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austria salzburg
Verfasst: Montag 8. August 2005, 10:53
von PvK
was haltet ihr davon wenn wir uns solidarisch zeigen würden mit einem spruchband gegen redbull?
was da abgeht ist ja nicht mehr normal....
Verfasst: Montag 8. August 2005, 12:39
von Tacheles
Helfen die uns gegen das "Gazi-Imperium"... :wink: ?!
Verfasst: Mittwoch 10. August 2005, 00:41
von micha h.
Ist aber schon derbe wie´s da abgeht.
Schwatzgelb.de schreibt:
Guten Abend Red Bull, gute Nacht Fußball
(Jens) Es war einmal eine Nachricht im Videotext: der SV Austria Salzburg sei vom großen Trendunternehmen Red Bull gekauft worden und heiße von nun an Red Bull Salzburg. Na ja, denkt man sich da in typisch allemannischem Hochmut, das ist ja mal nix Neues in Österreich. Da heißen Vereine auch ganz gerne SC interwetten.com oder Josko Fenster Ried. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Warum also all die Aufregung?
Seit den 70er Jahren werden die Vereinsnamen gerne durch einen Sponsor ergänzt, den Vereinen ist es eine willkommene Zusatzeinnahme und richtig gewehrt hat sich dagegen nie jemand. Einzig der größte und traditionsreichste Klub Österreichs, der SK Rapid Wien, hat diesen Fehler nie begangen. Wahrscheinlich hat er auch deswegen noch immer die größte Fanmasse des Landes.
Nun also Austria Salzburg, einer von nur 3 österreichischen Vereinen, der jemals ein europäisches Finale erreichte (UEFA-Cup 1994). Mit knapp 11 Mio. EUR war dieser Verein inzwischen verschuldet, stützte sich immer auf eine große, treue Anhängerschar und besitzt mit dem EM-Stadion im Stadtteil Walz ebenfalls gute Perspektiven. Austrias Fanszene galt – was Kreativität und Gesangsstärke angeht – als zweite Macht im Land, Rapid bleibt unerreicht. Bei allen Namensverkäufen der vergangenen Jahre (SV Wüstenrot Salzburg, Casino Salzburg etc.) waren immer die violett-weißen Vereinsfarben erhalten geblieben und erst Recht die Tradition. 1933 gegründet, 3facher österreichischer Meister, 1989 triumphale Rückkehr ins Oberhaus und wenig später der Einzug ins UEFA-Cup-Finale.
Und nun? Nun kommt Dieter Matteschitz, seines Zeichens Erfinder des Gummibärensafts „Red Bull“, der angeblich Flügel verleiht und schlicht scheiße schmeckt – dafür aber irrsinnig cool und vor allem trendy ist. Herr M. legt Geld auf den Tisch, viel Geld. Dafür übernimmt er den Verein, widerstandslos. Denn er verspricht, die Vereinsfarben beizubehalten. Die Generalversammlung des SV Austria stimmt der „Übernahme“ dann schnell zu. Hierzu ist eine Besonderheit sicher nicht unwichtig. Anders als in deutschen Vereinen üblich, gibt es in Österreich außerordentliche Mitglieder ohne jegliches Stimmrecht und eine handverlesene Auswahl ordentlicher Mitglieder. Diese knapp 50 Personen stimmten ab und übergaben Matteschitz den Verein auf dem Silbertablett. Herr Matteschitz brachte natürlich seinen Freund, Franz Beckenbauer, mit. Beckenbauer ist immer dabei, wenn es um Öffentlichkeit und Kohle geht, aber klar, er ist ja der Kaiser.
Was dann passiert, lässt wohl vielen Fans das Blut in den Adern gefrieren. Nach dem Handstreich wird der Verein umbenannt, Red Bull Salzburg ist sein neuer Name. Neuer Name für den alten Klub? Nein, das geht natürlich nicht, nicht bei einer so jugendlich-trendigen Marke wie Red Bull. Der Verein erhält ein neues Gründungsdatum, 2005 ist er nun gegründet. Und die Austria? Die hat mit diesem Moment aufgehört, zu existieren, von der Homepage verschwanden jegliche Anzeichen von Tradition, das Vereinswappen ist nun mehr oder minder deckungsgleich mit dem Wappen des Getränkekonzerns. Das Stadion erhält Red Bull-Graffitis, die Schals, Mützen – alles wird auf Red Bull getrimmt.
Nun sollte man meinen, die Fans von Austria Salzburg würden kollektiv ausflippen und der neuen Vereinsführung den Stinkefinger zeigen. Tradition und Identität verscherbelt und den Verein zu einem reinen Marketinginstrument degradiert. Die mit jeder Dauerkarte käuflich erworbenen Trikots von Red Bull würden doch sicher von 90% der Fans erbost zurück geschickt. Doch weit gefehlt, dem gemeinen Salzburger Fußballkonsument ist es schlicht scheißegal, wie der Verein heißt, in welchen Farben er spielt oder ob er sich für einen Konzern zum Objekt machen lässt. Er will Erstligafußball sehen, vollkommen egal zu welchem Preis. Und er will sich dabei nicht stören lassen, nicht von diesen ewig gestrigen, die noch so etwas wie echte Liebe und Hingabe zu ihrem Verein kennen. Dabei vergessen sie so einiges, nicht nur ihre alten Farben, die sie eigentlich im Herzen hätten tragen sollen, sondern auch noch ihre Kinderstube. Aber kommen wir zurück zum Anfang.
Vor einigen Tagen hatten sich 3 BVB-Fans entschlossen, dieses Spektakel in Salzburg einmal näher zu beobachten, um dann auch an dieser Stelle darüber berichten zu können. Nachdem üblichen hin und her, Absage, Zusage etc.pp. ging es dann bereits am Freitag gen Österreich. Dort wartete das totale Kontrastprogramm.
