Erste Niederlage unter Klinsmann
Verfasst: Sonntag 19. Dezember 2004, 14:06
Südkorea - Deutschland 3:1 (1:1)
Bundestrainer Jürgen Klinsmann würfelte sein Team im Vergleich zum 3:0 über Japan am Donnerstag kräftig durcheinander: In der Abwehr blieb nur Wörns übrig, ansonsten spielten die beiden Stuttgarter Hinkel und Lahm auf den Außenbahnen sowie Berlins Friedrich in der Innenverteidigung. Owomoyela, Schulz und Mertesacker blieben draußen. Die deutsche Elf kehrte in der Neuauflage des WM-Halbfinales von 2002 wieder zum Vier-Vier-Zwei-System zurück. Dementsprechend gab es auch in der Offensive Veränderungen: Kuranyi bildete zusammen mit Klose den Angirff, Schweinsteiger verstärkte das Mittelfeld, gegenüber dem Japan-Spiel mussten Podolski und Asamoah weichen.
Bei den Asiaten blieben nur noch zwei Akteure aus dem WM-Halbfinale 2002, das Deutschland mit 1:0 gewann, übrig: Der niederländische Trainer Johannes Bonfrere konnte auf Torhüter Jae Woon Lee sowie Frankfurts Du Ri Cha zurückgreifen.
Vor rund 45 755 Zuschauern im Asian Stadium versuchte die deutsche Elf von Beginn an, das Spiel an sich zu reißen. Doch gegen die eher defensiv eingestellten und in den Zweikämpfen sehr resolut zur Sache gehenden Südkoreaner tat sich die Klinsmann-Mannschaft zunächst schwer, eine Lücke zu finden.
Das Team des niederländischen Trainers Bonfrere beschränkte sich aber nicht nur auf die Abwehr, sondern stürzte die deutsche Hintermannschaft mit langen Bällen und blitzartig vorgetragenen Angriffen, bei denen die Stürmer ihre Schnelligkeit ausspielen konnten, immer wieder in Verlegenheit.
Aus einem dieser Angriffe resultierte auch die Führung des WM-Vierten von 2002: Nach einem Ballverlust von Ballack wurde der Ball weit auf die rechte Seite geschlagen, wo Dong Gook Lee bis zur Grundlinie durchkam. Die Flanke des Ex-Bremers wurde zwar von Friedrich weggeköpft, doch Dong Jin Kim traf mit einem Volleyschuss von der Strafraumgrenze genau ins rechte Toreck (16.).
Die Führung beflügelte die Südkoreaner, die durch ihre couragierte Gangart die deutschen Spieler immer wieder zu Ballverlusten im Mittelfeld zwangen. Doch aus einem der Fouls konnte die DFB-Auswahl dann Kapital schlagen: Ballack schlenzte einen Freistoß nach 24 Minuten zum Ausgleich ins Netz.
Nach dem Ausgleich lief der Ball dann deutlich besser durch die Reihen der deutschen Spieler. Bis zur Pause konnte sich die Klinsmann-Elf noch einige gute Chancen erspielen, die jedoch ungenutzt verstrichen. Direkt nach dem Ausgleich verzog Klose freistehend vor dem südkoreanischen Tor (26.), in der 30. Minute setzte Jin Kyu Kim einen Kopfball an den eigenen Pfosten.
Nach dem Kabinengang brachte Klinsmann auf der rechten Abwehrseite für den müde wirkenden Hinkel den Bielefelder Shootingstar Owomoyela. Die deutsche Elf erwischte im zweiten Durchgang den besseren Start. Bei einer sehenswerten Kombination über Klose und Lahm klärte Dong Hyuk Park im letzten Moment (49.), vier Minuten späte prüfte Lahm Südkoreas Torhüter Jae Woon Lee mit einem Distanzschuss.
Die Südkoreaner hielten jedoch mit großem Einsatz weiterhin dagegen und suchten nach einiger Zeit auch wieder verstärkt den Weg Richtung deutsches Tor. Nach einer Stunde Spielzeit erhöhte Jürgen Klinsmann den Druck und schickte für Schweinsteiger mit Podolski einen zusätzlichen Stürmer auf das Feld.
