Nackte WM-Helden ließen sich von Frauen verwöhnen
Verfasst: Sonntag 10. April 2005, 15:25
WM-Torwart Illgner schrieb einen Enthüllungsroman
„Nackte WM-Helden ließen
sich von Frauen verwöhnen“
Sie waren das schillerndste Paar des deutschen Fußballs. Weltmeister-Torwart Bodo Illgner (37) und seine extravagante Ehefrau und Managerin Bianca (42). Er spielte beim 1. FC Köln und Real Madrid, wurde 1990 Weltmeister.
Nach der verkorksten WM 1994 trat er als Nationalspieler zurück. Jetzt haben die Illgners den aufsehenerregenden Tatsachenroman „Alles“ über ihre Erfahrungen in der Fußball-Szene geschrieben. Um sich vor eventuellen Klagen zu schützen, nennen die Illgners keine Original-Namen. Doch nicht nur Kenner der Szene ahnen schnell, um wen es sich dabei wirklich handeln soll. Bodo und Bianca Illgner nennen ihre Hauptpersonen Kevin und Jasmin Bergen.
Über Kevins erste Erfahrungen als Nationalspieler:
„Durch den Gewinn der Vize-Weltmeisterschaft waren sie für mich zu Idolen geworden. Nun war ich einer von ihnen, ich trainierte und lebte im Trainingslager mit ihnen. Um so mehr schockierte mich, was ich sah, als ich gemeinsam mit Hugo an einer kaum angelehnten Tür auf dem Hotelflur vorbeikam. Meine Helden lagen nebeneinander, splitterfasernackt auf dem Bett und ließen sich, im Trainingslager der deutschen Nationalmannschaft(...) von jeweils einer Frau verwöhnen.“
Über den 30. Geburtstag von Mannschaftskapitän Mike:
„Zu vorgerückter Stunde und nach etlichen Litern Bier wurde eine riesengroße Torte auf einem Tisch hereingefahren (...) und heraus schälte sich Josch, unser verrückter Trainer. Offensichtlich war er sternhagelvoll, denn er begann zu tanzen.“
Dann schreiben Bodo und Bianca Illgner über den neuen Bundestrainer Peter Wadenbein, der Hans Eckenhauer beerbte:
„,Was will der uns denn beibringen? Der konnte doch als Spieler nicht drei Mal den Ball hochhalten!‘ kam die prompte Antwort von Stefan Zoffe. ,Und von Taktik hat der auch überhaupt keine Ahnung.‘
Das Schlimmste aber ist, daß der ein totaler Stoffel ist. Der geht zum Lachen in den Keller. Und kontrollieren tut der auch echt alles. Der Bumms hat ja schon mal unter ihm trainiert und mir einiges erzählt. Der schreibt dir genau vor, wieviel du trinken darfst und wann du ins Bett gehen sollst‘, ergänzte Jo.‘“
Über die WM-Vorbereitung 1994 in Malente:
Wadenbein hatte im Trainingslager Frauen verboten. Torwart Bernd Flieger jedoch durfte Frau und Kinder empfangen. Als Frau Bergen und Tochter auch am nächsten Tag kommen wollten, wurden sie nicht eingelassen. Trainer Wadenbein rief den Mannschaftsrat ein.
„,Kevin, was erlaubst du dir eigentlich? Immer gibt es Ärger mit dir!‘ Total verdutzt fragte ich ihn: ,Was ist denn los, Trainer?‘ ,Wir hatten schon weit im Vorfeld ausgemacht, daß eure Frauen nicht ins Mannschaftsquartier kommen. Und ausgerechnet du hältst dich natürlich wieder nicht daran (...). Deine Frau ist vor einer halben Stunde gekommen, um dich abzuholen.‘ ,Trainer, ich will ja niemanden anscheißen‘, meldete sich mein Zimmernachbar Hugo zu Wort. ,Aber gestern war die komplette Familie, einschließlich Schwiegereltern und Tochter eines Spielers in der Sportschule zum Kaffeetrinken.‘ ,Davon weiß ich nichts. Das einzige, was ich weiß, ist, daß es mit dir, Kevin, immer nur Theater gibt.‘
Alle Regeln des normalen Miteinander schienen bei Peter Wadenbein und Konsorten überhaupt nicht zu zählen! Ich hatte die Schnauze voll!“
Über den Ärger mit Bundestrainer Wadenbein bei der WM 1994:
Bei einem Empfang haben sich Kevin und Stefan vorzeitig verabschiedet und ihre Frauen besucht. „Pünktlich um viertel vor zwölf standen der Tiger und ich im Aufzug und waren auf dem Weg in unsere Etage. Unerwarteterweise hielt der Fahrstuhl aber schon im vorletzten Stock. Langsam glitt die Tür auf und im Eingang stand, wie John Wayne in seinen besten Tagen, Peter Wadenbein.“
Er macht ihnen Vorwürfe, sie seien zu früh gegangen. „,Immer Ausreden, immer ihr. Ich bin es leid mit euch, vor allem mit dir, Kevin. Ab heute will ich, daß ihr euch, jedes Mal bevor ihr das Hotel verlaßt, bei mir abmeldet.‘“
