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Spielberichte: Cannstatt (A.) - Stuttgart

Verfasst: Samstag 23. Oktober 2004, 19:52
von Überlinger
2:3-Niederlage im Derby - Defensive zwei mal ungeschickt und Offensive vergibt zu viele Chancen

2.700 Zuschauer im Robert-Schlienz-Stadion sahen ein interessantes und spannendes Regionalligaderby mit dem besseren Ende für die Amateure des VfB Stuttgart. Mit einigen Unkonzentriertheiten in der Abwehr und einer mangelnden Chancenverwertung verlor das Team von Trainer Robin Dutt mit 2:3 (0:0). Für die Kickers trafen Mustafa Akcay (63.) und Suad Rahmanovic (83. jeweils nur zum Anschlußtreffer.
Trainer Robin Dutt: "Ich darf dem VfB gratulieren, sie waren heute ein verdienter Sieger, die Verantwortung an der Niederlage müssen wir uns heute ganz alleine zuschreiben."
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VfB Bad Cannstatt (A.):
Benaglio - Schuon (46. Boumelaha), Schaschko, Butscher, Kocholl - Weis, Gentner, Berger (60. C. Krause), Caligiuri - Luz (78. G. Müller), Guscinas - Trainer: Adrion

SV Stuttgarter Kickers:
Tino Köstel - Moritz Steinle, Oliver Barth, Alexander Malchow, Jens Härter (74. Giuseppe Catizone) - Moritz Stierle (54. Mario Klotz), Mustafa Parmak, Mustafa Akcay, Niko Chatzis - Mirnes Mesic, Suad Rahmanovic - Trainer: Robin Dutt

Zuschauer: 2700

Schiedsrichter:
Michael Kempter (Sauldorf)

Gelbe Karten:
Berger, Luz - Malchow, Barth, Akcay, Parmak

Rote Karten: Gelb-Rot: Weis (74., Unsportlichkeit)

Tore:
1:0 Guscinas (47., Foulelfmeter)
2:0 Gentner (49.)
2:1 Akcay (63.)
3:1 Caligiuri (64., Foulelfmeter)
3:2 Rahmanovic (83.)


Quelle: stuttgarter-kickers.de

Verfasst: Samstag 23. Oktober 2004, 19:56
von Überlinger
Das Derby fand in Halbzeit zwei statt

Ein wenig enttäuscht zeigte man sich beim VfB, was den Zuschauerzuspruch zu diesem Derby betraf. Nur 2.700 Fans kamen ins Robert-Schlienz-Stadion, waren es beim letzten Spiel der Roten gegen die Blauen eine Kulisse von etwa 5.000 Zuschauer.
In der ersten Halbzeit neutralisierten sich beide Mannschaften gegenseitig, denn keiner kann sich in der Anfangsphase Vorteile erarbeiten. Chancen in Führung zu gehen hatten beide Teams, so scheitert in der 11. Spielminute Mirnes Mesic am eigenen Mann, als er abzieht und der Schuß von Jens Härter abgeblockt wird. Im Gegenzug trifft Dimitrijus Guscinas den Innenpfosten und von da den Kopf von Gästekeeper Tino Köstel. Dann muss Diego Benaglio vor dem anstürmenden Suad Rahmanovic klären und fünf Minuten später prüft wierum Mirnes Mesic VfB-Keeper Diego Benaglio, der mit einer Superparade einen Rückstand seiner Mannschaft verhindert. so ging es torlos zum Pausentee.
Nach Wiederanpfiff durch Referee Michael Kempter, der auch in der zweiten, turbulenten Halbzeit den Überblick behielt und Ruhe bewahrte, waren gerade 60 Sekunden gespielt, als Nikolaos Chatzis Christian Gentner von den Beinen holte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Dimitrijus Guscinas bombensicher zum 1:0. Alexander Malchow trifft eine Minute später das Aluminium und im Gegenzug markiert Christian Gentner, nach schöner Vorarbeit von Dimitrijus Guscinas das 2:0. Die Kickers stecken den Kopf nicht in den Sand, sie geben Gas und setzen die Hausherren gehörig unter Druck. Mirnes Mesic scheitert an Diego Benaglio, hat dann in der 58. Spielminute eine Riesenchance, den Ball semmelt er hoch über die Querlatte. Eine Minute später erkennt der Schiedsrichter den Anschlußtreffer von Mustafa Parmak nicht an, da sein Assistent die Fahne oben hatte. Doch drei Minuten weiter ist es Mustafa Akcay dem das 2:1 per Kopfball gelingt. Jetzt schwimmen die Hausherren gewaltig, stehen viel zu tief und machen Fehler in der Defensive. Ein VfB-Konter über Tobias Weis klärt die prekäre Situation, als Oliver Barth zu spät kommt und mit beiden Beinen voraus Tobias Weis trifft. Wieder Strafstoß, den dieses Mal Marco Caligiuri sicher zum 3:1 verwandelt. Fünf Minuten später sieht Tobias Weis nach einer Rempelei die Ampelkarte und tut damit seiner Mannschaft keinen Gefallen, das hätte auch nach hinten losgehen können, so VfB-Coach Rainer Adrion. Die Blauen geben weiter Gas und stecken nicht auf. Mit guter Moral wirft man alles nach vorne und vergibt dabei zunächst die besten Chancen. Nach einem Freistoß von der halbrechten Seite durch Mustafa Parmak, kann Suad Rahmanovic per Kopf auf 3:2 verkürzen. Weitere Möglichkeiten wurden teilweise kläglich vergeben oder endeten in den Armen vom guten VfB-Keeper Diego Benaglio. Mit diesem Sieg ziehen die Amateure des Bundesligisten in der Tabelle an den Kickers vorbei, nur aus dem Sog zu den Abstiegsrängen ist keiner der beiden Teams.

