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Spielberichte: Kickers - TuS Neuendorf

Verfasst: Samstag 27. November 2004, 20:08
von Überlinger
Sechs Tore - kein Sieger

Der Regionalligaaufsteiger TUS Koblenz wollte mit einem weiteren Punkterfolg beim Ex-Zweitligisten Stuttgarter Kickers seine glänzende Vorrunde auch am letzten Spieltag krönen. Im Gazistadion unter dem Stuttgarter Fernsehturm, sollte beim Elften Stuttgarter Kickers weiter der dritte Tabellenplatz verteidigt werden. Reichen die Kräfte des TUS in diesem letzten Auswärtsspiel der Hinnrunde ,dann bleibt man oben und die 1:2 Heimniederlage gegen Feucht wäre revidiert worden. Aber Vorsicht war angebracht bei Anpfiff von Schiedsrichter Christian Dingert,denn die Kickers waren zuletzt im Aufwind und holten durch ihren goldenen Torschützen Giuseppe Catizone den zweiten Auswärtssieg in der laufenden Saison in Wehen. Und Präsident Hans Kullen stellt als Vereinsplanung mittelfristig die zweite Liga in Angriff , wie er am letzten Donnerstag in der Mitgliederversammlung kundtat. Darum sind auch die Stuttgarter Kickers vor den letzten drei Saisonpartien gestern gegen Koblenz, dann am kommenden Samstag bei den Offenbacher Kickers und dann daheim gegen 1860 Amateure zum Erfolg verdammt, sollte mit 20 Punkten neun Zähler hinter dem TUS noch eine Aufholjagd glücken. Eine äusserst offensive Aufstellung des Heimteams von Robin Dutt sollte dies unterstreichen. Eine kleine TUS-Abordnung von rund fünfzig Fans hatte den Weg ins Schwabenland gefunden. Bereits nach Anpfiff erfolgte Kickers Offensive, nach zwei Eckbällen hatte in der zweiten Minute bereits Mittelstürmer Mesic im Fünfmeterraum knapp neben das TUS-Tor gezielt. Gleich in der siebten Minute sass dann aber der erste Koblenzer Angriff zum 0:1. Unbedrängt wagte, von der linken Angriffseite Axel Dzaka gegen den chancenlosen Kickers Torhüter Tino Köstel zum Erfolg aus 30 Metern. Kurz und bündig ging es weiter. Das 1:1(14.Minute) durch einen Kopfball von Mesic 5.Saisontor, der ein Duell gegen Joshua Grenier gewann, nach Freistoss von Parmak, liess in der offensiven Anfangsphase keine Wünsche offen. Danach beruhigte sich das Geschehen auf dem Rasen bis zur dreissigsten Minute, als eine Hereingabe durch Abu Shoura von der rechten Seite in der Sturmmitte Rahmanovic aus sechs Metern verpasste. Verletzungsbedingt musste Gästetrainer Milan Sasic vor Halbzeit den Abwehrverband ändern, nachdem bei Oliver Straube (Aduktoren) wohl die alte Verletzung aufgebrochen war. Seinen defensiven Part übernahm Milan Dedic in der 37.Minute. TUS-Keeper Peter Auer musste sich in der 43.Spielminute erfolgreich eines 25 Meter Direktschuss durch Suad Rahmanovic erwehren.
"Mister Doppelpack" Mesic schlug mit einer 20 Meter Direktabnahme gegen die Koblenzer Abwehr mit seinem 6.Saisontor zu. Zweifellos was es der Tag von Alexander Dzaka in der 57.Minute egalisierte er zum 2:2, alles war wieder offen nach Doppelpass mit Sturmkollege Grgic per Direktabnahme aus halbrechter Position 14 Meter unhaltbar gegen Köstel.Das laufintensive Regionaligaspiel hatte nach über einer Stunde beiderseits schon Kräfte gekostet. Fast hätte der eingewechselte Dedic 68.Minute gegen Köstel am Strafraum aus sechzehn Metern den dritten TUS Treffer erzielt. Auch ein Freistoss von Kaes 71.Minute war seine Beute.Im Gegenzug nahm das Unheil gegen Koblenz seinen Lauf.Mustafa Parmak zirkelte aus 18 Metern an der Mauer vorbei zum 3:2.Das war nicht die letzte Antwort des Sasic Teams, denn der verrückte Spielverlauf wurde zwei Minuten später durch Martin Willmann zum 3:3 noch gesteigert. Bei Schlusspfiff war für den Gast sogar der Auswärtssieg zum 3:4 drin, denn in der 88.Minute traf man aus zwei Metern das leere Tor nicht. TUS-Trainer Milan Sasic: "Wenn man weiss, dass heute beide Mannschaften gewinnen wollten, dann grosses Kompliment. Eigentlich hätten beide Mannschaften drei Punkte verdient.
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Stuttg.Kickers
Aufstellung:
Tino Köstel (Tor), Oliver Barth (Abwehr), Jens Härter (Abwehr), Moritz Steinle (Abwehr), Michael Zimmermann (Abwehr), Mustafa Akcay (Mittelfeld), Giuseppe Catizone (Mittelfeld), Mustafa Parmak (Mittelfeld), Mohamed Abou Shoura (Sturm), Mirnes Mesic (Sturm), Suad Rahmanovic (Sturm)
Auswechslungen:
Nikolaus Chatzis für Mohamed Abou Shoura (75.)
Oliver Stierle für Jens Härter (82.)

