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Oberliga 05/06 komplett!

Verfasst: Mittwoch 22. Juni 2005, 13:06
von Überlinger
Oberliga 05/06 komplett

Der südbadische Verbandsliga-Vizemeister FC Emmendingen ist nach den Titelträger SV Linx (Südbaden), ASV Durlach (Baden) und SG. Sonnenhof Großaspach (Württemberg) der vierte Neuling in der Fußball-Oberliga. Wie schon gegen die SpVgg. Oberhausen gab es gegen TSG Balingen zu Hause einen 1:0 Erfolg und in der Fremde ein 1:1 Unentschieden. Quasi als Minimalisten haben die Südbadener die vier Aufstiegsspiele hinter sich gebracht, um nunmehr wieder der zweithöchsten Amateurklasse in Deutschland anzugehören.

Dadurch ist auch das Starterfeld für die neue Saison komplett, mit der am 6./7. August begonnen wird. Aufgestiegen sind die KSC-Amateure, deren Platz von Absteiger FC Nöttingen eingenommen wird. Für das erwähnte Aufsteigerquartett aus den drei Verbandsligen mussten SV Bonlanden, FC 08 Villingen, Bahlinger SC und die Spvgg. 07 Ludwigsburg das Oberligafeld räumen. Von den 18 Oberligisten 2005/06 kommen acht Mannschaften aus Württemberg (eine weniger als 2004/05), sieben Teams aus Baden (eine mehr als Vorsaison) und genau wie in der abgelaufenen Serie ein Trio aus Südbaden.

Teilnehmerfeld 2005/06: FC Nöttingen (Regionalligaabsteiger), ASV Durlach (Verbandsligaaufsteiger), SV Sandhausen, TSG Hoffenheim II, SV Waldhof Mannheim, VfR Mannheim, FV Lauda (alle Baden), SG. Sonnenhof Großaspach (Verbandsligaaufsteiger), SSV Ulm 46, SSV Reutlingen), Heidenheimer SB, TSV Crailsheim, 1. FC Normannia Gmünd, Stuttgarter Kickers II, SGV Freiberg (alle Württemberg) und SV Linx, FC Emmendingen (beide Verbandsligaaufsteiger), SC Freiburg-Amateure).

Der Staffeltag findet am Mittwoch, 13. Juli um 16 Uhr in der Sportschule Steinbach bei Baden-Baden statt.

Quelle: irsport.de

Saisonbilanz

Verfasst: Mittwoch 29. Juni 2005, 00:07
von Horschdi
Baden-Württemberg: Die Saison-Bilanz

Becker, Freis, KSC - alle befördert

Über Trainerwechsel, Torflauten, Heimserien, Dauerbrenner und Rauhbeine …

0 Heimpleiten: Das Stadion an der Kreuzeiche erwies sich als Festung und konnte von keinem Gegner eingenommen werden. Reutlingen kam als einziges Team ohne Heimniederlage durch die Saison. Dennoch belegten die Akteure des SSV hinter Karlsruhe und Ulm nur Rang drei in der Heimtabelle - sieben Unentschieden genügten nicht den Ansprüchen einer Spitzenmannschaft.

1 mickriges Törchen haben die Spieler der SpVgg Ludwigsburg in den ersten neun Saisonspielen zu Stande gebracht. Am Ende waren es gerade einmal deren 22. Die Ludwigsburger haben damit eindrucksvoll die Richtigkeit des folgenden Dreisatzes bewiesen: Wer keine Tore schießt, kann keine Spiele gewinnen. Wer keine Spiele gewinnt, kann die Klasse nicht halten. Folge: Wer keine Tore schießt, steigt ab. Das Kontrastprogramm lieferte Heidenheim. 71 Einschüsse waren Ligaspitze.

3 Minuten waren in der Partie zwischen dem Bahlinger SC und SV Sandhausen am 19. März noch zu spielen. Die Entscheidung war längst gefallen, die Gäste führten souverän mit 4:0 - für den BSC eine Begegnung, die man am besten ganz schnell vergessen sollte. Aber das wusste ein Bahlinger "Fan" zu verhindern, indem er einen gefüllten Getränkebecher nach Schiedsrichter-Assistent Nils Henkel warf und diesen auch traf. Referee Manuel Hipp brach die Begegnung daraufhin sofort ab. Erwartungsgemäß hat das Sportgericht die Partie mit drei Punkten und 4:0-Toren für Sandhausen gewertet.

