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Spielberichte Kickers - Siegen

Verfasst: Sonntag 17. April 2005, 08:55
von Die Macht im Schwabenland
c.s. irsport) Einen kleinen Eklat gab es nach dem Spiel in der Pressekonferenz, als Siegens Trainer Ralf Loose in seiner Analyse zum Spiel sagte, dass die Kickers in den letzten 20 Spielminuten einzig und allein darauf ausgewesen wären seinen Mittelstürmer Patrick Helmes zu verletzen. Das brachte ihm nicht nur Buh- und Pfuirufe ein sondern auch die passende Antwort seines Stuttgarter Kollegen Robin Dutt. Herr Kollege, so der Stuttgarter Coach, das lass ich meiner Mannschaft nicht nachsagen und kann ich so auch nicht stehen lassen. Diese Behauptung geht weit unter die Gürtellinie, denn meine Mannschaft hat Einsatz aber auch sportliche Fairniss gezeigt. Deshalb ist die Äusserung nicht nur unpassend sondern völlig aus der Luft gegriffen.
Es war ein Spiel, dass durch dieses torlose Remis mit einem gerechten Ergebnis ausging, denn Möglichkeiten und direkte Torchancen waren fast gleichmässig verteilt. Doch schon nach zwei Spielminuten hatten die Gäste aus dem Siegerland großes Glück, als nach zwei Ecken in Folge das Siegener Tor zweimal nur um Zentimeter verfehlt wurde. Die Kickers spielten forsch nach vorne und der Tabellenzweite war zunächst ausschließlich mit Abwehraufgaben beschäftigt. In der 10. Spielminute dann die erste Möglchkeit für die Sportfreunde durch eine Standardsituation, doch der Freistoß von Patrick Dama strich knapp am Tor von Tino Köstel vorbei. Eine Viertelstunde verging ohne einen Höhepunkt, denn beide Mannschaften versuchten es mit hohen Bällen in den gegnerischen Strafraum. Beide Abwehrreihen standen gut und ließen dabei nichts anbrennen. In der 24. Spielminute war es wieder Patrick Dama, der nach schöner Vorarbeit von Til Bettenstaedt aber knapp verzog. Die Hausherren spielten weiter gut nach vorne und setzten dabei die Siegener unter Druck, doch Zählbares kam dabei nicht heraus.

Nach dem Seitenwechsel, beide Trainer nahmen keinen Wechsel vor,musste Kickers Keeper Tino Köstel, nach einem Fehler von Alexander Malchow, sein ganzes Können aufbieten, als er Patrick Helmes scheitern ließ. Auch eine scharfe Hereingabe von Björn Weikl macht der Stuttgarter Schlussmann zunichte. In der 61. Spielminute konnte auch Siegens Schlussmann Adnan Masic beweisen, dass er ein Guter ist, als er einen Freistoss von Mirnes Mesic sicher parierte. Vier Minuten später verzog der selbe Stuttgarter Stürmer in aussichtsreicher Position, nach herrlichem Zuspiel von Moritz Steinle. Dann bewiesen beide Keeper innerhalb von fünf Spielminuten ihre Klasse. Zunächst Adnan Masic, als er einen Kopfball von Alexander Malchow mit einem Superreflex zur Ecke lenken konnte. Wenig später machte Tino Köstel einen platzierten Distanzschuss von Björn Weikl mit einer Superparade zunichte. So blieb es beim allen in allem gerechten Unentschieden. Die Kickers haben jetzt ein wenig Luft nach unten und können, mit der heute gezeigten Leistung auf weitere Punkte hoffen.

Stuttg.Kickers
Aufstellung:
Tor: Tino Köstel
Abwehr: Oliver Barth
Abwehr: Moritz Steinle
Abwehr: Alexander Malchow
Abwehr: Jens Härter
Abwehr: Marcel Schreiber
Mittelfeld: Heiko Gumper
Mittelfeld: Mustafa Akcay
Mittelfeld: Mustafa Parmak
Sturm: Mirnes Mesic
Sturm: Suad Rahmanovic

Auswechslungen:
60. min: Oliver Stierle (Mittelfeld) für Marcel Schreiber (Abwehr)