Am Freitagabend sahen wir uns die zweite Liga an, der Linzer ASK spielte als einer der Aufstiegsfavoriten (Linz ist immerhin drittgrößte Stadt in AUT) gegen den Aufsteiger und Tabellenletzten SC Schwanenstadt. Es war das schlechteste Fußballspiel, das ich je gesehen habe, selbst Kreisligaspiele haben mich schon mehr in den Bann gezogen als dieser Grottenkick. 0:0 endete das Spiel und immerhin hatten wir ein hübsches Stadion zu Gesicht bekommen, in dem sich die 3.500 Zuschauer allerdings etwas verliefen.
Samstag dann nach Salzburg, kurze Fahrt und ein kleiner Stadtbummel. Bereits gegen 16:30 Uhr trafen wir am Stadion ein, um noch irgendwie Karten zu bekommen. Leider sah es eine ganze Zeit wirklich mies aus, aber am Ende bekamen wir doch noch ganz locker Karten zu normalen Preisen (1 bzw. 2 EUR über Normalpreis).
Vor dem Stadion hatten wir Zeit, einiges zu beobachten. Das Stadion selbst erinnert in seiner Bauweise an alles Mögliche, aber eher nicht an ein Stadion. Dazu wummerte von innen die ganze Zeit irrsinnig laute Technomusik und die Scheinwerfer leuchteten dazu im Takt auf. Passend dazu wurden draußen Ohrstöpsel verteilt. Das größte Fangeschenk ist aber ein weißes Tuch mit Red Bull-Aufdruck. Dieses – so erfährt der Eventourist auf der beiliegenden Erklärung – solle man im Stadion verwenden, um Stimmung zu erzeugen. Wie in spanischen Stierkampfarenen mit lautem „Olé“ über dem Kopf schwenken, wenn auf dem Platz etwas Positives passiert. Um es vorweg zu nehmen, das klappte natürlich überhaupt nicht. Den sicherlich gut verdienenden Marketingexperten sollte man vielleicht noch den Unterschied zwischen Fußball und sonstigen „Events“ erklären, es ist eben doch keine Trendsportart, zum Glück. Um dem neuen Fan zu helfen hat man übrigens im Stadion ein paar Menschen verteilt, die wie die berühmten Stierläufer von Pamplona verkleidet sind, ganz in weiß und rote Tücher umgebunden. Was das mit Fußball zu tun hat? Natürlich nichts.
Es kommt aber noch besser, am Eingang rannten dann Leute mit Körben herum und verschenkten Ohrstöpsel, da es im Stadion zu Lärmbelästigung kommen könnte. Unglaublich? Nicht in Salzburg.
Vor der Südtribüne sammelten sich nun nach und nach die violetten Fans, also die Fans, die sich noch wehren. Wir kamen mit Leuten der TGS und Ultrá Union ins Gespräch und erfuhren noch das eine oder andere bis dato unbekannte Detail. So hatten die Rapid-Fans bereits angekündigt, bei diesem Spiel voll Partei für violett zu ergreifen. Sie machten sich also im Grunde für den Erzfeind stark. Wir erfuhren hier übrigens auch, dass Teile der DFB-Führung beim ersten Heimspiel zu Besuch waren. Anschauungsunterricht, wie man sich ein Publikum heranzüchtet oder zumindest domestiziert?
Vor einigen Tagen waren übrigens knapp 60 Hausverbote an verschiedene Fans gegangen, deren Namen bei Red Bull bekannt waren. Darunter auch die Mutter eines Fans, die überhaupt nicht zum Fußball geht, oder andere, die in der ganzen Saison noch kein Spiel gesehen hatten. Ein anderer Teil der Betroffenen befand sich größtenteils am Südeingang, würden aber später dann in eine Kneipe abwandern müssen. Draußen gab es Infomaterial und schon die ersten ignoranten Kommentare von Leuten, denen ihr Verein am Arsch vorbeigeht. Beim Betreten des Stadions wurden dann die „Violetten“ besonders durchsucht, jede kleine Schwenkfahne musste ausgerollt werden und wurde begutachtet.
Nach einigen, teils längeren Gesprächen mit Mitgliedern der Initiative weiß-violett betraten auch wir das Stadion, verzeihung, die Großraumdisko oder Eventhalle. Überall quietschbunte Red Bull-Graffiti, grelle Scheinwerfer, die in allen möglichen Farben leuchteten und ein bis zum Spielende nicht anhalten wollender Strom aus den Nebelmaschinen. Die Scheinwerfer wurden auch nie abgestellt und strahlten ständig in allen möglichen Farben das Feld oder die Tribünen an. Disko oder Fußball? Das ganze wirkte irgendwie vollkommen abgedreht und unecht, es sah nach allem möglichen aus, nur nicht nach einem Fußballspiel. Ein tolles Event für den Eventzuschauer von morgen, der einfach nur unterhalten werden will. Bloß nicht nachdenken, einfach nur konsumieren und nächstes Jahr geht man dann halt zum Eishockey, weil gerade das hip ist.
Als das Spiel dann endlich begann, stellten wir als neutrale Besucher sehr schnell fest, dass sich durch den Einstieg von Red Bull ein tiefer Riss durch die Fangemeinde zieht. Und ich rede hier gar nicht mal von den Leuten, die einfach nur hingehen, weil es jetzt hipp ist, sondern wirklich von den Fans, die auf der dortigen Südtribüne stehen. Diese wurde übrigens nach ersten Protesten einfach mal halbiert, um den Pöbel klein zu halten. Erschreckend, wie wenige merken, was sich da abspielt, sie merken nicht, dass auch sie als Red Bull-Befürworter fast schon abgewirtschaftet haben. In einem modernen Stadion mit einer modernen Marke wird es sicher bald keine Stehplätze mehr geben und Pöbelgesänge gegen den Gegner werden einer Marke wie Red Bull auf Dauer auch nicht gefallen. Aber noch denkt hier keiner so weit, noch sind viele einfach nur froh, erstklassigen Fußball mit der Hoffnung auf mehr sehen zu können. Andere, knapp 500 an der Zahl, sammelten sich im unteren Teil des Blockes und schwiegen, kein Gesang kam über ihre Lippen.
