Seite 1 von 1

Kickers II glücklich in 2. Pokalrunde (3:0 in K'furt)

Verfasst: Samstag 30. Juli 2005, 18:25
von Basti
Die 2. Mannschaft der Stuttgarter Kickers siegte heute in der ersten Runde des Württembergischen Verbandspokal mit 3:0 beim TB Kirchentellinsfurt und trifft in der 2. Runde am kommenden Mittwoch auf den VfL Sindelfingen. Für diesen 3:0 Sieg benötigte es jedoch eine Menge Glück und 5 starke Schlussminuten.

Nikolaos Vassiliou hätte in der 2. Minute schon die Weichen stellen können, als er mit Marco Tucci allein vor dem Keeper auftauchte, allerdings war Tuccis Querpass zu unpräzise, so dass Vassiliou rechts vorbei schob. Danach gab es nahezu keinen nennenswerten Angriff der Blauen in der 1. Halbzeit. Doch auch die Gastgeber drangen nur selten in den Stuttgarter Strafraum ein.

Nach der Pause dann ein offensiveres Spiel der K'furter, deren Stürmer in der 55. Minute nur durch ein Foul im Strafraum zu stoppen war. Den fälligen Strafstoß hielt Kickers-Keeper Manuel Salz jedoch souverän mit beiden Händen fest. Doch selbst diese Situation konnte die Blauen nicht wachrütteln, so dass der TBK imme rund immer wieder zu hochkarätigen Chancen kam, die jedoch meist zu überhastet abgeschlossen wurden oder das Aluminium rettete.

In der 80. Minuten kam dann Bastian Bischoff für Vassiliou ins Spiel und mit ihm die Wende. Als stetiger Mobilisator in der Offensive brachte Bischoff neuen Schwung ins Spiel und konnte in der 87. Minute, als sich schon alle mit einer Verlängerung abgefunden hatten, den freistehenden Markus Kärcher bedienen. 1:0 Kickers, noch 3 Minuten zu spielen. K'furt machte nun hinten auf und warf alles nach vorn, was die jungen Blauen sofort ausnutzten. Wieder war es Bastian Bischoff, der sich den Ball im Mittelfeld erobert, Richtung Tor zieht und dieses Mal Marcel Ivanusa auf halb rechts bedient, der mit einem satten Schuss aus 18 Metern ins kurze, untere Eck versenkte. In der Nachspielzeit durfte dann der eingewechselte Boris Gazky den Schlusspunkte setzen. Ein langer Ball auf Bischoff war der Ausgangspunkt, den der Angreifer mit nahm und für den mitgelaufenen Gazky auflegte. 3:0 Pflichtsieg ohne Glanz.

Kickers: Salz - Lukic, Accardi, Jelas, Ivanusa - Baradel, Kärcher, Yildiz, Koyuncu, - Tucci (86. Gazky), Vassiliou (80. Bischoff)

Torefolge:
87. Minute: 1:0 Kärcher (Vorarbeit Bischoff)
90. Minute: 2:0 Ivanusa (Vorarbeit Bischoff)
90. Minute: 3:0 Gazky (Vorarbeit Bischoff)

:arrow: www.svk1899.de

Verfasst: Samstag 30. Juli 2005, 18:53
von Blauer Bub
Das war wirklich nicht souverän, was unsere Zweite da abgeliefert hat. Ein Klassenunterschied war bis auf zwei, drei Szene, in denen man mit sicherer Ballbehandlung schnell und kombinationssicher das Mittelfeld überbückte, eigentlich zu keinem Zeitpunkt zu sehen. Nach dem 1:0 war es dann gelaufen. Leider kenne ich die Spieler der Zweiten zu wenig, um hier eine fundierte Einzelkritik darlegen zu können. Auffällig war unser Torwart Salz, nciht nur wegen des gehaltenen Elfers, sondern weil er auch überaus engagiert die Mannschaft dirigierte.
Am Ende zählt das Weiterkommen und somit wurde das Soll erfüllt. Ligakonkurrent SSV Reutlingen tat sich gestern übrigens bei der TUS Metzingen ebenfalls verdammt schwer und musste nach einer 2:0-Führung noch ins Elfmeterschießen, das dann aber gewonnen wurde

Verfasst: Samstag 30. Juli 2005, 19:16
von kickersharry
Eben,Hauptsache weiter!