SF Siegen
Aufstellung:
Tor: Adnan Masic
Abwehr: Cem Islamoglu
Abwehr: Marco Stark
Abwehr: Harry Ylönen
Mittelfeld: Björn Weikl
Mittelfeld: Peter Nemeth
Mittelfeld: Andreas Nauroth
Mittelfeld: Patrick Dama
Mittelfeld: Robert Vujevic
Sturm: Til Bettenstaedt
Sturm: Patrick Helmes

Auswechslungen:
51. min: Sascha Bäcker (Abwehr) für Harry Ylönen (Abwehr)
73. min: Ralf Schmitt (Sturm) für Andreas Nauroth (Mittelfeld)
76. min: Nils Döring (Abwehr) für Patrick Dama (Mittelfeld)

Karten:
Gelb: Harry Ylönen (Abwehr)



Schiedsrichter: Walter Hofmann (Ansbach)
Zuschauer: 2710


www.irsport.de

Verfasst: Sonntag 17. April 2005, 09:39
von Tacheles
Also mein lieber Herr Loose, ihr kleiner Helmes war einfach nur schlecht am gestrigen Spieltag -und leicht fallen tut er obendrein...

Verfasst: Sonntag 17. April 2005, 09:45
von Die Macht im Schwabenland
Torloses Unentschieden gegen Sportfreunde Siegen
Keine Tore gab es heute für die 2710 Zuschauer im GAZi-Stadion auf der Waldau zu sehen. Gegen den Tabellenzweiten der Regionalliga Süd zeigte die Mannschaft von Trainer Robin Dutt eine konzentrierte und disziplinierte Leistung. Beide Mannschaften ließen wenige gute Möglichkeiten des Gegner zu und machten kaum Fehler. Die dennoch gute Regionalligapartie wurde von beiden Teams taktisch sehr diszipliniert geführt, so dass am Ende ein gerechtes Unentschieden stand.

Zur Aufstellung: Kickers-Trainer Robin Dutt stellte gegen die Sportfreunde aus Siegen, die zuletzt acht Siege in Folge feierten, folgendes Team auf: In die Viererabwehrkette spielten zentral Alexander Malchow neben Oliver Barth, rechts Moritz Steinle, links Jens Härter. Im zentralen defensiven Mittelfeld stand neben Heiko Gumper wieder Mustafa Akcay, Mustafa Parmak auf dem rechten Flügel und Marcel Schreiber auf dem linken komplettierten das Mittelfeld, in dem Trainer Robin Dutt den eigentlichen Spielmacher erneut „einsparte“, dafür wieder mit zwei defensiven Mittelfeldspielern, die auch ihren Teil für eine überzeugende Abwehrarbeit über die gesamten 90 Minuten gegen den starken Siegener Sturm sorgten. Vorne stürmte wieder Suad Rahmanovic neben Mirnes Mesic.

