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Alle Profiklubs erhalten Lizenz

Verfasst: Mittwoch 20. April 2005, 17:00
von Blauer Bayer
Kollektives Aufatmen bei den Clubs aus der 1. und 2. Bundesliga: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat keinem der 36 Profi-Vereinen in ihrer Erst-Entscheidung die Lizenz für die kommende Saison verweigert. Das bestätigte der Dachverband am Mittwoch. Damit hat auch "Sorgenkind" Borussia Dortmund die erste Hürde genommen. Die endgültige Lizenzerteilung ist für mehrere Clubs allerdings an Auflagen und Bedingungen gebunden. Um wen es sich hierbei handelt, teilte die DFL nicht mit.
Insgesamt hatten 48 Clubs oder Kapitalgesellschaften fristgerecht bis zum 15. März ihre Unterlagen bei der DFL in Frankfurt/Main eingereicht. Neben den mit insgesamt 698 Millionen Euro verschuldeten 36 Erst- und Zweitliga-Vereinen auch 12 Regionalligisten. Gegen die Entscheidungen kann binnen einer Woche Beschwerde eingereicht werden.
Erwartungsgemäß ohne jegliche Auflagen oder Bedingungen hat Rekordmeister FC Bayern München die Lizenz erhalten, bestätigte Vereinssprecher Markus Hörwick. Dasselbe gilt für Liga-"Schlusslicht" SC Freiburg. Auch den Breisgauern wurde die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit für die beiden Profiligen attestiert. Beiden Clubs hatte die auf Insolvenzen spezialisierte Anwältin Angelika Amend in einem Bericht des ZDF-Magazins "Frontal21" am Dienstagabend bereits als "Musterbeispiele" für solide Unternehmensführung hervorgehoben.
Doch sind diese zwei Clubs nicht allein. Auch der einstmals hoch verschuldete VfB Stuttgart sowie der abstiegsbedrohte VfL Bochum, Aufsteiger Arminia Bielefeld, Borussia Mönchengladbach und der VfL Wolfsburg durften sich über die Lizenz ohne Abstriche freuen. "Das ist das beste Lizenzierungsergebnis in meiner 25-jährigen Tätigkeit beim VfB", freut sich Stuttgarts Finanz-Vorstand Ulrich Ruf. "Keine Probleme" gab es beim deutschen Meister SV Werder Bremen laut dessen Vorstandschef Jürgen L. Born. Die Lizenz erhielt auch Bayer 04 Leverkusen. Zu möglichen Einschränkungen wollte sich Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser nicht äußern.
Aufsteiger FSV Mainz muss als Auflage die DFL lediglich regelmäßig über die wirtschaftliche Lage informieren, dasselbe gilt für Hannover 96 und Hertha BSC Berlin. Auch der Konsolidierungskurs des 1. FC Kaiserslautern nach dem 3-Punkte-Abzug vor zwei Jahren und einer Strafe von 125 000 Euro hat sich bezahlt gemacht. Die Pfälzer müssen in erster Linie ebenfalls monatliche Soll-Ist-Vergleiche vorlegen. Schalke 04 muss dem Dachverband regelmäßig Bericht erstatten. "Damit haben wir weiter uneingeschränkte Handlungsfreiheit im finanziellen Bereich", betonte Geschäftsführer Peter Peters am Mittwochabend.
Ihre Hausarbeit noch nicht zufrieden stellend erledigt haben der Hamburger SV und der FC Hansa Rostock. Der HSV muss bei der DFL eine monatliche Ergebnisrechnung einreichen und darf bis zum Jahresende 2005 keine Verluste machen. Auf die Rostocker Vereinsführung warten unterdessen vor allem im Falle des Abstiegs "große Anstrengungen", erklärte Hansas Vorstandsvorsitzender Manfred Wimmer.
Auch in der 2. Liga wurden am Mittwoch keine Lizenzverweigerungen bekannt. Die beiden Absteiger TSV 1860 München und 1. FC Köln haben die Lizenz ebenso bedingungslos sicher wie Ex-Europapokalteilnehmer Alemannia Aachen und die SpVgg. Greuther Fürth. An Auflagen geknüpft wurde die Erteilung bei Rot-Weiß Oberhausen und Energie Cottbus.

Quelle: dpa

Verfasst: Mittwoch 20. April 2005, 17:03
von Tacheles
:shock: ALLE ?! :shock:

Verfasst: Donnerstag 21. April 2005, 10:48
von gablenberger
meiner meinung nach eine frechheit seitens der dfl, aber was erwartet man von einer fußball-mafia anderes...
ein schlag ins gesicht aller (amateur-)vereine die sich bemühen richtig zu wirtschaften und sich an die "spielregeln" halten.
so läuft der fußball nur weiter auf ne katastrophe zu, viel spass.

Verfasst: Donnerstag 21. April 2005, 11:00
von Soulfly
Ist doch klar.
Wenn selbst der BVB die Lizenz erhält, müssen
auch alle anderen die Lizenz erhalten. Die haben
bestimmt nicht schlechter gewirtschaftet wie
Meier &Co.