TuS Koblenz
Aufstellung:
Peter Auer (Tor), Josh Grenier (Abwehr), Patrick Kirsch (Abwehr), Rüdiger Ziehl (Abwehr), Anel Dzaka (Mittelfeld), Christian Kaes (Mittelfeld), Nihad Mujakic (Mittelfeld), Efangelos Nessos (Mittelfeld), Oliver Straube (Mittelfeld), Velmir Grgic (Sturm), Martin Willmann (Sturm)
Auswechslungen:
Almir Delic für Oliver Straube (37.)
Eric Lukin für Anel Dzaka (89.)
Johannes Rahn für Velmir Grgic (89.)

Karten:
Gelb: Velmir Grgic
Gelb: Rüdiger Ziehl
Gelb: Nihad Mujakic

Torfolge:
0:1 Anel Dzaka (7.)
1:1 Mirnes Mesic (14.)
2:1 Mirnes Mesic (50.)
2:2 Anel Dzaka (57.)
3:2 Mustafa Parmak (73.)
3:3 Martin Willmann (77.)

Schiedsrichter: Christian Dingert (Thallichtenberg)
Zuschauer: 3880

Quelle: irsport.de

Verfasst: Samstag 27. November 2004, 20:55
von Überlinger
Erneut sechs Tore im GAZi-Stadion, aber wieder kein Heimsieg – 3:3-Unentschieden gegen TuS Koblenz

Beim großen Kickers-Schüler-Tag kamen die zahlreichen Schüler und Zuschauer voll auf Ihre Kosten: Sechs teilweise tolle Tore sahen die 3880 Zuschauer im GAZi-Stadion auf der Waldau beim 3:3-Unentschieden der Kickers am Nachmittag gegen die TuS Koblenz. Leider reichte den Kickers eine zweimalige Führung nicht zum Sieg gegen eine starke Koblenzer Mannschaft. Die Kickers-Tore erzielten Mines Mesic (2) und Mustafa Parmak.

Zur Aufstellung:
Kickers-Trainer Robin Dutt hatte folgende Elf aufgeboten: Im Tor wie immer Tino Köstel, in der Abwehr spielten rechts Moritz Steinle, zentral Oliver Barth und erneut Michael Zimmermann, der nach seiner starken Vorstellung in Wehen von Beginn an ran durfte. Für ihn saß Alexander Malchow auf der Bank, der sich laut Robin Dutt heute für den Einsatz von jüngeren Michael Zimmermann aussprach. Auf der linken Abwehrseite spielte Jens Härter, davor im zentralen Mittelfeld Mustafa Akcay, rechts Mustafa Parmak und links Giuseppe Catizone. Zentral als hängende Spitze agierte Mirnes Mesic, vorne stürmte neben Suad Rahmanovic erstmals wieder Mohamed Abou Shoura.
Die Koblenzer spielten mit einem klassischen Libero, davor drei Abwehrspieler, ein kompaktes Fünfer-Mittelfeld und einem Stürmer.

