Die Brausetablettenmörder schlagen wieder zu
Verfasst: Donnerstag 25. August 2005, 09:34
Mit Brausetabletten Zierfische getötet
Tatort Döner-Lokal: Aquarium schon zum zweiten Mal gezielt attackiert
Von unserem Redaktionsmitglied Waltraud Kirsch-Mayer
Nein, das sei kein Spaß oder irgendein dummer Jungenstreich gewesen, betont Mustafa Seker. "Deshalb habe ich Anzeige erstattet."Jetzt ermittelt die Polizei in einem ungewöhnlichen Delikt: Mittels Brausetabletten wurde ein gutes Dutzend Zierfische getötet.
In Sandhofen betreibt Mustafa Seker einen Imbiss: Seinen "Eren-Döner" hat er mit einem Aquarium ausgestattet. Am Dienstagabend besuchten mehrere junge Leute das Schnellrestaurant. Der Wirt verschwand für Vorbereitungen in der Küche, als er wieder herauskam, fiel sein Blick auf das Becken: "Darin sah alles ganz dreckig aus." Er nahm gerade noch wahr, dass sich vier große Tabletten brausend auflösten. "Die sahen wie Aspirin- oder Vitamintabletten aus - aber vielleicht war es auch etwas ganz Anderes."
Mustafa Seker wollte retten, was zu retten ist und versuchte die Fische umgehend in sauberes Wasser umzusetzen. Aber zu spät. "Die starben innerhalb von Minuten." Auf Beteuerungen der jungen Gäste, sie wären es nicht gewesen und hätten auch nichts gesehen, mochte er sich nicht einlassen - zumal bereits vor einer Woche der Inhalt eines Aschenbechers in das Aquarium gekippt worden war. Auch damals verendeten die Schuppentiere. Der Wirt rief die Polizei.
Heute landen irgendwelche Tabletten im Fischwasser und morgen werde ein Schritt weiter gegangen, begründet der Mann seine Anzeige, die ihm einige Eltern aus dem Stadtteil verübeln. Inzwischen wurde einer der zwei Männer, die unter Verdacht stehen, die Brausetabletten in das Becken geworfen zu haben, identifiziert. "Was in der Tablette drin war, ist bislang unbekannt", hieß es gestern im Polizeibericht.
MaMo
Tatort Döner-Lokal: Aquarium schon zum zweiten Mal gezielt attackiert
Von unserem Redaktionsmitglied Waltraud Kirsch-Mayer
Nein, das sei kein Spaß oder irgendein dummer Jungenstreich gewesen, betont Mustafa Seker. "Deshalb habe ich Anzeige erstattet."Jetzt ermittelt die Polizei in einem ungewöhnlichen Delikt: Mittels Brausetabletten wurde ein gutes Dutzend Zierfische getötet.
In Sandhofen betreibt Mustafa Seker einen Imbiss: Seinen "Eren-Döner" hat er mit einem Aquarium ausgestattet. Am Dienstagabend besuchten mehrere junge Leute das Schnellrestaurant. Der Wirt verschwand für Vorbereitungen in der Küche, als er wieder herauskam, fiel sein Blick auf das Becken: "Darin sah alles ganz dreckig aus." Er nahm gerade noch wahr, dass sich vier große Tabletten brausend auflösten. "Die sahen wie Aspirin- oder Vitamintabletten aus - aber vielleicht war es auch etwas ganz Anderes."
Mustafa Seker wollte retten, was zu retten ist und versuchte die Fische umgehend in sauberes Wasser umzusetzen. Aber zu spät. "Die starben innerhalb von Minuten." Auf Beteuerungen der jungen Gäste, sie wären es nicht gewesen und hätten auch nichts gesehen, mochte er sich nicht einlassen - zumal bereits vor einer Woche der Inhalt eines Aschenbechers in das Aquarium gekippt worden war. Auch damals verendeten die Schuppentiere. Der Wirt rief die Polizei.
Heute landen irgendwelche Tabletten im Fischwasser und morgen werde ein Schritt weiter gegangen, begründet der Mann seine Anzeige, die ihm einige Eltern aus dem Stadtteil verübeln. Inzwischen wurde einer der zwei Männer, die unter Verdacht stehen, die Brausetabletten in das Becken geworfen zu haben, identifiziert. "Was in der Tablette drin war, ist bislang unbekannt", hieß es gestern im Polizeibericht.
MaMo