Pfullendorf: Kurz bleibt Trainer!
Verfasst: Freitag 10. Juni 2005, 18:46
Kurz gibt Krane das Ja-Wort
PFULLENDORF - Marco Kurz bleibt dem SC Pfullendorf erhalten. Der 35-Jährige verlängerte sein Engagement bei den Linzgauern um eine Saison. Kurz wird künftig allerdings nicht mehr als Spielertrainer, sondern "nur" noch als Trainer fungieren.
Von Oliver Kothmann
Drei Stunden saßen SCP-Boss Hans Hermann-Krane und Marco Kurz am Dienstag in Kranes Pfullendorfer Firmenbüro beieinander und loteten die mögliche gemeinsame Perspektive aus. Nach dem ausführlichen Gespräch erbat sich Kurz einen Tag Bedenkzeit und fuhr zurück an seinen Wohnort München. Einmal darüber geschlafen, sagte der einstige Schalker "Euro-Fighter" Kurz dem Pfullendorfer "Regio-Fighter" Krane dann am Mittwoch telefonisch zu.
Krane, auf dessen Kandidatenliste im Falle einer Absage von Kurz der ehemalige Feuchter Coach Roland Seitz ganz oben gestanden hätte, bat die Pfullendorfer Presse mit Rücksicht auf den Verein (einige wichtige Sponsoren waren bis Mittwochabend noch nicht über die Entscheidung ins Bild gesetzt worden) mit der Veröffentlichung der Nachricht bis heute zu warten.
Kurz sei, so Krane, "mein erster Ansprechpartner" als Trainerkandidat für die neue Saison gewesen. Der 69-Jährige begründete seine Überzeugung damit, "dass der Mannschaftsrat sich geschlossen für Marco ausgesprochen hat. Er genießt seit seiner Ankunft bei uns im Januar eine sehr hohe Akzeptanz im Team. Er ist ein fantastischer Arbeiter, der 100 Prozent Identifikation mit dem SCP an den Tag legt." Außerdem, so der SCP-Macher weiter, sei er davon überzeugt, "dass wir ohne ihn den Klassenerhalt nicht geschafft hätten."
Kurz wird für den SCP künftig allerdings "nur" noch als Trainer, nicht mehr wie bisher als Spielertrainer, arbeiten. Der Ex-Profi (VfB Stuttgart, 1. FC Nürnberg, Borussia Dortmund, Schalke 04, 1860 München) hat nach seiner Einsetzung als Rommel-Nachfolger im März nämlich erkannt, dass es in der Doppelfunktion zu Reibungsverlusten kommt: "Die Doppelbelastung ist nicht optimal. Das ging echt an meine Substanz. Du musst die Mannschaft auf ein Spiel vorbereiten, du musst dich selbst vorbereiten, dasselbe gilt für das Training. Dazu kommt das ganze Drumherum - das ist über eine gesamte Saison nur sehr schwer zu leisten."
Die rote Karte wegen einer Tätlichkeit und die Gelbsperre, die er in der entscheidenden Saisonphase kassiert hatte, will Kurz rückblickend aber nicht als Überforderungssymptome werten: "Eine oder zwei Klassen weiter oben hätte ich für die Aktion nie Rot bekommen. Fußball ist eben ein emotionaler Sport. Außerdem sind wir beim SCP sowieso viel zu brav." Auch sein missglückter Schachzug, im Pokalhalbfinale gegen Villingen selbst auf einen Einsatz zu verzichten, hatte ihm in SCP-Kreisen viel Kritik eingebracht. Doch Kurz bereut da nichts: "Das würde ich wieder so machen. Denn eine Mannschaft, die den Anspruch hat in der Regionalliga zu spielen, muss sich gegen ein Team wie Villingen immer durchsetzen."
Ziel: "Sichere Saison"
Durchsetzen will sich Kurz mit seiner Mannschaft in der kommenden Spielzeit auch in der Regionalliga. Ziel sei, "eine sichere Saison zu spielen", also mit dem Abstieg möglichst nichts zu tun zu haben. Dazu machte sich Kurz gestern gleich an die Arbeit. Denn das Team soll ein anderes Gesicht bekommen. Und gute Spieler, die wenig kosten, muss auch Kurz trotz seiner guten Kontakte in den Profi-Bereich erstmal finden. Etwaige Kooperationen mit einem seiner Ex-Clubs seien zwar denkbar. "Im Moment ist da aber noch nichts spruchreif."
In trockenen Tüchern ist dagegen die Verlängerung des Vertrages mit Mittelfeldspieler Andreas Schumacher. Auch mit Abwehrspieler Christian Deufel sei man sich, so Krane, "weitgehend einig".
