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Spielberichte Kickers - VfB

Verfasst: Sonntag 1. Mai 2005, 19:16
von Wagimen
Von der VfB-Page:
Unnötige Niederlage

Mit Heiko Gerber und dem am diesem Wochenende in der Bundesliga gelb-gesperrt pausierenden Silvio Meißner als Verstärkung von den Profis, dafür aber ohne den leicht angeschlagenen Stammkeeper Diego Benaglio, der aufgrund einer Rückenverletzung kurzfristig passen musste, traten die VfB-Amateure am heutigen Sonntagnachmittag zum Stuttgarter Stadtderby bei dem Kickers im Gazi-Stadion an.
Die erste Halbchance vor 5.040 Zuschauern hatten die Hausherren nach vier Minuten, als Bachirou Gambo in halblinker Position den Abschluss suchte, letztlich aber um gut zwei Meter verzog. Im Gegenzug konnte sich Dmitrijus Guscinas im Strafraum gegen seinen Kontrahenten durchsetzen und zog dann aus sieben Metern ab, drosch die Kugel aber etwas überhastet über das Tor. Zehn Minuten waren im Gazi-Stadion gespielt, als Silvio Meißner per Kopf einen Freistoß von Joachim Schwabe verlängerte und damit Denis Berger am linken Strafraumeck fand. Der Österreicher passte kurz auf Dmitrijus Guscinas, der mit seinem Schuss auch sechs Metern aber am herausstürzenden Kickers-Keeper Tino Köstel scheiterte. Vier Minuten später hätte ein verunglückter Befreiungsschlag von VfB-Torwart Julien Jourdan fast die Führung der Hausherren eingebracht. Der Ersatz von Diego Benaglio schoss Mirnes Mesic an der Strafraumgrenze den Ball an den Rücken, konnte danach aber den Schuss des Kickers-Stürmers mit dem Fuß abwehren und somit einen Rückstand verhindern.

Berger und Guscinas sorgten für Gefahr

Auf der anderen Seite spielten Denis Berger und Dmitrijus Guscinas am linken Flügel Doppelpass. Der Österreicher flankte ins Zentrum, wo der Kapitän der "Blauen", Oliver Barth, gerade noch vor Stephen Kanu Famewo zur Ecke klären konnte. Auch ein Konter des "kleinen VfB" führte nicht zum Erfolg, da Dmitrijus Guscinas nach knapp zwanzig Minuten nach schönem Pass von Denis Berger in halbrechter Position verzog. Im Gegenzug verlängerte Bachirou Gambo eine Flanke per Kopf auf Mirnes Mesic, der die Kugel knapp über das VfB-Tor köpfte. Doch selbst wenn der Angreifer der Kickers in dieser Situation getroffen hätte, wäre es beim 0:0 geblieben, da der Ex-Ludwigsburger im Abseits stand. Die Mannschaft von Trainer Rainer Adrion war immer dann gefährlich, wenn sich Denis Berger und Dmitrijus Guscinas suchten. So dribbelte sich Berger Mitte der ersten Hälfte auf der linken Seite in Richtung Strafraum der Gastgeber und fand mit einem flachen Zuspiel den Litauer im VfB-Sturm, doch dessen Direktschuss ging knapp am Tor vorbei. Das Niveau der Partie blieb mäßig, was ein Verzweiflungsschuss von Mesic nach einer halben Stunde aus spitzem Winkel dokumentierte, den Julien Jourdan im VfB-Tor sicher abfangen konnte. Und auch ein Freistoß von Bachirou Gambo in halbrechter Position konnte die Nummer eins des "kleinen VfB" nicht wirklich in Verlegenheit bringen, da der Schuss genau auf die Tormitte gezogen war.

