LKZ: Tobias Gitschier überzeugt die Experten schnell
Verfasst: Donnerstag 3. März 2005, 09:07
Tobias Gitschier überzeugt die Experten schnell
Die große Sporttasche mit allem, was ein Jugendnationalspieler so braucht, liegt oben im Flur. Der Leonberger Tobias Gitschier hat sie im November vom Deutschen Fußball-Bund bekommen. In Fulda absolvierte er gegen Schottland sein erstes Länderspiel mit der U-19-Auswahl.
Von Andreas Klingbeil
Tobias Gitschier ist ein Beispiel dafür, wie wichtig gute Nachwuchsarbeit an der Basis ist - und dass eben nicht jeder Nachwuchskicker bei einem Bundesligisten anfangen muss, um es später einmal ganz nach oben zu schaffen.
Bereits als Fünfjähriger schnürte (oder ließ schnüren) der kleine Tobias die Fußballschuhe für den TSV Eltingen. Kein Wunder: Schließlich trug auch sein Vater Johannes, derzeit Trainer der Eltinger B-Jugend, das Trikot der Gelb-Schwarzen. Früh stellten sich die Erfolge ein: Die württembergische Vizemeisterschaft bei den F-Junioren oder der Aufstieg mit der C-Jugend in die höchste Spielklasse auf Landesebene fallen dem inzwischen 18-Jährigen spontan ein.
Dabei hat Tobias Gitschier die so genannten Experten immer schnell überzeugt. Im zweiten C-Jugendjahr wurde er zum Länderpokal in Duisburg für die Auswahl des Württembergischen Fußballverbandes nachnominiert - von da an war er Stammspieler. Ganz ohne Probetraining holten ihn die Stuttgarter Kickers mit 16 nach Degerloch. "Der damalige Kickers-Koordinator hat sich bei mir gemeldet und gesagt, dass ich kommen soll, ohne dass er mich einmal hat spielen sehen'', wundert sich der Leonberger auch heute noch.
Aus dem Stürmer war ein Mittelfeldspieler geworden, und als Gitschier im Bundesliga-Team in der A-Jugend gegen Bayern München erstmals eingewechselt wurde, fand er sich in der Innenverteidigung wieder. Seitdem ist er aus der Viererkette der Kickers nicht wegzudenken, Trainer Wolfgang Schneck machte ihn zu Beginn dieser Saison sogar zum Kapitän.
Den vorläufigen Höhepunkt der noch jungen Karriere erlebte der Gymnasiast an der Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule in Stuttgart (Eliteschule des Sports) im vergangenen November. Als einziger Vertreter eines Regionalligateams feierte er in Fulda beim 1:1 gegen Schottland ein 78-minütiges Debüt in der U-19-Auswahl. Es folgten die Teilnahme am Wintertrainingslager in Katar, wo der 18-Jährige im Spiel gegen die Gastgeber gleich sein erstes Länderspieltor erzielte, sowie ein Einsatz beim 1:1 in Griechenland.
Der Erfolg fliegt Gitschier nicht einfach zu. Dreimal pro Woche trainiert er beim Regionalligateam der Kickers mit, dazu kommen abends vier Einheiten in der Woche bei den A-Junioren. So ganz nebenbei bereitet er sich auch noch auf das Abitur vor. Auf dem Zeugnis soll eine Eins vor dem Komma stehen, hat sich der Youngster fest vorgenommen. Im Gegensatz zu seinen Mannschaftskollegen saß er in Katar deshalb auch zweimal täglich über den Büchern. Was ihm die meisten voraushaben, ist ein bereits unterzeichneter Profi- oder Amateurvertrag. Gitschier: "Ich will erst einmal mit dem Fußball weitermachen und mein Geld damit verdienen. Mal schauen, was sich ergibt.''
Leonberger Kreiszeitung
Die große Sporttasche mit allem, was ein Jugendnationalspieler so braucht, liegt oben im Flur. Der Leonberger Tobias Gitschier hat sie im November vom Deutschen Fußball-Bund bekommen. In Fulda absolvierte er gegen Schottland sein erstes Länderspiel mit der U-19-Auswahl.
Von Andreas Klingbeil
Tobias Gitschier ist ein Beispiel dafür, wie wichtig gute Nachwuchsarbeit an der Basis ist - und dass eben nicht jeder Nachwuchskicker bei einem Bundesligisten anfangen muss, um es später einmal ganz nach oben zu schaffen.
Bereits als Fünfjähriger schnürte (oder ließ schnüren) der kleine Tobias die Fußballschuhe für den TSV Eltingen. Kein Wunder: Schließlich trug auch sein Vater Johannes, derzeit Trainer der Eltinger B-Jugend, das Trikot der Gelb-Schwarzen. Früh stellten sich die Erfolge ein: Die württembergische Vizemeisterschaft bei den F-Junioren oder der Aufstieg mit der C-Jugend in die höchste Spielklasse auf Landesebene fallen dem inzwischen 18-Jährigen spontan ein.
Dabei hat Tobias Gitschier die so genannten Experten immer schnell überzeugt. Im zweiten C-Jugendjahr wurde er zum Länderpokal in Duisburg für die Auswahl des Württembergischen Fußballverbandes nachnominiert - von da an war er Stammspieler. Ganz ohne Probetraining holten ihn die Stuttgarter Kickers mit 16 nach Degerloch. "Der damalige Kickers-Koordinator hat sich bei mir gemeldet und gesagt, dass ich kommen soll, ohne dass er mich einmal hat spielen sehen'', wundert sich der Leonberger auch heute noch.
Aus dem Stürmer war ein Mittelfeldspieler geworden, und als Gitschier im Bundesliga-Team in der A-Jugend gegen Bayern München erstmals eingewechselt wurde, fand er sich in der Innenverteidigung wieder. Seitdem ist er aus der Viererkette der Kickers nicht wegzudenken, Trainer Wolfgang Schneck machte ihn zu Beginn dieser Saison sogar zum Kapitän.
Den vorläufigen Höhepunkt der noch jungen Karriere erlebte der Gymnasiast an der Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule in Stuttgart (Eliteschule des Sports) im vergangenen November. Als einziger Vertreter eines Regionalligateams feierte er in Fulda beim 1:1 gegen Schottland ein 78-minütiges Debüt in der U-19-Auswahl. Es folgten die Teilnahme am Wintertrainingslager in Katar, wo der 18-Jährige im Spiel gegen die Gastgeber gleich sein erstes Länderspieltor erzielte, sowie ein Einsatz beim 1:1 in Griechenland.
Der Erfolg fliegt Gitschier nicht einfach zu. Dreimal pro Woche trainiert er beim Regionalligateam der Kickers mit, dazu kommen abends vier Einheiten in der Woche bei den A-Junioren. So ganz nebenbei bereitet er sich auch noch auf das Abitur vor. Auf dem Zeugnis soll eine Eins vor dem Komma stehen, hat sich der Youngster fest vorgenommen. Im Gegensatz zu seinen Mannschaftskollegen saß er in Katar deshalb auch zweimal täglich über den Büchern. Was ihm die meisten voraushaben, ist ein bereits unterzeichneter Profi- oder Amateurvertrag. Gitschier: "Ich will erst einmal mit dem Fußball weitermachen und mein Geld damit verdienen. Mal schauen, was sich ergibt.''
Leonberger Kreiszeitung