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Berichte vom Trier-Spiel

Verfasst: Montag 8. August 2005, 10:15
von Blauer Bayer
"So wollen wir die Favoriten ärgern"
Die Kickers kaufen Trier den Schneid ab und gewinnen hoch verdient mit 3:2
Stuttgart - Es ist schwer zu beurteilen, ob Zweitliga-Absteiger Eintracht Trier schon als echter Gradmesser taugt. Unbestritten aber ist: Die Stuttgarter Kickers sind mit einer überzeugenden Leistung in die neue Saison der Fußball-Regionalliga gestartet und haben ihren Fans mit dem 3:2 (1:1)-Sieg Lust auf mehr gemacht.

Von Sigor Paesler

Timo Schlabach wusste nicht so recht, wie er reagieren sollte. Aber dass er darauf angesprochen werden würde, war klar. "Damit haben Sie die Quote des Vorjahres bereits erreicht . . ." Schlabach entschied sich, zu grinsen: "Hauptsache wir haben gewonnen, das war sehr wichtig." Der Neuzugang der Kickers hatte mit seiner Leistung maßgeblichen Anteil am Auftaktsieg. Und auch mit seinem Treffer. Erstes Spiel, erstes Tor. Für die Amateure des FSV Mainz 05 hatte der Stürmer in der kompletten vergangenen Saison nur ein Mal getroffen. Wer ihn gegen Trier gesehen hat, ist jedoch davon überzeugt, dass die Quote in dieser Saison viel besser ausfallen wird. Die Art und Weise, wie der Lockenkopf das 3:1 erzielte, war beeindruckend, ebenso die Vorarbeit von Sturmpartner Mirnes Mesic. Der Kapitän hatte sich im Mittelfeld mit aller Vehemenz in einen Zweikampf geworfen und einen Pressschlag provoziert. Der Ball landete vor Schlabachs Füßen, der in Richtung Trierer Tor stürmte und aus 18 Metern abzog.

Natürlich hatten die Kickers Glück, dass sie im Gegensatz zu den Trierern eingespielt sind. Aber sie gewannen auch, weil sie den größeren Siegeswillen zeigten. 90 Minuten lang ackerten sie und ließen dabei konditionell kaum nach. "Wir waren von Beginn an klar besser. Ich hatte das Gefühl, die Trierer wollten gar nicht richtig", meinte Mesic. Dabei wollten die Stuttgarter einfach nur mehr. Sie ließen sich auch vom überraschenden Führungstreffer der Eintracht durch Thomas Klasen nicht aus dem Konzept bringen und glichen noch vor der Pause durch Mustafa Akcay aus, der sich bei Mustafa Parmak und Oliver Stierle für die glänzende Vorarbeit bedanken durfte. Und nach dem Wechsel legten sie noch einmal einen Zahn zu.



90 Minuten voller Einsatz
Dass es bei den weiteren Treffern von Mesic und Schlabach blieb und Trier durch einen Sonntagsschuss von Klasen sogar noch auf 2:3 herankam, schien Kickers-Coach Robin Dutt gar nicht so unrecht zu sein. Denn wäre die Begegnung 4:1 oder 5:1 ausgegangen, was möglich gewesen wäre, hätte er wohl einige Mühe gehabt, die Euphorie zu bremsen. So konnte er einige Kleinigkeiten in der ersten Hälfte bemängeln und über die zweite sagen: "Da ging es so langsam in die Richtung, wie wir uns Fußball vorstellen."

Ein Zwischenfazit nach dem ersten Spiel ist verfrüht. Eines aber deutete sich an: Mit den Neuzugängen Schlabach, Torhüter David Yelldell und Verteidiger Marco Wildersinn dürften die "Blauen" richtig liegen. Auch, weil sie die Spielweise der Kickers schnell angenommen haben: Mit vollem Einsatz bis zur letzten Minute dem Gegner den Schneid abkaufen. "So wollen wir die Favoriten ärgern", sagte Schlabach - und kündigte weitere Tore an.

http://www.ez-online.de/lokal/lokalspor ... l12087.cfm

Verfasst: Montag 8. August 2005, 10:22
von Blauer Bayer
Flotter Auftritt beim 3:2 gegen Trier - Neue überzeugen
Kickers: Ein Start, der Mut macht

Stuttgart - Es war nur eine erste kleine Standortbestimmung - aber immerhin: Der flotte Auftritt der Stuttgarter Kickers in der zweiten Halbzeit machte Lust auf mehr. Auffallend beim 3:2(1:1)-Auftaktsieg gegen Eintracht Trier: Die Neuzugänge fügten sich ohne Probleme ins Team ein.