10 Mannschaften wechselten während der Saison den Trainer aus. Grund Nr. 1: Erfolglosigkeit, der Klassiker. Jürgen Schnizler beerbte beim SV Bonlanden Uwe Freund, in Villingen wurde Dieter Hahn für Milorad Pilipovic geholt - trotzdem stand jeweils am Saisonende der Abstieg. In Freiberg wurde Willi Entenmann durch Markus Wenninger ersetzt. Grund Nr. 2: Rücktritt. Klaus Mirwald warf nach dem katastrophalen Ludwigsburger Saisonauftakt die Brocken hin, der Zwischenspurt unter Armin Scheiffele entpuppte sich als Strohfeuer. Martin Hägele (Crailsheim) und Gernot Jüllich (VfR Mannheim) zogen die Konsequenz aus Differenzen mit der Vereinsführung. Helmut Dietterle sitzt nun auf der Crailsheimer Trainerbank, der VfR wird von Rainer Ulrich betreut. Grund Nr. 3: Beförderung. Den Verantwortlichen des KSC ist das erfolgreiche Wirken von Edmund Becker nicht entgangen. So wurde das Karlsruher Urgestein zum Cheftrainer der Profis befördert, Rainer Krieg zeichnet seitdem für die Amateure verantwortlich. Waldhofs Eugen Hach hat sich quasi selbst befördert und verabschiedete sich nach Oberhausen in die Zweite Liga. Daraufhin übernahm Sportdirektor Maurizio Gaudino den Trainerposten, ehe mit Slavko Petrovic ein neuer Coach präsentiert wurde. Grund Nr. 4: Tausch. Die Verantwortlichen des SSV Ulm eisten Markus Sorg vom Ligakonkurrenten Heidenheim los. Was lag da für den HSB näher, als umgehend den in Ulm aussortierten Dieter Märkle zu verpflichten.

11 Eigentore unterliefen den Spielern. Ein schlimmer Fauxpas, da steckt dem Pechvogel der Schock noch minutenlang in den Gliedern . . . Denkste! Nicht so bei Timo Maag. Der Hoffenheimer brachte sein Team gegen die Stuttgarter Kickers zwar mit 1:2 in Rückstand. Es dauerte aber gerade einmal drei Minuten, ehe er diesen Makel ausmerzte und dieses Mal auf der richtigen Seite traf - Endstand 4:2 für die TSG.

15 Spiele blieb der KSC ungeschlagen, überstand beinahe die komplette Hinserie ohne Niederlage. Zwischenzeitlich betrug der Vorsprung komfortable elf Zähler. Die Beförderung von Erfolgscoach Edmund Becker und Goalgetter Sebastian Freis zu den eigenen Profis und der drohende Abstieg der Zweitligamannschaft ließen den KSC-Motor im Winter etwas ins Stocken geraten. Aber die Badener Rasselbande fand zu alter Stärke zurück. Am Ende stand die souveräne Meisterschaft und der Aufstieg in die Regionalliga.

30 Akteure kamen in jeder Partie zum Einsatz. Der FV Lauda hat mit Sanel Bradaric, Rolf Lang, Thorsten Plasch und Antonio Romero Rincon gleich vier Dauerbrenner in seinen Reihen.

43 eingesetzte Akteure und damit den höchsten "Spielerverschleiß" hatten die Stuttgarter Kickers. Gmünds Trainer Alexander Zorniger schickte nur 23 verschiedene Spieler auf den Platz und rotierte am wenigsten.

109 Platzverweise gab es (74 Matchstrafen, 37 Rote Karten). Als besonders fleißige Kartensammler erwiesen sich Giuliano Saggiomo (Reutlingen) und Hoffenheims Sascha Boller mit je vier Ampelkarten. Letzterer handelte sich alle Platzverweise innerhalb von nur sieben Wochen (zwischen dem 25. und 32. Spieltag) ein. Die Raubeine der Liga kommen vom Absteiger Bahlingen. Elf Mal Gelb- Rot und zwei Mal Rot bedeuten die unrühmliche Spitzenposition in der Mannschaftswertung.

912 Mal zappelte der Ball im Netz, das sind 2,98 Einschläge pro Partie. 26 Treffer erzielte Torschützenkönig Daniel Reule vom KSC. Der 22-Jährige verbucht damit alleine vier Erfolgserlebnisse mehr als die gesamte Mannschaft der SpVgg Ludwigsburg.

225 000 Zuschauer kamen, das sind 736 pro Spiel. Dabei erfreute sich trotz des unbefriedigenden Saisonverlaufs das Carl-Benz-Stadion der größten Beliebtheit. Durchschnittlich 2164 Fans lösten Tickets für die Heimauftritte von Waldhof Mannheim. Vor meist leeren Rängen kämpften die Stuttgarter Kickers. 183 Zuschauer pro Partie lassen keine Atmosphäre aufkommen.

Martin Bauer

Quelle: www.kicker.de