Über ein Abendessen mit Frauen bei der WM 1994:
„Punkt Mitternacht stand Peter Wadenbein auf und sagte: ,Es ist 24 Uhr. Bitte, meine Damen, verlassen Sie das Hotel.‘ Diejenigen von uns, die die charmante Art von Hans Eckenhauer kennengelernt hatten, schüttelten verständnislos den Kopf. Was für ein peinlicher Auftritt unseres Trainers!“
Über die allgemeine Abneigung gegen Wadenbein:
„Genau genommen gab es, soviel ich wußte, keinen einzigen, der mit Peter und seiner Art auch nur einigermaßen zurechtkam. Egal, an welchen Tisch man sich setzte oder mit wem man sich unterhielt, jeder hatte etwas an ihm auszusetzen. Besonders auffällig war das Verhalten von Jo. Er lästerte wie kaum ein Zweiter über Peter, schleimte sich aber im gleichen Moment, wenn der Trainer anwesend war, wieder ein.“
Über den Rücktritt von Kevin nach dem WM-Aus 1994:
„Ich sah den Trainer in einer Ecke der Kabine stehen und wußte, daß das der Moment war, ihn zu informieren. ,Trainer, unter Ihnen werde ich nie mehr in der Nationalmannschaft spielen. Sie sind ein Lügner und deshalb trete ich zurück. Mehrfach haben Sie mich und andere in den letzten Wochen angelogen! Nach außen werde ich mich ruhig verhalten, aber Sie sollen wissen, daß das für mich der Grund ist.‘
Ich drehte mich um und ging unter die Dusche. Er sagte nichts. Jetzt war es endgültig. Ich mußte nur noch die Öffentlichkeit informieren, bevor dieser Linkmichel irgendwelche Schauermärchen in die Welt setzen konnte.“ Zu Jasmin sagte Kevin: ,Ich bin froh, daß ich die Fratze nicht mehr sehen muß!‘“
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Quelle: bild.de
„Nackte WM-Helden ließen
sich von Frauen verwöhnen“
Sie waren das schillerndste Paar des deutschen Fußballs. Weltmeister-Torwart Bodo Illgner (37) und seine extravagante Ehefrau und Managerin Bianca (42). Er spielte beim 1. FC Köln und Real Madrid, wurde 1990 Weltmeister.
Nach der verkorksten WM 1994 trat er als Nationalspieler zurück. Jetzt haben die Illgners den aufsehenerregenden Tatsachenroman „Alles“ über ihre Erfahrungen in der Fußball-Szene geschrieben. Um sich vor eventuellen Klagen zu schützen, nennen die Illgners keine Original-Namen. Doch nicht nur Kenner der Szene ahnen schnell, um wen es sich dabei wirklich handeln soll. Bodo und Bianca Illgner nennen ihre Hauptpersonen Kevin und Jasmin Bergen.
Über Kevins erste Erfahrungen als Nationalspieler:
„Durch den Gewinn der Vize-Weltmeisterschaft waren sie für mich zu Idolen geworden. Nun war ich einer von ihnen, ich trainierte und lebte im Trainingslager mit ihnen. Um so mehr schockierte mich, was ich sah, als ich gemeinsam mit Hugo an einer kaum angelehnten Tür auf dem Hotelflur vorbeikam. Meine Helden lagen nebeneinander, splitterfasernackt auf dem Bett und ließen sich, im Trainingslager der deutschen Nationalmannschaft(...) von jeweils einer Frau verwöhnen.“
Über den 30. Geburtstag von Mannschaftskapitän Mike:
„Zu vorgerückter Stunde und nach etlichen Litern Bier wurde eine riesengroße Torte auf einem Tisch hereingefahren (...) und heraus schälte sich Josch, unser verrückter Trainer. Offensichtlich war er sternhagelvoll, denn er begann zu tanzen.“
Dann schreiben Bodo und Bianca Illgner über den neuen Bundestrainer Peter Wadenbein, der Hans Eckenhauer beerbte:
„,Was will der uns denn beibringen? Der konnte doch als Spieler nicht drei Mal den Ball hochhalten!‘ kam die prompte Antwort von Stefan Zoffe. ,Und von Taktik hat der auch überhaupt keine Ahnung.‘
Das Schlimmste aber ist, daß der ein totaler Stoffel ist. Der geht zum Lachen in den Keller. Und kontrollieren tut der auch echt alles. Der Bumms hat ja schon mal unter ihm trainiert und mir einiges erzählt. Der schreibt dir genau vor, wieviel du trinken darfst und wann du ins Bett gehen sollst‘, ergänzte Jo.‘“
Über die WM-Vorbereitung 1994 in Malente:
Wadenbein hatte im Trainingslager Frauen verboten. Torwart Bernd Flieger jedoch durfte Frau und Kinder empfangen. Als Frau Bergen und Tochter auch am nächsten Tag kommen wollten, wurden sie nicht eingelassen. Trainer Wadenbein rief den Mannschaftsrat ein.