Rahmanovic traf kurz nach der Pause

Sieben Minuten vor dem Pausenpfiff konnten sich die Kickers eine weitere Chance erspielen, aber der aufgerückte Oliver Barth köpfte eine Gumper-Flanke in zentraler Position über das Tor. Und wenig später versuchte sich Mirnes Mesic nach einer feinen Einzelleistung per Drehschuss, setzte die Kugel aber am kurzen Pfosten vorbei. Dies war die letzte Möglichkeit der ersten 45 Minuten, so dass es torlos in die Kabinen ging.
Unverändert ging es nach der Pause weiter. Dies galt allerdings nur für das Personal, nicht aber für die Torgefährlichkeit beider Teams. Denn mit dem ersten Angriff der zweiten 45 Minuten kamen die "Blauen" zur Führung. Nach einer Rechtsflanke von Mirnes Mesic konnte sich Suad Rahmanovic im Zweikampf gegen Marcel Schuon durchsetzen und danach per Flachschuss ins lange Eck auch VfB-Keeper Julien Jourdan überwinden, so dass es nach 47 Minuten 1:0 für die Kickers hieß. Der VfB antwortete mit einem Kopfball von Kapitän Heiko Butscher nach Guscinas-Flanke, doch der Ball ging knapp links am Tor vorbei. Danach tat sich für einige Minuten praktisch gar nichts, wenn man von einer taktischen Umstellung bei den VfB-Amateuren absieht. Denn Trainer Rainer Adrion brachte nach 55 Minuten mit Gerrit Müller für Juriy Mamayev einen zweiten echten Angreifer in die Partie und setzte fortan auf eine 4-4-2-Formation. Die nächste Chance hatte aber nicht Gerrit Müller, sondern sein Sturmpartner Dmitrijus Guscinas, der eine Flanke von Heiko Gerber am kurzen Pfosten vorbeiköpfte. Auf der anderen Seite klärte VfB-Keeper Julien Jourdan nach einer Kopfballverlängerung von Suad Rahmanovic gegen den frei vor ihm stehenden Mirnes Mesic und verhinderte somit ein zweites Gegentor.

Mesic traf per Flachschuss zum 2:0

Dieses glaubten die Kickers Sekunden später erzielt zu haben, als Julien Jourdan einen Distanzschuss von Heiko Gumper nicht fest zu fassen bekam und Mirnes Mesic den Abpraller ins VfB-Tor schob. Da aber der Angreifer der "Blauen" im Abseits stand, wurde der Treffer zurecht nicht anerkannt. Eine knappe Viertelstunde vor dem Ende lag der Ball dann aber wieder im VfB-Kasten und dieses Mal zählte der Treffer auch. Einen weiten Schlag aus der eigenen Hälfte verlängerte der kurz zuvor eingewechselte Mohamed Abou Shoura per Kopf in den Lauf von Mirnes Mesic, der mit einem Flachschuss in halbrechter Position zum 2:0 traf. Spätestens danach lief bei der Mannschaft von Trainer Rainer Adrion nicht mehr viel zusammen. Der Coach des "kleinen VfB" versuchte zwar mit den Einwechslungen von Milan Jurkovic und Julian Schuster noch einmal frischen Wind in die Darbietungen seiner Elf zu bringen, doch am mangelnden Durchsetzungsvermögen vor dem gegnerischen Tor änderte dieser Umstand auch nichts mehr. Da auch den ebenfalls wenig überzeugend spielenden Hausherren bei sommerlichen Temperaturen nichts mehr einfiel, plätscherte die Partie weiter vor sich hin. Sekunden vor Schluss sorgte dann noch Schiedsrichter Wolfgang Walz für Aufregung, als er nach einem Gerangel zwischen Silvio Meißner und Mustafa Akcay den VfB-Mittelfeldspieler mit der roten, den Kickers-Akteur aber nur mit der gelben Karte bedachte, was zu einem völlig missratenen VfB-Wochenende vollends passte.
Trotz der neuerlichen Niederlage konnten die VfB-Amateure Rang 15 in der Tabelle behaupten, da die Mainzer Amateure gegen Hoffenheim nur 1:1 unentschieden spielten.

Verfasst: Sonntag 1. Mai 2005, 19:17
von Wagimen
Und noch der von ir sport:
(c.s. irsport) Es war heiss und es war der erste Mai und trotzdem kamen 5.040 Fanz ins GAZI-Stadion auf der Waldau. Zunächst übernahmen die Gäste aus Bad Cannstatt das Spielgeschehen und dabei erarbeiteten sie sich auch Möglichkeiten. Die Gastgeber versuchten es immer wieder mit hohen, langen Bällen, die aber meistens ihr Ziel nicht fanden. So hatte VfB-Stürmer Dimitrijus Guscinas zwei gute Chancen. Die erste in der 5. Spielminute, als er aus der Drehung abzog, doch das Leder flog über die Querlatte. Sechs Minuten später scheitert er aus guter Position an Kickers-Keeper Tino Köstel. So gingen die ersten 30 Spielminuten dahin ohne etwas Positives von den Kickers berichten zu können. Dann stellte Kickers-Coach Robin Dutt um, er beorderte Bashiru Gambo hinter die Spitzen ins offensive Mittelfeld und plötzlich lief es besser. In der 33. Spielminute versuchte sich Bashiru Gambo mit einem Freistoss aus 20 Metern, doch der landete in den Armen von VfB-Keeper Julien Jourdan, der sich einige Kabinettstückchen bei seinen Abwürfen oder Abschlägen erlaubte. In der 38. Spielminute verfehlte Oliver Barth mit einem Kopfball nur knapp das VfB-Gehäuse und als auch Mirnes Mesic in der 40. Spielminute knapp verfehlte ging es torlos in die Kabinen.