Zum Spielverlauf:
Die Gäste aus Koblenz gingen in der 7. Minute gleich mit dem ersten Torschuss mit 0:1 in Führung. Anel Dzaka wurde auf der linken Seite nicht konsequent angegriffen, zog nach innen und schoss den Ball aus halblinker Position in den rechten Winkel. Tino Köstel hatte bei dem fulminanten 18 Meter Schuss keine Abwehrchance. Doch die Kickers wussten zu antworten: In der 14. Minute flankte Mustafa Parmak seinen Freistoß genau auf den Kopf von Mirnes Mesic, der sich im Fünfmeter-Raum durchsetzte und per Kopf zum 1:1 Ausgleichstreffer vollstreckte.
Danach beruhigte sich das Spiel, beide Mannschaften waren um mehr Ordnung bemüht und ließen kaum noch Torchancen zu. Die Kickers machten durch ihr Pressing wieder geschickt die Räume und eroberten immer wieder schon im Mittelfeld die Bälle, doch richtige Torchancen blieben aus. Kurz vor der Halbzeit hatte Giuseppe Catizone noch mit einem Schuß die Möglichkeit, doch Gästekeeper Auer konnte abwehren. So wurden mit dem 1:1 die Seiten gewechselt.
Auch die zweiten Hälfte ging wieder mit hohem Tempo los. Nach einem Warnschuss von Willmann auf Koblenzer Seite über das Tor (45.) gingen aber in der 50. Minute die Kickers in Führung: Mustafa Parmak setzte sich auf der rechten Seite durch und flankte in den Strafraum, den Ball können die Koblenzer per Kopf zunächst klären, doch Mirnes Mesic nahm den Ball an der Strafraumgrenze volley mit seinem linken Fuß und zimmerte den Ball in den linken Winkel: Ein tolles Tor zum 2:1.
Doch dieses Mal hatten die Koblenzer die passende Antwort: Ein eigentlich harmloser Ball segelte am Elfmeterpunkt durch, Michael Zimmermann haute leider am Ball vorbei, so dass am langen Pfosten erneut Anel Dzaka den Ball annehmen und sicher zum 2:2 in den linken Winkel vollstrecken konnte.
Wie in der ersten Hälfte beruhigte sich das Spiel nun wieder, erst in der 73. Spielminute wachten die beiden Mannschaften wieder auf. Mohamed Abou Shoura wurde an der Starfraumgrenze gefoult und es gab folgerichtig Freistoß. Mustafa Parmak legte sich den Ball zurecht und schlenzte den Ball wunderschön über die Mauer zum 3:2.
Doch wieder kam die TuS Koblenz zum Ausgleich, leider wieder durch tatkräftige Unterstützung der Kickers-Abwehr. Nach einer Flanke von der Aussenlinie verlängerte Mujakic im Kopfballduell mit Oliver Barth auf den langen Pfosten, wo die Kickers-Abwehr wieder im Tiefschlaf war, und Willmann ungestört einschieben konnte. Der 3:3-Ausgleichstreffer in der 77. Minute.
Bis zum Schlußpfiff passierte dann nicht mehr viel, jedoch hatten die Koblenzer noch die letzte nennenswerte Torchance, Tino Köstel konnte glücklicherweise den Schuss von Grgic aus der Ecke fischen (85.). So blieb es beim 3:3 Unentschieden in einem Spiel mit schönen Tore, auch wenn es außer den genutzten Möglichkeiten kaum mehr Chancen oder gefährliche Torraumszenen im Spiel gab.