Dadurch fühlten sich offenbar jene motiviert, die sonst nur mitsingen, sich früher vom harten Kern bevormundet fühlten. Diese hatten nun eine Trommel dabei und ein paar Klatschrhythmen im Kopf. Die Stimmung war eintönig und einzig bei Schmähgesängen gegen Rapid Wien kam so etwas wie Emotion auf, ansonsten wirkte es oft wie aufgesetzt. Aber wie soll man auch für etwas wie Red Bull echte Hingabe zeigen können? Die gleichzeitigen „Salzburg“-Rufe wurden übrigens über die Stadionlautsprecher weitergetragen, dann wirkt es irre echt, aber vor allem lauter. Passt perfekt zum Kunstprodukt und der Gummibärenbande von Dieter Matteschitz.
Wenn man bedenkt, was für eine tiefe Feindschaft zwischen Rapid und Austria herrscht, waren die folgenden 90 Minuten sehr lehrreich und speziell Rapid hat eine ganze Menge Respekt verdient. So ließen sie ab und an „Salzburg ist komplett weiß-violett!“ erklingen und über das ganze Spiel zeigten sie kritische Spruchbänder gegen Red Bull und alle handelnden Personen. Der harte Kern der Austria-Anhänger zollte mit Applaus diesen Spruchbändern Respekt. Ein paar Beispiele findet ihr unter Tornados Rapid
Als Rapid dann in Halbzeit zwei bald in Führung ging, kam es zu großen Streitigkeiten innerhalb des Blockes. Ein Teil der Violetten beklatschte die 1:0-Führung von Rapid, ihrem ehemaligen Erzfeind. Warum? Warum nicht? Da unten steht eben nicht mehr Austria auf dem Platz, sondern der Verein, bzw. das Unternehmen, dass die Austria vernichtet hat. Der echte Erzfeind sozusagen. Das konnten und wollten viele andere Fans nicht verstehen und so wurden Bierbecher geworfen, Leute bespuckt und mit Prügel bedroht. Das Publikum, das Red Bull haben will? Haha Leute, werdet wach, auch ihr seid bald unerwünscht. Red Bull will stylische Menschen in coolem Outfit, keine Menschen, die sich beim Fußball daneben benehmen.
Wirklich klasse war die Reaktion der Violetten, es gab praktisch keine. Die Leute blieben super diszipliniert, außer 2-3 zurückgeworfenen Bechern passierte nichts. Alles andere hätte auch nur einem genutzt, Red Bull. In Deutschland wären in einer solchen Situation übrigens mindestens 100 Grüne in den Block gestürmt, hier reichten ein paar Fans, die die anderen beruhigten.
Nun kam es zu „Ultras raus!“-Rufen, dabei vergessen oder übersehen die Rufer übrigens, dass von den 500 Personen unten am Zaun vielleicht 200 der Ultra-Szene angehören, der Rest waren ganz normale Fans, auch einige wirklich alte Fanclubs. Das Feindbild „Ultra“ macht es den Leuten dann aber einfacher, so muss man nicht differenzieren und sich keine Gedanken machen.
Als sich das Spiel dem Ende zuneigte, versammelten sich alle Violetten unten am Zaun. Aber der 89. Minuten sang man 19:33 Minuten violette Lieder und zeigte, was echte Fußballstimmung sein kann (der Verein wurde 1933 gegründet und stieg 1989 wieder in die Liga auf, daher diese Zahlen). Erstmals wackelte die Tribüne wirklich und nicht nur sprichwörtlich, was in den 89 Minuten zuvor nicht einmal der Fall war. Natürlich kann sich Red Bull das nicht bieten lassen, echte Stimmung gibt’s nicht, also wird sie durch die Stadionboxen tot geballert, oder aber auch nicht, die Leute hielt es jedenfalls nicht vom Singen ab.
Nach dem Spiel unterhielten wir uns noch mit länger mit einigen der Violetten, sie leiden zurzeit schrecklich. Die Tradition der Austria lebt zumindest in ihnen weiter, ob sie es noch lange aushalten, der Stachel im Fleisch von Red Bull zu sein, wird man sehen. Vielleicht sollten sie einfach über eine Neugründung nachdenken, so wie es die Fans von Wimbledon und jetzt auch Fans von Manchester United getan haben. Denn das, was im EM-Stadion jetzt stattfindet, hat mit Austria Salzburg nun mal gar nichts mehr gemein – mit Fußball allerdings auch nicht viel mehr.
Und da möchten wir zum Ende noch den Experten sprechen lassen. "Das ist eine sehr, sehr kleine Anzahl von Fans, denen es wahrscheinlich nicht einmal so sehr um den Sport geht, für die Sport ein Mittel zum Zweck ist, um randalieren zu können. Sie erwarten nicht von mir, dass ich dem gegenüber sehr viel Verständnis zeige? Ich kann ja nicht mit einem lila Bullen spielen, wenn die Marke Red Bull heißt. Einem wirklichen Fußballfan geht es doch bitte um guten Fußball und nicht um "colour me beautiful"!"
Das sollte man vielleicht einfach so stehen lassen, es zeigt jedenfalls mehr als deutlich, wie viel Herr M. vom Fußball und seinen Fans versteht. Leider zeigt das derzeitige Ergebnis aber auch, dass zu viele sich dem Schicksal ergeben und ihnen Austria schon früher eigentlich scheißegal war, es war halt ein Erstligist.