Verfasst: Samstag 30. Juli 2005, 22:12
von Jürgen K.
und am Mittwoch treffen die "kleinen" Blauen gegen den letztjährigen Halbfinalisten VfL Sindelfingen (Anm. unterlagen gegen Kickers I mit 1-3)
-------------------------------------------------------------------------------------

Erstes Tor entscheidet
Die erste Hürde ist übersprungen. Mit 3:0 gewannen die Fußballer des VfL Sindelfingen gestern Abend im WFV-Pokal beim Landesliga-Konkurrenten SV 03 Tübingen.

Das Spiel? Milde ausgedrückt - es war den heißen Temperaturen angepasst. Nichts Berauschendes, nichts, was vom Hocker reißt. Was mitten in der Vorbereitungsphase wahrscheinlich auch etwas viel verlangt wäre. VfL-Trainer Willi Zimmermann hatte sich vom Auftritt seiner personell geschwächten Mannschaft, unter anderem fehlten Giuseppe Carnevale, Daniel Noblile, Enes Lulic und Michael Willer, in der ersten halben Stunde etwas mehr versprochen: "Da waren wir zu weit weg vom Gegenspieler, viel zu träge."

Die Quittung für ihre laxe Spielweise hätten die Sindelfinger in der Anfangsphase mehrmals erhalten können, sogar müssen. Erst prüfte Tübingens Dimitrios Kolgionis Schlussmann Pedro Ferreira aus der Distanz, dann vergab Zösgan Yildiz nach 22 Minuten aus acht Metern ebenso kläglich wie Johannes Zerr wenig später aus deren fünf. Und die Offensive des VfL? Die kombinierte im Mittelfeld ganz gefällig, spielte auch im Sturm ordentlich - gute Ansätze, wenn nicht das Defensivverhalten so eklatant vernachlässigt worden wäre. Überzeugend bei den Gästen waren neben Louis Almeida vor allen Dingen Neuzugänge. Christopher Kaminski wird mit Sicherheit eine Verstärkung, auch Dino Carnevale und Salvatore Scivoli zeigten, dass mit ihnen zu rechnen sein wird.

Erste ernstzunehmende Möglichkeiten erspielten sich die Sindelfinger nach knapp einer halben Stunde. Özay zog eine Flanke auf Scivoli, doch der verfehlte zunächst das Ziel. Dann versuchte es Özay mit einem kunstvollen Heber auf Scivoli, erneut fiel kein Treffer. Im dritten Versuch war's soweit. Denis Gonsior bediente in der 36. Minute Scivoli, der köpfte ein - 0:1. "Bei der Hitze fast schon die Entscheidung", erkannte Zimmermann hinterher. "Mit der Führung im Rücken haben wir uns in der zweiten Halbzeit viel leichter getan."

Tja, die zweite Hälfte. In der tat sich zunächst einmal so gut wie gar nichts. Tübingen bäumte sich nicht auf, Sindelfingen verwaltete souverän. Und mit dem 2:0 war die Partie sowieso gegessen. Nach einer Stunde lochte Davor Prtnjaca ein - in der vergangenen Runde erzielte er noch für den B-Ligisten Croatia Sindelfingen die Tore.

In der Folgezeit begann das Schaulaufen. Sindelfingen stürmte munter weiter, Salvatore Scivoli und Denis Gonsior verpassten es, das 3:0 zu erzielen, was sich beinahe noch gerächt hätte. Denn auf der anderen Seite hatte Zer nach 78. Minuten auf einmal den Anschlusstreffer auf dem Schlappen. Vier Minuten später war's müßig, darüber zu spekulieren, was gewesen wäre, hätte der Tübinger vollstreckt. Özay flankte, Korkmaz markierte das 3:0. Die zweite Runde war erreicht. Und Zimmermann einigermaßen zufrieden. "Wir haben unsere Aufgabe erledigt."