Aber die Maßnahme zahlte sich nicht aus. Die Südkoreaner wurden mutiger und konnten das Spiel nun offener gestalten. Da bei den schnell vorgetragenen Angriffen die letzte Konsequenz im Strafraum fehlte, geriet das deutsche Tor zunächst aber nicht in Gefahr.
Doch in der 71. Minute gingen die Südkoreaner erneut in Führung: Eine zu kurze Kopfball-Abwehr von Owomoyela verwandelte Dong Gook Lee mit einem prächtigen Drehschuss in den rechten Torwinkel zum 2:1 für die Asiaten. Torhüter Oliver Kahn war bei dem Gegentreffer ohne jede Abwehrchance.
Klinsmann reagierte auf den Rückstand und brachte mit Asamoah für Kuranyi eine frische Offensivkraft. Die deutsche Mannschaft versuchte in der Schlussviertelstunde einen Gang höher zu schalten, doch das Aufbauspiel der deutschen Elf war zu durchsichtig, so dass die weiterhin aufopferungsvoll kämpfenden Südkoreaner immer wieder klären konnten.
So kam die deutsche Elf kaum zu Chancen. Und selbst ein Handelfmeter, den Jae Hong Park verursachte (85.), reichte nicht zum Ausgleich. Ballack scheiterte mit dem Strafstoß am glänzend reagierenden Jae Woon Lee.
So war es Jae Jin Cho vorbehalten, gegen die aufgerückte deutsche Elf für die Entscheidung zu sorgen: Nach Cha-Vorlage erzielte der Japan-Legionär drei Minuten vor Spielende das 3:1 für Südkorea.
Die deutsche Nationalmannschaft musste im sechsten Spiel unter Bundestrainer Jürgen Klinsmann die erste Niederlage hinnehmen. Die deutsche Elf unterlag in einer Neuauflage des WM-Halbfinales von 2002 der Auswahl Südkoreas mit 1:3 (1:1). Die Asiaten überzeugten besonders mit unbändigem Kampfgeist und nutzten die Fehlerquote im Aufbauspiel der Klinsmann-Elf aus.
Quelle: kicker.de
Bundestrainer Jürgen Klinsmann würfelte sein Team im Vergleich zum 3:0 über Japan am Donnerstag kräftig durcheinander: In der Abwehr blieb nur Wörns übrig, ansonsten spielten die beiden Stuttgarter Hinkel und Lahm auf den Außenbahnen sowie Berlins Friedrich in der Innenverteidigung. Owomoyela, Schulz und Mertesacker blieben draußen. Die deutsche Elf kehrte in der Neuauflage des WM-Halbfinales von 2002 wieder zum Vier-Vier-Zwei-System zurück. Dementsprechend gab es auch in der Offensive Veränderungen: Kuranyi bildete zusammen mit Klose den Angirff, Schweinsteiger verstärkte das Mittelfeld, gegenüber dem Japan-Spiel mussten Podolski und Asamoah weichen.
Bei den Asiaten blieben nur noch zwei Akteure aus dem WM-Halbfinale 2002, das Deutschland mit 1:0 gewann, übrig: Der niederländische Trainer Johannes Bonfrere konnte auf Torhüter Jae Woon Lee sowie Frankfurts Du Ri Cha zurückgreifen.
Vor rund 45 755 Zuschauern im Asian Stadium versuchte die deutsche Elf von Beginn an, das Spiel an sich zu reißen. Doch gegen die eher defensiv eingestellten und in den Zweikämpfen sehr resolut zur Sache gehenden Südkoreaner tat sich die Klinsmann-Mannschaft zunächst schwer, eine Lücke zu finden.
Das Team des niederländischen Trainers Bonfrere beschränkte sich aber nicht nur auf die Abwehr, sondern stürzte die deutsche Hintermannschaft mit langen Bällen und blitzartig vorgetragenen Angriffen, bei denen die Stürmer ihre Schnelligkeit ausspielen konnten, immer wieder in Verlegenheit.