Alles in allem muß ich festhalten, dass das schlimmste Erlebnis für mich als Fußballfan war. Wenn das der moderne Fußball ist, wenn das das ist, was sich viele Fußballinteressierte wünschen, gute Nacht. Dann lieber Kreisliga C mit Freunden am Bierstand als diesen fürchterlichen Müll.
Ein kleiner und letzter Nachtrag noch: Gespräche indes wird es nicht geben, wie Red Bull verlautbaren lässt. "Keine Kompromisse. Das ist ein neues Team, ein neuer Klub. Es gibt keine Tradition, es gibt keine Geschichte, es gibt kein Archiv."
Verfasst: Mittwoch 10. August 2005, 01:17
von Horschdi
Das ist mir ehrlich gesagt etwas zu anstrengend den ganzen Text durchzulesen! Gib mal die Highlights in Stichworten wieder! :wink:
Verfasst: Mittwoch 10. August 2005, 08:37
von svk4ever
Und das sagt ein Proghörer, bei dem es erst ab 17 Minuten-Songs spannend wird! Lies und sei erschüttert.
Schlimme Geschichte. So wird der Fussball echt kaputt gemacht, aber ich muss auch zugeben, dass mir vieles was bei uns abgeht, ziemlich gegen den Strich geht. Wenn ich letztens an diese Dauerwerbungsendung aus der Münchner Aroganz-Arena denke, bei der 66.000 sich zum Deppen machen ließen dann wird mir noch immer ganz übel und das lag nicht nur daran, dass mein zweitunbeliebtester Verein 3:0 gewonnen hat.
Verfasst: Mittwoch 10. August 2005, 10:53
von Horschdi
svk4ever hat geschrieben:Und das sagt ein Proghörer, bei dem es erst ab 17 Minuten-Songs spannend wird! Lies und sei erschüttert.
OK, hab's ja jetzt durchgelesen! :wink: War mir gestern nur etwas zu spät dafür!
Also das ist echt mal krass da! Hoffe, dass das nicht auch in so einem Umfang zu uns rüber schwappt! Aber Kickers-Fans sind ja eh contra Kommerz, sonst wären wir keine Kickers-Fans! Ich schau' mir inzwischen eh lieber Spiele ab 2.Liga abwärts an, denn alles was in der sogenannten "Eliteliga" passiert, geht mir schon seit Jahren auf den Keks! Ich will keinen brasilianischen Fussball sehen, sondern Spieler, die sich den A.... aufreissen! Und wie man den Volkssport Fussball seit Jahren vermarktet, hat mit den Ursprüngen nix mehr gemein. Da geh ich dann vielleicht lieber zum Hallenhalma, Unterwasserschach oder Haiwrestling!

Verfasst: Mittwoch 10. August 2005, 16:17
von DirtyToby
Absolut erschütternd, dieser Bericht.... Aber noch viel schlimmer finde ich es, dass diese Art, den Fussball zu ruinieren, auch noch Fürsprecher innerhalb der Fanszene hat...
Verfasst: Mittwoch 10. August 2005, 16:58
von Felix B.
Hochinteressanter Bericht, empehle jedem diesen Text mal zu lesen. Eine schlimme Sache was da abläuft, das schlimmste: Man kann sich nicht dagegen wehren!
Verfasst: Donnerstag 11. August 2005, 16:00
von EliteSued
ich werd mir das dilemma am samstag mal selbst antun und hier dann zum besten geben, man darf gespannt sein..

Verfasst: Freitag 12. August 2005, 14:43
von Tüten-Tim
Es wird in puncto Salzburg einen bundesweiten und ich glaub sogar internationalen Protesttag in allen Stadien geben, koordiniert glaube ich auch durchs Netzwerk für Fanrechte. Werd hier noch genauere Infos reinstellen, muss erst mal nach einer Woche Krankenhaus alle E-Mails durchlesen - das kann etwas dauern ;)
Verfasst: Freitag 12. August 2005, 15:07
von Tüten-Tim
So, jetzt: Es handelt sich um einen europaweiten Aktionstag gegen Kommerz und gegen Red Bull in Salzburg am 17./18. September. In wie weit wir uns daran beteiligen lässt sich sicherlich diskutieren.
Verfasst: Freitag 12. August 2005, 18:06
von micha h.
Verfasst: Freitag 12. August 2005, 18:12
von DirtyToby
Also ein Banner oder Ähnliches wäre das mindeste, was wir so einem Traditionsverein schuldig sind. Finds super, wie viele verschiedenste Vereine da mitziehen. (siehe Bilder)
Verfasst: Freitag 12. August 2005, 22:00
von Tüten-Tim
Am beeindruckensten sicherlich die Aktion von Poli AEK!
Verfasst: Freitag 19. August 2005, 11:22
von Brigade-B
Hätte da einen guten Spruch für einen Banner:
RED BULL MACHT BIRNE PUT !!!
Verfasst: Freitag 19. August 2005, 12:03
von Tacheles
Wei lang hast für den Spruch gebraucht ?!
Verfasst: Freitag 19. August 2005, 12:15
von Ralphonso
Verfasst: Freitag 19. August 2005, 12:15
von GelsenKickers
Tacheles [reloaded] hat geschrieben:Wei lang hast für den Spruch gebraucht ?!
...bis die Dose Red Bull leer war.

Verfasst: Freitag 19. August 2005, 12:34
von Tacheles
Hoffentlich gibt er die Dose auch ab -wegen dem Pfand !!!