Kickers-Coach Robin Dutt: es ist ein verdienter Sieg für den VfB und ich bin es langsam leid, die von uns vergebenen Großchancen zu kommentieren. Wir haben uns zu ungünstiger Zeit Tore eingefangen und beide Strafstöße gegen uns waren klare Elfmeter.

VfB-Coach Rainer Adrion: wir haben Glück gehabt und wurden in unserem Vorhaben die zweiten 45 Minuten aggressiver zur Sache zu gehen belohnt. Die Defensive konnten wir nicht kontrollieren und es hätte auch ein Remis oder noch schlechter für uns werden können. In diesem Derby war alles drin, was die Zuschauer sehen wollen. Für Kampf und Teamgeist möchte ich meiner Mannschaft ein Lob aussprechen.


Quelle: irsport.de

Verfasst: Samstag 23. Oktober 2004, 20:01
von Überlinger
Verdienter Derby-Sieg

Vor 2.700 Zuschauer gewannen die VfB-Amateure am 12. Spieltag der Regionalliga Süd das Stuttgarter Stadtderby verdient mit 3:2. In den ersten zehn, zwölf Minuten tat sich vor beiden Toren nicht viel. Eine Ecke der Gäste von Mustafa Parmak brachte die erste gefährliche Situation ein, als Mirnes Mesic nach einer unglücklichen Kopfballverlängerung eines VfB-Verteidigers zum Schuss kam, dabei den Ball aber nicht richtig traf und somit ein mögliches Tor verpasste. Der VfB antwortete mit einem schnellen Konter und einem 20-Meter-Schuss von Dmitrijus Guscinas, der am Pfosten des Kickers-Tores endete. Christian Gentner prüfte wenig später nach einem Doppelpass mit einem Schlenzer aus halblinker Position Kickers-Keeper Tino Köstel, der mit den Fäusten parieren konnte. An den Abpraller kam der nachrückende Felix Luz dann nicht mehr heran. Der VfB-Angreifer setzte sich dafür 120 Sekunden später am rechten Flügel durch und flankte zur Mitte, wo Dmitrijus Guscinas von seinem Gegenspieler umgerissen wurde, doch Schiedsrichter Michael Kempter ließ zum Unmut der VfB-Fans weiterlaufen und gab keinen Strafstoß. Praktisch im Gegenzug bot sich den Gästen eine brauchbare Chance, als ein Steilpass auf der linken Seite Mustafa Parmark erreichte, der den Ball zurück auf Namensvetter Mustafa Akcay passte, doch dessen Schuss von der Strafraumgrenze wurde letztlich geblockt.