„,Kevin, was erlaubst du dir eigentlich? Immer gibt es Ärger mit dir!‘ Total verdutzt fragte ich ihn: ,Was ist denn los, Trainer?‘ ,Wir hatten schon weit im Vorfeld ausgemacht, daß eure Frauen nicht ins Mannschaftsquartier kommen. Und ausgerechnet du hältst dich natürlich wieder nicht daran (...). Deine Frau ist vor einer halben Stunde gekommen, um dich abzuholen.‘ ,Trainer, ich will ja niemanden anscheißen‘, meldete sich mein Zimmernachbar Hugo zu Wort. ,Aber gestern war die komplette Familie, einschließlich Schwiegereltern und Tochter eines Spielers in der Sportschule zum Kaffeetrinken.‘ ,Davon weiß ich nichts. Das einzige, was ich weiß, ist, daß es mit dir, Kevin, immer nur Theater gibt.‘
Alle Regeln des normalen Miteinander schienen bei Peter Wadenbein und Konsorten überhaupt nicht zu zählen! Ich hatte die Schnauze voll!“
Über den Ärger mit Bundestrainer Wadenbein bei der WM 1994:
Bei einem Empfang haben sich Kevin und Stefan vorzeitig verabschiedet und ihre Frauen besucht. „Pünktlich um viertel vor zwölf standen der Tiger und ich im Aufzug und waren auf dem Weg in unsere Etage. Unerwarteterweise hielt der Fahrstuhl aber schon im vorletzten Stock. Langsam glitt die Tür auf und im Eingang stand, wie John Wayne in seinen besten Tagen, Peter Wadenbein.“
Er macht ihnen Vorwürfe, sie seien zu früh gegangen. „,Immer Ausreden, immer ihr. Ich bin es leid mit euch, vor allem mit dir, Kevin. Ab heute will ich, daß ihr euch, jedes Mal bevor ihr das Hotel verlaßt, bei mir abmeldet.‘“
Über ein Abendessen mit Frauen bei der WM 1994:
„Punkt Mitternacht stand Peter Wadenbein auf und sagte: ,Es ist 24 Uhr. Bitte, meine Damen, verlassen Sie das Hotel.‘ Diejenigen von uns, die die charmante Art von Hans Eckenhauer kennengelernt hatten, schüttelten verständnislos den Kopf. Was für ein peinlicher Auftritt unseres Trainers!“
Über die allgemeine Abneigung gegen Wadenbein:
„Genau genommen gab es, soviel ich wußte, keinen einzigen, der mit Peter und seiner Art auch nur einigermaßen zurechtkam. Egal, an welchen Tisch man sich setzte oder mit wem man sich unterhielt, jeder hatte etwas an ihm auszusetzen. Besonders auffällig war das Verhalten von Jo. Er lästerte wie kaum ein Zweiter über Peter, schleimte sich aber im gleichen Moment, wenn der Trainer anwesend war, wieder ein.“
Über den Rücktritt von Kevin nach dem WM-Aus 1994:
„Ich sah den Trainer in einer Ecke der Kabine stehen und wußte, daß das der Moment war, ihn zu informieren. ,Trainer, unter Ihnen werde ich nie mehr in der Nationalmannschaft spielen. Sie sind ein Lügner und deshalb trete ich zurück. Mehrfach haben Sie mich und andere in den letzten Wochen angelogen! Nach außen werde ich mich ruhig verhalten, aber Sie sollen wissen, daß das für mich der Grund ist.‘
Ich drehte mich um und ging unter die Dusche. Er sagte nichts. Jetzt war es endgültig. Ich mußte nur noch die Öffentlichkeit informieren, bevor dieser Linkmichel irgendwelche Schauermärchen in die Welt setzen konnte.“ Zu Jasmin sagte Kevin: ,Ich bin froh, daß ich die Fratze nicht mehr sehen muß!‘“
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Quelle: bild.de