Zum Spielverlauf:
Die Kickers legten gleich gut los: Nach einem Eckball von Mustafa Parmak köpfte Jens Härter noch knapp am Pfosten vorbei (2), Nur sechzig Sekunden musste Alexander Malchow eigentlich die Führung machen. Nach einem erneuten Parmak-Eckball landete der Kopfball von Oliver Barth vor den Füßen von Alexander Malchow, doch er schob den Ball aus kurzer Distanz leider am Tor vorbei.
Die Gäste aus Siegen hatten mit dem direkten Freistoß von Ylönen die erste Möglichkeit, doch sein Versuch aus gut 25 Metern ging drei Meter am Tor links vorbei (10.). In der 25. Spielminute war es dagegen schon viel knapper: Die Siegener spielten Dama auf der linken Seite auf Strafraumhöhe frei, sein Schuss wurde von Moritz Steinle noch leicht abgefälscht und ging Zentimeter am langen Pfosten vorbei.
Die nächste gute Möglichkeit hatten die Kickers: Einen schönen Steilpass von Mirnes Mesic auf Mustafa Akcay, der zog auf die Torauslinie und passte quer im Fünfmeterraum auf Suad Rahmanaovic, doch Siegens Keeper Masic brachte noch eine Hand dazwischen, so dass die Abwehr auch vor Marcel Schreiber klären konnte (30.).
Vor dem Pausenpfiff noch zwei Möglichkeiten für die Gäste: Nach einem langen Einwurf brachte die Kickers-Abwehr den Ball nicht weit genug weg, Vujevic schoss den Ball knapp am rechten Toreck vorbei (40.). Nach einer Unsicherheit von Tino Köstel, der den Ball nach einer Flanke nicht sicher fangen konnte, klärte Oliver Barth den Ball vor dem einschussbereiten Helmes (43.).
In der zweiten Hälfte war zunächst viel Leerlauf, beide Mannschaften spielten diszipliniert und gingen auch kein Risiko ein. So dauerte es zunächst bis zur 61. Spielminute, als ein verunglückter Befreiungsschlag von Keeper Masic bei Mirnes Mesic landete, der 30 Meter vor dem Tor geschickt durch ein Foul am Schuss aufs leere Tor gestoppt werden konnte. Der anschließende Freistoß vom Mirnes Mesic war keine Gefahr für Masic, der den Schuss sicher abfangen konnte. Die Kickers nahmen nun mehr Fahrt auf und hatten die nächste Chance: Mirnes Mesic setzte sich rechts durch, doch sein scharfer Pass verpassten Heiko Gumper am kurzen und Suad Rahmanovic am langen Pfosten (65.). Ein Distanzschuss von Moritz Steinle aus gut 28 Meter strich knapp über das Tor (73.). Gästetrainer Ralf Loose wechselten nun zwei neue, große Stürmer ein, doch blieben sie gegen die gute Kickers-Abwehr ohne nennenswerte Möglichkeiten. Die sicherlich beste Kickers-Chance hatte Alexander Malchow in der 77. Minute. Nach einem Parmak-Freistoß kam er am Fünfmeterraum frei zum Kopfball, doch Torwart Masic kratzte mit einem tollen Reflex den Ball noch von der Linie.
Die letzte und gleichzeitig beste Chance der Gäste in der 81. Minute. Am rechten Strafraumeck rückte Weikl auf, der den Pass direkt nahm und sein starker Schuss in Richtung linker Torwinkel kam, doch Kickers-Torwart Tino Köstel zeigte in der Situation sein ganzen Können und lenkte den Ball noch über das Tor. Bis zum Schlußpfiff von Schiedsrichter Hofmann blieb es beim torlosen, gerechten Unentschieden. Beide Mannschaften spielten bis zum Schlußpfiff sehr diszipliniert und die Abwehrreihen wussten zu überzeugen, dennoch war es eine gute Regionalligapartie, es fehlten nur die Tore.

Die Trainerstimmen:
Gästetrainer Ralf Loose: „Wir sahen ein recht gutes Spiel, meine Mannschaft war heute auf jeder Position voll auf der Höhe. Sicherlich war das Unentschieden zu wenig, aber die Kickers haben uns das Leben sehr schwer gemacht. In den letzten zwanzig Minuten waren wir klar auf der Siegerstraße. Die Kickers waren oft nur darauf aus, unseren Patrick Helmes zu verletzen. Ich bin mit dem Unentschieden zufrieden, jetzt gilt es beim Heimspiel gegen SV Wehen zu siegen.“
Kickers-Trainer Robin Dutt: „Außer zwei drei guten Möglichkeiten durch einen Schuss von Lama und Vujevic in der ersten und Weikl in der zweiten Hälfte habe ich bei den Gäste keine klare Tormöglichkeit gesehen. Wir hatten unsere drei / vier gute Möglichkeiten, allein in den ersten Minuten müssen wir in Führung gehen. In der ersten Halbzeit hatten wir den Gegner klar im Griff, die mit der Viererkette und sieben Mann sehr defensiv standen, vorne lauerten drei starke Stürmer auf die Konter. In den letzten zwanzig Minuten war Siegen besser, als sie zwei große Stürmer einwechselten. Doch wir sind sehr diszipliniert gestanden und haben nichts zugelassen. Im Spielaufbau hatten wir einige Abspielfehler. Siegen ist gut gestanden und hat dadurch unsere Fehler provoziert. Heute sind wir sicherlich an unsere Grenzen gestoßen, wenn der Gegen er so gut und diszipliniert steht. Meiner Mannschaft vorzuwerfen, Helmes nur verletzen zu wollen, finde ich unterste Schublade.“


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SV Stuttgarter Kickers:
Tino Köstel – Moritz Steinle, Oliver Barth, Alexander Malchow, Jens Härter -, Heiko Gumper, Mustafa Akcay, Marcel Schreiber (60. Oliver Stierle), Mustafa Parmak – Suad Rahmanovic, Mirnes Mesic – Trainer Robin Dutt