Quelle: Schwäbische Zeitung
PFULLENDORF - Marco Kurz bleibt dem SC Pfullendorf erhalten. Der 35-Jährige verlängerte sein Engagement bei den Linzgauern um eine Saison. Kurz wird künftig allerdings nicht mehr als Spielertrainer, sondern "nur" noch als Trainer fungieren.
Von Oliver Kothmann
Drei Stunden saßen SCP-Boss Hans Hermann-Krane und Marco Kurz am Dienstag in Kranes Pfullendorfer Firmenbüro beieinander und loteten die mögliche gemeinsame Perspektive aus. Nach dem ausführlichen Gespräch erbat sich Kurz einen Tag Bedenkzeit und fuhr zurück an seinen Wohnort München. Einmal darüber geschlafen, sagte der einstige Schalker "Euro-Fighter" Kurz dem Pfullendorfer "Regio-Fighter" Krane dann am Mittwoch telefonisch zu.
Krane, auf dessen Kandidatenliste im Falle einer Absage von Kurz der ehemalige Feuchter Coach Roland Seitz ganz oben gestanden hätte, bat die Pfullendorfer Presse mit Rücksicht auf den Verein (einige wichtige Sponsoren waren bis Mittwochabend noch nicht über die Entscheidung ins Bild gesetzt worden) mit der Veröffentlichung der Nachricht bis heute zu warten.
Kurz sei, so Krane, "mein erster Ansprechpartner" als Trainerkandidat für die neue Saison gewesen. Der 69-Jährige begründete seine Überzeugung damit, "dass der Mannschaftsrat sich geschlossen für Marco ausgesprochen hat. Er genießt seit seiner Ankunft bei uns im Januar eine sehr hohe Akzeptanz im Team. Er ist ein fantastischer Arbeiter, der 100 Prozent Identifikation mit dem SCP an den Tag legt." Außerdem, so der SCP-Macher weiter, sei er davon überzeugt, "dass wir ohne ihn den Klassenerhalt nicht geschafft hätten."
Kurz wird für den SCP künftig allerdings "nur" noch als Trainer, nicht mehr wie bisher als Spielertrainer, arbeiten. Der Ex-Profi (VfB Stuttgart, 1. FC Nürnberg, Borussia Dortmund, Schalke 04, 1860 München) hat nach seiner Einsetzung als Rommel-Nachfolger im März nämlich erkannt, dass es in der Doppelfunktion zu Reibungsverlusten kommt: "Die Doppelbelastung ist nicht optimal. Das ging echt an meine Substanz. Du musst die Mannschaft auf ein Spiel vorbereiten, du musst dich selbst vorbereiten, dasselbe gilt für das Training. Dazu kommt das ganze Drumherum - das ist über eine gesamte Saison nur sehr schwer zu leisten."
Die rote Karte wegen einer Tätlichkeit und die Gelbsperre, die er in der entscheidenden Saisonphase kassiert hatte, will Kurz rückblickend aber nicht als Überforderungssymptome werten: "Eine oder zwei Klassen weiter oben hätte ich für die Aktion nie Rot bekommen. Fußball ist eben ein emotionaler Sport. Außerdem sind wir beim SCP sowieso viel zu brav." Auch sein missglückter Schachzug, im Pokalhalbfinale gegen Villingen selbst auf einen Einsatz zu verzichten, hatte ihm in SCP-Kreisen viel Kritik eingebracht. Doch Kurz bereut da nichts: "Das würde ich wieder so machen. Denn eine Mannschaft, die den Anspruch hat in der Regionalliga zu spielen, muss sich gegen ein Team wie Villingen immer durchsetzen."
Ziel: "Sichere Saison"
Durchsetzen will sich Kurz mit seiner Mannschaft in der kommenden Spielzeit auch in der Regionalliga. Ziel sei, "eine sichere Saison zu spielen", also mit dem Abstieg möglichst nichts zu tun zu haben. Dazu machte sich Kurz gestern gleich an die Arbeit. Denn das Team soll ein anderes Gesicht bekommen. Und gute Spieler, die wenig kosten, muss auch Kurz trotz seiner guten Kontakte in den Profi-Bereich erstmal finden. Etwaige Kooperationen mit einem seiner Ex-Clubs seien zwar denkbar. "Im Moment ist da aber noch nichts spruchreif."
In trockenen Tüchern ist dagegen die Verlängerung des Vertrages mit Mittelfeldspieler Andreas Schumacher. Auch mit Abwehrspieler Christian Deufel sei man sich, so Krane, "weitgehend einig".
Quelle: Schwäbische Zeitung