1. FC Pforzheim schon wieder vor Insolvenz
Verfasst: Donnerstag 16. Dezember 2004, 10:04
"Wenn einer geht, dann gehen alle"
FUSSBALL: Der 1. FC Pforzheim steht in der Verbandsliga Nordbaden vor dem frühzeitigen Aus
Nach überstandener Involvenz in der letzten Saison und dementsprechendem Abstieg in die Verbandsliga Nordbaden, gibt es jetzt schon wieder Turbulenzen beim 108-jährigen 1. FC Pforzheim (wir berichteten). In den letzten Wochen stimmte zwar das sportliche Abschneiden mit dem dritten Platz in der Verbandsliga glücklich, eine Rückkehr in die Oberliga ist mit dieser Platzierung durchaus möglich.
Jedoch zog sich vor einigen Wochen auch der komplette Vorstand um Klaus Gutscher, Spielausschuss Fritz Kempf und Schatzmeister Jürgen Schaub zurück.
Aufgrund einer Fehlplanung des Saisonetas, die Spieler des Verbandsligisten warten schon wieder seit September auf regelmäßige Gehaltszahlungen, kommt es wahrscheinlich zum großen Knall. Nach der Winterpause wird wohl fast t die gesamte Mannschaft, einschliesslich Trainer Harald Heck, nicht mehr da sein.
Am Dienstag musste erst einmal ein Notvorstand von sechs Personen vor 100 interessierten Mitgliedern gewählt werden. Hierbei kamen für die Öffentlichkeit erschreckende Haushaltszahlen zur Sprache. Nur rund 55 000 Euro "plus x" sind in der Kasse. Mit in Frage kommenden Sponsoren wurden nur mündliche Vereinbarungen getroffen, keine schriftlichen Verträge wie eigentlich üblich in der Branche.
Beim ersten Treffen der Vereinsverantwortlichen im Juli wurde mit 120 000 Euro Etat geplant, der dann plötzlich bei weiteren Treffen auf 150 000 Euro anstieg und aktuell sich auf 227 000 beläuft. Der 1. FC Pforzheim leistete sich also imense Ausgaben gerade in punkto Spieler. Dieses Niveau kann man sich eigentlich mit den aktuellen finanziellen Mitteln nicht leisten.
Darüber informierte vorab AH-Abteilungsleiter Michael Rosanowski schon einmal den Verbandsligakader und stellte die Freigabe der Spieler zur Winterpause in Aussicht, wenn sie im Gegenzug auf Altforderungen verzichten.
Seit Dienstagabend ist nun ein Seschergremium mit Michael Rosanowski, Wirtschaftsbeirat Peter Trautz, Jürgen Elsässer und Kurt Weber, Marco Nabinger und Dr. Wolfgang Rudy als Notvorstand bis zur ordentlichen Mitgliederversammlung am 18. Februar im Amt.
Aufgrund dieser Vereinsturbulenzen trat auch Marios Soldic zurück. Bis zum 21. Dezember bleib der Verbleib der meisten Spieler eine Zitterpartie. Wenn recht schnell keine zusätzlichen Sponsoren gefunden werden, wonach es bis zum heutigen Zeitpunkt nicht aussieht, wird es einen "Spielerexodus" der Akteure wie Kapitän Alexander Kutschma oder Stürmer Michele Mugnos (schon elf Saisontore) oder Cetinkaya als die Gefragtesten gehen. Dann steht auch die Mannschaftssolidariät auf dem Prüfstand.
Trainer Harald Heck: "Wenn einer geht, dann gehen alle." Keine der beiden Verhandlungspartner kann zugeben. Die Funktionäre um Michael Rosanowski können halt auch kein Geld ausgeben, das sie nicht in der Tasche haben.
Andererseits haben die Spieler, die schon im Schnitt in der zweiten Saison beim "Club", sind durch frühere Versprechungen im wahrsten Sinne des Wortes "die Schnauze". Sie erwarten dringend die versprochenen Gehaltszahlungen.