Starker Benaglio immer auf dem Posten
Mitte des ersten Durchgangs konnte die Adrion-Elf dann fast jubeln, aber Dmitrijus Guscinas köpfte eine Weis-Flanke nur ans Außennetz und eben nicht ins Tor. Und wenig später verzog der Litauer im VfB-Trikot aus der Distanz, womit eine weitere Gelegenheit ungenutzt blieb. VfB-Keeper Diego Benaglio musste nach knapp 25 Minuten eingreifen, als Mirnes Mesic mit einem Steilpass seinen Sturmpartner Suad Rahmanovic fand, doch der kam gegen den Schweizer Torsteher um einen Schritt zu spät, um vollenden zu können. Die Kickers waren immer dann gefährlich, wenn sich Mustafa Parmak auf links einschaltete. Er fand nur eine Minute nach der vergebenen Chance von Rahmanovic mit einem Pass seinen Kollegen Mustafa Akcay, der mit einem satten Schuss an VfB-Torwart Diego Benaglio scheiterte. Auch Mirnes Mesic hätte die Gäste in deren besten Phase in Führung bringen können, als er sich von der rechten Seite in den Strafraum spielte, mit einem Schuss aus spitzem Winkel aber erneut in Diego Benaglio seinen Meister fand. Zwei unnötige Ballverluste der VfB-Mannschaft im Mittelfeld brachten den Kickers weitere Möglichkeiten ein. Nach einem Steilpass verzog aber Mustafa Parmak in halblinker Position und Oliver Stierle scheiterte mit einem Distanzschuss nach Zuspiel von Parmak ebenso, da die Kugel rechts am VfB-Kasten vorbeiging. Somit ging es torlos in die Kabinen.

Doppelschlag nach der Pause
War der erste Durchgang des Stadtduells eher mäßig, so sahen die 2.700 Zuschauer im Robert-Schlienz-Stadion nach der Pause alles, was ein Derby ausmacht. Mit der ersten Aktion nach Wiederbeginn fiel das 1:0 für den "kleinen VfB". Nikolaos Chatzis konnte im Strafraum Christian Gentner nur mit einem Foulspiel bremsen und den fälligen Elfmeter verwandelte Dmitrijus Guscinas sicher zum 1:0. Unmittelbar nach dem Anstoß hatten die Kickers eine Großchance zum Ausgleich, doch ein Distanzschuss von Alexander Malchow landete am linken Pfosten des VfB-Kastens und sprang von dort zurück ins Feld. Dafür sorgten die VfB-Amateure im Gegenzug für das 2:0. Dmitrijus Guscinas setzte sich am rechten Flügel durch, passte flach ins Zentrum, wo Marco Caligiuri unter Bedrängnis zwar zunächst am Ball vorbeirutschte, doch auch Christian Gentner war mitgelaufen und hatte keine Mühe, den Ball zum 2:0 im leeren Kickers-Tor zu versenken. Die Kickers waren zunächst vom Doppelschlag der Adrion-Elf geschockt und konnten sich nur eine Halbchance durch Mirnes Mesic erspielen, der aus 14 Metern an Diego Benaglio scheiterte. Auf der anderen Seite schlenzte Christian Gentner einen Freistoß aus gut 20 Metern knapp über den Querbalken des Gäste-Kastens. Erst nach einer knappen Stunde Spielzeit kamen die Blauen dann wieder besser ins Spiel.

Akcay mit dem Anschlusstreffer
Einen Querpass von Alexander Malchow schoss Mirnes Mesic aber freistehend über das VfB-Tor und verpasste damit zunächst den Anschlusstreffer. Der schien Sekunden später Mustafa Parmak nach einem von Diego Benaglio zuvor abgewehrten Distanzschuss gelungen zu sein, doch Schiedsrichter Michael Kempter hatte eine Abseitsstellung des Torschützen ausgemacht und verweigerte deshalb dem Treffer die Anerkennung. Doch nach 63 Minuten landete die Kugel dann wieder im VfB-Tor und dieses Mal auch den Regeln entsprechend. Diego Benaglio konnte einen Schuss von Suad Rahmanovic zunächst zwar noch mit einer Glanztat parieren, doch gegen den Kopfball des nachsetzenden Mustafa Akcay war der Schweizer dann machtlos, so dass es nach einer guten Stunde 2:1 stand. Die Antwort der VfB-Amateure folgte aber auf dem Fuße, denn Tobias Weis setzte sich in halbrechter Position durch, drang in den Strafraum ein und wurde von Kickers-Kapitän Oliver Barth gefällt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Marco Caligiuri zum 3:1. Barth hatte in dieser Situation genauso wie wenig später nach einem klaren Foulspiel gegen Felix Luz bei einem VfB-Konter Glück, dass er nicht vorzeitig zum Duschen geschickt wurde, ein Umstand, der wenig später VfB-Angreifer Tobias Weis zum Verhängnis wurde. Nach einem Laufduell und einer Rangelei, musste Weis eine gute Viertelstunde vor Schluss mit gelb-rot vom Platz. Bereits vor dieser Unterzahlsituation hatten die VfB-Amateure zweimal Glück, als zunächst Mustafa Akcay mit einem Distanzschuss das VfB-Tor verfehlte und wenig später Diego Benaglio gegen den eingewechselten Mario Klotz retten konnte.