Es lief die 47. Spielminute als Mirnes Mesic lang und genau hereingab, Suad Rahmanovic setzte sich im Luftduell gegen Marcel Schuon durch und schlenzte aus kurzer Distanz zur 1:0 Führung für die Kickers ein. Danach war die Partie zunächst ausgeglichen, vieles spielte sich im Mittelfeld ab, denn zwingende Aktionen gab es auf keiner Seite. In der 63. Spielminute knallten VfB-Profi Silvio Meissner und Heiko Gumper mit den Köpfen zusammen. Beide zogen sich eine Platzwunde zu, die behandelt werden mussten. Mohamed Abou Shoura war gerade zwei Minuten im Spiel, als er Mirnes Mesic in der 78. Spielminute mit einem Steilpass auf die Reise schickte, dieser überwand Julien Jourdan locker und es stand 2:0. Im zweiten Spielabschnitt konnten sich die Gäste nicht eine Torchance erarbeiten, sodass der 2:0 Sieg der Kickers im Stuttgarter Derby voll in Ordnung geht. In der Nachspielzeit verlor Profi Silvio Meissner die Nerven, nach einem Zweikampf wurde er tätlich gegen Mustafa Akcay, der sich wehrte. Referee Wolfgang Walz zeigt Meissner die Rote und Akcay die Gelbe Karte. Damit hat sich Silvio Meissner einen Bärendient erwiesen, denn nun ist er auch in der Bundesliga rotgesperrt. Mit diesem Sieg haben die "Blauen" ihren Mittelfeldplatz in der Tabelle untermauert, wogegen die "Roten" jetzt noch tiefer im Abstiegssumpf stecken.

Verfasst: Montag 2. Mai 2005, 08:47
von Basti
LEONBERGER KREISZEITUNG

Meißner spielt für die VfB-Amateure - und sieht Rot
2:0 - Kickers feiern ersten Sieg im Derby

Stuttgart - Der Schuss ging nach hinten los: Der in der Bundesliga gesperrte Silvio Meißner wollte im Spielrhythmus bleiben und den Amateuren des VfB Stuttgart im Derby gegen die Stuttgarter Kickers helfen. Doch die Blauen gewannen 2:0, Meißner sah die Rote Karte und fehlt dem VfB nun wohl auch in der Bundesliga.

VON DIRK PREISS

Es war bereits die Nachspielzeit, und am 2:0-Erfolg der Stuttgarter Kickers im Regionalliga-Derby zweifelte keiner der 5040 Zuschauer im Gazi-Stadion mehr. Doch VfB-Profi Meißner, der in der Bundesliga wegen seiner zehnten Gelben Karte pausieren musste, war noch mächtig motiviert. Genauer gesagt: ein bisschen zu viel. Nach einem Zweikampf mit Mustafa Akcay setzte der 32-Jährige nach, als ginge es noch um den Sieg in der Champions League. Er fuhr Akcay von hinten in die Beine - und als der kleine Türke sich darüber beschwerte, stieß er ihn wuchtig von sich. Schiedsrichter Wolfgang Walz (Öhringen) hatte keine andere Wahl - und schickte Meißner mit Rot vom Platz. "Silvio hat dem VfB einen Bärendienst erwiesen'', sagte VfB-Coach Rainer Adrion, "das war sehr bedauerlich.''

