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Spielberichte: Kickers - SV Wehen 1:1

Verfasst: Mittwoch 24. August 2005, 20:40
von Überlinger
Punkteverlust in den letzten Minuten

Schon nach zwei Spielminuten gab es Grund zum Jubel im Gazi-Stadion auf der Waldau. Der vom FC Augsburg heimgekehrte Marvin Braun brachte die Hausherren mit 1:0 in Führung. Die Kickers gingen gut erholt in diese Partie, denn von Kräfteverschleiß durch das Pokalspiel am Samstag gegen den Hamburger SV war zunächst nichts zu sehen. Munter und forsch gingen die Hausherren zur Sache, nur die Chancenauswertung war mangelhaft, entweder scheiterten die Gastgeber am guten Wehener Schlußmann Patrick Klandt oder sie wurden leichtfertig vergeben. Aber auch die Gäste aus Wehen hatten ihre Möglichkeiten, doch auch sie hatten das Zielwasser im Schrank stehen lassen. So gingen die Schützlinge von Kickers-Coach Robin Dutt mit knapper Führung in die Pause. Nach Wiederanpfiff änderte sich das Bild nicht, die Kickers suchten den Erfolg im Spiel nach vorne und man spürte, dass sie mit dem zweiten Tor eine Vorentscheidung suchten. Wehen-Coach Djuradj Vasic ließ seine Mannen aus einer gesicherten Abwehr heraus agieren, denn den direkten Zug zum Tor ließen die Gäste vermissen, sie waren in vielen Phasen der Partie zu passiv. Da Timo Schlabach in der 64. und 73. Minute und Mirnes Mesic in der 81. und 87. Minute gute Möglichkeiten vergaben, kam es wie es im Fußball oft passiert. Ausgerechnet der Ex-Kickers Spieler Suad Rahmanovic erzielt in den letzten Spielminuten den Ausgleich und rettet damit Wehen einen Punkt.
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Kickers Aufstellung:
David Yelldell (Tor), Jens Härter (Abwehr), Moritz Steinle (Abwehr), Marco Wildersinn (Abwehr), Mustafa Akcay (Mittelfeld), Marvin Braun (Mittelfeld), Mustafa Parmak (Mittelfeld), Oliver Stierle (Mittelfeld), Bashiru Gambo (Sturm), Mirnes Mesic (Sturm), Timo Schlabach (Sturm)

Auswechslungen:
Daniel Sager für Mustafa Parmak (67.), Marcel Schreiber für Timo Schlabach (76.)


SV Wehen Aufstellung:
Patric Klandt (Tor), Guido Gorges (Abwehr), Marko Kopilas (Abwehr), Nikolaos Nakas (Abwehr), Sascha Amstätter (Mittelfeld), Torge Hollmann (Mittelfeld), Martin Willmann (Mittelfeld), Stefan Zinnow (Mittelfeld), Thomas Brendel (Sturm), Bakary Diakité (Sturm), Claudius Weber (Sturm)

Auswechslungen:
Maximilian Nicu für Bakary Diakité (46.), Dajan Simac für Guido Gorges (59.), Suad Rahmanovic für Thomas Brendel (68.)


Karten:
Gelb: Bakary Diakité (40.), Gelb: Guido Gorges (58.),

Torfolge:
1:0 Marvin Braun (2.)
1:1 Suad Rahmanovic (87.)

Schiedsrichter: Kempter, Michael (Sauldorf)

Zuschauer: 2650


Quelle: irsport.de

Verfasst: Mittwoch 24. August 2005, 21:44
von Wagimen
Von der Kickers-HP:
1:1-Unentschieden gegen SV Wehen

Es hat nicht sollen sein. Die Kickers führten am Abend vor 2650 Zuschauern im GAZi-Stadion auf der Waldau 87 Minuten gegen den Aufstiegskonkurrenten aus dem Taunus, doch leider reichte es nicht zum Sieg. Nach dem frühen Führungstreffer durch Kickers-Neuzugang Marvin Braun in der zweiten Spielminute konnte Ex-Kickers-Spieler Suad Rahmanovic für seinen neuen Verein in der 87. Minute doch noch ausgleichen.
Trainer Robin Dutt: „Meine Mannschaft hat heute eindrucksvoll gezeigt, dass sie nach dem Pokalspiel gegen den HSV den Hebel umlegen konnte. Leider versäumten wir es im ersten Durchgang das Spiel zu entscheiden.“


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Zu dem fett geschriebenen: Werden wir größenwahnsinnig?