Ex-VfB-Spieler Rahmanovic markierte das 3:2
Die Kickers hatten in der Schlussviertelstunde optisch klare Vorteile, doch der "kleine VfB" blieb bei Kontern gefährlich. In der 77. Minute bediente Dmitrijus Guscinas bei einem dieser Gegenstöße den mitgelaufenen Christian Genter, der aber im Strafraum letztlich verstolperte. Eine Standardsituation führte zehn Minuten vor Schluss zum Anschlusstreffer der Gäste und sorgte noch einmal für eine spannende Schlussphase. Suad Rahmanovic köpfte einen Freistoß von Mustafa Parmak ins rechte obere Toreck zum 3:2. VfB-Keeper Diego Benaglio war zwar noch am Ball, konnte das zweite Gegentor aber nicht mehr verhindern. Die Blauen drückten danach in Richtung VfB-Tor, doch die Versuche der Mannschaft von Robin Dutt waren untauglich, um die VfB-Defensive noch einmal überwinden zu können. So war ein Distanzschuss des eingewechselten Giuseppe Catizone, der links am Tor vorbei ging, noch die beste Chance. Auf der anderen Seite hatte auch VfB-Mittelfeldspieler Marco Caligiuri zwei Möglichkeiten mit Schüssen, doch der Ball wollte kein sechstes Mal in eines der Tore, so dass es beim unterm Strich verdienten Sieg der VfB-Amateure im Derby blieb. Durch diesen Dreier überholte der "kleine VfB" die Kickers in der Tabelle und steht nun auf Rang 13.


Quelle: Cannstatter Vereinsseite

Verfasst: Sonntag 24. Oktober 2004, 00:22
von 1893
Bad Cannstatt war einfach besser.
Die Kickers haben mal wieder auf ganzer Linie entäuscht. Die Fans waren der Witz. Die Mannschaft unprofessionel,

Verfasst: Sonntag 24. Oktober 2004, 00:24
von Steffen FFC
Eine Stadt - ein Verein - SVK!!!

Verfasst: Sonntag 24. Oktober 2004, 08:35
von SAUNASARKAST
jedenfalls war chatzis gestern mal wieder sehr hilfreich bei den gegentoren.
ich frage mich allerdings warum die lampe nicht glatt rot gesehen hat, und das abseitstor (war es abseits?) sah man im tv nach den standardtänzen ja auch nicht.
was ist mit parmak, kann der wieder laufen?

Verfasst: Sonntag 24. Oktober 2004, 17:03
von Die Macht im Schwabenland
2:3-Niederlage im Derby – Defensive zwei mal ungeschickt und Offensive vergibt zu viele Chancen

Trotz einiger Fehler und Unkonzentriertheiten der Kickers-Abwehr und einer eklatanten Chancenverwertung blieben die Kickers im Stadtderby bei den VfB Stuttgart Amateure nicht ohne Siegeschancen. 2.700 Zuschauer im Robert-Schlienz-Stadion sahen ein interessantes und spannendes Regionalligaderby mit dem besseren Ende für die Amateure des VfB Stuttgart. Nach der torlosen ersten Hälfte erwischten die „Roten“ einen besseren Start in Durchgang zwei und siegten am Ende mit 3:2.

Zur Aufstellung:
Im Tor stand Stammkeeper Tino Köstel, die Abwehrreihe bildeten Moritz Steinle, Oliver Barth, Alexander Malchow und Jens Härter. Im Mittelfeld spielte auf der linken Aussenbahn erstmals nach seiner Sprunggelenksverletzung wieder Oliver Stierle, rechts Mustafa Parmak, Niko Chatzis und Mustafa Akcay im zentralen Mittelfeld, im Sturm spielten Mirnes Mesic, der gegen Darmstadt seine Gelb-Sperre abgesessen hatte, und Suad Rahmanovic.