VON JÜRGEN FREY

Das blaue Original Fritz Seeger hielt nichts mehr auf seinem Sitzplatz in der ersten Reihe. Der langjährige Ehrenratsvorsitzende sprang auf, ballte erst die Fäuste, dann klatschte er voller Dynamik in die Hände. Hinter ihm riefen die Zuschauer wie zu allerbesten Zeiten begeistert "Kickers, Kickers''. Es war die Phase, als die Blauen sich in einen Rausch spielten, gute Chancen zum 4:1 oder 5:1 vergaben. Und spätestens zu diesem Zeitpunkt wusste Robin Dutt: Das wird ein Start, der Mut macht. "Wenn der blaue Adel auf der Haupttribüne so mitgeht, dann müssen wir vieles richtig gemacht haben'', sagte der Kickers-Coach.

Und die Blauen haben an diesem Samstag vieles richtig gemacht. Vor der Pause tat sich das Team noch schwer, den richtigen Rhythmus zu finden. Es ging zu zögerlich in die Zweikämpfe. Es gab zu viele Abspielfehler. Ganz anderes die zweiten 45 Minuten. Mit unheimlich viel Einsatz und Laufbereitschaft eroberten die Kickers den Ball. Dann stürmten sie nach vorne. Blitzschnell und äußerst zielstrebig. Speziell den Trierer Innenverteidigern Harry Koch und Markus Lösch bekam das gar nicht gut: Sie benötigten nach dem Spiel einen Kompass, um den Weg in die Kabine zu finden. Der überragende Kickers-Kapitän Mirnes Mesic und sein neuer Sturmpartner Timo Schlabach hatten das erfahrene Duo schwindlig gespielt.

Überhaupt die Zugänge der Kickers. Das Trio, das in der Startelf stand, lieferte eine starke Premiere ab. David Yelldell strahlte im Tor viel Ruhe aus und hielt fehlerlos. Innenverteidiger Marco Wildersinn muss sich zwar im Spielaufbau noch verbessern, seine Abgeklärtheit, seine Zweikampf- und Kopfballstärke belegte der 24-Jährige jedoch eindrucksvoll. Und wenn Timo Schlabach so weitermacht wie am Samstag, redet schon bald keiner mehr von seinem Vorgänger Suad Rahmanovic. Trainer Dutt ist jetzt schon sicher, dass sich die Kickers bei dieser Personalie sogar verbessert haben: "Timo hat einen guten Schuss, ist schneller und laufstärker als Suad.'' Ob es am Ende wie bei Rahmanovic zu 14 Saisontreffer reicht, ist eine andere Frage. Fest steht: Mit seinem Tor gegen Trier hat der 24-Jährige schon genauso oft getroffen wie in den 33 Einsätzen in der vergangenen Saison für Mainz 05 II. Auch das macht Mut. "Wir wollen die Großen weiter ärgern'', sagt Schlabach. Am morgigen Dienstag (18 Uhr) geht es aber erst einmal zu einem Kleinen: im WFV-Pokal zum Landesligisten Türk Gücü Ulm.

http://www.leonberger-kreiszeitung.de/sport/index.html

Verfasst: Montag 8. August 2005, 11:59
von Basti
Flicks Seuchenalarm: Küsse verboten

Traumwelt und Realität - funktioniert das? Bei den Stuttgarter Kickers und der TSG Hoffenheim schon. Die Vorfreude auf Festtage im DFB-Pokal schützt vor Anfangs-Erfolgen in der Fußball-Regionalliga nicht. Ein schönes Gefühl, das dem VfR Aalen derzeit fremd ist.

Die "Blauen" trugen ihre rosaroten Brillen. "Wenn die Haupttribüne so begeistert mitgeht, können wir nicht viel falsch gemacht haben" - zufrieden brachte Trainer Robin Dutt das 3:2 der Stuttgarter Kickers über Zweitliga-Absteiger Eintracht Trier auf den kürzesten Nenner. Nicht nur für Torhüter-Rückkehrer David Yelldell (ein Premier-League-Spiel in den vergangenen beiden Jahren bei Blackburn Rovers) wars ein Schaulaufen.

Das bekannt kritische Publikum in Degerloch träumte schon zart von einer Sensation im bevorstehenden DFB-Pokal gegen den Hamburger SV (20. August). Doch der Alltag hilft Dutt, einen Bogen um die Traumwelt zu machen: Am Mittwoch im württembergischen Pokal, Runde drei, müssen sich die Kickers beim Landesligisten Türkgücü Ulm im Stadtteil Donaustetten auf das miserabelste Gelände weit und breit einrichten.

Auch der Stuttgarter Stadtrivale, der "kleine" VfB, hat so seine Sorgen mit dem WFV-Pokal. Trainer Rainer Adrion möchte die Partie übermorgen bei den Stuttgarter Kickers II verlegen lassen. Ohne fünf in diesem Wettbewerb nicht einsatzberechtigte Lizenzspieler und ohne Aushilfe der A-Junioren (in Japan) geht das Personal aus. Beim 2:2 in Koblenz saßen nur drei Akteure auf der Bank. Kein Wunder, dass Adrion darauf drängt, den Eiertanz um Sreto Ristic endlich zu beenden. Bis morgen muss der Ex-Profi des VfB definitiv kundtun, ob er im Regionalliga-Team nicht nur trainieren, sondern auch spielen möchte.

