Berichte Wehen - Kickers
Verfasst: Samstag 20. November 2004, 22:01
Von der Wehen-HP:
Bittere Heimniederlage:
Trotz bester Chancen 0:1 gegen Stuttgarter Kickers
Es hatte nicht sollen sein. Unsere Regionalliga-Kicker nutzten die Chance, nach dem Auswärtssieg in Feucht weiter zur Spitze aufzuschließen, nicht - und auch mit dem verwerten ihren zahlreichen Möglichkeiten klappte es nicht. Ein Sonntagsschuss in der 12. Minute verhalf den Stuttgarter Kickers zum Sieg - und das, obwohl nach der Pause nahezu jeder unserer Mittelfeldakteure und Stürmer mindestens einmal ran durfte, um zumindest den Ausgleich zu erzielen - nur einer nicht: Kristian Sprecakovic durfte nämlich nach seiner Einwechslung ein halbes Dutzend Mal auch aus aussichtsreichster Position heran und wurde zur tragischen Figur. Unterm Strich blieb somit die zweite Heimniederlage hintereinander.
Nur noch eine hauchdünne Schneedecke deckte Stellen des Platzes zu, so dass Bundesliga-Schiedsrichter Sippel sein Okay zur Austragung der Partie gab. Wehen begann überraschend mit dem zuletzt formschwachen Sturmduo Brendel/Melunovic, im Vergleich zur Begegnung in Feucht mussten dafür Maas und Sprecakovic auf die Bank. Die erste große Möglichkeit besaß der starke Stefan Zinnow, der sich über die rechte Seite durchsetzte, mit seinem Schuss aufs kurze Eck allerdings an Kickers-Keeper Köstel scheiterte. Den einfachen Nachschuss hob Melunovic aus kurzer Distanz übers Tor (9.). Statt der frühen Gastgeber-Führung fiel auf der Gegenseite das Tor des Tages. Parmaks Freistoß beförderte Dajan Simac per Kopf eigentlich aus der Gefahrenzone, doch aus dem Hintergrund rauschte Catizone (ehemals in der Bundesliga beim VfB am Ball) von der Mittellinie heran und zog aus 30 Metern ab, der Ball rauschte neben dem Pfosten unhaltbar ins Netz - ein Traumtor. Doch unser Team versuchte weiter, den Vorwärtsgang einzulegen. So kamen vor dem Pausenpfiff Brendel (23.), Mokhtari (30.) und Melunovic (36.) zu guten Ausgleichmöglichkeiten. Die Gäste kamen nur noch einmal gefährlich vor unseren Kasten, als Catizone am großartig reagierenden Klandt scheiterte.
Nach der Pause entwickelte sich eine einseitige Partie. Stuttgart brachte kaum mehr Entlastendes zustande, während die Wehener Angriffe quasi im Minutentakt in Richtung Köstels Kasten rollten. Die Einwechslungen von Maas und Sprecakovic brachten frischen Wind. Auf der rechten Seite war Zinnow vom Gegner nicht zu bremsen, sorgte Mal für Mal mit seinen Soli und Hereingaben für Gefahr. Doch die Gäste klärten mit Glück und Geschick, Mann und Maus auch die kritischsten Situationen. Es brannte ein gutes Dutzend Mal licherloh im Strafraum, ja gar im Fünfmeterraum der Kickers. Als endlich mal ein Wehener Angriff durch Sprecakovic, der Köstel bereits ausgespielt hatte, erfolgreich zum Abschluss zu kommen schien, trudelte der Ball um Millimeter am langen Eck vorbei. Auch in der nächsten Chance war Sprecakovic der Hauptakteur: Nach Zuspiel Zinnows schoss er aus aussichtsreichster Position Gegenspieler Akcay an, von dem der Ball ins Aus trudelte (74.). Keine 60 Sekunden später köpfte Simac nach Kopfball-Vorlage Amstätters direkt in Köstels Arme (75.), ehe Sprecakovic über das Tor schoss (80.). In der 81. Minute hatten die heimischen Zuschauer schon die Jubelpose eingenommen, doch das Tor Brendels, der einmal mehr von Zinnow bedient wurde, fand wegen Abseitsstellung keine Anerkennung. Allein Sprecakovic verfehlte das Tor in der Schlussphase noch dreimal: Einmal klärte Gegenspieler Barth (85.), dann schoss er aus kürzester Distanz drüber (86.), schließlich landete ein Kopfball beim Keeper. So entstand letztlich eine Niederlage, die aufgrund des Spielverlaufs nie nd nimmer hätte sein dürfen und wohl von niemandem erwartet worden wäre.