Die Trainerstimmen:
Gästetrainer Milan Sasic: Die Zuschauer haben heute über 90. Minuten guten Fußball gesehen, beide Mannschaften wollten das Spiel gewinnen. Ich denke ich kann für beide Mannschaften ein Kompliment machen, beide Teams hätten drei Punkte verdient gehabt. Die erste Hälfte ging an die Kickers, doch in der zweiten haben wir besser gespielt und kombiniert, hier reagierten die Kickers nur noch.“

Kickers-Trainer Robin Dutt: „Ich war mit der Leistung in der ersten Stunde sehr zufrieden, wir haben diszipliniert gespielt, begannen sehr offensiv und hatten ein hohes Tempo in unserem Spiel. Das Spiel war immer offen, die Zuschauer haben viele schöne Tor gesehen. Leider hatten wir in unserer Abwehrreihe einige Stellungsfehler und individuelle Patzer, die zu den Gegentoren führten. Man sieht in unserem Spiel, dass die Spielanlage immer besser wird, wir spielen Fußball. Und für die Gegner wird es schwerer gegen uns zu gewinnen, immerhin sind wir nun seit fünf Spielen ungeschlagen. Ich wäre eigentlich mit einem 3:3-Unentschieden gegen eine starke Koblenzer Mannschaft zufrieden, aber aufgrund der Art und Weise wie wir die Gegentore bekommen haben können wir nicht mit dem Punktgewinn zufrieden sein.“

Quelle: stuttgarter-kickers.de

Verfasst: Samstag 27. November 2004, 21:58
von Buddy
Überlinger hat geschrieben:Mustafa Parmak setzte sich auf der rechten Seite durch und flankte in den Strafraum, ... Ein tolles Tor zum 2:1.

Quelle: stuttgarter-kickers.de
Die Flanke war doch von Steinle. Das hat man im Fernsehen gesehen.

Verfasst: Sonntag 28. November 2004, 12:00
von Buddy
Dutt sagte nach dem Spiel, das Malchow zugunsten von Zimmermann auf einen Einsatz verzichtet hat.

Quelle: Sonntag Aktuell

Verfasst: Sonntag 28. November 2004, 20:28
von Basti
auch mein Spielbericht und Foto vom Spiel ist nun online. Im Endeffekt sollten wir mit dem Punkt zufrieden sein. Ist zwar verdammt ärgerlich zweimal die Führung so leichtfertig aus der Hand zu geben, aber die Koblenzer-Chance zum Schluss hätte uns auch mit leeren Händen da stehen lassen können.

:arrow: www.svk1899.de

Verfasst: Montag 29. November 2004, 09:37
von Basti
Spielbericht von kicker.de
Die Spieler beider Teams schlichen wie Verlierer vom Platz. Denn "beide Mannschaften hätten drei Punkte verdient gehabt", wie TuS- Coach Sasic feststellte. Es war ein unterhaltsames Spiel für die Zuschauer mit vielen und schönen Toren - bei denen beide Abwehrreihen jedoch kräftig mithalfen. Das Remis geht in Ordnung, denn in der ersten Hälfte war Stuttgart druckvoller, in der zweiten wurde Koblenz immer stärker und hatte kurz vor Schluss durch Grgic sogar die Chance zum Sieg, als Keeper Köstel rettete.

Sigor Paesler
http://www.kicker.de/content/spielplan/ ... bvc_atab=4

Verfasst: Montag 29. November 2004, 11:23
von McVillager
Sport
29.November 2004

3:3 gegen TuS Koblenz: Stuttgarter Kickers treten weiter auf der Stelle
Ein Kampf in jeder Beziehung

Stuttgart - Man muss die Stuttgarter Kickers mögen, um ihre Leiden zu teilen: Sie gaben beim 3:3 gegen den TuS Koblenz wieder ihr Bestes. Aber im Kampf gegen das Mittelmaß ist das womöglich nicht gut genug.

VON GUNTER BARNER

Wer die Zahlen der jüngsten Mitgliederversammlung hochrechnet auf die Zukunft, den packt die Depression. Und wer den Kampf der Mannschaft gegen den Tabellendritten TuS Koblenz angemessen analysiert, der kommt um die Erkenntnis nicht herum: Große Spiele sind auf der Waldau so schnell nicht mehr zu erwarten. Die dritte Liga ist eine Masse ohne wirkliche Klasse, und wer es sich erlauben kann, tritt so schnell wie möglich die Flucht nach oben an. Eine Perspektive, die sich den Blauen wohl nur durch ein Wunder eröffnen könnte. Finanziell sind dem Club die Hände auf lange Sicht gebunden, und Trainer Robin Dutt arbeitet mit einer Mannschaft, die sich für das Prädikat Mittelmaß nicht schämen muss.