Verfasst: Mittwoch 24. August 2005, 21:45
von Wagimen
Und von der Wehen-HP:
Suad Rahmanovic´ süße Heimkehr

Es schien sich derzeit alles gegen unser Regionalliga-Team verschworen zu haben. Nur ein Zähler sprang aus den ersten beiden Partien trotz klarer Überlegenheit und Chancenvorteil heraus - bei den Stuttgarter Kickers lief das Spiel ähnlich ab und so sah es lange nicht nach der Verbesserung des Punktestandes aus. Bereits der erste Torschuss brachte die Mannschaft von Trainer Djuradj Vasic in Minute 2 im Gastspiel bei den Stuttgarter Kickers in Rückstand. Doch drei Minuten vor dem Ende feierte Suad Rahmanovic eine süße „Heimkehr“ an seine bisherige Wirkungsstätte: Ausgerechnet der Neuzugang, der von den Kickers an den Halberg gewechselt war, traf in der 87. Minute zum 1:1-Endstand und sicherte unserer Elf damit den zweiten Auswärtspunkt im zweiten Auswärtsspiel der Saison - gleichzeitig den zweiten Zähler im dritten Spiel. Der späte Ausgleich sollte dem Team weiteres Selbstvertrauen geben, um die schwere Heimaufgabe am Samstag (14.30 Uhr) gegen Aufstiegskandidat TSG Hoffenheim zu meistern.

Das sind eben die Geschichten, die nur der Sport schreibt: Nach seiner Ladehemmung trotz etlicher guter Möglichkeiten in den ersten beiden Partien beorderte Vasic den hoffnungsvollen Neuzugang Rahmanovic für den Auftritt bei seinem Ex-Klub und in seiner Heimatstadt zunächst auf die Bank - eine bittere Pille, die nach Spielende allerdings zum süßen Gaumenschmaus wurde. Claudius Weber erhielt den Vorzug - ebenso wie Thomas Brendel vor Max Nicu. Doch auch diese Maßnahme sorgte zunächst nicht für die Behebung der Torflaute in der vordersten Front - bis dann endlich Rahmanovic den ersten Stürmertreffer dieser Saison markierte. „Ich hoffe, dass jetzt der Knoten geplatzt ist und werde mich reinhängen, um wieder in die Anfangsformation zu kommen“, so der glückliche Torschütze, der nicht verhehlte, dass „es schon ein besonderes Gefühl“ war, in der Heimatstadt gegen die Ex-Mannschaft zu spielen und zu treffen.

Alle taktischen Gedankenspiele Vasic´ nutzten zunächst nichts, denn Marvin Braun (ebenfalls ein Heimkehrer, er kam von Augsburg ins Degerloch zurück, um wieder für die Kickers aufzulaufen) traf für die Gastgeber bereits mit dem ersten Torschuss in Minute 2. „Das war das schlechteste, was uns passieren konnte, denn gegen die kompakte Kickers-Abwehr war es schwer“, analysierte Vasic nach den 90 Minuten.
Allerdings durfte er sich an seiner von Minute zu Minute stärker werdenden erfreuen, für die der Pausenpfiff zum ungünstigsten Zeitpunkt kam. Gerade in der Schlussviertelstunde vor dem Wechsel rief der SVW einige brenzlige Situationen vor dem Kickers-Gehäuse hervor. Doch wie zuvor schon Brendel (8.), Zinnow (12.) und Amstätter (Freistoß/17.) fanden auch Diakité (32./40./43.) sowie Weber (42.) nicht die Lücke, um den Ball im Netz zu versenken. Webers Schuss wurde gar von der Torlinie gekratzt.

So wie unser Team stärker wurde, bauten die Hausherren ab, sie fielen bei ihren Kontern nur dadurch auf, dass sie häufig ins Abseits liefen. Nach den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte verflachte die Partie. Läuferisch und optisch war unsere Elf bestimmend, doch erst in der 71. Minute setzte der eingewechselte Nicu ein Ausrufezeichen - und blies damit zum Endspurt. Weber, erneut Nicu (per Freistoß) verpassten noch, bis endlich Rahmanovic nach einer Flanke des mal wieder starken Stefan Zinnow aus acht Metern den Ball nach einer schnellen Drehung in die Maschen donnerte. „Das kann er eben“, meinte sein Ex-Coach Robin Dutt. Der Kickers-Trainer war denn auch trotz des späten Ausgleichs nicht unzufrieden mit dem Remis. „Meiner Mannschaft ein Kompliment für ihre Kampfbereitschaft, ihr steckten noch die Pokalminuten gegen den Hamburger SV in den Knochen. Auch dadurch hatte Wehen von der 30. Minute an viel Raum“, so Dutt.