Das ist nett umschrieben. Denn für Meißners Verhalten gibt es nur eine Beschreibung: Der Mittelfeldspieler leistete sich eine riesengroße Dummheit. Sperrt ihn der Deutsche Fußball-Bund (DFB) für mehr als ein Spiel, fehlt Meißner den VfB-Profis am kommenden Samstag gegen Hannover. Muss er nur ein Spiel pausieren, worauf man beim VfB nun hofft, könnte er diese Sperre im Nachholspiel der VfB-Amateure am kommenden Mittwoch in Augsburg absitzen.

So oder so: Meißner konnte den kleinen Roten nicht helfen. Dabei hätten sie die Unterstützung des erfahrenen Profis durchaus nötig gehabt. Nach ordentlichem Beginn und einigen Chancen durch Dmitrijus Guscinas übernahmen nach gut einer halben Stunde die Kickers das Kommando.

Kickers-Coach Robin Dutt hatte Bashiru Gambo vom linken Flügel auf die Spielmacherposition beordert - prompt kamen die Blauen besser ins Spiel. Und mit dem 1:0 durch Suad Rahmanovic direkt nach der Pause war die Entscheidung fast schon gefallen. "Einen besseren Zeitpunkt gibt es gar nicht'', freute sich Dutt. Die VfB-Amateure wirkten geschockt, ein Aufbäumen fand praktisch nicht statt. Im Gegenteil: Die Kickers zogen den Roten mit aggressivem Zweikampfverhalten und zielstrebigem Spiel nach vorne vollends den Zahn. Endgültig entschieden war das Derby in der 78. Minute, als Mirnes Mesic einen Konter erfolgreich abschloss.

Die Kickers bauten durch ihren ersten Derby-Sieg ihre Serie auf fünf Siege in sechs Spielen aus und können dem Saisonendspurt gelassen entgegensehen. Der Klassenverbleib ist zwar noch nicht ganz perfekt, aber "wir werden die nötigen Punkte schon noch holen'', sagte Dutt. Die VfB-Amateure müssen dagegen weiter zittern.

http://www.leonberger-kreiszeitung.de/d ... 0027.shtml

Esslinger Zeitung

Derby entpuppt sich als doppelte Strafe
Kickers gewinnen gegen VfB-Amateure mit 2:0 - Meißner hilft aus und sieht Rot
Stuttgart - Die Stuttgarter Kickers haben ihre Erfolgsserie ausgebaut. Der Fußball-Regionalligist gewann gestern das Derby gegen die Amateure des VfB Stuttgart verdient mit 2:0 (0:0). Dabei entpuppte sich das Stadtduell als doppelte Strafe. Denn VfB-Profi Silvio Meißner sah die Rote Karte.

Von Carlos Ubina

Als das Spiel praktisch schon gelaufen war, gab es am meisten Unruhe in Reihen des VfB. Die Manager Jochen Schneider und Herbert Briem mussten miterleben, wie sich das Derby zwei Etagen tiefer nun auch auf die Bundesliga-Mannschaft auswirkt. Silvio Meißner, der aus eigenem Antrieb bei den Amateuren aushalf, um trotz seiner Gelbsperre im Oberhaus im Rhythmus zu bleiben, sah Rot. Der Mittelfeldakteur ließ sich in der 90. Minute zu einer Unbeherrschtheit hinreißen. Er stieß Mustafa Akcay um, mit dem er schon zuvor einige Male zusammengerasselt war. Schiedsrichter Wolfgang Walz schickte Meißner vom Platz und zeigte dem Kickers-Spieler Gelb. "Mit dieser Aktion haben wir uns selbst ins Knie geschossen", sagte VfB-Trainer Rainer Adrion. Meißner wird nun in der Bundesliga fehlen.

Der Partie selbst gaben weder Meißner noch sein Profikollege Heiko Gerber Impulse. Sie versuchten das Spiel der VfB-Amateure zu strukturieren, was jedoch nur eine halbe Stunde gelang. Dabei ergaben sich für Dmitrijus Guscinas zwei Chancen (5./11.). Danach kamen die Gäste vor der Rekordkulisse von 5040 Zuschauern im Gazi-Stadion kaum noch vor das Kickers-Gehäuse. Die VfB-Amateure verloren sich in kompliziert angelegten Offensivbemühungen. Den Aktionen mangelte es jedoch an Zielstrebigkeit. Zudem machten die ersatzgeschwächten VfB-Amateure nicht den Eindruck, als wüssten sie, dass es Abstiegskampf und nicht Abstiegsschönspielerei heißt.