Verfasst: Freitag 19. August 2005, 12:56
von Rinderwahn
Auf RedBull gibt es doch kein Pfand, oder? :D
Verfasst: Freitag 19. August 2005, 13:12
von Tüten-Tim
Rinderwahn hat geschrieben:Auf RedBull gibt es doch kein Pfand, oder? :D
Leider ja...
Verfasst: Freitag 19. August 2005, 17:28
von PvK
25 ct pfand.... ist das nichts?!
Verfasst: Samstag 20. August 2005, 01:45
von Tüten-Tim
freudenstaedtler hat geschrieben:25 ct pfand.... ist das nichts?!
leider doch
Verfasst: Samstag 20. August 2005, 23:01
von Überlinger
Red Bull enthält Kohlensäure ---> unterliegt also dem Zwangspfand

Verfasst: Freitag 26. August 2005, 13:17
von Rinderwahn
Quelle: spiegel.de
"Die größte Bauerndisco der Welt"
Von Mike Glindmeier
Angezündete Toilettenhäuser, ein gestürmtes Spielfeld, Stadionverbote und Festnahmen - seit Monaten gibt es Zoff beim österreichischen Erstliga-Club Red Bull Salzburg. Vorrangig geht es um die Trikotfarbe, aber auch um den Einfluss des neuen Vereinsbesitzers.
Der Streit begann im April. Der österreichische Traditionsclub und Bundesligist Austria Salzburg hatte mit dem Verkauf seiner Namensrechte an die Getränkefirma "Red Bull" auch seine Trikotfarbe verkauft. Das gefiel wiederum einer Gruppe traditionsbewusster Anhänger nicht, die kurzerhand in Anlehnung an die traditionellen Vereinsfarben die "Initiative Violett-Weiß" gründete.
Es folgte ein monatelanges Dress-Drama zwischen Red Bull Salzburg Geschäftsführer Kurt Wiebach und Fan Kurt Huber, Sprecher der Initiative, das bis heute kein Ende gefunden hat. Die Aktivisten fordern die Rückkehr zu den alten Farben und organisierten in den vergangenen Monaten Proteste gegen den Ausverkauf des Vereins an den österreichischen Brausekonzern mit den Rindviechern im Logo.
"Die Firma Red Bull kann doch nicht wegen ein paar Romantikern ihr Logo umfärben", rechtfertigt Wiebach die erste Maßnahme, die der neue Hauptsponsor vor der Sommerpause ergriffen hat. Die Salzburger wurden in den Firmenfarben rot und weiß (Heimdress) beziehungsweise blau (Auswärtsdress) ausstaffiert. Der Einstieg der roten Bullen setzte sogar so viel Energie bei den Verantwortlichen frei, dass das ursprüngliche Gründungsdatum (1933) kurzerhand in 2005 geändert werden sollte.
Doch so weit kam es nicht. "Der Versuch, das Gründungsdatum zu ändern, ist ein Beweis dafür, wie wenig Ahnung die Herrschaften von Red Bull vom Fußball verstehen", spottet Huber. Denn eine Änderung des Datums wäre laut Verbandsstatuten einer Neugründung gleich gekommen. "Dann hätte der Club in der siebten Liga neu anfangen müssen", so Huber. Für den 35-Jährigen war dieser Schnellschuss nicht der einzige in sein violett-weißes Herz.
Beim ersten Heimspiel wurde ihm, der seit 27 Jahren zur Austria geht, schnell klar, wohin der Bulle läuft: "Spontan dachte ich, dass ich in der größten Bauerndisco der Welt bin", erinnert sich Huber. Der neue Sponsor hatte zwei Großbildleinwände am Spielfeldrand installiert und einen aufgedrehten Stadionsprecher verpflichtet, der das Spiel vor den Augen der Zuschauer live kommentiert (!) hatte. Der Schiedsrichter setzte diesem regelwidrigen Treiben dann nach wenigen Minuten ein Ende.
Protestplakat der Initiative: Verschandelung des Mozart-Hauses
"Red Bull sieht in den Fußballspielen Marketingevents", kritisiert Huber. "Mag sein, dass sie ihr Handwerk sogar verstehen, aber das machen eben eine Menge Fans nicht mit", so der Verleger. Das sieht sein Kontrahent offenbar anders: "Bei unseren ersten drei Heimspielen war das Stadion mit rund 18.500 Zuschauern jeweils ausverkauft. Die Initiative besteht aus drei- bis vierhundert Fans, die den anderen den Spaß am Event vermiesen", kontert der 59-jährige Wiebach.
Den Aktivisten geht es allerdings um mehr als in Bullenkostüme gestopfte Marketingstudenten, die das Publikum mit kleinkindartigen Rumgehopse zum Anfeuern aussortierter Bundesliga-Allstars wie Thomas Linke und Alexander Zickler animieren. Sie sehen in der Übernahme den Ausverkauf ihrer Tradition - und fahren schwere moralische Geschütze zur Verteidigung der vereinseigenen Werte auf: "Der Name Austria sollte 1933 zu Beginn der Nazizeit die Unabhängigkeit des Clubs demonstrieren. Die Farben violett-weiß waren nicht politisch besetzt", erklärt Huber.
Der Streit um die Jersey-Farbe eskalierte endgültig beim dritten Saisonspiel der Bullen in Ried. Wohl auch, weil beide Parteien bis dahin keinen Schritt aufeinander zugegangen waren. "Alte Leute und Kinder wurden mit Bier überschüttet, Randalierer haben Toilettenhäuser angezündet und mit Leuchtraketen auf das Spielfeld geschossen", fasst Huber die Ereignisse des unrühmlichen Gastauftrittes zusammen.
Die Reaktion des Vereins ließ nicht lange auf sich warten. 57 Anhängern wurde Stadionverbot erteilt. Fünf der vermeintlichen Störenfriede waren in der laufenden Saison allerdings in keinem Stadion, können folglich auch nicht in Ried randaliert haben. "Das war ein Versehen, aber zehn Prozent ist doch eine passable Fehlerquote", so Wiebach.