Sein Gegenüber Djuradj Vasic registrierte, dass seine Mannschaft mal wieder „viel Aufwand“ betrieben habe und gezeigt habe, dass sie den Gegner unter Druck setzen konnte. Mit dem späten Ausgleich wurde sein Team für den Aufwand belohnt.
Zu einer Saisonprognose ließ sich der gewitzte Fußball-Lehrer natürlich nicht hinreißen. In seiner bekannten Art meinte Vasic nur: „Eine Spitzenmannschaft ist nicht, wer die ersten drei Spiele gewinnt, sondern am Saisonende 55 Punkte aufweisen kann.“ Gegen Hoffenheim hofft er nun auf den ersten Sieg, um den Anschluss ans Mittelfeld herzustellen.

Verfasst: Mittwoch 24. August 2005, 21:53
von Buddy
Wagimen hat geschrieben:Und von der Wehen-HP:

Nur ein Zähler sprang aus den ersten beiden Partien trotz klarer Überlegenheit und Chancenvorteil heraus - bei den Stuttgarter Kickers lief das Spiel ähnlich ab und so sah es lange nicht nach der Verbesserung des Punktestandes aus.


Will Wehen damit sagen das sie hier klar überlegen waren. Ich glaub der Autor des Berichts hat nicht das ganze Spiel gesehen. :shock:

Verfasst: Mittwoch 24. August 2005, 22:38
von hobbesblau
Aber der Spielbericht von ir-sport ist aber auch eher schmeichelhaft für die Kickers.

Verfasst: Mittwoch 24. August 2005, 23:24
von Die Macht im Schwabenland
Wagimen hat geschrieben:
...er kam von Augsburg ins Degerloch zurück, um wieder für die Kickers aufzulaufen) traf für die...
wann lernen es die anderen endlich :evil:

Verfasst: Donnerstag 25. August 2005, 10:50
von Überlinger
Kickers - SV Wehen 1:1 (1:0)

Es hat nicht sollen sein. Die Kickers führten am Abend vor 2650 Zuschauern im GAZi-Stadion auf der Waldau 87 Minuten lang gegen den Aufstiegskonkurrenten aus dem Taunus, doch leider reichte es nicht zum Sieg. Nach dem frühen Führungstreffer durch Kickers-Neuzugang Marvin Braun in der zweiten Spielminute konnte Ex-Kickers-Spieler Suad Rahmanovic für seinen neuen Verein in der 87. Minute doch noch ausgleichen.

Zur Aufstellung:
Kickers-Trainer Robin Dutt vertraute derselben Elf wie im DFB-Pokalspiel gegen dem Hamburger SV. Im Tor David Yelldell, die Viererabwehrkette mit Oliver Stierle, Jens Härter, Marco Wildersinn und Moritz Steinle. Im Mittelfeld spielten die Kickers wieder mit der Raute: Defensiv rackerte Mustafa Akcay, auf den Flügeln spielte Marvin Braun und Mustafa Parmak, offensiv hinter den Spitzen Bashiru Gambo. Vorne wieder Mirnes Mesic neben Timo Schlabach.

Zum Spielverlauf:
Alle Befürchtungen, dass die Mannschaft von Trainer Robin Dutt nach dem Spiel im DFB-Pokal vergangenes Wochenende den Hebel zum Liga-Alltag nicht umlegen konnte, widerlegte sie eindrucksvoll. Von Beginn an machten die Blauen mächtig Druck und erwischten einen Start nach Maß, denn bereits in der zweiten Minute gelang Marvin Braun der 1:0-Führungstreffer. Ein schneller Spielzug über die rechte Seite brachte gleich den Erfolg. Die Flanke von Mirnes Mesic ließ Timo Schlabach in der Mitte durch auf den aufgerückten Marvin Braun, der völlig freistehend in der unsortierten Gästeabwehr die Kugel zum 1:0 unterbrachte. Die Kickers versuchten gleich nachzulegen, wieder ein schneller Angriff über die rechte Seite, doch Wehens Kopilas konnte in höchster Not vor dem einschussbereiten Timo Schlabach retten (6.).
In der 19. Spielminute setzte sich Oliver Stierle auf der linken Seite durch, zog auf die Grundlinie, doch seine Flanke konnte Willmann vor Mustafa Parmak klären, der am Fünfmeterraum bereit zum einköpfen stand.
Von Wehen war in der Anfangsphase überhaupt nichts zu sehen. Ein Freistoß von Amstätter aus 25 Metern (15.), ein Fernschuss von Diakite (20.) und ein abgefälschter Schuss von Brendel (27.) waren für David Yelldell im Kickers-Tor kein Problem.
Bei den Kickers lief es dagegen viel runder. Immer wieder zeigten die Blauen ihren Fans schöne Spielzüge. Nach eine Flanke von Moritz Steinle köpfte Mustafa Parmak leider am Tor vorbei (29.).
Die erste brenzlige Situation im Kickers-Strafraum nach 42. Minuten. Eine Flanke auf den langen Pfosten köpfte Weber Richtung Tor, doch Marco Wildersinn brachte den Aufsetzer aus dem Gefahrenbereich. In der Schlußphase sehnten die Kickers dem Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Kempter entgegen, denn das hohe Tempo hinterließ doch ein paar Spuren.