Rahmanovic und Mesic treffen
Bei den Kickers führte dagegen die einfache Variante zum Erfolg. "Wir wollten mit wenigen Pässen zum Abschluss kommen. So haben wir das erste Tor gemacht und so haben wir das zweite Tor gemacht", sagte Kickers-Trainer Robin Dutt. Erst traf Suad Rahmanovic (47.), später Mirnes Mesic (78.). Bei beiden Angriffen sah die VfB-Innenverteidigung mit den U-20-Nationalspielern Marcel Schuon und Raphael Schaschko nicht gut aus.

Die Basis für die sechste Begegnung ohne Niederlage in Folge legten die "Blauen" aber mit dem resoluteren Zweikampfverhalten und einer taktischen Umstellung. Als der Ball zu Beginn zu leicht durch das Kickers-Mittelfeld durchkam, stellte Dutt um. Er beorderte Bashiru Gambo von links hinter die Spitzen und Akcay nach außen. Die Gastgeber fanden ins Spiel und demonstrierten, wie sich ein Team aus der gefährdeten Region nach oben zu arbeiten hat. Zunächst über die Komponenten Einsatz- und Laufbereitschaft. Bei den Degerlochern läuft es nun sogar wieder so gut, dass sich Dutt an das zu Saisonbeginn formulierte - und kurz darauf korrigierte - Ziel erinnerte: "Ein Platz unter den ersten Acht ist in greifbarer Nähe."

http://www.ez-online.de/lokal/lokalspor ... 112995.cfm

Verfasst: Montag 2. Mai 2005, 08:53
von Die Macht im Schwabenland
Kickers siegen im Stadtderby mit 2:0 - Beide Kickers-Stürmer treffen beim verdienten Heimsieg gegen VfB Stuttgart (A)

Endlich konnten die Kickers gegen die Amateure des VfB Stuttgart in der Regionalliga gewinnen: Am Sonntag Nachmittag siegten die Blauen im Stadtderby vor 5040 Zuschauern im GAZi-Stadion auf der Waldau gegen die „Roten“ mit 2:0 (0:0). Nach den Toren von Suad Rahmanovic (47.) und Mirnes Mesic (78.) gewannen die Kickers verdient gegen den VfB, der in der Nachspielzeit noch die rote Karte für Silvio Meissner sah.
Ausführlicher Spielbericht am Montag.


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SV Stuttgarter Kickers:
Tino Köstel – Moritz Steinle, Oliver Barth, Alexander Malchow (76. Michael Zimmermann), Jens Härter – Mustafa Akcay, Heiko Gumper, Mustafa Parmak, Bashiru Gambo – Suad Rahmanovic (76. Mohamed Abou Shoura), Mirnes Mesic (85. Marcel Schreiber) – Trainer Robin Dutt

VfB Stuttgart (Am.):
Julien Jourdan – Joachim Schwabe, Marcel Schuon, Raphael Schaschko, Heiko Gerber – Heiko Butscher, Silvio Meissner, Denis Berger, Jurij Mamayev (57. Gerrit Müller), Stephen Famewo (84. Julian Schuster) - Dimitrijus Guscinas (78. Milan Jurcovic) - Trainer: Rainer Adrion

Zuschauer: 5040

Schiedsrichter:
Wolfgang Walz

Gelbe Karten:
Malchow, Akcay - Jourdan, Gerber, Famewo

Rote Karten:
rote Karte: Silvio Meissner (90., Tätlichkeit)

Tore:
1:0 Suad Rahmanovic (47.)
2:0 Mirnes Mesic (78.)

www.stuttgarter-kickers.de

Verfasst: Dienstag 3. Mai 2005, 06:44
von Basti
REGIONALLIGA / Rote Karte bei Stuttgarts Amateuren, gesperrt bei den Profis

Meißners Bärendienst für den VfB

Die Offenbacher Kickers eilen mit zehn Punkten Vorsprung auf den ersten NichtAufstiegsplatz der Fußball-Regionalliga in Richtung Profilager. Ein Profi sorgte auch für den Aufreger des Spieltages: Silvio Meißner mit seiner Roten Karte bei den Amateuren des VfB Stuttgart.

