
Keinen Spaß?

Das Auswärtsspiel in Bremen fand auf Platz 11 statt, das ist ein einfacher Sportplatz. Da waren 900 Zuschauer, sonst stehen da noch viel weniger, aber diesmal kam die Hälfte aus Osnabrück. Da ist selbst ein Sieg kein Vergnügen. Als Anhänger erwarte ich mehr als ein schönes Fußballspiel - eine gute Atmosphäre gehört dazu. Die aber gibt es bei diesen Amateurteams nicht. Das ist für uns Fans absolut unattraktiv.

Schaden diese Teams dem Fußball?

Ja, weil sie einen Teil der Verantwortung dafür tragen, dass Traditionsclubs kaputt gehen oder nicht mehr hoch kommen. Im Norden sind Meppen, Oldenburg oder Kickers Emden in die Oberliga abgesackt - die gehören eigentlich alle in die dritte Liga.

Karl-Heinz Rummenigge hat aber im Gegenzug vorgeschlagen, den Bayern-Amateuren das Aufstiegsrecht in die zweite Liga einzuräumen?

Eine absolute Frechheit. Der ist abgehoben. Da sieht man, wie weit der von der Basis weg ist.

Warum?

Weil er nicht versteht, dass bei Bayerns Amateuren Fußball ohne Fankultur stattfindet. Beides gehört zusammen, aber wenn das so weitergeht, findet dies nur noch in der ersten und zweiten Liga statt und dahinter gibt es eine große Kluft.

Wer macht bei der Demo am Freitag alles mit?

Der Fanclubverband ist aktiv: Über das Internet haben Fans aus Braunschweig, Lübeck, Düsseldorf und von St. Pauli zugesagt. Die kommen mit eigenem Bus.

Und wie viele marschieren dann vor der Stadthalle in Osnabrück auf?

Ich rechne mit mindestens 500 Fans, wir werden mit Trommeln und Trillerpfeifen kommen und einiges anderes auf die Beine stellen. Die Manager der Traditionsvereine planen ja auch längst, eine "G 12" zu gründen. Eigentlich würden sie jetzt schon gerne unsere Demo unterstützen, aber die haben alle Angst vor dem DFB.

Interview: Frank Hellmann

http://www.fr-aktuell.de/ressorts/sport ... cnt=531468

Verfasst: Freitag 22. Oktober 2004, 14:15
von magge
der liebe Karl.heinz hat wohl zu viele Kopfbälle gemacht.

Verfasst: Freitag 22. Oktober 2004, 15:33
von allweisa
Tacheles hat geschrieben:Bei dem Herrn Rummenigge bekomme ich echt Agressionen :evil:

Ich bekomme von allen aus München Agressionen, egal ob Rummenigge, Beckenbauer oder Höneß sich zu WOrt meldet ;-)

Verfasst: Sonntag 24. Oktober 2004, 19:54
von Überlinger
Was ist jetzt eigendlich bei diesem Bundestag rausgekommen?
Alles bleibt wies ist, weil Bayern es so will oder was?

Na dann Bild

Verfasst: Freitag 29. Oktober 2004, 19:16
von Buddy
Der DFB Vize Nelle hat in einem Interview der Braunschweiger Zeitung etwas über Rummmenigge gesagt.
"Der schwätzt viel, wenn der Tag lang ist - und meist nichts Gutes"


Quelle: BILD


Der Satz passt genau.

Verfasst: Donnerstag 4. November 2004, 00:49
von Blau&Weiß
DFB stellt Weichen für Reformen

Der Deutsche Fußball-Bund hat eine neue Kommission gegründet, die sich, gegliedert in zwei Unterausschüsse, mit Strukturreformen beschäftigt. Der eine Ausschuss kümmert sich um den Amateurfußball und die umstrittene Teilnahme der Amateurteams von Profiklubs in der Regionalliga. Der zweite Ausschuss überprüft die Struktur zwischen Landes- und Regionalverbänden.

Quelle: Stuttgarter Zeitung vom 03. November 2004

Verfasst: Samstag 6. November 2004, 10:47
von magge
mal wieder was aus der Rubrik:

Kalles Weisheiten.

Wahrscheinlich ist Klinsmann auch am verlorenen WM-Finale schuld:


KAHN-PATZER

Rummenigge gibt Klinsmann die Schuld

Nach dem Fehler von Oliver Kahn in der Champions-League-Partie gegen Juventus Turin hat Bayern Münchens Vorstandchef Karl-Heinz Rummenigge Bundestrainer Jürgen Klinsmann scharf attackiert. Durch die von ihm entfachte Torhüter-Diskussion habe der Bayern-Keeper jegliches Selbstvertrauen verloren.



DPA
Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge: Eiertanz auf dem Rücken der Münchner
München - "Die Ursache für Ollis Fehler liegt in der Nationalmannschaft", sagte Rummenigge der Münchner Tageszeitung "tz", "ich verlange von Jürgen Klinsmann, dass er sein selbst geschaffenes Vakuum wieder füllt. Der Bundestrainer hat die Diskussion um die Nummer eins in der Nationalmannschaft entfacht, und er muss sie schleunigst wieder beenden. So kann es nicht weitergehen."

Laut Rummenigge sei Klinsmann direkt für Kahns Fehler verantwortlich: "Wie soll denn ein Torwart locker sein und Selbstvertrauen haben, wenn er seziert und dauerobserviert wird? Bevor Klinsmann Bundestrainer war, hat es ja auch funktioniert. Es kann nicht sein, dass dieser Eiertanz über 18 Monate geht und auf dem Rücken des FC Bayern ausgetragen wird." Kahn hatte mit einem kapitalen Fehler die 0:1-Niederlage der Bayern am Mittwoch in der Champions League gegen Juventus Turin verschuldet.

Bundestrainer Klinsmann stärkte Kahn in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung den Rücken. "Ich finde es fatal, wenn man nun jeden kleinen Fehler unserer Torhüter diskutiert. Dann müsste man auch jede gute Aktion der Keeper erwähnen. Jede Parade, jede abgefangene Flanke. Man zählt auch keinem Feldspieler ständig seine Fehlpässe oder Fehlschüsse vor", so Klinsmann. Nicht nur Kahn, auch Jens Lehmann (Arsenal London) gesteht Klinsmann schwächere Leistungen zu: "Ob Oliver oder Jens, beide können Fehler machen genauso wie die Feldspieler. Kein Problem für uns."

Verfasst: Samstag 6. November 2004, 11:00
von Felix B.
Wer den noch ernst nimmt, dem ist nicht mehr zu helfen.

Verfasst: Samstag 6. November 2004, 11:19
von Jürgen K.
Gilt das mit den Eiern auch für Torhüter......

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