Zum Spielverlauf:
In den ersten zehn Minuten tat sich noch nichts, beide Mannschaft neutralisierten sich aufgrund der ähnlichen taktischen Spielweise. Eine Ecke von Mustafa Parmak und dem Schuss von Mirnes Mesic brachte die erste gefährliche Situation (10.). Der VfB antwortete prompt: Der 20-Meter-Schuss von Dmitrijus Guscinas knallte an den linken Pfosten des Kickers-Tores (11). Die nächste Möglichkeit hatte Christian Gentner, der sich rechts mit einem Doppelpass durchsetzen konnte, doch sein Schlenzer konnte Tino Köstel mit den Fäusten parieren (15.). Die erste schön herausgespielte Möglichkeit für die Kickers dann in der 20. Minute: Mirnes Mesic schickte Mustafa Parmak auf der linken Seite steil, der den Ball in den Rücken der Abwehr auf Mustafa Akcay passte, doch anstatt sofort abzuschließen noch ein Schlenker und der Versuch, einen Gegenspieler auszuspielen, endetet mit einem abgeblockten Schuss. Wieder auf der anderen Seite köpfte Dmitrijus Guscinas eine Flanke ans Außennetz (22.). VfB-Keeper Diego Benaglio zeigte nach 25 Minuten seine ganze Klasse, als Mirnes Mesic seinen Sturmpartner Suad Rahmanovic steil schickte, doch leider kam er einen Schritt zu spät, auch im Nachfassen war der VfB Keeper schneller als Oliver Stierle. Nur einen Minute später scheiterte Mustafa Akcay mit einem satten Schuss an VfB-Torwart Diego Benaglio, als er von Mustafa Parmak schön bedient wurde. Ein tolles Solo von Mirnes Mesic brachte auch nicht die Führung: Der Kickers-Stürmer tunnelte seinen Gegenspieler, zog nach innen, doch sein 15-Meter-Schuss konnte erneut der Keeper parieren (30.). In der besten Phase der Kickers boten sich nochmals zwei gute Möglichkeit: Erst verzog Mustafa Parmak aus halblinker Position (44.), 60 Sekunden später scheiterte Oliver Stierle mit seinem Schuss nach Zuspiel von Parmak ebenso knapp.

Nach der Pause gingen die Roten mit der ersten Aktion nach Wiederbeginn in Führung: Niko Chatzis foulte am Boden grätschend im Strafraum VfB-Stürmer Christian Gentner, den fälligen Elfmeter verwandelte Dmitrijus Guscinas sicher zum 1:0. Die Kickers zeigten sich nicht geschockt und antworteten sofort nach Wiederanpfiff: Nach einer Flanke von Jens Härter stand Alexander Malchow allein am langen Pfosten, doch seine Direktabnahme landete am Innenpfosten. Anstatt ins Tor zu gehen rollte der Ball auf der Linie und zurück ins Feld, wo ein Abwehrspieler den Ball dann wegschlagen konnte. Wie man es besser machte zeigten dann leider die VfB-Amateure: Wieder nur zwei Minuten später setzte sich Dmitrijus Guscinas am rechten Flügel durch, passte flach durch den Fünfmeterraum, wo Christian Gentner am langen Pfosten sträflich alleine gelassen keine Mühe hatte, den Ball zum 2:0 im Kickers-Tor zu versenken.
Kickers-Trainer Robin Dutt reagiert und brachte mit Mario Klotz einen zusätzlichen Stürmer, Mirnes Mesic ließ sich mehr ins Mittelfeld fallen. Die Blauen spielten nun mutiger nach vorne: Ein Spielzug über Alexander Malchow, Flanke von Mario Klotz und Rückpass von Mustafa Parmak verzog am Ende Mirnes Mesic, als er aus 13 Metern freistehend über das Tor zielte (60.). In der 62. Minute durften die Kickers-Fans dann zum ersten Mal jubeln, doch wurde der Treffer vom jungen Schiedsrichter Kempter wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt. Ein satter Schuss von Mirnes Mesic konnte der VfB Keeper nur abklatschen, Mustafa Parmak stand goldrichtig und konnte den Ball einschieben, doch leider stand er wohl im Abseits (62.). Doch nur einen Zeigerumdrehung später fiel dann doch der 1:2-Anschlußtreffer: Zunächst konnte der VfB-Keeper einen Schuss von Mirnes Mesic mit einem tollen Reflex parieren, doch der Ball flog genau auf den Kopf von Mustafa Akcay, der am langen Pfosten nur noch einnicken brauchte (63.).
Doch wieder wussten die VfB-Amateure eine passende Antwort: Tobias Weis startete auf der rechten Seite ein starkes Solo, ließ drei Kickers-Spieler stehen, drang in den Strafraum ein und wurde von Kickers-Kapitän Oliver Barth gefoult. Den fälligen Elfmeter verwandelte Marco Caligiuri zum 3:1 für den VfB (65.).
Dass die Moral in der Elf von Kickers-Trainer Robin Dutt stimmt, zeigte sein Team dann eindrücklich. In den folgenden 25 Minuten fighteten die Blauen und drängten auf den Anschlußtreffer. Mustafa Akcay zieht in den Strafraum doch sein Schuss aus 14 Meter geht knapp am linken Pfosten vorbei (67.). Ein Flanke von Moritz Steinle köpfte Alexander Malchow auf den kurzen Pfosten, doch Mario Klotz verpasste unter Bedrängnis knapp das Leder (70.). In der 75. Minute musste Tobias Weis nach einem Laufduell und einer Rangelei mit einer gelb-roten Ampelkarte vom Platz. Die Kickers drückten weiter und hatten optisch klare Vorteile, doch der VfB blieb bei Kontern gefährlich. Doch zunächst fiel nach einem Freistoß von Mustafa Parmak der verdiente 2:3-Anschlusstreffer: Suad Rahmanovic köpfte ins rechte obere Eck. Die Blauen drückten weiter in Richtung VfB-Tor, doch die Versuche blieben leider meist nur Stückwerk. Weitere Möglichkeiten wurden teilweise kläglich vergeben oder endeten in den Armen vom guten VfB-Keeper Diego Benaglio. Trotz drückender Überlegenheit in der spannenden Schlußphase trugen die Kickers teilweise viel zu hektische Angriffsversuche mit unnötigen Fehlpässe vor. Die Blauen kämpften bis zum Schluß, doch hielt die VfB-Defensive die drei Punkte fest. .