In der zweiten Runde trifft der VfL auf Kirchentellinsfurt oder die Stuttgarter Kickers II. "Da wären mir die Kickers lieber", so Zimmermann. "Dann würde es ein Wiedersehen mit unserem letztjährigen Stürmer Maijk Vujevic geben - und gegen K'furt verlieren wir doch sowieso immer."

VfL Sindelfingen:
Ferreira, Brigadir, Klinec (68. Drzymalla), Kaminski, Almeida, Kniesel, Gonsior, Scivoli, D. Carnevale, Özay, Prtnjaca.

Verfasst: Montag 1. August 2005, 11:29
von Basti
Kirchentellinsfurts Kater nach kurzem Kickers-Rausch

Verbandsliga-Neuling TBK schied gegen Fußball-Oberligist Stuttgart mit 0:3 aus dem WFV-Pokal aus

KIRCHENTELLINSFURT (dem). 88 Minuten lang war der TB Kirchentellinsfurt gleichwertig bis besser – doch dann wurde der Verbandsliga-Neuling in Runde eins des WFV-Pokals vom Fußball-Oberligisten Stuttgarter Kickers II in den letzten Minuten noch zerlegt: 0:3 (0:0) verlor der TBK, der vor 250 Fans einen Elfmeter vergeben hatte.

Die spielentscheidenden Kicker im Kampf um den Ball: Rechts Kirchentellinsfurts Wolfgang Fogl, der den Elfmeter verschoss, in der Mitte Stuttgarts Martin Kärcher, der das 1:0 erzielte. Links Caner Cosum.
Bild: Ulmer
Kirchentellinsfurts Trainer sorgte sich nach dem Schlusspfiff vor allem um die Seelenlage seiner Kicker. „Das tut mir weh für die Mannschaft, die sich sehr engagiert hat und in der zweiten Hälfte besser war“, sinnierte Thomas Schwend, „dieses Ergebnis liest sich jetzt wie eine ganz deutliche Pleite.“ Sein Stuttgarter Kollege Björn Hinck dankte erst mal seinem Torwart Manuel Salz, der einen ganz schwach geschossenen Elfmeter (57.) von Kirchentellinsfurts Wolfgang Fogl (nach Foul an Michael Eisenblätter) abgewehrt hatte: „Wenn er den nicht hält, wird es ganz eng!“

Denn in der zweiten Hälfte dominierte der offensivstarke TBK, hatte weitere gute Chancen durch Florian Tiedjens (48./Außenpfosten) und Kickers-Spieler Fabio Accardi, der mit einem Kopfball (79.) fast ins eigene Tor traf.

Dabei spielte Kirchentellinsfurt eigentlich ohne Stürmer: Richard Potye (Muskelfaserriss), Andreas Novak (Bänderriss), Mauro La Forza (Urlaub) fehlten, Alexander Neagos wurde schon in der achten Minute vorsichtshalber wegen Leistenproblemen ausgewechselt. „Dennoch haben wir viele Torchancen herausgespielt“, lobte TBK-Trainer Schwend, der auch Pietro Conte (Muskelprobleme) und Muse Ghirmai (bei einer Hochzeit) ersetzen musste. Ganz stark beim TBK in der Offensive: Neuzugang Simon Schimpf.

Die Treffer machten dann aber die Stuttgarter – allesamt kurz vor Schluss: Markus Kärcher nutzte eine schlechte Kirchentellinsfurter Abwehr zum 1:0 (88.), „dann haben wir uns noch kurz in einen Rausch gespielt“, so Kärcher. Marcel Ivanusa (90.) und der zuvor eingewechselte Boris Gatzky (92.) erzielten bei Kontern das zu hohe 3:0 für die Kickers, bei denen der von Ergenzingen gekommene Sven Sökler in den Regionalliga-Kader aufgerückt ist. „Ein Klassenunterschied war aber nicht zu sehen“, so Schwend.

TB Kirchentellinsfurt: Heyer; Balleis, Gscheidle, Steinicke, Tiedjens, Eisenblätter, Braun, Schimpf, Cosum (90. Dilek), Fogl, Neagos (8. Kalbfell).

:arrow: Quelle: Schwäbisches Tagblatt vom 01.08.2005