Mittlerweile hat es drei Gespräche zwischen Vertretern der Initiative und dem Verein samt Besitzer Red Bull gegeben, das letzte am gestrigen Abend. Eine Entscheidung über die künftige Trikotfarbe ist noch nicht gefallen. Doch es kommt langsam Bewegung in die Sache: "Wir haben unseren Torwart im letzten Spiel mit violetten Stutzen spielen lassen", hebt Wiebach hervor.
Sein Angebot an die Initiative: Ab der kommenden Saison spielt der Verein mit komplett weißen Trikots, das rund sechs Zentimeter große Sponsorenlogo von Adidas soll dann in violett gefärbt werden. "Ein Witz", so Huber nach der gestrigen Sitzung. Wenn Äpfel und Birnen sprechen könnten, sie säßen in Salzburg mit am Tisch.
Violett-weiße Choreographie: In Salzburg Vergangenheit
Zudem steht noch gar nicht fest, ob dann wirklich noch das Logo von Adidas oder einem Textilanbieter aus der Nachbarschaft auf der Brust der Salzburger prangt. Denn im Streit um die Trikots gibt es noch eine dritte Partei. Vor der Saison löste der Club, bei dem FC-Bayern-Präsident Franz Beckenbauer als Berater fungiert, seinen bis 2006 laufenden Vertrag mit Sportartikelhersteller Puma, um zur Konkurrenz zu wechseln. "Natürlich hat da auch die Freundschaft zwischen Red-Bull-Besitzer Dieter Mateschitz und Franz Beckenbauer eine Rolle gespielt", so Wiebach.
Während der gestrigen Sitzung erreichte Wiebach dann die Nachricht, dass Puma eine einstweilige Verfügung gegen die Vertragsauflösung erwirkt hat und der Verein künftig wieder in Puma-Kleidung auflaufen muss. Zudem wurde die Sitzung ergebnislos abgebrochen und auf den 15. September vertagt. Zu allem Überfluss will Huber mit seiner Gruppe bis dahin weiterkämpfen. Europaweite Solidarität ist ihm sicher. Woche für Woche hängen in den Stadien von Braunschweig bis Prag entsprechende Transparente.
Auf Unterstützung aus dem eigenen Lager kann der 35-Jährige indes nicht hoffen. Mittlerweile liegen die Nerven bei einigen Anhängern blank, eine Spaltung der Fanszene droht. Trainer Kurt Jara, zuvor beim 1. FC Kaiserslautern und dem Hamburger SV gefeuert und mittlerweile mit den roten Bullen im Tabellenkeller der österreichischen Liga angekommen, kommentierte das Problem auf seine Art: "Diese Fans gehen mir auf die Nerven. Die sind vor zehn Jahren noch in kurzen Hosen gegangen und reden von Tradition. Wenn sie einen violett-weißen Club wollen, dann sollen sie einen gründen."
Sollte es am 15. September keine Lösung geben - wonach es derzeit aussieht - wäre Jaras Rat eine echte Alternative.
Verfasst: Freitag 26. August 2005, 13:17
von Rinderwahn
Quelle: spiegel.de
"Die größte Bauerndisco der Welt"
Von Mike Glindmeier
Angezündete Toilettenhäuser, ein gestürmtes Spielfeld, Stadionverbote und Festnahmen - seit Monaten gibt es Zoff beim österreichischen Erstliga-Club Red Bull Salzburg. Vorrangig geht es um die Trikotfarbe, aber auch um den Einfluss des neuen Vereinsbesitzers.
Der Streit begann im April. Der österreichische Traditionsclub und Bundesligist Austria Salzburg hatte mit dem Verkauf seiner Namensrechte an die Getränkefirma "Red Bull" auch seine Trikotfarbe verkauft. Das gefiel wiederum einer Gruppe traditionsbewusster Anhänger nicht, die kurzerhand in Anlehnung an die traditionellen Vereinsfarben die "Initiative Violett-Weiß" gründete.
Es folgte ein monatelanges Dress-Drama zwischen Red Bull Salzburg Geschäftsführer Kurt Wiebach und Fan Kurt Huber, Sprecher der Initiative, das bis heute kein Ende gefunden hat. Die Aktivisten fordern die Rückkehr zu den alten Farben und organisierten in den vergangenen Monaten Proteste gegen den Ausverkauf des Vereins an den österreichischen Brausekonzern mit den Rindviechern im Logo.
"Die Firma Red Bull kann doch nicht wegen ein paar Romantikern ihr Logo umfärben", rechtfertigt Wiebach die erste Maßnahme, die der neue Hauptsponsor vor der Sommerpause ergriffen hat. Die Salzburger wurden in den Firmenfarben rot und weiß (Heimdress) beziehungsweise blau (Auswärtsdress) ausstaffiert. Der Einstieg der roten Bullen setzte sogar so viel Energie bei den Verantwortlichen frei, dass das ursprüngliche Gründungsdatum (1933) kurzerhand in 2005 geändert werden sollte.
Doch so weit kam es nicht. "Der Versuch, das Gründungsdatum zu ändern, ist ein Beweis dafür, wie wenig Ahnung die Herrschaften von Red Bull vom Fußball verstehen", spottet Huber. Denn eine Änderung des Datums wäre laut Verbandsstatuten einer Neugründung gleich gekommen. "Dann hätte der Club in der siebten Liga neu anfangen müssen", so Huber. Für den 35-Jährigen war dieser Schnellschuss nicht der einzige in sein violett-weißes Herz.