Silvio Meißner wird sich noch lange mit Grausen an die 0:2-Niederlage der Amateure des VfB Stuttgart bei den Stuttgarter Kickers in der Fußball-Regionalliga erinnern. Er erwies mit dem Platzverweis wegen einer Tätlichkeit seinem Verein einen Bärendienst. Nach einem Zweikampf und anschließender Rangelei mit Kickers-Spieler Mustafa Akcay packte er den "Blauen" am Kragen. Der nach Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack (6 Treffer) torgefährlichste Kopfballspieler der Bundesliga (5) ist damit auch im Bundesliga-Endspurt gesperrt. "Es war eine gute Aktion, dass er sich bereitgestellt hat, weil er im Spielrhythmus bleiben wollte. Der Schuss ging nun nach hinten los. Vermutlich wird er vier Wochen gesperrt", betont VfB-Trainer Rainer Adrion. Meißner hatte wegen seiner fünften Gelben Karte in der Bundesliga pausieren müssen und hatte deshalb in der Regionalliga gespielt. Zwischen Adrions Assistent Rainer Widmayer und den VfB-Verantwortlichen findet heute übrigens das abschließende Gespräch wegen seiner Vertragsverlängerung statt. Bei den "Blauen" kann sich Trainer Robin Dutt nun langsam mit dem Gedanken an den Klassenerhalt anfreunden. "Die Wahrscheinlichkeit ist nun groß. Was Personalgespräche angeht, wird die nächsten 14 Tage aber nichts passieren", räumt er nach dem Erfolg vor der Saisonrekordkulisse von 5500 Zuschauern ein. Der VfR Aalen musste nach fünf Siegen in Folge bei Spitzenreiter Offenbacher Kickers eine 1:2-Niederlage hinnehmen. Selbst Offenbachs Trainer Hans-Jürgen Boysen sagte anerkennend: "Ich möchte, dass auch meine Mannschaft einmal so Fußball spielt." Boysen erhält Unterstützung von einem neuen Sportmanager. Ex-Nationalspieler Uwe Bein wird heute präsentiert. Aalens Trainer Slobodan Pajic warnt trotz des überzeugenden Auftretens. Pajic: "Wir haben noch nichts erreicht, auch bei sechs Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz." Pfullendorfs Manager Hans-Hermann Krane strotzt im Abstiegskampf nach dem 1:0-Sieg beim SC Feucht und nur einem Punkt Rückstand ans rettende Ufer vor Zuversicht. "Wir haben noch vier Heimspiele und bleiben in der Liga", verkündet er. Mit Interimsspielertrainer Marco Kurz wurde über ein Engagement über die Saison hinaus bisher noch nicht gesprochen. Spekulationen wegen einem zweiten bereits feststehenden Absteiger nach Feucht (keine Lizenzunterlagen eingereicht) im Fall Jahn Regensburg (Insolvenzantrag gestellt) scheinen sich nicht zu bewahrheiten. Der Insolvenzverwalter Hans Bauer sagt: "Ich gehe davon aus, dass wir den Verein retten können."
DETLEF GRONINGER
:arrow: http://www.hz-online.de/index.php?mode= ... &id=119615

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SV Stuttgarter Kickers - VfB Stuttgart (Am.) (2:0)

Kickers siegen im Stadtderby mit 2:0 - Beide Kickers-Stürmer treffen beim verdienten Heimsieg gegen VfB Stuttgart (A)
Endlich konnten die Kickers gegen die Amateure des VfB Stuttgart in der Regionalliga gewinnen: Am Sonntag Nachmittag siegten die Blauen im Stadtderby vor 5040 Zuschauern im GAZi-Stadion auf der Waldau gegen die „Roten“ mit 2:0 (0:0). Nach den Toren von Suad Rahmanovic (47.) und Mirnes Mesic (78.) gewannen die Kickers verdient gegen den VfB, der in der Nachspielzeit noch die rote Karte für Silvio Meissner sah.

Zur Aufstellung:
Kickers-Trainer Robin Dutt ließ im Derby folgende Elf auflaufen: Im Tor Stammkeeper Tino Köstel, in der souveränen Viererabwehrkette von rechts Moritz Steinle, Alexander Malchow, Oliver Barth und Jens Härter. Im defensiven Mittelfeld spielte das altbewährte und zweikampfstarke Duo mit Mustafa Akcay und Heiko Gumper, auf den Flügeln Mustafa Parmak rechts und Bashiru Gambo links. Vorne das eingespielte und in den letzen Spielen so erfolgreiche Sturmduo mit Mirnes Mesic und Suad Rahmanovic.
Die Mannschaft von Trainer Rainer Adrion spielte mit einer Viererkette, einem Fünfermittelfeld und nur einer Spitze. Mit Heiko Gerber und dem an diesem Wochenende in der Bundesliga gelb-gesperrt pausierenden Silvio Meißner konnte Adrion sein Team mit zwei Profis verstärken.