Die erste Chance im zweiten Durchgang hatten die Gäste. Einen Angriff über die rechte Seite flankte Zinnow in die Mitte, wo Nicu den Ball direkt abnahm, doch Kickers-Keeper David Yelldell in einem tollem Reflex abwehren konnte (52.). Die Blauen standen aber in nichts nach und zeigten schnelle Angriff mit langen Bällen, auch wenn die Kickers-Angreifer immer wieder in die Abseitsfalle tappten. Timo Schlabach stürmte in der 55. Minute alleine Richtung Tor der Wehener, doch er hatte wohl zu viel Zeit zum Überlegen, denn anstatt den Abschluß zu suchen oder auf den freistehenden Mirnes Mesic abzuspielen, vertendelte er den Ball. Die nächste Chance vergab auch der Neuzugang: Wieder eilte er nach einem langen Ball Richtung Gästetor, doch sein Schuß ging weiter über das Tor (70.).
Lieder merkte man den Kickers sichtlich an, dass das Spiel gegen den HSV noch in den Knochen steckte. Doch die Mannschaft kämpfte und versuchte die Führung über die Zeit zu retten. Wehen kam nun vor allem im Mittelfeld besser auf, doch klare Tormöglichkeiten konnte sie gegen die gut sortierte Kickers-Abwehr keine herausspielen. Die ungefährlichen Versuche stellten für David Yelldell als sicheren Rückhalt im Kickers Tor vor keine Probleme. Die letzte gute Möglichkeit vergab Mirnes Mesic in der 78 . Minute, als er aus fünf Metern über das Tor zielte. Doch leider fiel doch noch der Ausgleichstreffer: Der eingewechselte Ex-Kickers-Stürmer Suad Rahmanovic sorgte für den 1:1-Ausgleich für Wehen. Nach einem Eckball konnte die Kickers-Abwehr den Ball nicht klären, bis Rahmanovic aus dem Gewühl heraus ins lange Eck traf (87.). So verloren die Blauen am Ende leider zwei verdiente Punkte.

Die Trainerstimmen:
Robin Dutt: „Meine Mannschaft hat heute eindrucksvoll gezeigt, dass sie nach dem Pokalspiel gegen den HSV den Hebel umlegen konnte. Sie hat in der ersten halben Stunde ein enormes Tempo vorlegelegt, was für meinen Geschmack fast schon zu hoch war, so dass wir uns in die Halbzeitpause gerettet haben. In der zweiten Hälfte konnten wir spielerisch nicht mehr überzeugen, doch haben wir kämpferisch dagegen gehalten. Leider versäumten wir es das zweite Tor zu machen. Der Spielausgang war leider unglücklich, denn wir haben nur eine hochkarätige Chance zugelassen. Die kämpferische Leistung stimmt mich sehr positiv. “
Djuradj Vasic: „Durch das späte Tor kurz vor Schluß war es sicherlich ein glücklicher Spielausgang. Wir fanden zu keiner klaren Linie in unserem Spiel, was aber auch an der sehr kompakten und guten Abwehr der Kickers lag.“

Spielstatikstik:
Kickers: David Yelldell – Oliver Stierle, Jens Härter, Marco Wildersinn, Moritz Steinle – Mustafa Akcay, Marvin Braun, Mustafa Parmak (65. Daniel Sager), Basiru Gambo – Timo Schlabach (74. Marcel Schreiber), Mirnes Mesic – Trainer: Robin Dutt
Wehen: Klandt – Hollmann, Gorges (59. Simac), Kopilas, Nakas – Amstätter, Willmann, Zinnow, Diakite (46. Nicu) – Brendel (68. Rahmanovic), Weber – Trainer: Vasic