Beim ersten Heimspiel wurde ihm, der seit 27 Jahren zur Austria geht, schnell klar, wohin der Bulle läuft: "Spontan dachte ich, dass ich in der größten Bauerndisco der Welt bin", erinnert sich Huber. Der neue Sponsor hatte zwei Großbildleinwände am Spielfeldrand installiert und einen aufgedrehten Stadionsprecher verpflichtet, der das Spiel vor den Augen der Zuschauer live kommentiert (!) hatte. Der Schiedsrichter setzte diesem regelwidrigen Treiben dann nach wenigen Minuten ein Ende.
Protestplakat der Initiative: Verschandelung des Mozart-Hauses
"Red Bull sieht in den Fußballspielen Marketingevents", kritisiert Huber. "Mag sein, dass sie ihr Handwerk sogar verstehen, aber das machen eben eine Menge Fans nicht mit", so der Verleger. Das sieht sein Kontrahent offenbar anders: "Bei unseren ersten drei Heimspielen war das Stadion mit rund 18.500 Zuschauern jeweils ausverkauft. Die Initiative besteht aus drei- bis vierhundert Fans, die den anderen den Spaß am Event vermiesen", kontert der 59-jährige Wiebach.
Den Aktivisten geht es allerdings um mehr als in Bullenkostüme gestopfte Marketingstudenten, die das Publikum mit kleinkindartigen Rumgehopse zum Anfeuern aussortierter Bundesliga-Allstars wie Thomas Linke und Alexander Zickler animieren. Sie sehen in der Übernahme den Ausverkauf ihrer Tradition - und fahren schwere moralische Geschütze zur Verteidigung der vereinseigenen Werte auf: "Der Name Austria sollte 1933 zu Beginn der Nazizeit die Unabhängigkeit des Clubs demonstrieren. Die Farben violett-weiß waren nicht politisch besetzt", erklärt Huber.
Der Streit um die Jersey-Farbe eskalierte endgültig beim dritten Saisonspiel der Bullen in Ried. Wohl auch, weil beide Parteien bis dahin keinen Schritt aufeinander zugegangen waren. "Alte Leute und Kinder wurden mit Bier überschüttet, Randalierer haben Toilettenhäuser angezündet und mit Leuchtraketen auf das Spielfeld geschossen", fasst Huber die Ereignisse des unrühmlichen Gastauftrittes zusammen.
Die Reaktion des Vereins ließ nicht lange auf sich warten. 57 Anhängern wurde Stadionverbot erteilt. Fünf der vermeintlichen Störenfriede waren in der laufenden Saison allerdings in keinem Stadion, können folglich auch nicht in Ried randaliert haben. "Das war ein Versehen, aber zehn Prozent ist doch eine passable Fehlerquote", so Wiebach.
Mittlerweile hat es drei Gespräche zwischen Vertretern der Initiative und dem Verein samt Besitzer Red Bull gegeben, das letzte am gestrigen Abend. Eine Entscheidung über die künftige Trikotfarbe ist noch nicht gefallen. Doch es kommt langsam Bewegung in die Sache: "Wir haben unseren Torwart im letzten Spiel mit violetten Stutzen spielen lassen", hebt Wiebach hervor.
Sein Angebot an die Initiative: Ab der kommenden Saison spielt der Verein mit komplett weißen Trikots, das rund sechs Zentimeter große Sponsorenlogo von Adidas soll dann in violett gefärbt werden. "Ein Witz", so Huber nach der gestrigen Sitzung. Wenn Äpfel und Birnen sprechen könnten, sie säßen in Salzburg mit am Tisch.
Violett-weiße Choreographie: In Salzburg Vergangenheit
Zudem steht noch gar nicht fest, ob dann wirklich noch das Logo von Adidas oder einem Textilanbieter aus der Nachbarschaft auf der Brust der Salzburger prangt. Denn im Streit um die Trikots gibt es noch eine dritte Partei. Vor der Saison löste der Club, bei dem FC-Bayern-Präsident Franz Beckenbauer als Berater fungiert, seinen bis 2006 laufenden Vertrag mit Sportartikelhersteller Puma, um zur Konkurrenz zu wechseln. "Natürlich hat da auch die Freundschaft zwischen Red-Bull-Besitzer Dieter Mateschitz und Franz Beckenbauer eine Rolle gespielt", so Wiebach.
Während der gestrigen Sitzung erreichte Wiebach dann die Nachricht, dass Puma eine einstweilige Verfügung gegen die Vertragsauflösung erwirkt hat und der Verein künftig wieder in Puma-Kleidung auflaufen muss. Zudem wurde die Sitzung ergebnislos abgebrochen und auf den 15. September vertagt. Zu allem Überfluss will Huber mit seiner Gruppe bis dahin weiterkämpfen. Europaweite Solidarität ist ihm sicher. Woche für Woche hängen in den Stadien von Braunschweig bis Prag entsprechende Transparente.
Auf Unterstützung aus dem eigenen Lager kann der 35-Jährige indes nicht hoffen. Mittlerweile liegen die Nerven bei einigen Anhängern blank, eine Spaltung der Fanszene droht. Trainer Kurt Jara, zuvor beim 1. FC Kaiserslautern und dem Hamburger SV gefeuert und mittlerweile mit den roten Bullen im Tabellenkeller der österreichischen Liga angekommen, kommentierte das Problem auf seine Art: "Diese Fans gehen mir auf die Nerven. Die sind vor zehn Jahren noch in kurzen Hosen gegangen und reden von Tradition. Wenn sie einen violett-weißen Club wollen, dann sollen sie einen gründen."
Sollte es am 15. September keine Lösung geben - wonach es derzeit aussieht - wäre Jaras Rat eine echte Alternative.