Die Trainerstimmen:
Kickers-Trainer Robin Dutt: „Ich darf dem VfB gratulieren, sie waren heute ein verdienter Sieger und ich bin es langsam leid, die von uns vergebenen Großchancen zu kommentieren. Heute hat uns die mangelnde Chancenverwertung den Sieg gekostet, die Anzahl der Chancen hätte normalerweise für drei Spiele reichen müssen. Wir haben zwei berechtigte Foulelfmeter bekommen, wo wir uns zu ungeschickt angestellt haben, doch ein deutliches Minus war heute unsere Offensivabteilung. Wir brauchen zu viele Möglichkeiten, um ein Tor zu erzielen, da sind wir wohl zu schwach für die Regionalliga. Ein Lob an den Schiedsrichter, heute hatte ganz klar die Mannschaft die Verantwortung an der Niederlage.“ >
VfB-Trainer Rainer Adrion: „Die Zuschauer sahen sicherlich ein tolles und spannendes Derby mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Ein kämpferisches Lob an meine Mannschaft, sie hat auf dem Platz kommuniziert und dank dem Teamgeist den Sieg erarbeitet. Trotz des 2:0-Vorsprungs konnten wir das Spiel in der Defensive nicht kontrollieren, und mit dem 1:2-Anschlußtreffer ging das Nervenflattern los und das Spiel hätte kippen können. In der Schlußphase haben wir nur noch verteidigt, hier hätte auch das 3:3 fallen können, wir haben unsere Konter nicht vernünftig zu Ende gespielt und die Kickers wurden immer stärker. Wir sahen ein dramatisches Derby mit einem glücklichen Sieger.“


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VfB Stuttgart (Am.):
Benaglio - Schuon (46. Boumelaha), Schaschko, Butscher, Kocholl - Weis, Gentner, Berger (60. C. Krause), Caligiuri - Luz (78. G. Müller), Guscinas – Trainer: Adrion

SV Stuttgarter Kickers:
Tino Köstel – Moritz Steinle, Oliver Barth, Alexander Malchow, Jens Härter (74. Giuseppe Catizone) – Moritz Stierle (54. Mario Klotz), Mustafa Parmak, Mustafa Akcay, Niko Chatzis – Mirnes Mesic, Suad Rahmanovic - Trainer: Robin Dutt

Zuschauer: 2700

Schiedsrichter:
Michael Kempter (Sauldorf)

Gelbe Karten:
Berger, Luz - Malchow, Barth, Akcay, Parmak

Rote Karten: Gelb-Rot: Weis (74., Unsportlichkeit)

