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Flutkatastrophe - auch Sportler betroffen !
Verfasst: Donnerstag 30. Dezember 2004, 17:36
von Jürgen K.
Thomales in Phuket verletzt
Ex-Coach und seine Frau in Klinik
KASSEL (FZ) Bei der Flutkatastrophe in Asien sind auch der ehemalige Trainer des Fußball-Oberligisten Hessen Kassel, Hans-Ulrich Thomale, und seine Ehefrau Regine schwer verletzt worden. Die Thomales hielten sich im thailändischen Touristengebiet Phuket auf, als sie von der Flut überrascht wurden. Beide erlitten gravierende Blessuren: Hans-Ulrich Thomale zwei Rippenbrüche und Schnittwunden, seine Frau ebenfalls Rippenbrüche und eine Hüftfraktur. Der frühere Coach der „Löwen“ sollte allerdings gestern schon wieder über Bangkok nach Frankfurt zurückgeflogen werden.
Zunächst war das Schicksal von Regine Thomale ungewiss, nachdem sie als vermisst gemeldet worden war. Dann aber stellte sich heraus, dass sie im selben Krankenhaus wie ihr Mann behandelt wurde. Dies erklärt der älteste Sohn der Familie, Michael, auf der Website des KSV Hessen.
30.12.2004
Verfasst: Donnerstag 30. Dezember 2004, 17:43
von Jürgen K.
Tsunami-Katastrophe: Muster kommt mit Schrecken davon
Sportstars aus aller Welt entkommen der Tsunami-Katastrophe im Paradies unbeschadet
Wien - Von dem verheerenden Seebeben in Südasien waren auch ÖTV-Daviscup-Teamchef Thomas Muster und seine Freundin, die ORF-Moderatorin Kathi Wenusch, betroffen.
Das Pärchen, das auf einer Insel im Südwesten der Malediven urlaubte, kam jedoch mit dem Schrecken davon.
Das Wetter sei schön und wolkenlos gewesen, die Flut sei ganz plötzlich und ohne Vorwarnung gekommen, berichtete Wenusch laut ORF Steiermark.
Die Treppe ihres Bungalows sei dabei weggespült worden.
Drei Meter hohe Welle schwappt über Bungalow
Muster schilderte in der "Kleinen Zeitung" die bangen Minuten: Um drei Uhr früh habe ihr Bungalow wie wild zu wackeln begonnen, "es hat einen Riesenrumpler gemacht."
Eine drei Meter hohe Welle war über das Haus geschwappt - nach 20 Sekunden sei der Spuk aber vorbei gewesen.
Stenmark von Flutwelle überrascht
Neben Thomas Muster sind auch etliche andere Sport-Größen Zeugen der verheerenden Flutwellen in Asien gewesen.
Der frühere schwedische Ski-Star Ingemar Stenmark hat sich nach dem schweren Beben im Indischen Ozean gerade in Sicherheit gebracht.
Der 48-Jährige und seine Freundin Christina Sylvan waren in ihrem thailändischen Urlaubs-Quartier Khok Koli, etwa 50 Kilometer nördlich von Phuket, vom Wasser überrascht worden.
Salihamidzic kommt mit Schrecken davon
Stenmarks Mutter berichtete daheim nach einem Telefonat mit ihrem Sohn, der Slalom- und Riesentorlauf-Olympiasieger von 1980 sei vom Strand aus zu einer höher gelegenen Stelle gelaufen und habe sich dadurch retten können.
Der Vater von Stenmarks Freundin sei von einer Welle erfasst worden, habe sich aber ebenfalls in Sicherheit bringen können.
Hasan Salihamidzic vom deutschen Bundesligisten FC Bayern München und einige italienische Fußball-Stars und kamen auf den Malediven mit dem Schrecken davon.
Salihamidzic gehe es gut, heißt es auf der Internet-Seite des FC Bayern. Der bosnische Nationalspieler und seine Familie sollten danach am Montag ausgeflogen werden.
"Wir hatten keine Zeit, Angst zu haben!"
Der frühere italienische Nationalmannschafts-Kapitän Paolo Maldini war mit seiner Familie beim Eintreffen der Welle auf dem Flughafen von Male kurz vor dem Abflug nach Mailand.
Dort traf er unbeschadet in der Nacht auf Montag ein. "Ich habe nur das Ende der Welle gesehen. Die Startbahn in Male war überschwemmt. Am Flughafen war aber alles ruhig. Vielleicht war es der ruhigste Platz in Male."
"Wir hatten gar keine Zeit, Angst zu haben", sagte Maldini. Gianluca Zambrotta von Juventus Turin kehrte im selben Flugzeug zurück nach Mailand.