Oliver Barth und seine Mitstreiter legen sich unbestritten ins Zeug, Mustafa Akcay frisst im Mittelfeld Kilometer, die Treffer von Mirnes Mesic (14./50.) hatten durchaus Unterhaltungswert, das Freistoßtor von Mustafa Parmak (73.) war gar ein echter Augenschmaus. Aber in den wichtigen Phasen des Spiels wirkte die Mannschaft wie ein Architekt, der zwar einen Plan in der Tasche hat, aber wenig Ahnung vom Bauen. Ebenmäßig, eher einfallslos und weit gehend ohne Spielsteuerung kämpft das Ensemble vor sich hin. Und dann, wenn die Kräfte naturgemäß schwinden, verwaltet es den Mangel und riskiert haarsträubende Fehler. Die Pannen in der Kickers-Abwehr ließen den Beobachter erschaudern. Wie in der siebten Minute, als Anel Dzaka unbedrängt aus 18 Metern die Führung erzielte. Oder als derselbe Spieler das 2:2 (57.) machte. Die halbe Abwehrreihe der Blauen hatte zuvor über den Ball gesemmelt, beim 3:3 der Koblenzer (77./Willmann) gefiel sich die Defensive in der Rolle des interessierten Beobachters.

Das Gute an diesem Tag war, dass es die - teils übergewichtigen - Abwehrrecken der Gäste keineswegs besser machten. Auf beiden Seiten stellte sich am Ende des Arbeitstages die Frage: Wie viel Tore muss eine Elf schießen, um die Fehler ihrer Defensive wettzumachen? "Ich wollte das Spiel gewinnen'', sagte Robin Dutt, "aber dazu braucht man eine souverän agierende Abwehrreihe.''

Dem Kickers-Coach wird nichts anderes übrig blieben, als dies und das zu versuchen, als beharrlich weiter an der Feinabstimmung zu feilen. Der Versuch, Mirnes Mesic als hängende Spitze aus dem Mittelfeld agieren zu lassen, macht Hoffnung. Der freiwillige Verzicht des formschwachen Alexander Malchow auf die tragende Rolle in der Abwehr dürfte eher nicht von Bestand sein.

Kickers: Köstel, Steinle, Barth, Zimmermann, Härter (82. Stierle) - Parmak, Akcay, Mesic, Catizone - Abou Shoura (75. Chatzis), Rahmanovic.

Leonberger Kreiszeitung

Verfasst: Montag 29. November 2004, 11:25
von McVillager
Gefühlte Niederlagen
Individuelle Fehler in der Abwehr kosten die Stuttgarter Kickers auch gegen TuS Koblenz den Sieg
Stuttgart - 22 Spieler schlichen wie Verlierer vom Platz. Gewinner beim Spiel der Fußball-Regionalliga zwischen den Stuttgarter Kickers und dem TuS Koblenz waren nur die Zuschauer. Sie sahen beim 3:3 (1:1) viele und schöne Tore und zwei Mannschaften, die leidenschaftlich um den Sieg kämpften. Der Punkt hilft vor allem den Kickers nicht weiter.

Von Sigor Paesler

Die Stuttgarter Spieler überlegten es sich doch noch einmal anders. Sie bewegten sich schon in Richtung Kabine, als Kapitän Oliver Barth seine Kameraden antrieb, zu den Fans zu gehen. Denn auch die hatten mit ihrer ständigen Anfeuerung ihren Teil zu einem unterhaltsamen Fußball-Nachmittag beigetragen.