Zum Spielverlauf:
Toller Rahmen für ein gutes Stadtderby: Über 5000 Zuschauer kamen bei sonnigem Wetter und sommerlichen Temperaturen auf die Waldau und sorgten für gute Stimmung auf den Rängen. Auch das Spiel ging von Beginn an mit hohem Tempo los. Ein erster Warnschuss von Bashiru Gambo (2.) ging gut zwei Meter am Tor vorbei. Zwei Chancen dann für den VfB: Guscias kam zwei Mal frei zum Abschluß, doch sein erster Versuch ging über das Tor (5.), beim zweiten Schuss verkürzte Tino Köstel geschickt den Winkel und konnte abwehren (8.).
Für den ersten richtigen Aufregung sorgte der Gästekeeper in der 15 Spielminute: VfB-Torwart Jourdan schoss seinen verunglückten Befreiungsschlag auf Höhe der Strafraumgrenze in den Rücken des heraneilenden Mirnes Mesic. Der Ball landete direkt vor seinen Füßen, doch brachte der Kickers-Stürmer den Ball nicht am VfB-Torwart vorbei. Jourdan konnte den Schuss mit dem Fuß abwehren.
Fünf Minuten später verlängerte Bachiru Gambo eine Flanke von Jens Härter mit dem Kopf auf Mirnes Mesic, der am langen Pfosten freistehend zum Kopfball kam, doch leider knapp über das VfB-Tor köpfte. Jedoch war die Aufregung umsonst, da die Unparteiischen auf Abseits entschieden hatten. Doch auch die Mannschaft von Trainer Rainer Adrion war immer wieder gefährlich: Zunächste konnte Oliver Barth in höchster Not vor dem einschussbereiten Famewo zur Ecke klären (12.). Nach einem Solo von Berger auf der linken Seite passte dieser flach zu Guscinas, doch der VfB-Stürmer verzog knapp (22.). Ein Schuss aus spitzem Winkel von Mirnes Mesic (30.) und ein Freistoß von Bashiru Gambo in halbrechter Position konnte Jourdan im VfB-Tor sicher abfangen.
Zwei gute Chancen dann für die Kickers noch vor dem Pausenpfiff: Nach einer zunächst abgewehrten Ecke flanke Heiko Gumper wunderschön in den Strafraum zurück, doch drückte Oliver Barth den Ball nicht genug, so dass sein Kopfballversuch aus zentraler Position knapp über das Tor ging (38.). In der 42. Minute versetzte Mirnes Mesic zwei Gegenspieler im Strafraum, doch sein Drehschuss strich knapp am kurzen Pfosten vorbei.
So wurden mit dem torlosen Unentschieden die Seiten gewechselt. Vor allem in der ersten halben Stunde zeigte sich die Mannschaft von Trainer Rainer Adrion sehr ballsicher und gefälliger im Spielaufbau, auch weil die Kickers nicht wie gewohnt in die Zweikämpfe kamen. Doch schon Ende der ersten Hälfte stellte Robin Dutt um: Er löste Mustafa Akcay aus der zentralen Position vor der Abwehr neben Heiko Gumper heraus und ließ in fortan im linken Halbfeld spielen. Dafür rückte Bashiru Gambo ins zentrale offensive Mittelfeld. Diese Umstellung sollte auch gleich zu Beginn der zweiten Hälfte fruchten.
Bereits zwei Minuten nach Wiederanpfiff dann die Kickers-Führung: Eine butterweiche und zentimetergenaue Flanke von Mirnes Mesic auf seinen Sturmpartner Suad Rahmanovic, der am langen Pfosten höher sprang als sein Gegenspieler Schuon, ihn im Luftkampf zunächst anköpfte, doch reaktionsschnell den Abpraller dann am Torwart vorbei ins lange Eck einschob. Das 1:0 in der 47. Spielminute.
Der VfB antwortete mit einem Kopfball von Butscher nach Guscinas-Flanke, doch der Ball ging knapp links am Tor vorbei (52.). Bis zur nächsten Möglichkeit verging über eine Viertelstunde, doch dann zappelte der Ball erneut im Netz des VfB. Suad Rahmanovic verlängerte einen langen Ball aus der eigenen Hälfte in den Lauf von Mirnes Mesic, der frei vor dem Tor zum Abschluß kam, doch leider an Keeper Jourdan scheiterte. Doch die VfB-Abwehr brachte den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Den Nachschuss von Mustafa Akcay aus 26 Meter ließ der VfB-Keeper nach vorne abprallen, wo Mirnes Mesic stand. Mesic schob den Ball ein, doch wieder entschied Schiedsrichter Walz auf Abseitstellung. Wohl ein typisches Beispiel von zunächst passivem und dann aktivem Abseits (70.).
Doch das zweite Tor sollte mit demselben Rezept dann in der 78. Spielminute gelingen: Der kurz zuvor eingewechselte Mohamed Abou Shoura verlängerte per Kopf den langen Ball von Moritz Steinle erneut in den Lauf von Mirnes Mesic, der dieses Mal die Nerven behielt und per Vollspann aus halbrechter Position ins lange Eck zum 2:0 vollstreckte.
VfB-Trainer Rainer Adrion, der bereits in der 57. Minute mit Müller einen zweiten Angreifer brachte und auf eine 4-4-2-Formation umstellte, brachte nun nochmals zwei frische Offensivkräfte, um für neuen Schwung zu sorgen, doch stand die Kickers-Abwehr vor dem in der zweiten Hälfte fast beschäftigungslosen Torwart Tino Köstel sicher. Die Kickers taten nicht mehr viel für die Offensive, dem VfB Stuttgart fiel nicht mehr viel ein. Bis es Sekunden vor dem Schlußpfiff genau vor dem Block der VfB-Fans hektisch wurde. Nach einem Zweikampf zwischen Silvio Meißner und Mustafa Akcay fuhr der VfB-Profi Akcay von hinten in die Beine, beim anschließenden Gerangel packte Meißner ihn am Hals und stieß ihn dann weg. Schiedsrichter Wolfgang Walz hatte keine andere Wahl und schickte den VfB-Profi mit der roten Karte vom Platz. So ging das faire Stadtderby leider mit einer unrühmlichen Aktion zu Ende. Die Kickers feierten dagegen den fünften Sieg im sechsten Spiel und blieben nun seit vier Partien gar ohne Gegentreffer.