AUFSTELLUNG
SV Wehen: Klandt - Nakas, Gorges, Krause, Simon (72. Endres) - Zinnow, Simac, Amstätter, Mokhtari (55. Sprecakovic) - Melunovic (55. Maas), Brendel.
Stuttgarter Kickers: Köstel - Steinle, Barth, Zimmermann, Härter (46. Schreiber) - Parmak, Akcay, Chatzis, Catizone - Mesic (89. Klotz), Rahmanovic (76. Abou Shoura).
Tor: 0:1 Catizone (12.).
Schiedsrichter: Sippel (München).
Zuschauer: 600.
STIMMEn
Stuttgart-Coach Robin Dutt: "In der ersten Spielhälfte haben wir Ordnung und Disziplin gezeigt. Der Sonntagsschuss zur Führung hat uns natürlich in die Karten gespielt. Nach der Pause haben wir uns hinten reindrängen lassen, Wehen erhöhte den Druck immer mehr, der Ausgleich lag in der Luft. Wir haben einiges an Glück in Anspruch genommen."
SVW-Coach Djuradj Vasic: "Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Schon in der ersten Spielhälfte hatten wir genug Chancen, haben nach der Pause den Druck noch erhöht. Die Mannschaft hat bis zur letzten Minute alles gegeben und nicht nachgelassen, obwohl ihr noch das schwere Spiel vom Dienstag in den Knochen steckte."
SVW-Spieler Stefan Zinnow: "Mehr Chancen kann man nicht haben. Es muss weitergehen!"
SVW-Spiele Stephan Maas: "Wir hätten wohl drei Stunden lang spielen können, und es wäre trotzdem 0:1 ausgegangen."
Stefan Minkwitz (Kickers-Co-Trainer): Aufgrund der zweiten Hälfte war der Sieg glücklich."
Bittere Heimniederlage:
Trotz bester Chancen 0:1 gegen Stuttgarter Kickers
Es hatte nicht sollen sein. Unsere Regionalliga-Kicker nutzten die Chance, nach dem Auswärtssieg in Feucht weiter zur Spitze aufzuschließen, nicht - und auch mit dem verwerten ihren zahlreichen Möglichkeiten klappte es nicht. Ein Sonntagsschuss in der 12. Minute verhalf den Stuttgarter Kickers zum Sieg - und das, obwohl nach der Pause nahezu jeder unserer Mittelfeldakteure und Stürmer mindestens einmal ran durfte, um zumindest den Ausgleich zu erzielen - nur einer nicht: Kristian Sprecakovic durfte nämlich nach seiner Einwechslung ein halbes Dutzend Mal auch aus aussichtsreichster Position heran und wurde zur tragischen Figur. Unterm Strich blieb somit die zweite Heimniederlage hintereinander.
Nur noch eine hauchdünne Schneedecke deckte Stellen des Platzes zu, so dass Bundesliga-Schiedsrichter Sippel sein Okay zur Austragung der Partie gab. Wehen begann überraschend mit dem zuletzt formschwachen Sturmduo Brendel/Melunovic, im Vergleich zur Begegnung in Feucht mussten dafür Maas und Sprecakovic auf die Bank. Die erste große Möglichkeit besaß der starke Stefan Zinnow, der sich über die rechte Seite durchsetzte, mit seinem Schuss aufs kurze Eck allerdings an Kickers-Keeper Köstel scheiterte. Den einfachen Nachschuss hob Melunovic aus kurzer Distanz übers Tor (9.). Statt der frühen Gastgeber-Führung fiel auf der Gegenseite das Tor des Tages. Parmaks Freistoß beförderte Dajan Simac per Kopf eigentlich aus der Gefahrenzone, doch aus dem Hintergrund rauschte Catizone (ehemals in der Bundesliga beim VfB am Ball) von der Mittellinie heran und zog aus 30 Metern ab, der Ball rauschte neben dem Pfosten unhaltbar ins Netz - ein Traumtor. Doch unser Team versuchte weiter, den Vorwärtsgang einzulegen. So kamen vor dem Pausenpfiff Brendel (23.), Mokhtari (30.) und Melunovic (36.) zu guten Ausgleichmöglichkeiten. Die Gäste kamen nur noch einmal gefährlich vor unseren Kasten, als Catizone am großartig reagierenden Klandt scheiterte.