Aus einem dieser Angriffe resultierte auch die Führung des WM-Vierten von 2002: Nach einem Ballverlust von Ballack wurde der Ball weit auf die rechte Seite geschlagen, wo Dong Gook Lee bis zur Grundlinie durchkam. Die Flanke des Ex-Bremers wurde zwar von Friedrich weggeköpft, doch Dong Jin Kim traf mit einem Volleyschuss von der Strafraumgrenze genau ins rechte Toreck (16.).
Die Führung beflügelte die Südkoreaner, die durch ihre couragierte Gangart die deutschen Spieler immer wieder zu Ballverlusten im Mittelfeld zwangen. Doch aus einem der Fouls konnte die DFB-Auswahl dann Kapital schlagen: Ballack schlenzte einen Freistoß nach 24 Minuten zum Ausgleich ins Netz.
Nach dem Ausgleich lief der Ball dann deutlich besser durch die Reihen der deutschen Spieler. Bis zur Pause konnte sich die Klinsmann-Elf noch einige gute Chancen erspielen, die jedoch ungenutzt verstrichen. Direkt nach dem Ausgleich verzog Klose freistehend vor dem südkoreanischen Tor (26.), in der 30. Minute setzte Jin Kyu Kim einen Kopfball an den eigenen Pfosten.
Nach dem Kabinengang brachte Klinsmann auf der rechten Abwehrseite für den müde wirkenden Hinkel den Bielefelder Shootingstar Owomoyela. Die deutsche Elf erwischte im zweiten Durchgang den besseren Start. Bei einer sehenswerten Kombination über Klose und Lahm klärte Dong Hyuk Park im letzten Moment (49.), vier Minuten späte prüfte Lahm Südkoreas Torhüter Jae Woon Lee mit einem Distanzschuss.
Die Südkoreaner hielten jedoch mit großem Einsatz weiterhin dagegen und suchten nach einiger Zeit auch wieder verstärkt den Weg Richtung deutsches Tor. Nach einer Stunde Spielzeit erhöhte Jürgen Klinsmann den Druck und schickte für Schweinsteiger mit Podolski einen zusätzlichen Stürmer auf das Feld.
Aber die Maßnahme zahlte sich nicht aus. Die Südkoreaner wurden mutiger und konnten das Spiel nun offener gestalten. Da bei den schnell vorgetragenen Angriffen die letzte Konsequenz im Strafraum fehlte, geriet das deutsche Tor zunächst aber nicht in Gefahr.
Doch in der 71. Minute gingen die Südkoreaner erneut in Führung: Eine zu kurze Kopfball-Abwehr von Owomoyela verwandelte Dong Gook Lee mit einem prächtigen Drehschuss in den rechten Torwinkel zum 2:1 für die Asiaten. Torhüter Oliver Kahn war bei dem Gegentreffer ohne jede Abwehrchance.
Klinsmann reagierte auf den Rückstand und brachte mit Asamoah für Kuranyi eine frische Offensivkraft. Die deutsche Mannschaft versuchte in der Schlussviertelstunde einen Gang höher zu schalten, doch das Aufbauspiel der deutschen Elf war zu durchsichtig, so dass die weiterhin aufopferungsvoll kämpfenden Südkoreaner immer wieder klären konnten.
So kam die deutsche Elf kaum zu Chancen. Und selbst ein Handelfmeter, den Jae Hong Park verursachte (85.), reichte nicht zum Ausgleich. Ballack scheiterte mit dem Strafstoß am glänzend reagierenden Jae Woon Lee.
So war es Jae Jin Cho vorbehalten, gegen die aufgerückte deutsche Elf für die Entscheidung zu sorgen: Nach Cha-Vorlage erzielte der Japan-Legionär drei Minuten vor Spielende das 3:1 für Südkorea.
Die deutsche Nationalmannschaft musste im sechsten Spiel unter Bundestrainer Jürgen Klinsmann die erste Niederlage hinnehmen. Die deutsche Elf unterlag in einer Neuauflage des WM-Halbfinales von 2002 der Auswahl Südkoreas mit 1:3 (1:1). Die Asiaten überzeugten besonders mit unbändigem Kampfgeist und nutzten die Fehlerquote im Aufbauspiel der Klinsmann-Elf aus.
Quelle: kicker.de