Tore:
1:0 Guscinas (47., Foulelfmeter)
2:0 Gentner (49.)
2:1 Akcay (63.)
3:1 Caligiuri (64., Foulelfmeter)
3:2 Rahmanovic (83.)

www.stuttgarter-kickers.de

Verfasst: Sonntag 24. Oktober 2004, 19:42
von Überlinger
1893 hat geschrieben:...Die Fans waren der Witz...
Oh nein, ihr wart aber cooler! Habt Leute am Zutritt des Stadions gehindert. Und damit euren Verein um Einnahmen gebracht. Es sterbe der Verein der solch einen Mob hat! Bild

Verfasst: Sonntag 24. Oktober 2004, 19:45
von Die Macht im Schwabenland
Döniz hat geschrieben:
1893 hat geschrieben:...Die Fans waren der Witz...
Oh nein wart ihr aber cool! Habt Leute am Zutritt des Stadions gehindert. Und damit euren Verein um Einahmen gebracht. Es sterbe der Verein der solch einen Mob hat! Bild
in welches gehirn soll des bitte rein?? lass es döniz, des bringt nix...

Verfasst: Sonntag 24. Oktober 2004, 22:17
von Blue Fritz
Ich hoffe und glaube dass Kickers Fans nie auf ein solches Niveau sinken wie dieser Rote Pöbel! Denn mit so einem Verein könnte ich mich nicht identifizieren! Die Kickers könnten Bezirksliga kicken, aber zu den Roten würde ich nie gehen!

Verfasst: Montag 25. Oktober 2004, 07:40
von FKA ManneS
Döniz hat geschrieben:Verdienter Derby-Sieg

Quelle: Cannstatter Vereinsseite
Na, verdient....da kann man geteilter Meinung sein...

Verfasst: Montag 25. Oktober 2004, 07:50
von allweisa
Döniz hat geschrieben: Oh nein, ihr wart aber cooler! Habt Leute am Zutritt des Stadions gehindert. Und damit euren Verein um Einnahmen gebracht. Es sterbe der Verein der solch einen Mob hat! Bild
Echt, die haben Leute den Zutritt verwehrt?
Mit welcher Begründung? Oder nur aus purer Roter Streitlust!!!

Verfasst: Montag 25. Oktober 2004, 08:52
von magge
Nach dem 2:3 im Regionalliga-Derby beim VfB rutschen die Blauen auf einen Abstiegsplatz - Dutt: "Die Lage ist kritisch''
Kickers: Hoher Aufwand - kein Ertrag So haben sie gespielt

Stuttgart - Das war ein Regionalliga-Derby mit Pepp: spannend, temperamentvoll, torreich - und voller Emotionen. Am Ende triumphierten die Amateure des VfB Stuttgart glücklich mit 3:2 (0:0) gegen die Stuttgarter Kickers. Die Blauen rutschten auf einen Abstiegsplatz - und Trainer Robin Dutt sagt: "Die Situation ist kritisch.''

VON JÜRGEN FREY

Nach 20 Minuten riss bei Kickers-Abwehrchef Alexander Malchow der Geduldsfaden: "Die spielen Jo-Jo mit euch - und das in so einem Spiel'', raunzte er seine Mitspieler lautstark an. Eine Ansage mit Folgen. Fortan war nicht mehr das VfB-Team von Rainer Adrion Chef im Schlienzstadion. Die Blauen dominierten. Sie zeigten, dass sie attraktiven und kombinationssicheren Fußball spielen können. Sie zeigten, dass es in der Mannschaft durchaus stimmt. Aber es wurde auch deutlich, warum die Blauen im Keller stehen. Weil Aufwand und Ertrag in keinem Verhältnis stehen. Nicht nur im Derby, schon in einigen anderen Spielen in dieser Saison fehlt die Effektivität. Vorne werden viel zu viele Chancen leichtfertig vergeben. Hinten leistet sich das Team anfängerhafte Fehler. Im Tennis würde man es als "unforced errors'' bezeichnen. Niko Chatzis holte Christian Gentner im Strafraum von den Beinen, genauso ungeschickt stellte sich Kapitän Oliver Barth gegen Tobias Weis an. Folge: Zwei berechtigte, aber aus Kickers-Sicht vollkommen unnötige Elfmeter, die zu Gegentoren führten. "Wir müssen unser gesamtes Defensivverhalten unter die Lupe nehmen'', sagt Trainer Robin Dutt. Und vorne? "Torschusstraining unter mentalem Druck kann man nicht üben'', erklärt Dutt und legt die Stirn in Falten. Hilfe von außen ist nicht in Sicht. Bashiru Gambo wird - wenn überhaupt - frühestens vom 1. Januar an für die Blauen stürmen können. Stefan Hampl absolvierte am Sonntag erstmals nach seiner Leistenoperation einen Formtest in der Oberligaelf. Was die Probleme nicht kleiner macht: Heiko Gumper, Arbeitsbiene und Mann für die Pässe in die Tiefe, wird wegen seiner Patellasehnenprobleme wahrscheinlich länger auszufallen.