Die Trainerstimmen:
VfB-Trainer Rainer Adrion: „Ich denke vor sahen heute ein tolles Derby mit einem tollen Rahmen. Wir haben in der ersten Hälfte gut begonnen, konnten uns einige Torchancen herausspielen. Das hat alles gut ausgesehen, nur hat leider der Führungstreffer gefehlt. In der zweiten Hälfte haben die Kickers das Spiel für sich entschieden. Mit schnellen präzisen Pässen in die Spitze und gutem Zweikampfverhalten ließen sie uns nicht mehr ins Spiel kommen. Mit der ärgerlichen roten Karte haben wir uns selbst ins Knie geschossen. Aber wir geben nicht auf und werden weiter versuchen den Abstieg zu verhindern.“

Robin Dutt: „In der ersten halben Stunde hatte der VfB die besseren Spielanteile, was daran lag dass die Bälle ungehindert von der Abwhr in den Angriff kamen. Doch nach der Umstellung im Mittelfeld Ende erster Halbzeit bekamen wir die Partie besser in den Griff. Beide Tore entstanden durch schnelles Umschalten nach vorne, die Führung zum sicherlich besten Zeitpunkt. In der zweiten Hälfte konnte ich schon eine gewisse Abgeklärtheit in Zweikampfverhalten und taktischer Disziplin erkennen, was in der Vergangenheit nicht immer so war, als wir noch das eine oder andere Gegentor kassierten. So haben wir heute zum vierten Mal in Folge zu Null gespielt. Vor so einer Kulisse hat es viel Spaß gemacht, ich hoffe die Fans kommen am Mittwoch auch wieder. Auch wenn wir theoretisch noch absteigen können, denke ich dass wir uns mittlerweile ein gesundes Selbstbewusstheit erspielt haben um die fehlenden Punkte in den nächsten Spielen zu holen.“
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