SF Siegen:
Adnan Masic - Patrick Dama (76. Nils Döring), Harri Ylönen (52. Sascha Bäcker), Marco Stark, Cern Islamoglu – Peter Nemeth, Robert Vujevic, Björn Weikel - Andreas Nauroth (73. Ralf Schmitt), Til Bettenstaedt, Patrick Melmes – Trainer Ralf Loose

Zuschauer: 2710

Schiedsrichter:
Walter Hofmann (Ansbach)

Gelbe Karten:
Ylönen

Rote Karten: -

Tore:
Fehlanzeige

www.stuttgarter-kickers.de

Verfasst: Montag 18. April 2005, 08:41
von Basti
0:0 gegen Siegen - Die Stuttgarter Kickers brauchen Geld für Qualität
Zwischen Not und Notwendigkeit

Stuttgart - Spiele wie gegen die Sportfreunde Siegen (0:0) legen es unbarmherzig an den Tag. Die Stuttgarter Kickers brauchen einen Schub an sportlicher Qualität. Aber die finanzielle Not prägt weiter den Alltag.

VON GUNTER BARNER

Solche Begegnungen sind nur bedingt geeignet, den Reiz des Fußballs zu erklären. 80 Minuten lang ist nichts passiert - und danach nicht viel. Ein Kopfball von Alexander Malchow (81.) hätte die von Sicherheitsdenken auf beiden Seiten geprägte Partie entscheiden können.

Aber Ex-V**-Torhüter Adnan Masic reagierte prächtig. Auf der Gegenseite fischte Tino Köstel mit den Armen einer Krake den Kracher von Björn Weikl aus dem Tordreieck. Der Rest war harmloses Geplänkel, viele Ballverluste, kein Mut zu Einzelaktionen. Null Risiko auf beiden Seiten führte zu null Toren. "Ich kann mit dem Punkt ganz gut leben'', sagte Kickers-Coach Robin Dutt, "ich hatte Sorge, dass wir in einen Konter laufen.''

Die Blauen mit Mauertaktik im eigenen Stadion: Was in den Niederungen der Regionalliga als die pure Notwendigkeit im Kampf ums sportliche Überleben sinnvoll zu sein scheint, wäre auf Degerlochs Höhen vor wenigen Jahren noch als schwerer Verstoß gegen die guten Fußballsitten gegeißelt worden.

Einer, der das bestätigen könnte, saß im Stadion: Paul Linz, Coach bei Eintracht Trier - ehemals Trainer bei den Stuttgarter Kickers. Die blaue Gemeinde (2710 Zuschauer) war sich ausnahmsweise einig: Den hätten wir nie entlassen dürfen!

Seit große Geschichte und Tradition in Reihen der Blauen keinen inneren Wert mehr darstellen, weil sie nur störend und ärgerlich wirken auf jene, die sie selbst nie erleben durften, prallen gefühlte und tatsächliche Welten auf der Waldau hart aufeinander. Das führt zur Spaltung des Vereins und nährt den Unmut über Hans Kullen. Der Präsident ermisst den Wert eines Helfers nicht an seinen Verdiensten, sondern an der Dicke seines Geldbeutels. Was nachvollziehbar ist, wenn es stimmt, was niemand dementiert: Weit über 700 000 Euro soll der Versicherungskaufmann inzwischen zugeschossen haben. Monatlich fehlten zuletzt angeblich 50 000 Euro in der Kasse - was Kullen aber bestreitet. Die einen feiern den rustikalen Chef als Retter, die anderen sehen in ihm die Inkarnation des Untergangs.

So oder so: Die Lage bleibt dramatisch - und sie erscheint geradezu ausweglos, wenn man die Not der sportlichen Notwendigkeit gegenüberstellt. Kreuzbrav kickt Dutts Auswahl vor sich hin. Einige Spieler arbeiten hart am Limit, andere sind bereits überfordert. Aber auch nach dem ehrenwerten 0:0 gegen den Tabellenzweiten aus Siegen, bleibt die Gewissheit, dass gar nicht so viel fehlt, um aus einer durchschnittlichen eine gute Mannschaft zu machen. Es fehlt an sportlicher Qualität. Aber die kostet Geld, das die Kickers nicht haben. Himmel, hilf!