"Wir haben überhaupt nicht mitbekommen, was passiert ist. Wir saßen einige Stunden auf dem überschwemmten Flughafen fest und haben alles erst bei CNN im Fernsehen erfahren", erklärte Zambrotta.
Maldinis Teamkollege Filippo Inzaghi vom AC Milan steckt dagegen noch auf den Malediven fest und wartet nach eigenen Worten in der Halle seines Hotels mit 300 weiteren Touristen auf die Rückkehr nach Italien.
ATP-Turnier in Chennai nicht gefährdet
Das Tennis-Turnier im indischen Chennai soll trotz der Katastrophe vom kommenden Montag an wie geplant stattfinden.
Nach Informationen der Profi-Organisation ATP sind weder das 5.800 Zuschauer fassende Nuggambakkam-Stadion noch das Spielerhotel von den Folgen des Bebens betroffen. Dies erklärte am Montag eine Sprecherin am ATP-Europasitz in Monte Carlo.
Sri Lankas Cricket-Nationalmannschaft entschied am Montag, ihre Tournee durch Neuseeland fortzusetzen, allerdings erst nach einer fünftägigen Trauerzeit. Das für Mittwoch geplante Spiel in Napier wurde deshalb verschoben.
Das Team hatte zunächst den Abbruch der Reise und die Rückkehr in den besonders stark heimgesuchten Inselstaat erwogen. Die Länderspiel-Reise von Sri Lankas Junioren-Auswahl nach Pakistan wurde dagegen abgesagt.
Verfasst: Donnerstag 30. Dezember 2004, 17:46
von Jürgen K.
Scharapowa spendet - Pakistan will Benefizspiel
Do 30 Dez, 16:35 Uhr
Berlin (dpa) - Die Flutkatastrophe in Südostasien führt im Sport zu immer mehr Hilfsaktionen. Wimbledonsiegerin Maria Scharapowa spendete für die thailändischen Opfer 10 000 Dollar (7 350 Euro). Die 17-jährige Russin übergab das Geld in Bangkok an Ministerpräsident Thaksin Shinawatra.
Die Tennisspielerin hält sich in Thailand auf, wo sie ein Showmatch gegen die frühere Weltranglistenerste Venus Williams (USA) bestreiten wird. Beide Asse wollen sich auch zu Werbezwecke für den Tourismus in Thailand nach der Katastrophe zur Verfügung stellen.
Der FC Everton steht an der Spitze mehrerer englischer Profi-Fußballvereine, die Spendenkonten eingerichtet haben. Das Team aus Liverpool hat einen Sponsor aus Thailand, wo englischer Fußball dank der Fernsehübertragungen sehr populär ist. Evertons Vereinsführung kündigte an, weitere Clubs aus der Premier League wegen finanzieller Hilfe für die Opfer anzusprechen.
Auch im Cricket zeichnet sich bemerkenswerte Hilfe ab. Pakistans Verband schlug ein für wohltätige Zwecke bestimmtes Drei-Nationen- Turnier mit dem verfeindeten Nachbarn Indien und Sri Lanka vor. «Wir haben Indiens Verbandspräsident in einem Brief gebeten, sich dieser edlen Sache anzuschließen», erklärte ein Verbandssprecher in Pakistans Hauptstadt Islamabad.
Englands Nationalspieler und der Verband spendeten am Rande ihrer Tournee durch Südafrika umgerechnet 28 000 Euro. Die traditionell zahlreichen englischen Cricket-Fans wollen mit Spenden und Versteigerungen von Spieler-Utensilien noch einmal die gleiche Summe sammeln. Das englische Team spielte im vergangenen Jahr unter anderem in Galle im Süden Sri Lankas, das schwere Schäden durch die Flut erlitt. Auch das Cricket-Stadion der Stadt ist davon betroffen.
Wegen der immer weiter steigenden Opferzahlen in der Heimat entschloss sich die Cricket-Nationalmannschaft Sri Lankas nun doch, ihre Länderspielreise durch Neuseeland abzubrechen. «Wir sind sehr erleichtert. Niemand konnte an Cricket denken», sagte Teammanager Brendon Kuruppu laut BBC in Auckland. Die Mütter zweier Spieler waren durch die Flutwelle am Sonntag verletzt worden. Allerdings wird die Mannschaft erst am Samstag daheim eintreffen, da zuvor keine Flüge verfügbar waren.
Das Halbfinal-Rückspiel um den Tiger Cup zwischen den Fußball- Nationalmannschaften aus Malaysia und Indonesien wurde wegen der Katastrophe um zwei Tage auf den 3. Januar verschoben.