Zuschauer: 2.650
Torfolge:
1:0 Marvin Braun (2.)
1:1 Suad Rahmanovic (84.)
Schiedsrichter: Michael Kempter (Sauldorf)
Verwarnungen: - ; Diakité, Gorges

Quelle: stuttgarter-kickers.de

Verfasst: Donnerstag 25. August 2005, 10:52
von Überlinger
1:1 - Kickers geht die Puste aus

Stuttgart - Am Ende fehlte den Stuttgarter Kickers einfach die Kraft. Vier Tage nach dem DFB-Pokalspiel gegen den Hamburger SV spielte der Fußball-Regionalligist gegen den SV Wehen 1:1 (1:0). Ex-Kickers-Stürmer Suad Rahmanovic traf für Wehen kurz vor dem Schlusspfiff.

VON JÜRGEN FREY

Genau so hatte sich Marvin Braun seine Rückkehr nach Degerloch vorgestellt. Seit gut einer Woche ist der Mittelfeldspieler wieder für die Kickers am Ball, nun traf er in seinem zweiten Spiel zum ersten Mal. Nicht einmal zwei Minuten waren vor 2650 Zuschauern gespielt, als Braun eine Hereingabe von Timo Schlabach über die Linie drückte. Es hätte also ein richtig schöner Abend werden können für Braun und die Stuttgarter Kickers. Wenn da nicht eine weitere Rückkehr ähnlich erfolgreich verlaufen wäre. Suad Rahmanovic war vor der Saison von den Blauen zum SV Wehen gewechselt. Gegen seine alten Kollegen wurde der Stürmer zwar erst in der 68. Minute eingewechselt, erzielte in der 87. Minute aber das 1:1. "Ich hatte Wut im Bauch, weil ich auf der Bank saß, aber ich bin überglücklich über mein Tor'', sagte Rahmanovic.

Dass der Ex-Stuttgarter überhaupt die Chance zum Ausgleich bekam, lag an zwei Dingen: Die Kickers hatten trotz des kräftezehrenden Pokalspiel furios begonnen. "Wir konnten den Schalter umlegen'', sagte Kickers-Trainer Robin Dutt, "dafür ein Kompliment an das Team.'' Doch das schnelle Kurzpassspiel zu Beginn kostete auch viel Substanz. "In den ersten 30 Minuten war mir das Tempo fast ein wenig zu hoch'', sagte Dutt. Am Ende ließen bei den Blauen dann die Kräfte nach. "Da standen wir viel zu tief'', erklärte Torschütze Braun. Zum anderen verpassten es die Kickers trotz guter Konterchancen, die Führung auszubauen. "Wir hätten einfach das 2:0 nachlegen müssen'', ärgerte sich Dutt. Doch Timo Schlabach und Mirnes Mesic scheiterten.

Am kommenden Samstag (14.30 Uhr) müssen die Blauen schon wieder ran - im Waldstadion gegen den VfR Aalen. Dutt sieht der Reise auf die Ostalb optimistisch entgegen: "Bis dahin sind wir wieder fit.''.

Kickers: Yelldell - Steinle, Härter, Wildersinn, Stierle - Parmak (66. Sager), Akcay, Gambo, Braun - Schlabach (74. Schreiber), Mesic.

Quelle: Leonberger Kreiszeitung

Verfasst: Donnerstag 25. August 2005, 10:53
von Überlinger
Rahmanovic bringt Kickers um den Sieg

Der Ex-Degerlocher trifft in der 87. Minute zum 1:1-Ausgleich für Wehen
Stuttgart - Bis zur 87. Minute sah Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers gegen den SV Wehen wie der Sieger aus. Doch dann versalzte ausgerechnet der Ex-Degerlocher Suad Rahmanovic den "Blauen" die Suppe und glich die frühe Führung der Stuttgarter durch Marvin Braun (2.) aus.

Von Sigor Paesler

Die über weite Strecken überlegenen Stuttgarter versäumten es, das Übergewicht in Tore umzumünzen. Trotz des Unentschiedens sind die Degerlocher auf dem richtigen Weg. "Ich glaube nicht, dass hier viele Mannschaften gewinnen werden", war Rahmanovic vom Auftritt der ehemaligen Mannschaftskollegen beeindruckt.