Verfasst: Freitag 26. August 2005, 14:33
von DirtyToby
Rinderwahn hat geschrieben:
"Diese Fans gehen mir auf die Nerven. Die sind vor zehn Jahren noch in kurzen Hosen gegangen und reden von Tradition. Wenn sie einen violett-weißen Club wollen, dann sollen sie einen gründen."
Super Herr Jara, ganz große Klasse!!!



Verfasst: Sonntag 28. August 2005, 09:04
von Micha-SVK
Am weekend 17./18. September ist Solidaritäts-Wochenende für Salzburg. Schlage Spruchband vor:
Vodka-O statt Vodka-Red Bull + roter Bulle wo kotzt!
Verfasst: Sonntag 28. August 2005, 09:09
von moehringer
Nenene, lass uns mal lieber den Spruch von Spiky nehmen, der hat was:
RED BULL MACHT BIRNE PUT !!! :wink: :wink: :wink:
Verfasst: Sonntag 28. August 2005, 11:08
von Tüten-Tim
17./18. September ist nicht Solidaritäts-WE für Salzburg, sondern europaweiter Aktionstag gegen Kommerz. Wir haben das ja schon mal ansatzweise diskutiert, ob wir bei dieser Salzburg-Kiste überhaupt mitmachen sollen und damit unseren Freunden aus Linz in den Rücken fallen.
Verfasst: Sonntag 28. August 2005, 11:13
von Überlinger
Tüten-Tim hat geschrieben:...damit unseren Freunden aus Linz in den Rücken fallen.
Wieso wollen die da nicht mitmachen? Haben die Zwist mit den Salzburgern

Verfasst: Sonntag 28. August 2005, 12:17
von Martin
also mir ist des mit austria salzburg eigentlich ziemlich bums. und gegen kommerz im stadion hab ich auch nix. mich stört es net, wenn es im stadion nen mc donalds etc. gibt, des finde ich nur von vorteil
Verfasst: Sonntag 28. August 2005, 12:37
von moehringer
Martin hat geschrieben:also mir ist des mit austria salzburg eigentlich ziemlich bums. und gegen kommerz im stadion hab ich auch nix. mich stört es net, wenn es im stadion nen mc donalds etc. gibt, des finde ich nur von vorteil
für den spruch und dein "nettes" bildchen, hast du dir soeben einen monsterblitz verdient!
Verfasst: Sonntag 28. August 2005, 13:05
von Martin
moehringer hat geschrieben:Martin hat geschrieben:also mir ist des mit austria salzburg eigentlich ziemlich bums. und gegen kommerz im stadion hab ich auch nix. mich stört es net, wenn es im stadion nen mc donalds etc. gibt, des finde ich nur von vorteil
für den spruch und dein "nettes" bildchen, hast du dir soeben einen monsterblitz verdient!
oh, stimmt ich hab vergessen zu erwähnen, dass sich der möhri zum beispiel auch über ne dönerbude im stadion freuen würde :D
Verfasst: Sonntag 28. August 2005, 13:18
von Felix B.
Rinderwahn hat geschrieben:
"Das war ein Versehen, aber zehn Prozent ist doch eine passable Fehlerquote", so Wiebach.
Absolute Unverschämtheit, so ein Spruch. Dieser Herr hat keine Ahnung was es einem echten Fan bedeuten würde aus dem Stadion ausgesperrt zu werden. Da ist nicht mal 1% eine akzeptable Quote!
Verfasst: Sonntag 28. August 2005, 15:19
von moehringer
Martin hat geschrieben:oh, stimmt ich hab vergessen zu erwähnen, dass sich der möhri zum beispiel auch über ne dönerbude im stadion freuen würde :D

deine e*** sind muuuuuuuuuuuuuuus!

Verfasst: Sonntag 28. August 2005, 16:27
von Martin
moehringer hat geschrieben:Martin hat geschrieben:oh, stimmt ich hab vergessen zu erwähnen, dass sich der möhri zum beispiel auch über ne dönerbude im stadion freuen würde :D

deine e*** sind muuuuuuuuuuuuuuus!

vertrag ?

Verfasst: Sonntag 28. August 2005, 16:52
von Buddy
Im ZDF kam gerade ein Bericht über die Initiative Violett-Weiß.
Verfasst: Sonntag 28. August 2005, 18:55
von Kickers-Oli
Buddy hat geschrieben:Im ZDF kam gerade ein Bericht über die Initiative Violett-Weiß.
Hab ich auch gesehn, net uninteressant.
Nur Schade, dass sich außer den Fans eigentlich alle damit positiv abgefunden haben.
Allerdings muss man auch mal sagen der Jara hat mit seinen äußerungen ja wohl einen an der Klatsche, so nen Spruch kann er sich sparen.
Find die Idee von Micha ganz gut :D
Verfasst: Sonntag 28. August 2005, 20:36
von PvK
was fällt den arroganten herren ein den sport so kaputt zumachen?! unverschämt, 10%, das ich nicht lache, das soll wenig sein? hab ich jetzt 1000€ mehr eingenommen oder doch 10000? was solls, sind ja nur 10%.
der verdient mal einen ordentlichen a****tritt.
wenn der redbull fritz nen fussballverein haben will soll er gefälligst einen eigenen verein gründen und sich nicht ins gemachte nest legen.
ich kann es gut verstehen dass sich manche nicht bei der aktion beteiligen wollen von beispielsweisen den linzern, (man muss ja nichts gegen redbull sagen, aber gegen den scheiss kommerz wohl schon)
meine gedankenspiele....:
wenn es so weiter bergab geht mit dem wahren sport muss man damit rechnen, dass man sich mit dem kauf der eintrittskarte verpflichtet über weite teile des spiels den namen des sponsors zu schreien etc. und der verein wird nur noch als vorwand dienen um die leute ins stadion zu locken.
mag es nicht wahr werden...