Politiker und Experten fordern Rauchverbot bei der WM
Verfasst: Sonntag 12. Juni 2005, 10:12
Diese Forderung dürfte rauchenden Fußball-Fans nicht schmecken: Politiker und Gesundheitsexperten wollen ein Rauchverbot in den WM-Stadien!
Klaus Kirschner (SPD), Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Bundestag, zu BILD am SONNTAG: „Während der Fußball-WM sollte für den gesamten Stadion-Bereich ein Rauch- und Alkoholverbot erlassen werden. Dieses gilt dann natürlich auch für die VIP-Logen. FIFA und DFB sollten wissen, daß der Sport eine wichtige Vorbildfunktion hat.“
Die frühere DFB-Kampagne „Keine Macht den Drogen“ dürfe nicht durch den Genuß legaler Suchtmittel während des größten Sportfestes in Deutschland konterkariert werden, so Kirschner.
Ähnlich Gerlinde Kaupa (CSU), Drogenbeauftragte der Unionsfraktion: „Rauchen und Sport haben nichts miteinander zu tun. Unser Ziel sind möglichst viele rauchfreie Sportstätten. Die WM wäre die perfekte Gelegenheit, dies auf großer Bühne umzusetzen. Würden die Veranstalter ein Rauchverbot in den WM-Stadien erlassen, hätte dies Vorbildcharakter und besonders auf Kinder und Jugendliche positiven Einfluß.“
Unterstützung kommt aus dem Europaparlament. Karl-Heinz Florenz (CDU), Vorsitzender des Umweltausschusses, zu BamS: „Unter den westlichen Industrienationen hat Deutschland die rückständigste Tabakpolitik. Ersparen wir uns die Peinlichkeit, unsere Gäste zu zwingen, in verqualmten Stadien zu sitzen und mit Kippen verdreckte Tribünen zu ertragen. Unsere zahlenden Besucher sollen einen fitten FC Deutschland erleben und keine Stinkbude.“
Vom Rauchverbot betroffen wären 3,37 Millionen Besucher, die im kommenden Jahr die 64 Spiele in den zwölf deutschen WM-Stadien live verfolgen werden.
Der Vorstoß der Politiker stößt bei Ärzten auf große Zustimmung. Dr. Otmar Kloiber, Generalsekretär des Weltärztebundes: „Ein Rauchverbot in Fußball-Stadien wäre sinnvoll. Die Fans, darunter viele Kinder und Jugendliche, die sich dort stundenlang aufhalten, würden ansonsten belästigt und gefährdet.“
Gerd Nettekoven, Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe verlangt: „Wie 2002 in Korea und Japan muß auch die Fußball-WM in Deutschland rauchfrei sein. Im Rahmen dieses Sportereignisses darf weder Tabakwerbung, noch der Verkauf von Tabakwaren und auch kein Rauchen in öffentlichen Bereichen stattfinden.”
Bereits bei der letzten WM in Japan und Südkorea war Rauchen in den Stadien verboten. Verstöße wurden aber nicht geahndet. Und was ist für 2006 geplant?
Gerd Graus, Sprecher des WM-Organisationskomitees, kündigt an: „Ein generelles Rauchverbot in den WM-Stadien soll es nicht geben. Mit vielen Aktionen wollen wir aber an die Fans appellieren, Rücksicht auf ihre Sitznachbarn zu nehmen und nicht zu rauchen.“
Klaus Kirschner (SPD), Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Bundestag, zu BILD am SONNTAG: „Während der Fußball-WM sollte für den gesamten Stadion-Bereich ein Rauch- und Alkoholverbot erlassen werden. Dieses gilt dann natürlich auch für die VIP-Logen. FIFA und DFB sollten wissen, daß der Sport eine wichtige Vorbildfunktion hat.“
Die frühere DFB-Kampagne „Keine Macht den Drogen“ dürfe nicht durch den Genuß legaler Suchtmittel während des größten Sportfestes in Deutschland konterkariert werden, so Kirschner.
Ähnlich Gerlinde Kaupa (CSU), Drogenbeauftragte der Unionsfraktion: „Rauchen und Sport haben nichts miteinander zu tun. Unser Ziel sind möglichst viele rauchfreie Sportstätten. Die WM wäre die perfekte Gelegenheit, dies auf großer Bühne umzusetzen. Würden die Veranstalter ein Rauchverbot in den WM-Stadien erlassen, hätte dies Vorbildcharakter und besonders auf Kinder und Jugendliche positiven Einfluß.“
Unterstützung kommt aus dem Europaparlament. Karl-Heinz Florenz (CDU), Vorsitzender des Umweltausschusses, zu BamS: „Unter den westlichen Industrienationen hat Deutschland die rückständigste Tabakpolitik. Ersparen wir uns die Peinlichkeit, unsere Gäste zu zwingen, in verqualmten Stadien zu sitzen und mit Kippen verdreckte Tribünen zu ertragen. Unsere zahlenden Besucher sollen einen fitten FC Deutschland erleben und keine Stinkbude.“
Vom Rauchverbot betroffen wären 3,37 Millionen Besucher, die im kommenden Jahr die 64 Spiele in den zwölf deutschen WM-Stadien live verfolgen werden.
Der Vorstoß der Politiker stößt bei Ärzten auf große Zustimmung. Dr. Otmar Kloiber, Generalsekretär des Weltärztebundes: „Ein Rauchverbot in Fußball-Stadien wäre sinnvoll. Die Fans, darunter viele Kinder und Jugendliche, die sich dort stundenlang aufhalten, würden ansonsten belästigt und gefährdet.“
Gerd Nettekoven, Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe verlangt: „Wie 2002 in Korea und Japan muß auch die Fußball-WM in Deutschland rauchfrei sein. Im Rahmen dieses Sportereignisses darf weder Tabakwerbung, noch der Verkauf von Tabakwaren und auch kein Rauchen in öffentlichen Bereichen stattfinden.”
Bereits bei der letzten WM in Japan und Südkorea war Rauchen in den Stadien verboten. Verstöße wurden aber nicht geahndet. Und was ist für 2006 geplant?
Gerd Graus, Sprecher des WM-Organisationskomitees, kündigt an: „Ein generelles Rauchverbot in den WM-Stadien soll es nicht geben. Mit vielen Aktionen wollen wir aber an die Fans appellieren, Rücksicht auf ihre Sitznachbarn zu nehmen und nicht zu rauchen.“