Auftakt nach Maß für die Kickers: Bereits nach zwei Minuten gelang Marvin Braun in seinem ersten Pflichtspiel um Punkte das 1:0. Timo Schlabachs Flanke von der rechten Seite verwandelte der Rückkehrer aus Augsburg aus zwölf Metern zum 1:0. Auch danach gaben die Degerlocher den Ton an, überzeugten in der Vorwärtsbewegung mit gekonntem Kurzpassspiel. Glück hatten die Wehener in der siebten Minute, als Marko Kopilas fast ein Eigentor unterlaufen wäre. Der Aufstiegsaspirant aus Wehen war im Angriff viel zu harmlos, obwohl es die Stuttgarter versäumten, im Mittelfeld den Gegner aggressiv zu attackieren. "Wir hatten nicht die nötige Kontrolle", kritisierte Torschütze Braun dieses Verhalten. "Das hat sicherlich etwas mit den Kräften zu tun. Dafür sind wir vor dem Strafraum sehr gut gestanden", sagte Kickers-Trainer Robin Dutt im Hinblick auf die vielen englischen Wochen.

Nur Gelb für Handspiel
Auch nach dem Wechsel waren die Kickers zunächst die bessere Mannschaft, direkt vor dem Tor passierte allerdings zu wenig. Bis zur 57. Minute. Guido Gorges kam an einen hohen Ball mit dem Kopf nicht mehr heran und nahm die Hand zu Hilfe. Doch anstatt dem Übeltäter die Rote Karte zu zeigen beließ es Schiedsrichter Michael Kempter bei dem gelben Verwarnungs-Karton.

Nach einer Stunde gelang es Wehen, die Partie ausgeglichen zu gestalten und hatte in der 61. Minute die bis dahin beste Möglichkeit. Doch Kickers-Schlussmann David Yelldell parierte den Distanzschuss von Maximilian Nicu glänzend und bewahrte die Degerlocher vor dem Ausgleich. Der fiel dann in der 87. Minute: Der eingewechselte Rahmanovic traf im Anschluss an einen Eckball vom Elfmeterpunkt aus zum 1:1.

Stuttgarter Kickers: Yelldell - Steinle, Wildersinn, Härter, Stierle - Akcay - Parmak (66. Sager), Gambo, Braun - Schlabach (74. Schreiber), Mesic.

SV Wehen: Klandt - Nakas, Kopilas, Gorges (59. Simac), Hollmann - Amstätter, Willmann- Zinov, Brendel (68. Rahmanovic), Diakité (46. Nicu) - Weber.

Schiedsrichter: Kempter (Sauldorf). Zuschauer: 2650.
Tore: 1:0 Braun (2.), 1:1 Rahmanovic (87.).
Gelbe Karten: - / Diakite, Gorges.
Beste Spieler: Schlabach, Yelldell, Gambo / Amstätter.

Quelle: Eßlinger Zeitung

Verfasst: Donnerstag 25. August 2005, 10:58
von Überlinger
Stuttgarter Kickers - SV Wehen 1:1 (1:0)

Die Partie war gerade einmal zwei Minuten alt, ehe Marvin Braun - im ersten Ligaspiel nach seiner Rückkehr aus Augsburg - die Kickers jubeln ließ. Der gut aufgelegte Schlabach konnte sich mustergültig durchsetzen, Braun ließ Klandt aus zwölf Metern keine Chance. In der Folge war Stuttgart spielbestimmend, mehr als eine weitere Chance - Kopilas verfehlte den eigenen Kasten nur um einen knappen Meter - sprang aber vor der Pause nicht heraus. Die Gäste aus Wehen enttäuschten über weite Strecken, agierten ideen- und harmlos. Allein, die Dutt-Schützlinge versäumten es, einen höheren Vorsprung herauszuschießen.

Mit zunehmender Dauer verloren die Kickers die Hoheit im Mittelfeld, so dass Wehen das Spiel offen gestalten konnte. Folge: Dem Ex-Stuttgarter Rahmanovic gelang kurz vor dem Abpfiff noch der etwas schmeichelhafte Ausgleich.

Sigor Paesler, kicker.de

Verfasst: Donnerstag 25. August 2005, 19:16
von Tacheles
Schlabach war übrigens in der "Elf des Tages" im Kicker !!

Verfasst: Freitag 26. August 2005, 14:45
von DirtyToby
Tacheles [reloaded] hat geschrieben:Schlabach war übrigens in der "Elf des Tages" im Kicker !!
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