Die Lage ist ernst. "Kampf ums Überleben klingt mir zu dramatisch'', sagt Trainer Dutt, "aber die Situation ist kritisch.'' Zumal für die Entwicklung junger Spieler Selbstvertauen wichtig ist. Das wird durch die Misserfolge nicht größer. Und die nächsten beiden Gegner kommen aus dem Tabellenkeller. In den Duellen gegen den SC Pfullendorf (30. November) und beim VfR Aalen (6. November) wächst die nervliche Belastung. Für Dutt kein Grund zur Sorge: "Die Mannschaft hat schon oft bewiesen, dass sie mit Druck umgehen kann.'' Dies sollte sich nur öfter aufs Ergebnis auswirken..

VfB-Amateure: Benaglio - Schuon (46. Boumelaha), Schaschko, Butscher, Kocholl - Weis, Caligiuri, Gentner, Berger (61. Krause) - Guscinas, Luz (78. Müller).

Kickers: Köstel - Steinle, Barth, Malchow, Härter (80. Catizone) - Stierle (54. Klotz), Chatzis, Akcay, Parmak - Rahmanovic, Mesic.

Tore: 1:0 (47.) Guscinas (Foulelfmeter), 2:0 (49.) Gentner, 2:1 (62.) Akcay, 3:1 (65.) Caligiuri (Foulelfmeter), 3:2 (81.) Rahmanovic.

Zuschauer: 2700.

Gelb-Rote Karte: Weis (69.).
lkz

Verfasst: Montag 25. Oktober 2004, 10:47
von magge
aus dem kicker

Allgemeine Informationen
VfB Stuttgart Am.: Benaglio - Schuon, Schaschko, Butscher, Kocholl - Weis, Caligiuri, Gentner, Berger - Guscinas, Luz - Trainer: Adrion

Stuttgarter Kickers: Köstel - Steinle, Barth, Malchow, Härter - Chatzis - Parmak, Akcay, Stierle - Rahmanovic, Mesic - Trainer: Dutt

Tore: 1:0 Guscinas (47., Foulelfmeter), 2:0 Gentner (49.), 2:1 Akcay (62.), 3:1 Caligiuri (65., Foulelfmeter), 3:2 Rahmanovic (83.)

Eingewechselt: 46. Boumelaha für Schuon, 60. Krause für Berger, 78. Müller für Luz - 54. Klotz für Stierle, 74. Catizone für Härter

Schiedsrichter: Kempter

Zuschauer: 2700

Gelb-Rote Karten: Weis (69.)

Gelbe Karten: Luz, Berger - Barth, Akcay, Malchow, Parmak


Spielbericht
Nach ausgeglichener erster Halbzeit verschliefen die Kickers den Beginn der zweiten völlig und verursachten zwei unnötige Elfmeter. Erst nach der Hinausstellung von Weis bekam der VfB Probleme, und durch die Hereinnahme von Catizone bekamen die Angriffe der Kickers noch einmal Gefährlichkeit.

Gerd Piffath

Verfasst: Montag 25. Oktober 2004, 14:26
von Überlinger
allweisa hat geschrieben:
Döniz hat geschrieben: Oh nein, ihr wart aber cooler! Habt Leute am Zutritt des Stadions gehindert. Und damit euren Verein um Einnahmen gebracht. Es sterbe der Verein der solch einen Mob hat! Bild
...Mit welcher Begründung?...
Pure Dummheit! :roll:

Verfasst: Montag 25. Oktober 2004, 14:43
von allweisa
Döniz hat geschrieben:
allweisa hat geschrieben:
Döniz hat geschrieben: Habt Leute am Zutritt des Stadions gehindert.
...Mit welcher Begründung?...
Pure Dummheit! :roll:

Dass nenne ich Faires Miteinander ;-)