Auch die TSG Hoffenheim hat einen Ehemaligen aus Cannstatt an der Angel. Einen mit 81 Länderspielen. Karl-Heinz Förster soll nach dem Willen von Trainer Hansi Flick als Teammanager einsteigen. Allein: Der einstige "Killer mit dem Engelsgesicht" will sein Ja-Wort nur als Nebenjob zu seiner Tätigkeit als Spielerberater (unter anderem von Kevin Kuranyi) ausüben. Obs schon bis zum Pokal-Hit am 21. August gegen Försters früheren Dauerarbeitgeber VfB reicht?

Nach dem glücklichen Endspurt-2:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern II beschäftigte Flick ein anderes Thema - das Pfeiffersche Drüsenfieber. Thomas Ollhoff, gerade von dieser Viruserkrankung genesen und nach 65 Minuten entkräftet ausgewechselt, hat in Präsident Peter Hofmann und dessen weitläufig verwandten Mittelfeldspieler Sebastian Hofmann zwei unfreiwiliige Nachahmer gefunden. Flick funkt Seuchenalarm: Er hat die Trinkflaschen numeriert, Küssen und Knutschen nach Toren verboten.

Neno Rogosic kommt momentan nicht in die Verlegenheit, Treffer auszukosten. Beim VfR Aalen ist der 31-Jährige ins Abseits geraten, in Darmstadt zählte der Leistungsträger von einst (55 Tore in 150 Spielen) nicht mal zum Kader von Trainer Frank Wormuth, der nach der 0:2-Pokalblamage beim Landesligisten SV Reinstetten auch den Regionalliga-Start bei den hessischen "Lilien" verpatzte (1:2).

Dem Vernehmen nach hat der SC Pfullendorf Interesse am Kroaten Rogosic, dessen Vertrag in Aalen noch zwei Jahre läuft. Vielleicht verhandeln die Verantwortlichen beider Klubs am Rande des gemeinsamen Regionalliga-Spiels am Freitag. Beim 1:1 gegen Mitfavorit SV Wehen legten sich die jungen Pfullendorfer, wie von Manager Hans-Hermann Krane gefordert, kämpferisch gewaltig ins Zeug.

Verfasst: Montag 8. August 2005, 16:57
von Mat
bloss nicht verlegen, freu mich schon so auf das Spiel...

Verfasst: Montag 8. August 2005, 18:28
von Buddy
Aus den STN
Aggressive Fußballfans

Polizei setzt Randalierer fest

Am Rande des Regionalligaspiels der Stuttgarter Kickers gegen Eintracht Trier wurde die Polizei wegen randalierender Fans auf den Plan gerufen. Aus Trier waren Anhänger der Eintracht mit einem Bus angereist und beim Einlass gründlich kontrolliert worden. Dabei fanden die Sicherheitsleute bei einem 17-Jährigen ein Paket mit circa 150 Gramm selbst zusammengemixtem Rauchpulver, das der Fan im Schuh ins Stadion schmuggeln wollte. Weitere Rauchkörper, die von anderen Trieren trotz Einlasskontrollen in den Gästeblock geschmuggelt wurden, sind zu Beginn der zweiten Halbzeit dort gezündet worden.
Ein 31-Jähriger Trierer Fan wurde in Polizeigewahrsam genommen, weil er sich aggressiv gebärdete und einen Ordner beleidigte. Als die Polizei ihn wegführen wollte, schlug er wild um sich, verletzte einen Polizeibeamten an der Lippe und versuchte, einer Beamtin ins Gesicht zu treten. Nach dem Spiel kam es zu weiteren Beleidigungen durch die Trierer Fans. Als der Bus im Abfahren begriffen war, warf einer der Fans eine Glasflasche gegen ein Polizeifahrzeug, jedoch ohne Schaden anzurichten. pl

Verfasst: Montag 8. August 2005, 18:41
von Buddy
Buddy hat geschrieben:Aus den STN
Nach dem Spiel kam es zu weiteren Beleidigungen durch die Trierer Fans.

In der STZ steht dazu
Nach dem Spiel kam es in vier Fällen zu Beleidigungen der eingesetzten Polizeibeamten.
Sonst steht dort fast das gleiche.

Verfasst: Montag 8. August 2005, 19:03
von Martin
des mit den beleidigungen hab ich live miterlebt :D war sehr amüsant, wobei der ärger darauf zurückzuführen war, dass sich einer der polizisten nicht wirklich im griff hatte und immer total ausgeflippt ist. wenn jeder so reagieren würde, gäbe es glaub bei jedem dynamo spiel etc tote

Verfasst: Montag 8. August 2005, 22:58
von Blauer Bayer
Unter http://www.sve-forum.de/ gibt's die Debatte der Trier-Fans zum Thema. Naja, um Fußball geht's eigentlich nicht wirklich :roll: . Auch ein paar Block-Fotos.