Nach der Pause entwickelte sich eine einseitige Partie. Stuttgart brachte kaum mehr Entlastendes zustande, während die Wehener Angriffe quasi im Minutentakt in Richtung Köstels Kasten rollten. Die Einwechslungen von Maas und Sprecakovic brachten frischen Wind. Auf der rechten Seite war Zinnow vom Gegner nicht zu bremsen, sorgte Mal für Mal mit seinen Soli und Hereingaben für Gefahr. Doch die Gäste klärten mit Glück und Geschick, Mann und Maus auch die kritischsten Situationen. Es brannte ein gutes Dutzend Mal licherloh im Strafraum, ja gar im Fünfmeterraum der Kickers. Als endlich mal ein Wehener Angriff durch Sprecakovic, der Köstel bereits ausgespielt hatte, erfolgreich zum Abschluss zu kommen schien, trudelte der Ball um Millimeter am langen Eck vorbei. Auch in der nächsten Chance war Sprecakovic der Hauptakteur: Nach Zuspiel Zinnows schoss er aus aussichtsreichster Position Gegenspieler Akcay an, von dem der Ball ins Aus trudelte (74.). Keine 60 Sekunden später köpfte Simac nach Kopfball-Vorlage Amstätters direkt in Köstels Arme (75.), ehe Sprecakovic über das Tor schoss (80.). In der 81. Minute hatten die heimischen Zuschauer schon die Jubelpose eingenommen, doch das Tor Brendels, der einmal mehr von Zinnow bedient wurde, fand wegen Abseitsstellung keine Anerkennung. Allein Sprecakovic verfehlte das Tor in der Schlussphase noch dreimal: Einmal klärte Gegenspieler Barth (85.), dann schoss er aus kürzester Distanz drüber (86.), schließlich landete ein Kopfball beim Keeper. So entstand letztlich eine Niederlage, die aufgrund des Spielverlaufs nie nd nimmer hätte sein dürfen und wohl von niemandem erwartet worden wäre.
AUFSTELLUNG
SV Wehen: Klandt - Nakas, Gorges, Krause, Simon (72. Endres) - Zinnow, Simac, Amstätter, Mokhtari (55. Sprecakovic) - Melunovic (55. Maas), Brendel.
Stuttgarter Kickers: Köstel - Steinle, Barth, Zimmermann, Härter (46. Schreiber) - Parmak, Akcay, Chatzis, Catizone - Mesic (89. Klotz), Rahmanovic (76. Abou Shoura).
Tor: 0:1 Catizone (12.).
Schiedsrichter: Sippel (München).
Zuschauer: 600.
STIMMEn
Stuttgart-Coach Robin Dutt: "In der ersten Spielhälfte haben wir Ordnung und Disziplin gezeigt. Der Sonntagsschuss zur Führung hat uns natürlich in die Karten gespielt. Nach der Pause haben wir uns hinten reindrängen lassen, Wehen erhöhte den Druck immer mehr, der Ausgleich lag in der Luft. Wir haben einiges an Glück in Anspruch genommen."
SVW-Coach Djuradj Vasic: "Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Schon in der ersten Spielhälfte hatten wir genug Chancen, haben nach der Pause den Druck noch erhöht. Die Mannschaft hat bis zur letzten Minute alles gegeben und nicht nachgelassen, obwohl ihr noch das schwere Spiel vom Dienstag in den Knochen steckte."
SVW-Spieler Stefan Zinnow: "Mehr Chancen kann man nicht haben. Es muss weitergehen!"
SVW-Spiele Stephan Maas: "Wir hätten wohl drei Stunden lang spielen können, und es wäre trotzdem 0:1 ausgegangen."
Stefan Minkwitz (Kickers-Co-Trainer): Aufgrund der zweiten Hälfte war der Sieg glücklich."