Ricken und der BVB
Verfasst: Dienstag 30. November 2004, 21:47
München - Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Fast 40 Minuten lang nahmen sich Dortmunds Präsident Reinhard Rauball und Trainer Bert van Marwijk am Montag die Mannschaft zur Brust.
Vor dem Training wurde Tacheles :wink: geredet bei den abstiegsgefährdeten Westfalen.
Rauballs Gardinenpredigt
"Wir haben die 50 klarsten Worte gewählt, die die deutsche Sprache hergibt, um die Dinge zu bereinigen, die zu bereinigen sind", berichtete Rauball.
Konsequenz: Van Marwijk strich der Mannschaft den trainingsfreien Mittwoch, und in der montäglichen Übungseinheit durften die Profis beim Dauerlauf brillieren.
Ricken: "Van Marwijk schadet dem Verein"
Mit drei Herren werden die Gespräche noch vertieft: Stürmer Ewerthon, Torhüter Guillaume Warmuz und Lars Ricken.
Die ersten beiden tragen sich offenbar mit Abwanderungsgelüsten, Lars Ricken richtete gar harte öffentliche Kritik gegen den Trainer: "Er schadet nicht nur mir, sondern auch der Mannschaft und dem Verein."
Ricken-Rauswurf "kein Thema"
Rauballs Antwort fiel deutlich aus. "Um den Spielern die Schwere der Situation deutlich zu machen. Wir werden hart durchgreifen bei Vorfällen, die dem Verein schaden", kündigte er an. "Wir werden nichts unter den Teppich kehren. Diese Unruhe tut uns nicht gut."
Ein Rauswurf des unzufriedenen Ricken sei jedoch "kein Thema". Eine Bestrafung muss der Dauer-Reservist gleichwohl erwarten.
Reuter: "Das kann nicht geduldet werden"
"Es kann nicht geduldet werden, dass Spieler sich in der Presse ausheulen und Trainer oder Verein öffentlich kritisieren", sagte Sportmanager Stefan Reuter in der DSF-Sendung "Bundesliga Aktuell".
"Ich habe Lars klar gesagt, dass das nicht zu akzeptieren ist. Und wir werden das natürlich sanktionieren", erklärte er weiter. Vermutlich wird es eine hohe Geldstrafe und eine Abmahnung für Ricken geben.
Ohnehin spielt der 28-Jährige, einst als "Fixstern am Fußball-Himmel" gefeiert, keine Rolle mehr beim BVB.
Demütigung folgt auf Demütigung
Zuletzt folgte Demütigung auf Demütigung. Van Marwijk zog so ziemlich jeden Amateur und A-Jugendlichen dem ehemaligen Nationalspieler und WM-Teilnehmer vor.
Zu Beginn nicht unter den ersten Elf, Ersatzbank, Warmlaufen, wieder Platz nehmen und weiter zuschauen. Oder im günstigsten Fall, wie zuletzt beim 0:2 in Bremen, für ein paar Minuten mitrennen.
"Da kann ich immer nur den Kopf schütteln und ratlos das Stadion verlassen", sagt Ricken. Kein Wunder, dass er nun aufbegehrt.
"Alles noch schlimmer"
Seine letzte Aussprache mit Bert van Marwijk endete mit der Feststellung, dass "nun alles noch schlimmer sei als vorher".
Durch seinen verbalen Ausrutscher hat sich Ricken wohl endgültig ins Aus manövriert - und den Weg geebnet für eine Zukunft ohne Schwarz-Gelb.
Vor dem Training wurde Tacheles :wink: geredet bei den abstiegsgefährdeten Westfalen.
Rauballs Gardinenpredigt
"Wir haben die 50 klarsten Worte gewählt, die die deutsche Sprache hergibt, um die Dinge zu bereinigen, die zu bereinigen sind", berichtete Rauball.
Konsequenz: Van Marwijk strich der Mannschaft den trainingsfreien Mittwoch, und in der montäglichen Übungseinheit durften die Profis beim Dauerlauf brillieren.
Ricken: "Van Marwijk schadet dem Verein"
Mit drei Herren werden die Gespräche noch vertieft: Stürmer Ewerthon, Torhüter Guillaume Warmuz und Lars Ricken.
Die ersten beiden tragen sich offenbar mit Abwanderungsgelüsten, Lars Ricken richtete gar harte öffentliche Kritik gegen den Trainer: "Er schadet nicht nur mir, sondern auch der Mannschaft und dem Verein."
Ricken-Rauswurf "kein Thema"
Rauballs Antwort fiel deutlich aus. "Um den Spielern die Schwere der Situation deutlich zu machen. Wir werden hart durchgreifen bei Vorfällen, die dem Verein schaden", kündigte er an. "Wir werden nichts unter den Teppich kehren. Diese Unruhe tut uns nicht gut."
Ein Rauswurf des unzufriedenen Ricken sei jedoch "kein Thema". Eine Bestrafung muss der Dauer-Reservist gleichwohl erwarten.
Reuter: "Das kann nicht geduldet werden"
"Es kann nicht geduldet werden, dass Spieler sich in der Presse ausheulen und Trainer oder Verein öffentlich kritisieren", sagte Sportmanager Stefan Reuter in der DSF-Sendung "Bundesliga Aktuell".
"Ich habe Lars klar gesagt, dass das nicht zu akzeptieren ist. Und wir werden das natürlich sanktionieren", erklärte er weiter. Vermutlich wird es eine hohe Geldstrafe und eine Abmahnung für Ricken geben.
Ohnehin spielt der 28-Jährige, einst als "Fixstern am Fußball-Himmel" gefeiert, keine Rolle mehr beim BVB.
Demütigung folgt auf Demütigung
Zuletzt folgte Demütigung auf Demütigung. Van Marwijk zog so ziemlich jeden Amateur und A-Jugendlichen dem ehemaligen Nationalspieler und WM-Teilnehmer vor.
Zu Beginn nicht unter den ersten Elf, Ersatzbank, Warmlaufen, wieder Platz nehmen und weiter zuschauen. Oder im günstigsten Fall, wie zuletzt beim 0:2 in Bremen, für ein paar Minuten mitrennen.
"Da kann ich immer nur den Kopf schütteln und ratlos das Stadion verlassen", sagt Ricken. Kein Wunder, dass er nun aufbegehrt.
"Alles noch schlimmer"
Seine letzte Aussprache mit Bert van Marwijk endete mit der Feststellung, dass "nun alles noch schlimmer sei als vorher".
Durch seinen verbalen Ausrutscher hat sich Ricken wohl endgültig ins Aus manövriert - und den Weg geebnet für eine Zukunft ohne Schwarz-Gelb.