Vorberichte Kickers vs. Augsburg
Verfasst: Donnerstag 11. November 2004, 08:59
Brauns Denksportaufgabe
Der frühere Kickers-Fußballer ist in Augsburg unzufrieden und schließt eine Rückkehr nicht aus
Augsburg - Ein Vereinswechsel ist eine Chance. Und ein Risiko. Seit Marvin Braun am Ende der vergangenen Saison Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers verlassen und sich Aufstiegsaspirant FC Augsburg angeschlossen hat, ging so ziemlich alles schief. Bei seiner neuen Mannschaft und bei ihm persönlich. Am Samstag (14.30 Uhr) hofft er im Spiel des FCA bei den Kickers auf seinen ersten Saisoneinsatz von Beginn an und denkt gleichzeitig über eine Rückkehr nach Stuttgart nach.
Von Sigor Paesler
Kickers-Coach Robin Dutt landet immer irgendwann beim Namen Marvin Braun, wenn er die Möglichkeiten des eigenen Vereins mit denen einiger Konkurrenten vergleicht: "Bei uns war er Leistungsträger, in Augsburg sitzt er nur auf der Tribüne." Das ist zwar nicht mehr so, seit Rainer Hörgl den glücklosen Armin Veh als FCA-Trainer abgelöst hat. Aber zu mehr als fünf Einwechslungen und einem Tor hat es der 22-Jährige in dieser Saison noch nicht gebracht. "Natürlich bin ich unzufrieden", sagt Braun. Das hat er auch schon Augsburgs Präsident und Mäzen Walther Seinsch mitgeteilt. Gleichzeitig hat er ein paar Mal mit Dutt telefoniert. Obwohl der Mittelfeldspieler zugibt, dass er seinen Wechsel zeitweise bereut hat und sogar über eine Rückkehr zu den Kickers nachdenkt, glaubt er nicht, dass es bereits in der Winterpause dazu kommt. "Ich will hier nicht davonlaufen, zumal es zumindest etwas besser läuft." Das heißt, die Situation ist nur noch unbefriedigend, während es unter Veh "eine Katastrophe" war. Wenigstens ist die Bezahlung deutlich besser als in Stuttgart. "Ausgeschlossen ist aber nichts", fügt Braun noch an.
"Keiner läuft für einen anderen"
Über die Gründe für sein Reservistendasein möchte Braun nicht viel sagen. "Nur so viel: Es liegt an anderen Dingen als an meiner Leistung." Warum die als Top-Aufstiegsfavorit gehandelten Augsburger punktgleich mit den Kickers nur Elfter sind und den Aufstieg nun auch offiziell abgehakt haben, analysiert er offener: "Wir wissen, dass der Kader eine gute Qualität hat. Aber es passt nicht, auch zwischen den Spielern, da läuft keiner einen Schritt zu viel für einen anderen."
Braun hatte in seiner Karriere einige Male Pech. Beim VfB Stuttgart stand er gemeinsam mit Spielern wie Kevin Kuranyi und Andreas Hinkel auf dem Sprung zu den Profis, setzte sich aber nicht durch. Mit den Kickers hatte er auch mehr vor. Und jetzt die Pleite in Augsburg. Ob eine Rückkehr zu den "Blauen" der Weg zum Glück bedeuten würde, ist jetzt Brauns Denksportaufgabe.
Eßlinger Zeitung
Der frühere Kickers-Fußballer ist in Augsburg unzufrieden und schließt eine Rückkehr nicht aus
Augsburg - Ein Vereinswechsel ist eine Chance. Und ein Risiko. Seit Marvin Braun am Ende der vergangenen Saison Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers verlassen und sich Aufstiegsaspirant FC Augsburg angeschlossen hat, ging so ziemlich alles schief. Bei seiner neuen Mannschaft und bei ihm persönlich. Am Samstag (14.30 Uhr) hofft er im Spiel des FCA bei den Kickers auf seinen ersten Saisoneinsatz von Beginn an und denkt gleichzeitig über eine Rückkehr nach Stuttgart nach.
Von Sigor Paesler
Kickers-Coach Robin Dutt landet immer irgendwann beim Namen Marvin Braun, wenn er die Möglichkeiten des eigenen Vereins mit denen einiger Konkurrenten vergleicht: "Bei uns war er Leistungsträger, in Augsburg sitzt er nur auf der Tribüne." Das ist zwar nicht mehr so, seit Rainer Hörgl den glücklosen Armin Veh als FCA-Trainer abgelöst hat. Aber zu mehr als fünf Einwechslungen und einem Tor hat es der 22-Jährige in dieser Saison noch nicht gebracht. "Natürlich bin ich unzufrieden", sagt Braun. Das hat er auch schon Augsburgs Präsident und Mäzen Walther Seinsch mitgeteilt. Gleichzeitig hat er ein paar Mal mit Dutt telefoniert. Obwohl der Mittelfeldspieler zugibt, dass er seinen Wechsel zeitweise bereut hat und sogar über eine Rückkehr zu den Kickers nachdenkt, glaubt er nicht, dass es bereits in der Winterpause dazu kommt. "Ich will hier nicht davonlaufen, zumal es zumindest etwas besser läuft." Das heißt, die Situation ist nur noch unbefriedigend, während es unter Veh "eine Katastrophe" war. Wenigstens ist die Bezahlung deutlich besser als in Stuttgart. "Ausgeschlossen ist aber nichts", fügt Braun noch an.
"Keiner läuft für einen anderen"
Über die Gründe für sein Reservistendasein möchte Braun nicht viel sagen. "Nur so viel: Es liegt an anderen Dingen als an meiner Leistung." Warum die als Top-Aufstiegsfavorit gehandelten Augsburger punktgleich mit den Kickers nur Elfter sind und den Aufstieg nun auch offiziell abgehakt haben, analysiert er offener: "Wir wissen, dass der Kader eine gute Qualität hat. Aber es passt nicht, auch zwischen den Spielern, da läuft keiner einen Schritt zu viel für einen anderen."
Braun hatte in seiner Karriere einige Male Pech. Beim VfB Stuttgart stand er gemeinsam mit Spielern wie Kevin Kuranyi und Andreas Hinkel auf dem Sprung zu den Profis, setzte sich aber nicht durch. Mit den Kickers hatte er auch mehr vor. Und jetzt die Pleite in Augsburg. Ob eine Rückkehr zu den "Blauen" der Weg zum Glück bedeuten würde, ist jetzt Brauns Denksportaufgabe.
Eßlinger Zeitung