Trainer Harald Heck: "Unter diesen Bedingungen können wir mit dem Kader so nicht weiterarbeiten. Der sportliche Erfolg mit einer möglichen Rückkehr in die Oberliga ist gefährdet." Harald Bleyer
www.fn-web.de
FUSSBALL: Der 1. FC Pforzheim steht in der Verbandsliga Nordbaden vor dem frühzeitigen Aus
Nach überstandener Involvenz in der letzten Saison und dementsprechendem Abstieg in die Verbandsliga Nordbaden, gibt es jetzt schon wieder Turbulenzen beim 108-jährigen 1. FC Pforzheim (wir berichteten). In den letzten Wochen stimmte zwar das sportliche Abschneiden mit dem dritten Platz in der Verbandsliga glücklich, eine Rückkehr in die Oberliga ist mit dieser Platzierung durchaus möglich.
Jedoch zog sich vor einigen Wochen auch der komplette Vorstand um Klaus Gutscher, Spielausschuss Fritz Kempf und Schatzmeister Jürgen Schaub zurück.
Aufgrund einer Fehlplanung des Saisonetas, die Spieler des Verbandsligisten warten schon wieder seit September auf regelmäßige Gehaltszahlungen, kommt es wahrscheinlich zum großen Knall. Nach der Winterpause wird wohl fast t die gesamte Mannschaft, einschliesslich Trainer Harald Heck, nicht mehr da sein.
Am Dienstag musste erst einmal ein Notvorstand von sechs Personen vor 100 interessierten Mitgliedern gewählt werden. Hierbei kamen für die Öffentlichkeit erschreckende Haushaltszahlen zur Sprache. Nur rund 55 000 Euro "plus x" sind in der Kasse. Mit in Frage kommenden Sponsoren wurden nur mündliche Vereinbarungen getroffen, keine schriftlichen Verträge wie eigentlich üblich in der Branche.
Beim ersten Treffen der Vereinsverantwortlichen im Juli wurde mit 120 000 Euro Etat geplant, der dann plötzlich bei weiteren Treffen auf 150 000 Euro anstieg und aktuell sich auf 227 000 beläuft. Der 1. FC Pforzheim leistete sich also imense Ausgaben gerade in punkto Spieler. Dieses Niveau kann man sich eigentlich mit den aktuellen finanziellen Mitteln nicht leisten.
Darüber informierte vorab AH-Abteilungsleiter Michael Rosanowski schon einmal den Verbandsligakader und stellte die Freigabe der Spieler zur Winterpause in Aussicht, wenn sie im Gegenzug auf Altforderungen verzichten.
Seit Dienstagabend ist nun ein Seschergremium mit Michael Rosanowski, Wirtschaftsbeirat Peter Trautz, Jürgen Elsässer und Kurt Weber, Marco Nabinger und Dr. Wolfgang Rudy als Notvorstand bis zur ordentlichen Mitgliederversammlung am 18. Februar im Amt.
Aufgrund dieser Vereinsturbulenzen trat auch Marios Soldic zurück. Bis zum 21. Dezember bleib der Verbleib der meisten Spieler eine Zitterpartie. Wenn recht schnell keine zusätzlichen Sponsoren gefunden werden, wonach es bis zum heutigen Zeitpunkt nicht aussieht, wird es einen "Spielerexodus" der Akteure wie Kapitän Alexander Kutschma oder Stürmer Michele Mugnos (schon elf Saisontore) oder Cetinkaya als die Gefragtesten gehen. Dann steht auch die Mannschaftssolidariät auf dem Prüfstand.
Trainer Harald Heck: "Wenn einer geht, dann gehen alle." Keine der beiden Verhandlungspartner kann zugeben. Die Funktionäre um Michael Rosanowski können halt auch kein Geld ausgeben, das sie nicht in der Tasche haben.
Andererseits haben die Spieler, die schon im Schnitt in der zweiten Saison beim "Club", sind durch frühere Versprechungen im wahrsten Sinne des Wortes "die Schnauze". Sie erwarten dringend die versprochenen Gehaltszahlungen.
Trainer Harald Heck: "Unter diesen Bedingungen können wir mit dem Kader so nicht weiterarbeiten. Der sportliche Erfolg mit einer möglichen Rückkehr in die Oberliga ist gefährdet." Harald Bleyer
www.fn-web.de