Kickers: Köstel - Steinle, Malchow, Barth, Härter - Parmak, Gumper, Akcay, Schreiber (60. Stierle) - Mesic, Rahmanovic.

:arrow: http://www.leonberger-kreiszeitung.de/d ... 0038.shtml

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Die Räder greifen wieder

Disziplinierte Kickers sind mit einem Punkt gegen Siegen zufrieden - Eklat in der Pressekonferenz

Stuttgart - Der Aufwärtstrend bei den Stuttgarter Kickers hält an. Beim 0:0 gegen den Tabellenzweiten SF Siegen zeigte der Fußball-Regionalligist eine taktisch beeindruckende Leistung und bewies kühlen Kopf. Obwohl sie mehr Torchancen hatten, werteten die Stuttgarter den einen Zähler als Punktgewinn.

Von Sigor Paesler

Die aufregendste Szene spielte sich in der Pressekonferenz ab. Siegens Trainer Ralf Loose begründete die wenigen Chancen seiner Stürmer nicht mit der taktisch und individuell starken Defensivarbeit der Kickers. Für ihn lag es "auch daran, dass die Stuttgarter von Beginn an darauf aus waren, Patrick Helmes zu verletzen". Robin Dutt reagierte empört. Zwar hatte auch der Stuttgarter Übungsleiter ein hartes Foul an dem Top-Torjäger der Liga gesehen - die einzige Gelbe Karte gab es aber nicht für diese Attacke. "Jeder kennt uns als faire Sportsleute. Kollege, das war unter der Gürtellinie", konterte Dutt.

Auf dem Rasen gab es weniger Emotionen und die hochkarätigen Torchancen waren an einer Hand abzuzählen. Dennoch war es ein gutes Spiel. Freunde des gepflegten Offensivfußballs, zu denen eigentlich auch Dutt gehört, mögen den Stuttgartern mangelnde Risikobereitschaft vorwerfen. Am Ende aber mag Looses verbaler Ausfall auch darin begründet sein, dass sich der Siegener Coach einfach darüber ärgerte, dass Dutts Rechnung aufgegangen war. Denn die Kickers behielten ihre disziplinierte Spielweise konsequent bis zum Schlusspfiff bei - wohl wissend, dass Siegen aus einer dichten Defensive heraus auf Konter der schnellen Stürmer setzt. Hätten die Stuttgarter am Ende alles oder nichts gespielt, wäre die Gefahr groß gewesen, mit Nichts dazustehen. "Wir haben darüber nachgedacht", gab Dutt zu, "aber man kann gegen den Zweiten mal mit einem Punkt zufrieden sein, auch angesichts der englischen Wochen." Zumal, wenn die Ausbeute der vergangenen drei Spiele gegen Gegner aus der oberen Tabellenhälfte nun sieben Zähler beträgt.



"Keine Wursttruppe"
So sah es auch Alexander Malchow, der hinten alles abräumte und mit einem Kopfball in der 78. Minute sogar die größte Chance hatte: "Das war ja keine Wursttruppe, gegen die wir da gespielt haben. Alle haben in der Defensive super geholfen, da hat vorne dann eben manchmal die Kraft gefehlt." In den kommenden Tage beginnen die Gespräche darüber, ob der 35-Jährige noch ein Jahr bei den "Blauen" dranhängt.

Auch aufgrund vieler Verletzungen hat es lange gedauert, aber mittlerweile scheint sich die Kickers-Mannschaft gefunden zu haben. Zwar fehlen in der Offensive die Ideen des derzeit einzigen Verletzten Bashiru Gambo, aber ansonsten greift mittlerweile ein Rad ins andere. Das liegt auch daran, dass die Kurzpass-Schaltzentrale Heiko Gumper / Mustafa Akcay zuvor fast nie gemeinsam auf dem Platz stand. Gleich morgen geht es zum Letzten FC Nöttingen, am Freitag zu Aufstiegskandidat Darmstadt 98.

:arrow: http://www.esslinger-zeitung.de/lokal/l ... /fussball/

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Loose-Statement für Stuttgarter Trainer "unter der Gürtellinie"

Ralf Loose und Robin Dutt (rechts) im Trainerduell nach dem Spiel. Der Blick des Stuttgarter Coachs spricht Bände: Er ist mit der Aussage seine Kollegen nicht einverstanden.