"Es ist unglaublich, was beide Mannschaften geleistet haben. Beide hätten drei Punkte verdient gehabt", sagte TuS-Coach Milan Sasic später. Kickers-Kollege Robin Dutt machte dazu eine Einschränkung: "Zu einem Spitzenspiel gehören zwei souverän agierende Abwehrreihen. Aber in diesem Bereich haben beide Mannschaften zu viele individuelle Fehler gemacht." Vor allem die Kickers. Unterm Strich ist das Remis gegen die starken Koblenzer ein ordentliches Ergebnis. Aber wenn man bedenkt, dass die letzten zwei Tore der Gäste - jeweils bei Führung der Kickers - nach haarsträubenden Abwehrfehlern fielen, dann müssen sich die Stuttgarter doch ärgern. "Immer diese blöden Gegentore", schimpfte Verteidiger Barth, "dabei sind wir in Wehen so gut gestanden."

Der 1:0-Sieg beim Titelfavoriten hatte dazu geführt, dass Michael Zimmermann anstelle von Alexander Malchow in der Innenverteidigung spielte. Dazu kam es auf ungewöhnliche Weise: Routinier Malchow war gegen Wehen gesperrt und bestand danach darauf, dass Zimmermann als Belohnung für seine gute Leistung auch gegen Koblenz spielen sollte. "Hut ab", fand Dutt - und stellte Zimmermann auf.



Kronprinz Zimmermann
"Ich würde wieder so entscheiden", sagte der Coach, obwohl Zimmermann an den Gegentoren maßgeblich beteiligt war: "Er ist auf dieser Position der Kronprinz und da muss er auch Fehler machen dürfen." Man darf gespannt sein, wer nun gegen Offenbach aufläuft. "Wegen den Fehlern nehme ich Zimermann nicht heraus", sagte Dutt.

Das zweite 3:3 in einem Heimspiel in Folge zeigt aber auch: In der Offensive läuft es immer besser. Auch wenn die Spitzen nicht glänzten, wurde die mutige Aufstellung belohnt. Mirnes Mesic spielte wieder im offensiven Mittelfeld. Was bislang nur eine Notlösung war, entpuppt sich immer mehr als kluger taktischer Schachzug. Fast alle Aktionen liefen über ihn, dazu erzielte er zwei schöne Tore.

In der Abwehr muss dagegen intensiv gearbeitet werden. Was nicht so einfach ist. "Es reicht nicht, den Spielern zu sagen, dass sie nicht mehr über den Ball schlagen sollen", sagte Dutt, der am Schluss aber das Positive herausstellte: "Wir haben fünf Mal in Folge nicht verloren, auch wenn leider drei Unentschieden dabei waren." Die fühlten sich aber an wie Niederlagen.

Eßlinger Zeitung

Verfasst: Montag 29. November 2004, 12:51
von Felix B.
Es gibt wirklich keinen andere Journalisten der es wie der Herr Barner immer wieder schafft die Kickers runterzumachen :evil:

Verfasst: Montag 29. November 2004, 13:03
von Soulfly
Felix B. hat geschrieben:Es gibt wirklich keinen andere Journalisten der es wie der Herr Barner immer wieder schafft die Kickers runterzumachen :evil:
Keine Sorge. Es gibt noch andere.

Diesmal muss ich Herrn Barner sogar beipflichten.

Verfasst: Montag 29. November 2004, 15:24
von DirtyToby
Soulfly hat geschrieben:
Felix B. hat geschrieben:Es gibt wirklich keinen andere Journalisten der es wie der Herr Barner immer wieder schafft die Kickers runterzumachen :evil:
Keine Sorge. Es gibt noch andere.

Diesmal muss ich Herrn Barner sogar beipflichten.
Jep, dem stimme ich zu. Der ist doch endlich mal jemand, der die Sache beim Namen nennt und nicht in diese schönrederei verfällt, wie es von offizieller Kickers Seite immer der Fall ist. Die Mannschaft hat gekämpft und in der Offensive alles bestens gemacht, aber dann gibt es nach dem Spiel keinen, der bei der Abwehr mal richtig den Rauch rein lässt. Und die Bezeichnung als "Mittelmaß" ist ja wohl auch mehr als zutreffend, oder sieht jemand von euch die Mannschaft als ganzes in der Lage, in der 2.Liga zu bestehen? Also ich jedenfalls nicht.