Stuttgart. Buhrufe auf der Pressekonferenz. Missfallens-Kundgebungen für Siegens Trainer Ralf Loose. Nach dem 0:0 im Gazi-Stadion von Stuttgart-Degerloch gegen die Kickers sorgte die Aussage des Chef-Übungsleiters der Sportfreunde für einen mittleren Eklat. "Die Suttgarter", so Looses Statement, "hatten es von Anfang an darauf abgesehen, Patrick Helmes zu verletzen."


Verbales Revanche-Foul oder sachliche Einschätzung einer Szene aus der 10. Minute? Da nämlich nahmen Kickers-Kapitän Oliver Barth und Mustafa Parmak den Siegener Torjäger in die Zange und brachten ihn recht rüde zu Fall.

Fortan war der 21-Jährige quasi aus dem Spiel, klagte am Ende über starke Schmerzen im Knie und war praktisch nur noch Statist auf dem Feld. Das zunächst stark geschwollene Gelenk war gestern schon wieder in "geebneten Bahnen", so dass wohl einem Einsatz am Mittwoch nichts im Wege stehen dürfte.

Looses Gegenüber Robin Dutt mochte die oben zitierte Aussage natürlich nicht auf sich sitzen lassen. "Natürlich", räumte er ein, "war das ein recht hartes Foul an Helmes. Aber Kollege, man sollte im Ton schon korrekt bleiben. Und das hier war unter der Gürtellinie."

Natürlich will sich kein Trainer unterstellen lassen, dass er einen gegnerischen Spieler praktisch zur Jagd freigegeben hat. Doch zeigt die Aussage Looses, dass er sich bedingungslos hinter die Mannschaft stellt und bereit ist, auch unpopuläre Dinge zu äußern. Die Mehrzahl der Anwesenden im Presseraum jedenfalls hatte der Fußball-Lehrer gegen sich aufgebracht.

Aber der Meinungs-Austausch der Trainer ging in etwa auf diesem Niveau weiter. Denn auch in der Spiel-Analysen klafften zwischen den Kontrahenten beträchtliche Lücken.

Während Dutt den Siegenern die recht destruktive Art des Fußball-Spielens vorwarf ("Die standen mit sieben Spielern hinten drin und vertrauten auf die Qualität ihrer Stürmer."), hatte Ralf Loose die Seinen in der letzten halben Stunde "auf der Siegerstraße gesehen".

Für ihn habe die Mannschaft überhaupt ein gutes Spiel gemacht. "Sie war voll auf der Höhe", so der Coach, "konnte allerdings die Chancen nicht nutzen, um hier drei Punkte zu holen."

Dutt: "Ich sehe das Ganze etwas anders. Aber das ist ja das Schöne am Fußball, dass man so unterschiedlicher Meinung sein kann. Ich denke, dass wir mehr Chancen hatten und daher ein Sieg nicht unverdient gewesen wäre."

Und dann fügte der Kickers-Coach noch an: "Letztlich bin ich mit dem Punkt zufrieden, weil Siegen doch taktisch gut gespielt hat."

Also doch noch Versöhnliches zum Ende des Disputs. Denn immerhin hat man sich in dieser Saison zweimal torlos getrennt - schiedlich, friedlich, sollte man meinen.

Dass die Kickers nach zwei Punktspielsiegen in der Regionalliga (in Hoffenheim und bei Bayern München) sowie im Verbandspokal gegen Oberligist Freiberg (5:1) mit einem erkennbaren Hunger ins Spiel gegen Siegen gingen, war von Beginn an zu spüren. Die Sportfreunde dagegen kühl und lauernd, aber dennoch in einer Szene in großer Gefahr, als Suad Rahmanovic freistehend vor dem Tor die Kugel verpasst und Robert Vujevic zur Ecke klären kann.

Das war nach 29 Minuten. Kurz zuvor hatte Patrick Dama fast schon die Siegener Führung erzielt, doch sein Direktschuss vom linken Strafraumeck wurde noch leicht abgefälscht, sonst hätte er ins lange Eck gepasst.

Mit Vorteilen war das also so eine Sache. Stuttgart war sicherlich optisch das aktivere Team, investierte mehr. Siegen reagierte fast nur. Und dabei war zu erkennen, dass dieser Gegner bei mehr Eigen-Initiative durchaus schlagbar gewesen wäre.

17.04.2005 Von Hans-Georg Moeller

:arrow: http://www.westfalenpost.de/wp/wp.bad_b ... dbserver=1

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mal wieder unser geliebter Herr Barner :shock:

Verfasst: Montag 18. April 2005, 13:06
von Überlinger
Eklat zwischen Loose und Dutt

In der Pressekonferenz kam es zum Eklat. Siegens Coach Loose warf den Stuttgartern vor, nur darauf aus gewesen zu sein, Helmes zu verletzen. Kickers-Trainer Dutt wies dies empört zurück: "Jeder kennt uns als faire Sportsleute. Kollege, das war unter der Gürtellinie."

Auf dem Spielfeld ging es wesentlich friedlicher zu, Schiedsrichter Hofmann musste nur eine Gelbe Karte zeigen. Beide Teams agierten taktisch sehr diszipliniert und auf die Defensive bedacht, wodurch es trotz der fehlenden Emotionen und der wenigen hochkarätigen Chancen zu einem guten Spiel kam. Die Stuttgarter waren meist leicht feldüberlegen und hatten insgesamt die besseren Tormöglichkeiten, wovon der starke Abwehr-Routinier Malchow die größte vergab, als er mit einem Kopfball knapp scheiterte. Siegen hatte die beste Chance in der Schlussphase, als Keeper Köstel nach einem Schuss von Weikl glänzend reagierte.

Sigor Paesler, kicker.de

Verfasst: Montag 18. April 2005, 17:46
von kickers85
Die Blauen mit Mauertaktik im eigenen Stadion: Was in den Niederungen der Regionalliga als die pure Notwendigkeit im Kampf ums sportliche Überleben sinnvoll zu sein scheint, wäre auf Degerlochs Höhen vor wenigen Jahren noch als schwerer Verstoß gegen die guten Fußballsitten gegeißelt worden.
Hallo????? So schlimm war das auch net. Man kann es auch übertreiben.

Verfasst: Montag 18. April 2005, 18:01
von Felix B.
kickers85 hat geschrieben:
Die Blauen mit Mauertaktik im eigenen Stadion: Was in den Niederungen der Regionalliga als die pure Notwendigkeit im Kampf ums sportliche Überleben sinnvoll zu sein scheint, wäre auf Degerlochs Höhen vor wenigen Jahren noch als schwerer Verstoß gegen die guten Fußballsitten gegeißelt worden.
Hallo????? So schlimm war das auch net. Man kann es auch übertreiben.
So isser eben, unser Herr Barner. Der hetzt doch schon jahrelang gegen die Kickers. Ich weiß gar nicht was unser Verein dem eigentlich getan hat.

Verfasst: Montag 18. April 2005, 19:27
von Buddy
...
In "Sachen Helmes" sieht er jedoch die Kickers in der Verantwortung. "Ich habe doch mitbekommen", so Loose, "was auf der Bank los war. Die Anweisungen kamen von dort."

Der Siegener Coach schürt also das Feuer, das im Verhältnise mit den "Blauen" aus der Landeshauptstadt Baden-Württembergs lodert. "Schon im Hinspiel hatten wir nach einer harten Attacke wochenlang auf Til Bettenstaedt verzichten müssen. Ich sehe da eine gewisse Methode."

Doch dafür gebe es auf dem Platz ja Schiedsrichter, die das Verhalten zu beurteilen hätten. "Und hier", so Loose, "wurde das Verhalten der Stuttgarter falsch beurteilt."
...

Quelle: http://www.westfalenpost.de/wp/wp.bad_b ... dbserver=1


Leidet der unter Verfolgungswahn.

Verfasst: Montag 18. April 2005, 20:03
von Ralphonso
so einer gehört verklagt!!! :evil:

Verfasst: Montag 18. April 2005, 21:52
von kickers85
Jetzt wünsch ich sogar das wehen oder elversberg austeigt. Der Trainer ist die absolute Lachnummer der heult ja fast nur weil er net gewinnen konnte. Der Helmes war doch so schlecht. Jetzt weiß ich warum Kennedy immer so schlecht gespielt hat, nur weil er immer so rüde von den gegenspielern angegangen wurde :lol: